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Dokumentenidentifikation DE60119485T2 28.12.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001232980
Titel Verfahren zum Vorlegen von Hülsen in einer Wickelmaschine zum Herstellen von Rollen aus Blattmaterial
Anmelder M T C - Macchine Trasformazione Carta S.r.l., Porcari, Lucca, IT
Erfinder De Matteis, Alessandro, 55010 Lucca, IT;
Landucci, Sergio, 55029 Ponte a Moriano Lu, IT
Vertreter Sommer, P., Dipl.-Wirtsch.-Ing., Pat.-Anw., 68165 Mannheim
DE-Aktenzeichen 60119485
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 16.02.2001
EP-Aktenzeichen 018301077
EP-Offenlegungsdatum 21.08.2002
EP date of grant 10.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.12.2006
IPC-Hauptklasse B65H 19/30(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zuführen eines Rollenkerns in einer Maschine zur Herstellung von Blöcken aus Blatt- oder Bahnmaterial, die z. B. zur Herstellung von Toilettenpapierrollen, Mehrzweckpapierrollen oder Haushaltsvliesstoffrollen, von Industrierollen usw. benutzt wird.

Außerdem betrifft die Erfindung eine Aufrollmaschine, welche das Verfahren ausführt.

Stand der Technik

Es sind Aufrollmaschinen bekannt, bei denen ein Block aufgewickelt wird, der in Oberflächenkontakt mit Wickelrollen steht. Genauer gesagt, wird der Block ausgehend von einer fortlaufenden oder mit Querperforation versehenen Warenbahn aus Papier geformt, die, getragen von einer ersten Fördervorrichtung, teilweise auf eine obere Wickelrolle aufgewickelt wird, in Kontakt zu einer unteren Wickelrolle gelangt und durch eine Druckrolle gegen die obere und untere Wickelrollen gehalten wird. Die drei Rollen definieren eine Aufrollzone, wobei der Block durch das Zuführen der Papierbahn und durch Ziehen derselben zwecks Oberflächenkontakt ausgebildet wird.

Normalerweise wird der Block in der Aufrollzone auf einem röhrenförmigen Rollenkern ausgebildet. Sobald der Block einen vorbestimmten Durchmesser erreicht hat, wobei normalerweise eine Kontrolle der aufgewickelten Papierlänge vorgesehen ist, wird die Warenbahn geschnitten oder abgerissen, und der Block wird von der Wickelzone weg geschoben auf die Seite gegenüber der Einführzone des Rollenkerns, wobei zugleich der Rollenkern von einem Drücker eingeführt wird.

Bei einigen Aufrollmaschinen ist am Ende jedes Aufwickelschritts eine Klinge vorgesehen, die die Warenbahn quer gegen die obere Wickelrolle durchschneidet, welche einen oder mehrere Schneideschlitze aufweist, womit eine zurückziehbare Klinge in Eingriff gelangt, die auf einer benachbarten Schneiderolle angeordnet ist.

Dagegen wird im Fall von Aufrollmaschinen mit einem Abreißsystem die Warenbahn oberhalb oder auf der oberen Wickelrolle angehalten, und das Abreißen wird durch Ziehen an der angehaltenen Warenbahn der unteren Wickelrolle hervorgerufen, auf welche der Block durch die Druckrolle gedrückt wird. Normalerweise wird zum Hervorrufen des Abreißens beim Wechseln des Blocks zwischen den zwei Rollen eine Geschwindigkeitsdifferenz erzeugt.

Für das Einbringen des Rollenkerns in die Wickelzone gibt es eine Vielzahl von Verfahren. In einem ersten Fall wird jeweils ein Rollenkern auf ein Ladetablett zugeführt, und ein Drücker bringt ihn in eine Wickelzone. In diesem Fall drückt der Drücker mit konzentrierter Kraft gegen den Rollenkern, um ihn unter Anwesenheit von Papier zwischen die Wickelrollen zu pressen, so dass dieser in der Kontaktzone verbeult werden kann, was zu einem fehlerhaften Aufrollen führt.

In einem zweiten Fall wird der Rollenkern auf eine gekrümmte Zuführgabel gebracht, die unter der unteren Wickelrolle angeordnet ist, wodurch die Reibung gegen die obere Rolle ihn zum Aufwickelbeginn vorwärts hinauf in Kontakt mit der unteren Wickelrolle gelangen lässt. Die Gabel ist durch eine Serie gekrümmter Führungen ausgebildet, die nach hinten von der unteren Wickelrolle vorstehen und vollständig einstückig mit dieser ausgebildet sind.

Das Vorhandensein einer Zuführgabel bietet den Vorteil, dass eine Polsterung zwischen den Zuführpunkt des Rollenkerns und die Wickelzone zum Abreißen des Papiers eingeführt werden kann. Auf diese Weise kann der oberhalb angeordnete abgerissene Abschnitt automatisch vom hineinkommenden Rollenkern abgefangen werden, der von der oberen Wickelrolle gegen die unterhalb angeordnete Zuführgabel gedrückt wird.

Je nach Größe des Rollenkerns wird der Rollenkern zur unteren Wickelrolle hin oder von dieser weg bewegt. Es ist allerdings für jeden jeweils unterschiedlichen Durchmesser des Rollenkerns eine unterschiedliche Zuführgabel nötig. Dies verursacht Unterbrechungen in der Produktion sowie Anpassungsarbeiten und den Bedarf an einem Satz von Gabeln für jeden unterschiedlichen Durchmesser des Rollenkerns.

Wie in US 6050519 offenbart, ist die Zuführgabel für Rollenkerne beweglich und kann um die untere Wickelrolle herum schwingen. Auf diese Weise kann die Maschine sowohl zum Aufwickeln von Blöcken um einen Rollenkern als auch für kernloses Aufrollen benutzt werden. Im letzteren Fall kann der Rollenkern als Polsterung zum Abreißen des Papiers benutzt werden. Wenn in diesem Fall jedoch der Rollenkerndurchmesser wesentlich verändert wird, muss das Gabelprofil ausgetauscht werden. Außerdem beschreibt US 6050519 ein kompliziertes System zum Lösen des Rollenkerns durch ein doppeltes Blockiermittel.

Kurzdarstellung der Erfindung

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Aufrollverfahren für eine PapierWarenbahn zur Herstellung von Blöcken bereitzustellen, wobei das Einführen des Rollenkerns automatisch auf einer Gabel ausgeführt wird, die unter der oberen Wickelrolle angeordnet ist, wobei aber das Wechseln der Zuführgabel mit wechselndem Durchmesser des Rollendurchmessers nicht nötig ist.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Aufrollmaschine für eine PapierWarenbahn zur Herstellung von Blöcken bereitzustellen, die in der Lage ist, dieses Verfahren durchzuführen.

Diese und andere Aufgaben werden von dem Aufrollverfahren einer Warenbahn zur Herstellung eines Blocks erfüllt, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie die Schritte umfasst:

  • – Zuführen einer PapierWarenbahn in eine Aufrollzone, die zwischen einer oberen Wickelrolle und einer unteren Wickelrolle ausgebildet ist,
  • – Anordnen einer Rollenkernzuführgabel oberhalb der Aufrollzone, wobei die Gabel unterhalb der oberen Wickelrolle angeordnet ist und sich von einer Rollenkern-Zuführungszone hinauf zur unteren Wickelrolle erstreckt, wobei es dadurch gekennzeichnet ist, dass wenigstens ein Abschnitt der Gabel relativ zu der Abstützung der unteren Wickelrolle beweglich ist und sich zu der oberen Wickelrolle hin oder von der oberen Wickelrolle weg bewegen kann. Zum Erreichen der Wickelzone und dem Aufrechthalten des Kontakts zu der oberen Wickelrolle bewegt sich der Rollenkern auf dem beweglichen Abschnitt der Gabel und dann auf einen Abschnitt der Gabel, der einstückig mit der unteren Rolle ausgebildet ist.

Vorzugsweise kann für jeden Zuführschritt für einen Rollenkern der bewegliche Abschnitt der Gabel von einer ersten Ladeposition des Rollenkerns in eine zweite Position verschoben werden, in der der Rollenkern in Anlage an die obere Wickelrolle gelangt.

In ihrer Hebe- und Senkbewegung kann die Gabel um einen Zapfen rotieren, der konzentrisch zu der unteren Wickelrolle angeordnet ist.

Um die Wickelzone unter Aufrechterhaltung der Anlage an der oberen Wickelrolle zu erreichen, wird der Rollenkern durch die Gabel elastisch gegen die obere Wickelrolle gedrückt.

Vorzugsweise wird der Rollenkern dann auf die Gabel gebracht, wenn der bewegliche Abschnitt sich in der gesenkten Position befindet, so dass er auf einem Abwärtsabschnitt des beweglichen Abschnitts bis zum Erreichen eines piepsenden Anschlagelements rollt.

Es können insbesondere die folgenden Schritte vorgesehen sein:

  • – Heben des Rollenkerns durch den beweglichen Abschnitt hinauf in eine an die obere Wickelrolle angenäherte Position, ohne dass er in Anlage an diese gelangt,
  • – ausgehend von der angenäherten Position, Ausführen einer weiteren kurzen Hebebewegung des Rollenkerns hinauf, so dass er gegen die obere Wickelrolle gedrückt wird, wobei diese den Rollenkern vorwärts in Richtung der Aufrollzone bringen kann.

Wenn die Warenbahn nicht oberhalb durchschnitten oder abgerissen wird, bringt die Anlage des Rollenkerns an der oberen Wickelrolle die Warenbahn zu einem Abreißen an einer Linie mit Querperforation, die zwischen dem Rollenkern und der Aufrollzone angeordnet ist. In diesem Fall ist ein Schritt vorgesehen, in dem die Warenbahn zwischen dem Rollenkern und der Aufrollzone gestreckt wird.

Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung umfasst eine Aufrollmaschine für eine Warenbahn zur Herstellung eines aufgewickelten Blocks auf einem Rollenkern, insbesondere zur Herstellung von Toilettenpapierrollen, Mehrzweckpapierrollen oder Haushaltsvliesstoffrollen, von Industrierollen usw.

  • – ein Mittel zum Zuführen und Ziehen einer Warenbahn aus Papier,
  • – eine Aufrollzone, bei welcher der Block unterhalb des Mittels zum Zuführen der Warenbahn um den Rollenkern gewickelt ist,
  • – ein Mittel zum Zuführen des Rollenkerns,
  • – eine Gabel zum Zuführen des Rollenkerns, der oberhalb der Aufrollzone angeordnet ist, wobei die Gabel unterhalb der oberen Wickelrolle angeordnet ist und sich zwischen dem Mittel zum Zuführen des Rollenkerns bis hinauf zur oberen Wickelrolle erstreckt,
  • – wobei die Gabel einen fest angeordneten Abschnitt aufweist, der einstückig mit der unteren Wickelrolle unterhalb des beweglichen Abschnitts ausgebildet ist, wobei der bewegliche Abschnitt mit dem fest angeordneten Abschnitt zusammenwirkt, so dass eine einzige Stützfläche für den Rollenkern gebildet wird.

Es ist außerdem kennzeichnend, dass sie ein Mittel zum Anheben und Senken der Gabel hin zu der oberen Wickelrolle oder von dieser weg relativ zu der unteren Wickelrolle umfasst.

Vorzugsweise weist die Gabel eine elastische Oberfläche zur Anpassung an den Durchgang des Rollenkerns auf. Insbesondere weist die Gabel eine gekrümmte Oberfläche auf, deren Höhlung in Richtung der oberen Wickelrolle ausgerichtet ist.

Es ist vorteilhaft, wenn das Mittel zum Heben und Senken der Gabel zu der oberen Wickelrolle hin oder von dieser weg wirksam mit einem Arm verbunden sind, der schwenkbar auf der Abstützung gelagert ist, worin die Achse der unteren Wickelrolle rotiert.

Ausgehend von dem Rand des Mittels zur Zuführung kann der bewegliche Abschnitt einen Abwärtsabschnitt und ein piepsendes Anschlagelement aufweisen.

Es ist ein Mittel zur Steuerung des Mittels zum geeigneten Heben und Senken der beweglichen Gabel auf eine vorbestimmte Höhe relativ zur unteren Wickelrolle vorgesehen.

Kurze Erläuterung der Figuren

Weitere Merkmale und/oder Vorteile des Aufrollverfahrens und der Aufrollvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung werden durch die folgende Beschreibung einer Ausführungsform derselben deutlich gemacht, welche als verdeutlichend, jedoch nicht beschränkend ist, unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren, wobei

1 einen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Aufrollmaschine zeigt,

2 bis 5 vier verschiedene Positionen des Endstücks der Warenbahn des aufgewickelten Blocks und des Anfangsstücks der Warenbahn des aufzuwickelnden Blocks, sowie die Schritte des Zuführens des Rollenkerns in den Block zeigen.

Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform

Unter Bezugnahme auf 1 umfasst eine Aufrollmaschine einer Warenbahn 1 zur Herstellung eines Blocks 2a eine Rolle 3 zum Zuführen von Warenbahn 1 und, unterhalb davon, eine Wickelzone 4, wo der Block 2a aufgewickelt wird.

Gemäß dem Stand der Technik ist die Wickelzone 4 durch eine obere Wickelrolle 5, eine untere Wickelrolle 6 und eine Druckrolle 7 ausgebildet. Die letztere folgt dem Anwachsen von Block 2a mit der Aufgabe, seine stetige Anlage an die Wickelrollen 5 und 6 sicherzustellen und das Anwachsen seines Durchmessers zu kontrollieren.

Zwischen der Zuführrolle 3 und der oberen Wickelrolle 5 ist eine Gegenstützrolle 8 angeordnet, auf welcher die Warenbahn 1 ruht. Die Gegenstützrolle 8 kann unabhängig angetrieben werden und umfasst ein Schneidemittel 10, das in Eingriff mit einem Schneideschlitz 9 gelangt. Alternativ kann die Schneiderolle direkt auf der oberen Wickelrolle 5 arbeiten.

Am Ende jedes Blocks gelangt Schneidemittel 10 in Eingriff mit Gegenstützrolle 8 (oder mit der oberen Wickelrolle 5) zum Durchschneiden der Warenbahn 1, so dass ein Endstück 1a des vorangegangenen Blocks 2a gebildet wird und ein Anfangsstück des zu formenden Blocks.

Der bereits aufgewickelte Block 2a wird zur tangentialen Reibung gegen die obere Wickelrolle 5, die untere Wickelrolle 6 und die Druckrolle 7 weiterhin in Zone 4 rotiert.

Das Wickeln wurde mit einem Rollenkern 20a in Gang gesetzt, der durch eine Förderkette 22 in die Zone 4 gebracht worden war. Außerdem steht ein Rollenkern 20bals Wickelstütze für einen beginnend vom Anfangsstück 1b der Warenbahn 1 aufzuwickelnden Block bereit.

Erfindungsgemäß ist oberhalb von Zone 4 eine Gabel 21, 26 zum Zuführen eines Rollenkerns 20b angeordnet. Die Gabel 21, 26 ist unter der oberen Wickelrolle 5 angeordnet und erstreckt sich zwischen der Förderkette 22 des Rollenkerns hinauf bis zur unteren Wickelrolle 6. Der Gabelabschnitt 21 ist beweglich und ist in der Lage, sich zur oberen Wickelrolle 5 hin oder von dieser weg zu senken und zu heben. Durch einen fest angeordneten Abschnitt 26, zu dem der Endabschnitt 21a des beweglichen Abschnitts 21 benachbart ist, wird Rollenkern 20b an das Ende des beweglichen Abschnitts 21 gebracht.

Genauer gesagt rotiert der bewegliche Abschnitt 21 in seiner Hebe- und Senkbewegung einstückig mit einem Arm 23, der konzentrisch zur unteren Wickelrolle 6 schwenkbar ist. Eine durch einen Hebel 25 angetriebene Welle 24 kann die Bewegung des Hebens und Senkens von Arm 23 und dann der Gabel 21 steuern.

Immer noch unter Bezugnahme auf 1 wird der Rollenkern 20b auf den beweglichen Abschnitt 21 gebracht, wenn der in einer gesenkten Position ist, und rollt auf einer Abwärtsausgangsposition 21b hinauf zu einem piepsenden Anschlag 27. Dann nähert sich, wie in 2 gezeigt, der Rollenkern 20b der oberen Wickelrolle 5, ohne in Anlage an diese zu gelangen.

Wenn dann am Ende des Aufrollens des vorangegangenen Blocks 2a die Schneide/Abreißlinie 31 zwischen dem Rollenkern 20b und der Wickelzone 4 angeordnet ist, wird der Rollenkern 20b mit einer kurzen und schnellen Hebebewegung (3) durch Gabel 21 in Anlage an die oberen Wickelrolle 5 gebracht, die ihn schnell vorwärts (4) jenseits des piepsenden Anschlags und in Richtung der unteren Wickelrolle 6 bringt.

Das piepsende Anschlagelement 27 kann eine klingende Stahlschneide sein, wie sie in der Figur gezeigt ist, oder sie kann ein Zapfen sein, der abschwenkbar am beweglichen Abschnitt 21 angeordnet ist und aufgrund der Arbeit einer Feder beim Vorbeilaufen des Rollenkerns nachgibt (3).

Gemäß dem Stand der Technik ist der Rollenkern 20b entlang wenigstens einer Linie mit Klebstoff versehen, wodurch er bei seiner Bewegung auf dem beweglichen Abschnitt 21 schnell das Endstück 1b beim Übergang aus den Positionen von 3 und 4 abfangen kann.

Sowohl der bewegliche Abschnitt 21 und der fest angeordnete Abschnitt 26 weisen eine gekrümmte Oberfläche auf, deren Höhlung zur oberen Wickelrolle hin ausgerichtet ist. Diese Oberfläche kann in einer nicht in den Figuren gezeigten Weise elastisch sein. Es kann sich beispielsweise um eine Oberfläche handeln, die mit einem schwammartigen Material bedeckt ist, oder um eine auf Federn abgestützte Platte, oder um eine Oberfläche, die durch ein zwischen zwei Enden gespanntes Band ausgebildet ist.

Wie in 5 gezeigt, erreicht Rollenkern 20b die Wickelzone 4, die zuvor von Block 2a verlassen wurde. Ein Block 2b beginnt aufgewickelt zu werden zur Rotation der Rollen 5, 6 und 7, wie es bei durch die Bezugspfeile angezeigt ist. Ein Rollenkern 20c wird durch die Förderkette 22 eingebracht, nachdem der einstückig mit Arm 23 ausgebildete bewegliche Abschnitt 21 der Gabel durch die Verbindungsstange 25 über die angetriebene Welle 24 gesenkt worden ist. Der neue Rollenkern 20c rollt auf dem kurzen Abwärtsabschnitt 21b und erreicht das piepsende Anschlagelement 27.

Wenn der neue Rollenkern nicht denselben Durchmesser aufweist wie der vorherige, ist es nötig, die Maschine für eine neue Produktionsaktion anzupassen. Genauer gesagt wird in Abhängigkeit von dem unterschiedlichen Durchmesser des Rollenkerns die untere Wickelrolle 6 gemäß dem Stand der Technik in Richtung von Pfeil 28 verschoben, und zwar im Wesentlichen in Richtung zum Zentrum der unteren Wickelrolle 5 hin oder von diesem weg. In diesem Fall folgen sowohl der fest angeordnete Abschnitt als auch der bewegliche Abschnitt 21 zusammen mit Arm 23 der unteren Wickelrolle 6, mit der sie einstückig ausgebildet sind.

Es ist allerdings nicht nötig, die von den Abschnitten 21 und 26 gebildete Gabel auszutauschen, da diese Abschnitte eine gekrümmte Form aufweisen und der bewegliche Abschnitt um Stütze 29 herum schwenkbar ist, bei der die Welle der unteren Wickelrolle 6 rotiert, wodurch sie dann, wenn sie auf Rollenkern 20b drückt (3 und 4), sicherstellt, dass in jedem Fall ein Rollkanal für den Rollenkern vorhanden ist, so dass sichergestellt wird, dass die Anlage des Rollenkerns an der oberen Wickelrolle 5 nicht unterbrochen wird oder dass der Rollenkern zu stark gedrückt wird. Dieser Aspekt ist besonders vorteilhaft für die Maschinen, bei denen bei wechselndem Durchmesser des Rollenkerns fest angeordnete Gabeln unbedingt ausgetauscht werden müssen.

Wie bereits beschrieben können die Wickelschritte von Warenbahn 1 zur Herstellung eines Blocks 2a das Schneiden des Papiers oberhalb der oberen Wickelrolle 5 vorsehen (1). In diesem Fall wird die Papierbahn 1 in der Wickelzone 4 um den Rollenkern 20a bis zu einer vorbestimmten Entwicklung oberhalb der Zuführrolle 3 zugeführt.

Sobald dann die gewünschte Länge von Bahn 1 oberhalb von Zone 4 abgewickelt ist, schneidet oder durchreißt die Gegenstützrolle 8 mit dem Querschneidemittel der Schneiderolle 10 am Schneideschlitz 9 die Warenbahn 1 und trennt das Endstück 1a vom Anfangsstück 1b. Von diesem Moment an werden die verschiedenen Schritte, um das Anfangsstück 1b in Richtung der Wickelzone 4 zu bringen, der Reihenfolge nach ausgeführt, was hier nicht detailliert erläutert wird, jedoch in EP 1016608 beschrieben ist.

Alternativ kann die Anlage von Rollenkern 20b gegen die obere Wickelrolle 5 das Abreißen des Papiers 1 entlang einer querperforierten Linie 21 des Papiers hervorrufen, die zwischen dem Rollenkern 20b und der Wickelzone 4 angeordnet ist. In diesem Fall ist ein Schritt vorgesehen, in dem die Bahn zwischen dem Rollenkern und der Wickelzone gespannt wird. Dieses Spannen kann beispielsweise gemäß dem Stand der Technik durch eine Beschleunigung der Freigabebewegung des aufgewickelten Blocks 2a erfolgen, wobei ein fest angeordnetes Tablett 21 zwischen den bereits aufgewickelten Block 2a und die untere Wickelrolle geführt wird (3, 4, 5), wodurch der Block 2a sich schnell auf Tablett 32 wegbewegt. Alternativ und stets in bekannter Weise kann der Abreißschritt durch Beschleunigung der Druckrolle 7 im Verhältnis zur unteren Wickelrolle 6 ausgeführt werden.

Die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung der 1 bis 5 wurde nur in einer Querschnittsansicht in fünf Betriebspositionen gezeigt, nicht aber in einer Draufsicht oder Seitenansicht, da diese für einen Fachmann nicht notwendig sind. In einer solchen Ansicht wären die Rollen 3, 8, 10, 5, 6 und 7 und die angetriebenen Welle 24 sichtbar, die sich entlang der gesamten Maximallänge von Block 2a und Rollenkern 20a erstrecken, und würden Enden aufweisen, die über Kugellager sowie Antriebs- und Kraftübertragungselemente in Eingriff mit Stützwänden stehen. Gabel 21, 26 wäre als Arme 23, 26 zu sehen, die einige Zentimeter voneinander beabstandet angeordnet sind und mit Stütze 29 verbunden sind, worin die Welle der unteren Wickelrolle 6 rotiert.

Die vorangegangene Beschreibung einer spezifischen Ausführungsform macht die erfindungsgemäße Erfindung von einem konzeptuellen Standpunkt aus vollkommen deutlich, so dass Andere durch Anwenden gegenwärtiger Erkenntnisse in der Lage sein werden, die Ausführungsform ohne weitere Forschung und ohne Abweichen von der Erfindung für weitere Anwendungen modifizieren oder verändern können, und es ist deshalb selbstverständlich, dass solche Anpassungen und Modifikationen als der vorliegenden spezifischen Ausführungsform gleichwertig zu betrachten sind. Die Mittel und Materialien zur Realisierung der hier beschriebenen unterschiedlichen Funktionen können andersartig sein, ohne dass deshalb das Gebiet der Erfindung verlassen wird. Es ist selbstverständlich, dass die hier verwandte Phrasierung oder Terminologie dem Zweck der Beschreibung und nicht dem der Beschränkung dient.


Anspruch[de]
Aufrollverfahren für eine Bahn (1) aus Flächenmaterial zur Herstellung einer Rolle (2a), die auf einen Rollenkern (20a, 20b, 20c) aufgewickelt ist, insbesondere für die Herstellung von Toilettenpapierrollen, Mehrzweckpapierrollen oder Haushaltsvliesstoffrollen, von Industrierollen usw., wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:

– Zuführen einer Papierbahn (1) in eine Aufrollzone (4), die zwischen einer oberen Wickelrolle (5) und einer unteren Wickelrolle (6) ausgebildet ist,

– Anordnen einer Gabel (21, 26) oberhalb der Aufrollzone (4) zum Zuführen des Rollenkerns (20b), wobei die Gabel (21, 26) unterhalb der oberen Wickelrolle (5) angeordnet ist und sich von einer Rollenkern-Zuführungszone (20b) hinauf zur unteren Wickelrolle (6) erstreckt,

wobei wenigstens ein Abschnitt (21) der Gabel (21, 26) relativ zu der Abstützung (29) der oberen Wickelrolle (5) beweglich ist und sich zu der oberen Wickelrolle (5) hin oder von der oberen Wickelrolle (5) weg bewegen kann,

dadurch gekennzeichnet, dass

ein fest angeordneter Abschnitt (26) der Gabel in die Abstützung (29) der unteren Wickelrolle (6) integriert angeordnet ist,

und dass

der Rollenkern (20b) zum Erreichen der Aufrollzone (4) auch dann, wenn er in Anlage an der oberen Wickelrolle (5) verbleibt, sich zuerst auf dem beweglichen Abschnitt (21) und dann auf dem fest angeordneten Abschnitt (26) bewegt.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei für jeden Schritt eines Zuführen eines Rollenkerns (20b) der bewegliche Abschnitt (21) aus einer ersten Position, in welcher der Rollenkern (20b) geladen ist, in eine zweite Position, in welcher der Rollenkern (20b) in Anlage an die obere Wickelrolle (5) gelangt, verschoben wird. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der bewegliche Abschnitt (21) im Verlauf seiner Hebe- und Senkbewegung (24, 25) um einen Zapfen (29) rotiert (23), der konzentrisch zu der unteren Wickelrolle (6) angeordnet ist. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Rollenkern (20b) zum Erreichen der Wickelzone (4) auch dann, wenn er in Anlage an der oberen Wickelrolle (5) verbleibt, von der Gabel (21, 26) elastisch gegen die obere Wickelrolle (5) gedrückt wird. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Rollenkern (20b) auf die Gabel gebracht wird, wenn sich der bewegliche Abschnitt (21) in einer gesenkten Position befindet und auf einem Abwärtsabschnitt (21b) des beweglichen Abschnitts bis zum Erreichen eines herausragenden Anschlagelements (27) rollt. Verfahren nach Anspruch 1, das folgende Schritte umfasst:

– Heben (24, 25) des Rollenkerns (20b) durch den beweglichen Abschnitt (21) hinauf in eine an die obere Wickelrolle (5) angenäherte Position, ohne dass er in Anlage an diese gelangt,

– ausgehend von der angenäherten Position, Ausführen einer weiteren kurzen Hebebewegung (24, 25) des Rollenkerns (20b) hinauf, so dass er gegen die obere Wickelrolle (5) gedrückt wird, wobei diese den Rollenkern vorwärts in Richtung der Aufrollzone (4) bringen kann.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Anlage des Rollenkerns (20a, 20b, 20c) an der oberen Wickelrolle (5) die Bahn (1) zu einem Abreißen an einer Linie mit Querperforation (31), die zwischen dem Rollenkern (20b) und der Aufrollzone (4) angeordnet ist, bringt, wobei ein Schritt vorgesehen ist, in dem die Bahn (1) zwischen dem Rollenkern (20b) und der Aufrollzone gestreckt wird. Aufrollmaschine für eine Bahn (1) zur Herstellung einer Rolle (2a), die auf einen Rollenkern (20a, 20b, 20c) aufgewickelt ist, insbesondere zur Herstellung von Toilettenpapierrollen, Mehrzweckpapierrollen oder Haushaltsvliesstoffrollen, Industrierollen usw., umfassend

– ein Mittel zum Zuführen und Ziehen (3, 8) einer Bahn (1) aus Papier,

– eine Aufrollzone (4), bei welcher der Block (2a) unterhalb des Mittels (3, 8) zum Zuführen der Bahn (1) um den Rollenkern gewickelt ist, wobei die Aufrollzone (4) zwischen einer oberen Wickelrolle (5) und einer unteren Wickelrolle (6) ausgebildet ist,

– ein Mittel zum Zuführen (22) des Rollenkerns (20),

– eine Gabel (21, 26) zum Zuführen des Rollenkerns (20b), der oberhalb der Aufrollzone (4) angeordnet ist, wobei die Gabel (21) unterhalb der oberen Wickelrolle (5) angeordnet ist und sich zwischen dem Mittel (22) zum Zuführen des Rollenkerns (20) bis hinauf zur oberen Wickelrolle (6) erstreckt,

– und ein Mittel zum Anheben und Senken (23, 24, 25) von wenigstens einem beweglichen Abschnitt (21) der Gabel (21, 26) hin zu der oberen Wickelrolle (5) oder von dieser weg relativ zu der unteren Wickelrolle (6), dadurch gekennzeichnet, dass die Gabel einen fest angeordneten Abschnitt (26) aufweist, der in die Abstützung (29) dort eingebaut ist, wo die Achse der unteren Wickelrolle (6) rotiert, und der am Ende des beweglichen Abschnitts (21) angeordnet ist, wobei der bewegliche Abschnitt (21) mit dem fest angeordneten Abschnitt (26) zusammenwirkt, so dass eine einzige Stützfläche für den Rollenkern (20b) gebildet wird.
Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei die Gabel (21, 26) eine elastische Oberfläche zur Anpassung an den Durchgang des Rollenkerns (20b) aufweist, wenn sie ihn gegen die obere Wickelrolle (5) drückt. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei die Gabel (21, 26) eine gekrümmte Oberfläche aufweist, deren Höhlung in Richtung der oberen Wickelrolle (5) ausgerichtet ist. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei die Mittel zum Heben und Senken (24, 25) der Gabel (21) zu der oberen Wickelrolle (5) hin oder von dieser weg wirksam mit einem Arm (23) verbunden sind, der schwenkbar auf der Abstützung (29) gelagert ist, worin die Achse der unteren Wickelrolle (6) rotiert. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei ausgehend von dem Rand des Mittels zum Zuführen der bewegliche Abschnitt (21) einen Abwärtsabschnitt (21b) und ein herausragenden Anschlagelement (27) aufweist.






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