| Dokumentenidentifikation |
DE102005025821A1 04.01.2007 |
| Titel |
Beschlag für Falt-Schiebewand |
| Anmelder |
Sunflex Aluminiumsysteme GmbH, 57482 Wenden, DE |
| Erfinder |
Schneider, Malte, 57482 Wenden, DE |
| Vertreter |
Patentanwälte Valentin, Gihske, Grosse, 57072 Siegen |
| DE-Anmeldedatum |
02.06.2005 |
| DE-Aktenzeichen |
102005025821 |
| Offenlegungstag |
04.01.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
04.01.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
E05D 15/26(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Bei einer Falt-Schiebewand (1), bestehend aus mindestens einem Einzelelement (2, 3, 4) und/oder aus mehreren Einzelelementen (2, 3, 4), die durch Scharniere () miteinander gelenkig verbunden sein können und in einem Rahmen (5), bestehend aus mindestens einer Bodenschiene (6) und einer Deckenschiene (7), angeordnet sind, wobei jedes Einzelelement (2, 3, 4) oder die verbundenen Einzelelemente (2, 3, 4) im Rahmen (5) seitlich verschoben werden können und jedes Einzelelement (2, 3, 4) aus einem Rahmen (21) mit einer Füllung (22) besteht und die Rahmen (21) der Einzelelemente (2, 3, 4) über Beschläge (16) mit Laufwagen (17) in der Bodenschiene (6) und/oder Deckenschiene (7) gekoppelt sind, ist der Beschlag (16) zur Aufnahme des Bolzens (18) an der Stirnseite (10, 11, 15) des Rahmens (21) der Einzelelemente (2, 3, 4) befestigt ausgebildet.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Falt-Schiebewand, bestehend aus mindestens
einem Einzelelement und/oder aus mehreren Einzelelementen, die durch Scharniere
miteinander gelenkig verbunden sein können, und in einem Rahmen, bestehend
aus mindestens einer Bodenschiene und einer Deckenschiene, angeordnet ist, wobei
das Einzelelement oder die verbundenen Einzelelemente im Rahmen seitlich verschoben
werden können und jedes Einzelelement aus einem Rahmen mit einer Füllung
besteht und die Rahmen der Einzelelemente über Beschläge mit Laufwagen
in der Bodenschiene und/oder Deckenschiene gekoppelt sind.
Unter Falt-Schiebewand werden Ausführungen wie Horizontal-Schiebewand,
Schiebe-Dreh-Element und Schiebe-Elemente im Bereich der Einzelelemente zueinander
bzw. zum Vertikal-Rahmen verstanden, wobei die Aufzählung nicht abschließend
ist.
Derartige Falt-Schiebewände sind in verschiedenen Ausführungen
und für verschiedene Zwecke bekannt. In einer Ausführung wird beispielsweise
ein Wintergarten mit einer Falt-Schiebewand versehen, dessen Einzelelemente aus
einem Holz- und/oder Aluminiumrahmen mit einer eingesetzten Glasscheibe als Füllung
bestehen. Eine andere Ausführung sieht vor, einen großen Raum durch eine
Falt-Schiebewand in zwei kleinere Räume zu unterteilen. Hierzu wird in dem
Rahmen eines Einzelelementes beispielsweise eine Holztafel oder eine Gipskartonplatte
als Füllung eingesetzt, um ein Durchblicken zu verhindern.
Aus der DE 40 38 669 C2
ist eine zu öffnende Falt-Schiebewand mit einer Anzahl von gegebenenfalls Glasscheiben
aufweisenden Rahmen, die an ihren vertikal verlaufenden Stossstellen, bis auf die
das freie Ende einer Tür begrenzenden Stossstelle, durch Scharniere gelenkig
verbunden sind bzw. durch andere Beschlagteile miteinander in Zusammenhang stehen,
bekannt.
In der DE 198 21 870 A1
wird eine Glasfaltschiebewand mit einer Decken- sowie einer Bodenschiene und einer
Anzahl von mittels Rollen in diesen geführten sowie von einer derselben getragenen,
verschiebbaren und/oder schwenkbaren, durch eine von einem Holz- oder Metallprofilrahmen
gefassten Glas- oder anderen Transparentscheibe gebildeten Flügeln beschrieben.
Bei den bekannten Ausführungen erfolgt die Abstützung der
Einzelelemente auf den in der Bodenschiene angeordneten Laufwagen. Hierzu weist
der Laufwagen vorzugsweise auf der vertikalen Mittenachse eine Bohrung auf, in die
ein Bolzen gesteckt wird, welcher mit einem Beschlag verbunden ist. Ein derartiger,
bekannter Beschlag über- und untergreift beispielsweise ein von dem Rahmen
abstehendes Scharnier. Der bekannte Beschlag ist dazu C-förmig ausgebildet
und verlängert die Scharniere zum Einsetzen eines durchgängigen Haltestiftes.
Ein Ende des C-förmigen Beschlages ist so ausgeformt, dass er den im Laufwagen
angeordneten Bolzen aufnehmen kann. Diese Ausformung ist beispielsweise einem Viertelkreis
nachempfunden.
Der C-förmige, bekannte Beschlag wird an den Scharnieren befestigt,
die mit den Laufwagen in der Bodenschiene und der Deckenschiene kraftschlüssig
verbunden werden. Hierzu werden u.a. längere Haltestifte benötigt, die
die gesamte Länge des C-förmigen Beschlages berücksichtigen. Da der
C-förmige Beschlag außen am Rahmen, also an der Sichtseite angebracht
ist, verändert sich die übliche, symmetrische Gesamtansicht. Weiterhin
wird durch die oben erwähnte Ausformung des Beschlagendes die Dichtung an den
Stirnseiten der Rahmen unterbrochen, wodurch ein Eindringen von Luft, Wasser, Rauch
usw. in den jeweiligen Raum an dieser Stelle ermöglicht wird. Die bekannte
Ausführung des Beschlages ist also voluminös und schwer, da das Gewicht
der Einzelelemente über die nach außen stehenden auf den C-förmigen
Beschlag und von diesem über den Bolzen in den Laufwagen geleitet werden. Das
Gewicht verursacht bei dieser Ausgestaltung also ein zu berücksichtigendes
Moment.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den bekannten Beschlag
so zu verbessern, dass die oben genannten Nachteile vermieden werden, der Materialeinsatz
verringert und die Montage vereinfacht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung
mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
Es wurde erkannt, dass eine Befestigung an der Stirnwand des Rahmens
eine optimale Gewichtseinleitung der Einzelelemente in die Laufwagen darstellt.
Das gesamte Gewicht wird so in der gleichen vertikalen Ebene von Einzelelement und
Beschlag aufgebracht. Eine Verlagerung über ein Moment wie bei der bekannten
Ausführung wird vermieden.
Durch eine Ausgestaltung des Beschlages auf der dem Bolzen gegenüberliegenden
Seite zu einem umgebogenen U-Profil wird ein Führungselement geschaffen, das
auf einer Schiene, die auf den Stirnseiten der Rahmen der Einzelelemente ausgeformt
oder separat angebracht ist, verschoben werden kann. Eine derartige
Ausführung erleichtert die Montage einer Falt-Schiebewand.
Der Beschlag wird in einer bevorzugten Ausführung als Gussteil
ausgeführt. Eine Ausbildung als Stanz-Biegeteil ist aber auch möglich.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand von sehr schematischen
Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
1 in räumlicher Darstellung eine Falt-Schiebewand
mit drei Einzelelementen und einem Rahmen bei teilweiser Öffnung;
2 in räumlicher Darstellung eine Bodenschiene
mit Laufwagen und erfindungsgemäßen Beschlag;
3 in geschnittener Draufsicht (Schnitt A-A) den Beschlag
bei geschlossener Falt-Schiebewand und
4 in Vorderansichtansicht das untere Ende der Stirnseite
eines Rahmen mit erfindungsgemäßem Beschlag und geschnittener Bodenschiene
mit Laufwagen.
In 1 ist eine Falt-Schiebewand
1 dargestellt, die aus drei Einzelelementen 2, 3,
4 besteht. Die Falt-Schiebewand 1 wird von einem Rahmen
5 umgeben, der aus einer Bodenschiene 6, einer Deckenschiene
7, einem linken Pfosten 8 und einem rechten Pfosten
9 gebildet wird. Die Einzelelemente 2, 3, 4
werden durch Scharniere (nicht dargestellt) gelenkig miteinander verbunden. Zum
Öffnen der Falt-Schiebewand 1 sind die miteinander verbundenen Einzelelemente
2, 3, 4 im Bereich der Stirnwände 10,
11 mit Laufwagen (nicht dargestellt) in der Bodenschiene 6 und
der Deckenschiene 7 verbunden. Die Stirnwände 12,
13 und 15 können sich frei im Raum bewegen.
Die Anordnung und Befestigung eines erfindungsgemäßen Beschlages
16 ist in 2 dargestellt, wobei ein Laufwagen
17 in einer Bodenschiene 6 verfahrbar angeordnet ist. Der Laufwagen
17 und der Beschlag 16 sind durch einen Bolzen 18 kraft
und/oder formschlüssig miteinander verbunden. Die Einzelelemente
3, 4 sind beispielsweise durch ein Scharnier 19 gelenkig
miteinander verbunden. Die Befestigung des Beschlages 16 erfolgt beispielsweise
durch Schrauben.
In 3 ist in geschnittener Ansicht der
Querschnitt der Einzelelemente 3, 4 zu sehen. Die Füllung
20 besteht beispielsweise aus einer Doppelglasscheibe. Der Rahmen
21 wird aus stranggepressten Aluminiumprofilen gefertigt, die mehrere Kammern
mit unterschiedlichen Querschnitten aufweisen. An den im geschlossenen Zustand der
Falt-Schiebewand 1 gegenüberliegenden Stirnseiten 11,
15 sind im Kanten- bzw. Eckbereich Dichtstreifen 22 befestigt,
die im Bereich des Beschlages 16 aus nur einer Hohlkammer bestehen. Die
Ecken 23 des Beschlages 16 sind U-förmig ausgebildet und
können so auf eine spezielle Schiene 24 des Rahmens 21 aufgesteckt
und befestigt werden. Die Befestigung erfolgt beispielsweise durch anschrauben,
es besteht aber auch die Möglichkeit einer Klemmverbindung.
Der Beschlag 16 wird, wie in 4
dargestellt, in der Breite so ausgeführt, dass mindestens eine Hohlkammer der
Dichtstreifen 22 an der Stirnseite 11 vollständig ausgebildet
ist. Eine Lücke wird somit vermieden. Weiterhin ist der Beschlag
16 am untersten Ende 25 des Rahmens 21 befestigt und
kann das Gewicht des oder der Einzelelemente 2, 3, 4
direkt über den Bolzen 18 auf den Laufwagen 17 und die Bodenschiene
6 übertragen.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Beschlages
16 wird ermöglicht, dass die Montage von nur Person ausgeführt
wird. Hierzu kann der Beschlag 16 beispielsweise auf der Schiene
24 verfahren werden. Das Gewicht wirkt senkrecht nach unten während
bei der bekannten C-förmigen Ausführung ein Moment auftritt, welches bei
der Montage ein Ausrichten der Einzelelemente in mehrere Richtungen erforderlich
macht.
- 1
- Falt-Schiebewand
- 2
- Einzelelement
- 3
- Einzelelement
- 4
- Einzelelement
- 5
- Rahmen
- 6
- Bodenschiene
- 7
- Deckenschiene
- 8
- linker Pfosten
- 9
- rechter Pfosten
- 10
- Stirnwand
- 11
- Stirnwand
- 12
- Stirnwand
- 13
- Stirnwand
- 14
- Stirnwand
- 15
- Stirnwand
- 16
- Beschlag
- 17
- Laufwagen
- 18
- Bolzen
- 19
- Scharnier
- 20
- Füllung
- 21
- Rahmen
- 22
- Dichtstreifen
- 23
- Ecke
- 24
- Schiene
- 25
- Ende des Rahmens
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| Anspruch[de] |
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Falt-Schiebewand (1), bestehend aus mindestens einem Einzelelement
(2, 3, 4) und/oder aus mehreren Einzelelementen (2,
3, 4,), die durch Scharniere () miteinander gelenkig verbunden
sein können, und in einem Rahmen (5), bestehend aus mindestens einer
Bodenschiene (6) und einer Deckenschiene (7), angeordnet ist,
wobei jedes Einzelelement (2, 3, 4) oder die verbundenen
Einzelelemente (2, 3, 4) im Rahmen (5) seitlich
verschoben werden können und jedes Einzelelement (2, 3,
4) aus einem Rahmen (21) mit einer Füllung (22)
besteht und die Rahmen (21) der Einzelelemente (2, 3,
4) über Beschläge (16) mit Laufwagen (17) in
der Bodenschiene (6) und/oder Deckenschiene (7) gekoppelt sind,
dadurch gekennzeichnet, dass der Beschlag (16) zur Aufnahme des
Bolzens (18) an der Stirnseite (10, 11,15) des
Rahmens (21) der Einzelelemente (2, 3, 4) befestigt
ausgebildet ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschlag
(16) angeschraubt ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschlag
(16) geklemmt ist.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass der Beschlag (16) und der Bolzen (18) einteilig ausgebildet
ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der
Bolzen (18) konisch ausgebildet ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der
Bolzen (18) zylindrisch ausgebildet ist.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der Beschlag (16) bündig am Ende (25) des Rahmens (21)
befestigt ist.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der Beschlag (16) vom Ende (25) des Rahmens (21)
beabstandet befestigt ist.
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Patent Zeichnungen (PDF)
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