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Dokumentenidentifikation DE60119727T2 04.01.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001287262
Titel WIRBELSTRÖMUNG- UND WIDERSTANDSVERMINDERUNG
Anmelder Imperial Innovations Ltd., London, GB
Erfinder BEARMAN, William, Peter, Kew Surrey TW9 4DA, GB;
OWEN, John, Clifton Upon Teme Worcester WR6 6DJ, GB;
SZEWCZYK, Anthony, Albin, South Bend, IN 46635, US
Vertreter Dr. Weber, Dipl.-Phys. Seiffert, Dr. Lieke, 65183 Wiesbaden
DE-Aktenzeichen 60119727
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 31.05.2001
EP-Aktenzeichen 019341916
WO-Anmeldetag 31.05.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/GB01/02447
WO-Veröffentlichungsnummer 2001092733
WO-Veröffentlichungsdatum 06.12.2001
EP-Offenlegungsdatum 05.03.2003
EP date of grant 17.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.01.2007
IPC-Hauptklasse F15D 1/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft Techniken, um den Fluidfluß bzw. Fluidstrom so zu modifizieren, daß die Auswirkungen von Widerstand bzw. Zugkraft und Wirbelströmungen reduziert werden. Insbesondere betrifft diese Erfindung solche Techniken, die auf längliche Körper angewandt werden können.

Wenn ein länglicher Körper, wie z.B. ein Kamin, in einer Umgebung angeordnet wird, wo er einem Fluidstrom, im Falle eines Kamins der Luftströmung bzw. dem Luftstrom, ausgesetzt ist, wird auf den länglichen Körper eine Zugkraft ausgeübt, und es kann zu Wirbelströmungen kommen, die Kräfte induzieren, die zu einer unerwünschten Vibration führen können. Die Zugkraft eines vorbeiströmenden Fluidstromes hat oft zur Folge, daß der längliche Körper mit einer verstärkten Struktur hergestellt werden muß, um einer solchen Zugkraft standzuhalten. Die Kosten einer solchen Verstärkung der Struktur können signifikant sein. Im Falle von Wirbelströmungen variieren die hierdurch ausgeübten Kräfte mit der Zeit in einer solchen Weise, daß es innerhalb eines länglichen Körpers zu hochgradig schädigenden, unerwünschten Vibrationen kommen kann. Es ist möglich, daß diese Vibrationen eine Resonanz mit potentiell destruktiven Folgen hervorrufen können.

Es ist bekannt, Verkleidungen an Strukturen anzubringen, um den Fluidstrom um diese Strukturen herum so zu modifizieren, daß der Widerstand reduziert wird. Ein Problem bei solchen Verkleidungen besteht darin, daß sie für gewöhnlich nur den Fluidstrom aus einer einzigen Richtung bewältigen können und daß sie wirkungslos sein oder tatsächlich sogar den Widerstand erhöhen können, wenn sich die Richtung des Fluidstromes ändert. Die Verkleidungen können beweglich ausgestaltet werden, um verschiedenen Strömungs- bzw. Flußrichtungen Rechnung zu tragen, doch erhöht dies in nachteiliger Weise die damit verbundenen Kosten und steigert ihre Komplexität.

Es ist auch bekannt, Strukturen an länglichen Körpern anzubringen, um so zu versuchen, Wirbelströmungen zu reduzieren. Ein Beispiel hierfür ist eine Scruton-Spirale, die an der Außenseite eines Kamins angebracht werden kann. Obwohl eine solche Scruton-Spirale Wirbelströmungen reduzieren kann, bewirkt sie oft auch eine Vergrößerung des Widerstands bzw. der Zugkraft, was es in nachteiliger Weise erforderlich macht, die Stärke bzw. Festigkeit des Kamins zu erhöhen. Eine Alternative besteht in der Verwendung einer perforierten Ummantelung bzw. eines perforierten Abdeckblechs auf einem Kamin. Es hat sich herausgestellt, daß solche perforierten Ummantelungen zu teuer sind, um wirklich praktisch zu sein.

Die US-A-4,059,129 offenbart einen zylindrischen Körper mit einer Mehrzahl kleiner Ebenen, die sich von seiner äußeren Oberfläche erstrecken und so wirken, daß sie Wirbelströmungen erzeugen, um Vibrationen aufgrund von Querströmungen gegen den Körper zu reduzieren.

Diskussionen über Wirbelströmungen sind in E. Naudascher, D. Rockwell "FLOW-INDUCED VIBRATIONS an Engineering Guide", IAHR-AIRH, Hydraulic structures design manual, A.A. Balkema/Rotterdam/Brookfield/1994, 160-176, und M.M. Zdravkovich, "Review and Classificiation of Vari-Various Aerodynamic and Hydrodynamic Means for Suppressing Vortex Shedding", Journal of Wind Engineering and Industrial Aerodynamics, 7 (1981) 145-189, zu finden.

Eine Beschreibung einer unidirektionalen bzw. in einer Richtung wirkenden Verkleidung zur Verwendung an einer Bohrsteigleitung (drilling riser), um durch Wirbelströmungen induzierte Vibrationen zu verringern, ist im US-Patent US-A-6,048,136 beschrieben.

Von einem Aspekt aus betrachtet liefert die vorliegende Erfindung einen länglichen Körper mit einer Mehrzahl sich davon erstreckender, in Längsrichtung voneinander beabstandeter, leicht gebogener bzw. gekrümmter Vorsprünge, wobei die Vorsprünge eine Oberfläche haben, die in zwei orthogonalen Richtungen leicht gebogen ist, wobei der längliche Körper ohne die Vorsprünge einen maximalen Querschnitt D hat, wobei sich die Vorsprünge von einer äußeren Oberfläche des länglichen Körpers ohne die Vorsprünge um eine Länge im Bereich von 0,1 D bis einschließlich 0,75 D erstrecken und die Vorsprünge so ausgestaltet und dimensioniert sind, daß sie einen Fluidstrom im wesentlichen quer zur Außenseite des länglichen Körpers um den länglichen Körper herum in einer Weise modifizieren, daß die Kräfte, die auf den länglichen Körper wirken und von einer Zugkraft im wesentlichen in Flußrichtung und durch Wirbelströmungen im wesentlichen senkrecht zur Flußrichtung erzeugt werden, reduziert werden.

Die Erfindung erkennt und nutzt das Phänomen, daß ein leicht gebogener Vorsprung (leicht zumindest in dem Sinne, wie er den Fluidstrom modifiziert) von einem länglichen Körper dazu gebracht werden kann, den Fluidstrom um diesen Körper herum in einer solchen Weise zu modifizieren, daß die durch Widerstand und Wirbelströmungen auf den Körper ausgeübten Kräfte reduziert werden. Der Vorsprung ist in vorteilhafter Weise einfach und kostengünstig mit oder zusätzlich zu einem länglichen Körper bereitzustellen.

Obwohl die Erfindung in Situationen eingesetzt werden kann, in denen der Fluidstrom in einer Richtung verläuft, erstrecken sich in bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung diese Vorsprünge in einer Mehrzahl verschiedener radialer Richtungen von einer Längsachse des länglichen Körpers.

Dieses Merkmal der Erfindung erlaubt es, daß feste bzw. fixierte Vorsprünge, die kostengünstig und einfach sind, Zugkraft und Wirbelströmungen, die durch den Fluidstrom, der aus irgendeiner radialen Richtung um den länglichen Körper herum kommt, entstehen können, reduzieren. Dies ist besonders vorteilhaft, da beispielsweise ein Kamin oder das Bein einer Bohrplattform einem Fluidstrom aus irgendeiner radialen Richtung ausgesetzt sein kann.

Es versteht sich, daß die Unterschiede in der radialen Richtung benachbarter Vorsprünge über einen großen Wertebereich hinweg variieren können. Es wurde herausgefunden, daß ein bevorzugter Wertebereich für die Unterschiede zwischen den radialen Richtungen 30 Grad bis einschließlich 90 Grad beträgt. Bei einer besonders bevorzugten Anordnung, die in vielen Fällen gut funktioniert, beträgt der Unterschied in der radialen Richtung zwischen zueinander benachbarten Vorsprüngen im wesentlichen 45 Grad.

Die Vorsprünge könnten auf einer einzigen Seite des länglichen Körpers angebracht werden. In bevorzugten Ausführungsformen sind die Vorsprünge jedoch paarweise an derselben longitudinalen Position und in entgegengesetzten radialen Richtungen entlang des länglichen Körpers angeordnet. Es wurde herausgefunden, daß dies von der Konstruktion her geeignet ist und in allen Richtungen gute Ergebnisse liefert.

Die Größe der Vorsprünge kann in Abhängigkeit von den Umständen signifikant variieren. Allgemein gesprochen können Fluide mit größerer Dichte ausgeprägtere Vorsprünge erfordern als Fluide mit geringerer Dichte. Es versteht sich auch, daß die Vorsprünge nicht zu groß sein sollten, da sie ansonsten zu einer unerwünschten großen Erhöhung des Widerstands führen könnten, wenn der Fluidstrom sich nicht in vorteilhafter Weise an sie anpaßt.

Verglichen mit dem maximalen Durchmesser D des Querschnitts des länglichen Körpers wurde herausgefunden, daß ein Bereich von Vorsprungsgrößen ein Bereich ist, in dem sich die Vorsprünge von einer äußeren Oberfläche des länglichen Körpers um eine Länge im Bereich von 0,1 D bis 0,75 D erstrecken. Ein bevorzugterer Bereich ist 0,25 D bis 0,5 D.

Die longitudinale Anordnung der Vorsprünge kann ebenfalls variieren. Eine Anordnung der Vorsprünge zu nahe beieinander führt zu einer Steigerung von Kosten und Gewicht und kann gleichzeitig auch die Effektivität der Vorsprünge beim Modifizieren des Fluidstromes in der gewünschten Weise reduzieren. In ähnlicher Weise macht eine Anordnung der Vorsprünge in zu großer Entfernung voneinander diese unwirksam. In bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung erfolgt die longitudinale Anordnung der Vorsprünge so, daß die radialen Richtungen der Vorsprünge auch entlang der Längsachse in einem sich wiederholenden Muster, mit einem Wiederholungsabstand im Bereich von 3 D bis einschließlich 9 D, variieren.

Es versteht sich, daß die leicht gebogenen Vorsprünge auch eine große Vielzahl von Querschnittsformen haben können. Die Vorsprünge sollten leicht gebogen sein und sich gut an die sonstige Form des länglichen Körpers anpassen, um den Widerstand zu reduzieren. Innerhalb dieser Einschränkung kann die Form jedoch weithin variieren. Eine bevorzugte Form, von der sich gezeigt hat, daß sie gute Resultate liefert, ist eine Form, bei der die Querschnittsform der Vorsprünge zumindest ein Teil bzw. ein Abschnitt einer Ellipse ist. Wenn die Vorsprünge paarweise angeordnet sind, können sie in einer solchen Weise angeordnet werden, daß die aufeinanderfolgenden Vorsprünge zusammen einen Querschnitt haben, der die Form einer vollständigen Ellipse hat.

Der längliche Körper, an dem die Vorsprünge angebracht sind, könnte in ähnlicher Weise einen breiten Bereich von Querschnittsformen haben. In Körpern, die den Zugkräften und den Kräften von Wirbelströmungen ausgesetzt sind, die die vorliegende Erfindung zu reduzieren versucht, ist jedoch eine kreisförmige Querschnittsform üblich, und es hat sich herausgestellt, daß diese Form von der Technik der vorliegenden Erfindung sehr profitiert.

Der längliche Körper, um den herum der Fluidstrom mittels der Technik der vorliegenden Erfindung modifiziert wird, könnte Teil einer großen Vielzahl verschiedener Strukturen sein. Beispiele von Strukturen, die besonders von der Technik der Erfindung profitieren können, sind eine Offshore-Steigleitung, ein Stützteil einer Offshore-Plattform, eine Rohrleitung bzw. ein Rohr, ein Unterwasserkabel, ein Kamin und ein Stützturm einer Windturbine.

Es versteht sich, daß das Fluid, das die Zugkraft und die Wirbelströmungen entstehen läßt, entweder eine Flüssigkeit oder ein Gas sein kann.

Die Vorsprünge können integral bzw. einstückig mit dem länglichen Körper, mit dem sie verbunden sind, ausgebildet sein. In bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung können die Vorsprünge jedoch die Form von Verkleidungen (z.B. eines Elements, das hinzugefügt wird, um den Fluidstrom zu modifizieren) haben, die an einem länglichen Körper angebracht sind. Die Konstruktion vieler länglicher Körper ist in vielen Fällen bereits fixiert, und die erfindungsgemäße Form von Zusatzverkleidungen ist besonders geeignet und einfach und gestattet gleichzeitig eine Nachrüstung.

Von einem anderen Aspekt aus betrachtet liefert die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Reduzieren von durch einen Fluidstrom induzierten, auf einen länglichen Körper wirkenden Kräften, die durch Zugkraft und Wirbelströmungen erzeugt werden, wobei der Fluidstrom im wesentlichen quer zur Außenseite des länglichen Körpers verläuft, wobei die auf Zugkraft beruhende Kraft im wesentlichen in Flußrichtung wirkt und die durch Wirbelströmungen erzeugte Kraft im wesentlichen senkrecht zur Flußrichtung wirkt, wobei das Verfahren den Schritt beinhaltet, bei dem eine Mehrzahl von den Fluidstrom modifizierenden, in Längsrichtung voneinander beabstandeten, leicht gebogenen Vorsprüngen, die sich von dem länglichen Körper erstrecken, bereitgestellt werden, wobei die Vorsprünge eine Oberfläche haben, die in zwei orthogonalen Richtungen leicht gebogen ist, wobei der längliche Körper ohne die Vorsprünge einen maximalen Querschnitt D hat, wobei sich die Vorsprünge von einer äußeren Oberfläche des länglichen Körpers ohne die Vorsprünge um eine Länge erstrecken, die im Bereich von 0,1 D bis einschließlich 0,75 D liegt.

Von noch einem weiteren Aspekt aus betrachtet, liefert die vorliegende Erfindung eine Einrichtung zum Modifizieren eines Fluidstroms um einen länglichen Körper herum, wobei die Einrichtung eine Mehrzahl leicht gebogener Verkleidungen, die an dem länglichen Körper angebracht werden sollen, und eine Mehrzahl von Verkleidungsbefestigungsmitteln für das Befestigen der Verkleidungen an dem länglichen Körper unter Bildung einer Mehrzahl sich von diesem erstreckender, in Längsrichtung voneinander beabstandeter, leicht gebogener Vorsprünge aufweist, wobei die Vorsprünge eine Oberfläche haben, die in zwei orthogonalen Richtungen leicht gebogen ist, wobei der längliche Körper ohne die Vorsprünge einen maximalen Querschnitt D hat, wobei sich die Vorsprünge von einer äußeren Oberfläche des länglichen Körpers ohne die Vorsprünge um eine Länge im Bereich von 0,1 D bis einschließlich 0,75 D erstrecken und die Vorsprünge so ausgestaltet und dimensioniert sind, daß sie einen Fluidstrom im wesentlichen quer zur Außenseite des länglichen Körpers um den länglichen Körper herum in einer Weise modifizieren, daß die auf den länglichen Körper wirkenden Kräfte, die durch Zugkraft im wesentlichen in Flußrichtung und Wirbelströmungen im wesentlichen senkrecht zur Flußrichtung erzeugt werden, reduziert werden.

Die Ausführung der Verkleidungen und der zugehörigen Befestigungsmittel in Form einer Einrichtung ist in Fällen, in denen es erwünscht ist, bestehende Strukturen neu anzupassen bzw. anzuordnen, eine wahrscheinliche Art der Ausführung der Erfindung.

Es werden nun Ausführungsformen der Erfindung lediglich beispielhaft unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, in denen:

1 schematisch den Fluidstrom, der an einem Körper mit kreisförmigem Querschnitt vorbeiströmt, sowie die entsprechende Zugkraft und die Wirbelströmungen zeigt,

2 einen zylindrischen länglichen Körper zeigt, an dem den Fluidstrom modifizierende Vorsprünge angebracht sind,

3 Querschnittsansichten eines Paares von den Fluidstrom modifizierenden Vorsprüngen zeigt,

4 einen Bereich von Größen von Vorsprüngen, die an einem zylindrischen Körper angebracht sind, zeigt,

5 die Vorsprünge in Form eines Bausatzes zeigt und die 6, 7 und 8 mögliche Verwendungsformen der Erfindung zeigen.

1 veranschaulicht schematisch einen zylindrischen Körper 2, der innerhalb eines Fluidstromes 4 positioniert ist. Der Fluidstrom 4 erzeugt eine Zugkraft FZug, die in derselben Richtung wirkt wie der Fluidstrom 4. Wirbel 6 werden von den Seiten des Zylinders 2 abwechselnd erzeugt und bewegen sich innerhalb des Fluidstromes 4 abstromig. Wenn diese Wirbel 6 erzeugt werden, unterwerfen sie den Zylinder 2 einer variierenden Wirbelströmungskraft FWirbel, die im allgemeinen periodisch ist. Die Wirbelströmungskraft FWirbel kann in ihrer Größe, ihrer Richtung und der Zeit variieren.

Die Zugkraft FZug kann es in unerwünschter Weise erforderlich machen, die strukturelle Stärke des Zylinders 2 zu vergrößern. Die Wirbelströmungskraft FWirbel kann es in ähnlicher Weise notwendig machen, die Struktur des Zylinders zu verstärken, und sie kann möglicherweise dazu führen, daß innerhalb des Zylinders 2 unerwünschte Vibrationen oder sogar Resonanzen induziert werden.

2 veranschaulicht einen länglichen Körper in der Form eines Zylinders, an dem leicht gebogene Vorsprünge angebracht wurden. Diese Vorsprünge sind in einander diametral gegenüberliegenden Paaren angeordnet, wobei die radiale Richtung der Vorsprünge zwischen benachbarten Paaren von Vorsprüngen im wesentlichen um 45 Grad variiert. In einem Test lieferte die in 2 veranschaulichte Anordnung eine 24%-ige Reduzierung der Zugkraft im Vergleich zu dem glatten Zylinder und führte auch zu deutlich weniger durch Wirbelströmungen induzierter Vibration.

In dem in 2 veranschaulichten speziellen Beispiel haben die Vorsprünge einen elliptischen Querschnitt und springen um 0,5 D von der Oberfläche des Zylinders vor, wobei D der Durchmesser des Zylinders ist. Die Vorsprünge sind in Intervallen von 1,75 D entlang der Länge des Zylinders in einer Anordnung, bei der die Ausrichtung der Zylinder sich nach einer Länge von 7 D wiederholt, angeordnet.

3 veranschaulicht schematisch Querschnittsansichten durch ein Paar von Vorsprüngen, wie es in 2 gezeigt ist. Die Endansicht zeigt die elliptische Form der Vorsprünge. In dem veranschaulichten Beispiel hat die große Achse der Ellipse eine Länge von W, und die kleine Achse der Ellipse hat eine Länge von D, was dem Durchmesser D des Zylinders, auf dem der Vorsprung angebracht ist, entspricht. Die Draufsicht zeigt, daß die Vorsprünge einen ebenen Querschnitt haben, der Teil eines Kreises mit dem Durchmesser W ist.

4 veranschaulicht drei beispielhafte Zylinder mit daran angebrachten Paaren von Vorsprüngen in verschiedenen Größen. In jedem Fall sind benachbarte Paare von Vorsprüngen um 45 Grad zueinander versetzt. Das untere Beispiel zeigt relativ gering ausgeprägte Vorsprünge, die für eine Verwendung in einem Fluid geringerer Dichte (z.B. Luft) geeignet sein könnten, wohingegen das oberste Beispiel relativ ausgeprägte Vorsprünge zeigt, die für eine Verwendung in einem Fluid größerer Dichte (z.B. Wasser) geeigneter sein könnten.

5 veranschaulicht zwei Verkleidungen 8, die unter Bildung der Vorsprünge zur Reduzierung von Zugkraft und Wirbelströmungen an einem Zylinder 2 angebracht werden können. Diese Verkleidungen 8 weisen Befestigungsmittel 10 auf, mittels derer sie aneinander befestigt werden und die Verkleidungen 8 auf dem Zylinder 2 an Ort und Stelle halten können. Die Befestigungsmittel 10 können eine große Vielzahl von Formen haben, z.B. könnte in einer Form das Befestigungsmittel einfach ein Klebemittel sein, mit dem die Verkleidungen 8 an den Zylinder 2 geklebt werden. Es können auch viele alternative mechanische Befestigungsmittel, wie Bänder bzw. Gurte, Schrauben, Bolzen usw., verwendet werden.

Bei Ausführung in Form einer Einrichtung könnte die Erfindung in Form einer Verkleidung 8 ausgeführt sein und die damit verbundenen Befestigungsmittel 10 könnten an einem bestehenden länglichen Körper, wie dem Zylinder 2, befestigt werden.

6 veranschaulicht eine beispielhafte Umgebung, in der die vorliegende Erfindung verwendet werden kann. Eine Meeresströmung 12 trifft auf eine Offshore-Plattform 14 auf. Die Meeresströmung 12 kann aus irgendeiner Richtung kommen, was unidirektionale bzw. nur in einer Richtung funktionierende Verkleidungen unwirksam macht. Die Stützbeine 16, die Zugspannungsstreben (tension legs) 18 und die Steigleitungen 20 sind alle mit geeignet dimensionierten Vorsprüngen versehen, die verschiedene radiale Richtungen haben, um die verschiedenen Richtungen der Meeresströmung 12 zu bewältigen. Die Auswirkung der Technik reduziert die strukturelle Belastung der Stützbeine 16 und der Zugspannungsstreben 18. Die Reduzierung der auf die Steigleitungen 20 einwirkenden Kräfte kann bedeuten, daß sie dichter beieinander angeordnet werden können, ohne Gefahr zu laufen, daß sie aneinanderschlagen bzw. -stoßen, was wiederum bedeutet, daß eine kleinere Plattform 14 praktisch sein kann.

7 veranschaulicht eine weitere Verwendung der Erfindung. In diesem Beispiel ist ein Stahlkamin 22 einem Wind 24 ausgesetzt, der aus irgendeiner Richtung auftreffen kann. Vorsprünge 26 sind an dem Kamin 22 angebracht und verringern die Zugkraft des Windes und durch Wirbelströmungen erzeugte Vibrationen.

8 veranschaulicht ein weiteres Beispiel der Verwendung der vorliegenden Erfindung. In diesem Fall hat eine Windturbine 28 die Form, bei der das Blatt 30 der Turbine windabwärts zu dem Stützturm 32 angeordnet ist, in der Richtung, in der die Turbine 30 versuchen wird, sich selbst auszurichten. Störungen des Windstromes, die durch den Stützturm 32 hervorgerufen werden, verringern die Effizienz der Turbine 30 bei der Gewinnung von Energie aus dem Windstrom. Entsprechend reduzieren die an dem Stützturm 32 angebrachten Vorsprünge 34 die Wirbelströmungen von dem Stützturm in einer solchen Weise, daß die Turbine 30 in die Lage versetzt wird, in wirksamerer Weise Energie aus dem Windstrom zu gewinnen. Weiterhin wird auf den Stützturm 32 durch den Wind weniger Zugkraft ausgeübt, was bedeutet, daß die Konstruktion weniger teuer ausfallen kann.


Anspruch[de]
Länglicher Körper (2) mit einer Mehrzahl sich davon erstreckender, in Längsrichtung voneinander beabstandeter, leicht gebogener bzw. gekrümmter Vorsprünge (8), wobei die Vorsprünge eine Oberfläche haben, die in zwei orthogonalen Richtungen leicht gebogen ist, wobei der längliche Körper ohne die Vorsprünge einen maximalen Querschnitt D hat, wobei sich die Vorsprünge von einer äußeren Oberfläche des länglichen Körpers ohne die Vorsprünge um eine Länge im Bereich von 0,1 D bis einschließlich 0,75 D erstrecken und die Vorsprünge so ausgestaltet und dimensioniert sind, daß sie einen Fluidstrom im wesentlichen quer zur Außenseite des länglichen Körpers um den länglichen Körper herum in einer Weise modifizieren, daß die Kräfte, die auf den länglichen Körper wirken und von einer Zugkraft im wesentlichen in Flußrichtung und durch Wirbelströmungen im wesentlichen senkrecht zur Flußrichtung erzeugt werden, reduziert werden. Länglicher Körper nach Anspruch 1, wobei sich die Vorsprünge von einer Längsachse des länglichen Körpers in einer Mehrzahl verschiedener radialer Richtungen erstrecken. Länglicher Körper nach Anspruch 2, wobei in Längsrichtung benachbarte Vorsprünge radiale Richtungen haben, die sich um einen Winkel im Bereich von 30 bis einschließlich 90 Grad unterscheiden. Länglicher Körper nach Anspruch 3, wobei in Längsrichtung benachbarte Vorsprünge radiale Richtungen haben, die sich um einen Winkel von im wesentlichen 45 Grad unterscheiden. Länglicher Körper nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei zumindest zwei der Vorsprünge als ein Paar von Vorsprüngen, die in Längsrichtung entlang des länglichen Körpers eine gemeinsame Position haben und sich in radial entgegengesetzten Richtungen von dem länglichen Körper erstrecken, angeordnet sind. Länglicher Körper nach Anspruch 5, wobei alle Vorsprünge als Paare von Vorsprüngen angeordnet sind. Länglicher Körper nach Anspruch 1, wobei die Vorsprünge sich von einer äußeren Oberfläche des länglichen Körpers ohne die Vorsprünge um eine Länge im Bereich von 0,25 D bis einschließlich 0,5 D erstrecken. Länglicher Körper nach Anspruch 3, wobei die radialen Richtungen der Vorsprünge entlang der Längsachse in einem sich wiederholenden Muster mit einem Wiederholabstand im Bereich von 3 D bis einschließlich 9 D variieren. Länglicher Körper nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Vorsprünge eine Querschnittsform haben, die im wesentlichen zumindest einem Abschnitt einer Ellipse entspricht. Länglicher Körper nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der längliche Körper eine Querschnittsform hat, die im wesentlichen einem Kreis entspricht. Länglicher Körper nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der längliche Körper eines der folgenden ist:

eine Offshore-Steigleitung (20),

ein Stützteil einer Offshore-Plattform (16),

ein Rohr,

ein Unterwasserkabel,

ein Kamin (22) und

ein Trageturm (32) einer Windturbine.
Länglicher Körper nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei der Fluidstrom ein Flüssigkeitsstrom ist. Länglicher Körper nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei der Fluidstrom ein Gasstrom ist. Länglicher Körper nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Vorsprünge als an dem länglichen Körper befestigte Verkleidungen ausgestaltet sind. Verfahren zum Reduzieren von durch einen Fluidstrom induzierten, auf einen länglichen Körper wirkenden Kräften, die durch Zugkraft und Wirbelströmungen erzeugt werden, wobei der Fluidstrom im wesentlichen quer zur Außenseite des länglichen Körpers verläuft, wobei die auf Zugkraft beruhende Kraft im wesentlichen in Flußrichtung wirkt und die durch Wirbelströmungen erzeugte Kraft im wesentlichen senkrecht zur Flußrichtung wirkt, wobei das Verfahren den Schritt beinhaltet, bei dem eine Mehrzahl von den Fluidstrom modifizierenden, in Längsrichtung voneinander beabstandeten, leicht gebogenen Vorsprüngen, die sich von dem länglichen Körper erstrecken, bereitgestellt werden, wobei die Vorsprünge eine Oberfläche haben, die in zwei orthogonalen Richtungen leicht gebogen ist, wobei der längliche Körper ohne die Vorsprünge einen maximalen Querschnitt D hat, wobei sich die Vorsprünge von einer äußeren Oberfläche des länglichen Körpers ohne die Vorsprünge um eine Länge erstrecken, die im Bereich von 0,1 D bis einschließlich 0,75 D liegt. Einrichtung zum Modifizieren eines Fluidstroms um einen länglichen Körper herum, wobei die Einrichtung eine Mehrzahl leicht gebogener Verkleidungen, die an dem länglichen Körper angebracht werden sollen, und eine Mehrzahl von Verkleidungsbefestigungsmitteln für das Befestigen der Verkleidungen an dem länglichen Körper unter Bildung einer Mehrzahl sich von diesem erstreckender, in Längsrichtung voneinander beabstandeter, leicht gebogener Vorsprünge aufweist, wobei die Vorsprünge eine Oberfläche haben, die in zwei orthogonalen Richtungen leicht gebogen ist, wobei der längliche Körper ohne die Vorsprünge einen maximalen Querschnitt D hat, wobei sich die Vorsprünge von einer äußeren Oberfläche des länglichen Körpers ohne die Vorsprünge um eine Länge im Bereich von 0,1 D bis einschließlich 0,75 D erstrecken und die Vorsprünge so ausgestaltet und dimensioniert sind, daß sie einen Fluidstrom im wesentlichen quer zur Außenseite des länglichen Körpers um den länglichen Körper herum in einer Weise modifizieren, daß die auf den länglichen Körper wirkenden Kräfte, die durch Zugkraft im wesentlichen in Flußrichtung und Wirbelströmungen im wesentlichen senkrecht zur Flußrichtung erzeugt werden, reduziert werden.






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