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Vorrichtung, Anordnung und Verfahren zur Herstellung von Fasern und eine solche Fasern umfassende Anordnung - Dokument DE102005048939A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005048939A1 11.01.2007
Titel Vorrichtung, Anordnung und Verfahren zur Herstellung von Fasern und eine solche Fasern umfassende Anordnung
Anmelder Carl Freudenberg KG, 69469 Weinheim, DE
Erfinder Reibel, Denis, Dr., Herrlisheim, FR;
Barth, Thomas, Dr., 64285 Darmstadt, DE;
Altmüller, Bernd, 69488 Birkenau, DE;
Kritzer, Peter, Dr., 67147 Forst, DE
DE-Anmeldedatum 13.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005048939
Offenlegungstag 11.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.01.2007
IPC-Hauptklasse D01D 5/18(2006.01)A, F, I, 20060321, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D01D 7/00(2006.01)A, L, I, 20060321, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Vorrichtung zur Herstellung von Fasern, umfassend ein Behältnis (1) zur Aufnahme von Faserrohmaterial (2), wobei das Behältnis (1) durch mindestens eine Wärmequelle (3) erwärmbar ist, wobei das Behältnis (1) in Rotation versetzbar ist und wobei das Behältnis (1) Austrittsbereiche (4) für das Faserrohmaterial (2) aufweist, ist im Hinblick auf die Aufgabe, Faserprodukte definierter Faserstruktur problemlos zu fertigen, dadurch gekennzeichnet, dass den Austrittsbereichen (4) Mittel (5) zur gerichteten, kontaktlosen Führung des aus dem Behältnis (1) austretenden Faserrohmaterials (2) zugeordnet sind. Des Weiteren ist eine Anordnung und ein Verfahren zur Herstellung von Fasern angegeben. Schließlich ist eine Anordnung mit einer Fasern umfassenden Lage angegeben, wobei die Fasern durch das genannte Verfahren oder die genannte Vorrichtung hergestellt sind.

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Fasern, umfassend ein Behältnis zur Aufnahme von Faserrohmaterial, wobei das Behältnis durch mindestens eine Wärmequelle erwärmbar ist, wobei das Behältnis in Rotation versetzbar ist und wobei das Behältnis Austrittsbereiche für das Faserrohmaterial aufweist. Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Anordnung aus mehreren Vorrichtungen. Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zur Herstellung von Fasern, wobei Faserrohmaterial in ein Behältnis gegeben wird, wobei das Behältnis in Rotation versetzt wird und wobei das fluidisierte Faserrohmaterial durch Zentripetalkräfte aus dem Behältnis in Form von Fasern ausgetragen wird. Schließlich betrifft die Erfindung eine Anordnung mit einer Fasern umfassenden Lage, wobei die Fasern durch das genannte Verfahren oder die genannte Vorrichtung hergestellt sind.

Derartige Vorrichtungen und Verfahren sind aus dem Stand der Technik bereits bekannt. Die gattungsbildenden Vorrichtungen und Verfahren nutzen die bei der Rotation des Behältnisses auftretenden Zentripetal- bzw. Zentrifugalkräfte. Diese Kräfte bewirken, dass Teile aufgeschmolzenen Faserrohmaterials in tangentialer Richtung von den Austrittsbereichen weg bewegt werden.

Die Geometrie der hergestellten Fasern kann durch eine Vielzahl von chemischen oder physikalischen Parametern beeinflusst werden. Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, die Drehzahl des Behältnisses so zu wählen, dass die Zentripetalkräfte eine gewisse Stärke erreichen. Allein durch Einstellung der Stärke der Zentripetalkräfte ist es möglich, den Faserdurchmesser zu beeinflussen.

Die hergestellten Fasern unterliegen einer Verteilungskurve, welche ein ganzes Spektrum an Faserdicken, Faserlängen und Faserformen umfasst. Hierdurch wird bei Einsatz der gattungsbildenden Vorrichtungen eine erhebliche Ausschussmenge erzeugt.

Darstellung der Erfindung

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Faserprodukte definierter Faserstruktur problemlos zu fertigen.

Die vorliegende Erfindung löst die zuvor genannte Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1. Danach ist eine eingangs genannte Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass den Austrittsbereichen Mittel zur gerichteten, kontaktlosen Führung des aus dem Behältnis austretenden Faserrohmaterials zugeordnet sind.

Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass die Fasergeometrie durch eine Vielzahl von Parametern beeinflussbar ist. In einem nächsten Schritt ist sodann erkannt worden, dass die Fasergeometrie insbesondere nach dem Verlassen des Behältnisses einstellbar ist. Schließlich ist erkannt worden, dass eine kontaktlose und definierte Führung der Fasern, bevor diese auf einer Sammeleinrichtung auftreffen, eine Modifikation der Fasern erlaubt. So ist erkannt worden, dass allein die Dauer der Führung bzw. die Richtung der Führung Einfluss auf die Faserlänge, den Faserdurchmesser sowie die Faserstruktur nimmt. Erfindungsgemäß ist auch erkannt worden, dass eine gerichtete kontaktlose Führung ein homogeneres Faserspektrum erzeugt, als ein Herstellungsprozess ohne Führung. Ganz konkret kann allein durch die Führung die Breite einer Verteilungskurve sämtlicher Fasereigenschaften eingestellt werden. Hierdurch kann die Menge an Fasern mit unerwünschter Fasergeometrie erheblich reduziert werden.

Folglich ist die eingangs genannte Aufgabe gelöst.

In einer konstruktiv besonders günstigen Ausgestaltung könnten die Mittel eine Gasströmung umfassen. Dabei ist denkbar, dass die Fasern durch einen Gasstrom transportiert werden. Sofern der Gasstrom laminar ausgebildet ist, können die Fasern zwischen den laminaren Schichten gestreckt und geformt werden.

Vor diesem Hintergrund ist auch denkbar, dass die Mittel ein Gasströmungsfeld umfassen. Ein Gasströmungsfeld könnte sich aus dem Zusammenspiel mehrerer Strömungen zusammensetzen. Dabei ist denkbar, dass die Fasern im Rahmen einer ersten Strömung gestreckt, im Rahmen einer zweiten Strömung umgelenkt und im Rahmen einer dritten Strömung durch eine chemische Behandlung funktionalisiert und/oder gekühlt werden. Dabei ist denkbar, dass die einzelnen Strömungen unterschiedliche Temperaturen und/oder Geschwindigkeiten aufweisen.

Als Gas könnte Luft fungieren. Luft ist ein kostengünstiges Gas, welches sich dadurch auszeichnet, dass ein Herstellungsprozess bei Atmosphärendruck durchgeführt werden könnte.

Denkbar ist auch, dass anstelle von Luft weitere Gase, insbesondere Inertgase wie Stickstoff verwendet werden. Hierdurch ist sicher gestellt, dass Faserrohmaterial verarbeitbar ist, welches reaktive Gruppen umfasst oder zu Nachreaktionen nach dem Verlassen des Behältnisses neigt.

Die Mittel könnten Gebläse umfassen. Gebläse stellen kostengünstige Apparaturen dar, durch welche problemlos Fasern weggeblasen oder angesogen werden können. Vor diesem Hintergrund ist auch denkbar, dass die Mittel Ventilatoren oder Pumpen umfassen.

Das Behältnis könnte als kegelstumpfartiger Hohlkörper ausgebildet sein. Dabei ist denkbar, dass der Hohlkörper derart angeordnet ist, dass er sich nach oben verjüngt. Diese konkrete Ausgestaltung stellt sicher, dass eine Schmelze des Faserrohmaterials bei der Rotation des Behältnisses nicht aus diesem herausschwappt.

Das Behältnis könnte von oben befüllbar sein. Dies ermöglicht das Befüllen des Behältnisses während dessen Rotation. Insoweit ist ein kontinuierlicher Fertigungsprozess problemlos realisierbar.

Dem Behältnis könnten Abrisskanten zugeordnet sein, die bewirken, dass Gasströmungen oder Verwirbelungen in vorteilhafter Weise umgelenkt, abgelenkt oder unterbrochen werden. Die Abrisskanten könnten umfänglich am Behältnis angeordnet sein und als radial abragende Vorsprünge ausgestaltet sein.

Die Austrittsbereiche des Behältnisses könnten als Durchgänge ausgestaltet sein. Hierbei ist denkbar, dass die Durchgänge kreisförmig, oval oder rechteckförmig ausgestaltet sind. Ganz in Abhängigkeit von der Form der Durchgänge kann auf die Fasergeometrie Einfluss genommen werden.

Die Durchgänge könnten einen Durchmesser oder eine Weite bis 500 &mgr;m aufweisen. Diese Dimensionierung hat sich als besonders vorteilhaft für die Erzeugung von Nanofasern und Mikrofasern erwiesen. Die Durchgänge könnten in einem Abstand von einem Zentimeter voneinander positioniert sein. Denkbar ist auch, dass die Durchgänge in mehreren Reihen übereinander angeordnet sind. Hierdurch ist der Durchsatz an Faserrohmaterial auf besonders einfache Weise steigerbar. Durch Verringerung oder Vergrößerung des Durchmessers ist es möglich, Nano- bzw. Mikrofasern im Bereich von 50 nm bis 200 &mgr;m zu erzeugen.

Das Behältnis könnte mit bis zu 25.000 Umdrehungen pro Minute rotierbar sein. Durch diese hohe Drehzahl ist es möglich, Nanofasern mit einem Durchmesser von 50 nm zu erzeugen. Üblicherweise werden Nanofasern durch ein elektrisches Spinnverfahren unter Verwendung eines elektrischen Feldes erzeugt. Durch eine geeignete konstruktive Ausgestaltung des Behältnisses sowie sehr hohe Umdrehungszahlen ist es jedoch möglich, ohne elektrisches Feld Nanofasern aus einer Schmelze zu erzeugen. Durch Wahl der Rotationsgeschwindigkeit und Viskosität des Faserrohstoffs können auch Fasern mit größerem Durchmesser erzeugt werden.

Eine Wärmequelle könnte als Heizstrahler ausgestaltet sein. Ein Heizstrahler hat den Vorteil, dass die Wärmestrahlung auch bei höchsten Drehzahlen des Behältnisses problemlos auf das Faserrohmaterial einwirken kann. Insoweit kann auf eine Heizvorrichtung verzichtet werden, welche am Behältnis direkt angebracht ist und nur unter großen apparativen Problemen mit Strom versorgbar ist.

Vor diesem Hintergrund ist denkbar, dass eine Wärmequelle als Infrarotstrahler ausgestaltet ist. Ein Infrarotstrahler erlaubt durch eine geeignete optische Einrichtung eine Fokussierung der Wärmeenergie direkt auf das Behältnis bzw. in das Innere des Behältnisses. Dabei ist denkbar, dass die optische Einrichtung Linsen und Spiegel umfasst, welche das Infrarotlicht direkt und selektiv auf die zu erwärmenden Volumen lenkt. Diese konkrete Ausgestaltung minimiert Streuverluste und die nicht gewünschte Erwärmung weiterer Teile der Vorrichtung.

Eine besonders kostengünstige Wärmequelle stellt ein Heißluftgebläse dar. Insoweit könnte eine Wärmequelle als Heißluftgebläse ausgestaltet sein.

Eine Wärmequelle könnte im Behältnis integriert sein. Diese konstruktive Ausgestaltung realisiert eine besonders homogene Erwärmung des gesamten Behältnisses. Dabei ist denkbar, dass das Behältnis metallisch ausgebildet ist oder metallische Körper umfasst und durch eine Widerstandsheizung erwärmbar ist.

Vor diesem Hintergrund ist auch eine induktive Erwärmung des vorzugsweise metallischen Behältnisses denkbar. Eine Erwärmung durch Induktion kann besonders schnell realisiert werden, wodurch die Verarbeitung chemisch rasch veränderlicher Stoffe möglich ist. Durch geringe Schmelzzeiten verbleibt ein reaktiver Stoff nur sehr kurze Zeit in der Schmelze, so dass keine unerwünschten Reaktionen ablaufen können, bevor der Stoff zu Fasern verarbeitet ist.

Eine Wärmequelle könnte auch innerhalb des Behältnisses statisch angeordnet sein und das Behältnis um die Wärmequelle rotieren. Diese Ausgestaltung ermöglicht geringste Verluste an Wärmeenergie, da die Wärmestrahlung durch das Behältnis eingeschlossen und innerhalb des Behältnisses reflektiert wird. Sei dieser Ausgestaltung könnte die Wärmequelle als Heizplatte ausgeführt sein.

Das Behältnis könnte auf 450°C erwärmbar sein. Diese Ausgestaltung ermöglicht vorteilhaft eine Verwendung nahezu aller thermoplastischen faserbildenden Werkstoffe als Faserrohmaterial. Hierbei ist denkbar, dass Polyester, Polyamide, Polyurethane, Polylactide und Polyhydroxybutyrat/Polyhydroxyvalerat-Copolymere sowie native Zucker, z.B. Saccharose, oder Mischungen aus den genannten Stoffen verwendet werden. Darüber hinaus könnte das Faserrohmaterial Polyolefine oder reaktive Polymere umfassen. Denkbar ist hierbei, dass Polypropylen, mit Acrylsäure gepfropftes Polypropylen und/oder modifiziertes Polypropylen verwendet werden.

Die Verwendung von biologisch abbaubaren Stoffen wie Gelatine als Faserrohmaterial ermöglicht die Erzeugung von Fasern, die problemlos entsorgbar sind. Des Weiteren können mit diesen Fasern medizinische Produkte wie Wundverbände oder Zellwachstumsträger gefertigt werden.

Alle genannten Stoffe können allein oder in Mischung mit anderen als Faserrohmaterial Verwendung finden.

Der Vorrichtung könnte eine Ablageeinrichtung zur Aufnahme von Faserrohmaterial zugeordnet sein. Die Ablageeinrichtung könnte als Plattform ausgestaltet sein, auf der die Fasern zur Bildung eines Faserflors abgelegt werden können. Denkbar ist auch, dass die Ablageeinrichtung eine rotierende Einrichtung ist, auf welcher Fasern zur Beschichtung eines zylindrischen Körpers oder zur Erzeugung eines Wickelvlieses aufgenommen werden.

Zwischen der Ablageeinrichtung und dem Behältnis könnte eine elektrische Potentialdifferenz bestehen. Diese konkrete Ausgestaltung erlaubt die Fertigung von elektrostatisch aufgeladenen Fasern. Solche Fasern sind insbesondere für die Verwendung als Partikelfilter geeignet, da deren elektrostatische Ladung Schwebeteilchen aus der Luft anzieht.

Des Weiteren ist denkbar, dass die elektrische Potentialdifferenz zur Unterstützung der Herstellung von Nanofasern verwendet wird. Hierbei addieren sich die Effekte der Zentripetalkräfte und des elektrischen Feldes, d. h. das Faserrohmaterial wird einerseits durch die Zentripetalkräfte in dünnen Fäden tangential vom rotierenden Behältnis weg geschleudert und des Weiteren durch das elektrische Feld ggf. noch weiter aufgesplittet. Insoweit ist denkbar, einen Fertigungsprozess zu realisieren, durch welchen Fasern im Subnanometerbereich herstellbar sind.

Die eingangs genannte Aufgabe wird des Weiteren durch eine Anordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 20 gelöst. Danach sind mehrere Vorrichtungen der genannten Art matrixartig angeordnet. Dabei ist unter einer Matrix jegliche flächige oder räumliche Anordnung zur definierten Herstellung von Vliesen oder Vliesstoffen zu verstehen.

Um Wiederholungen zu vermeiden, wird in Bezug auf die erfinderische Tätigkeit auf die Ausführungen zur Vorrichtung als solcher verwiesen.

Auch wird die eingangs genannte Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 21 gelöst. Danach ist ein gattungsbildendes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass die austretenden Fasern gerichtet, kontaktlos geführt werden.

Um Wiederholungen in Bezug auf die erfinderische Tätigkeit zu vermeiden, sei auf die Ausführungen zur Vorrichtung als solcher verwiesen.

Es könnten Fasern hergestellt werden, die einen Durchmesser von 50 nm bis 200 &mgr;m aufweisen. Insoweit ist eine Herstellung von Nanofasern möglich, ohne dass ein elektrostatisches Feld verwendet werden muss.

Das Faserrohmaterial könnte bereits in fluidisierter Form in das Behältnis eingebracht werden. Hierdurch ist es möglich, einen kontinuierlichen Prozess durchzuführen, indem nämlich das Faserrohmaterial außerhalb des Behältnisses erwärmt wird. Denkbar ist jedoch auch, das Faserrohmaterial erst zu fluidisieren, nachdem es in das Behältnis eingebracht wurde.

Das Verfahren könnte unter definierter Einstellung der Viskosität der Schmelze, der Oberflächenspannung der Schmelze, der Temperatur der Schmelze sowie der Rotationsgeschwindigkeit durchgeführt werden. Eine Optimierung dieser Parameter könnte zur Einstellung des gewünschten Faserdurchmessers verwendet werden. Dabei ist denkbar, dass der Schmelze zur Modifizierung der Oberflächenspannung Tenside zugeführt werden. Insbesondere ist denkbar, dass teil- oder perfluorierte Tenside oder Tetraethyl-Benzylammoniumchlorid Verwendung finden.

Die Durchführung des Verfahrens ist unter Verwendung jeglicher der beschriebenen Vorrichtungen denkbar.

Die genannte Aufgabe wird schließlich durch eine Anordnung nach Anspruch 23 gelöst. Eine solche Anordnung umfasst eine Fasern umfassende Lage, wobei die Fasern durch ein Verfahren oder eine Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche hergestellt sind.

Um Wiederholungen in Bezug auf die erfinderische Tätigkeit zu vermeiden, sei auf die Ausführungen zur Vorrichtung als solcher verwiesen.

Nanofasern, welche nach dem genannten Verfahren oder durch die genannte Vorrichtung hergestellt sind, könnten in Luftfiltern, Flüssigkeitsfiltern oder akustischen Dämpfungselementen Verwendung finden. Lagen aus solchen Fasern weisen eine sehr geringe Porosität und hohe Oberfläche auf, so dass daraus gebildete Filter und Dämpfungselemente sehr gute Filter- und Dämpfungseigenschaften aufweisen.

Anordnungen, welche Fasern umfassen, die durch ein zuvor beschriebenes Verfahren oder eine zuvor beschriebene Vorrichtung hergestellt sind, könnten im medizinischen Bereich Verwendung finden, da sie im Hinblick auf ihre Gewebestruktur und stoffliche Zusammensetzung sehr gut modifizierbar sind. Beispielsweise ist denkbar, die Gewebestruktur so einzustellen, dass eine Anordnung als Wundverband fungieren kann, wenn nämlich die Fasergewebestruktur mit dem menschlichen Gewebe gut verwachsen kann. Weitere medizinische Anwendungen wie die Verwendung als Zellwachstumsträger sind denkbar.

Anordnungen, welche Fasern umfassen, die durch ein zuvor beschriebenes Verfahren oder eine zuvor beschriebene Vorrichtung hergestellt sind, könnten als Batterie oder Batterieseparator ausgestaltet sein. Insbesondere könnte eine solche Batterie als NiCd-Batterie ausgestaltet sein. Die nach dem Verfahren oder mit der genannten Vorrichtung hergestellten Fasern verfügen aufgrund ihrer hohen spezifischen Oberfläche über ein sehr gutes Aufnahmevermögen für Fluide. Daher können Vliesstoffe aus diesen Fasern als Separatoren in Batterien Verwendung finden, wo sie die Elektrolytflüssigkeit aufnehmen können.

Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiter zu bilden. Dazu ist einerseits auf die nachgeordneten Ansprüche, andererseits auf die nachfolgende Erläuterung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung des bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert.

Kurzbeschreibung der Zeichnung

In der Zeichnung zeigt die einzige

Fig. in einer schematischen Ansicht eine Vorrichtung zur Erzeugung von Fasern

Ausführung der Erfindung

Die einzige Fig. zeigt ein Behältnis 1 zur Aufnahme von Faserrohmaterial 2, wobei das Behältnis 1 durch eine Wärmequelle 3 erwärmbar ist, wobei das Behältnis 1 in Rotation versetzbar ist und wobei das Behältnis Austrittsbereiche 4 für das Faserrohmaterial 2 aufweist. Den Austrittsbereichen 4 sind Mittel 5 zur gerichteten, kontaktlosen Führung des aus dem Behältnis 1 austretenden Faserrohmaterials 2 zugeordnet.

Die Mittel 5 sind als Gebläse ausgestaltet, welche einen Luftstrom erzeugen, in dem das Faserrohmaterial definiert kontaktlos geführt wird. Das Gebläse fungiert als Absaugeinrichtung.

Das Behältnis 1 ist als kegelstumpfartiger Hohlkörper ausgebildet. Das Behältnis 1 ist von oben mit Faserrohmaterial 2 befüllbar.

Die Austrittsbereiche 4 des Behältnisses 1 sind als Durchgänge ausgestaltet, welche einen Durchmesser von 200 &mgr;m aufweisen. Die Durchgänge sind 1 cm voneinander beabstandet.

Das Behältnis 1 ist mit bis zu 25.000 Umdrehungen/Min. rotierbar. Die Wärmequelle 3 ist als Heizplatte ausgestaltet, um die das Behältnis 1 rotierbar angeordnet ist.

Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Lehre wird einerseits auf den allgemeinen Teil der Beschreibung und andererseits auf die beigefügten Patentansprüche verwiesen. Abschließend sei ganz besonders hervorgehoben, dass das zuvor rein willkürlich ausgewählte Ausführungsbeispiel lediglich zur Erörterung der erfindungsgemäßen Lehre dient, diese jedoch nicht auf dieses Ausführungsbeispiel einschränkt.


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Erzeugung von Fasern, insbesondere von Nanofasern, umfassend ein Behältnis (1) zur Aufnahme von Faserrohmaterial (2), wobei das Behältnis (1) durch mindestens eine Wärmequelle (3) erwärmbar ist, wobei das Behältnis (1) in Rotation versetzbar ist und wobei das Behältnis (1) Austrittsbereiche (4) für das Faserrohmaterial (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass den Austrittsbereichen (4) Mittel (5) zur gerichteten, kontaktlosen Führung des aus dem Behältnis (1) austretenden Faserrohmaterials (2) zugeordnet sind. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (5) eine Gasströmung umfassen. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (5) ein Gasströmungsfeld umfassen. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Gas Luft fungiert. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (5) Gebläse umfassen. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (5) Pumpen umfassen. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis (1) als kegelstumpfartiger Hohlkörper ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis (1) von oben befüllbar ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsbereiche (4) des Behältnisses (1) als Durchgänge ausgestaltet sind. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgänge einen Durchmesser bis 500 &mgr;m aufweisen. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis (1) mit bis zu 25 000 Umdrehungen pro Minute rotierbar ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wärmequelle (3) als Heizstrahler ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wärmequelle (3) als Infrarotstrahler ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wärmequelle (3) als Heißluftgebläse ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wärmequelle (3) im Behältnis (1) integriert ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wärmequelle (3) als Heizplatte ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis (1) auf 450°C erwärmbar ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, gekennzeichnet durch eine Ablageeinrichtung zur Aufnahme von Faserrohmaterial (2). Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Ablageeinrichtung und dem Behältnis (1) eine elektrische Potentialdifferenz besteht. Anordnung aus mehreren Vorrichtungen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vorrichtungen matrixartig angeordnet sind. Verfahren zur Herstellung von Fasern, insbesondere unter Verwendung einer Vorrichtung oder einer Anordnung nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei Faserrohmaterial (2) in ein Behältnis (1) gegeben wird, wobei das Behältnis (1) in Rotation versetzt wird und wobei das fluidisierte Faserrohmaterial (2) durch Zentripetalkräfte aus dem Behältnis (1) in Form von Fasern ausgetragen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die austretenden Fasern gerichtet, kontaktlos geführt werden. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass Fasern hergestellt werden, die einen Durchmesser von 50 nm bis 200 &mgr;m aufweisen. Anordnung mit einer Fasern umfassenden Lage, wobei die Fasern durch ein Verfahren oder eine Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche hergestellt sind. Anordnung nach Anspruch 23, gekennzeichnet durch eine Ausgestaltung als Luftfilter. Anordnung nach Anspruch 23, gekennzeichnet durch eine Ausgestaltung als Flüssigkeitsfilter. Anordnung nach Anspruch 23, gekennzeichnet durch eine Ausgestaltung als akustisches Dämpfungselement. Anordnung nach Anspruch 23, gekennzeichnet durch eine Ausgestaltung als Wundverband. Anordnung nach Anspruch 23, gekennzeichnet durch eine Ausgestaltung als Zellwachstumsträger. Anordnung nach Anspruch 23, gekennzeichnet durch eine Ausgestaltung als Batterie. Anordnung nach Anspruch 23, gekennzeichnet durch eine Ausgestaltung als Batterieseparator.






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