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Dokumentenidentifikation DE202006014552U1 11.01.2007
Titel Anordnung und Folien zum Schützen von Glas
Anmelder LINSE glasfolien.com GmbH, 13053 Berlin, DE
Vertreter Weisse und Kollegen, 42555 Velbert
DE-Aktenzeichen 202006014552
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 11.01.2007
Registration date 07.12.2006
Application date from patent application 19.09.2006
IPC-Hauptklasse C03C 17/34(2006.01)A, F, I, 20060919, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60J 1/20(2006.01)A, L, I, 20060919, B, H, DE   B60J 11/00(2006.01)A, L, I, 20060919, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Schützen von transparenten, glasklaren Flächen, insbesondere Glas oder Plexiglas, und auf diesen befindlichen Drucken gegen Vandalismus, insbesondere Kratzschäden. Die Erfindung betrifft weiterhin eine einseitig mit Kleber beschichtete Kratzschutzfolie als glasklare, im wesentlichen ohne Rückstände wieder abziehbare Opferschicht zum Schutz von glasklaren Oberflächen.

Stand der Technik

Fenster und Türen von öffentlichen Verkehrsmitteln sind häufig das Ziel von Vandalismus. Die Scheiben werden zerkratzt und sind nicht mehr durchsichtig. Sie werden daher mit Kratzschutzfolien geschützt. Kratzschutzfolien für glasklare Flächen bestehen aus ebenfalls glasklarem Polyethylenterephthalat (PET). Dieses Polymer erhält der damit beklebten Scheibe die Durchsichtigkeit. Kratzschutzfolien besitzen in der Regel Dicken von 100–200 &mgr;m. Sie sind gekennzeichnet durch eine hohe Energieaufnahmefähigkeit (hohe Kratzfestigkeit), hohe Stabilität und Flexibilität. Kratzschutzfolien mit geeigneten Eigenschaften können auch zum Durchwurfschutz, gegen z.B. Steine, dienen. Übliche, kommerziell verfügbare Kratzschutzfolien sind einseitig mit einer Kleberschicht versehen. Diese wird von einer Schutzfolie (Liner) bedeckt, die vor dem Aufkleben der Folie entfernt wird. Bei dem Kleber handelt es sich im Normalfall um einen Acrylatkleber. Der Kleber wird nach dem Entfernen der Folie mit Wasser bzw. einer lösungsmittelhaltigen Flüssigkeit aktiviert. Dazu wird die zu schützende Glasoberfläche gereinigt, dann wird die Folie auf die feuchte Scheibe aufgelegt. Mit einem Schieber bzw. Rakel wird die Folie auf die Scheibe gedrückt und das überschüssige Wasser ausgeschoben. Die Folie klebt dann auf der Scheibe. Die Kratzfolie ist eine sogenannte Opferfolie. Sie kann bei Beschädigung leicht entfernt werden. Der Kleber verbleibt dabei an der Folie. Das von der Folie geschützte Glas ist unbeschädigt. Bekannte Kratzschutzfolien sind einlagig oder mehrlagig. Eine typische mehrlagige Folie besteht z. B. aus drei miteinander verklebten Folien mit jeweils einer Dicke von 50 &mgr;m. Die Folien sind jeweils glasklar. Mehrlagige Folien zeigen ein besseres Antikratzverhalten und sind leichter zu verarbeiten. Die Kratzfolien können durch geeignete Bestrahlung oberflächengehärtet sein.

Weiterhin ist es bekannt, Werbefolien auf z. B. Fensterscheiben aufzubringen. Diese unterscheiden sich von Kratzschutzfolien dadurch, dass die Kleberschicht nach der Folienentfernung auf der Scheibe verbleibt. Werbefolien haben auch nur eine geringe Stärke im Bereich von beispielsweise 35 &mgr;m. Sie sind sehr weich und nicht kratzbeständig. Meist bestehen sie aus Polyethylen (PE). Sie können gefärbt sein. Sie sind zwar durchsichtig, aber nicht glasklar. Derartige Werbefolien werden durch Vandalismus häufig beschädigt. Die Werbeinformation ist nicht mehr lesbar. Das Image des Werbenden leidet bei beschädigten Werbeträgern.

Offenbarung der Erfindung

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Anordnung zum Schutz von Drucken auf transparenten, glasklaren Flächen, insbesondere Glas oder Plexiglas, vor Vandalismus zu schaffen. Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, eine Kratzschutzfolie bereitzustellen, die glasklare Flächen und Drucke besser schützt.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einer Anordnung der eingangs genannten Art gelöst durch eine bedruckte, wieder abziehbare, glasklare Folie auf der Fläche und eine Kratzschutzfolie auf dieser bedruckten, glasklare Folie.

Vorzugsweise bestehen die bedruckte Folie und die Kratzschutzfolie aus Polyethylenterephthalat. Dieses Material ist sehr beständig gegen mechanische Beanspruchungen, wie z. B. Kratzen mit scharfen Gegenständen. Außerdem ist es glasklar, so dass es auf transparenten, glasklaren Flächen nicht zu sehen ist. Andere Materialien mit den oben genannten Eigenschaften können natürlich auch verwendet werden. Besonders bevorzugt bestehen die zu schützenden Flächen aus Glas oder Plexiglas. Es können aber auch andere transparente Materialien geschützt werden. Die eingesetzten Werkstoffe müssen jeweils den Anforderungen an den Einsatz derartiger Folien, wie z. B. Einhalten von Entflammbarkeitswerten, in z. B. Verkehrsmitteln genügen.

Die Begriffe „bedrucken" bzw. „Druck" sind hier im weitesten Sinne zu verstehen. Unter Druck wird zwar vorzugsweise ein Farbsiebdruck verstanden. Die Erfindung beschränkt sich aber nicht auf bestimmte Farben oder Druckverfahren. Das Drucken kann also im klassischen Sinn verstanden werden, schließt beispielsweise aber auch Ätz-, Laser- oder andere Methoden ein. Unter den Gegenstand der Erfindung fallen alle visuellen Effekte, mit der eine Folie versehen werden kann, z. B. auch in die Folie integrierte Leuchtstoffe oder Pigmente, die das einfallende Licht z. B. geeignet reflektieren oder temperaturabhängig ihre Farbe ändern. Dabei kann es sich unter anderem auch um Beschriftungen oder Graphiken handeln.

Drucke wurden bisher nicht vor Kratzen geschützt. Die erfindungsgemäße Anordnung schützt durch die erstmalige Kombination eines Druckes auf einer Folie mit einer Kratzschutzfolie nicht nur die Trägerglasfläche, sondern auch den auf ihr angeordneten Druck. Eine mit einem Druck versehene Scheibe setzt die Hemmschwelle für Scratcher herauf. So wird ein indirekter Schutz bereits erreicht, wenn der Scratcher vom Kratzen abgehalten wird. Neu ist hierbei, dass Kratzschutz durch eine austauschbare Opferfolie und Information durch den Druck miteinander verbunden werden. Ein Einsatz in der Werbebranche ist besonders vorteilhaft. Wenn der Druck mechanisch beständig ist, wird er beim Aufkleben der Kratzschutzfolien beim Ausschiebevorgang nicht beschädigt. Dabei ist es sinnvoll, wenn er gegen den Kleber beständig ist und von diesem nicht aufgelöst wird.

In der erfindungsgemäßen Anordnung wird nach Art eines Sandwichverfahrens zunächst die bedruckte Folie, z. B. auf einem Fenster, aufgebracht. Dann wird die Kratzschutzfolie über der bedruckten Folie angeordnet. Sie schützt so nicht nur, wie bisher bekannt, die Trägeroberfläche, sondern gleichzeitig auch einen auf dem Träger befindlichen Druck.

Besonders bevorzugt ist die bedruckte Folie auf der der transparenten Fläche zugewandten Seite mit Kleber beschichtet. So kann die Folie leicht auf die transparente Fläche aufgeklebt werden. Bedruckte und mit Kleber versehene Folien sind handelsüblich. Sie sind auch für Laien leicht zu handhaben. Vorteilhafterweise werden die Kleber durch Wasser oder ein anderes Lösungsmittel aktiviert. Besonders geeignet sind Acrylatkleber, und hier insbesondere wasserlösliche Acrylatkleber oder lösungsmittelhaltige Acrylatkleber.

Selbstklebende bedruckte Folien sind z. B. als Werbeträger im Handel erhältlich. Es besteht außerdem die Möglichkeit, unbedruckte selbstklebende dünne Folien mit der gewünschten Beschriftung oder Grafik zu bedrucken. Folienhersteller sind in der Lage, Folien mit geeigneten Klebern zu beschichten. Auch mit Kleber beschichtete Kratzschutzfolien sind im Handel erhältlich.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Kratzschutzfolie auf der der bedruckten Folie zugewandten Seite mit Kleber beschichtet. Derartige Kratzschutzfolien sind handelsüblich. Die Kratzschutzfolie ist leicht, ohne großen technischen Aufwand auf die bedruckte Folie aufklebbar. Für die Kratzschutzfolie und für die bedruckte Folie werden vorteilhafterweise identische Kleber verwendet. Der Kleber gestattet vorzugsweise ein rückstandsfreies Lösen des gesamten Foliensystems von der Glasoberfläche bzw. ein rückstandsfreies Lösen der Kratzschutzfolie von der bedruckten Folie. Zerkratzte Folien sind leicht auswechselbar. Ein problemloser Wechsel des Werbeträgers ist ebenfalls garantiert. Das spart Zeit beim Entfernen der Folie und vermeidet ein mühsames Befreien der Glasoberfläche von Kleber.

In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Kleber jeweils mit einer lösbaren Schutzfolie geschützt, die vor dem Aufbringen der Folie entfernt wird. Die Schutzfolie schützt die Kleberschicht vor z. B. Staub und Feuchtigkeit und ermöglicht eine problemlose Aufbewahrung der Folie, z. B. in aufgerollter Form.

Kratzschutzfolien können einlagig sein. Bevorzugterweise sind die Kratzschutzfolien mehrlagig ausgebildet. Eine Kratzschutzfolie als Mehrschichtlaminat ist widerstandsfähiger gegen mechanische Beanspruchungen als eine einlagige Folie derselben Gesamtstärke.

Besonders geeignet sind Kratzschutzfolien mit einer Stärke von mindestens 100 &mgr;m. Geringere Stärken weisen ein zu geringes Energieaufnahmevermögen auf. Besonders bevorzugt sind Stärken von 100–200 &mgr;m, am meisten bevorzugt Stärken von 150 &mgr;m. Die Werbefolien besitzen in der Regel Stärken von etwa 35–50 &mgr;m. Für eine zusätzliche Verbesserung der Kratzschutzeigenschaften kann die Folie oberflächengehärtet sein, dies kann durch eine zusätzliche Vernetzung des Polymers durch Bestrahlung erfolgen.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe ferner dadurch gelöst, dass eine einseitig mit Kleber beschichtete Kratzschutzfolie als glasklare, im wesentlichen ohne Rückstände wieder abziehbare Opferschicht zum Schutz von glasklaren Oberflächen ausgebildet ist, wobei die Kratzschutzfolie bedruckt ist. Auch hier sorgt die Kleberschicht für ein leichtes Aufbringen der Kratzschutzfolie auf der glasklaren Oberfläche. Bevorzugterweise ist der Kleber ein durch Wasser zu aktivierender Acrylatkleber. Durch das Abziehen der Folie ohne Rückstände ist ein leichtes Austauschen der Folie gewährleistet, wenn diese durch Vandalismus beschädigt worden ist. Bei den glasklaren Oberflächen handelt es sich in einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung um Glas oder Plexiglas. Denkbar sind auch andere glasklare Materialien. Die Kratzschutzfolie ist großflächig einsetzbar. Eine Kratzschutzfolie erfüllt hier gleichzeitig die Funktion eines werbe- bzw. Informationsträgers. Zur Kombination von Informationsvermittlung und Kratzschutz ist nur noch eine Folie nötig.

Vorteilhafterweise ist der Druck gegen mechanische Beanspruchungen, insbesondere durch Ausschieben beim Aufbringen auf die zu schützende Oberfläche, widerstandsfähig. Diese Widerstandsfähigkeit wird erreicht durch die Verwendung von Farben mit sehr guten Hafteigenschaften, die beim Ausschieben nicht abgetragen bzw. verändert werden. Ein Druck kann auch dadurch widerstandsfähig sein, dass visuelle Effekte beispielsweise in die Folie eingeätzt werden und so beim Ausschieben nicht beschädigt werden können.

Im einfachsten und kostengünstigsten Fall befindet sich der Druck direkt auf der dem Fahrgast zugewandten Seite der Kratzschutzfolie, die im Fahrgastraum auf das Fenster geklebt ist. Der Druck ist widerstandsfähig gegen mechanische Beanspruchungen ausgeführt. Diese Ausführung ist sehr kostengünstig. Mögliche Scratcher werden durch den Druck vom Kratzen abgehalten. Die Hemmschwelle ist erhöht. Der Druck ist aber nicht direkt vor Kratzen geschützt.

In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung besteht die Kratzschutzfolie aus mehreren miteinander verbundenen Folienlagen. Dies erhöht die Energieaufnahmefähigkeit und Flexibilität. Die Folie ist besser gegen Kratzen geschützt und leichter handhabbar.

In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Druck unmittelbar unterhalb des Klebers vorgesehen. Dies ist technisch schwierig umzusetzen, hat aber den Vorteil, dass Druck und Folie einstückig gehandhabt werden können und der Druck von der Kratzschutzfolie geschützt wird. Der Druck muss so geartet sein, dass er beim Ausschieben nicht beschädigt wird. Ferner dürfen die Farbe bzw. andere visuelle Effekte nicht vom Kleber beeinflusst werden. Der Druck ist Scratchern nicht mehr direkt ausgesetzt.

In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Druck zwischen den Folienlagen vorgesehen. In den Ausführungsbeispielen werden einige Anordnungen des Drucks zwischen den Folien näher beschrieben. Die Anzahl der Folienlagen ist variabel, ebenso die Position des Drucks zwischen den Schichten. Vorzugsweise wird die Kratzschutzfolie im Verbund bereitgestellt und verfügt über eine Kleberschicht auf einer Außenseite, die vor dem Einsatz der Folie mit einem Liner versehen ist. Die Folie kann so problemlos aufbewahrt werden, auch im platzsparenden aufgerollten Zustand. Der zwischen einzelne Kratzschutzfolien eingebettete Druck wird vor Kratzen geschützt.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist die Verwendung einer Kratzschutzfolie zum Schutz eines auf glasklaren Flächen befindlichen Drucks. Dieser Druck kann z. B. eine auf die glasklare Fläche aufgeklebte bedruckte Folie sein oder aber auch aus direkt auf das Glas aufgebrachten visuellen Effekten bestehen. Der Druck kann auch indirekt auf das Gals aufgebracht sein, wenn er sich zwischen den Schichten der Kratzschutzfolie befindet.

Besonders bevorzugt ist die Verwendung einer Kratzschutzfolie zum Schutz von Drucken auf glasklaren Flächen, bei denen es sich um Fenster und Türen in öffentlichen Verkehrsmitteln handelt. Derartige Flächen sind sehr interessante Werbeflächen, da sie von vielen Personen auch für lange Zeit betrachtet bzw. gelesen werden. Beispielsweise können erfindungsgemäße Anordnung und Kratzschutzfolien auch auf Schaufenstern zur Informationsvermittlung eingesetzt werden.

Die Folien können innerhalb und außerhalb der Fahrgastzelle angebracht werden. Bevorzugt ist ein Aufkleben im Innern des Fahrgastraumes, da dort die Gefahr von Vandalismus besonders hoch ist. Außen angebrachte Folien können in entsprechender Verstärkung auch gegen Steinwurf schützen. Kratzschutzfolien können bei entsprechender Gestaltung auch zum Splitterschutz dienen.

Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Ausführungsbeispiele sind nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1a1f zeigen die einzelnen Schritte einer Sandwich-Anordnung

2 zeigt eine zu 1f analoge Schichtenfolge bei Verwendung einer mehrlagigen Kratzschutzfolie

3 zeigt die Schichtenfolge einer oberflächlich bedruckten Kratzschutzfolie

4 zeigt die zu 3 analoge Schichtenfolge bei Verwendung einer mehrlagigen Kratzschutzfolie

5 zeigt die Schichtenfolge einer bedruckten Kratzschutzfolie, bei der der Kleber sich auf dem Druck befindet

6 zeigt die zu 5 analoge Schichtenfolge bei Verwendung einer mehrlagigen Kratzschutzfolie

7 zeigt die Schichtenfolge für eine mehrlagige Kratzschutzfolie, bei der sich der Druck auf der ersten Lage befindet

8 zeigt die Schichtenfolge für eine mehrlagige Kratzschutzfolie, bei der sich der Druck unter der zweiten Lage befindet

9 zeigt die Schichtenfolge für eine mehrlagige Kratzschutzfolie, bei der sich der Druck auf der zweiten Lage befindet

10 zeigt die Schichtenfolge für eine mehrlagige Kratzschutzfolie, bei der sich der Druck unter der dritten Lage befindet

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

In 1a ist eine dünne Folie 8 dargestellt, die auf ihrer einen Fläche mit einem Druck 6 und auf ihrer anderen Fläche mit einer Kleberschicht 10 versehen ist. Auf der Kleberschicht 10 ist ein Liner 11 angeordnet. Der Liner wird vor dem Einsatz der Folie 8 in einem durch den Pfeil angedeuteten Schritt entfernt. Die Kleberschicht 10 liegt ungeschützt vor. Derartige Folien sind handelsüblich und werden so für die Verwendung vorbereitet.

In 1b ist die vom Liner 11 befreite Folie 8 aus 1a gezeigt, die in Pfeilrichtung auf eine Glasoberfläche 12 aufgeklebt wird. Die Kleberschicht wird dabei durch Wasser aktiviert, das sich (nicht dargestellt) auf der Glasoberfläche befindet. Das Andrücken der Folie 8 und Ausschieben des überschüssigen Wassers sind nicht dargestellt.

1c zeigt die auf die Glasfläche 12 aufgeklebte bedruckte Folie 8.

In 1d wird eine handelsübliche Kratzschutzfolie 2 von ihrem Liner 3 befreit, der sich auf einer Kleberschicht 4 der Folie 2 befindet. Dieser Schritt ist durch einen Pfeil angedeutet. Derartige Folien sind handelsüblich.

In 1e wird die gemäß 1d vorbereitete Kratzschutzfolie 2 nach demselben Prinzip wie unter 1b beschrieben auf die bedruckte Folie 8 aufgeklebt.

In 1f ist die abschließende Schichtenfolge im sogenannten Sandwichverfahren gezeigt, die sich nach Durchführung der Schritte 1a bis 1e ergibt. Die mit 2 bezeichnete Kratzschutzfolie trägt auf ihrer in Richtung zu einer Glasoberfläche 12 gewandten Seite eine Kleberschicht 4. Die Kratzschutzfolie 2 ist mit ihrer Kleberschicht 4 auf dem auf einer Folie 8 befindlichen Druck 6 aufgeklebt. Die Folie 8 ist über die Kleberschicht 10 auf der Glasoberfläche 12 aufgeklebt. Die Kratzschutzfolie 2 schützt hier den Druck 6 und die Glasfläche 12. Die geschweiften Klammern deuten die von den jeweiligen Linern 3, 11 befreiten Ausgangskomponenten an

2 ist eine Variante des Ausführungsbeispiels aus 1f. Eine dünne Folie 28 ist auf einer Oberfläche mit einem Druck 30 und auf der anderen Oberfläche mit einer Kleberschicht 26 versehen. Die Folie 28 ist mit der Kleberschicht 26 auf einer Glasscheibe 12 aufgeklebt. Mit 35 ist eine Kratzschutzfolie bezeichnet, die aus drei Lagen 36 besteht. Die Lagen 36 sind untereinander über Klebeschichten 34 miteinander verklebt. Auf die Kratzschutzfolie 35 ist einseitig eine Kleberschicht 32 aufgetragen. Über diese Kleberschicht 32 ist die Kratzschutzfolie 35 direkt auf den Druck 30 aufgeklebt. Die Kratzschutzfolie schützt hier den Druck 30 und die Glasscheibe 12. Die geschweiften Klammern zeigen die Ausgangsfoliensysteme.

Die in 3 dargestellte Kratzschutzfolie 16 ist auf einer Seite mit einer Kleberschicht 14 beschichtet. Auf der anderen Seite ist ein Druck 18 aufgebracht. Die Kratzschutzfolie ist mit der Kleberbeschichtung 14 auf einer glasklaren Oberfläche 12 aufgeklebt. Die Kratzschutzfolie erfüllt die Funktion eines Werbeträgers und gleichzeitig schützt sie die glasklare Oberfläche 12 vor Kratzern. Die geschweifte Klammer deutet an, dass es sich hier nur um ein Foliensystem handelt, das im Verbund in einem einzigen Schritt über die Kleberschicht 14 auf die Oberfläche 12 aufgeklebt ist.

4 stellt eine Variante der 3 dar. Im Unterschied zu 3 besteht die hier allgemein mit 41 bezeichnete Kratzschutzfolie aus drei Lagen 40. Sie sind untereinander mit den zwischen den Folienlagen befindlichen Kleberschichten 42 verklebt. Die Kratzschutzfolie 41 ist auf einer Seite mit einer Kleberschicht 38 versehen, die auf die Glasscheibe 12 aufgeklebt ist. Auf der anderen Oberfläche des Kratzschutzfolienverbundes 41 befindet sich ein Druck 44. Der Druck ist im Siebdruckverfahren aufgebrachte Farbe mit hohem Haftungsvermögen. Die Farbe wird beim Auftragen der Folie 41 auf die Glasscheibe 12 durch Ausschieben nicht beschädigt. Die geschweifte Klammer deutet an, dass es sich hier nur um ein Foliensystem handelt, das im Verbund in einem einzigen Schritt über die Kleberschicht 38 auf die Oberfläche 12 aufgeklebt ist.

In einem weiteren in 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist auf einer Kratzschutzfolie 24 einseitig ein Druck 22 vorgesehen. Auf diesem Druck 22 befindet sich eine Kleberschicht 20. Mit Hilfe der Kleberschicht 20 ist die Kratzschutzfolie 24 mit dem Druck 22 auf der glasklaren Oberfläche 12 aufgeklebt. Hier werden sowohl die glasklare Oberfläche 12 als auch der Druck 22 von der Kratzschutzfolie 24 vor Vandalismus geschützt. Die geschweifte Klammer deutet an, dass es sich hier nur um ein Foliensystem handelt, das im Verbund in einem einzigen Schritt über die Kleberschicht 20 auf die Oberfläche 12 aufgeklebt ist.

6 zeigt eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels der 5. Eine Kratzschutzfolie besteht hier aus drei Lagen 50, die mit Kleberschichten 52 untereinander verklebt sind.

Der Folienverbund 51 ist auf einer Seite bedruckt. Der Druck 48 ist mit einer Kleberschicht 46 versehen, die auf einer Glasscheibe 12 aufgeklebt ist. Die geschweifte Klammer deutet an, dass es sich hier nur um ein Foliensystem handelt, das im Verbund in einem einzigen Schritt über die Kleberschicht 46 auf die Oberfläche 12 aufgeklebt ist.

7 zeigt ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Drei Folien 56, 62 und 66 bilden eine verbundartige Kratzschutzfolie 61. Die Folienlage 66 ist über eine Kleberschicht 64 auf der Folienlage 62 verklebt. Die Folie 62 trägt auf ihrer Unterseite eine Kleberschicht 60. Diese Schicht 60 ist auf einen Druck 58 aufgeklebt, der sich auf einer Oberfläche der untersten Folienlage 56 befindet. Die Folie 56 ist wiederum auf ihrer anderen Oberfläche mit einem Kleber 54 beschichtet. Über diese Kleberschicht 54 ist der Folienverbund auf eine Glasscheibe 12 aufgeklebt. Glasscheibe 12 und Druck 58 werden vor Kratzschäden bewahrt. Die geschweifte Klammer deutet an, dass es sich hier nur um ein Foliensystem handelt, das im Verbund in einem einzigen Schritt über die Kleberschicht 54 auf die Oberfläche 12 aufgeklebt ist.

8 verdeutlicht, dass sich der Druck auch an einer anderen Stelle innerhalb einer als Folienverbund ausgebildeten Kratzschutzfolie 71 befinden kann. Eine erste Folie 80 ist über eine Kleberschicht 78 auf einer zweiten Folie 76 verklebt. Auf der unteren Seite der zweiten Folie 76 befindet sich ein Druck 74, der mit einer Kleberschicht 72 versehen ist. Diese Kleberschicht 72 klebt ihrerseits auf einer dritten Folie 70, die auf ihrer zweiten Seite mit einer Kleberschicht 68 versehen ist. Mit dieser Kleberschicht 68 ist der Folienverbund auf einer Glasscheibe 12 aufgeklebt. Die geschweifte Klammer deutet an, dass es sich hier nur um ein Foliensystem handelt, das im Verbund in einem einzigen Schritt über die Kleberschicht 68 auf die Oberfläche 12 aufgeklebt ist.

9 zeigt ein weiteres Beispiel für eine mehrlagige Kratzschutzfolie 81, bei der sich ein Druck 90 zwischen zwei Folienlagen 94 und 88 befindet. Ein aus den Folien 84, 88 und 94 bestehender Folienverbund ist über eine Kleberschicht 82 auf einer Glasscheibe 12 aufgeklebt. Die unterste Folie 84 ist über eine Kleberschicht 86 mit der mittleren Folie 88 verklebt, die auf der der Folie 94 zugewandten Seite bedruckt ist. Der Druck 90 ist mit einem Kleber 92 beschichtet, der mit der obersten Folie 94 verklebt ist. Die geschweifte Klammer deutet an, dass es sich hier nur um ein Foliensystem handelt, das im Verbund in einem einzigen Schritt über die Kleberschicht 82 auf die Oberfläche 12 aufgeklebt ist.

10 zeigt eine weitere Variante einer bedruckten mehrlagigen Kratzschutzfolie 101. Ein Kratzschutzfolienverbund besteht aus drei Folienlagen 98, 102 und 108. Diese Lagen 98, 102 und 108 sind miteinander durch Kleberschichten 104 und 100 verklebt. Die oberste Folie 108 ist auf ihrer Unterseite mit einem Druck 106 bedruckt, so dass die Kleberschicht 104 sich direkt auf dem Druck 106 befindet. Die unterste Folie 98 ist mit ihrer Kleberschicht 96 auf einer Glasfläche 12 verklebt. Die geschweifte Klammer deutet an, dass es sich hier nur um ein Foliensystem handelt, das im Verbund in einem einzigen Schritt über die Kleberschicht 96 auf die Oberfläche 12 aufgeklebt ist.


Anspruch[de]
Anordnung zum Schutz von transparenten, glasklaren Flächen (12), insbesondere Glas oder Plexiglas, und auf diesen befindlichen Drucken (6; 30) gegen Vandalismus, insbesondere Kratzschäden, enthaltend:

(a) eine bedruckte, wieder abziehbare, glasklare Folie (8; 28) auf der Fläche (12); und

(b) eine Kratzschutzfolie (2; 35) auf dieser bedruckten, glasklare Folie (8; 28).
Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die bedruckte Folie (8; 28) auf der der transparenten Fläche (12) zugewandten Seite mit Kleber (10; 26) beschichtet ist. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kratzschutzfolie (2; 35) auf der der bedruckten Folie (8; 28) zugewandten Seite mit Kleber (4; 32) beschichtet ist. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kleber (4; 10) mit einer lösbaren Schutzfolie (3; 11) geschützt ist, die vor dem Aufbringen der Folie (2; 8) entfernt wurde. Anordnung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kratzschutzfolie (35) mehrlagig ausgebildet ist. Anordnung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kratzschutzfolie (2; 35) eine Stärke von mindestens 100 &mgr;m hat, vorzugsweise 150 &mgr;m. Einseitig mit Kleber (14; 38; 20; 46; 54: 68; 82; 96) beschichtete Kratzschutzfolie (16; 41; 24; 51; 61; 71; 81; 101) als glasklare, im wesentlichen ohne Rückstände wieder abziehbare Opferschicht zum Schutz von glasklaren Oberflächen (12), dadurch gekennzeichnet, dass die Kratzschutzfolie (16; 41; 24; 51; 61; 71; 81; 101) bedruckt ist. Kratzschutzfolie nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck (18; 44; 20; 48; 58; 74; 90; 106) gegen mechanische Beanspruchungen, insbesondere durch Ausschieben bei m Aufbringen auf die zu schützende Oberfläche (12), widerstandsfähig ist. Kratzschutzfolie nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kratzschutzfolie (61; 71; 81; 101) aus mehreren miteinander verbundenen Folienlagen (56, 62, 66; 70, 76, 80; 84, 88, 94; 98, 102, 108) besteht. Kratzschutzfolie nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck (22; 48) unmittelbar unterhalb des Klebers (20; 46) vorgesehen ist. Kratzschutzfolie nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck (58; 74; 90; 106) zwischen den Folienlagen (56, 62; 70, 76; 88, 94; 102, 108) vorgesehen ist. Glasklare Fläche (12) mit einem darauf befindlichen Druck (6; 30; 18; 44; 20; 48; 58; 74; 90; 106) und einer Kratzschutzfolie (2; 35; 61; 71; 81; r) nach einem der Ansprüche 8 bis 11 zum Schutz des auf der Fläche (12) befindlichen Drucks. Glasklare Fläche nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die glasklaren Flächen (12) Fenster und Türen. in öffentlichen Verkehrsmitteln sind.






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