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Dokumentenidentifikation DE202006014843U1 11.01.2007
Titel Elektrostatikschutz für Funkuhren in Metallgehäusen
Anmelder Creativ Product Elektro- und Feinmechanik GmbH, 99846 Seebach, DE;
HKW-Elektronik GmbH, 99846 Seebach, DE
DE-Aktenzeichen 202006014843
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 11.01.2007
Registration date 07.12.2006
Application date from patent application 27.09.2006
IPC-Hauptklasse G04G 17/08(2006.01)A, F, I, 20060927, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G04G 7/02(2006.01)A, L, I, 20060927, B, H, DE   G04C 11/02(2006.01)A, L, I, 20060927, B, H, DE   G04B 37/12(2006.01)A, L, I, 20060927, B, H, DE   G04B 37/18(2006.01)A, L, I, 20060927, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Funkarmbanduhren im Metallgehäuse mit im Funkuhrwerk integrierter Funkempfangsantenne sind durch die Patentschrift DE 199 26 271 bekannt.

Die dort beschriebene Anordnung weist jedoch einen Mangel auf, der zu Funktionsbeeinträchtigungen der Funkuhr führen kann, wenn elektrostatische Ladungen auf das metallische Funkarmbanduhrengehäuse einwirken.

In diesem Fall können elektrische Ladungen vom metallischen Uhrengehäuse durch elektrostatische Einwirkung über den nichtleitenden Raum zwischen Uhrgehäuse und der elektrischen Anordnung des Funkuhrwerks einschließlich der Baugruppen des Funkempfängers und der elektrischen Steuereinrichtung erfolgen. Diese elektrostatische Einwirkung führt sehr häufig zum zeitweisen oder völligen Ausfall der Funkuhr.

Die elektrostatische Einwirkung zwischen dem metallischen Uhrengehäuse und dem Uhrwerk wird durch die elektrische Potentialtrennung, hervorgerufen durch den nichtleitenden Zwischenraum zwischen Uhrengehäuse und Uhrwerk mit der elektrischen Anordnung einschließlich Blechteilen und Batterie, verursacht, da das metallische Uhrengehäuse und die elektrische Einrichtung des Uhrwerks auf stark unterschiedlichem elektrischen Potential liegen, wenn von außen elektrische Ladungsträger wirksam werden.

In der Patentschrift DE 199 26 271 wird der Zwischenraum durch ein nichtleitendes mechanisches Bauteil vollständig oder teilweise ausgefüllt und verursacht somit die beschriebenen Störungen, da die Potentialtrennung nicht aufgehoben wird.

Andererseits kann aber ein metallisch leitendes mechanisches Bauteil zwischen dem Funkuhrwerk und dem metallischen Gehäuse, was die Potentialtrennung aufheben würde, nicht eingebaut werden, da diese Maßnahme den Funkempfang aufgrund der innen liegenden Antenne durch die entstehende Abschirmwirkung unterbinden würde.

Versuche haben gezeigt, dass nicht leitfähige Materialien durch bestimmte Maßnahmen, wie Versetzen mit elektrisch leitenden Grafitfasern oder Erzeugung einer Oberflächenleitfähigkeit durch Behandlung mit leitfähigen und haftenden Substanzen, mehr oder weniger elektrisch leitfähig gemacht werden können. Wenn derart behandelte Werkstoffe in den Zwischenraum zwischen Metallgehäuse und dem Uhrwerk eingebracht oder in Baueinheit mit dem Uhrwerk angeordnet werden und eine innige elektrische Verbindung zwischen dem Metallgehäuse einerseits und den leitfähigen elektrischen Elementen des Funkuhrwerks andererseits hergestellt wird, ist die beschriebene Potentialtrennung aufgehoben, und es kann nicht zu den störenden elektrostatischen Einwirkungen kommen.

Andererseits haben derart behandelte Werkstoffe keine Abschirmwirkung auf den Funkempfang. Die behandelten Werkstoffe können als Ring, oder besser als Baueinheit des Uhrwerks ausgebildet werden.

Speziell kann z. B. ein Ring, bestehend aus mit Carbonfasern versetztem Kunststoff, zwischen Metallgehäuse und dem Funkuhrwerk angeordnet werden, der einerseits mit dem Metallgehäuse und andererseits z. B. mit der Batteriefeder oder sonstigen metallischen elektrischen Elementen der elektrischen Schaltung des Funkuhrwerks galvanisch verbunden ist. In gleicher Weise kann dieses etwa ringförmige Bauteil fester Bestandteil des Uhrwerks sein.

Diese Anordnung sorgt einerseits für den Schutz vor elektrostatischen Einflüssen und andererseits für den festen und positionsgenauen Einbau des Uhrwerks in das metallische Armbanduhrgehäuse.


Anspruch[de]
Funkarmbanduhr mit einem Metallgehäuse, bestehend aus einem Metallmittelteil, einem Uhrenglas und einem Gehäuseboden, bestehend aus einer in einem Metallring gefassten, nichtmetallischen Scheibe, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem metallischen Gehäusemittelteil und den metallischen Elementen der elektrischen Baugruppe des innenliegenden Funkuhrwerks ein schwach elektrisch leitfähiges, ringförmiges, axial ausgedehntes und beidseitig eng anliegendes Bauteil zur Realisierung der elektrischen Verbindung angeordnet ist. Funkarmbanduhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das schwach elektrisch leitende Bauteil aus einem Kunststoff mit geringer Leitfähigkeit besteht. Funkarmbanduhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das schwach elektrisch leitende Bauteil aus einem mit elektrisch leitfähigem Material versetzten Kunststoff besteht. Funkarmbanduhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das schwach elektrisch leitende Bauteil aus Kunststoff mit einer durch chemische oder physikalische Prozesse erzeugten elektrischen Oberflächenleitfähigkeit besteht. Funkarmbanduhr nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet dass das schwach elektrisch leitende Bauteil fester Bestandteil des Funkuhrwerks ist. Funkarmbanduhr nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkträger des Funkuhrwerks aus schwach elektrisch leitfähigem Kunststoff besteht und bis auf den Innendurchmesser des metallischen Uhrengehäuses ausgedehnt ist.






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