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Dokumentenidentifikation DE602004000935T2 11.01.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001462023
Titel Kosmetikapplikator
Anmelder L'Oreal, Paris, FR
Erfinder Gueret, Jean-Louis, 75016 Paris, FR
Vertreter Schwabe, Sandmair, Marx, 81677 München
DE-Aktenzeichen 602004000935
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 29.03.2004
EP-Aktenzeichen 042908293
EP-Offenlegungsdatum 29.09.2004
EP date of grant 24.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.01.2007
IPC-Hauptklasse A45D 34/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A45D 40/26(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A46B 9/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Auftrageinrichtung für ein kosmetisches Produkt einschließlich eines Pflegeprodukts, insbesondere eine Auftrageinrichtung für Nagellack oder Wimperntusche.

Es wurden bereits verschiedene Auftrageinrichtungen für die Nägel oder die Wimpern vorgeschlagen, die eine Mischung von Borsten umfassen.

So kennt man aus der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 556 081 einen Pinsel zum Auftragen eines Nagellacks, der eine Mischung von Borsten mit verschiedenen Durchmessern umfasst.

Das europäische Patent EP 0 239 270 beschreibt eine Wimperntuschenbürste, die biegsame Borsten und starre Borsten kombiniert, um das Laden mit Wimperntusche und das Kämmen der Wimpern zu verbessern.

Man kennt ferner aus der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 651 955 einen Pinsel zum Auftragen eines Nagellacks, der zwei Einheiten von Borsten umfasst, die verschiedene mechanische Eigenschaften besitzen, um relativ große Räume zwischen den Borsten zu bilden und eine größere Menge Nagellack zurückzuhalten.

Das amerikanische Patent US 5 161 554 beschreibt ferner eine Wimperntuschenbürste mit einem Querschnitt von abwechselnd großem Durchmesser und kleinem Durchmesser auf der ganzen Länge der Borste.

Es besteht ein Bedarf daran, die Leistungen einer Auftrageinrichtung für ein kosmetisches Produkt, insbesondere ihre Autonomie, zu verbessern und gleichzeitig eine zuverlässige und einfach herzustellende Auftrageinrichtung zu erhalten.

Ferner besteht ein Bedarf daran, über eine Auftrageinrichtung für ein kosmetisches Produkt zu verfügen, die in der Lage ist, Produkte mit unterschiedlichen Viskositäten aufzutragen.

Ziel der Erfindung ist es insbesondere, diese Anforderungen ganz oder teilweise zu erfüllen.

So ist Gegenstand der Erfindung gemäß einem ersten ihrer Aspekte unter anderem eine Auftrageinrichtung für ein kosmetisches Produkt, insbesondere Nagellack oder Wimperntusche, umfassend mindestens zwei Auftragelemente, insbesondere zwei Borsten oder zwei Zähne, die jeweils mindestens ein mindestens eine Wellung aufweisendes periodisches Motiv umfassen, wobei mindestens zwei periodische Motive verschieden sind.

Gegenstand der Erfindung ist ferner gemäß einem anderer ihrer Aspekte eine Auftrageinrichtung für ein kosmetisches Produkt, insbesondere Nagellack oder Wimperntusche, umfassend mindestens zwei Borsten, die jeweils mindestens ein periodisches Motiv umfassen, wobei mindestens zwei periodische Motive verschieden sind.

Gegenstand der Erfindung ist ferner gemäß einem anderer ihrer Aspekte eine Auftrageinrichtung für ein kosmetisches Produkt insbesondere Nagellack oder Wimperntusche, umfassend mindestens zwei Borsten, die jeweils mindestens einen gewellten Abschnitt umfassen, wobei die gewellten Abschnitte dieser beiden Borsten sich voneinander durch mindestens ihre Form und/oder ihre Frequenz und/oder ihre Amplitude unterscheiden, wobei mindestens einer dieser gewellten Abschnitte vorzugsweise ein Motiv umfasst, das sich periodisch wiederholt.

Der Ausdruck "periodisches Motiv" bezeichnet in einem Auftragelement, das eine Borste sein kann, einen Teil von diesem, der sich längs des Auftragelements im Wesentlichen periodisch wiederholt.

Ein periodisches Motiv mit mindestens einer Wellung kann durch drei Komponenten bestimmt sein, und zwar seine Form, beispielsweise sinusförmig oder sägezahnförmig, seine Amplitude, d.h. seine Abmessung gemessen in einer zur allgemeinen Längsrichtung des Auftragelements senkrechten Richtung, und seine räumliche Frequenz, d.h. die Anzahl von Motiven, die sich pro Längeneinheit des Auftragelements wiederholen. Ein und dasselbe Motiv kann mehrere Male auf der ganzen Länge des Auftragelements wiederholt werden. Ein Auftragelement kann ein einziges Motiv oder mindestens ein einziges Motiv umfassen.

Die Länge des Motivs kann im Wesentlichen der Länge des Auftragelements entsprechen. In diesem Fall kann die Form des Motivs durch eine periodische Funktion definiert sein, beispielsweise eine sinusförmige Funktion oder eine Sägezähne erzeugende Funktion.

Eine Borste mit einem periodischen Motiv kann beispielsweise durch Zuschneiden einer Faser größerer Länge hergestellt werden, in der das Motiv mehrere Male vorliegt. Die Herstellung einer solchen Faser kann dadurch erleichtert werden, dass das Motiv sich periodisch wiederholt.

Insbesondere in dem Fall, in dem das Auftragelement eine Borste ist, kann ein periodisches Motiv auch mindestens eine Rauhigkeit umfassen, die beispielsweise mit dem Vorhandensein einer oder mehrerer Chargen in dem Werkstoff der Borste oder an seiner Oberfläche verbunden sein kann, oder eine oder mehrere Einkerbungen umfassen. Das periodische Motiv kann durch die Frequenz und die Form dieser Einkerbungen oder durch die Frequenz und die Flächenverteilung der Charge oder der Chargen innerhalb ein und desselben Motivs bestimmt sein.

Das periodische Motiv kann auch durch eine periodische Änderung des Querschnitts der Borste gebildet sein, wenn man sich längs dieser bewegt.

Ein periodisches Motiv einer Borste kann mindestens eine Wellung und/oder mindestens eine Charge und/oder mindestens eine Querschnittsänderung der Borste und/oder eine Einkerbung und/oder noch andere Reliefs umfassen.

Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist es, die Begünstigung der Bildung von Räumen zwischen den Borsten zu gestatten, wobei diese Räume die Zurückhaltung des Produkts durch Kapillarität im Vergleich zu dem Fall erleichtern, in dem die verwendeten Borsten ganz geradlinig oder vom selben Motiv wären. Die Autonomie der Auftrageinrichtung kann verbessert werden, um insbesondere dem Benutzer zu gestatten, das Produkt insbesondere auf die Nägel in einer einzigen Schicht von ausreichender Dicke aufzutragen.

Ein anderer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist es, gegebenenfalls bei Durchgang der Auftrageinrichtung durch ein Abstreiforgan, zwischen den Borsten mehr Produkt als bei einer Auftrageinrichtung zurückzuhalten, die geradlinige Borsten oder Borsten mit demselben Motiv umfasst.

Die Auftragelemente können dank der periodischen Motive und insbesondere Dank der gewellten Abschnitte mehr Biegsamkeit als rein geradlinige Auftragelemente aufweisen.

Im Fall von Borsten mit verschiedenen periodischen Motiven kann die Verteilung der freien Enden der Borsten homogener sein.

Zwei verschiedene periodische Motive können zu zwei verschiedenen Borsten gehören. Gemäß einer Abwandlung können zwei verschiedene periodische Motive zu ein und derselben Borste gehören.

Verschiedene periodische Motive können Wellungen von verschiedenen Formungen aufweisen. Beispielsweise kann eines der Motive eine Sägezahnform und das andere eine Sinuswellenform aufweisen.

Verschiedene periodische Motive können ferner Wellungen von verschiedenen Amplituden aufweisen. Diese Motive können die gleiche Form besitzen, d.h. alle beide sägezahnförmig oder alle beide sinusförmig sein, oder verschiedene Formen aufweisen. Diese Motive können die gleiche räumliche Frequenz oder nicht haben.

Die Amplitude eines Motivs kann beispielsweise zwischen 20 &mgr;m und 3 mm betragen.

Verschiedene periodische Motive können ferner Wellungen von verschiedenen räumlichen Frequenzen aufweisen. Diese Motive können gegebenenfalls die gleiche Form und die gleiche Amplitude haben.

Die räumliche Frequenz eines Motivs kann beispielsweise zwischen 1/24 und 1/4 Motiv pro Millimeter Borste betragen.

Zwei verschiedene periodische Motive mit Wellungen können gleichzeitig verschiedene Formen, verschiedene Amplituden und verschiedene räumliche Frequenzen umfassen oder auch sich nur durch zwei ihrer drei Komponenten unterscheiden.

Die Auftrageinrichtung kann mehr als zwei Borsteneinheiten mit verschiedenen periodischen Motiven umfassen.

Der Anteil der Borsten, die ein und dasselbe Motiv umfassen, kann in einem weiten Bereich variieren. Beispielsweise kann die Auftrageinrichtung 50% der Borsten mit einem ersten Motiv und 50% Borsten mit einem zweiten, von dem ersten abweichenden Motiv umfassen. Diese Verteilung kann geändert werden und die Auftrageinrichtung kann beispielsweise zwischen 1 und 99% Borsten mit dem ersten Motiv, besser zwischen 20 und 80% und noch besser zwischen 30 und 60%, umfassen, wobei diese Werte nicht begrenzend sind.

Die Auftrageinrichtung kann mindestens eine Borste mit mindestens einem geradlinigen Abschnitt oder auch mindestens eine vollständig geradlinige Borste umfassen.

Die Auftrageinrichtung kann mindestens eine Borste umfassen, die mindestens einen geradlinigen Abschnitt und mindestens ein periodisches Motiv mit mindestens einer Wellung besitzt.

Mindestens eine der Borsten umfasst periodische Motive auf ihrer ganzen Länge.

Die Auftrageinrichtung kann mindestens zwei Borsten von verschiedenen Längen umfassen. Mindestens eine Borste kann auf mindestens einem Teil ihrer Länge verdrillt sein.

Die Auftrageinrichtung kann Borsten umfassen, deren Durchmesser beispielsweise zwischen 5/100 und 40/100 mm betragen kann.

Die Auftrageinrichtung kann mindestens zwei Borsten mit verschiedenen Durchmessern umfassen.

Unter "Durchmesser einer Borste" versteht man den Durchmesser des Kreises, der dem größten Querschnitt der Borste umschrieben ist, wenn dieser nicht kreisförmig ist.

Die Borsten können aus synthetischem Material bestehen, wobei sie beispielsweise aus einem thermoplastischen Material, insbesondere einem thermoplastischen Elastomer hergestellt sind.

Mindestens eine Borste kann eine Naturfaser sein.

Die Borsten können verschiedene Naturen haben, beispielsweise aus Werkstoffen mit verschiedenen Glasübergangstemperaturen hergestellt sein.

Die Borsten können einen vollen oder hohlen, kreisförmigen oder nicht kreisförmigen Querschnitt aufweisen, wobei die Querschnitte längs der Borsten konstant oder nicht konstant sind, beispielsweise abwechselnd über Querschnitte mit großem oder kleinem Durchmesser gehen. Die Borsten können gegebenenfalls einen Beflockungsüberzug umfassen.

Wie oben erwähnt wurde, können die Borsten auch auf ihrer ganzen Länge oder nur auf einem Teil von dieser eine Charge umfassen, beispielsweise von einer magnetischen Verbindung, einer feuchtigkeitsabsorbierenden Verbindung, einer Verbindung, die dazu bestimmt ist, auf der Oberfläche der Borste eine Rauhigkeit zu erzeugen oder auch das Gleiten zu begünstigen. Diese Charge kann so verteilt sein, dass ein periodisches Motiv geschaffen wird.

Die Auftrageinrichtung kann eine Bürste, insbesondere eine Wimperntuschenbürste umfassen.

Die gewellten Borsten können es gestatten, eine homogenere Verteilung der freien Enden der Borsten auf der Bürste als mit geradlinigen Borsten zu erhalten.

Außerdem können die gewellten Borsten sich kreuzen und gegebenenfalls das Laden mit Produkt und das Kämmen der Wimpern oder Augenbrauen verbessern.

Die Bürste kann einen verdrillten Kern umfassen und die Borsten können von dem Kern getragen werden und anders als durch Spritzgießen mit dem Kern hergestellt sein. Die Bürste kann gemäß einer Abwandlung eine Reihe von Borsten umfassen, die durch Verkleben, Verklammern oder Aufformen befestigt sind. Gemäß einer Abwandlung können die Borsten durch Prägen eines Trägers befestigt sein. Die Bürste kann ausgebildet sein, um Produkt auf einem Produktkuchen zu entnehmen. Die Borsten können sich nur auf einer Seite eines Trägers erstrecken.

Die Umhüllungsfläche der Bürste kann verschiedene Formen und insbesondere im Wesentlichen kreisförmige, ovale, polygonale oder andere Querschnitte mit einer oder mehreren Einkerbungen oder Rasten umfassen.

Der Kern kann in einem Querschnitt der Umhüllungsfläche zentriert sein oder nicht.

Der Querschnitt der Umhüllungsfläche kann auf mindestens einem Teil der Länge der Bürste konstant sein oder nicht und die Bürste kann beispielsweise einen Querschnitt aufweisen, der zwischen ihren beiden axialen Enden einen Extremwert passiert, wobei dieser Extremwert beispielsweise ein Maximum oder ein Minimum ist.

Der Kern kann geradlinig oder nicht, insbesondere gekrümmt sein, mit einer Krümmung, die auf seine ganze Länge verteilt ist oder nur in einem Bereich lokalisiert ist, der demjenigen nahe ist, der zur Befestigung der Bürste an einer Stange einer Auftrageinrichtung dient. Die Bürste kann gegebenenfalls um mindestens zwei nicht koplanare Achsen gekrümmte sein.

Im Fall eines verdrillten Kerns kann die Bürste beispielsweise zwischen 5 und 60 Borsten pro Windung umfassen. Die Anzahl von Borsten pro Windung entspricht der Anzahl von Enden von Borsten, die von einem feststehenden Beobachter während einer Drehung von 180° der Bürste um ihren Kern gezählt werden.

Die Länge der Borsten kann zwischen 1 und 7 mm, insbesondere zwischen 2 und 5 mm betragen.

Die Auftrageinrichtung kann auch einen Pinsel bilden, insbesondere einen Pinsel zum Auftragen eines Nagellacks.

In diesem Fall kann die Auftrageinrichtung eine Stange und ein Bündel von Borsten umfassen, die in einer Aufnahme eines Endabschnitts der Stange befestigt sind, wobei die Borsten insbesondere durch Verkleben, Verklammern oder Aufformen befestigt sein können.

Diese Aufnahme kann einen Querschnitt aufweisen, der gemäß einer Querachse größter Länge lang gestreckt ist.

Die Aufnahme kann einen Querschnitt aufweisen, der mit Annäherung an ihren Boden abnimmt, wobei diese Abnahme gemäß der für die Borsten gewünschten Divergenz stattfinden kann. Der Boden der Aufnahme kann eine Vertiefung umfassen, in der die Borsten befestigt sind und die in einen Teil der Aufnahme ausmündet, der sich in Richtung ihrer Öffnung ausweitet, wobei dieser ausgeweitete Teil den Borsten gestattet, sich voneinander zu entfernen, um dem Bündel eine verbreiterte Form zu verleihen.

Insbesondere kann die Aufnahme so ausgebildet sein, dass die Borsten sich außerhalb der Aufnahme über eine parallel zur genannten Querachse gemessene Strecke erstrecken, die größer als die Abmessung der Stange gemäß dieser Querachse auf Höhe der Aufnahme ist.

Die Länge des Teils der Borsten, der sich außerhalb der Aufnahme der Stange erstreckt, kann beispielsweise zwischen 5 und 20 mm betragen.

Die freien Enden der Borsten können im Wesentlichen einen Kreisbogen mit einem Krümmungsradius von beispielsweise 2 bis 15 mm, insbesondere zwischen 4 und 10 mm, beschreiben.

Die senkrecht zur genannten Querachse gemessene Breite der Öffnung der Aufnahme kann kleiner als oder gleich 2 mm sein.

Gegenstand der Erfindung ist ferner gemäß einem anderen ihrer Aspekte eine Vorrichtung zum Verpacken und Auftragen eines Produkts auf die Nägel, insbesondere eines Nagellacks, umfassend einen das aufzutragende Produkt enthaltenden Behälter und eine Auftrageinrichtung, wie sie oben definiert wurde.

Die größte Querabmessung des Abschnitts der Stange, der in das im Behälter enthaltene Produkt eingetaucht ist, wenn die Auftrageinrichtung auf diesem an ihrem Platz ist, kann kleiner als oder gleich 5 mm sein.

Die Stange kann ausgebildet sein, um an einem Stopfen zum Verschließen des Behälters befestigt zu werden. Gemäß einer Abwandlung kann die Stange einstückig durch Gießen von Kunststoff mit einem Stopfen zum Verschließen des Behälters hergestellt sein.

Gemäß einem anderer ihrer Aspekte ist Gegenstand der Erfindung ferner eine Vorrichtung zum Verpacken und Auftragen eines Produkts auf die Wimpern oder Augenbrauen, insbesondere einer Wimperntusche, umfassend einen Behälter, der das aufzutragende Produkt enthält, und eine Auftrageinrichtung, wie sie oben definiert wurde. Die Vorrichtung kann außerdem gegebenenfalls ein Organ zum Abstreifen der Auftrageinrichtung umfassen.

Die folgende ausführliche Beschreibung von nicht begrenzenden Ausführungsbeispielen der Erfindung und die beiliegende Zeichnung dienen zum besseren Verständnis der Erfindung. In der Zeichnung zeigen:

1 eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zum Auftragen eines Produkts auf die Nägel in einem axialen Schnitt,

2 eine schematische Darstellung eines Beispiels eines gewellten Abschnitts einer Borste,

3 eine schematische Darstellung eines gewellten Abschnitts mit einem Motiv, dessen Form sich von dem des Motivs von 2 unterscheidet,

4 eine schematische Darstellung von zwei gewellten Abschnitten mit Motiven derselben Form, aber von verschiedenen Amplituden und räumlichen Frequenzen,

5 eine schematische Darstellung von zwei gewellten Abschnitten mit Motiven von gleicher Form, aber mit verschiedenen räumlichen Frequenzen,

6 eine schematische Darstellung von zwei gewellten Abschnitten mit Motiven, deren Formen verschieden sind,

7 eine schematische Darstellung von drei Borsten, von denen eine geradlinig ist und die beiden anderen gewellte Abschnitte umfassen,

8 eine schematische Darstellung von zwei gewellten Abschnitten, die mit Borsten mit verschiedenen Durchmessern hergestellt sind,

9 eine schematische Darstellung des Endes eines Pinsels, der mit Borsten mit verschiedenen Durchmessern hergestellt ist,

10 eine schematische Darstellung einer Borste mit zwei gewellten Abschnitten, deren Periodizitäten und Amplituden verschieden sind,

11 eine schematische Darstellung einer Borste mit einem geradlinigen Abschnitt und einem gewellten Abschnitt,

12 eine schematische Darstellung eines gewellten und verdrillten Abschnitts,

13 einen Querschnitt gemäß XIII-XIII der Borste von 12,

14 eine schematische Darstellung eines Borstenabschnitts mit einem periodischen Motiv mit Einkerbung,

15 und 16 eine schematische Darstellung von Borstenabschnitten, die andere Beispiele von periodischen Motiven umfassen,

17 eine schematische Darstellung eines Borstenabschnitts mit einem anderen Beispiel eines periodischen Motivs,

18 bis 21 schematische Darstellungen von anderen Beispielen eines Borstenpaars mit verschiedenen periodischen Motiven,

22 eine schematische Teildarstellung in Seitenansicht des Endabschnitts eines erfindungsgemäß ausgeführten Pinsels,

23 und 24 Abwandlungen von 22,

25, 26 und 27 Beispiele von Querschnitten eines Bündels von Borsten einer erfindungsgemäßen Auftrageinrichtung unter anderen,

28 und 29 Darstellungen von zwei Beispielen von Aufnahmen, in denen die Borsten des Pinsels befestigt sein können,

30 und 31 Darstellungen einer Möglichkeit der Befestigung der Borsten durch Verklammern auf der Stange der Auftrageinrichtung,

32 eine Darstellung einer anderen Art der Befestigung der Borsten auf der Stange der Auftrageinrichtung,

33 einen schematischen Axialschnitt einer Vorrichtung zum Auftragen und Verpacken eines Produkts für die Wimpern oder Augenbrauen,

34 eine Seitenansicht der Bürste gemäß dem Pfeil XXXIV von 33, die sehr schematisch das distale Ende der Bürste zeigt,

35 eine schematische Teilansicht, die Borsten zeigt, die zwischen den verdrillten Schenkeln des Kerns der Bürste von 33 ergriffen sind,

36 eine schematische Darstellung einer Abwandlung des Querschnitts der Bürste von 33,

37 bis 47 eine schematische Querschnittsdarstellung von möglichen Formen für die Umhüllende der Bürste unter anderen,

48 eine Darstellung der Möglichkeit, den Kern der Bürste exzentrisch anzuordnen,

49 eine schematische Ansicht eines doppelten Kerns, wobei die Borsten nicht dargestellt sind,

50 bis 66 Darstellungen von verschiedenen Beispielen von Borstenquerschnitten unter anderen,

67 bis 71 Darstellungen von Beispielen von Borstenendabschnitten, und

72 eine schematische Teildarstellung in einem Querschnitt einer Auftrageinrichtung mit gewellten Zähnen mit verschiedenen periodischen Motiven.

In 1 ist eine Vorrichtung 1 zum Verpacken und Auftragen eines Produkts auf die Nägel, beispielsweise einen Nagellack V dargestellt, wobei diese Vorrichtung 1 einen den Lack V enthaltenden Behälter 2 und eine Auftrageinrichtung 3 umfasst, die einen Pinsel bildet und eine gemäß einer Längsachse X geradlinige Stange 4 umfasst, die an einem Ende mit einem Borstenbündel 5 und am anderen Ende mit einem Greiforgan 10 versehen ist, das auch einen Stopfen zum Verschließen des Behälters 2 bildet.

Der Behälter 2 kann, wie dargestellt, eine beispielsweise metallische Kugel 6 umfassen, die es gestattet, den Lack V vor dem Auftrag zu homogenisieren, indem die Vorrichtung 1 geschüttelt wird.

Die Stange 4, die beispielsweise aus einem Kunststoff hergestellt ist, umfasst an ihrem oberen Ende einen Mantel 8, der ihre Befestigung in einer Aufnahme des Greiforgans 10 gestattet, wobei letzteres ausgebildet ist, um auf den Hals 11 des Behälters 2 aufgeschraubt zu werden. Ein Flansch 12 ist an der Basis des Mantels 8 vorgesehen, um an der oberen Kante des Halses 11 zum Anliegen zu kommen, wenn die Auftrageinrichtung auf dem Behälter 2 an ihrem Platz ist.

Die Stange 4 umfasst bei dem betrachteten Beispiel unter dem Flansch 12 einen konischen Teil 3, der zur Dichtheit des Verschlusses des Behälters 2 beitragen kann, wenn die Auftrageinrichtung 3 auf diesem an ihrem Platz ist. Die Abdichtung könnte auch durch ein Zusammenwirken von Flächen des Greiforgans 10 und des Halses 11 des Behälters erreicht werden.

Die Stange 4 umfasst ferner einen unteren Endteil 14, der mit einer Aufnahme 15 versehen ist, die in 1 nicht sichtbar ist, aber in 28 dargestellt ist und in deren Innerem die Borsten des Pinsels befestigt sind.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung umfasst das Borstenbündel 5 mindestens zwei gewellte Abschnitte mit verschiedenen Motiven.

In 2 ist ein gewellter Abschnitt 20 einer Borste dargestellt, der eine Vielzahl von identischen periodischen Motiven umfasst, genauer gesagt drei bei dem betrachteten Beispiel, wobei jedes sinusförmig ist. Jedes Motiv ist in 2 durch zwei vertikale unterbrochene Linien begrenzt. Eine Wellung kann einer Folge von mindestens einem vertieften Relief und einem vorstehenden Relief entsprechen.

Die Komponenten eines eine Wellung aufweisenden Motivs sind seine Form, seine Amplitude &agr; und seine räumliche Frequenz, d.h. die Anzahl von Motiven pro Borstenlängeneinheit.

Das Motiv kann anders als sinusförmig sein, beispielsweise sägezahnförmig, wie in 3 dargestellt. Insbesondere bei einem sägezahnförmigen Motiv beträgt die Amplitude &agr; beispielsweise zwischen 20 &mgr;m und 3 mm. Die räumliche Frequenz beträgt beispielsweise zwischen 1/24 und 1/4 Motiv pro Millimeter, wobei die Länge eines Motivs beispielsweise zwischen 1 und 24 mm oder auch zwischen 4 und 24 mm beträgt.

In 4 sind zwei gewellte Abschnitte 20 dargestellt, die Motive derselben Form, aber von verschiedenen Amplituden und räumlichen Frequenzen haben. Zwischen den gewellten Abschnitten sind Räume 21 gebildet, wobei diese Räume 21 es gestatten, durch Kapillarität Produkt zurückzuhalten, wenn der Benutzer die Auftrageinrichtung 3 aus dem Behälter 2 zieht.

Die gewellten Abschnitte 20 mit verschiedenen Motiven gestatten es, ein luftigeres Bündel 5 zu erhalten, das in der Lage ist, sich leicht mit Produkt zu laden.

Die gewellten Abschnitte 20 von 5 in Sägezahnform sind von derselben Amplitude, aber von verschiedenen räumlichen Frequenzen, was auch hier gestattet, Räume 21 zwischen den Borsten zu erhalten.

In 6 hat man zwei gewellte Abschnitte 20 dargestellt, deren einer sägezahnförmige Motive und deren anderer sinusförmige Motive besitzt.

Das Bündel 5 kann ausschließlich gewellte Borsten umfassen oder gemäß einer Abwandlung, wie in 7 dargestellt, auch geradlinige Borsten 23 umfassen.

Man kann die gewellten Abschnitte herstellen, indem man Fasern durch eine Düse mit kleinem Durchmesser extrudiert und indem man dann die Fasern mit profilierten Walzen beispielsweise in Form von Zahnrädern in Kontakt bringt.

Die Borsten ein und desselben Bündels können verschiedene Durchmesser haben, wie in 8 dargestellt ist.

9 zeigt im Querschnitt ein Bündel 5 mit Borsten von kleinem Durchmesser, beispielsweise 5/100 mm, und Borsten größeren Durchmessers, beispielsweise 40/100 mm.

Eine Borste kann einen gewellten Abschnitt 20 umfassen, der sich über die ganze Länge der Borste oder über nur einen Teil von ihr erstreckt, oder mehrere gewellte Abschnitte mit verschiedenen Motiven umfassen. Als Beispiel hat man in 10 zwei gewellte Abschnitte 20a und 20b derselben Borste jeweils mit Motiven derselben Form, und zwar Sinusform, dargestellt, jedoch mit verschiedenen Amplituden und räumlichen Frequenzen. Die Motive von zwei gewellten Abschnitten ein und derselben Borste können sich durch eine, zwei oder drei der Komponenten des Motivs unterscheiden, desgleichen die Motive von zwei zu zwei verschiedenen Borsten gehörenden gewellten Abschnitten.

11 zeigt ein und dieselbe Borste, die gleichzeitig einen geradlinigen Abschnitt und einen gewellten Abschnitt besitzt.

Eine Borste kann gewellt und gleichzeitig verdrillt sein. In 12 hat man eine Borste mit nicht kreisförmigem Querschnitt dargestellt, die eine Kapillarnut 22 umfasst, die man in 13 sehen kann. Die Borste ist so verdrillt, dass die Kapillarnut 22 längs der Borste eine Schraube bildet.

Ein periodisches Motiv kann eine Wellung aufweisen, wie oben beschrieben wurde, es kann jedoch auch aus einem Borstenabschnitt bestehen, der sich periodisch wiederholt. So kann das Motiv beispielsweise einem Borstenabschnitt entsprechen, der eine Einkerbung 100 umfasst, die die Borste in regelmäßigen Abständen markiert, wie in 14 dargestellt.

Ein periodisches Motiv kann auch aus einem Borstenabschnitt bestehen, der nacheinander Querschnitte 101 mit einem kleinen Durchmesser und Querschnitte 102 mit einem größeren Durchmesser besitzt, wie in 15 dargestellt ist.

In 16 besteht das periodische Motiv aus einer gewissen Verteilung der Teilchen 103 einer Charge, die sich im Wesentlichen in regelmäßigen Intervallen auf der Borste wiederholt.

Eine Borste kann natürlich einen Abschnitt umfassen, der gleichzeitig gewellt und mit Teilchen 103 einer Charge versehen ist, die in regelmäßigen Abständen angeordnet sind, wie in 17 dargestellt ist.

Zwei Borsten mit verschiedenen Motiven können, wie in 18 dargestellt ist, eine geradlinige Borste mit regelmäßigen Einkerbungen 100 und eine Borste mit einem gewellten Abschnitt 20 sein.

19 zeigt die Möglichkeit, in ein und derselben Auftrageinrichtung Borsten zu mischen, die jeweils gewellte Abschnitte umfassen, wobei einer von ihnen außerdem eine periodisch verteilte Charge umfasst.

20 zeigt die Möglichkeit, Borsten mit gewellten Abschnitten mit oder ohne Einkerbungen 100 zu mischen.

21 zeigt die Möglichkeit, Borsten mit gewellten Abschnitten und Einkerbungen zu mischen, die auf den Borsten verschieden angeordnet sind.

Die Länge der Borsten des Bündels 5 kann so gewählt sein, dass die freien Enden der Borsten im Wesentlichen in einer gemeinsamen, zur Längsachse X der Stange 4 senkrechten Ebene enthalten sind, wie in 22 dargestellt ist. Gemäß einer Abwandlung können die freien Enden der Borsten des Bündels 5 längs einer nicht ebenen Fläche C gelegen sein, die beispielsweise auf der der Stange 4 entgegengesetzten Seite konvex ist, wie in 23 dargestellt. Bei einer anderen Abwandlung, die in 24 dargestellt ist, können die freien Enden der Borsten des Bündels 5 im Wesentlichen längs einer Fläche gelegen sein, die sich zur Achse X der Stange schräg erstreckt.

Das Bündel 5 von Borsten kann im Querschnitt verschiedene Formen aufweisen. In 25 ist der Pinsel flach, wobei der Querschnitt des Bündels 5 im Wesentlichen rechteckig ist. In 26 ist der Pinsel. rund, wobei der Querschnitt des Bündels 5 kreisförmig ist, während in 27 der Querschnitt des Bündels 5 eine gekrümmte Form aufweist, um sich besser an die Form des Nagels anzuschmiegen.

Die das Bündel 5 aufnehmende Aufnahme 15 kann, wie in 28 dargestellt, einen konstanten Querschnitt besitzen, was beispielsweise gestattet, einen Pinsel zu erhalten, dessen Borsten relativ gedrängt sind. Indem man der Aufnahme 15 eine nach außen divergierende Form gibt, gestattet man den Borsten, sich mehr voneinander zu entfernen, um ein breiteres Borstenbündel zu bilden, wie in 29 dargestellt ist.

Die Länge l des Teils der Borsten, der sich außerhalb der Aufnahme 15 erstreckt, beträgt beispielsweise zwischen 5 und 20 mm.

Die Borsten des Bündels 5 können in der Aufnahme 15 durch Verklammern, Verkleben, Schmelzen oder Aufformen befestigt sein.

Die 30 und 31 zeigen die Befestigung des Bündels 5 in der Aufnahme 15 durch Verklammern mit Hilfe einer Klammer 30. Diese wird um die Zone herum aufgesteckt, die im Wesentlichen auf halber Länge des Borstenbündels 5 gelegen ist, und ihr Eindrücken in die Aufnahme 5 bewirkt das Zusammenfalten der Borsten, die nun am Rand der Aufnahme 15 in Anlage kommen. Die Klammer 30 wird in die Stange 4 der Auftrageinrichtung 3 unter Kraftaufwand eingesteckt.

Eine andere Art, das Bündel 5 in die Aufnahme 15 der Stange 4 einzusetzen, besteht darin, die Borsten mit Kleber zu bestreichen, wie in 32 dargestellt ist, und sie unter Kraftaufwand in die Stange 4 einzuführen, oder sie in dieser zu verklammern. Der Lack V enthält ein Lösungsmittel, das geeignet ist, den auf die Borsten aufgetragenen Klebstofffilm beim Eintauchen des Pinsels in dem in dem Behälter 2 enthaltenen Lack V aufzulösen.

Das Bündel 5 kann vor dem Kleberauftrag um eine Klammer zusammengefaltet werden, die für ihre Befestigung an der Stange 4 verwendet wird.

Eine andere Vorrichtung zum Verpacken und Auftragen eines Produkts gemäß der Erfindung ist in 33 dargestellt.

Diese Vorrichtung umfasst einen Behälter 40, der ein auf die Wimpern oder die Augenbrauen aufzutragendes Produkt P, beispielsweise Wimperntusche, enthält, und eine Auftrageinrichtung 41, die eine Stange 42 mit der Längsachse X umfasst, die an einem Ende 42a mit einer Bürste 43 und am entgegengesetzten Ende mit einem Greiforgan 44 versehen ist, das auch zum Verschließen des Behälters 40 dient. Dieser besitzt einen Hals 45, der außen mit Gewinde versehen ist, so dass er das Aufschrauben des Greiforgans 44 gestattet.

Ein Abstreiforgan 46 ist im Inneren des Halses 45 befestigt, um die Stange 42 und die Bürste 43 bei ihrem Austritt aus dem Behälter abzustreifen. Dieses Abstreiforgan 46 umfasst bei dem dargestellten Beispiel eine biegsame Lippe 47, die eine kreisförmige Öffnung bildet, deren Durchmesser im Wesentlichen dem der Stange 42 entspricht.

Die Erfindung ist natürlich nicht auf die Verwendung eines besonderen Abstreiforgans beschränkt, und andere Abstreiforgane können verwendet werden, beispielsweise Abstreiforgane, die einen Schaumstoffblock umfassen und/oder einen oder mehrere beflockte oder nicht beflockte Schlitze bilden.

Bei dem dargestellten Beispiel ist die Stange 42 geradlinig, sie könnte jedoch auch gekrümmt sein, ohne dass man den Rahmen der vorliegenden Erfindung verlässt.

Außerdem ist die Stange 42 als feststehend bezüglich des Greiforgans 44 dargestellt, sie könnte jedoch auch bezüglich dieses beispielsweise durch eine gelenkige Verbindung, insbesondere ein Kugelgelenk, beweglich sein.

Die Bürste 43 umfasst einen Kern 50, der aus zwei verdrillten Metallsträngen gebildet ist, wobei dieser Kern 50 an einem Ende in einer Aufnahme der Stange 42 befestigt ist, wobei er beispielsweise in diese Aufnahme unter Kraft eingeführt ist.

Die Bürste 43 umfasst ferner Borsten, die durch Verklemmen zwischen den verdrillten Strängen des Kerns 50 gehalten sind, wie man in 35 sehen kann. In 35 ist der Kern von der Seite dargestellt, wobei das proximale Ende der Bürste auf der linken Seite und ihr distales Ende auf der rechten Seite angeordnet ist, wobei die Bürste "linksverdrillt" genannt wird. Wenn der Kern linksverdrillt ist, bilden die Stränge des Kerns Windungen, die, wenn die Bürste vertikal mit ihrem in der Stange befestigten Ende, d.h. ihrem proximalen Ende, unten und ihrem freien Ende, d.h. dem distalen Ende, oben ist, von links nach rechts ansteigen. Die Vorteile, die sich aus einem linksverdrillten Kern ergeben, sind in dem Patent US 6 227 735 beschrieben. Die Erfindung ist auch auf die Bürsten anwendbar, die einen rechtsverdrillten Kern umfassen, und auf diejenigen, die nicht verdrillte Kerne umfassen, wobei die Borsten beispielsweise durch Prägen in dem Kern befestigt sind, wie in der europäischen Patentanmeldung EP-A-1 155 637 beschrieben ist, oder auch durch Verklammern an dem Kern oder durch Aufformen des Kerns auf die Borsten befestigt sind.

Die Borsten der Bürste 43 umfassen gewellte Abschnitte 20, die ähnlich einem von denjenigen sein können, die oben unter Bezugnahme auf die 2 bis 12 beschrieben wurden. Die Borsten der Bürste 43 können ferner periodische Motive umfassen, wie sie unter Bezugnahme auf die 14 bis 21 beschrieben wurden.

Die Bürste kann eine durch die freien Enden der Borsten definierte Hüllfläche mit kreisförmigem Querschnitt, wie in 34 dargestellt, oder nicht kreisförmigem Querschnitt aufweisen.

Als Beispiel hat man in 37 eine Hüllfläche mit einem polygonalen, beispielsweise dreieckigen Querschnitt dargestellt.

In den 38 bis 47 hat man noch andere mögliche Formen von Querschnitten für die Hüllfläche der Bürste dargestellt.

So zeigt 38 einen Querschnitt von quadratischer Form, 39 einen Querschnitt von fünfeckiger Form und 40 einen Querschnitt von hexagonaler Form. 41 zeigt einen Querschnitt von im Wesentlichen ovaler Form.

Die 42 und 43 veranschaulichen die Möglichkeit, die Bürste mit mindestens einer Einkerbung 55 herzustellen, die, wie dargestellt, nach außen konkav sein kann, wobei diese Einkerbung einen konstanten oder nicht konstanten Querschnitt besitzt, wenn man sich längs der Bürste bewegt. Die Einkerbung 55 kann auf einer Bürste mit kreisförmigem Querschnitt, wie in 42 dargestellt oder nicht kreisförmigem, beispielsweise dreieckigem Querschnitt, wie in 43 dargestellt, hergestellt sein. In diesem letztgenannten Fall kann die Einkerbung eine ganze Seite des Dreiecks bilden, wie dargestellt, wobei die Bürste nun eine konkave Seite aufweist.

44 zeigt die Möglichkeit, auf der Bürste mindestens eine im Wesentlichen ebene Facette 56 zu bilden.

45 zeigt die Möglichkeit, die Bürste mit mindestens einer Raste 57 zu bilden, und zwar im vorliegenden mit drei Rasten. 46 zeigt eine Ausführungsvariante einer Bürste mit zwei Rasten 57 und 47 entspricht einer Ausführungsvariante, die nur eine besitzt.

Die Bürste kann einen konstanten Querschnitt oder nicht konstanten Querschnitt und einen geradlinigen oder nicht geradlinigen Kern aufweisen.

Der Kern 50 kann bezüglich des Umrisses der Hüllfläche zentriert sein oder nicht, wenn die Bürste im Querschnitt betrachtet wird. Zur Veranschaulichung hat man in 48 eine Bürste dargestellt, deren Kern exzentrisch ist.

Man kann die Borsten der Bürste einer mechanischen Schlagbehandlung unterziehen oder die Bürste mit einem Bearbeitungsorgan in Kontakt bringen, das ein Heizelement aufweist, und die Bürste in Drehung versehen, um den Borsten der Bürste eine bleibende Verformung zu verleihen, wie in 36 dargestellt.

Die Drehung kann in beiden Richtungen durchgeführt werden, und zwar insbesondere gegebenenfalls in der Richtung, die zu der entgegengesetzt ist, in der der Kern verdrillt wurde.

Man kann den Kern auch anders ausführen, beispielsweise einen doppelten Kern verwenden, der von zwei Einzelkernen 50' und 50'' gebildet wird, die miteinander verdrillt sind, wie in 49 dargestellt ist. Jeder Einzelkern 50', 50'' dieser Figur umfasst zwei zusammen verdrillte Stränge, die die Borsten einklemmen.

Man kann zur Herstellung des Kerns umhüllte oder nicht umhüllte metallische Stränge mit kreisförmigem oder nicht kreisförmigem Querschnitt verwenden.

Die verwendeten Borsten können verschiedene nicht kreisförmige Querschnitte aufweisen.

Man kann insbesondere Borsten verwenden, die im Querschnitt eine der in den 50 bis 66 schematisch dargestellten Formen aufweisen, beispielsweise eine Kreisform mit einer Abflachung wie in 50, abgeflacht wie in 51, sternförmig, beispielsweise kreuzförmig, wie in 52 oder mit drei Schenkeln wie in 53, U-förmig wie in 54, H-förmig wie in 55, T-förmig wie in 56, V-förmig wie in 57, eine ausgesparte, beispielsweise kreisförmige wie in 58, oder polygonale, insbesondere quadratische Form wie in 59, Verzweigungen beispielsweise in Form von Schneeflocken bildend wie in 60, einen polygonalen, beispielsweise dreieckigen Querschnitt wie in 61, quadratisch wie in 62, oder sechseckig wie in 63, eine langgestreckte Form, insbesondere eine Linsenform, wie in 64 oder eine Sanduhrform, wie in 65.

Man kann auch Borsten verwenden, die aneinander angelenkte Teile besitzen, wie in 66 dargestellt ist.

Die Borsten können gegebenenfalls einer Behandlung unterzogen werden, die dazu bestimmt ist, an ihrem Ende eine Kugel 61 (wie in 67 dargestellt) oder Gabeln 62 (wie in 68 dargestellt) oder eine zugespitzte Spitze (wie in 69 dargestellt) zu bilden.

Man kann auch beflockte Borsten verwenden, wie in 70 dargestellt, oder auch Borsten, die durch Extrusion von Kunststoff hergestellt sind, der eine Charge von Teilchen 63 umfasst, um der Oberfläche der Borsten ein Mikrorelief zu verleihen, wie in 71 dargestellt, oder um ihnen magnetische oder andere Eigenschaften zu verleihen.

Die Borsten können auch aus einem Werkstoff hergestellt sein, der das Gleiten begünstigende Eigenschaften besitzt.

Die Borsten können aus Kunststoffen hergestellt sein, die beispielsweise aus Polyethylen, Polyamiden, insbesondere PA6, PA6/6, PA6/10 oder PA6/12, PA11, insbesondere RILSAN®, einem Polymer HYTREL-PEBAX und anderen thermoplastischen Polymeren ausgewählt sind.

Die Erfindung ist natürlich nicht auf die beschriebenen Beispiele begrenzt. Man kann insbesondere Ausführungsmerkmale der verschiedenen oben beschriebenen Beispiele miteinander kombinieren.

Die Auftrageinrichtung kann drei oder mehr Einheiten von gewellten Abschnitten umfassen, die sich durch ihr Motiv und/oder ihren Durchmesser und/oder ihre Länge unterscheiden.

Ein Motiv eines gewellten Abschnitts kann eine nicht sinusförmige gewellte Form besitzen, die von einer Sägezahnform verschieden ist und allgemein durch jede beliebige periodische Funktion beschrieben wird. Ein Motiv eines gewellten Abschnitts kann auf diese Weise beispielsweise eine allgemeine Zinnenform besitzen.

Die Auftrageinrichtung kann Auftragelemente umfassen, die nicht gewellte Borsten, sondern Zähne sind, wie in 72 dargestellt, wobei zwei gewellte Zähne 110 verschiedene periodische Motive besitzen. Diese Zähne 110 können durch Gießen von Kunststoff insbesondere mit einem Träger 111 ausgeführt sein. Der Werkstoff des Trägers und derjenige der Zähne kann identisch sein oder nicht.

In der gesamten Beschreibung einschließlich der Ansprüche muss der Ausdruck "umfassend ein" als Synonym von "umfassend mindestens ein" verstanden werden, außer wenn das Gegenteil angegeben wird.


Anspruch[de]
Auftrageinrichtung (3; 41) für ein kosmetisches Produkt, insbesondere Nagellack (V) oder Wimperntusche (P), umfassend mindestens zwei Auftragelemente, die jeweils mindestens ein mindestens eine Wellung aufweisendes periodisches Motiv umfassen, wobei mindestens zwei periodische Motive verschieden sind. Auftrageinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auftragelemente Borsten sind. Auftrageinrichtung für ein kosmetisches Produkt, insbesondere Nagellack oder Wimperntusche, umfassend mindestens zwei Borsten, die jeweils mindestens ein periodisches Motiv umfassen, wobei mindestens zwei periodische Motive verschieden sind. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden verschiedenen periodischen Motive zu zwei verschiedenen Borsten gehören. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden verschiedenen periodischen Motive zu ein und derselben Borste gehören. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden verschiedenen periodischen Motive Wellungen von verschiedenen Formen aufweisen. Auftrageinrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eines der periodischen Motive ein Sägezahnform, das andere eine Sinuskurvenform hat. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden verschiedenen periodischen Motive Wellungen von verschiedenen Amplituden (&agr;) aufweisen. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden verschiedenen periodischen Motive Wellungen von verschiedenen räumlichen Frequenzen aufweisen. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwischen 1 und 99%, besser zwischen 20 und 80% und noch besser zwischen 30 und 60% Borsten umfasst, die ein und dasselbe periodische Motiv umfassen. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens zwei Borsten mit verschiedenen Durchmessern umfasst. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein Borste umfasst, die mindestens einen geradlinigen Abschnitt umfasst. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Borsten periodische Motive auf ihrer ganzen Länge umfasst. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens zwei Borsten von verschiedenen Längen umfasst. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens eine verdrillte Borste umfasst. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens eine Borste umfasst, die einen kreisförmigen Querschnitt aufweist. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens eine Borste umfasst, die einen nicht kreisförmigen Querschnitt aufweist. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens eine Borste umfasst, die einen hohlen Querschnitt aufweist. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens eine Borste umfasst, die einen vollen Querschnitt aufweist. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Borsten zwischen 5/100 und 40/100 beträgt. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten aus einem thermoplastischen Material, insbesondere thermoplastischem Elastomer, hergestellt sind. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Borste aus Naturfaser besteht. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass sie Borsten von verschiedenen Naturen umfasst. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Bürste (43), insbesondere eine Wimperntuschebürste, umfasst. Auftrageinrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürste (43) einen verdrillten Kern (50) umfasst und dass die Borsten von dem Kern (50) getragen sind. Auftrageinrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürste eine Reihe von Borsten umfasst, die durch Verkleben, Verklammern oder Aufformen oder Prägen eines Halters befestigt sind. Auftrageinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Pinsel, insbesondere einen Pinsel (5) für Nagellack (V), bildet. Auftrageinrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Stange (4) umfasst und dass die Borsten in einer Aufnahme (15) eines Endabschnitts (14) der Stange insbesondere durch Verkleben, Verklammern oder Aufformen befestigt sind. Auftrageinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auftragelemente Zähne umfassen. Vorrichtung (1) zum Verpacken und Auftragen eines Produkts auf die Nägel, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Behälter (2), der das aufzutragenden Produkt enthält, und eine Auftrageinrichtung (3) umfasst, wie sie in einem der Ansprüche 1 bis 23 und 28 definiert ist. Vorrichtung zum Verpacken und zum Auftragen eines Produkts auf die Wimpern oder Augenbrauen, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Behälter (40), der das aufzutragende Produkt enthält, und eine Auftrageinrichtung (41) umfasst, wie sie in einem der Ansprüche 1 bis 26 und 29 definiert ist. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Organ (46) zum Abstreifen der Auftrageinrichtung (41) umfasst.






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