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Dokumentenidentifikation DE19716024B4 18.01.2007
Titel Metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage
Anmelder ABB Schweiz AG, Baden, CH
Erfinder Heil, Franz, Baden-Rütihof, CH;
Tecchio, Piero, Oberrohrdorf, CH
Vertreter Zimmermann & Partner, 80331 München
DE-Anmeldedatum 17.04.1997
DE-Aktenzeichen 19716024
Offenlegungstag 22.10.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.01.2007
IPC-Hauptklasse H02B 13/035(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H01H 33/53(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H02B 5/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die Erfindung geht aus von einer metallgekapselten gasisolierten Schaltanlage gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder dem Oberbegriff des Anspruchs 2.

Aus der Druckschrift Nr. CH-A 161 312 F der Firma Brown, Boveri und Cie. sind einphasig metallgekapselte gasisolierte Schaltanlagen bekannt, die nach einer der verschiedenen Standard-Anlagenschaltungen aufgebaut sind. Standard-Anlagenschaltungen sind beispielsweise die Einfachsammelschienenanordnung, die Einfachsammelschiene mit Hilfsschiene, die 1S-Schalter-Anordnung, die Ringschaltung, die Doppelschalteranordnung, die verschiedenen Anordnungen mit Doppelsammelschienen, usw.. Eine 1S-Schalter-Anordnung mit oben liegenden Sammelschienen ist mit sehr stark versetzt angeordneten Leistungsschaltern realisiert worden. In der 54 dieser Druckschrift ist diese Anordnung dargestellt. Die drei waagrecht angeordneten Leistungsschalter, die pro Phase benötigt werden, sind hier separat und mit vergleichsweise grossem Abstand von der benachbarten Phase angeordnet. Die zwei Sammelschienensysteme liegen in einem Bereich oberhalb der Leistungsschalteranschlüsse in einer Ebene parallel zur Fundamentoberfläche, sie weisen einen grossen Zwischenraum auf, der nicht nutzbar ist. Eine derartige metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage weist einen vergleichsweise grossen Platzbedarf auf und ist deshalb in dieser Ausführung für den Einbau in ein Gebäude nur bedingt geeignet. Die Sammelschienen sind vergleichsweise hoch angeordnet, sodass aufwendige und lange metallgekapselte Verbindungsstücke für die elektrischen Verbindungen zwischen den Sammelschienen und den jeweils zugeordneten Leistungsschaltern vorgesehen werden müssen.

Aus der Druckschrift Brown Boveri Technik 9-86, Seiten 488 bis 497, Bild 5, ist eine metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage bekannt, die waagrecht in einer Reihe fluchtend nebeneinander angeordnete Leistungsschalter und oberhalb der elektrischen Anschlüsse der Leistungsschalter liegende Sammelschienensysteme aufweist. Diese Sammelschienensysteme liegen in einem Bereich weit oberhalb und zum Teil ausserhalb des durch die senkrecht nach oben führenden elektrischen Anschlüsse des Leistungsschalters abgegrenzten Bereichs, sodass diese den Raum für diese Sammelschienensysteme nicht begrenzen können, deshalb wird für diese Anordnung ein vergleichsweise grosses Bauvolumen benötigt. Auch hier sind aufwendige metallgekapselte Verbindungsstücke für die elektrischen Verbindungen zwischen den Sammelschienen und den jeweils zugeordneten Leistungsschaltern nötig.

Derartige metallgekapselte gasisolierte Schaltanlagen benötigen wegen der vorgegebenen Geometrie vergleichsweise viel Platz. Die vergleichsweise langen Verbindungsstücke zu den Sammelschienen verteuern zudem die Schaltanlage.

In der DE 2047 502 A wird eine metallgekapselte, druckgasisolierte Hochspannungsschaltanlage offenbart. Darin werden Bauteile der Schaltanlage mit gleichen Teilungsmassen und mit gleichen Anschlussflanschen ausgestattet, um ein besseres Mass an Kompatibilität der Komponenten der gasisolierten Schaltanlage zu erreichen.

In der DE 44 38 776 C1 wird ebenfalls eine metallgekapselte elektrische Hochspannungsschaltanlage mit einem Leistungsschalter offenbart. Dort werden elektrische Steckverbindungen zwischen Komponenten der Schaltanlage gezeigt.

In der EP 0744 803 A2 wird ein kompakter Trenner für eine metallgekapselte gasisolierte Hochspannungsschaltanlage offenbart. Der Trenner weist abgewinkelte Stromzuleitungen auf und ist in einem weitgehend symmetrisch ausgebildeten Gehäuse angeordnet.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Die Erfindung, wie sie in den unabhängigen Ansprüchen gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, eine metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage zu schaffen, die so ausgebildet ist, dass sie einen wesentlich kleineren Platzbedarf hat.

Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind darin zu sehen, dass die bei konventionellen gasisolierten Schaltanlagen nötigen verschiedenen Verbindungsgehäuse durch die modulare Bauweise der Schaltanlage vereinheitlicht werden. Insbesondere wirkt es sich vorteilhaft aus, dass die benötigte Bauhöhe der Schaltanlage generell kleiner ist, als bei konventionellen Schaltanlagen. Die metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage ist vergleichsweise sehr kompakt aufgebaut, was sich bezüglich Erdbebensicherheit besonders vorteilhaft auswirkt. Die dreiphasigen Transporteinheiten dieser Schaltanlage können vorteilhaft klein ausgeführt werden, sodass keine Spezialfahrzeuge für ihren Transport nötig sind. Infolge des Wegfallens dieser verschiedenen Verbindungsgehäuse wird eine dichtere Packung der in der gasisolierten Schaltanlage installierten Apparate möglich.

Die Leistungsschalter können gegeneinander um ein Modulmass M versetzt nebeneinander angeordnet werden, zudem ist es möglich, die im Leistungsschalter eingesetzten Löschkammern sowohl antriebsseitig als auch auf der dem Antrieb abgewandten Stirnseite des Leistungsschalterkessels für Revisionen zu demontieren bzw. zu montieren. Es ist demnach möglich, den Bedienungsgang für diese Schaltanlage entweder auf der Antriebsseite des Leistungsschalters oder auf der dem Antrieb abgewandten Seite des Leistungsschalters vorzusehen. Die erfindungsgemässe metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage bietet demnach eine Vielfalt von Ausgestaltungsmöglichkeiten und sehr flexible Einbaumöglichkeiten in Gebäude, sodass, den jeweiligen Kundenwünschen entsprechend, stets eine vom Preis und Platzbedarf her optimale Schaltanlage verfügbar ist.

Die Ausführung mit um ein Modulmass M versetzt angeordneten Leistungsschaltern stellt eine besonders wirtschaftliche Lösung dar.

Die weiteren Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstände der abhängigen Ansprüche.

Die Erfindung, ihre Weiterbildung und die damit erzielbaren Vorteile werden nachstehend anhand der Zeichnung, welche lediglich einen möglichen Ausführungsweg darstellt, näher erläutert.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG

Es zeigen:

1 eine vereinfachte perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform eines als Abgangsfeld ausgelegten Schaltfeldes der metallgekapselten gasisolierten Schaltanlage,

1a eine vereinfachte Seitenansicht des Schaltfeldes gemäss 1,

1b eine vereinfachte Ansicht des Schaltfeldes gemäss 1 von der Antriebsseite her,

1c eine vereinfachte Draufsicht auf das Schaltfeld gemäss 1,

2 die schematisch dargestellte Anordnung der Sammelschienen und der Leistungsschalter im Schaltfeld gemäss 1,

3 eine vereinfachte perspektivische Darstellung einer Ausführungsform eines als Kuppelfeld für die Längskupplung von Sammelschienen ausgelegten Schaltfeldes der metallgekapselten gasisolierten Schaltanlage,

3a eine vereinfachte Seitenansicht des Kuppelfeldes gemäss 3,

3b eine vereinfachte Ansicht des Kuppelfeldes gemäss 3 von der Antriebsseite her,

3c eine vereinfachte Draufsicht auf das Kuppelfeld gemäss 3,

4 eine vereinfachte perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer aus drei Schaltfeldern zusammengesetzten 1S-Schalter-Anordnung,

4a eine vereinfachte Seitenansicht der 1S-Schalter-Anordnung gemäss 4,

4b eine vereinfachte Ansicht der 1S-Schalter-Anordnung gemäss 4 von der Antriebsseite her,

4c eine vereinfachte Draufsicht auf die 1S-Schalter-Anordnung gemäss 4,

Bei allen Figuren sind gleich wirkende Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen. Alle für das unmittelbare Verständnis der Erfindung nicht erforderlichen Elemente sind nicht dargestellt bzw. nicht beschrieben.

WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG

Die 1 zeigt eine vereinfachte perspektivische Darstellung eines als Abgangsfeld ausgelegten Schaltfelds der einphasig metallgekapselten gasisolierten Schaltanlage, und die 1a zeigt eine vereinfachte Seitenansicht dieses Schaltfeldes. Die Innenräume der Schaltanlage sind mit einem isolierenden Medium, beispielsweise mit SF6-Gas, gefüllt, welches mit etwa 5 bis 6 bar Druck beaufschlagt ist. Bei dieser Ausführungsform des Schaltfelds sind die drei Leistungsschalter 1, 2, 3 waagrecht und parallel zueinander unmittelbar nebeneinander angeordnet. Die Leistungsschalter 1, 2, 3 weisen jeweils eine Längsachse 4, 5, 6 auf, wobei die Längsachse 4 dem Leistungsschalter 1, die Längsachse 5. dem Leistungsschalter 2 und die Längsachse 6 dem Leistungsschalter 3 zugeordnet ist. Jeder der Leistungsschalter 1, 2, 3 ist mit einem separaten Antrieb 7 versehen. Die Längsachsen 4, 5, 6 liegen hier in einer ersten Ebene, welche parallel zu der Fundamentoberfläche 8, auf der die Leistungsschalter 1, 2, 3 befestigt sind, angeordnet ist. Diese erste Ebene kann ohne weiteres, wenn dies erforderlich sein sollte, auch senkrecht zur Fundamentoberfläche 8 angeordnet werden.

Die Leistungsschalter 1, 2, 3 sind in axialer Richtung versetzt um ein Modulmass M angeordnet. Dieses Modulmass M entspricht genau dem Achsabstand s der Sammelschienen 9, 10, 11, die in einer durch eine strichpunktierte Linie 12 angedeuteten zweiten Ebene plaziert sind. Diese zweite Ebene ist parallel zur ersten Ebene angeordnet. Die Sammelschienen 9, 10, 11 weisen, wie aus der Draufsicht der 1c ersichtlich ist, parallel zueinander und senkrecht zu den Längsachsen 4, 5, 6 verlaufende Achsen 13, 14, 15 auf, wobei die Achse 13 der Sammelschiene 9, die Achse 14 der Sammelschiene 10 und die Achse 15 der Sammelschiene 11 zugeordnet ist.

Die Leistungsschalter 1, 2, 3 weisen auf der Antriebsseite einen senkrecht nach oben gerichteten Anschlussstutzen 16, 17, 18 auf, wie dies aus der 1b ersichtlich ist, wobei der Anschlussstutzen 16 dem Leistungsschalter 1, der Anschlussstutzen 17 dem Leistungsschalter 2 und der Anschlussstutzen 18 dem Leistungsschalter 3 zugeordnet ist. Auf diese Anschlussstutzen 16, 17, 18 ist jeweils ein universell einsetzbares Verbindungselement 19 druckdicht aufgeflanscht.

Das Verbindungselement 19, welches in der 10 vereinfacht dargestellt ist, ist aus dem in der Patentanmeldung EP 0 744 803 A2 beschriebenen Gehäuse hervorgegangen, es braucht deshalb hier nicht näher beschrieben zu werden. Es bietet nach wie vor die in der erwähnten Patentanmeldung beschriebenen Einbaumöglichkeiten für verschiedene Trennervarianten. In dem neu angefügten Verlängerungsteil 20, welches symmetrisch zu einer Längsachse 21 angeordnet ist, sind nicht dargestellte Einbaumöglichkeiten für Erder, Berstscheiben, Sensoren usw. vorgesehen. Senkrecht zur Längsachse 21 ist eine Querachse 21a vorgesehen. Die Längsachse 21 des Verbindungselements 19 fällt mit den jeweiligen Längsachsen 22, 23, 24 der antriebsseitigen Anschlussstutzen 16, 17, 18 der Leistungsschalter 1, 2, 3 zusammen. Die Längsachse 22 ist dem Anschlussstutzen 16, die Längsachse 23 ist dem Anschlussstutzen 17 und die Längsachse 24 ist dem Anschlussstutzen 18 zugeordnet. Die Sammelschienen 9, 10, 11 führen durch das jeweilige Verbindungselement 19 hindurch, wobei in einem Innenraum 19a des Verbindungselements 19 ein Abzweigtrenner angeordnet ist, der die elektrische Verbindung von den Sammelschienen 9, 10, 11 zum jeweilig zugeordneten Leistungsschalter 1, 2, 3 unterbrechen kann. Die obere Öffnung 19b der Verbindungselemente 19 ist hier mit einem Deckel druckdicht abgeschlossen, der den Antrieb des im Innenraum 19a angeordneten Abzweigtrenners trägt.

Die Länge des Verbindungselements 19 in Richtung der Längsachse 21 beträgt das 1,5-fache des Modulmasses M zwischen den Mitten der dichtenden Flanschzwischenlagen, die Breite des Verbindungselements 19 in Richtung der Querachse 21a senkrecht zur Längsachse 21 entspricht dem Modulmass M bis zu den Mitten der Isolatorflansche. Diese Isolatorflansche sind gleich dick ausgeführt wie die dichtenden Flanschzwischenlagen.

Die Leistungsschalter 1, 2, 3 weisen auf der dem Antrieb abgewandten Seite einen senkrecht nach oben gerichteten Anschlussstutzen 25, 26, 27 auf, wie dies aus der 1a ersichtlich ist, wobei der Anschlussstutzen 25 dem Leistungsschalter 1, der Anschlussstutzen 26 dem Leistungsschalter 2 und der Anschlussstutzen 27 dem Leistungsschalter 3 zugeordnet ist. Dem Anschlussstutzen 25 ist eine Längsachse 28, dem Anschlussstutzen 26 ist eine Längsachse 29 und dem Anschlussstutzen 27 ist eine Längsachse 30 zugeordnet.

An die Anschlussstutzen 25, 26, 27 ist hier jeweils ein Zwischenstück 31 angeflanscht. Das Zwischenstück 31 kann beispielsweise Sensoren, wie beispielsweise Stromsensoren, enthalten. Das Zwischenstück 31 weist eine Baulänge auf, die dem 0,5-fachen Modulmass M entspricht. Auf die Zwischenstücke 31 ist jeweils ein Verbindungselement 19 so aufgesetzt, dass seine Längsachse 21 mit den Längsachsen 28, 29, 30 zusammenfällt. In diese Verbindungselemente 19 ist ein Längstrenner eingebaut, der die elektrische Verbindung zwischen einem Abgang und dem jeweils zugeordneten Leistungsschalter 1, 2, 3 unterbrechen kann. Auf die obere Öffnung 19b des Verbindungselements 19 ist hier ein Zwischenrohr 32 druckdicht aufgesetzt. Das Zwischenrohr 32 weist eine Baulänge auf, die dem einfachen Modulmass M entspricht. Auf das Zwischenrohr 32 ist ein weiteres Verbindungselement 19 aufgebaut, allerdings so, dass die Querachse 21a mit der jeweiligen Längsachse 28, 29, 30 zusammenfällt. Die Längsachse 21 dieser Verbindungselemente 19 fällt mit den in einer dritten Ebene liegenden Längsachsen 33, 34, 35 von Abgängen 36, 37, 38 zusammen. Die 1 zeigt die Abgänge 36, 37, 38 parallel zueinander angeordnet, wenn jedoch beispielsweise die Enden der Abgänge 36, 37, 38 mit Hochspannungsdurchführungen für einen Übergang in eine Hochspannungs-Freileitung versehen werden, so müssen die Abgänge 36, 37, 38 auf gespreizt werden, um an deren Ende die nötigen Spannungsabstände für die Freileitung zu erreichen. Dieses Aufspreizen der Abgänge 36, 37, 38 wird durch ein einfaches Verdrehen der Zwischenrohre 32 erreicht.

Auf die oberen Öffnungen der oben quer liegenden Verbindungselemente 19 könnte hier noch eine dreiphasige Hilfssammelschiene aufgesetzt werden, wenn in diese Verbindungselemente 19 jeweils ein Winkeltrenner für das Zuschalten dieser Hilfssammelschiene eingebaut würde. Die Aktivteile, die im Innern der erwähnten Metallkapselung stets für die elektrischen Verbindungen stets vorhanden sind, werden hier nicht näher beschrieben.

Die 2 zeigt die schematisch dargestellte Anordnung der Sammelschienen 9, 10, 11 und der im Zusammenhang mit der Anordnung der Leistungsschalter 1, 2, 3 wichtigen Längsachsen im Schaltfeld gemäss 1 bzw. 1a. Die Längsachsen 4, 5, 6 der Leistungsschalter 1, 2, 3 liegen in einer ersten Ebene parallel zu der Fundamentoberfläche 8. Die Längsachsen 22 und 28 der Anschlüsse des Leistungsschalters 1 sind hier im Ausführungsbeispiel im Abstand L1 angeordnet. Die Längsachsen 23 und 29 der Anschlüsse des Leistungsschalters 2 sind hier im Ausführungsbeispiel im Abstand L2 angeordnet. Die Längsachsen 24 und 30 der Anschlüsse des Leistungsschalters 3 sind hier im Ausführungsbeispiel im Abstand L3 angeordnet. Die drei Abstände L1, L2, L3 sind jedoch, bedingt durch die gleichmässige Versetzung der Leistungsschalter 1, 2, 3 gleich gross, nämlich jeweils entsprechend dem 3,5-fachen Achsabstand s der Sammelschienen oder entsprechend dem 3,5-fachen Modulmass M.

Der U-förmig ausgebildete Bereich zwischen den Längsachsen 22, 4 und 28 oberhalb des Leistungsschalters 1 mit der Breite 3,5 M, reicht aus, um alle drei Sammelschienen 9, 10, 11 aufzunehmen, wobei der Querschnitt der Sammelschiene 9 nur zur Hälfte in diesem Bereich liegt. Der U-förmig ausgebildete Bereich zwischen den Längsachsen 23, 5 und 29 oberhalb des Leistungsschalters 2 mit der Breite 3,5 M, nimmt lediglich noch zwei Sammelschienen 10 und 11 auf, wobei der Querschnitt der Sammelschiene 10 nur zur Hälfte in diesem Bereich liegt, wie dies aus der 1c deutlich ersichtlich ist. Die Sammelschiene 9 führt beim Leistungsschalter 2 bereits ausserhalb des angegebenen Bereichs vorbei. Der U-förmig ausgebildete Bereich zwischen den Längsachsen 24, 6 und 30 oberhalb des Leistungsschalters 3 mit der Breite 3,5 M, nimmt lediglich noch eine Sammelschiene 11 zum Teil auf, wobei der Querschnitt der Sammelschiene 11 nur zur Hälfte in diesem Bereich liegt, wie dies aus der 1c deutlich ersichtlich ist. Die Sammelschienen 9 und 10 führen beim Leistungsschalter 3 bereits ausserhalb des angegebenen Bereichs vorbei. Eigentlich würden für die Montage der Sammelschienen 9, 10, 11 U-förmige Bereiche mit 3 M Breite genügen, gewählt wurde jedoch eine Breite von 3,5 M.

Diese waagrechte Anordnung der Sammelschienen 9, 10, 11 erlaubt es, diese Sammelschienen vergleichsweise geringem Abstand von der Fundamentoberfläche 8 anzuordnen, sodass bei mechanischen und bei elektrodynamischen Stossbelastungen mechanisch angeregte Schwingungen nur in geringem Umfang auftreten können. Der Abgangsteil auf der dem Antrieb 7 abgewandten Seite der Leistungsschalter 1, 2, 3 ist ebenfalls vergleichsweise niedrig ausgeführt, sodass der Schwerpunkt des gesamten Schaltfelds niedrig liegt, was sich bei Erdbebenbelastungen besonders vorteilhaft auswirkt. Dieses mit einer Einfachsammelschiene ausgerüstete Schaltfeld ist besonders kompakt ausgeführt, sodass sich vorteilhaft kleine Transporteinheiten ergeben.

Die 3, 3a, 3b und 3c zeigen eine vereinfachte Darstellung einer Ausführungsform eines als Kuppelfeld für die Längskupplung von Sammelschienen ausgelegten Schaltfeldes der metallgekapselten gasisolierten Schaltanlage. Dieses Kuppelfeld ist ebenfalls sehr kompakt ausgeführt. Die vereinfachte Draufsicht auf das Kuppelfeld in 3c zeigt die Achsen 13, 14, 15 der nicht dargestellten, von links an dieses Kuppelfeld angeschlossenen Sammelschienen. Jede der Sammelschienen ist elektrisch leitend antriebsseitig mit dem zugeordneten Leistungsschalter verbunden, wobei hierfür jeweils ein Verbindungselement 19 und ein Zwischenstück 31 eingesetzt wird. Auf der dem Antrieb 7 abgewandten Seite geht die Strombahn weiter, ebenfalls jeweils durch ein Zwischenstück 31 und ein Verbindungselement 19. In der Höhe der durch die strichpunktierte Linie 12 angedeuteten zweiten Ebene in der die Achsen 13, 14, 15 der Sammelschienen liegen, biegt die Strombahn um in eine Richtung parallel zu den Achsen 13, 14, 15 und danach in eine Richtung senkrecht zur zweiten Ebene. Verbindungsschienen 39, 40, 41 die in einer durch eine strichpunktierte Linie 42 angedeuteten weiteren Ebene über den Sammelschienen liegen, kontaktieren von oben die entsprechenden Sammelschienen, die entlang den Achsen 13, 14, 15 nach rechts vom Kuppelfeld weg führen. Die weitere Ebene liegt um das Modulmass M oberhalb der Sammelschienen. Zwischen den Kapselungen der ankommenden Sammelschienen und den Kapselungen der in der gleichen Ebene liegenden wegführenden Sammelschienen verbleiben sichtbare Zwischenräume 43, 44, 45, siehe 3c. Dieses Kuppelfeld für die Längskupplung von Sammelschienen zeichnet sich durch eine besonders geringe Bauhöhe aus.

Die 4, 4a, 4b und 4c zeigen eine vereinfachte Darstellung einer ersten Ausführungsform einer aus drei Schaltfeldern, nämlich aus zwei Abgangsfeldern 46 und 47 und einem zwischen ihnen angeordneten Kuppelfeld 48 zusammengesetzten 1S-Schalter-Anordnung. Die beiden durchgehenden Sammelschienensysteme 49 und 50 liegen oberhalb der Ebene für die Abgänge, aber innerhalb der U-förmigen Bereiche über den Leistungsschaltern, ähnlich wie im Zusammenhang mit 2 beschrieben. Die Achsabstände sind gleich wie bei der 2. Die Leistungsschalter 1, 2, 3 sind dem Abgangsfeld 46 zugeordnet, die Leistungsschalter 1a, 2a, 3a sind dem Kuppelfeld 48 zugeordnet, die Leistungsschalter 1b, 2b, 3b sind dem zweiten Abgangsfeld 47 zugeordnet. Die jeweils pro Schaltfeld drei Leistungsschalter sind versetzt zueinander angeordnet, wie dies bei den voranstehenden Ausführungsbeispielen beschrieben ist. Diese 1S-Schalter-Anordnung ist besonders kompakt und platzsparend aufgebaut worden.

Die weiteren Ausführungsbeispiele betreffen Schaltfelder bei denen die Leistungsschalter 1, 2, 3 gleich aufgebaut sind, wie dies bereits beschrieben wurde, sie sind jetzt allerdings in einer Reihe fluchtend unmittelbar nebeneinander aufgestellt. Auch diese Aufstellungsvariante bietet, wie die Aufstellung mit versetzt angeordneten Leistungsschaltern, eine Vielzahl von günstigen Aufbauvarianten für Schaltfelder.

Die hier beschriebenen Schaltfelder mit versetzt angeordneten Leistungsschaltern sind ab der Oberkante der Anschlussstutzen 16, 17, 18 und der Anschlussstutzen 25, 26, 27 nach oben hin konsequent modular in einem Raster mit dem Modulmass M aufgebaut. Auf diese Art gelingt es, die Anzahl der nötigen Verbindungsteile vorteilhaft zu minimieren, was die Lagerhaltung und die Lagerbewirtschaftung wesentlich vereinfacht. Das Modulmass M ist so gewählt, dass die Bauhöhe der Schaltfelder deutlich kleiner ist als bei herkömmlichen Anordnungen. Die Gleichsetzung des Modulmasses M mit dem Achsabstand s der Sammelschienen ermöglicht besonders platzsparende Anordnungen für Schaltfelder, wie die beschriebenen Ausführungsbeispiele zeigen. Der Abstand zwischen benachbarten Leistungsschaltern kann, aber muss nicht in das modulare Raster passen.

Durch die beiden Aufstellungsvarianten für die Leistungsschalter wird die Anzahl der möglichen Schaltfeldausführungen vorteilhaft erhöht, sodass jeweils die den baulichen und finanziellen Gegebenheiten am besten entsprechende Ausführung ausgewählt werden kann. Eine derartige vorteilhafte Flexibilität erleichtert die Projektierung von metallgekapselten gasisolierten Schaltanlagen wesentlich. Ferner wirkt es sich vorteilhaft aus, dass die Schaltfelder sehr kompakt ausgebildet sind, was sowohl im Hinblick auf Erdbebensicherheit als auch im Hinblick auf kleine Transporteinheiten sehr positiv ist.

1, 2, 3
Leistungsschalter
4, 5, 6
Langsachse
7
Antrieb
8
Fundamentoberfläche
9, 10, 11
Sammelschienen
12
strichpunktierte Linie
13, 14, 15
Achsen
16, 17, 18
Anschlussstutzen
19
Verbindungselement
19a
Innenraum
19b, 19c
Öffnung
20
Verlängerungsteil
21
Längsachse
21a
Querachse
22, 23, 24
Längsachsen
25, 26, 27
Anschlussstutzen
28, 29, 30
Längsachsen
31
Zwischenstück
32
Zwischenrohr
33, 34, 35
Längsachsen
36, 37, 38
Abgänge
39, 40, 41
Verbindungsschienen
42
strichpunktierte Linie
43, 44, 45
Zwischenräume
46, 47
Abgangsfelder
48
Kuppelfeld
49, 50
Sammelschienensysteme
s
Achsabstand der Sammelschiene
M
Modulmass


Anspruch[de]
Einphasig metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage mit mindestens einem mehrphasigen, auf einer Fundamentoberfläche (8) befestigten Schaltfeld, mit in allen Bereichen des Schaltfelds unmittelbar benachbart angeordneten Phasen, mit jeweils mindestens einem Leistungsschalter (1, 2, 3) pro Phase, welcher sich entlang einer ersten Längsachse (4, 5, 6) erstreckt, wobei diese ersten Längsachsen (4, 5, 6) in einer ersten Ebene angeordnet sind, mit einem auf der Antriebsseite des Leistungsschalters (1, 2, 3) vorgesehenen, von der ersten Ebene weg führenden ersten Anschlussstutzen (16, 17, 18), der entlang einer senkrecht zur ersten Ebene angeordneten Achse erstreckt ist, mit einem auf der dem Antrieb abgewandten Seite des Leistungsschalters (1, 2, 3) vorgesehenen, von der ersten Ebene parallel zum ersten Anschlussstutzen (16, 17, 18) weg führenden zweiten elektrischen Anschlussstutzen (25, 26, 27), mit mindestens einem in mindestens einer zweiten Ebene angeordneten, entlang von parallel in dieser zweiten Ebene verlaufenden Sammelschienenachsen (13, 14, 15) erstreckten, jeweils mit den ersten Anschlussstutzen (16, 17, 18) verbundenen Sammelschienensystem, bei welchem die Sammelschienenachsen (13, 14, 15) in einer Richtung rechtwinklig quer zu der Richtung der ersten Längsachsen (4, 5, 6) verlaufen und einen Achsabstand (s) aufweisen, dadurch gekennzeichnet,

– dass der Mittenabstand zwischen dem ersten Anschlussstutzen (16, 17, 18) und dem zweiten Anschlussstutzen (25, 26, 27) des Leistungsschalters (1, 2, 3) mindestens dreimal und höchstens viermal so gross ist, wie der ein Modulmass M darstellende Achsabstand (s) der Sammelschienenachsen (13, 14, 15),

– dass die Leistungsschalter (1, 2, 3) des Schaltfelds um das Modulmass M, welches dem Achsabstand (s) der Sammelschienenachsen (13, 14, 15) entspricht, gegeneinander in Richtung der Leistungsschalter-Längsachsen versetzt sind, und

– dass die zweite Ebene parallel zur ersten Ebene angeordnet ist.
Schaltanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

– dass die erste Ebene parallel oder senkrecht zu der Fundamentoberfläche (8) angeordnet ist.
Schaltanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet,

– dass der Mittenabstand zwischen dem ersten Anschlussstutzen (16, 17, 18) und dem zweiten Anschlussstutzen (25, 26, 27) des Leistungsschalters (1, 2, 3) das 3,5-fache des Modulmasses M beträt.
Schaltanlage nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

– dass der Kessel des Leistungsschalters (1, 2, 3) so ausgebildet ist, dass die Löschkammern aus beiden Stirnseiten des Kessels ausbringbar sind.
Schaltanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

– dass die Schaltfelder von der Oberkante der Anschlussstutzen (16, 17, 18, 25, 26, 27) aus modular aufgebaut sind, und

– dass hierfür entsprechend längsabgestufte Aufbauelemente vorgesehen sind.
Schaltanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,

– dass als Aufbauelemente Zwischenstücke (31) mit für den Einbau von Sensoren geeigneten Vorrichtungen vorgesehen sind, die ein halbes Modulmass M lang sind,

– dass als Aufbauelemente Zwischenrohre (32) vorgesehen sind, die ein Modulmass M lang sind, und

– dass als Aufbauelemente Verbindungselemente (19) vorgesehen sind, die entlang einer Längsachse (21) eine Länge von 1,5 Modulmassen M aufweisen, und die entlang einer zur Längsachse (21) senkrechten Querachse (21a) eine Länge von einem Modulmass M aufweisen.
Schaltanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,

– dass das Verbindungselement (19) mit vier mit Flanschen versehenen Öffnungen mit gleichem Durchmesser ausgestattet ist, von denen zwei Öffnungen die Querachse (21a) und zwei weitere (Öffnungen (19b, 19c) die eine Symmetrieachse bildende Längsachse (21) als Zentrum aufweisen,

– dass die zwei, die Querachse (21a) als Zentrum aufweisenden Öffnungen jeweils beidseitig der Längsachse (21) im Abstand von einem halben Modulmass M angeordnet sind,

– dass die erste (19b) der die Längsachse (21) als Zentrum aufweisenden Öffnungen (19b, 19c) auf einer Seite der Querachse (21a) im Abstand von einem halben Modulmass M angeordnet ist, und

– dass die zweite (19c) der die Längsachse (21) als Zentrum aufweisenden Öffnungen (19b, 19c) auf der anderen Seite der Querachse (21a) im Abstand von einem Modulmass M angeordnet ist.






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