Die Erfindung betrifft eine Verwirbelungsdüse für die Erzeugung
von Knotengarn insbesondere von Mikro-Filamentgarn mit einem kurzen Garnbehandlungskanal
mit einer Blasluftzufuhrbohrung in den Garnkanal, welcher quer oder leicht geneigt
zur Garntransportrichtung angeordnet ist.
In der jüngsten Vergangenheit werden zunehmend feinere Filamente
hergestellt. Diese werden als Mikrofilamente bezeichnet wenn sie einen Durchmesser
von 2 bis 10 Mikrometer haben. Die daraus hergestellten Garne nennt man Mikrofilamentgarne
oder Supermikrofilamentgarne. Bereits feine Garne bedingen eine schonende Verarbeitung,
damit weder einzelne Filamente oder das ganze Garn bricht. In noch gesteigertem
Masse gilt dies bei den Mikrofilamentgarnen. Bei Mikrofilamentgarnen hat der Verbund
aller Filamente eine wichtige Bedeutung. Es muss dafür gesorgt werden, dass
nicht einzelne Filamente abstehen und so eine Bruchgefahr ergeben.
Es zeigen sich im Markt immer deutlicher zwei Tendenzen ab. Bei vielen
Anwendungsfällen werden bei gröberen Garnen gut ausgebildete, starke und
stabile Knoten gefordert. Die Luftdüse muss in Bezug auf alle Parameter dafür
ausgebildet werden. Anders ist die Situation bei feinen, insbesondere bei Mikrofilamentgarnen.
Mit diesen Garnen werden feine Gewebe hergestellt, welche beim Anfühlen sehr
geschmeidig und seidenartig sein müssen. Hier zeigt sich, dass die Bildung
von sehr stabilen Knoten nachteilig ist, indem sich die Knoten unerwünschterweise
als eine Art Rasterung, besonders auf feinstem, unigefärbtem Gewebe abzeichnet.
In der Garnverarbeitung werden zwar Knoten gewünscht, diese sollen aber später
bei der Verarbeitung der feinen Garne zu Geweben vollständig verschwinden.
Das sogenannte Knotengarn wird mit der Verwirbelung in Verwirbelungsdüsen
hergestellt. Die Knoten stellen die Einbindung der einzelnen Filamente in kurzen
Knotenfolge sicher. Ziel ist eine hohe Knotenzahl pro Meter mit regelmässigem
Abstand zwischen den Knoten. Die vorrichtungsgemässen Bedingungen werden mit
einem Garnbehandlungskanal mit einer Blasluftzufuhr quer zu dem Garnkanal gegeben.
Dabei strömt die Blasluft auf beiden Seiten des Garnkanales ab und bildet durch
das etwa mittige Einblasen in der Garntransportrichtung und gegen die Garntransportrichtung
je einen sogenannten Doppelwirbel. Mit dem Durchführen des Garnes durch die
entsprechende Wirbelzone ergibt sich eine Art alternierende Luftbewegung, welche
letztlich mitverantwortlich ist für eine repetive Bildung von Knoten mit Unterbrüchen
zwischen den Knoten. Die Kunst liegt nun darin, mit gezielter Ausgestaltung aller
Dimension des Garnkanales sowie der Art der Luftzuführung des Luftdruckes,
der Überlieferung und der Garntransportgeschwindigkeit, ein Optimum zwischen
den drei Garnqualitätskriterien
- – Knotenfestigkeit
- – Knotenzahl pro Meter
- – Regelmässigkeit der Knotenbildung
für den jeweiligen Anwendungsfall zu finden. Bei normalen Garnen wird eine
Knotenzahl von 80 – 120 und bei sehr feinen Garnen von 80 bis 200 pro Meter
Garn gewünscht. Bei feinsten Garnen kann die Knotenzahl kaum mehr exakt erfasst
werden. Der Luftdruck liegt etwa bei 0,5 bis 1,5 bar. Die Überlieferung liegt
bei 3 % – 6 %.
Die DE 197 00 817 zeigt eine
Sonderform einer Verwirbelungsdüse für Teppichgarn, also für sehr
grobe Garne. Es wurde ausgegangen von einem Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung
von spinntexturierten Filamentgarnen in einem durchgehenden Garnkanal bzw. Verwirbelungskanal
einer Wirbeldüse. Das Filamentgarn wird durch einen quer in die Wirbeldüse
gerichteten und vorwärts sowie rückwärts aus dem Garnkanal abströmenden
Blasluftstrom verwirbelt und die Abluft des Rückwärtswirbels etwa in Gegenrichtung
zur Blasluftzuführung aus dem Garneinführbereich abgelassen. Als Lösung
wird vorgeschlagen, dass in dem Verwirbelungskanal zwei ungleich stark wirkende
Wirbel erzeugt werden, wobei der Vorwärtswirbel stärker wirkend ausgebildet
ist als der Rückwärtswirbel und die Abluft des Vorwärtswirbels in
Richtung des Düsenaustritts etwa axial zu einer gedachten Achse des Garnkanals
abgelassen wird.
Die DE 37 11 759 geht aus
von feineren bis zu mittleren Garnen und versucht, die Verarbeitbarkeit des Garnes
in der nachfolgenden Verarbeitung beispielsweise auf Web-, Wirk-, Strick- und Tuftingmaschinen
zu verbessern. Der Erfinder ging aus von einer Verwirbelungsvorrichtung zum Verwirbeln
von Multifilamentgarnen, die mindestens einen Garnkanal aufweist, wobei in Abständen
von der Ein- und Austrittsmündung des Garnkanales Garnführer angeordnet
sind und die Filamente jeweils eines Multifilamentgarnes im Garnkanal mittels einer
Blasdüse in ihn einblasbare Druckluft verwirbelbar sind. Das Garn erfährt
beim Einlaufen und Auslaufen in den beispielsweise aus dem Garnkanal jeweils eine
Richtungsänderung von weniger als 90°, und der Blaswinkel der Blasdüse
ist kleiner 90°. Als neue Lösung wird vorgeschlagen, dass die Garnführer
so angeordnet sind, dass durch sie das Garn bei abgestellter Druckluftzufuhr so
an den Garnkanal angelegt wird, dass es sich im Garnkanal parallel zu dessen Längsrichtung
erstreckt und dabei an der Austrittsmündung der mindestens einen Blasdüse
anliegt. Der Abstand der Garnführer beträgt von den ihnen benachbarten
Garnkanalmündungen maximal 30 mm. Die Länge des Garnkanals beträgt
bei ungekräuselten Multifilamentgarnen maximal 40 mm und bei
gekräuselten Multifilamentgarnen maximal 30 mm.
Der DE 37 11 759 kommt zumindest
das Verdienst zu, die Erkenntnis des positiven Effektes eines kurzen Garnkanals
für die Erzeugung von Knotengarn in eine breitere Fachwelt getragen zu haben.
Konkret wird eine Garnkanallänge bei texturieten bzw. gekräuselten Garnen
von 10 – 28 mm vorgeschlagen. Insbesondere der Bereich von 10 mm wir als
kurz verstanden.
Die jüngste Erfahrung zeigt, dass die an sich sehr verbreitete
Anwendung von Luftdüsen für die Herstellung von Knotengarn bei sehr feinen,
insbesondere bei Mikrofilamenten, nicht befriedigt. Im Hinblick auf feine Garne,
insbesondere bei Mikrofilamentgarnen wird zwar eine höchste Regelmässigkeit
der Knotenfolge jedoch mit nur schwachen temporär konstanten jedoch reversiblen
Knoten verlangt. Die Knoten dürfen sich im fertigen Gewebe nicht abzeichnen.
Es wurde versucht, Düsen des Standes der Technik z.B. mit tieferen Drücken
der Speiseluft, zu betreiben. Es ist bekannt, dass bei schwachen Luftdrücken
schwache Knoten entstehen, allerdings mit dem Nachteil einer vielfach nicht akzeptablen
Unregelmässigkeit, sowohl der Knotenstärke wie auch der Abstände
zwischen den Knoten. Die Qualität dieser Knotengarne befriedigte um so weniger,
je feinere Knotengarne verarbeitet wurden.
Der Erfindung wurde nun die Aufgabe gestellt, eine Verwirbelungsdüse
zu finden mit denen auch bei hohen Garntransportgeschwindigkeiten die zuvor erwähnten
Qualitätskriterien bei der Herstellung von feinen, insbesondere von Mikrofilamentgarnen
erreichbar sind, so dass temporär konstante, reversible Knoten erzeugbar sind.
Die erfindungsgemässe Verwirbelungsdüse ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Blasluftzufuhrbohrung in Garntransportrichtung erst nach 2/3 der Behandlungskanallänge
in den Garnkanal mündet.
Die neue Erfindung erlaubt eine ganze Anzahl besonders vorteilhafter
Ausgestaltungen. Es wird dazu auf die Ansprüche 2 bis 8 Bezug genommen. Als
besonders wichtig wurde erkannt, dass das Garn am Einlauf des Behandlungskanales
zentriert und in Bezug auf die Blasluftseite abgespannt wird.
Das Garn kann vor und nach der Luftdüse auf bekannte Weise abgespannt
werden. Gemäss einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung wird das Garn im
Bereich des Garneinlaufes und/oder des Garnauslaufes aus dem Garnkanal über
eine Kerbe in dem Garnkanalboden in Bezug auf die Blasluft zentriert geführt.
Die bisherigen Untersuchungen zeigten, dass bei den extrem kurzen Behandlungskanälen
grössere Anforderungen an die Garnführung gestellt werden müssen.
Mit einer Kerbe im Einlauf- und Auslaufbereich des Garnkanales und einer beidseitigen
Abspannung wird das Garn in Richtung der Blasluftzufuhrbohrung gedrückt. Damit
wird die maximal mögliche Schwinglänge des in der Wirbelungsdüse
befindlichen Garnstückes begrenzt. Das Garn durchläuft den Behandlungskanal
zwischen zwei definierten Punkten am Einlauf und Auslauf des Behandlungskanales,
so dass zufällige Abweichungen noch viel stärker als im Stand der Technik
ausgeschlossen werden können.
Der Garnkanal wird durch eine ebene verschiebbare Prallplatte sowie
eine Düsenplatte mit der Blasluftzufuhr gebildet. Gemäss einer weiteren
vorteilhaften Ausgestaltung wird das Garn innerhalb des Bereiches der Prallplatte
und der Düsenplatte durch eine Kanalerweiterung abgeführt, welche ein
Mehrfaches des Garnkanalquerschnittes beträgt. Der Einfluss der vorgeschlagenen
Garnkanaler-weiterung konnte noch nicht abschliessend geklärt werden. Es ergibt
sich jedoch ein sehr grosser praktischer Vorteil, indem die neue Düsenplatte
in bereits standardisierten Verwirbelungsdüsen des Standes der Technik für
normale mittlere Garnqualitäten eingebaut werden kann. Ein Wechsel bei der
Verarbeitung von feinen Garnen auf Mikrofilamentgarne kann dadurch sehr rasch durch
Auswechseln der Düsenplatte durchgeführt werden. Bevorzugt wird dabei
das Garn austrittseitig der Luftdüse in der Kanalerweiterung über eine
düsenseitig angebrachte Kerbe geführt. Die zuvor beschriebene exakte Definierung
des Garnlaufes kann somit auch bei dieser Plattenausgestaltung eingehalten werden.
Zur Intensivierung der seitlichen Luftwirbelbildung wird die Breite
des Garnkanalquerschnittes grösser als die Garnkanaltiefe in Richtung der Blasluftzufuhr
gewählt. Der Behandlungskanal wird bevorzugt als breiter Kanal mit einer Breite
von vorzugsweise 1 bis 3 mm, besonders vorzugsweise mit einem Verhältnis Garnkanalbreite
(B) zu Garnkanaltiefe (T) von 1,5 bis 2,5 ausgebildet. Damit ist offensichtlich,
dass die konkreten geometrischen Verhältnisse der beiden Garntypen, nämlich
Mikrofilamentgarne und dicke Teppichgarne, in Bezug auf die Garnkanalabmessung völlig
anders liegen. Bei den dicken Teppichgarnen füllt das Garn bereits im nicht
bewegten Zustand den Garnkanal beinahe aus. Es ergibt sich daraus, dass bei der
neuen Erfindung weitere physikalische Gesetzmässigkeiten mitwirken. Bei den
sehr feinen Garnen brauchen die Filamente, im Garnkanalquerschnitt betrachtet, viel
mehr freien Verwirbelungsraum. Die Garnkanalbreite (B) wird grösser als die
Luftzufuhrkanalbreite (d), vorzugsweise in einem Verhältnis B/d von 1,5 bis
2,5 festgelegt. In Bezug auf die Mikroabmessungen der Filamente wurde ein unverhältnismässig
grosser Kanalquerschnitt für die Bildung entsprechend grosser Wirbel gefunden.
Für die konkrete Ausgestaltung der ganzen Verwirbelungsdüse
wird vorgeschlagen, den Garnkanal durch eine Düsenplatte sowie eine dazu verschiebbare
Prallplatte und als sogenannter SlideJet auszubilden mit einer Offenstellung des
Garnkanales für das Einfädeln des Mikrofilamentgarnes sowie einer geschlossenen
Produktionsstellung des Garnkanales für die Herstellung des Knotengarnes. Die
Düse wird damit als Offen-Zu-Düse gestaltet mit den Vorteilen, welche
diese Düsentypen haben. Die besten Resultate wurden erreicht, wenn die Blasluftzufuhrbohrung
in Garntransportrichtung in einem spitzen Winkel, leicht geneigt in den Garnkanal
mündet.
In dem Falle, bei dem der Garnkanal in Prallplatte und Düsenplatte
zusammengesetzt ist, kann er als kurzer Behandlungskanal sowie einer Kanalerweiterung
ausgebildet werden. Beide werden in der Düsenplatte angebracht. Die Düsenplatte
wird als plattenartige Keramikscheibe ausgebildet und die Keramikscheibe zusammen
mit einem Schiebeteil in der Verwirbelungsdüse und/oder die Keramikscheibe
in dem Schiebeteil als Wechselplatte ein- und ausbaubar gestaltet.
Der Erfindung wird nun an Hand einiger Ausführungsbeispiele mit
weiteren Einzelheiten erläutert. Es zeigen:
die 1a und 1b
eine komplette Verwirbelungsdüse vom Typus SlideJet in offener (1a) Stellung;
die 2a eine ausgebaute Düsenplatte
und
die 2b ein ausgebautes Schiebeteil mit
einer Düsenplatte;
die 3a bis 3d
den Ein- bzw. Ausbau einer Düsenplatte in ein Schiebeteil der Verwirbelungsdüse;
die 4a bis 4f
die wichtigsten Folgeschritte für den Ausbau der Schiebeplatte bzw. der Düsenplatte;
die 5a bis 5e
eine Düsenplatte gemäss der neuen Erfindung in verschiedenen Ansichten,
wobei die 5e eine in die Mitte versetzte Luftzuführung
aufweist;
die 6a bis 6d
eine Düsenplatte mit einer Kerbe am Auslauf des Behandlungskanales;
die 7a bis 7d
verschiedene Ausgestaltungen von Düsenplatten mit auslaufseitiger Kanalerweiterung;
die 8 zeigt das Basismodell für
die Entstehung der Knoten.
Die 1a und 1b
sowie 1c und 1d zeigen eine Verwirbelungsdüse
1, welche als SlideJet ausgebildet ist. Die 1a
sowie 1d zeigt die offene bzw. Einfädelstellung; die
1b und 1c die geschlossene Betriebsstellung.
Eine Düsenplatte 2 ist in einer Verwirbelungsdüse 1
eingebaut, wobei ein Schiebeteil 3 auf dem unteren Schenkel 4
eines Joches 5 hin- und hergleiten kann. Die Gleitbewegung wird durch einen
Schiebehebel 6 gemacht, welcher über eine entsprechende Mechanik die
Drehbewegung in die Linearbewegung umsetzt. Die Drehbewegung des Schiebehebels
6 wird dabei in eine reine Schiebebewegung entsprechend Pfeil
7 umgesetzt. Sehr wichtig für die Verwirbelung ist eine Prallplatte
8, welche unter Federdruck dauernd auf die obere plane Fläche der
Düsenplatte 2 angedrückt wird. Die ebene, plane Fläche mit
hoher Oberflächenfeinheit erlaubt die Bewegung bei gleichzeitiger Dichtfunktion,
wozu sich die Prallplatte 8 in Keramik und eine Düsenplatte
2 in Keramik besonders gut eigenen. In der Garnbehandlungsfunktion ist
der Garnkanal 9 sowie ein Luftzuführkanal 10 (3a)
in der Düsenplatte 2 angebracht. Für die Betriebsstellung ist
der Luftzuführkanal mit einer Druckluftquelle verbindbar. Der Garnkanal
9 wird in der Betriebsstellung durch den in 1a
sichtbaren Teil sowie die untere plane Fläche 11 der Prallplatte
8 bestimmt.
Die 2b zeigt ein ganzes Schiebeteil
3 mit eingesetzter Düsenplatte 2. Mit der 2b
soll auch dargestellt werden, dass die Befestigung der Düsenplatte
2 in dem Schiebeteil 3 viele Lösungsmöglichkeiten offen
lässt. Die Düsenplatte 2 kann, z.B. durch einen Spritzgiessvorgang,
direkt in das Schiebeteil eingegossen werden, so dass Keramikscheibe und Schiebeteil
ein untrennbares Bauteil bilden. Ferner wäre es möglich, die Keramikscheibe
in das Schiebeteil einzukleben.
Mit den 3a bis 3d
ist eine ganz besonders vorteilhafte Verbindung dargestellt. Die 3a
zeigt den ersten Schritt für den Einbau der Düsenplatte. Die Düsenplatte
2 wird quer zur Schieberichtung entsprechend Pfeil 11 auf das
Schiebeteil 3 aufgesetzt. Dabei helfen ein Negativ- sowie ein Positivteil
18, 19, die Düsenplatte 2 von Hand präzise
aufzusetzen, wie mit 3b in perspektivischer Darstellung
gezeigt ist. In der 3cist die Düsenplatte
2 vollständig auf das Schiebeteil 3 abgesetzt, wobei bereits
die Drehbewegung der Düsenplatte 2 entsprechend Pfeil 12
erkennbar ist. Die Düsenplatte 2 weist beidseits eine Nocke
13 und das Schiebeteil eine dazu passende runde Gleitführung
14 auf. Die Düsenplatte 2 weist in Bezug auf ein Drehzentrum
15 beidseits Kreissegmente 16 auf, welche in die entsprechenden
Kreisführungen 17 des Schiebeteiles mit wenig Spiel passen. Nach Abschluss
der Drehbewegung entsprechend 3d besteht eine Raststelle,
welche über leichten Federdruck von unten einrastet und die Düsenplatte
in der Betriebsstellung fixiert.
Die 4a entspricht der 1b
und zeigt die geschlossene Betriebsstellung. Der Schiebehebel ist in abgesenkter
Position des Garnkanales für den Durchlauf des Garnes für eine Luftbehandlung,
wofür Druckluft über einen Anschluss bzw. eine Druckluftbohrung zuführbar
ist. Durch das nach oben Klappen des Schiebehebels wird das Schiebeteil nach vorne
geschoben (4b) und gleichzeitig die Luftzufuhr abgeschaltet,
was mit der Versetzung der beiden Druckluftzuführbohrungen um das Mass G bewerkstelligt
wird. Durch Andrücken eines Lösehebels entsprechend Pfeil K wird die Federdruckkraft
über die Prallplatte aufgehoben und der Eingriff einer Schiebeachse in eine
Eingriffsnut freigegeben, so dass das Schiebeteil frei nach vorne geschoben werden
kann (4d). Das Schiebeteil kann nun der Vorrichtung
entnommen werden (4c) und die Keramikscheibe im umgekehrten
Sinne zu den 8a bis 8d aus dem Schiebeteil entnommen
werden (4f). Der Wiedereinbau erfolgt im umgekehrten
Sinne zu den 4a bis 4f.
Die 5a bis 5d
zeigen eine erste Ausführungsform für die Gestaltung des Garnkanales.
Bei allen drei Beispielen der 5, 6 und
7 ist die Prallplatte 8 eine ebene Platte und liegt plan
auf der Düsenplatte 2 auf, so dass der Garnkanal vollständig
in der Düsenplatte 2 eingelassen ist. Dies ist jedoch nicht zwingend,
da der Garnkanal auch in einem nicht geteilten Düsenkörper eingelassen
werden kann. Im Falle einer offenen Düse wird der Garnkanal je hälftig
in der Düsenplatte sowie in der Prallplatte eingelassen. Im Querschnitt der
5b weist der Garnkanal 9 eine Tiefe T sowie
eine Breite B auf, wobei das Verhältnis B zu T bevorzugt zwischen 1,5 und 3
liegt. Die Garnkanalbreite B ist grösser als die entsprechende Abmessung "d"
der Blasluftzufuhrbohrung 20 und mündet um einen spitzen Winkel &agr;
geneigt in den Garnkanal 9. Die Luftzuführbohrung 20 mündet
jedoch nicht mittig in den Garnkanal, sondern erst im letzten Teilstück. Die
gesamte Garnkanallänge L ist in Bezug auf die Mündung der Luftzuführbohrung
20 eingeteilt in Le und La. Dabei wurde ein optimales Verhältnis gefunden,
wenn Le grösser als 2/3 der ganzen Behandlungskanallänge L in Fadenlaufrichtung
Rf ist. Wie aus der 5b erkennbar ist, mündet die
Luftzuführbohrung 20 zentriert in den Garnkanal 9 (Axe Z).
Das Beispiel gemäss 6a bis
6d entspricht im wesentlichen der Lösung ge-mäss
5a bis 5d. Der einzige
Unterschied liegt in der Kerbe 30. Der Kanalbo-den ist mit Kb bezeichnet
(6b und 6d). Das Garn
31 wird über die Kerbe 30 im Hinblick auf die Längsmittenachse
32 zentriert. Das Garn 31 wird beidseits durch Garnführungen
33 und 34 um entsprechende Abspannwinkel &bgr; und &khgr; abgelenkt.
Die 7a bis 7d
zeigen weitere Ausgestaltungen in Bezug auf den Garnkanal. In allen gezeigten Beispielen
ist der Garnkanal 9 kürzer als die entsprechende Abmessung DI der
Düsenplatte. Der Garnkanal mündet in eine Kanalerweiterung 35.
Die Behandlungskanallänge für die Knotenbildung ist damit auf die Länge
L beschränkt. Die Lösungen gemäss 7a
bis 7d haben den grossen Vorteil, dass die Düsenplatte
auf Grund deren Aussenabmessung auswechselbar ist mit einer Düsenplatte des
Standes der Technik für feine Garne. Alle vier gezeigten Beispiele haben eine
Kerbe 30 auf der Einlaufseite des Garnkanales. Bei der Lösung gemäss
7b ist zusätzlich eine Kerbe 30 in der
Kanalerweiterung 35.
Mit der 8 wird das Grundmodell für
die Entstehung der Knoten angedeutet. Ohne das Vorhandensein des Garnes bilden sich
in dem Garnkanal je zwei seitliche, im wesentlichen identische Wirbel, dies sowohl
in Transportrichtung wie gegen die Transportrichtung. Mit dem Eintritt des Garnes
wird die Wirbelbildung gestört. Es bildet sich auf der einen Seite ein schwacher
und auf der anderen Seite ein dominanter Wirbel: Das Ergebnis ist, dass das Garn
von der Seite des schwachen Wirbels auf die Seite des starken Wirbels geschlagen
wird. Das Garn stört jedoch sofort den starken Wirbel, so dass gleichsam innert
Millisekunden eine Umkehr stattfindet. Der starke Wirbel ist auf der rechten Seite.
Mit dem Öffnen des Garnes und dem alternierenden Hin- und Herpeitschen der
Filamente werden die Knoten periodisch erzeugt.
Die 8 zeigt oben zwei gleichmässige,
gegenläufige Wirbel, wie sie sich einstellen, wenn kein Garn den Garnkanal
durchläuft. Die mittlere Figur zeigt einen beinahe zusammengebrochenen Wirbel
auf der rechten Seite, jedoch einen verstärkten Wirbel auf der linken Seite.
Entsprechend werden die Einzelfilamente des vollständig geöffneten Garnes
auf die linke Seite gezwungen. Die unterste Figur zeigt die Umkehr der Verhältnisse.
Nach einem Bruchteil einer Sekunde bricht der linke, starke Wirbel wegen der Existenz
des Garnes zusammen, und es bildet sich ein stärkerer Wirbel rechts. Durch
diesen Vorgang werden die geöffneten Filamente hin- und hergetrieben, und intensiv
gemischt. Damit bildet sich nach Austritt aus dem Behandlungskanal der Knoten. Durch
die Repetition entsteht eine Knotenfolge am kontinuierlich durchlaufenden Garn.