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Dokumentenidentifikation DE102005033197A1 25.01.2007
Titel Verfahren, Werkzeuge und Anordnung zur Herstellung von Antennen, insbesondere für RFID-Tags
Anmelder arccure technologies GmbH, 59557 Lippstadt, DE
Erfinder Bisges, Michael, 59556 Lippstadt, DE
DE-Anmeldedatum 13.07.2005
DE-Aktenzeichen 102005033197
Offenlegungstag 25.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.2007
IPC-Hauptklasse H01Q 1/38(2006.01)A, F, I, 20060421, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Antennen, die von einer leitfähigen Schicht gebildet werden.
Um ein Verfahren anzugeben, das eine preiswerte und massenhafte Herstellung von aus einer leitfähigen Schicht bestehenden Antennen, insbesondere RFID-Tags, ermöglicht, wird vorgeschlagen, dass auf einer elektrisch isolierenden plastisch verformbaren Prägeschicht eine elektrisch leitfähige Schicht aufgebracht wird und anschließend die leitfähige Schicht in mindestens einen die Antenne bildenden Bereich sowie mehrere in jeder Antennenumgebung angeordnete kleinere Bereiche zerteilt wird. Außerdem werden Werkzeuge und eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens angegeben.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Antennen, die von einer leitfähigen Schicht gebildet werden sowie ein Werkzeug und eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens.

Von einer leitfähigen Schicht gebildete Antennen finden sich in kompakten elektronischen Anwendungen, wie insbesondere RFID-Tags sowie Mobiltelefonen.

Ein RFID-Tag dient zur Identifikation von Gütern oder Personen; er besteht aus einem Chip mit integriertem Prozessor, einer Antenne und einem Speicher. RFID-Tags sind in unterschiedlichen Formen verfügbar, beispielsweise als Etiketten, Aufkleber oder Plastikkarten. Man unterscheidet zwischen aktiven und passiven RFID-Tags.

Derzeit werden RFID-Tags durch aufdrucken leitender Tinte oder Farbe auf ein Substrat, beispielsweise eine Folie oder eine Papierbahn, hergestellt. Die Schicht aus leitender Tinte bildet die Antenne. Die Tinte besteht aus einem Gemisch aus Lösemittel und Metallpartikeln. Dabei ist die elektrische Leitfähigkeit derartiger Tinten nicht optimal da die Kontaktierung der einzelnen Metallpartikel untereinander unzureichend ist. Außerdem kommt es durch die Trocknung zu Mikrorissen in der leitfähigen Struktur kommen, die zu Defekten führt.

Die Kontakte des Chips müssen mit der im Druckverfahren aufgebrachten Antenne aus leitfähiger Tinte in Verbindung gebracht werden. Soweit dies manuell erfolgt, sind der Verkleinerung der Chips enge Grenzen gesetzt, da diese nicht mehr handhabbar sind. Einer Beschleunigung des mechanisierten Aufsetzens der Chips auf die mit leitfähiger Tinte gedruckten Antennenstrukturen sind enge Grenzen gesetzt, so dass eine massenhafte preiswerte Herstellung von RFID-Tags auf diesem Weg nicht erfolgversprechend ist.

Problematisch ist insbesondere auch der Auftrag der Antenne mit leitfähiger Tinte, da diese die Eigenschaft hat, in Abhängigkeit von der Oberflächenspannung des Substrates, in eine Tropfenform zu verlaufen. Um diesem Problem zu begegnen, schlägt die EP 1 302895 A2 vor, dass die leitfähige Tinte auf eine Beschichtung aufgedruckt wird, die ein Additiv aufweist, das die Oberflächenspannung senkt. Die Beschichtung wird in einer Struktur auf das Substrat aufgebracht, bevor die leitende Tinte aufgebracht wird. Aufgrund des Unterschiedes in der Oberflächenspannung zwischen der Beschichtung und dem Substrat fließt die leitfähige Tinte von der Beschichtung weg und bildet die Antenne des RFID-Tags.

Die bekannten Herstellungsverfahren verursachen aufgrund der vorstehenden Probleme relativ hohe Kosten im Bereich von 1,00 EUR je RFID-Tag und lassen sich daher nicht wirtschaftlich massenhaft einsetzen.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, das eine preiswerte und massenhafte Herstellung von aus einer leitfähigen Schicht bestehenden Antennen, insbesondere für RFID-Tags, ermöglicht. Außerdem sollen Werkzeuge und eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens angegeben werden.

Diese Aufgabe wird beim Verfahren der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, dass

  • – auf einer elektrisch isolierenden plastisch verformbaren Prägeschicht eine elektrisch leitfähige Schicht aufgebracht wird,
  • – anschließend die leitfähige Schicht in mindestens einen die Antenne bildenden Bereich sowie mehrere in jeder Antennenumgebung angeordnete kleinere Bereiche zerteilt wird.

Die elektrisch leitfähige Schicht wird zunächst flächendeckend auf die elektrisch isolierende plastisch verformbare Prägeschicht aufgebracht. Dieser vorbereitende Arbeitsgang kann von dem anschließenden Zerteilen der elektrisch leitfähigen Schicht zeitlich entkoppelt ausgeführt werden. Insofern ist es möglich, das für das erfindungsgemäße Verfahren benötigte Ausgangsmaterial als Halbzeug vorzufertigen. Die plastisch verformbare Prägeschicht kann beispielsweise als Folie oder Folienbahn ausgestaltet sein, auf der unmittelbar die leitfähige Schicht aufgebracht wird. Alternativ ist es möglich, auf einem Trägermaterial (Substrat) die Prägeschicht anzuordnen, auf der wiederum die leitfähige Schicht aufgebracht wird.

Bei dem anschließenden Zerteilen der elektrisch leitfähigen Schicht wird die zunächst vollflächig vorhandene elektrisch leitfähige Schicht in den die Antenne bildenden Bereich sowie die kleineren Bereiche zerteilt. Die Fläche jedes kleineren Bereichs beträgt vorzugsweise höchstens 1/10 des die Antenne bildenden Bereichs.

Durch das Zerteilen werden die unterschiedlichen Bereiche der elektrisch leitfähigen Schicht elektrisch voneinander getrennt. Überraschend hat sich gezeigt, dass durch die Zerteilung des die Antenne umgebenden Bereichs eine verbesserte Sende- und/oder Empfangsleistung der Antenne erreicht wird. Die Zerkleinerung der elektrisch leitfähigen Schicht im Umfeld der Antenne reduziert dessen Einfluss auf die Sende- und/oder Empfangsleistung der Antenne.

Des Weiteren vermeidet das mechanische Zerteilen der elektrisch leitfähigen Schicht die Probleme, die bei einer Herstellung der Antenne mit leitfähiger Tinte entstehen.

Ein Substrat für das Ausgangsmaterial kann beispielsweise eine Folien- oder Papierbahn sein. Die vollflächig auf die Prägeschicht aufgebrachte leitfähige Schicht besteht beispielsweise aus Gold, Silber, Aluminium, Kupfer oder leitfähigen Polymeren. Dieses Ausgangsmaterial kann in einem kontinuierlichen Prozess, bei dem das bahnförmige Substrat von Rolle zu Rolle läuft, hergestellt werden.

In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die Zerteilung der leitfähigen Schicht mit einem Schneidwerkzeug, dessen Schneiden in die plastisch verformbare Prägeschicht eindringen. Die insbesondere keilförmigen Schneiden zerteilen die elektrisch leitfähige Schicht entlang der Kontur der Antenne sowie entlang der Konturen der in jeder Antennenumgebung angeordneten kleineren Bereiche.

Alternativ ist die Zerteilung der leitfähigen Schicht mit einem Prägewerkzeug möglich, dass die kleineren Bereiche in der Antennenumgebung von dem die Antenne bildenden Bereich der leitfähigen Schicht abschert und mit seinen Prägeformen die kleineren Bereiche jeweils so weit in die Prägeschicht drückt, dass die Schnittflächen der abgescherten Bereiche nicht miteinander in Kontakt kommen.

Während bei der Zerteilung mittels eines Schneidwerkzeuges die elektrische Verbindung zwischen den kleineren Bereichen sowie den kleineren Bereichen und der Antenne unmittelbar durch die Schneiden unterbrochen wird, erfolgt die elektrische Trennung bei Verwendung eines Prägewerkzeuges erst durch das unterschiedlich tiefe Hineindrücken der flächig aus der elektrisch leitfähigen Schicht herausgelösten kleineren Bereiche in die Prägeschicht. Dabei ist darauf zu achten, dass die Schnittflächen der abgescherten Bereiche nicht miteinander in Kontakt kommen, da andernfalls die für die verbesserte Sende- und Empfangscharakteristik der Antenne geforderte elektrische Trennung der kleineren Bereiche nicht gewährleistet ist.

Die Prägeformen weisen insbesondere eine ebene, insbesondere rechteckige Oberfläche auf, die parallel zu der ebenen, elektrisch leitfähigen Schicht ausgerichtet wird. An den Kanten dieser rechteckigen Oberfläche der Prägeformen erfolgt das Abscheren der kleineren Bereiche, die anschließend von der Oberfläche gestützt in die Prägeschicht gedrückt werden.

Zur Erhöhung des Ausstoßes des Verfahrens wird die Zerteilung der elektrisch leitfähigen Schicht vorzugsweise an einer bewegten Prägeschicht, insbesondere an einer von Rolle zu Rolle geführten Folienbahn, durchgeführt. Durch diese Maßnahme lässt sich das erfindungsgemäße Verfahren vorteilhaft in Rotationsdruckprozesse und Bogen-Offset-Prozesse einbinden. Die Zerteilung wird vorteilhaft mit rotierenden Werkzeugen durchgeführt.

Selbstverständlich lässt sich die Zerteilung der elektrisch leitfähigen Schicht auch an einer ruhenden Prägeschicht durchführen. Die Zerteilung wird dann vorzugsweise mit einem flächigen Werkzeug durchgeführt, das entweder mehrere insbesondere keilförmige Schneiden oder über die Werkzeugoberfläche hinausragende Prägeformen aufweist.

Zur Herstellung von RFID-Tags auf bewegten Prägeschichten ist es besonders vorteilhaft, wenn die elektrisch leitfähige Schicht mit mindestens einer nicht leitfähigen linienförmigen Unterbrechung auf der Prägeschicht aufgebracht wird oder unmittelbar vor dem Herstellen der Antenne mittels Laser- oder Schneidewerkzeug in Form einer Linie eine Unterbrechung in die elektrisch Leitfähige Beschichtung eingebracht wird.

Die linienförmige Unterbrechung verläuft dabei in Bewegungsrichtung der Folienbahn. Längs der Unterbrechung werden die für den RFID-Tag benötigten Chips positioniert und mit ihren Kontakten mit den durch die Unterbrechung voneinander getrennten Bereichen der Antenne kontaktiert.

Handelt es sich um eine durchgängige Unterbrechung, sind die beiden Bereiche der Antenne elektrisch voneinander getrennt. Es ist jedoch auch möglich, anstelle nur einer linienförmigen Unterbrechung im Abstand hintereinander mehrere Unterbrechungen in Bewegungsrichtung der Folienbahn auf der leitfähigen Schicht aufzubringen, um beispielsweise eine Schleifen-Dipol-Antenne herzustellen. Der Kontaktabstand der aufzusetzenden Chips muss größer oder gleich der Breite der linienförmigen Unterbrechung(en) sein.

Vorzugsweise werden die Kontakte des elektronischen Bauelementes, insbesondere Chips, auf dem die Antenne bildenden Bereich der elektrisch leitfähigen Schicht während deren Zerteilung positioniert. Zu diesem Zweck kann das Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens eine Aufnahme für das elektronische Bauelement aufweisen, mit dessen Hilfe das Bauelement an der dafür vorgesehenen Kontaktstelle auf der Antenne positioniert und abgesetzt wird.

Die Lagefixierung des elektronischen Bauelementes erfolgt einerseits durch ein geringfügiges Eindringen der Kontakte in die leitfähige Schicht, jedoch insbesondere durch einen elektrisch leitfähigen Klebstoff, der vorzugsweise vor dem Positionieren des Bauelementes aufgebracht wird.

Um die Antenne, insbesondere den RFID-Tag vor mechanischen, chemischen und elektrischen Einflüssen zu schützen, wird in einer Ausgestaltung der Erfindung nach dem Zerteilen der leitfähigen Schicht zumindest auf dem die Antenne bildenden Bereich ein Schutzlack aufgebracht. Der Schutzlack wird insbesondere als Dickfilm aufgetragen und läuft vorzugsweise in die keilförmigen Vertiefungen der Schneidestruktur bzw. die unterschiedlich tiefen Prägestrukturen hinein. Die Trocknung des Schutzlacks und gegebenenfalls Klebstoffs kann mittels elektromagnetischer Strahlung erfolgen.

Werden mehrere Antennen oder RFID-Tags aus einem Ausgangsmaterial hergestellt, werden diese anschließend voneinander getrennt.

Eine sich vorteilhaft in Druckprozesse integrierende Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ergibt sich aus den Merkmalen des Anspruchs 11. Die für diese Anordnung erforderliche Folienbahn wird vorzugsweise als Halbzeug bereit gestellt. Die Folienbahn besteht aus einer zugleich als Trägermaterial dienenden Prägeschicht mit einer darauf angeordneten leitfähigen Schicht, beispielsweise einer dünnen Metallfolie.

Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Verfahren sowie die Werkzeuge zu dessen Durchführung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen

1a–d unterschiedliche Ausgangsmaterialien zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens;

2a–c Schneidwerkzeuge zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens

3a–c mit den Schneidwerkzeugen nach 2a–c hergestellte Antennen

4 ein Prägewerkzeug zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie

5 eine mit dem Prägewerkzeug nach 4 hergestellte Antenne.

Das in 1a dargestellte Ausgangsmaterial zur erfindungsgemäßem Herstellung von Antennen besteht, wie im Detail A näher dargestellt, aus einem Substrat 1 als Trägermaterial für eine oberhalb des Substrats 1 angeordnete, plastisch verformbare Prägeschicht 2 auf der vollflächig eine elektrisch leitfähige Schicht 3 angeordnet ist. Als Trägermaterial bzw. Substrat kommt insbesondere eine PET-Folie in Betracht. Die Prägeschicht kann aus Polymeren bestehen. Die elektrisch leitfähige Schicht ist insbesondere eine Metallschicht aus Gold, Silber, Aluminium oder Kupfer. In Betracht kommen jedoch auch organische Leiter. Die Metallschichten können aufgesputtert oder als Nanocoatings aufgebracht werden.

Das Ausgangsmaterial nach 1b unterscheidet sich von dem Ausgangsmaterial nach 1a dadurch, dass die Prägeschicht 2 zugleich als Träger für die leitfähige Schicht 3 dient.

1c zeigt ein zu einer Folienbahn 4 verarbeitetes Ausgangsmaterial mit einem Aufbau entsprechend 1b. Die Folienbahn 4 weist eine nicht leitfähige Unterbrechung 5 in der leitfähigen Schicht 3 auf, die in Längs- und Bewegungsrichtung der Folienbahn 4 verläuft. Eine solche Folienbahn 4 kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn das erfindungsgemäße Verfahren mit einem rotierenden Schneid- oder Prägewerkzeug an einer bewegten Folienbahn durchgeführt werden soll, die beispielsweise in einem Rotationsdruckprozess eingebunden ist.

Die Folienbahn 4 nach 1d unterscheidet sich von der Folienbahn 4 nach 1c dadurch, dass sie mehrere linienförmige Unterbrechungen 6 aufweist. Die Folienbahn nach

1c kommt insbesondere für die Herstellung einer Dipol-Antenne (3a) zum Einsatz. Die Folienbahn nach 1d kommt insbesondere für die Herstellung einer Schleifendipol-Antenne zum Einsatz (vgl. 3b).

2 zeigt unterschiedliche Schneidwerkzeuge 7 zur Herstellung einer Dipol-Antenne (2a), einer Schleifendipol-Antenne (2b) sowie einer Hochfrequenz (HF)-Antenne (2c). Die Schneidwerkzeuge 7 weisen eine Vielzahl keilförmiger Schneiden 8, 14 auf, die die leitfähige Schicht 3 des Ausgangsmaterials in den die Antenne bildenden Bereich 9 sowie zahlreiche in jeder Antennenumgebung angeordnete kleinere Bereiche 11 unterteilen (vgl. 3a–c).

Sämtliche Schneidwerkzeuge 7 weisen der Kontur der Antenne folgende Schneiden 14 zur Herstellung des Antennenbereichs 9 sowie eine Vielzahl sich rechtwinklig kreuzende keilförmige Schneiden 8 auf, die die leitfähige Schicht 3 in der Umgebung des Antennebereichs 9 in zahlreiche quadratische und gegenüber dem Antennenbereich deutlich kleinere Bereiche 11 zerteilen.

Das Schneidwerkzeug nach 2b unterscheidet sich von dem Schneidwerkzeug nach 2a dadurch, dass die Schneiden 14 für den Antennenbereich 9 zusätzlich die Kontur zur Ausbildung der Brücke 15 der Schleifendipol-Antenne schneiden. Im übrigen entspricht die Schneidenstruktur derjenigen des Werkzeugs nach 2a.

Das Schneidwerkzeug nach 2c unterscheidet sich von den Schneidwerkzeugen nach 2a, b dadurch, dass die Schneide 14 für den Antennenbereich 9 der spiraligen Kontur einer HF-Antenne folgt (vgl. 3c).

Sämtliche in den 2a–c dargestellten Schneidwerkzeuge besitzen darüber hinaus eine Aufnahme 17 für einen in den Figuren nicht dargestellten Chip zur Herstellung eines RFID-Tags. Die Aufnahme 17 ermöglicht es, dass die Kontakte eines Chips für einen RFID-Tag auf dem die Antenne bildenden Bereich 9 der elektrisch leitenden Schicht 3 während des Zerteilens mit dem Schneidwerkzeug positioniert werden können. Die Chips können in der Aufnahme 17 beispielsweise mit einer an die Aufnahme angeschlossenen Unterdruckleitung gehalten werden. Zum Auswerfen des Chips auf dem die Antenne bildenden Bereich 9 wird dieser beispielsweise mit Überdruck beaufschlagt. Hierdurch werden dessen Kontakte in die leitfähige Schicht gedrückt und mit dieser verbunden. Zusätzlich kann zuvor elektrisch leitfähiger Klebstoff auf den Kontakten und der Unterseite des Chip aufgebracht werden.

In den 2a–c wurden die Schneidwerkzeuge zur besseren Übersicht als ebene Stempel mit darauf angeordneten keilförmigen Schneiden dargestellt. Für einen kontinuierlichen Prozess zur Herstellung von Antennen aus einer Folienbahn, wie sie in den 1c bzw. 1d dargestellt ist, ist es jedoch vorteilhaft, eine im übrigen übereinstimmende Schneidenstruktur auf den Zylindermantel eines rotierenden Zylinders zu übertragen, so dass der ortsfest drehbar gelagerte Zylinder auf der bewegten Folienbahn abrollen und deren leitfähige Schicht entsprechend der Schneidenstruktur zerteilen kann.

3a zeigt einen Ausschnitt einer Folienbahn 4 nach 1c nachdem die Schneiden 8, 14 des Schneidwerkzeugs 7 nach 2a die leitfähige Schicht 3 zerteilt haben und in die Prägeschicht 2 der Folienbahn eingedrungen sind Die Schleifendipol-Antenne nach 3b sowie die HF-Antenne nach 3c werden mit einer Folienbahn ohne Unterbrechung hergestellt. Der nicht dargestellte Chip wird von der Aufnahme 17 an den mit 18 bezeichneten Aufsetzpunkten auf dem Antennenbereich 9 der leitfähigen Schicht 3 positioniert.

In 3a, b, c ist der Verlauf der Schnittlinien 19 der Schneiden 14 deutlich zu erkennen. Infolge des Verlaufs der Schnittlinien 19 ergibt sich der einen Dipol (3a), einen Schleifendipol (3b) sowie eine HF-Antenne bildende Bereich 9 in der leitfähigen Schicht 3.

4 zeigt ein Prägewerkzeug 21 zur Durchführung des Verfahrens. Der wesentliche Unterschied des Prägewerkzeuges 21 zu den Schneidewerkzeugen besteht darin, dass die Zerteilung der leitfähigen Schicht mit Hilfe einer Vielzahl von Prägeformen 22 erfolgt, die über die im Ausführungsbeispiel ebene Werkzeugoberfläche hinausragen oder teilweise in der Werkzeugoberfläche liegen können. Selbstverständlich ist es auch bei dem Prägewerkzeug vorteilhaft, für einen kontinuierlichen Prozess die Prägeformen 22 auf dem Zylindermantel eines rotierenden Zylinders anzuordnen.

Eine Vielzahl aneinander grenzender Quader bilden die erhabenen Prägeformen 22, wobei jeder Quader eine auf die leitfähige Schicht 3 aufsetzende Prägefläche 23 aufweist. Die Kanten des die Prägefläche 23 begrenzenden Quadrats scheren die kleineren Bereiche 11 von der leitfähigen Schicht 3 ab und drücken den abgescherten, der Prägefläche 23 entsprechenden Bereich 11 der leitfähigen Schicht 3 so weit in die Prägeschicht 2 hinein, dass die Schnittflächen 29 (vgl. 5, Detail L) der abgescherten Bereiche nicht miteinander in Kontakt kommen.

Dies wird dadurch gewährleistet, dass die Prägeflächen 23 von zwei aneinander grenzenden Prägeformen 22 einen unterschiedlichen Abstand zur Oberfläche des Prägewerkzeugs aufweisen. Die Oberfläche des Prägewerkzeugs erzeugt im dargestellten Ausführungsbeispiel den Antennebereich 9. Dieser Sachverhalt wird insbesondere durch das Detail L in 5 verdeutlicht, das eine mit dem Werkzeug nach 4 (hier Detail K) hergestellte Dipol-Antenne darstellt. Der Antennenbereich 9 befindet sich auf dem ursprünglichen Niveau 24 der leitfähigen Schicht 3 des Ausgangsmaterials oberhalb der Prägeschicht 2. Die kleineren Bereiche 11 befinden sich auf den unterschiedlich tiefen Prägeniveaus 25, 26, 27 und 28, die durch die unterschiedlich hohen Prägeformen 22 erzeugt werden (4, Detail K)..


Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung von Antennen, die von einer leitfähigen Schicht gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, dass

– auf einer elektrisch isolierenden plastisch verformbaren Prägeschicht (2) eine elektrisch leitfähige Schicht (3) aufgebracht wird,

– anschließend die leitfähige Schicht (3) in mindestens einen die Antenne bildenden Bereich (9) sowie mehrere in jeder Antennenumgebung angeordnete kleinere Bereiche (11) zerteilt wird.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerteilung der leitfähigen Schicht (3) mit einem Schneidwerkzeug (7) erfolgt, dessen Schneiden (8) in die Prägeschicht (2) eindringen. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerteilung der leitfähigen Schicht (3) mit einem Prägewerkzeug (21) erfolgt, das die kleineren Bereiche (11) in der Antennenumgebung von dem die Antenne bildenden Bereich (9) der leitfähigen Schicht abschert und mit seinen Prägeformen (22) die kleineren Bereiche (11) jeweils soweit in die Prägeschicht (2) drückt, dass die Schnittflächen (29) der abgescherten Bereiche nicht miteinander in Kontakt kommen. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerteilung der elektrisch leitfähigen Schicht (3) an einer bewegten Prägeschicht (4) durchgeführt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerteilung der elektrisch leitfähigen Schicht an einer ruhenden Prägeschicht durchgeführt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakte eines elektronischen Bauelementes auf dem die Antenne bildenden Bereich (9) der elektrisch leitenden Schicht insbesondere während des Zerteilens der leitfähigen Schicht (3) positioniert werden Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in den die Antenne bildenden Bereich (9) der leitfähigen Schicht mindestens eine nicht leitfähige Unterbrechung (5, 6) eingebracht wird und die Kontakte des elektronischen Bauelementes so positioniert werden, dass sie mit den durch die Unterbrechung voneinander getrennten Abschnitten der Antenne kontaktieren. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Zerteilen der leitfähigen Schicht zumindest auf den die Antenne bildenden Bereich (9) ein Schutzlack aufgebracht wird. Schneidwerkzeug zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 2 sowie 4–8, dadurch gekennzeichnet, dass es mehrere keilförmige Schneiden (8) mit sich kreuzenden Schnittlinien (19) aufweist. Prägewerkzeug zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 3 sowie 4–8, dadurch gekennzeichnet, dass es mehrere über eine Werkzeugoberfläche hinausragende Prägeformen (21) aufweist, wobei aneinandergrenzende Prägeflächen unterschiedliche Höhenniveaus (24, 25, 26, 27, 28) aufweisen. Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit Mitteln zum Führen und Bewegen einer die prägbare und leitfähige Schicht (2, 3) aufweisenden Folienbahn (4) sowie einem auf der leitfähigen Schicht der Folienbahn abrollenden, als Schneide- oder Prägewerkzeug nach Anspruch 9 oder 10 ausgebildeten Zylinder Von einer leitfähigen Schicht gebildete Antenne, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer elektrisch isolierenden Prägeschicht (2) ein die Antenne bildenden Bereich (9) einer elektrisch leitfähigen Schicht (3) angeordnet ist, wobei die Antenne von mehreren kleineren Bereichen (11) einer elektrisch leitfähigen Schicht (3) umgeben ist und sowohl der die Antenne bildende Bereich (9) als auch die kleineren Bereiche (11) sämtlich elektrisch voneinander getrennt sind. Von einer leitfähigen Schicht gebildete Antenne nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägeschicht (2) auf einem Trägermaterial (1) angeordnet ist.






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