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Dokumentenidentifikation DE102005033317A1 25.01.2007
Titel Einrichtung zum Festlegen einer Runge im Bereich eines Nutzfahrzeugaufbaus
Anmelder F. Hesterberg & Söhne GmbH & Co KG, 58256 Ennepetal, DE
Erfinder Deppe, Werner, 58135 Hagen, DE;
Klein, Claus, 58332 Schwelm, DE
Vertreter Cichy, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 58332 Schwelm
DE-Anmeldedatum 16.07.2005
DE-Aktenzeichen 102005033317
Offenlegungstag 25.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.2007
IPC-Hauptklasse B62D 33/02(2006.01)A, F, I, 20061110, B, H, DE
Zusammenfassung Einrichtung zum Festlegen einer, insbesondere verschiebbar ausgebildeten, Runge im Bereich eines Nutzfahrzeugaufbaus, zumindest beinhaltend ein sowie eine, insbesondere als Handhebel ausgebildete, mit einem Rahmenbereich des Nutzfahrzeugaufbaus verbundene, respektive verbindbare, Verstelleinrichtung, wobei das Rungenprofil verstelleinrichtungsseitig eine Ausnehmung beinhaltet, in welche das freie Ende (16) der Verstelleinrichtung dergestalt einbringbar bzw. daraus entfernbar ist, dass die Verstelleinrichtung zwar im verriegelten, jedoch nicht im entriegelten Zustand der Runge mit dem Rungenprofil in Wirkverbindung steht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Festlegen einer, insbesondere verschiebbar ausgebildeten, Runge im Bereich eines Nutzfahrzeugaufbaus.

Nutzfahrzeugaufbauten beinhalten üblicherweise einen äußeren Rahmenbereich, auf welchem stationäre und relativ zum Nutzfahrzeugaufbau verschiebbare Rungen positioniert sind, die das Dach des Nutzfahrzeugaufbaus tragen. Zur Erzeugung von Öffnungen im Bereich des Dachaufbaus müssen verschiebbare Rungen vorgesehen werden, die im geschlossenen Zustand des Dachaufbaus relativ zum Rahmen festzulegen sind.

Ziel des Erfindungsgegenstandes ist es, eine Einrichtung zum Festlegen einer, insbesondere verschiebbar ausgebildeten, Runge im Bereich eines Nutzfahrzeugaufbaus bereit zu stellen, die kostengünstig herstellbar ist und mit einfachen Mitteln in verriegelnder bzw. entriegelnder Weise mit dem Rahmen des Nutzfahrzeugaufbaus in Wirkverbindung bringbar ist.

Dieses Ziel wird erreicht durch eine Einrichtung zum Festlegen einer, insbesondere verschiebbar ausgebildeten, Runge im Bereich eines Nutzfahrzeugaufbaus, zumindest beinhaltend ein Rungenprofil sowie eine, insbesondere als Handhebel ausgebildete mit einem Rahmenbereich des Nutzfahrzeugaufbaus verbundene, respektive verbindbare, Verstelleinrichtung, wobei das Rungenprofil verstelleinrichtungsseitig eine Ausnehmung beinhaltet, in welche das freie Ende der Verstelleinrichtung dergestalt einbringbar, bzw. daraus entfernbar ist, dass die Verstelleinrichtung zwar im verriegelten, jedoch nicht im entriegelten Zustand der Runge mit dem Rungenprofil in Wirkverbindung steht.

Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Mit dem Erfindungsgegenstand wird somit eine leicht zu handhabende Runge bereitgestellt, die mit einfachen Mitteln in relativ zum Nutzfahrzeugaufbau verriegelnder bzw. entriegelnder Weise verbunden werden kann.

Die vorteilhafterweise als Handhebel ausgebildete Verstelleinrichtung ist, einem weiteren Gedanken der Erfindung gemäß, einseitig und stationär mit einem Rahmenbereich des Nutzfahrzeugaufbaus verbunden, wobei die Schwenkbewegung um den rahmseitigen Lagerbereich erfolgt.

Dadurch, dass das Rungenprofil verstelleinrichtungsseitig mit einer entsprechend groß ausgebildeten Ausnehmung versehen ist, kann das insbesondere als Handgriff ausgebildete freie Ende der Verstelleinrichtung problemlos durch selbige hindurchgeführt werden, wobei die in den Ansprüchen angegebenen Wirkweisen in entriegelnder bzw. verriegelnder Weise herbeigeführt werden können.

Der Erfindungsgegenstand ist anhand eines Ausführungsbeispieles in der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschrieben. Es zeigen:

1 Prinzipsskizze der erfindungsgemäßen Einrichtung zum Festlegen einer Runge im Bereich eines Nutzfahrzeugaufbaus

2 Querschnitt durch 1

3 bis 5 unterschiedliche Schwenkzustände der Verstelleinrichtung relativ zum Rungenprofil.

1 zeigt als Prinzipsskizze eine Einrichtung zum Festlegen einer, in diesem Beispiel verschiebbar ausgebildeten, Runge 1 im Bereich eines nicht weiter dargestellten Nutzfahrzeugaufbaus. Die Runge 1 beinhaltet ein Rungenprofil 2, das in diesem Beispiel einen etwa C-förmigen Querschnitt aufweist. 1 zeigt den verriegelten Zustand der Runge 1 relativ zu einem nur angedeuteten Rahmenbereich 3 des nicht weiter dargestellten Nutzfahrzeugaufbaus. Ebenfalls nicht dargestellt ist der Dachaufbau. Die Einrichtung beinhaltet eine, in diesem Beispiel als mechanisch betätigbaren Handhebel ausgebildete Verstelleinrichtung 4, die im Bereich eines durch Böcke 5' gebildeten Rungenlagers 5 relativ zum Rahmenbereich 3 schwenkbar mit selbigem verbunden ist. Das C-förmig ausgebildete Rungenprofil 2 beinhaltet erhabene äußere Bereiche 6 sowie einen dazwischen angeordneten Freiraum 7, der den Handhebel 4 im verriegelten Zustand der Runge 1 dergestalt aufnimmt, dass er in etwa bündig mit den äußeren Bereichen 6 des Rungenprofiles 2 abschließt. Im rahmenseitigen Endbereich 8 des Handhebels 4 ist ein durchgehender Schlitz 9 vorgesehen, dessen Funktion später erläutert wird.

2 zeigt einen Querschnitt durch 1. Erkennbar ist das Rungenprofil 2, der Handhebel 4, der Rahmenbereich 3 sowie der Schlitz 9. Die in 1 dargestellten das Rungenlager 5 bildende Böcke 5' sind über einen Bolzen 10 miteinander verbunden und nehmen das freie Ende 8 des Handhebels 4 dergestalt auf, dass der Handhebel 4 im Bereich des Schlitzes 9 in vertikaler Richtung anhebbar und um die Bolzenachse des Bolzens 10 schwenkbar ist (Pfeile). Wie bereits angesprochen, befindet sich der Handhebel 4 in verriegelter Position, so dass das Rungenprofil 2 relativ zum Rahmenbereich 3 festgelegt ist. In diesem Zustand befindet sich der Bolzen 10 im oberen Anschlagbereich 11 des Schlitzes 9. Soll nun eine Öffnung im Dach des Nutzfahrzeugaufbau hergestellt werden, wird der Handhebel 4 im Bereich seines Handgriffes 12 so weit nach oben vertikal ausgelenkt, bis der Bolzen 10 am unteren Anschlagbereich 13 des Schlitzes 9 zur Anlage kommt. Hier wird nun eine Schwenkachse 14 für den Handhebel 4 gebildet.

3 zeigt das Rungenprofil 2, den Rahmenbereich 3 sowie den Handhebel 4. In dieser Figur erkennbar ist, dass das Rungenprofil 2 handhebelseitig mit einer Ausnehmung 2' versehen ist, durch welche der Handhebel 4 durchgeführt ist. Die Ausnehmung 2' ist hierbei so groß ausgeführt, dass sie, ohne Klemmungen zu bewirken, später ein einfaches Hindurchführen des Handhebels 4 ermöglicht. Erkennbar sind die das Rungenlager 5 bildenden Böcke 5' sowie der Schlitz 9.

Erkennbar ist ein erster Schwenkzustand des Handhebels 4, wobei zwischen dem Rungenprofil 2 und dem Handhebel 4 ein Schwenkwinkel von etwa 90° gegeben ist. In dieser Position findet noch keine Bewegung der Runge 1 relativ zum Rahmenbereich 3 statt.

4 zeigt einen weiteren Schwenkzustand des nur teilweise dargestellten Handhebels 4 relativ zum Rungenprofil 2, bei welchem der Handhebel 4 etwas mehr als 90° zum Rungenprofil 2 steht. Erkennbar ist die Ausnehmung 2' und der Rahmenbereich 3. Ferner erkennbar ist das Rungenlager 5, gebildet durch die Böcke 5', die in Wirkverbindung mit dem Bolzen 10 stehen. In diesem Zustand hat bereits eine Bewegung des Rungenprofiles 2 relativ zum Handhebel 4 stattgefunden. Die Böcke 5' sind bereits frei.

5 zeigt einen weiteren Schwenkzustand des Handhebels 4 relativ zum Rungenprofil 2. Der Handhebel 4 hat hierbei eine solche Position, dass er relativ zum Rahmenteil 3, respektive zum Rungenprofil 2, einen Winkel > 90° einnimmt. In dieser Position rutscht das Rungenprofil 3 im Bereich der hier nur angedeuteten Ausnehmung 2' entlang des Handhebels 4 und kommt an einem handhebelseitig vorgesehenen Anschlag 15 zur Anlage, so dass das Rungenprofil 2 nicht weiter durchrutschen kann und eine Verletzung der Bedienperson ausgeschlossen ist.

Hier nicht dargestellt, jedoch leicht nachvollziehbar ist, dass das freie Ende 16 des Handhebels 4, nämlich der Handgriff 12, problemlos durch die Öffnung 2' des Rungenprofiles 2 geführt werden kann. Nun ist keine Verbindung mehr zwischen Handhebel 4 und Rungenprofil 2 gegeben. In diesem Beispiel erkennbar sind noch die das Rungenlager 5 bildenden Böcke 5', in Verbindung mit dem Bolzen 10 sowie der obere Anschlagbereich 11 des Schlitzes 9. In diesem entriegelten Zustand kann die Runge 1 relativ zum Rahmenbereich 3, respektive des nicht weiter dargestellten Nutzfahrzeugaufbaus, zur Erzeugung eines Öffnungsbereiches verschoben werden.

1
Runge
2
Rungenprofil
2'
Ausnehmung
3
Rahmenbereich
4
Verstelleinrichtung
5
Rungenlager
5'
Bock
6
äußerer Bereich
7
Freiraum
8
rahmenseitiger Endbereich
9
Schlitz
10
Bolzen
11
oberer Anschlagbereich
12
Handgriff
13
unterer Anschlagbereich
14
Schwenkachse
15
Anschlag
16
freies Ende


Anspruch[de]
Einrichtung zum Festlegen einer, insbesondere verschiebbar ausgebildeten, Runge (1) im Bereich eines Nutzfahrzeugaufbaus, zumindest beinhaltend ein Rungenprofil (2) sowie eine, insbesondere als Handhebel ausgebildete mit einem Rahmenbereich (3) des Nutzfahrzeugaufbaus verbundene, respektive verbindbare, Verstelleinrichtung (4), wobei das Rungenprofil (2) verstelleinrichtungsseitig eine Ausnehmung (2') beinhaltet, in welche das freie Ende (16) der Verstelleinrichtung (4) dergestalt einbringbar bzw. daraus entfernbar ist, dass die Verstelleinrichtung (4) zwar im verriegelten, jedoch nicht im entriegelten Zustand der Runge (1) mit dem Rungenprofil (2) in Wirkverbindung steht. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rungenprofil (2) einen etwa C-förmigen Querschnitt aufweist. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die im Rungenprofil (2) vorgesehene Ausnehmung (2') in etwa rechteckig ausgebildet ist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (4) im Bereich eines Rungenlagers (5), um eine Schwenkachse (14) schwenkbar, positioniert ist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rungenlager (5) durch beabstandete über einen Bolzen (10) miteinander verbundene Böcke (5') gebildet ist, wobei der rahmenseitig vorgesehene Endbereich (8) der Verstelleinrichtung (4) um die Bolzenachse (14) schwenkbar vorgesehen ist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (4) rungenprofilseitig über einen Anschlag (15) verfügt. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (4) im verriegelten Zustand der Runge (1) parallel zum Rungenprofil (2) vorgesehen ist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (4) im verriegelten Zustand der Runge (1) im Bereich des zwischen den äußeren Bereichen (6) des C-Profiles gebildeten Freiraums (7) dergestalt eingebracht ist, dass sie mit den äußeren Bereichen (6) im Wesentlichen bündig abschließt. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (4) rahmenbereichsseitig über einen geschlitzten Bereich (9) verfügt und aus dem verriegelten Zustand der Runge (1) etwa parallel zum Rungenprofil, insbesondere vertikal auslenkbar und anschließend aus dem Bereich des Rungenprofiles (2) heraus schwenkbar ist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass beim Schwenken der Verstelleinrichtung (4) im Bereich > 90° relativ zum Rungenprofil (2) selbiges um einen vorgebbaren Winkel ausschwenkt und bei weiterem Schwenken der Verstelleinrichtung (4) das Rungenprofil (2) ausnehmungsseitig am Anschlag (15) der Verstelleinrichtung (4) zur Anlage kommt. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (4) soweit relativ zum Rungenprofil (2) schwenkbar ist, bis das Rungenprofil (2) ausnehmungsseitig über das freie Ende (16) der Verstelleinrichtung (4) führbar und somit ein entriegelter Zustand, insbesondere zum Verschieben der Runge (1) relativ zum Rahmenbereich (3) des Nutzfahrzeugaufbaus hergestellt ist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung eines verriegelten Zustandes der Runge (1) relativ zum Nutzfahrzeugaufbau, respektive zum Rahmenbereich (3), das freie Ende (16) der Verstelleinrichtung (4) soweit in die Ausnehmung (2') einführbar ist, bis eine Schwenkbewegung der Verstelleinrichtung (4) relativ zum Rungenprofil (2) möglich ist und durch weiteres Schwenken der Verstelleinrichtung (4) und abschließendes Absenken desselben relativ zum Rungenprofil (2) der verriegelte Zustand hergestellt ist.






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