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Dokumentenidentifikation DE102005034312A1 25.01.2007
Titel Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine
Anmelder MAN Roland Druckmaschinen AG, 63075 Offenbach, DE
Erfinder Schölzig, Jürgen, 55126 Mainz, DE
DE-Anmeldedatum 22.07.2005
DE-Aktenzeichen 102005034312
Offenlegungstag 25.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.2007
IPC-Hauptklasse B41F 7/24(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41F 7/26(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B41F 33/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine, insbesondere einer Bogendruckmaschine, mit mindestens einem Druckwerk, wobei das oder jedes Druckwerk einen Druckzylinder bzw. Gegendruckzylinder, einen Übertragungszylinder (2) bzw. Gummizylinder, einen Formzylinder (1) bzw. Plattenzylinder, ein Farbwerk (3) sowie ein Feuchtwerk (4) aufweist, wobei über das Farbwerk (3) des oder jedes Druckwerks Druckfarbe auf mindestens eine auf dem Formzylinder (1) des jeweiligen Druckwerks positionierte Druckform aufgetragen wird und wobei über das Feuchtwerk (4) des oder jedes Druckwerks ein Feuchtmittelgemisch aus einem Feuchtmittel und mindestens einem Additiv auf die oder jede auf dem Formzylinder (1) des jeweiligen Druckwerks positionierte Druckform aufgetragen wird. Erfindungsgemäß wird während des Druckens eine Feuchtmittel- oder Feuchtmittelgemischverbrauchsmessung und/oder eine Druckfarbeverbrauchsmessung durchgeführt, wobei abhängig von der oder jeder Verbrauchsmessung dem Feuchtmittel mindestens ein Additiv derart zudosiert wird, dass im Feuchtmittelgemisch ein in etwa konstantes Verhältnis aus Feuchtmittel und dem jeweiligen Additiv beibehalten wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine, insbesondere einer Bogendruckmaschine, nach gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Druckmaschine, insbesondere eine Bogendruckmaschine, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 8.

Druckmaschinen verfügen über mehrere Druckwerke, wobei in jedem Druckwerk ein Teildruckbild in einer Druckfarbe auf einen Bedruckstoff aufgetragen wird. Jedes Druckwerk der Druckmaschine verfügt über einen Druckzylinder, einen auf dem Druckzylinder abrollenden Übertragungszylinder sowie einen auf dem Übertragungszylinder abrollenden Formzylinder. Der Druckzylinder wird auch als Gegendruckzylinder bezeichnet, der Übertragungszylinder auch als Gummizylinder und der Formzylinder als Plattenzylinder. Auf dem Formzylinder ist mindestens eine Druckform positioniert, wobei mithilfe eines Farbwerks des jeweiligen Druckwerks auf die oder jede auf dem Formzylinder positionierte Druckform Druckfarbe aufgetragen wird. Über ein Feuchtwerk kann auf die oder jede auf dem Formzylinder positionierte Druckform ein Feuchtmittel oder auch ein Feuchtmittelgemisch aufgetragen werden, wobei das Feuchtmittelgemisch aus einem Feuchtmittel und mindestens einem Additiv besteht. Das Feuchtmittel basiert auf Rohwasser und Zusätzen, wobei als Zusätze Alkohol, Alkoholersatzstoffe oder auf Kohlenwasserstoffen basierende Zusätze Verwendung finden.

Aus der EP 1 310 361 A2 ist es bereits bekannt, die Zusammensetzung des Feuchtmittels, welches auf Rohwasser und Zusätzen basiert, mithilfe einer Feuchtmittelaufbereitung während des Druckens konstant zu halten, und zwar dadurch, dass mit einem Sensor die Konzentration der Zusätze im Feuchtmittel gemessen wird, wobei auf Basis der Messung dem Feuchtmittel Zusätze zugeführt werden.

Auf Basis einer solchen Konzentrationsmessung kann während des Druckens auch über große Zeiträume die Zusammensetzung des Feuchtmittels konstant gehalten werden, um so über große Zeiträume mit einer konstant hohen Qualität zu drucken.

Weiterhin ist es aus der DE 101 49 009 A1 (siehe Spalte 1, Zeilen 45-55) bereits bekannt, einem Feuchtmittel als Additiv einen Katalysator beizumischen, um z. B. bei einer Inhibitoren und Oligomere enthaltenden Druckfarbe den Trocknungsprozess der Druckfarbe dadurch zu beschleunigen, dass der dem Feuchtmittel beigemischte Katalysator den Zerfall der Inhibitoren beschleunigt. Eine Mischung aus einem Feuchtmittel und mindestens einem Additiv, z. B. einem Trocknungsbeschleuniger, wird nachfolgend als Feuchtmittelgemisch bezeichnet, wobei aus dem Stand der Technik bislang keine Maßnahmen bekannt sind, mithilfe derer die Zusammensetzung eines Feuchtmittelgemischs während des Druckens beibehalten werden kann.

Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zugrunde, ein neuartiges Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine sowie eine entsprechende Druckmaschine zu schaffen.

Dieses Problem wird durch ein Verfahren gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Erfindungsgemäß wird während des Druckens eine Feuchtmittel- oder Feuchtmittelgemischverbrauchsmessung und/oder eine Druckfarbeverbrauchsmessung durchgeführt, wobei abhängig von der oder jeder Verbrauchsmessung dem Feuchtmittel mindestens ein Additiv derart zudosiert wird, dass im Feuchtmittelgemisch ein in etwa konstantes Verhältnis aus Feuchtmittel und dem jeweiligen Additiv beibehalten wird. Bei dem Additiv handelt es sich vorzugsweise um einen Trocknungsbeschleuniger für Druckfarbe.

Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen, eine Verbrauchsmessung durchzuführen und auf Basis der Verbrauchsmessung dem Feuchtmittel mindestens ein Additiv beizumischen, um so im Feuchtmittelgemisch über den gesamten Druckprozess ein in etwa konstantes Verhältnis aus Feuchtmittel und dem jeweiligen Additiv aufrechtzuerhalten. Dies ermöglicht eine einfache sowie genaue Zudosierung des jeweiligen Additivs zum Feuchtmittel, und zwar mit einer Genauigkeit von +/– 0,5 Volumenprozent.

Die erfindungsgemäße Druckmaschine ist in Patentanspruch 8 definiert.

Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert.

Dabei zeigt:

1: ein schematisierte Darstellung eines Druckwerks einer Druckmaschine;

Nachfolgend wird die hier vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf 1 in größerem Detail beschrieben.

1 zeigt eine schematisierte Darstellung eines Druckwerks einer Druckmaschine, wobei das in 1 dargestellte Druckwerk als Offset-Druckwerk ausgebildet ist. Das Druckwerk verfügt über einen Formzylinder 1, auf welchem mindestens eine Druckform angeordnet ist. Der Formzylinder 1 wird auch als Plattenzylinder bezeichnet. Auf dem Formzylinder 1 rollt ein Übertragungszylinder ab, der auch als Gummizylinder bezeichnet wird. Auf dem Gummizylinder 2 rollt ein in 1 nicht-dargestellter Druckzylinder bzw. Gegendruckzylinder ab, wobei ein zu bedruckender Bedruckstoff durch einen Spalt bewegt wird, der zwischen dem Übertragungszylinder 2 und dem nicht-dargestellten Druckzylinder ausgebildet ist.

Das Druckwerk der 1 verfügt weiterhin über ein Farbwerk 3 sowie ein Feuchtwerk 4, wobei mit Hilfe des Farbwerks 3 Druckfarbe auf die oder jede auf dem Formzylinder 1 positionierte Druckform aufgetragen wird. Mithilfe des Feuchtwerks 4 wird ein Feuchtmittelgemisch auf die oder jede auf den Formzylinder 1 positionierte Druckform aufgetragen, wobei hierzu auf dem Formzylinder 1 eine Feuchtauftragwalze 5 abrollt, über welche das Feuchtmittelgemisch auf die oder jede auf dem Formzylinder 1 positionierte Druckform aufgetragen wird. Druckfarbe wird über einen Walzenzug des Farbwerks 3 in Richtung auf den Formzylinder 1 transportiert, wobei dieser Walzenzug aus mehreren Farbwerkwalzen gebildet wird, von denen in 1 Farbreiberwalzen 6 und 7 sowie auf dem Formzylinder 1 abrollende Farbauftragwalzen 8 beziffert sind. Ein in 1 dargestelltes Offset-Druckwerk umfassend ein Farbwerk 3 und Feuchtwerk 4 wird auch als Nass-Offset-Druckwerk bezeichnet.

Über das Feuchtwerk 4 wird ein Feuchtmittelgemisch auf die oder jede auf dem Formzylinder 1 positionierte Druckform aufgetragen, wobei das Feuchtmittelgemisch aus einem Feuchtmittel und mindestens einem Additiv besteht. Das Feuchtmittel ist aus Rohwasser und Zusätzen gebildet. Bei dem Additiv des Feuchtmittelgemischs handelt es sich bevorzugt und einen Trocknungsbeschleuniger für Druckfarbe. Das Feuchtmittelgemisch wird in einem Feuchtmittelkasten 9 des Feuchtwerks 4 bereitgehalten. Während des gesamten Druckprozesses soll die Zusammensetzung des Feuchtmittelgemischs in etwa konstant gehalten werden, sodass demnach im Feuchtmittelgemisch ein in etwa konstantes Verhältnis aus Feuchtmittel und Additiv bzw. Additiven vorliegt. Hierzu wird im Sinne der hier vorliegenden Erfindung vorgeschlagen, während des Druckens eine Feuchtmittel- oder Feuchtmittelgemischverbrauchsmessung und/oder eine Druckfarbeverbrauchsmessung durchzuführen, wobei abhängig von der oder jeder Verbrauchsmessung dem Feuchtmittel mindestens ein Additiv derart zudosiert wird, dass im Feuchtmittelgemisch ein in etwa konstantes Verhältnis aus Feuchtmittel und jeweiligem Additiv beibehalten wird.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der hier vorliegenden Erfindung wird ausschließlich eine Feuchtmittelgemischverbrauchsmessung durchgeführt, wobei hierzu die Entnahme des Feuchtmittelgemischs aus einem Behälter 12, in welchem das Feuchtmittelgemisch bereitgehalten und aus welchem das Feuchtmittelgemisch dem Feuchtmittelkasten 9 des Feuchtwerks 4 zugeführt wird, ermittelt wird. Dies kann z. B. über eine Gewichtsmessung des Behälters 12 oder über eine Füllstandsmessung des Behälters 12 erfolgen. Abhängig von dieser Messung wird dann dem Behälter 12 einerseits Feuchtmittel und andererseits das als Trocknungsbeschleuniger ausgebildete Additiv zugeführt, wobei das Feuchtmittel in einem Behälter 10 und das Additiv in einem Behälter 11 bereitgehalten werden. Abhängig von der Messung der Entnahme des Feuchtmittelgemischs im Behälter 12 wird nun dem Behälter 12 einerseits Feuchtmittel aus dem Behälter 10 und andererseits ein Additiv aus dem Behälter 11 derart zugeführt, dass im Behälter 12 ein Feuchtmittelgemisch mit einem in etwa konstanten Verhältnis aus Feuchtmittel und Additiv vorliegt. Vorzugsweise dient demnach die Verbrauchsmessung des Feuchtmittelgemischs dazu, sowohl die Zuführung von Feuchtmittel als auch die Zuführung von Additiv in den Behälter 12 zu bestimmen.

Im Ausführungsbeispiel der 1 wird das Feuchtmittel aus dem Behälter 10 und das Additiv aus dem Behälter 11 bereits vor Einleitung in den Behälter 12 zusammengeführt und demnach als Feuchtmittelgemisch dem Behälter 12 zugeführt. Alternativ kann die Zusammenführung des Feuchtmittels sowie des Additivs jedoch auch erst im Behälter 12 erfolgen. Auch können Feuchtmittel und Additiv zuerst einem Vormischer bzw. Premixer zugeführt und ausgehend vom Vormischer dem Behälter 12 zugeführt werden.

Es kann vorgesehen sein, dass jedem Feuchtwerk 4 einer Druckmaschine ein separater Behälter 12 mit einer separaten Feuchtmittelgemischversorgung zugeordnet ist, um so jeden Feuchtmittelkasten 9 jedes Feuchtwerks 4 getrennt mit Feuchtmittelgemisch zu versorgen. Alternativ kann auch die Versorgung der Feuchtmittelkästen 9 mehrerer Feuchtwerke 4 über einen gemeinsamen Behälter 12 und damit eine gemeinsame Feuchtmittelgemischversorgung erfolgen.

Alternativ kann zur Aufrechterhaltung eines in etwa konstanten Verhältnisses aus Feuchtmittel und Additiv im Feuchtmittelgemisch des Behälters 12 so vorgegangen werden, dass die Entnahme des Feuchtmittelgemischs aus dem Behälter 12 gemessen wird, wobei abhängig hiervon dem Behälter 12 Feuchtmittel aus dem Behälter 10 zugeführt wird. Das Zuführen des Additivs aus dem Behälter 11 in den Behälter 12 erfolgt dann abhängig von der Entnahme des Feuchtmittels aus dem Behälter 10, und zwar wiederum derart, dass letztendlich in Behälter 12 während des gesamten Druckprozesses ein Feuchtmittelgemisch mit einem in etwa konstanten Verhältnis aus Feuchtmittel und Additiv vorliegt.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass anstelle einer Feuchtmittelgemischverbrauchsmessung oder einer Feuchtmittelverbrauchsmessung auch eine Druckfarbeverbrauchsmessung durchgeführt werden kann, um abhängig von dieser Verbrauchsmessung die Zusammensetzung des Feuchtmittelgemischs im Feuchtwerk 4 konstant zu halten. Hierzu kann z. B. die Entnahme von Druckfarbe aus einem Farbbehälter des Farbwerks 3 gemessen werden, um abhängig von diesem Messwert dem Behälter 12 sowohl Feuchtmittel als auch mindestens ein Additiv zuzuführen. So ist nämlich der Feuchtmittelverbrauch bzw. Feuchtmittelgemischverbrauch proportional abhängig vom Verbrauch an Druckfarbe, sodass aus dem Verbrauch der Druckfarbe auf einen Feuchtmittelgemischverbrauch geschlossen werden kann. Das Zudosieren des Additivs zum Feuchtmittel auf Basis einer Feuchtmittelverbrauchsmessung bzw. Feuchtmittelgemischverbrauchsmessung ist jedoch bevorzugt, weil einfacher realisierbar.

Mithilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei welchem auf Basis einer Verbrauchsmessung dem Feuchtmittel mindestens ein Additiv zur Bereitstellung eines Feuchtmittelgemischs zudosiert wird, kann eine Genauigkeit der Zudosierung in einer Größenordnung von +/– 0,5 Volumenprozent realisiert werden. Dabei erfolgt die Zudosierung des Additivs zum Feuchtmittel vorzugsweise diskontinuierlich in mehreren kleinen Dosierschritten.

Im Sinne der Erfindung kann an einem Leitstand der Druckmaschine oder auf einem Display einer Feuchtmittelaufbereitungseinrichtung eine Visualisierung der Feuchtmittelgemischzusammensetzung erfolgen. Dabei kann ein aktueller Wert der Feuchtmittelgemischzusammensetzung sowie ein gegebenenfalls bzgl. der Druckgeschwindigkeit normierter Trendwert über die Zeit bzw. Auflage angezeigt werden. Auch kann vorgesehen sein, dass ein Drucker am Leitstand die Feuchtmittelgemischzusammensetzung, also das Verhältnis aus Feuchtmittel und dem jeweiligen Additiv im Feuchtmittelgemisch, vorgibt.

Vorrichtungsseitig kann eine Feuchtmittelaufbereitungseinheit, welche üblicherweise Kühl- und Konditionierungsgeräte umfasst, als Funktionseinheit mit einem Farbwerktemperiergerät und einer optionalen Filtereinheit für das Feuchtmittel bzw. Feuchtmittelgemisch zu einem "Kombigerät" als Baueinheit mit einem internen und/oder externen Kältekompressor oder einer zentralen Wärme- bzw. Energie-Schnittstelle ausgeführt werden, wobei dann die gesamte Baueinheit in einem gemeinsamen Peripherieschrank in der Nähe der Druckmaschine untergebracht ist, und wobei dann die Behälter für das oder jedes Additiv des Feuchtmittelgemischs in Form von füllstandsüberwachten, leicht austauschbaren Kanistern in einem Gebindeschrank untergebracht sind, die mit dem Peripherieschrank verbunden sind. Die Additive werden selbstansaugend von einer Lanze im Kanister zur Dosierstelle gefördert.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass das Aufsteigen des als Trocknungsbeschleuniger ausgebildeten Additivs in das Farbwerk dadurch verhindert werden kann, dass dem Farbwerk 3 eine sogenannte Blaseinrichtung zugeordnet ist. Eine solche Blaseinrichtung ist aus der DE 203 11 534 bekannt.

1
Formzylinder/Plattenzylinder
2
Übertragungszylinder/Gummizylinder
3
Farbwerk
4
Feuchtwerk
5
Feuchtauftragwalze
6
Farbreiberwalze
7
Farbreiberwalze
8
Farbauftragwalze
9
Behälter
10
Behälter
11
Behälter


Anspruch[de]
Verfahren zum Betreiben einer Druckmaschine, insbesondere einer Bogendruckmaschine, mit mindestens einem Druckwerk, wobei das oder jedes Druckwerk einen Druckzylinder bzw. Gegendruckzylinder, einen Übertragungszylinder bzw. Gummizylinder, einen Formzylinder bzw. Plattenzylinder, ein Farbwerk sowie ein Feuchtwerk aufweist, wobei über das Farbwerk des oder jedes Druckwerks Druckfarbe auf mindestens eine auf dem Formzylinder des jeweiligen Druckwerks positionierte Druckform aufgetragen wird, und wobei über das Feuchtwerk des oder jedes Druckwerks ein Feuchtmittelgemisch aus einem Feuchtmittel und mindestens einem Additiv auf die oder jede auf dem Formzylinder des jeweiligen Druckwerks positionierte Druckform aufgetragen wird, dadurch gekennzeichnet, dass während des Druckens eine Feuchtmittel- oder Feuchtmittelgemischverbrauchsmessung und/oder eine Druckfarbeverbrauchsmessung durchgeführt wird, und dass abhängig von der oder jeder Verbrauchsmessung dem Feuchtmittel mindestens ein Additiv derart zudosiert wird, dass im Feuchtmittelgemisch ein in etwa konstantes Verhältnis aus Feuchtmittel und dem jeweiligen Additiv beibehalten wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass abhängig von der oder jeder Verbrauchsmessung dem Feuchtmittel als Additiv ein Trocknungsbeschleuniger für Druckfarbe zudosiert wird. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Feuchtmittel- oder Feuchtmittelgemischverbrauchsmessung durchgeführt wird, derart, dass die Entnahme des in einem Behälter bereitgehaltenen Feuchtmittels oder Feuchtmittelgemischs gemessen und abhängig hiervon das Additiv dem Feuchtmittel zudosiert wird. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass hierzu die Entnahme des Feuchtmittelgemischs aus dem Behälter gemessen wird, wobei abhängig hiervon dem Behälter einerseits Feuchtmittel und anderseits das Additiv derart zugeführt wird, dass für das Feuchtmittelgemisch im Behälter ein in etwa konstantes Verhältnis aus Feuchtmittel und Additiv beibehalten wird. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass hierzu die Entnahme des Feuchtmittelgemischs aus dem Behälter gemessen wird, wobei abhängig hiervon dem Behälter Feuchtmittel zugeführt wird, und wobei abhängig den der Zuführung des Feuchtmittels dem Behälter das Additiv derart zugeführt wird, dass für das Feuchtmittelgemisch im Behälter ein in etwa konstantes Verhältnis aus Feuchtmittel und Additiv beibehalten wird. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckfarbeverbrauchsmessung durchgeführt wird, derart, dass die Entnahme der in einem Farbbehälter bereitgehaltenen Druckfarbe gemessen und abhängig hiervon das Additiv dem Feuchtmittel zudosiert wird. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein aktueller Wert und/oder ein Trendwert der Feuchtmittelgemischzusammensetzung angezeigt wird. Druckmaschine, insbesondere Bogendruckmaschine, mit mindestens einem Druckwerk, wobei das oder jedes Druckwerk ein Farbwerk und ein Feuchtwerk aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Feuchtwerk des oder jedes Druckwerks nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7 betreibbar ist.






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