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Dokumentenidentifikation DE602004000561T2 25.01.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001502830
Titel Gepanzerte Sirene für Kraftfahrzeug
Anmelder Delphi Technologies, Inc., Troy, Mich., US
Erfinder Jawdoszyn, Claude, 95110 Sannois, FR
Vertreter Reitstötter, Kinzebach & Partner (GbR), 81679 München
DE-Aktenzeichen 602004000561
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 07.07.2004
EP-Aktenzeichen 042917179
EP-Offenlegungsdatum 02.02.2005
EP date of grant 29.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.2007
IPC-Hauptklasse B60R 25/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse G10K 9/22(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sirene für Kraftfahrzeuge, wie beispielsweise Autos, Lastwägen oder ähnliches, die einen kräftigen Ton aussendet, wenn in das Fahrzeug eingebrochen wird. Insbesondere betrifft die Erfindung eine gepanzerte Sirene mit einer Außenhülle aus Blech, um die das Tonsignal erzeugenden inneren Bauelemente der Sirene vor Zerstörungsversuchen zu schützen.

Diebstahlverhindernde Sirenen sind bekannt. Beispielsweise beschreibt das Dokument FR-A-2 687 967 eine Sirene, die eine vordere Halbschale aufweist, die so an eine hintere Halbschale angepasst ist, dass eine innere Ausnehmung gebildet wird. Die beiden Halbschalen bestehen bevorzugt aus Kunststoff. Die Ausnehmung nimmt Batterien, eine elektronische Steuerschaltungsplatine, eine elektromechanische Einheit, eine Membran und eine Innenkalotte auf. Die vordere Halbschale besitzt die Form einer aus der Sirene herausragenden Kuppel, so dass das Innenprofil der vorderen Halbschale und das Außenprofil der inneren Kalotte, die sich gegenüber liegen, einen „herzförmigen" Kanal bilden, welcher die Erzeugung eines Tons durch die Schwingung der Membran ermöglicht.

Es ist außerdem bekannt, eine solche diebstahlsverhindernde Sirene zu panzern, indem man sie in einem im Wesentlichen kub scheu Gehäuse anordnet, das durch einen Deckel verschlossen wird. Das Gehäuse und der Deckel bestehen beispielsweise aus einem 2 mm starken, ausgestanzten und umgefalteten Blech. Der Deckel wird durch Schrauben und Muttern auf dem Gehäuse befestigt. Das Gehäuse weist nach außen ragende Blechzungen auf, um die Baugruppe der gepanzerten Sirene am Fahrzeugkasten zu befestigen. Der flache Deckel weist mehrere kreisförmige Löcher auf, damit das von der Sirene erzeugte Tonsignal aus der Panzerung nach außen dringen kann.

Der Hauptnachteil einer solchen Panzerung einer diebstahlverhindernden Sirene besteht in einem beträchtlichen Verlust der Schallwirkung der Sirene. Sie ist nämlich in einer Blechumfassung eingeschlossen, so dass der Schall verschluckt wird. Außerdem besitzt die die Sirene bildende vordere Halbschale eine komplexe Form und weist einen offenen Randkranz auf, der mit Rippen versehen ist, welche oberhalb der Austrittsöffnung eine Kuppel tragen. Außerdem sind die verschiedenen an der Schallerzeugung beteiligten Bauteile von einer Doppelhülle umgeben: einer ersten, von den beiden Halbschalen gebildeten Hülle aus Kunststoff zur Schallerzeugung, die wiederum von einer zweiten Hülle aus Metall umgeben ist, die von dem Gehäuse und dem Deckel zur Panzerung der Sirene gebildet wird. Diese fehlende Integration beim Aufbau der Sirene und ihrer Panzerung führen zu einer erhöhten Anzahl an Bauteilen und zu hohen Kosten für die Ausgangsmaterialien und die Herstellung. Schließlich ist das Volumen der Sirene und ihrer Panzerung beträchtlich.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine gepanzerte Sirene bereit zu stellen, welche die oben beschriebenen Nachteile nicht aufweist.

Gegenstand der Erfindung ist daher eine gepanzerte Sirene für ein Kraftfahrzeug, mit einem inneren Gehäuse, in dem inneren Gehäuse angeordneten elektronischen Mitteln zur Erzeugung eines elektronischen Signals, einer Schallerzeugungseinrichtung, die elektrisch mit den elektronischen Mitteln verbunden ist und das elektrische Signal in ein akustisches Signal umwandeln kann, und einer äußeren Panzerungsschale, welche zur Aufnahme des inneren Gehäuses dient und erste und zweite Halbschalen aufweist, die durch Montagemittel miteinander verbunden sind, wobei eine Hauptwand der zweiten Halbschale mit wenigstens einer Öffnung zur Schallfreisetzung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallerzeugungseinrichtung den Deckel des inneren Gehäuses bildet, wobei Verschlussmittel vorgesehen sind, um die Schallerzeugungseinrichtung auf dem inneren Gehäuse dicht zu verschließen, und dadurch, dass die Innenfläche der Hauptwand mit der ihr gegenüber angeordneten Außenfläche der Schallerzeugungseinrichtung eine Druckkammer zur Schallerzeugung bildet.

Vorteilhaft dient die zweite Halbschale sowohl der Schallerzeugung, indem sie mit der Schallerzeugungseinrichtung die Druckkammer bildet, als auch der Panzerung um die so erhaltene Sirene herum. Die Anzahl der Bauteile ist reduziert. Die äußere Schale der Panzerung erstickt das Schallsignal nicht, denn die zweite Halbschale ist an dessen Produktion beteiligt. Das Volumen der gepanzerten Sirene ist reduziert. Die gepanzerte Sirene weist einen geringen Platzbedarf auf.

Vorzugsweise weist die Hauptwand mehrere Öffnungen zur Schallfreisetzung auf, die aus Schlitzen bestehen, die in der Hauptwand radial von ihrem Zentrum wegführend ausgespart sind.

Vorteilhaft werden die Schallfreisetzungsöffnungen einfach durch Ausstanzen der Schlitze in der aus Blech bestehenden Hauptwand der zweiten Halbschale gebildet. Schlitzförmige Öffnungen begünstigen die Schallfreisetzung. Außerdem trägt diese spezielle Form der Schallfreisetzungsöffnungen zu der durch die zweite Halbschale erfüllten Schutzfunktion bei, in dem die Einführung eines Werkzeugs ins Innere der Panzerung, um die empfindlichen schallerzeugenden Bestandteile zu zerstören, verhindert wird.

Vorzugsweise weist die Hauptwand der zweiten Halbschale eine nach außen ragende zentrale Kuppel auf, die gegenüber der Schallerzeugungseinrichtung derart angeordnet ist, dass eine Druckkammer gebildet wird, die sich dem Profil der Schallerzeugungseinrichtung anpasst.

Vorteilhaft besitzt die Innenfläche der zweiten Halbschale ein an die Außenfläche der Schallerzeugungseinrichtung derart angepasstes Profil, dass eine wirksame Druckkammer gebildet wird. Ein kuppelförmiges Profil kann durch Tiefziehen leicht hergestellt werden. Außerdem verringert ein solches, an die Außenform der Schallerzeugungseinrichtung angepasstes Profil das Gesamtvolumen der Sirene weiter.

Vorzugsweise ist eine Wand des inneren Gehäuses mit einem Verbindungselement versehen, welches die Wand durchquert und elektrisch mit den elektronischen Mitteln verbunden ist, und dass die erste Halbschale einen angepassten Ausschnitt aufweist, durch den das Verbindungselement derart von außen zugänglich ist, dass die elektronischen Mittel elektrische Signale mit äußeren elektronischen Mitteln austauschen können.

Vorzugsweise weist die erste Halbschale einen Boden sowie erste Seitenwände auf, während die zweite Halbschale die erste Hauptwand sowie zweite Seitenwände aufweist, wobei die zweiten Seitenwände im zusammengebauten Zustand der zweiten Halbschale auf der ersten Halbschale die ersten Seitenwände zumindest teilweise bedecken.

Vorzugsweise weist der Rand der Innenfläche der Hauptwand der zweiten Halbschale eine Schulter auf, auf welcher die freien Enden der ersten Seitenwände der ersten Halbschale in Anlage kommen.

Vorteilhaft wird die Relativposition der beiden Halbschalen dadurch festgelegt, dass die freien Enden der ersten Seitenwände der ersten Halbschale auf einer Schulter in Anschlag kommen, die auf der Innenfläche der zweiten Halbschale vorgesehen ist.

Vorzugsweise weisen die Montagemittel der ersten und zweiten Halbschalen mehrere auf den ersten Seitenwänden angeordnete Öffnungen und mehrere auf den zweiten Seitenwänden angeordnete, nach innen vorspringende, einziehbare Zapfen auf, wobei sich die Zapfen einziehen, wenn die zweite Halbschale auf der ersten Halbschale angeordnet wird, und ihre Ausgangsstellung dann wieder einnehmen, wenn sich die beiden Halbschalen in ihrer montierten Position befinden, in der die Zapfen der zweiten Halbschale gegenüber den Öffnungen der ersten Halbschale angeordnet sind.

Vorzugsweise sind die Zapfen aus der zweiten Seitenwänden ausgeschnitten und bilden mit der zweiten Halbschale derart einstückige, gekrümmte Arme, dass eine endgültige Montage der ersten und zweiten Halbschalen miteinander ermöglicht wird.

Die Mittel, welche die Befestigung der beiden Halbschalen untereinander ermöglichen, haben vorzugsweise die Form von Zapfen, welche mit gegenüberliegenden Öffnungen zusammenwirken. Sobald sie einmal zusammengebaut sind, sind die beiden Halbschalen nicht mehr voneinander lösbar. Außerdem sind die Zapfen auf der zweiten Halbschale in einer Konfiguration angeordnet, in welcher die zweiten Seitenwände die ersten Seitenwände bedecken, so dass die Zapfen von außen nicht mehr zugänglich sind, was ein Öffnen der als Panzerung dienenden Außenschale verhindert. All dies dient dazu, die Schutzfunktion der Sirene durch die Außenschale zu verbessern.

Vorzugsweise umfassen die Seitenwände der zweiten Halbschale nach außen ragende gewölbte Abschnitte, die mit durchgehenden Bohrungen versehen sind, damit mit den gegenüberliegenden ersten Seitenwänden eine Ausnehmung gebildet wird, die zur Aufnahme des Kopfes einer Schraube dient, deren Schaft die Bohrung durchquert, um die Sirene an dem Fahrzeugkasten zu befestigen.

Da die beiden Halbschalen vorzugsweise aus Tiefziehblech bestehen, ist es einfach, einen herausragenden gewölbten Abschnitt durch Herausdrücken von Material der zweiten Halbschale zu erzeugen. Auf diese Weise wird in der zusammengebauten Position der beiden Halbschalen eine Ausnehmung gebildet, welche den Kopf einer Schraube aufnehmen kann, die jedoch zu eng ist, um es dieser zu ermöglichen, herauszukommen.

Vorzugsweise weisen die Verschlussmittel eine vertiefte Schulter auf der Innenfläche des freien Endes der Seitenwände des inneren Gehäuses und einen vorspringenden Kragen auf dem Umfangsrand der Schallerzeugungseinrichtung auf, welcher gegen die Schulter in Anlage kommen und dort einrasten kann.

Die Verschlussmittel weisen eine auf der Innenfläche des freien Endes der Seitenwände der inneren Gehäuses angeordnete Schulter, eine auf dem verjüngten Abschnitt der Schulter angeordnete Rille und einen vorspringenden Kragen auf dem Umfangsrand der Schallerzeugungseinrichtung auf. Der Kragen kann gegen die Schulter in Anlage kommen und in die Rille einrasten.

Vorzugsweise weist die Schallerzeugungseinrichtung einen Halter, ein auf der Innenfläche des Halters angeordnetes und mit den elektronischen Mitteln verbundenes piezoelektronisches Diaphragma, welches durch das von den elektronischen Mitteln ausgesandte elektrische Signal in Schwingungen versetzt werden kann, und eine profilierte Leitung, welche die Wand des Halters durchquert, in die Druckkammer mündet und zur Schallerzeugung mit dem Diaphragma zusammenwirkt, auf.

Vorzugsweise weisen die elektronischen Mittel eine mit einer gedruckten Schaltung versehene Karte zur Erzeugung des elektrischen Signals für die Schallerzeugungseinrichtung und Batterien zur Bereitstellung von elektrischer Energie für die Karte auf, damit die Sirene autonom arbeiten kann.

Vorzugsweise weist das innere Gehäuse Haltemittel für die elektronische Karte auf, die aus elastischen Zungen bestehen, welche zur elektronischen Karte gerichtete Schnäbel und Führungsmittel aufweisen, die mit auf der Karte vorgesehenen Bohrungen zusammenwirken können, um die Karte zu positionieren.

Vorzugsweise weist die Sirene Mittel zur Befestigung des inneren Gehäuses an der ersten Halbschale auf, wobei die Befestigungsmittel mehrere auf den Seitenwänden des inneren Gehäuses angeordnete und bezüglich des inneren Gehäuses nach außen gerichtete Vorsprünge und auf den Seitenwänden der ersten Halbschale ausgebildete Öffnungen, die mit den Vorsprüngen zusammenwirken sollen, derart aufweist, dass die Öffnungen und die Vorsprünge im montierten Zustand des inneren Gehäuses im Inneren der ersten Halbschale einander jeweils gegenüber liegen.

Die Erfindung wird besser verständlich und weitere Ziele, Details, Eigenschaften und Vorteile von ihr werden im Laufe der folgenden Beschreibung einer speziellen Ausführungsform der Erfindung deutlicher werden, die rein illustrativ und nicht einschränkend unter Bezugnahme auf beigefügte Zeichnungen erfolgt. In den Zeichnungen:

ist 1 eine Seitenansicht der bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen gepanzerten Sirene;

ist 2 ein Schnitt in der Ebene der 1 der gepanzerten Sirene;

ist 3 eine Unteransicht der gepanzerten Sirene der 1; und

ist 4 eine Aufsicht der gepanzerten Sirene der 1, wo die Ebene des Schnitts 2-2 der 2 dargestellt ist.

Die 1 bis 4 zeigen die gegenwärtig bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen gepanzerten Sirene. Unter besonderer Bezugnahme auf die 2 weist die gepanzerte Sirene 1 im Inneren ein vorzugsweise aus Kunststoff bestehendes Innengehäuse 5 auf. Das Innengehäuse 5 hat eine parallelepipede Form und weist eine viereckige Basis 51 mit abgerundeten Ecken, Seitenwände 52a, b, c und d, sowie eine der Basis 51 gegenüber liegende offene Seite auf. Die Innenfläche der Basis 51 weist einen Verbinder 53, Säulen 56 und mit Schnäbeln versehene Zungen 57 auf.

Im Inneren des Gehäuses 5 sind eine elektronische Karte 4, wie beispielsweise eine gedruckte Leiterkarte mit elektronischen Bauteilen auf ihrer Oberfläche, und (nicht dargestellte), mit der elektronischen Karte 4 verbundene und diese mit elektrischer Energie versorgende Batterien angeordnet. Die elektronische Karte 4 weist Löcher auf, die so angeordnet sind, dass sie mit den Positionen der verschiedenen Säulen 56 übereinstimmen. Die elektronische Karte 4 wird durch elastische Verformung der Zungen 57 auf den Säulen 56 angeordnet und dann, nach dem sie einmal ihre Position eingenommen hat, durch die Schnäbel der Zungen 57 gehalten. Die elektronische Karte 4 ist so mit dem Verbinder 53 verbunden, dass elektrische Signale mit einem elektronischen Zustandsüberwachungssystem des Fahrzeugs ausgetauscht werden können. Insbesondere empfängt die elektronische Karte 4 Steuersignale zum Auslösen der gepanzerten Sirene 1. Daraufhin erzeugt die elektronische Karte 4 ein elektrisches Signal in Richtung eines elektromechanischen Bauteils zur Erzeugung von Schallschwingungen, das unten beschrieben wird.

Sobald die elektronische Karte 4 und die Batterien im Inneren des Innengehäuses 5 montiert sind, wird dieses durch eine, in 2 schematisch dargestellte Schallerzeugungseinrichtung 3 bedeckt. Die Schallerzeugungseinrichtung 3 besteht aus einem Kunststoffträger, einem mit einem Diaphragma verbundenen elektromechanischen (piezoelektrischen, elektromagnetischen oder einem entsprechenden) Bauteil, wobei die Einrichtung auf der Innenfläche 31 des Trägers montiert und mit der elektronischen Karte 4 verbunden wird, und einer Leitung 36, welche den Träger des schwingenden Diaphragmas bis zu einer Druckkammer 8 durchquert, die weiter unten detaillierter beschrieben wird.

Verschlussmittel erlauben die Befestigung der Schallerzeugungseinrichtung 3 auf dem Innengehäuse 5, so dass die Schallerzeugungseinrichtung 3 dann als Deckel für das Innengehäuse 5 dient. Auf den freien Enden des Seitenwände 52, a, b, c und d des Innengehäuses 5 werden die Verschlussmittel von einer vertieften Schulter 53 und einer Rille 54 gebildet. Die Rille 54 befindet sich oberhalb der Schulter 53 in einem sich verjüngenden Abschnitt der Seitenwand 52. Auf dem Umfangsrand 32 des Halters der Schallerzeugungseinrichtung 3 werden die Verschlussmittel von einem vorspringenden Kragen 33 gebildet. Zum Verschließen des Innengehäuses 5 wird der Halter der Schallerzeugungseinrichtung durch Verformen in das Innengehäuse 5 hineingedrückt, bis der Kragen 33 gegen die Schulter 53 in Anlage kommt. Der Kragen 33 rastet dann in die Rille 54 so ein, dass die Seitenfläche des Kragens 33 an den Boden der Rille 54 gelangt. Um die Verbindung zwischen der Schallerzeugungseinrichtung 3 und dem Innengehäuse 5 abzudichten, da die gepanzerte Sirene 1 vorzugsweise in einem tiefer liegenden Bereich der Kraftfahrzeugkarosserie angeordnet ist, wo sie Spritzwasser und ähnlichem ausgesetzt ist, kann vorteilhaft eine aus Harzdichtung auf dem vertieften Bereich vorgesehen sein, der sich am Rand der Oberseite 34 der Schallerzeugungseinrichtung 3 befindet, und insbesondere in dem Bereich zwischen dem Kragen 33 und dem freien Ende der Seitenwände 52.

Das so durch die Schallerzeugungseinrichtung 3 verschlossene Innengehäuse 5 wird dann in einer ersten Halbschale 6 angeordnet. Die erste Halbschale 6 besteht aus Tiefziehblech und trägt zur Panzerung der gepanzerten Sirene 1 bei. Die Form der Halbschale 6 ist an die Form des Innengehäuses angepasst. Die erste Halbschale 6 weist erste Seitenwände 62a, b, c und d und einen Boden 61 auf.

Befestigungsmittel sind auf dem Innengehäuse 5 und auf der ersten Halbschale 6 vorgesehen, um das Innengehäuse 5 sicher im Inneren der ersten Halbschale 6 zu befestigen. Bei der beschriebenen Ausführungsform weisen die beiden Seitenwände 52b und 52d der Seitenwände 52 des Innengehäuses jeweils ein Paar (nicht dargestellter) keilförmiger Vorsprünge auf. Diese Vorsprünge sind beispielsweise außen im oberen Bereich der Seitenwände 52b und 52d angeordnet. Zwei Seitenwände 62b und 62d der Seitenwände der ersten Halbschale 6 weisen (nicht dargestellte) (Öffnungen auf, die mit diesen Vorsprüngen zusammenwirken können. Folglich liegen die Öffnungen der Seitenwände 62b und 62d den Vorsprüngen der Seitenwände 52b und 52d gegenüber, wenn das Innengehäuse 5 in der ersten Halbschale 6 eingebaut ist. Wenn das Innengehäuse 5 in die erste Halbschale 6 eingesetzt wird, behindert keinerlei Widerstand den Durchtritt des unteren Abschnitts des Innengehäuses 5 zu Beginn des Einsetzvorgangs. Dann werden unter Mitwirkung der Elastizität des Kunststoffs, aus dem die Seitenwände 52 bestehen, die Vorsprünge leicht gepresst, um den oberen Bereich des Innengehäuses in die Halbschale 6 einzusetzen. Wenn die Vorsprünge auf Höhe der in den Seitenwänden der ersten Halbschale 6 vorgesehenen Öffnungen ankommen, nehmen sie elastisch ihre Ruhestellung wieder an und rasten in den Öffnungen ein. Auf diese Weise wird das Innengehäuse 5 in der ersten Halbschale 6 auf einfache und sichere Weise befestigt. Wenn es sich erst einmal im Inneren der Halbschale 6 befindet, wird jede Bewegung des Innengehäuses 5 verhindert und das Innengehäuse 5 kann nur noch mit Schwierigkeiten aus der ersten Halbschale 6 entnommen werden.

Der Boden 61 der ersten Halbschale 6 weist einen Ausschnitt 63 auf, der dem Verbinder 53 gegenüber liegt und an diesen angepasst ist. Dieser Verbinder 53 ist von außerhalb der gepanzerten Sirene 1 zugänglich, damit er in an sich bekannter Weise durch ein vorgegebenes Verbindungsmittel mit dem elektronischen Steuerungssystem verbunden werden kann.

Die erste Halbschale 6 wird durch eine zweite Halbschale 2 verschlossen, die einen Deckel bildet. Die zweite Halbschale 2 weist zweite Seitenwände 22a, b, c und d und eine Hauptwand 20 auf. Der Rand der Innenfläche 29 der Hauptwand 20 weist eine Schulter 27 auf. Die zusammengebaute Stellung der zweiten Halbschale 2 auf der ersten Halbschale 6 wird so bestimmt, dass die freien Enden der ersten Seitenwände 62 der ersten Halbschale 6 gegen die Schulter 27 in Anschlag kommen. In der zusammengebauten Stellung bedecken die zweiten Seitenwände 22a, b, c und d der zweiten Halbschale 2 jeweils die ersten Seitenwände 62a, b, c und d der ersten Halbschale 6. Beispielsweise ist die Hälfte der Höhe der ersten Seitenwände 62a, b, c und d bedeckt. Außerdem sind die Abmessungen der zweiten Halbschale 2 so an die Abmessungen der ersten Halbschale 6 angepasst, dass die jeweiligen Seitenwände gewissermaßen ohne restliches Spiel zwischen sich aneinander angepasst sind. Eine solche Montage ermöglicht die Bildung einer äußeren Schale, die eine kontinuierliche Panzerung der empfindlichen inneren Bauteile der gepanzerten Sirene 1 bildet.

Die Mittel zum Zusammenbau der zweiten Halbschale 2 auf der ersten Halbschale 6 werden im Folgenden ausführlicher beschrieben. Zwei Wände 62a und 62c der ersten Seitenwände 62 der ersten Halbschale 6, die einander gegenüber liegen, weisen jeweils Öffnungen mit rechteckigem Querschnitt auf. Diese Öffnungen sind so angeordnet, dass sie durch die beiden Seitenwände 22a und 22c der zweiten Halbschale 2 bedeckt werden können. Beispielsweise befinden sie sich auf drei Viertel der Höhe der ersten Seitenwände 62a und 62c.

Die zweiten Seitenwände 22a und c der zweiten Halbschale 2 weisen Zapfen 23 auf, die sich in der zusammengebauten Position der beiden Halbschalen gegenüber den rechteckigen Öffnungen der ersten Seitenwände 62a und c befinden sollen. In einfachster Weise werden die Zapfen 23 durch Ausschnitte aus der Dicke der beiden Seitenwände entlang von drei Kanten mit einer rechteckigen Form realisiert, die derjenigen der Öffnungen der ersten Seitenwände entspricht. Anschließend werden die so erhaltenen Zungen so ins Innere der zweiten Halbschale 2 gebogen, dass man gebogene Arme erhält. Jeder der rechteckigen Zapfen 23 wird durch die Kante 23b der rechteckigen Form an der zweiten Seitenwand 22 gehalten, welche am weitesten von der Hauptwand 20 entfernt ist. Bei der Montage der zweiten Halbschale 2 auf der ersten Halbschale 6 kommen die ersten Seitenwände 22 gegen den Bogen der gebogenen Arme so in Anlage, dass der Zapfen 23 elastisch in die Dicke der beiden Seitenwände 22 eintritt. Die ersten Seitenwände 62 können die Zapfen 23 passieren und auf der Schulter 27 angeordnet werden. Sobald die korrekte Montageposition der beiden Halbschalen gefunden ist, befinden sich die Zapfen 23 gegenüber den in der ersten Halbschale 6 vorgesehenen Öffnungen und nehmen elastisch ihre Ausgangsposition wieder an. Die Zapfen 23 ragen dann in die Öffnungen der ersten Halbschale 6 hinein. Außerdem kommt die der Hauptwand 20 der ersten Halbschale 2 am nächsten liegende Kante 23a der rechteckigen Form jedes Zapfens 23 gegen die Kante der Öffnung der zweiten Halbschale 6 in Anschlag, in die der Zapfen 23 eingesetzt ist. Auf diese Weise können die beiden Halbschalen 6 und 2 nicht mehr auseinander gebaut werden.

Die Innenfläche 29 der Hauptwand 20 und die Außenfläche 34 der Schallerzeugungseinrichtung 3 bilden eine Druckkammer 8. Die Hauptwand 20 wird so ausgeformt, dass sie eine zentrale Kuppel 26 aufweist, die nach außen ragt. Auf diese Weise passt sich die Innenfläche 29 an die Außenfläche 34 an, um so eine kompakte gepanzerte Sirene 1 zu bilden. Vor allem weist die Druckkammer 8 bei dieser Anordnung ein optimales Profil auf, um die vor dem Diaphragma befindliche Luft zu komprimieren und die Schallausbeute des Lautsprechers, den die gepanzerte Sirene bildet, zu verbessern.

Die Anmelderin hat außerdem zahlreiche Versuche durchgeführt, um die Funktionstüchtigkeit einer Druckkammer zu belegen, die von einer Metallfläche gebildet wird, die gegenüber einer Kunststofffläche angeordnet ist.

Damit der Schall die Druckkammer 8 verlässt, weist die Hauptwand 20 zahlreiche Schlitze 28 auf, die in dem die zentrale Kuppel 26 umgebenden Randbereich 27 der Hauptwand 20 ausgespart sind. Die Schlitze 28 sind radial zum Zentrum der Hauptwand 20 orientiert. Die Breite der Schlitze 28 ist so eingeschränkt, dass das Einführen eines spitzen Werkzeugs zum Beschädigen des Diaphragmas nicht ermöglicht wird.

Nun werden die Befestigungsmittel der gepanzerten Sirene 1 beschrieben. Die gegenüber der Hauptwand 20 befindlichen Enden der beiden Wände 22b und 22d der zweiten Seitenwände 22 der zweiten Halbschale 2 weisen jeweils einen nach außen gerichteten gewölbten Bereich 24 auf. Dieser gewölbte Bereich 24 wird durch Hinauspressen des die zweite Halbschale 2 bildenden Blechs hergestellt. Jeder gewölbte Bereich 24 weist eine durchgehende Bohrung 25 auf. In der zusammengebauten Position der zweiten Halbschale 2 auf der ersten Halbschale 6 ist zwischen dem gewölbten Bereich 24 der zweiten Halbschale 2 und den ersten Seitenwänden 22b und d der ersten Halbschale 6 eine Ausnehmung 9 definiert. Die Ausnehmung 9 dient dazu, den quadratischen Kopf einer Schraube 7 aufzunehmen. Die Schraube 7 wurde vor dem Zusammenbau der beiden Halbschalen dadurch positioniert, dass man den Schaft der Schraube 7 in die Bohrung 25 eingesetzt hat. Wenn die Montage der beiden Halbschalen einmal durchgeführt ist, kann die Schraube 7 nicht mehr aus der Ausnehmung 9 heraustreten. Die Schraube 7 erlaubt es, die gepanzerte Sirene beispielsweise mit Hilfe von Muttern sicher am Wagenkasten zu fixieren.


Anspruch[de]
Gepanzerte Sirene für ein Kraftfahrzeug mit einem inneren Gehäuse (5), in dem inneren Gehäuse angeordneten elektronische Mitteln (4) zur Erzeugung eines elektrischen Signals, einer Schallerzeugungseinrichtung (3), die elektrisch mit den elektronischen Mitteln verbunden ist und das elektrische Signal in ein akustisches Signal umwandeln kann, und eine äußere Panzerungsschale, welche zur Aufnahme des inneren Gehäuses dient und erste und zweite Halbschalen (6, 2) aufweist, die durch Montagemittel (23) miteinander verbunden sind, wobei eine Hauptwand (20) der zweiten Halbschale (2) mit wenigstens einer Öffnung zur Schallfreisetzung (28) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallerzeugungseinrichtung den Deckel des inneren Gehäuses bildet, wobei Verschlussmittel vorgesehen sind, um die Schallerzeugungseinrichtung auf dem inneren Gehäuse dicht zu verschließen, und dadurch, dass die Innenfläche (29) der Hauptwand mit der ihr gegenüber angeordneten Außenfläche (34) der Schallerzeugungseinrichtung eine Druckkammer (8) zur Schallerzeugung bildet. Sirene gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptwand mehrere Öffnungen zur Schallfreisetzung (28) aufweist, die aus Schlitzen bestehen, die in der Hauptwand (20) radial von ihrem Zentrum wegführend eingespart sind. Sirene gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptwand (20) der zweiten Halbschale (2) eine nach außen ragende zentrale Kuppel (26) aufweist, die gegenüber der Schallerzeugungseinrichtung (3) derart angeordnet ist, dass eine Druckkammer (8) gebildet wird, die sich dem Profil der Schallerzeugungseinrichtung anpasst. Sirene gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wand des inneren Gehäuses (5) mit einem Verbindungselement (53) versehen ist, welches die Wand durchquert und elektrisch mit den elektronischen Mitteln (4) verbunden ist, und dadurch, dass die erste Halbschale (6) einen angepassten Ausschnitt (63) aufweist, durch den das Verbindungselement derart von außen zugänglich ist, dass die elektronischen Mittel elektrische Signale mit äußeren elektronischen Mitteln austauschen können. Sirene gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Halbschale (6) einen Boden (61) und erste Seitenwände (62a-d) aufweist, dadurch, dass die zweite Halbschale (2) die erste Hauptwand (20) und zweite Seitenwände (22a-d) aufweist, und dadurch, dass die zweiten Seitenwände (22a-d) im zusammengebauten Zustand der zweiten Halbschale auf der ersten Halbschale die ersten Seitenwände (62a-d) zumindest teilweise bedecken. Sirene gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand der Innenfläche (29) der Hauptwand (20) der zweiten Halbschale (2) eine Schulter (27) aufweist, auf welcher die freien Enden der ersten Seitenwände (62a-d) der ersten Halbschale (6) in Anlage kommen. Sirene gemäß einem der Ansprüche 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Montagemittel der ersten und zweiten Halbschalen (6, 2) mehrere auf den ersten Seitenwänden (62a-d) angeordnete Öffnungen und mehrere, auf den zweiten Seitenwänden (22a-d) angeordnete, nach innen vorspringende, einziehbare Zapfen (23) aufweisen, wobei sich die Zapfen einziehen, wenn die zweite Halbschale auf der ersten Halbschale angeordnet wird und ihre Ausgangsstellung dann wieder einnehmen, wenn sich die beiden Halbschalen in ihrer montierten Position befinden, in der die Zapfen der zweiten Halbschale sich gegenüber den Öffnungen der ersten Halbschale befinden. Sirene gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zapfen (23) in den zweiten Seitenwänden (22a-d) ausgeschnitten sind und mit der zweiten Halbschale einstückige, gekrümmte Arme bilden, so dass eine endgültige Montage der ersten und zweiten Halbschalen miteinander ermöglicht wird. Sirene gemäß einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (22a-d) der zweiten Halbschale (2) nach außen ragende gewölbte Abschnitte (24) umfassen, die mit durchgehenden Bohrungen (25) versehen sind, so dass mit den gegenüberliegenden ersten Seitenwänden (62a-d) eine Ausnehmung (9) gebildet wird, die zur Aufnahme des Kopfes einer Schraube (7) dient, deren Schaft die Bohrung durchquert, um die Sirene an dem Fahrzeuggehäuse zu befestigen. Sirene gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussmittel eine Schulter (53) in Form eines Kreuzes auf der Innenfläche des freien Endes der Seitenwände (52) des inneren Gehäuses (5) und einen vorspringenden Kragen (33) auf dem Umfangsrand (32) der Schallerzeugungseinrichtung (3) aufweisen, welcher gegen die Schulter in Anlage kommen und dort einrasten kann. Sirene gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallerzeugungseinrichtung (3) einen Halter, eine auf der Innenfläche des Halters angeordnete und mit den elektronischen Mitteln verbundenes piezoelektrisches Diaphragma, welches durch das von den elektronischen Mitteln ausgesandte elektrische Signal in Schwingungen versetzt werden kann, und eine profilierte Leitung (36) aufweist, welche die Wand des Halters durchquert, in die Druckkammer (8) mündet und zur Schallerzeugung mit dem Diaphragma zusammenwirkt. Sirene gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronischen Mittel eine mit einer gedruckten Schaltung versehene Karte zur Erzeugung des elektrischen Signals für die Schallerzeugungseinrichtung und Batterien zur Bereitstellung von elektrischer Leistung für die Karte aufweisen, damit die Sirene autonom arbeiten kann. Sirene gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel zur Befestigung des inneren Gehäuses (5) an der ersten Halbschale (6) aufweist, wobei die Befestigungsmittel mehrere auf den Seitenwänden (52) des inneren Gehäuses angeordnete und bezüglich des inneren Gehäuses nach außen gerichtete Vorsprünge und auf den Seitenwänden (62) der ersten Halbschale ausgebildete Öffnungen, die mit den Vorsprüngen zusammenwirken sollen, derart aufweist, dass die Öffnungen und die Vorsprünge im montierten Zustand des inneren Gehäuses im Inneren der ersten Halbschale einander jeweils gegenüberliegen.






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