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Dokumentenidentifikation DE69931137T2 25.01.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001031595
Titel Verfahren zur Herstellung einer Tastatur mit einem Tastenkopf aus hartem Harz
Anmelder Polymatech Co. Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Nishi, Kengo, Kita-ku, Tokyo, JP
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69931137
Vertragsstaaten DE, FI, GB, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.02.1999
EP-Aktenzeichen 993011543
EP-Offenlegungsdatum 30.08.2000
EP date of grant 03.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.2007
IPC-Hauptklasse C08J 5/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H01H 13/70(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer schönen und hochwertigen Tastatur, die gute Haltbarkeit gewährleistet und für ein tragbares Telefon, ein tragbares Informationsterminal, zur Fernbedienung verschiedener elektrischer Haushaltsgeräte, Kartenfernbedienung oder verschieden Tastaturen einsetzbar ist.

Siliconkautschuk oder dergleichen wird wegen hervorragender Tieftemperaturbeständigkeit, Hitzebeständigkeit, präziser Formbarkeit und elektrischer Isolierung hauptsächlich für die herkömmliche Tastatur eingesetzt.

Als Tastenkopf wird Weichgummi benutzt, um auf dessen Oberfläche Graphikelemente anzubringen, die sich aus Zeichen, Ziffern, Symbolen oder Bildern zusammensetzen, oder es wird ein Lichtmaskierungsabschnitt angeordnet, um Graphikelemente durch Ausschneiden eines Zeichens einer Ziffer, eines Symbols oder Bilds anzubringen.

Da jedoch in jedem Fall eine Silicongrundschicht als Material für die auf diesen Oberflächen auszubildenden Graphikelemente verwendet wird, werden diese durch Fingerdruck oder Reibung an Kleidungsstücken abgenutzt oder abgeschwächt, was zur Verschlechterung der visuellen Erkennung oder des Aussehens führt.

Daher sind in der Japanischen Gebrauchsmuster-Offenlegungsschrift Shouwa 48-15161, der Japanischen Patentschrift 2627692 oder der Japanaischen Patentveröffentlichung Heisei 7-95411 Verfahren vorgeschlagen worden, wobei ein Tastenkopfteil getrennt aus hartem Harz geformt wird, um ihn an seiner Oberfläche oder Rückseite oder anderswo zu bedrucken, und dann durch formschlüssige Verbindung mit einer Silicontastatur oder durch Ankleben mit Klebstoff oder doppelseitigem Klebeband oder dergleichen integriert wird.

Bezüglich der Ergänzung von Siliconkautschuk durch ein anderes Material ist auch die Behandlung der Oberfläche bekannt, wie in der Japanischen Patentveröffentlichung Heisei 7-282687 oder der Japanischen Patentveröffentlichung Heisei 7-296676 beschrieben.

Zu beachten ist, daß alle Veröffentlichungen die Bildung eines Überzugsschicht und nicht das Verkleben eines Tastenkopfs aus hartem Harz mit einer Silicontastatur betreffen.

Außerdem wird auf US-B-5439545 hingewiesen, die ein Verfahren zur Herstellung von Berührungstasten zur Betätigung von Schaltern offenbart.

Da Siliconkautschuk weniger haftfähig ist, sind im allgemeinen Klebstoffe auf Siliconbasis eingesetzt worden, oder die Oberfläche wurde mit einer Haftgrundierung behandelt, und es gab keine andere Lösung.

Da jedoch diese Klebstoffe auf Siliconbasis eine schwache Haltekraft aufweisen und nach dem Kleben leicht abblättern, mußte oft eine Antiablösemanschette oder dergleichen an dem in der Praxis einzusetzenden Tastenkopfteil angebracht werden.

Da Klebstoffe auf Siliconbasis außerdem langsam aushärten, muß auf mindestens 100°C erhitzt werden. Infolgedessen war die Verwendung von Harzen mit niedrigem Erweichungspunkt schwierig, die von ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) als Tastenkopfmaterial repräsentiert werden.

Außerdem weist Silicon einen hohen Ausdehnungskoeffizienten von 2 bis 3 × 10-4/°C auf, durch Erhitzen wird der Tastenkopfteil enorm ausgedehnt, und der Tastenabstand oder dergleichen variiert; infolgedessen mußten der Tastenkopfteil und der Basistastaturabschnitt bis zum Abschluß des Klebevorgangs fixiert werden, wodurch die Dauer des Klebevorgangs verlängert und die Anzahl der Fixiervorrichtungen vergrößert wurden, was zu niedriger Produktivität und geringerer Wirtschaftlichkeit führte.

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Tastatur mit einem Tastenkopf aus hartem Harz, welche diese Probleme löst.

Die Erfindung bietet ein Verfahren zur Herstellung einer Tastatur mit hoher Produktivität, das die folgenden Schritte aufweist: Oberflächenmodifikation der Klebefläche eines Tastenkopfs einer Tastatur oder eines Teils davon durch mindestens ein Verfahren, das unter Koronaentladungsbehandlung oder Flammbehandlung ausgewählt ist, und Ankleben des mit hartem Harz formgepreßten Tastenkopfs mit reaktionshärtendem Harz, das unter Harz auf Urethanbasis, Harz auf Aminbasis und Harz auf Cyanoacrylatbasis ausgewählt ist, wodurch eine stärkere Haftung zwischen der Siliconkautschuktastatur und dem Tastenkopf sichergestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß auch harte Harze mit niedrigem Erweichungspunkt eingesetzt werden können, die durch ABS repräsentiert werden, und daß der Klebevorgang ohne Versetzung während des Klebens schneller abgeschlossen werden kann.

Insbesondere bietet die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Tastatur mit einem Tastenkopf aus hartem Harz, das die folgenden Schritte aufweist: Oberflächenmodifikation der Klebefläche einer Siliconkautschuktastatur für eine Drucktaste, Ausbringen von reaktionshärtendem Harz und danach Ankleben des mit hartem Harz formgepreßten Tastenkopfs, dadurch gekennzeichnet, daß das reaktionshärtende Harz mindestens ein unter Harz auf Urethanbasis, Harz auf Aminbasis und Harz auf Cyanoacrylatbasis ausgewähltes Harz ist, und wobei die Oberflächenmodifikation durch Koronaentladungsbehandlung oder Flammbehandlung realisiert wird.

Elemente, die eine Tastatur bilden, bestehen vorzugsweise aus Siliconkautschuk wegen dessen hervorragender Tieftemperaturbeständigkeit, Hitzebeständigkeit, Wetterbeständigkeit, präziser Formbarkeit und elektrischer Isolierung. Graphikelemente, die sich aus Zeichen, Ziffern, Symbolen oder Bildern zusammensetzen, können auf ihrer Oberfläche angebracht werden, oder eine Lichtmaskierung kann angeordnet werden, um Graphikelemente durch Ausschneiden eines Zeichens, einer Ziffer, eines Symbols oder Bildes anzubringen.

Ein Tastaturelement aus Siliconkautschuk ist schwach klebefähig, jedoch wird der erfindungsgemäße Tastenkopf aus hartem Harz so hergestellt, daß er durch Oberflächenbehandlung unter Anwendung entweder einer Koronaentladungsbehandlung oder einer Flammbehandlung mit photoreaktionshärtendem Harz fest befestigt wird.

Eine Behandlung mit kurzwelliger Ultraviolettstrahlung besteht aus der Bestrahlung der Tastaturoberfläche mit kurzwelliger Ultraviolettstrahlung bei konstanter Beleuchtungsstärke durch eine konstante Gesamtlichtmenge zur Veränderung der Oberfläche. Genauer gesagt, eine 184,9 nm- und 253,7 nm-Strahlung, die von einer Quecksilberlampe bestrahlt wurde, in der Quecksilber unter einem Druck von etwa 10-1 min Hg enthalten ist, erzeugt in Gegenwart von Sauerstoff Ozon, das Ozon oxidiert die Oberfläche eines zu behandelnden Objekts, erzeugt aktive Gruppen, wie z. B. Carboxylgruppen oder Silanolgruppen, und verbessert dadurch das Haftvermögen und die Verträglichkeit mit Druckfarben oder Anstrichen.

Die Koronaentladungsbehandlung besteht im Anlegen einer Hochspannung zwischen Elektroden in der Atmosphäre, um einen dielektrischen Durchschlag und eine Entladung auszulösen, und Einbringen eines zu behandelnden Objekts zwischen die Elektroden, wodurch Polymer der Oberflächenschicht oxidiert und aktive Gruppen in die Oberfläche eingebaut werden, um eine ähnliche Wirkung hervorzubringen.

Die Flammbehandlung besteht im Durchgang eines zu behandelnden Objekts durch eine starke oxidierende Flamme, um eine ähnliche Wirkung wie bei der Koronaentladungsbehandlung hervorzubringen.

Die Koronaentladungsbehandlung, Flammbehandlung oder Plasmabehandlung als Trockenprozesse sind hinsichtlich des Verfahrens einfacher als das Verfahren mit Verwendung eines Oberflächenbehandlungsmittels; jedoch ist die Koronaentladungsbehandlung vorzuziehen, da die Plasmabehandlung einen Vakuumzustand oder eine kostenaufwendige Ausrüstung erfordert. Die Flammbehandlung ist zwangsläufig gefährlich.

Um eine höhere Halteleistung zu erzielen, kann nach dieser Oberflächenmodifikation auch eine zusätzliche Oberflächenbehandlung unter Verwendung bekannter Haftmittel auf Silan-, Titan- oder Aluminiumbasis durchgeführt werden.

Die Zusammensetzung des reaktionshärtenden Harzes unterliegt keiner Beschränkung, und es wird mindestens ein Harz verwendet, das aus der Gruppe ausgewählt ist, die Harz auf Urethanbasis, Harz auf Aminbasis und Harz auf Cyanoacrylatbasis einschließt. Die Farbe unterliegt keiner besonderen Beschränkung; wenn jedoch das Tastenoberteil zu beleuchten ist, sollte das reaktionshärtende Harz durchscheinend sein.

Das Härtungsverfahren des reaktionshärtenden Harzes unterliegt keiner besonderen Beschränkung, aber die Verwendung von hitzereaktionshärtendem Harz oder photoreaktionshärtendem Harz kann den Klebevorgang verkürzen. Als hitzereaktionshärtendes Harz, das eine Verkürzung der Klebezeit und eine Erhöhung der Halteleistung ermöglicht, sind Harz auf Urethanbasis oder Harz auf Cyanoacrylatbasis vorzuziehen, und besonders Harz auf Cyanoacrylatbasis würde ermöglichen, das Haftvermögen innerhalb weniger Sekunden zu erreichen und die Fertigungszeit zu verkürzen. Photoreaktionshärtendes Harz ermöglicht gleichfalls, das Haftvermögen innerhalb weniger Sekunden zu erreichen und den Klebevorgang weiter zu verkürzen, und sichert außerdem eine gute Beständigkeit beim Auftrag oder der Konservierung und eine gute Bearbeitbarkeit. Andererseits würde bei sichtbarem Licht reaktionshärtendes Harz sogar auf gewöhnliches Arbeitslicht reagieren; UV-härtbares Harz ist im Sinne der Bearbeitbarkeit vorzuziehen.

Wenn photoreaktionshärtendes Harz als reaktionshärtendes Harz verwendet und Licht von der Tastaturseite her eingestrahlt wird, sollten zumindest Elemente des Tastaturelements, wo photoreaktionshärtendes Harz aufgebracht wird, aus halbdurchscheinendem oder durchscheinendem Material bestehen, das Licht mit einer Wellenlänge im Bereich von 200 bis 600 nm durchläßt, wo das aufgebrachte photoreaktionshärtende Harz aushärtet.

Wenn Licht von der Tastenkopfseite her eingestrahlt wird, sollten Elemente zumindest des Abschnitts unter den Tastenkopfelementen aus hartem Harz, wo photoreaktionshärtendes Harz aufgebracht wird, zumindest aus halbdurchscheinendem oder durchscheinendem Material bestehen, das Licht mit einer Wellenlänge im Bereich von 200 bis 600 nm durchläßt, wo das aufgebrachte photoreaktionshärtende Harz aushärtet.

Der für die Erfindung verwendete Tastenkopf aus hartem Harz ist ein Tastenkopf aus geformtem oder geschliffenem Harz. Der Tastenkopf aus geformtem Harz kann unter Verwendung einer Form mit der gewünschten Tastenkopfkonfiguration durch Einfüllen von heißschmelzendem Harz oder flüssigem, ungehärtetem Harz in die Form und Härten des Harzes mittels Spritzgießen, Formpressen, Spritzpressen oder Rotationsformen hergestellt werden.

Zusammensetzung, Art, Elastizität und Farbe des Tastenkopfs aus hartem Harz unterliegen keiner besonderen Beschränkung; um aber einen Hinweis zu geben, die Zusammensetzung kann Polycarbonatharz, Polymethylmethacrylatharz, Harz auf Styrolbasis, copolymerisiertes Harz auf Acrylbasis, Harz auf Polyolefinbasis, ABS-Harz, Harz auf Polyesterbasis, Harz auf Epoxidbasis, Harz auf Polyurethanbasis, Polyamidharz, Harz auf Siliconbasis oder dergleichen enthalten.

Aus Zeichen, Nummern, Symbolen oder Bildern bestehende Graphikelemente können auf der Oberfläche oder der Rückseite des Tastenkopfs aus hartem Harz angebracht werden, oder es eine Lichtmaskierung angeordnet werden, um Graphikelemente anzubringen, die durch Ausschneiden eines Zeichens, einer Ziffer, eines Symbols oder Bildes geformt werden. Außerdem kann über diesen Graphikelementen eine Überzugsschicht aufgebracht werden.

Die Form des Klebeabschnitts des Tastenkopfs aus hartem Harz kann uneben sein und Unregelmäßigkeiten aufweisen, die zur Positionierung bezüglich des Objekts angeordnet sind, mit dem der Tastenkopf verklebt wird.

Wenn der Tastenkopf zu beleuchten ist, sind auf der Rückseite des Harztastenkopfs angebrachte Graphikelemente so zu konfigurieren, daß sie durch den Tastenkopf aus hartem Harz hindurch zu erkennen sind, und außerdem sollte, wenn diese Graphikelemente zu beleuchten sind, der Tastenkopf aus hartem Harz halbdurchscheinend oder durchscheinend sein.

Wenn durchscheinendes Harz als reaktionshärtendes Harz verwendet wird und zumindest ein Teil des Tastenkopfelements aus hartem Harz aus durchscheinenden Material besteht, kann es natürlich so zusammengesetzt sein, daß auf der Tastaturoberfläche angebrachte Zeichen, Ziffern, Symbole, Bilder oder dergleichen, Graphikelemente, die durch Anordnen eines Lichtmaskierungsabschnitts und Ausschneiden von Zeichen, Ziffern, Symbolen, Bildern oder dergleichen, die Farbe oder anderes hergestellt werden, durch das Material hindurch erkennbar sind.

Zum Aufbringen des reaktionshärtenden Harzes können außer dem Siebdruckverfahren auch das Spenderverfahren, Gießverfahren, Klotzdruckverfahren, Sprühverfahren oder Umdruckverfahren ohne besondere Spezifikation angewandt werden.

Um den Tastenkopf aus hartem Harz zum Kleben zu positionieren, können auf der Tastatur oder dem Tastenkopf aus hartem Harz oder beiden Unregelmäßigkeiten zur Justierung angebracht werden, oder eine Spannvorrichtung kann benutzt werden, um die Tastatur und den Tastenkopf aus hartem Harz von außen zu umfassen.

Wenn Harz auf Cyanoacrylatbasis als reaktionshärtendes Harz verwendet wird, können die Tastatur und der Tastenkopf aus hartem Harz durch Druck, Erhitzen und Befeuchten verklebt werden. Photoreaktionshärtendes Harz kann durch Lichtbestrahlung geklebt werden. Die anderen Klebstoffe können durch verschiedene andere Härtungsbedingungen geklebt urerden. Da photoreaktionshärtendes Harz und Harz auf Cyanoacrylatbasis bei niedrigen Temperaturen schnell aushärten, ist das Erhitzen der aus Siliconkautschuk bestehenden Tastatur unnötig, und es keine Versetzung durch Wärmeausdehnung wird verursacht. Infolgedessen reicht es aus, den Tastenkopf aus hartem Harz beim Kleben zu positionieren und auf das Fixieren sowohl des Tastenkopfs aus hartem Harz als auch der Tastatur zu verzichten.

1 zeigt einen vertikalen Schnitt, der die Zusammensetzung von Beispiel 1 darstellt;

2 zeigt einen vertikalen Schnitt, der die Zusammensetzung von Beispiel 2 darstellt;

3 zeigt die Anordnung von Beispiel 3;

4 zeigt die Anordnung von Beispiel 4;

5 zeigt die Anordnung von Vergleichsbeispiel 1;

6 zeigt die Anordnung von Vergleichsbeispiel 2;

7 zeigt die Anordnung von Vergleichsbeispiel 3;

8 zeigt die Anordnung von Vergleichsbeispiel 4.

Nachstehend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf Beispiele und Vergleichsbeispiele konkreter beschrieben, wobei aber zu beachten ist, daß die Erfindung nicht darauf beschränkt und ausschließlich durch die beigefügten Patentansprüche definiert ist.

BEISPIEL 1 (NICHT ERFINDUNGSGEMÄß)

Wie in 1 dargestellt, wird die Oberfläche eines mit Siliconkautschukmasse (SH861, geliefert von TORAY-Dow Corning Silicone Co., Ltd.) geformten Tastenkopfs 1 mit kurzwelligem UV-Licht bestrahlt, um seine Oberfläche zu verändern. Reaktionshärtendes Harz 3 auf Cyanoacrylatbasis (1787, geliefert von Three Bond Co., Ltd. wird durch den Spender auf einen Tastenkopfklebeabschnitt 2 der Tastatur 1 aufgebracht, und ein mit ABS-Harz (Diapet ABS VP-1, geliefert von Mitsubishi Rayon Col., Ltd.) geformter Tastenkopf aus hartem Harz 4 wird auf den Tastenkopfklebeabschnitt aufgebracht und 10 Sekunden lang zum Kleben angepreßt.

BEISPIEL 2

Wie in 2 dargestellt, wird die Oberfläche einer mit Siliconkautschukmasse (SH861, geliefert von TORAY-Dow Corning Silicone Co., Ltd.) geformten Tastatur 5 durch Koronaentladungsbehandlung modifiziert. UV-reaktionshärtendes Harz 7 (3045, geliefert von Three Bond Co., Ltd.) wird mittels Siebdruck auf den Klebeabschnitt 6 eines Tastenkopfs der Tastatur 5 aufgebracht. Der Aufdruck von Graphikelementen 9 erfolgt mit Druckfarbe (Sericol 13, geliefert von Teikoku Ink Co., Ltd.) auf die Rückseite eines Tastenkopfs aus hartem Harz 8, der aus durchscheinendem Polycarbonatharz (Panlite L1225L, geliefert von Teijin Kasei Co., Ltd.) geformt wird, dann werden dieser Tastenkopf aus hartem Harz 8 und der Tastenkopfklebeabschnitt 6 verklebt und von der Tastaturseite her 15 Sekunden mit UV-Licht mit einer Hauptwellenlänge von 365 nm und einer Intensität von 1000 mW/cm2 bestrahlt, um die Teile zu verkleben.

BEISPIEL 3 (NICHT ERFINDUNGSGEMÄß)

Wie in 3 dargestellt, wird die Oberfläche einer Tastatur 11, die unter Verwendung von Siliconkautschuk (SH861, geliefert von TORAY-Dow Corning Silicone Co., Ltd.) und mit Anbringen von Unregelmäßigkeiten für die Positionierung auf einem Tastenkopfklebeabschnitt 10 geformt wird, zur Modifikation ihrer Oberfläche mit kurzwelligem UV-Licht bestrahlt. Flüssiges reaktionshärtendes Harz auf Urethanbasis (7550, geliefert von Lord Far East Incorporated) 12 wird mittels Spender auf den Tastenkopfklebeabschnitt 10 dieser Tastatur aufgebracht, und ein mit ABS-Harz (Diapet ABS VP-1, geliefert von Mitsubishi Rayon Col., Ltd.) geformter Tastenkopf aus hartem Harz 13 wird an die auf dem Tastenkopfklebeabschnitt 10 angeordneten Unregelmäßigkeiten angepaßt und zum Verkleben 10 Minuten bei 80°C gehärtet.

BEISPIEL 4 (NICHT ERFINDUNGSGEMÄß)

Wie in 4 dargestellt, erfolgt der Aufdruck von Graphikelementen 16 mit Silicondruckfarbe (PRK-3, geliefert von TORAY-Dow Corning Silicone Co., Ltd.) auf einen Tastenkopfklebeabschnitt 15 einer Tastatur 5, die mit Siliconkautschukmasse (SH861, geliefert von TORAY-Dow Corning Silicone Co., Ltd.) geformt wird. Die Oberfläche dieser Tastatur wird mit kurzwelligem UV-Licht bestrahlt, um sie zu modifizieren. UV-reaktionshärtendes Harz (3045, geliefert von Three Bond Co., Ltd.) 17 wird durch ein Siebdruckverfahren auf einen Tastenkopfklebeabschnitt 15 aufgebracht. Ein mit durchscheinendem Acrylharz (Acrylite L, geliefert von Mitsubishi Rayon Col., Ltd.) geformter Tastenkopf aus hartem Harz 18 wird durch 15 Sekunden langes Bestrahlen von der Tastenkopfseite mit UV-Licht mit einer Hauptwellenlänge von 365 nm und einer Intensität von 1000 mW/cm2 an den Tastenkopfklebeabschnitt 15 angeklebt.

VERGLEICHSBEISPIEL 1

Wie in 5 dargestellt wird reaktionshärtendes Harz auf Siliconbasis (TSE392, geliefert von Toshiba Silicone Co., Ltd.) 21 durch ein Siebdruckverfahren auf einen Tastenkopfklebeabschnitt 20 einer Tastatur 19 aufgebracht, die unter Verwendung von Siliconkautschukmasse (SH861, geliefert von TORAY-Dow Corning Silicone Co., Ltd.) geformt wird. Ein mit ABS-Harz (Diapet ABS VP-1, geliefert von Mitsubishi Rayon Col., Ltd.) geformter Tastenkopf aus hartem Harz 22 wird auf den Tastenkopfklebeabschnitt 20 aufgebracht, indem der Tastaturabschnitt und der Tastenkopfabschnitt mit einer Spannvorrichtung zur Verhinderung von Versetzungen fixiert und zum Verkleben 72 Stunden auf 25°C gehalten werden.

VERGLEICHSBEISPIEL 2

Wie in 6 dargestellt, wird reaktionshärtendes Harz auf Siliconbasis (TSE3221, geliefert von Toshiba Silicone Co., Ltd.) 25 durch ein Siebdruckverfahren auf einen Tastenkopfklebeabschnitt 24 einer Tastatur 23 aufgebracht, die mit Siliconkautschukmasse (SH861, geliefert von TORAY-Dow Corning Silicone Co., Ltd.) geformt wird. Der Aufdruck 27 erfolgt mit Druckfarbe für Polycarbonat (Sericol 13, geliefert von Teikoku Ink Co., Ltd.) auf die Rückseite eines Tastenkopfs aus hartem Harz 26, der mit durchscheinendem Polycarbonatharz (Panlite L1225L, geliefert von Teijin Kasei Co., Ltd.) geformt wird, dann werden dieser Tastenkopf aus hartem Harz 26 und der Tastenkopfklebeabschnitt 24 verklebt, indem der Tastaturabschnitt und der Tastenkopfabschnitt mit einer Spannvorrichtung zur Verhinderung von Versetzungen fixiert und zum Verkleben 1 Stunde auf 120°C erhitzt werden.

VERGLEICHSBEISPIEL 3

Wie in 7 dargestellt, wird reaktionshärtendes Harz auf Cyanoacrylatbasis (1787, geliefert von Three Bond Co., Ltd.) 30 mit einem Spender auf einen Tastenkopfklebeabschnitt 29 einer Tastatur 28 aufgebracht, die unter Verwendung von Siliconkautschukmasse (SH861, geliefert von TORAY-Dow Corning Silicone Co., Ltd.) geformt wird. Der Aufdruck 32 erfolgt mit Druckfarbe für Polycarbonat (Sericol 13, geliefert von Teikoku Ink Co., Ltd.) auf die Rückseite eines Tastenkopfs aus hartem Harz 31, der mit durchscheinendem Polycarbonatharz (Panlite L1225L, geliefert von Teijin Kasei Co., Ltd.) geformt wird, dann wird dieser Tastenkopf aus hartem Harz 31 durch 10 Sekunden langes Anpressen an den Tastenkopfklebeabschnitt 29 angeklebt.

VERGLEICHSBEISPIEL 4

Wie in 8 dargestellt, wird UV-reaktionshärtendes Harz (3045, geliefert von Three Bond Co., Ltd.) 35 durch ein Siebdruckverfahren auf einen Tastenkopfklebeabschnitt 34 einer Tastatur 33 aufgebracht, die unter Verwendung von Siliconkautschukmasse (SH861, geliefert von TORAY-Dow Corning Silicone Co., Ltd.) geformt wird. Der Aufdruck 37 erfolgt mit Druckfarbe für Polycarbonat (Sericol 13, geliefert von Teikoku Ink Co., Ltd.) auf die Rückseite eines Tastenkopfs aus hartem Harz 36, der mit durchscheinendem Polycarbonatharz (Panlite L1225L, geliefert von Teijin Kasei Co., Ltd.) geformt wird, dann wird dieser Tastenkopf aus hartem Harz 36 durch 15 Sekunden langes Bestrahlen von der Tastaturseite her mit UV-Licht mit einer Hauptwellenlänge von 365 nm und einer Intensität von 1000 mW/cm2 an den Tastenkopfklebeabschnitt 34 angeklebt.

Bei jeder in den Beispielen 1, 2, 3 und 4 dargestellten Tastatur mit Tastenkopf aus hartem Harz werden der Tastenkopf aus hartem Harz und die Tastatur fest miteinander verklebt, und darüber hinaus können der Klebevorgang insgesamt verkürzt und die Maßgenauigkeit und das Aussehen verbessert werden.

Obwohl das Beispiel 3 den Erhitzungsvorgang einschließt, kommt es ohne Verwendung einer Spannvorrichtung zur Verhinderung von Versetzungen aus, da die Tastatur und der Tastenkopf aus hartem Harz durch ihre Unregelmäßigkeiten zusammengepaßt werden.

Andererseits könnte auch ein Tastenkopf aus hartem Harz mit niedriger Hitzebeständigkeit verwendet werden, wie z. B. ABS-Harz.

Da bei der herkömmlichen Tastatur, wie in Vergleichsbeispiel 1 dargestellt, der Tastenkopf aus hartem Harz aus ABS-Harz besteht, war dagegen die Verwendung von bei niedriger Temperatur härtendem Siliconklebstoff notwendig, was zu einer längeren Härtungszeit führte.

Die im Vergleichsbeispiel 2 dargestellte Tastatur benötigt ebenfalls im Vergleich zu der in den Beispielen 1 bis 4 dargestellten Tastatur eine lange Härtungszeit. Darüber hinaus war es bei der im Vergleichsbeispiel 2 dargestellten Tastatur notwendig, die Tastatur und den Tastenkopf aus hartem Harz bis zu ihrer Härtung und Integration durch eine Spannvorrichtung aneinander zu fixieren, um der Wärmeausdehnung der Tastatur durch Erhitzen standzuhalten. Außerdem dauert die Härtung lang und erfordert eine Anzahl von Spannvorrichtungen, was zu niedriger Produktivität führt.

In den Vergleichsbeispielen 3 und 4 wurde der Tastenkopf aus hartem Harz nicht ausreichend verklebt.

Wie zuvor beschrieben, kann nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung einer Tastatur mit Tastenkopf aus hartem Harz die aus Siliconkautschuk bestehende Tastaturoberfläche durch mindestens ein Verfahren modifiziert werden, das aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Koronaentladungsbehandlung oder Flammbehandlung besteht, und der mit hartem Harz geformte Tastenkopf wird mit reaktionshärtendem Harz geklebt, wodurch ein stärkeres Haftvermögen zwischen der Siliconkautschuk-Tastatur und dem Tastenkopf sichergestellt wird. Infolgedessen können auch harte Harze mit niedrigem Erweichungspunkt verwendet werden, wie z. B. ABS-Harz (Diapet ABS VP-1, geliefert von Mitsubishi Rayon Col., Ltd., Erweichungspunkt bei 89°C) ohne eine Versetzung beim Kleben befürchten zu müssen und ohne eine Anzahl von Positionsfixiervorrichtungen zu benötigen, wodurch die Tastatur vorteilhafterweise mit hoher Produktivität hergestellt wird.


Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung einer Tastatur mit einem Tastenkopf aus hartem Harz, mit den folgenden Schritten: Oberflächenmodifikation einer Klebefläche einer Siliconkautschuktastatur (1) für eine Drucktaste, Aufbringen eines reaktionshärtenden Harzes (3), und danach Ankleben des mit hartem Harz formgepreßten Tastenkopfs (4), dadurch gekennzeichnet, daß das reaktionshärtende Harz (3) mindestens ein unter Harz auf Urethanbasis, Harz auf Aminobasis und Harz auf Cyanoacrylatbasis ausgewähltes Harz ist, und wobei die Oberflächenmodifikation durch Koronaentladungsbehandlung oder Flammbehandlung realisiert wird.






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