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Dokumentenidentifikation DE112005000599T5 01.02.2007
Titel Zusammengesetztes Kraftfahrzeugrad sowie Verfahren zu seiner Herstellung
Anmelder Hayes Lemmerz International, Inc., Northville, Mich., US
Erfinder McCorry, Patrick, Plymouth, Mich., US;
Czarniecki, Tom, Dearborn, Mich., US;
Csapo, Monty, Livonia, Mich., US;
Duffield, Todd, Westland, Mich., US;
Grutgen, Matthias, 53639 Königswinter, DE;
Kramer, Frank, 51145 Köln, DE;
Coleman, Alan, Southgate, Mich., US
Vertreter WUESTHOFF & WUESTHOFF Patent- und Rechtsanwälte, 81541 München
DE-Aktenzeichen 112005000599
Vertragsstaaten AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BW, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, EG, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, EP, HR, HU, ID, IL, IN, IS, JP, KE, KG, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NA, NI, NO, NZ, OM, PG, PH, PL, PT, RO, RU, SC, SD, SE, SG, SK, SL, SM, SY, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, US, UZ, VC, VN, YU, ZA, ZM, ZW, BW, GH, GM, KE, LS, MW, MZ, NA, SD, SL, SZ, TZ, UG, ZM, ZW, AM, AZ, BY, KG, KZ, MD, RU, TJ, TM, AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LT, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG
WO-Anmeldetag 18.03.2005
PCT-Aktenzeichen PCT/US2005/009206
WO-Veröffentlichungsnummer 2005089977
WO-Veröffentlichungsdatum 29.09.2005
Date of publication of WO application in German translation 01.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.02.2007
IPC-Hauptklasse B21D 53/26(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60B 3/10(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Diese Erfindung betrifft allgemein Kraftfahrzeugräder, und insbesondere ein verbessertes zusammengesetztes Kraftfahrzeugrad.

Ein herkömmlich zusammengesetztes Kraftfahrzeugrad besitzt typischerweise einen zweiteiligen Aufbau und umfasst eine innere Scheibe sowie eine äußere "Voll"-Felge. Die Scheibe kann aus Stahl, Aluminium oder anderen Legierungen gegossen, geschmiedet oder zusammengesetzt sein und umfasst einen inneren ringförmigen Radbefestigungsabschnitt und einen äußeren ringförmigen Abschnitt. Der Radbefestigungsabschnitt legt eine innenseitige Befestigungsfläche fest und umfasst ein mittleres Führungs- oder Nabenloch sowie eine Vielzahl durch ihn hindurch ausgebildete, die Radschrauben aufnehmende Löcher zum Befestigen des Rades an einer Achse des Kraftfahrzeuges. Die Felge ist aus Stahl, Aluminium oder anderen Legierungen gefertigt und umfasst einen innenseitigen Reifenwulstsitzhalteflansch, einen innenseitigen Reifenwulstsitz, ein sich axial erstreckendes Bett, einen außenseitigen Reifenwulstsitz sowie einen außenseitigen Reifenwulstsitzhalteflansch. In einigen Fällen wird ein dreiteiliger Radaufbau verwendet, bei dem eine Befestigungsschale an der Scheibe angebracht ist. Bei beiden Konstruktionen ist der äußere ringförmige Abschnitt der Scheibe typischerweise durch Schweißen an der Felge angebracht.

Zusammenfassung der Erfindung

Diese Erfindung betrifft ein zusammengesetztes Kraftfahrzeugrad sowie ein Verfahren zum Herstellen desselben. Das Rad umfasst eine Felge und eine an der Felge angebrachte Scheibe. Die Scheibe umfasst eine Vielzahl nach außen verlaufender Speichen, einen die äußere Felge verbindenden Flansch, der eine Seitenkantenfläche festlegt, sowie ein Fenster, das darin zwischen benachbarten Paaren der Speichen gebildet ist und eine vorbestimmte Form besitzt, die durch die benachbarten Paare der Speichen und die Seitenkantenfläche des Felgenanschlussflansches derart bestimmt ist, dass jedes der Fenster sich bis zu einem äußersten Umfang der Radscheibe erstreckt, wobei mindestens eines der Fenster mindestens einen ersten Fensterabschnitt und einen zweiten Fensterabschnitt umfasst, und wobei der erste Fensterabschnitt durch einen ersten Stanzvorgang und der zweite Fensterabschnitt durch einen zweiten Stanzvorgang gebildet sind. Das Verfahren zum Herstellen des Rades der vorliegenden Erfindung umfasst die Schritte: (a) Bereitstellen einer Felge; (b) Bereitstellen einer Scheibe mit einer Vielzahl nach außen verlaufender Speichen und einem äußeren die Felge verbindenden Flansch, der eine Seitenkantenfläche bestimmt; (c) Aussetzen der Scheibe mindestens einem ersten Fensterstanzvorgang, um einen ersten Fensterabschnitt in der Scheibe zwischen einem Paar benachbarter Speichen herzustellen; (d) Aussetzen der Scheibe mindestens einem zweiten Fensterstanzvorgang, um einen zweiten Fensterabschnitt in der Scheibe zu erzeugen, wobei der erste Fensterabschnitt und der zweite Fensterabschnitt derart zusammenwirken, dass sie ein gestanztes Fenster in der Scheibe festlegen, das eine vorbestimmte Form besitzt, die durch die benachbarten Paare der Speichen und die Seitenkantenfläche des Felgenanschlussflansches derart bestimmt ist, dass jedes der gestanzten Fenster bis zu einem äußersten Umfang der Scheibe verläuft; und (e) Anbringen der Scheibe an die Felge, um das zusammengesetzte Kraftfahrzeugrad herzustellen.

Andere Vorteile dieser Erfindung erkennt der Fachmann anhand der folgenden detaillierten Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

1 ist eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform einer Radscheibe gemäß der vorliegenden Erfindung, die zur Verwendung bei der Herstellung eines zusammengesetzten Kraftfahrzeugrades angepasst ist.

2 ist eine vordere Draufsicht der in 1 dargestellten Radscheibe.

3 ist eine Querschnittsansicht der Radscheibe entlang der Linie 3-3 der 2.

4 ist eine Querschnittsansicht der Radscheibe entlang der Linie 4-4 der 2.

5 ist eine Ansicht eines Teils der Radscheibe, die einen ersten Abschnitt eines in der Radscheibe gebildeten Fensters zeigt.

6 ist eine Ansicht eines Teils der Radscheibe, die einen zweiten Abschnitt des in der Radscheibe gebildeten Fensters zeigt.

7 ist ein Blockdiagramm, das eine Schrittabfolge zum Herstellen der Radscheibe gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt.

8 ist eine Ansicht eines Teils der in den 1 bis 3 dargestellten Radscheibe, die ein Werkzeug zum Bilden eines Fensters in der Radscheibe gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.

9 ist eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform einer Radscheibe gemäß der vorliegenden Erfindung, die zur Verwendung bei der Herstellung eines zusammengesetzten Kraftfahrzeugrades angepasst ist.

10 ist eine Ansicht eines Teils der in 9 dargestellten Radscheibe, die ein Werkzeug zum Bilden eines Fensters in der Radscheibe gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.

11 ist eine weitere Ansicht eines Teils der in 9 dargestellten Radscheibe, die ein Werkzeug zum Bilden eines Fensters in der Radscheibe gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.

12 ist eine Ansicht eines Teils einer Radscheibe gemäß der vorliegenden Erfindung.

13 ist eine weitere Ansicht der Radscheibe gemäß der vorliegenden Erfindung.

14 ist ein Blockdiagramm, das eine Schrittabfolge zum Herstellen der Radscheibe gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Bezugnehmend nun auf die Zeichnungen ist in den 1 bis 3 eine erste Ausführungsform einer Radscheibe dargestellt, die allgemein mit 10 bezeichnet und gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt ist. Die Radscheibe 10 dieser Erfindung ist so dargestellt, dass sie zur Verwendung bei einem zusammengesetzten Kraftfahrzeugrad mit "Tiefbett" oder einem "bettangebundenen" Kraftfahrzeugrad angepasst ist, wie beispielsweise in den 23-27 der US Veröffentlichung mit der Nr. 2004/0227392 gezeigt ist, deren Offenbarung hier unter Bezugnahme vollständig enthalten ist. Obwohl die vorliegende Erfindung im Zusammenhang mit den hier offenbarten besonderen Kraftfahrzeugradkonstruktionen dargestellt und beschrieben ist, so ist doch zu erkennen, dass die Erfindung bei anderen Arten von Kraftfahrzeugradkonstruktionen verwendet werden kann. Die Radscheibe 10 kann z.B. bei anderen Arten von zusammengesetzten Rädern verwendet werden, z.B. in einem "wulstsitzangebundenen" Rad, wie in 4 des US-Patents Nr. 5,188,429 an Heck et al. gezeigt ist, dessen Offenbarung hier unter Bezugnahme vollständig enthalten ist.

Wie in den 1 bis 3 gezeigt, ist die Radscheibe 10 vorzugsweise aus einem geeigneten Material, z.B. Stahl, zusammengesetzt oder anderweitig gebildet. Die Radscheibe 10 umfasst eine allgemein mittig angeordnete Radbefestigungsfläche oder -abschnitt 12 und mehrere nach außen verlaufende Speichen 14. In der dargestellten Ausführungsform umfasst die Radscheibe 10 fünf solcher Speichen 14, die als mit der Radbefestigungsfläche 12 integral ausgebildet gezeigt sind. Alternativ kann die Anzahl und/oder der Aufbau einer oder mehrerer Speichen 14 anders als dargestellt sein, falls dies erwünscht ist. Zum Beispiel kann die Radscheibe 10 weniger als fünf Speichen 14 oder mehr als fünf Speichen 14 umfassen und/oder die Speichen 14 können getrennt von der Radbefestigungsfläche 12 der Radscheibe 10 ausgebildet sein und durch ein geeignetes Verfahren mit ihr verbunden sein.

Die Radbefestigungsfläche 12 ist mit einer mittig angeordneten Führungsöffnung 16 und einer Vielzahl von Radschrauben aufnehmenden Löchern 18 versehen, die in Umfangsrichtung um die Führungsöffnung 16 herum beabstandet sind. In der dargestellten Ausführungsform umfasst die Radbefestigungsfläche 12 fünf solche Radschrauben aufnehmende Löcher 18, die vorzugsweise mit jeweils einer der Speichen 14"fluchtend" in der Radbefestigungsfläche 12 vorgesehen sind. Alternativ kann die Anzahl und/oder die Position der die Radschrauben aufnehmenden Löcher 18 anders als dargestellt sein, falls dies erwünscht ist. Die die Radschrauben aufnehmenden Löcher 18 vermögen Radschrauben (nicht gezeigt) sowie Radmuttern (nicht gezeigt) aufzunehmen, um die Radscheibe 10 und somit das Kraftfahrzeugrad an einer Achse (nicht gezeigt) eines Kraftfahrzeuges anzubringen.

Die Befestigungsfläche 12 umfasst ferner eine Vielzahl von darin vorgesehenen "verstärkenden" Rippen 20. In der dargestellten Ausführungsform befindet sich eine Rippe 20 zwischen jedem Paar der die Radschrauben aufnehmenden Löcher 18. In der dargestellten Ausführungsform ist jede der Rippen 20 durch einen erhöhten oder erhabenen Bereich bestimmt, der von oder oberhalb der Befestigungsfläche 12 nach außen verläuft. Die Rippen 20 bewirken eine Verstärkung der Befestigungsfläche 12, um diese vor einem Durchbiegen während des Kraftfahrzeugbetriebs zu bewahren, wodurch die Dauerhaftigkeit des damit verbundenen Kraftfahrzeugrades verbessert wird. Alternativ kann der Abstand, die Position, die Anzahl und/oder der Aufbau der Rippen 20 anders als dargestellt und beschrieben sein, falls dies erwünscht ist.

Jede der Speichen 14 besitzt allgemein einen doppelt-Z-förmigen Querschnitt, wie in 4 gezeigt ist, und umfasst eine allgemein ebene hintere Wand oder Rückwand 30, ein Paar gegenüberliegende Seitenwände 32 und 34, die von der Rückwand 30 nach außen verlaufen, und ein Paar vordere Wände 36 und 38, die jeweils eine Verlängerung der Seitenwände 32 und 34 bilden. In der dargestellten Ausführungsform verlaufen die Rückwand 30 und die vorderen. Wände 36 und 38 allgemein parallel zueinander. Alternativ kann der Aufbau, das Profil, die Form und die Anzahl der ein oder mehreren Speichen 14 anders als dargestellt sein, falls dies erwünscht ist. Ebenso kann eine oder mehrere der Speichen 14 eine oder mehrere darin gebildete Öffnungen umfassen, wie es z.B. durch eine Öffnung 40 dargestellt ist, die gestrichelt in einer der Speichen 14 in 2 gezeigt ist.

Die Radscheibe 10 umfasst ferner mehrere Fenster 50, die in ihr zwischen jedem Speichenpaar 14 gebildet sind, sowie vorzugsweise, wie dargestellt, einen durchgehenden äußeren Ring oder Felgenanschlussflansch 54. Wie im Anschluss beschrieben wird, werden die Fenster 50 mittels eines Stanzprozesses gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung durch zwei Ebenen der zugehörigen Radscheibe 10 gebildet. Die erste Ebene verläuft allgemein parallel zu einer Achse X der Radscheibe 10 und ist durch einen Pfeil 60 in den 3 und 8 dargestellt. Die zweite Ebene verläuft allgemein unter einem Winkel zur Radscheibenachse X und ist durch einen Pfeil 62 in den 3 und 8 dargestellt. Der Winkel liegt in einem Bereich von ungefähr 0 Grad bis ungefähr 45 Grad. Vorzugsweise beträgt der Winkel ungefähr 30 Grad. Wie hierin verwendet, bedeutet der Ausdruck "Stanzen" im weitesten Sinne das Entfernen von Material von der Radscheibe mit einem geeigneten Werkzeug, z.B. einem Stanzwerkzeug und einem Stanzstempel, und das Stanzen kann ebenso derart verwendet werden, dass es andere bekannte Prozesse einbezieht oder umfasst, beispielsweise das Trimmen, das Auskerben, das Prägen, das Abscheren, das Flammstrahlen („scarfing") sowie die spanende Bearbeitung.

Wie dargestellt, verläuft der Felgenanschlussflansch 54 vorzugsweise ausschließlich in einer axialen Richtung und ist mit einer zugeordneten Fläche einer Radfelge (nicht gezeigt) durch geeignete Mittel verbunden, um das zusammengesetzte Fahrzeugrad zu ergeben. Die Radscheibe 10 kann mit der Radfelge durch ein geeignetes Verfahren verbunden werden, beispielsweise durch Schweißen oder Nieten. Der Felgenanschlussflansch 54 legt eine Seitenkantenfläche 54A fest, die zwischen benachbarten Speichenpaaren 14 verläuft. Alternativ kann der Felgenanschlussflansch 54 anders als dargestellt sein, falls dies erwünscht ist. Zum Beispiel kann der Felgenanschlussflansch 54 diskontinuierlich sein, d.h. er kann einen separaten, einzelnen Bereich (Bereiche) umfassen, der (die) an einem äußeren Ende jeder Speiche 14 vorgesehen ist (sind), oder er kann weggelassen werden und das äußere Ende jeder Speiche 14 kann direkt mit der Radfelge verbunden werden.

In der dargestellten Ausführungsform ist jedes der Fenster 50 identisch zu den anderen und besitzt ein Paar Abstandsöffnungen oder -bereiche, die allgemein mit 52 bezeichnet sind. Jedes der Fenster 50 ist in der Radscheibe 10 zwischen benachbarten Speichenpaaren 14 gebildet und besitzt eine vorbestimmte Form, die durch benachbarte Speichenpaare sowie die Seitenkantenfläche 54A des Felgenanschlussflansches 54 derart festgelegt ist, dass jedes der Fenster 50 bis zu einem äußersten Umfang der Radscheibe 10 verläuft. Alternativ kann die Form von einem oder mehreren der Fenster 50 anders als dargestellt sein, falls dies erwünscht ist. Ebenso kann eine Ebene oder es können beide Ebenen anders als die durch die Pfeile 60 und 62 dargestellten Ebenen sein, falls dies erwünscht ist.

Unter Bezugnahme auf die 7 ist ein Blockdiagramm dargestellt, das eine Schrittabfolge zum Herstellen der Radscheibe 10 gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt, wie sie in den 1 bis 3 dargestellt ist. Zu Beginn wird in einem Schritt 60 eine vorgefertigte Radscheibe mit einem endgültigen Umriss oder Form einem ersten Fensterstanzvorgang ausgesetzt, um einen Abschnitt des Fensters in der Radscheibe zu erzeugen. In der dargestellten Ausführungsform und gemäß einem Verfahren zum Bilden der Fenster 50 wird während des Schrittes 60 ein erster oder "äußerer" Fensterabschnitt 70 in der Radscheibe während eines ersten Stanzvorgangs mittels eines ersten Stanzwerkzeugs P1 gebildet, das allgemein in Richtung des Pfeiles 60 bewegt wird, wie am besten in 8 zu sehen ist. Wie in 6 zu sehen ist, umfasst der erste Fensterabschnitt 70 ein Paar Seitenwände 70A sowie eine untere Wand 70B.

Im Anschluss wird in einem Schritt 62 während eines zweiten Stanzvorgangs ein zweiter oder "innerer" Fensterabschnitt 72 in der Radscheibe 10 mittels eines zweiten Stanzwerkzeuges P2 gebildet, das allgemein in Richtung des Pfeils 62 bewegt wird, wie in 8 gezeigt ist. Wie am besten in 5 zu sehen ist, umfasst der zweite Fensterabschnitt 72 ein Paar Öffnungen 72A, die an seinen zugeordneten, entfernten Enden gebildet sind. Die Öffnungen 72A legen einen Bruch oder eine Abweichung von einem Profil 72B des zweiten Fensterabschnittes 72 zu einem Zweck fest, der im Anschluss beschrieben wird.

Alternativ kann die Form einer oder mehrerer der Öffnungen 72A anders als dargestellt sein, falls dies erwünscht ist. Zum Beispiel könnte die Öffnung 72A ovalförmig, dreieckig, quadratisch sein oder eine beliebig andere geeignete Form besitzen, falls dies erwünscht ist. Ebenso kann die Reihenfolge, in der der erste Fensterabschnitt 70 und der zweite Fensterabschnitt 72 in der Radscheibe 10 gebildet werden, umgekehrt sein, falls dies erwünscht ist. Mit anderen Worten, der innere Fensterabschnitt 72 kann vor dem Bilden des äußeren Fensterabschnittes 70 gebildet werden. Ferner könnte anstelle von lediglich dem Stanzwerkzeug P2, mit dem die Öffnungen 72A gebildet werden, lediglich das Stanzwerkzeug P2 oder eine Kombination der Stanzwerkzeuge P1 und P2 dazu benutzt werden, um die Öffnungen 72A in dem Fenster 50 zu bilden. Auch ist es bevorzugt, dass die Scheibe mit dem endgültigen Umriss, die vor dem Schritt 60 bereitgestellt wird, mit Ausnahme des Fensters 50 vollständig gebildet ist. Die Scheibe, die vor dem Schritt 60 bereitgestellt wird, kann jedoch unvollständig fertiggestellt sein, falls dies erwünscht ist. Zum Beispiel können im Anschluss an den Schritt 62 zusätzliche Fertigstellungsmaßnahmen durchgeführt werden, beispielsweise das Stanzen der Radschraubenlöcher 18 und des mittleren Führungsloches 16.

Die in den Fenstern 50 gebildeten Öffnungen 72A werden dazu benutzt, Abstands- oder Überlappungsbereiche festzulegen oder vorzusehen, die in 2 mit dem Bezugszeichen 52 bezeichnet sind. Der Abstandsbereich 52 beseitigt diejenigen Bedenken, dass die beiden Fensterstanzvorgänge genauestens positioniert werden müssen. Mit anderen Worten, ohne die Abstandsbereiche 52 wäre es schwierig, das Profil 72B des inneren Fensterabschnittes 72 auf genaue Weise mit den Seitenwänden 70A des äußeren Fensterabschnittes 70 abzugleichen oder auszurichten, die bei den beiden Stanzvorgängen gebildet werden. Die Abstandsbereiche 52 verringern oder beseitigen ebenso die Möglichkeit einer rauen Kante aufgrund einer nicht exakten Ausrichtung der beiden Fensterstanzvorgänge. Zusätzlich kann die genaue Form der Abstandsbereiche 52 vorher ausgewählt werden und so in der endgültigen Form der Fenster 50 der Radscheibe 10 enthalten sein, falls dies erwünscht ist.

Bezugnehmend nun auf die 8 bis 12 ist eine zweite Ausführungsform einer Radscheibe gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt, die allgemein mit 110 bezeichnet ist. Wie hier gezeigt, ist die Radscheibe 110 vorzugsweise aus einem geeigneten Material, beispielsweise Stahl, Aluminium oder dessen Legierungen, Stahl, Magnesium oder Titan zusammengesetzt oder anderweitig gebildet. Die Radscheibe 110 umfasst eine allgemein mittig angeordnete Radbefestigungsfäche oder -abschnitt 112 sowie mehrere nach außen verlaufender Speichen 114. In der dargestellten Ausführungsform umfasst die Radscheibe 110 fünf solcher Speichen 114, die integral mit der Radbefestigungsfläche 112 gebildet gezeigt sind. Alternativ kann die Anzahl und/oder der Aufbau der Speichen 114 anders als dargestellt sein, falls dies erwünscht ist. Zum Beispiel kann die Radscheibe 110 weniger als fünf Speichen 114 oder mehr als fünf Speichen 114 umfassen, und/oder die Speichen 114 können separat von der Radbefestigungsfläche 112 der Radscheibe 110 ausgebildet sein und mit dieser durch ein geeignetes Verfahren verbunden werden.

Die Radbefestigungsfläche 112 ist mit einer mittig angeordneten Führungsöffnung 120 und einer Vielzahl von Radschrauben aufnehmenden Löchern 122 versehen, die in Umfangsrichtung um die Führungsöffnung 120 herum beabstandet sind. In der dargestellten Ausführungsform umfasst die Radbefestigungsfläche 112 fünf solcher die Radschrauben aufnehmenden Löcher 122, die vorzugsweise "fluchtend" mit jeweils einer Speiche 114 in der Radbefestigungsfläche 112 vorgesehen sind. Alternativ kann die Anzahl und/oder die Position der die Radschrauben aufnehmenden Löcher 122 anders als dargestellt sein, falls dies erwünscht ist. Die die Radschrauben aufnehmenden Löcher 122 sind dafür ausgelegt, Radschrauben (nicht gezeigt) sowie Radmuttern (nicht gezeigt) aufzunehmen, um die Radscheibe 110 und so das Fahrzeugrad an einer Achse (nicht gezeigt) eines Kraftfahrzeuges anzubringen.

Die Befestigungsfläche 112 umfasst ferner eine Vielzahl darin vorgesehener "verstärkender" Rippen 124. In der dargestellten Ausführungsform ist eine Rippe 124 zwischen jedem Paar der die Radschrauben aufnehmenden Löcher 122 angeordnet. In der dargestellten Ausführungsform ist jede der Rippen 124 durch einen erhöhten oder erhabenen Bereich festgelegt, der von oder oberhalb der Befestigungsfläche 112 nach außen verläuft. Die Rippen 124 dienen dazu, die Befestigungsfläche 112 zu verstärken, um diese vor einem Durchbiegen während des Kraftfahrzeugbetriebs zu bewahren, wodurch die Dauerhaftigkeit des zugehörigen Kraftfahrzeugrades verbessert wird. Alternativ kann der Abstand, die Position, die Anzahl und/oder der Aufbau der Rippen 124 anders als dargestellt und beschrieben sein, falls dies erwünscht ist.

Jede der Speichen 114 besitzt einen allgemein doppelt-Z-förmigen Querschnitt (ähnlich dem in 4 oben in Bezug auf die Radscheibe 10 gezeigten), und umfasst eine allgemein ebene hintere Wand oder Rückwand 130, ein Paar gegenüberliegende Seitenwände 132 und 134, die von der hinteren Wand 130 nach außen verlaufen, sowie ein Paar vordere Wände 136 und 138, die jeweils eine Verlängerung der Seitenwände 132 und 134 bilden. In der dargestellten Ausführungsform verlaufen die hintere Wand 130 und die vorderen Wände 136 und 138 allgemein parallel zueinander. Alternativ kann der Aufbau, das Profil, die Form und die Anzahl einer oder mehrerer der Speichen 114 anders als dargestellt sein, falls dies erwünscht ist. Ebenso kann eine oder mehrere der Speichen 114 eine oder mehrere darin gebildete Öffnungen umfassen, wie dies z.B. durch eine Öffnung 140 dargestellt ist, die gestrichelt in einer der Speichen 114 in 9 gezeigt ist.

Die Radscheibe 110 umfasst ferner mehrere Fenster oder Öffnungen 150, die in ihr zwischen jedem Speichenpaar 114 gebildet sind, sowie vorzugsweise, wie dargestellt, einen durchgehenden äußeren Ring oder eine Band 154. Wie im Anschluss beschrieben wird, werden die Fenster 150 durch drei Ebenen der zugeordneten Radscheibe 110 mit Hilfe eines Stanzprozesses gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung gebildet.

Die erste Ebene verläuft allgemein senkrecht zu einer Achse X1 der Radscheibe 10 und ist durch einen Pfeil 160 in den 10 und 11 dargestellt. Die zweite Ebene verläuft unter einem Winkel zur Achse X1 der Radscheibe 10 und ist durch einen Pfeil 162 in 10 dargestellt. Der Winkel der zweiten Ebene liegt in einem Bereich von ungefähr 0 Grad bis ungefähr 45 Grad. Vorzugsweise beträgt der Winkel der zweiten Ebene ungefähr 30 Grad. Die dritte Ebene verläuft allgemein unter einem Winkel zur Achse X1 der Radscheibe 10 und ist durch die Pfeile 164 und 166 in den 10 und 11 dargestellt. Der Winkel der dritten Ebene liegt in einem Bereich von ungefähr 0 Grad bis ungefähr 45 Grad. Vorzugsweise beträgt der Winkel der dritten Ebene ungefähr 30 Grad. Vorzugsweise verläuft die dritte Ebene ebenso allgemein parallel zu oder auf einer Linie liegend mit einer Achse, die durch eine zugeordnete benachbarte, sich radial erstreckende Speichenseitenwand 132 und 134 bestimmt ist, wobei eine solche Achse allgemein in 10 durch den Pfeil 170 in Bezug auf die Speichenseitenwand 132 gezeigt ist.

Wie dargestellt, verläuft der Felgenanschlussflansch 154 vorzugsweise ausschließlich in einer axialen Richtung und ist mit einer zugeordneten Fläche einer Radfelge (nicht gezeigt) durch ein geeignetes Mittel verbunden, um das zusammengesetzte Fahrzeugrad zu ergeben. Die Radscheibe 110 kann mit der Radfelge durch ein geeignetes Verfahren verbunden werden, beispielsweise durch Schweißen oder Nieten. Der Felgenanschlussflansch 154 bestimmt eine Seitenkantenfläche 154A, die zwischen benachbarten Speichenpaaren 114 verläuft. Alternativ kann der Felgenanschlussflansch 154 anders als dargestellt sein, falls dies erwünscht ist. Zum Beispiel kann der Felgenanschlussflansch 154 diskontinuierlich sein, d.h. er kann einen separaten, einzelnen Bereich (Bereiche) umfassen, der (die) an einem äußeren Ende jeder Speiche 114 vorgesehen ist (sind), oder er kann weggelassen werden und das äußere Ende jeder Speiche 114 kann direkt mit der Radfelge verbunden sein.

In der dargestellten Ausführungsform ist jedes der Fenster 150 identisch zu den anderen und besitzt ein Paar Abstandsöffnungen oder -bereiche, die allgemein mit 152A und 152B in 9 bezeichnet sind. Jedes der Fenster 150 ist in der Radscheibe 110 zwischen benachbarten Speichenpaaren 114 gebildet und besitzt eine vorbestimmte Form, die durch benachbarte Speichenpaare und die Seitenkantenfläche 154A des Felgenanschlussflansches 154 festgelegt ist, so dass jedes der Fenster 150 bis zu einem äußersten Umfang der Radscheibe 110 verläuft. Alternativ kann die Form von einem oder mehrerer der Fenster 150 anders als dargestellt sein, falls dies erwünscht ist. Ebenso kann eine oder mehrere der Ebenen anders als die durch die Pfeile 160, 162 und 164 dargestellten Ebenen sein, falls dies erwünscht ist.

Bezugnehmend nun auf die 14 ist ein Blockdiagramm dargestellt, das eine Schrittabfolge zum Herstellen der Radscheibe 10 der vorliegenden Erfindung zeigt, wie sie in 9 dargestellt ist. Zu Beginn wird im Schritt 160 eine vorgefertigte Radscheibe mit einem endgültigen Umriss oder Form einem ersten Fensterstanzvorgang ausgesetzt, um einen Abschnitt des Fensters 150 in der Radscheibe 110 zu erzeugen. In der dargestellten Ausführungsform und gemäß einem Verfahren zum Bilden der Fenster 150 wird bei dem Schritt 160 ein erster oder "innerer" Fensterabschnitt 170 in der Radscheibe während eines ersten Stanzvorganges mit Hilfe eines ersten Stanzwerkzeuges P3 gebildet, das in Richtung des Pfeiles 160 bewegt wird, wie in den 10 und 11 gezeigt ist. Wie darin gezeigt, umfasst der erste Fensterabschnitt 170 ein Paar Ausnehmungen oder Öffnungen 170A, die an seinen zugeordneten, entfernten Enden gebildet sind. Die Öffnungen 170A bestimmen einen Bruch oder eine Abweichung vom übrigen Teil eines Profils 170B des ersten Fensterabschnittes 170 zu einem Zweck, der ähnlich demjenigen ist, der bereits in Bezug auf die Öffnungen 72B in dem Fenster 50 der Scheibe 10 beschrieben wurde.

Im Anschluss wird in einem Schritt 162 ein zweiter oder "äußerer Übergangs"-Fensterabschnitt 172 in der Radscheibe 110 während eines zweiten Stanzvorganges mittels eines zweiten Stanzwerkzeuges P4 gebildet, das in Richtung des Pfeiles 162 bewegt wird, wie in 10 gezeigt ist. Wie darin gezeigt, umfasst der zweite Fensterabschnitt 172 ein Paar Öffnungen 172A, die an seinen zugeordneten, entfernten Enden gebildet sind. In der dargestellten Ausführungsform ist die Form der Öffnungen 172A allgemein halbkreisförmig. Die Öffnungen 172A bestimmen einen Bruch oder eine Abweichung von einem Profil 172B des zweiten Fensterabschnittes 172 zu einen im Anschluss beschriebenen Zweck. Alternativ kann die Form von einer oder beiden der Öffnungen 170A und 172A anders als dargestellt sein, falls dies erwünscht ist. Zum Beispiel könnten die Öffnungen 170A und 172A allgemein ovalförmig, dreieckig, quadratisch sein oder eine andere geeignete Form aufweisen, falls dies erwünscht ist.

Im Anschluss wird in einem Schritt 164 ein Paar dritter oder "gegenüberliegender äußerer End-" Fensterabschnitte 174 und 176 in der Radscheibe 110 während eines dritten Stanzvorganges mittels eines Paares dritter Stanzwerkzeuge P5 und P6 gebildet, die jeweils in Richtung der Pfeile 164 und 166 bewegt werden, wie in den 10 und 11 gezeigt ist. Vorzugsweise werden die dritten Stanzwerkzeuge P5 und P6 gleichzeitig eingesetzt, um die Fenster 174 und 176 gleichzeitig in der Scheibe zu bilden; falls erwünscht könnten die dritten Stanzwerkzeuge P5 und P6 jedoch getrennt voneinander eingesetzt werden, falls dies so gewünscht ist. Alternativ kann die Form, die Anzahl und/oder das Verfahren zum Bilden der Fenster 150 in der Scheibe 110 anders als dargestellt und beschrieben sein, falls dies erwünscht ist. Zum Beispiel kann die Reihenfolge, in der der erste Fensterabschnitt 170, der zweite Fensterabschnitt 172 und die dritten Fensterabschnitte 174 und 176 in der Radscheibe 110 gebildet werden, beliebig anders sein, falls dies erwünscht ist. Ein alternatives Beispiel besteht darin, zunächst den Fensterabschnitt 172, danach die Fensterabschnitte 174 und 176 und schließlich den Fensterabschnitt 170 zu bilden. Ein weiteres alternaives Beispiel besteht darin, zunächst den Fensterabschnitt 174, im Anschluss den Fensterabschnitt 170, danach den Fensterabschnitt 176 und schließlich den Fensterabschnitt 170 zu bilden. Man erkennt auf diese Weise, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, die Fenster unter Verwendung der Stanzwerkzeuge P3, P4, P5 und P6 zu bilden. Auch ist es bevorzugt, dass die Scheibe mit ihrem endgültigen Umriss, die vor dem Schritt 160 bereitgestellt wird, vollständig mit Ausnahme der Fenster 150 gebildet ist. Die Scheibe, die vor dem Schritt 160 bereitgestellt wird, kann jedoch unvollständig gefertigt sein, falls dies erwünscht ist. Zum Beispiel können im Anschluss an den Schritt 162 zusätzliche Fertigstellungsmaßnahmen durchgeführt werden, wie z.B. das Stanzen der Radschraubenlöcher 122 sowie des mittleren Führungsloches 120.

Die in den Fenstern 150 gebildeten Öffnungen 170A und 172A dienen dazu, einen Abstand oder Überlappungsbereiche zu bestimmen oder vorzusehen, die in 9 jeweils mit dem Bezugszeichen 152A und 152B bezeichnet sind. Die Abstandsbereiche 152A und 152B sorgen dafür, dass die mindestens drei Fensterstanzvorgänge nicht exakt positioniert werden müssen. Mit anderen Worten, ohne die Überlappungsbereiche 152A und 152B wäre es schwierig, die Profile der zugeordneten Fensterabschnitte genauestens aufeinander abzugleichen oder auszurichten, die während der mindestens drei Stanzvorgänge gebildet werden. Die Abstandsbereiche 152A und 152B verringern oder beseitigen die Möglichkeit einer rauen Kante aufgrund einer nicht genauen Ausrichtung der mindestens drei Fensterstanzvorgänge. Zusätzlich kann die genaue Form der Abstandsbereiche 152A und 152B vorher ausgewählt werden und so in der endgültigen Form der Fenster 150 der Radscheibe 110 enthalten sein, falls dies erwünscht ist.

Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die zahlreichen Fensterstanzvorgänge (beispielsweise die beiden Schritte in der ersten Ausführungsform und die drei Schritte in der zweiten Ausführungsform) das Bilden eines relativ großen Fensters 50, 150 in der Radscheibe 10, 110 durch mehr als eine Ebene gestatten. Ebenso dienen die Öffnungen (beispielsweise die Öffnungen 72A in der ersten Ausführungsform und die Öffnungen 170A und 172A in der zweiten Ausführungsform), die während der Fensterstanzvorgänge gebildet werden, dazu, die Abstands- oder Überlappungsbereiche (die Bereiche 52 in 2 und die Bereiche 152A und 152B in 9) zu bestimmen oder vorzusehen. Die Abstandsbereiche sorgen dafür, dass die zahlreichen Fensterstanzvorgänge nicht exakt positioniert werden müssen. Mit anderen Worten, ohne die Abstandsbereiche wäre es schwierig, die Profile der jeweiligen Fensterabschnitte genauestens aufeinander abzugleichen oder auszurichten, die während der zahlreichen Stanzvorgänge gebildet werden. Die Abstandsbereiche verringern oder beseitigen ebenso die Möglichkeit einer rauen Kante aufgrund einer nicht genauen Ausrichtung der zahlreichen Fensterstanzvorgänge. Zusätzlich kann die genaue Form der Abstandsbereiche vorher ausgewählt werden und so in der endgültigen Form der Fenster der Radscheibe enthalten sein.

In Übereinstimmung mit den patentrechtlichen Regelungen sind das Prinzip und die Funktionsweise dieser Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen beschrieben und dargestellt worden. Es ist jedoch klar, dass die Erfindung auf andere Art und Weise als beschrieben und dargestellt umgesetzt werden kann, ohne dass der Bereich oder der Geist der beigefügten Ansprüche verlassen wird.

Zusammenfassung Zusammengesetztes Kraftfahrzeugrad sowie Verfahren zu seiner Herstellung

Diese Erfindung betrifft ein zusammengesetztes Fahrzeugrad sowie ein Verfahren zum Herstellen desselben. Das Rad umfasst eine Felge und eine an der Felge befestigte Scheibe. Die Scheibe umfasst mehrere nach außen verlaufende Speichen, einen äußeren Felgenanschlussflansch, der eine Seitenkantenfläche bestimmt, sowie ein Fenster, das darin zwischen benachbarten Paaren der Speichen gebildet ist und eine vorbestimmte Form besitzt, die durch die benachbarten Paare der Speichen und die Seitenkantenfläche des Felgenanschlussflansches derart festgelegt ist, dass jedes der Fenster bis zu einem äußersten Umfang der Radscheibe verläuft, wobei mindestens eines der Fenster mindestens einen ersten Fensterabschnitt und einen zweiten Fensterabschnitt umfasst, und wobei der erste Fensterabschnitt durch einen ersten Stanzvorgang und der zweite Fensterabschnitt durch einen zweiten Stanzvorgang gebildet sind.


Anspruch[de]
Zusammengesetztes Fahrzeugrad, umfassend:

eine Radfelge, und

eine an der Radfelge befestigte Radscheibe, wobei die Radscheibe eine Achse einschließlich einer Radbefestigungsfläche, mehrere nach außen verlaufende Speichen, einen äußeren Felgenanschlussflansch, der eine Seitenkantenfläche festlegt, und ein Fenster festlegt, das in ihr zwischen benachbarten Paaren der Speichen gebildet ist und eine vorbestimmte Form besitzt, die durch die benachbarten Paare der Speichen und die Seitenkantenfläche des Felgenanschlussflansches derart festgelegt ist, dass jedes der Fenster bis zu einem äußersten Umfang der Radscheibe verläuft;

wobei mindestens eines der Fenster mindestens einen ersten Fensterabschnitt und einen zweiten Fensterabschnitt umfasst, und wobei der erste Fensterabschnitt durch einen ersten Stanzvorgang und der zweite Fensterabschnitt durch einen zweiten Stanzvorgang gebildet sind.
Zusammengesetztes Fahrzeugrad nach Anspruch 1, bei dem der erste Fensterabschnitt dadurch gebildet ist, dass durch eine erste Ebene der Radscheibe gestanzt wird, und der zweite Fensterabschnitt dadurch gebildet ist, dass durch eine zweite Ebene der Radscheibe gestanzt wird. Zusammengesetztes Fahrzeugrad nach Anspruch 2, bei dem die erste Ebene allgemein parallel zur Radscheibenachse und die zweite Ebene unter einem Winkel zur Radscheibenachse verlaufen. Zusammengesetztes Fahrzeugrad nach Anspruch 1, bei dem das mindestens eine Fenster einen ersten Fensterabschnitt, einen zweiten Fensterabschnitt sowie ein Paar dritter Fensterabschnitte umfasst, und bei dem der erste Fensterabschnitt durch einen ersten Stanzvorgang, der zweite Fensterabschnitt durch einen zweiten Stanzvorgang und die dritten Fensterabschnitte durch einen dritten Stanzvorgang gebildet sind. Zusammengesetztes Fahrzeugrad nach Anspruch 4, bei dem der erste Fensterabschnitt dadurch gebildet ist, dass durch eine erste Ebene der Radscheibe gestanzt wird, und bei dem der zweite Fensterabschnitt dadurch gebildet ist, dass durch eine zweite Ebene der Radscheibe gestanzt wird, und bei dem die dritten Fensterabschnitte dadurch gebildet sind, dass durch eine dritte Ebene der Radscheibe gestanzt wird. Zusammengesetztes Fahrzeugrad nach Anspruch 5, bei dem die erste Ebene allgemein parallel zur Radscheibenachse verläuft, und bei dem die zweite Ebene unter einem Winkel zur Radscheibenachse verläuft, und bei dem die dritte Ebene unter einem Winkel zur Radscheibenachse verläuft. Zusammengesetztes Fahrzeugrad nach Anspruch 6, bei dem die Speiche einen allgemein doppelt-Z-förmigen Querschnitt besitzt und eine Rückwand, ein Paar gegenüberliegende Seitenwände sowie ein Paar vordere Wände umfasst, wobei die Rückwand und die vorderen Wände allgemein parallel zueinander verlaufen, und wobei die dritte Ebene allgemein parallel zu einer Achse verläuft, die durch die Seitenwand der Speiche festgelegt ist. Zusammengesetztes Fahrzeugrad nach Anspruch 1, bei dem das mindestens eine Fenster zwei Abstandsbereiche umfasst. Zusammengesetztes Fahrzeugrad nach Anspruch 1, bei dem die Radscheibe als integrales, aus Stahl gebildetes einteiliges Pressteil ausgebildet ist. Zusammengesetzte Radscheibe, umfassend:

eine Radscheibe, die eine Radbefestigungsfläche, mehrere nach außen verlaufende Speichen, einen äußeren Felgenanschlussflansch, der eine Seitenkantenfläche festlegt, und ein Fenster umfasst, das in ihr zwischen benachbarten Paaren der Speichen gebildet ist und eine vorbestimmte Form besitzt, die durch die benachbarten Paare der Speichen und die Seitenkantenfläche des Felgenanschlussflansches derart festgelegt ist, dass jedes der Fenster bis zu einem äußersten Umfang der Radscheibe verläuft;

wobei mindestens eines der Fenster mindestens einen ersten Fensterabschnitt und einen zweiten Fensterabschnitt umfasst, und wobei der erste Fensterabschnitt durch einen ersten Stanzvorgang und der zweite Fensterabschnitt durch einen zweiten Stanzvorgang gebildet sind.
Zusammengesetzte Radscheibe nach Anspruch 10, bei der der erste Fensterabschnitt dadurch gebildet ist, dass durch eine erste Ebene der Radscheibe gestanzt wird, und bei der der zweite Fensterabschnitt dadurch gebildet ist, dass durch eine zweite Ebene der Radscheibe gestanzt wird. Zusammengesetzte Radscheibe nach Anspruch 11, bei der die erste Ebene allgemein parallel zur Radscheibenachse verläuft, und bei der die zweite Ebene unter einem Winkel zur Radscheibenachse verläuft. Zusammengesetzte Radscheibe nach Anspruch 10, bei der das mindestens eine Fenster einen ersten Fensterabschnitt, einen zweiten Fensterabschnitt sowie ein Paar dritter Fensterabschnitte umfasst, wobei der erste Fensterabschnitt durch einen ersten Stanzvorgang gebildet ist, der zweite Fensterabschnitt durch einen zweiten Stanzvorgang gebildet ist und die dritten Fensterabschnitte durch einen dritten Stanzvorgang gebildet sind. Zusammengesetzte Radscheibe nach Anspruch 13, bei der der erste Fensterabschnitt dadurch gebildet ist, dass durch eine erste Ebene der Radscheibe gestanzt wird, und bei der der zweite Fensterabschnitt dadurch gebildet ist, dass durch eine zweite Ebene der Radscheibe gestanzt wird, und bei der die dritten Fensterabschnitte dadurch gebildet sind, dass durch eine dritte Ebene der Radscheibe gestanzt wird. Zusammengesetzte Radscheibe nach Anspruch 14, bei der die erste Ebene allgemein parallel zur Radscheibenachse verläuft, und bei der die zweite Ebene unter einem Winkel zur Radscheibenachse verläuft, und bei der die dritte Ebene unter einem Winkel zur Radscheibenachse verläuft. Zusammengesetzte Radscheibe nach Anspruch 15, bei der die Speiche einen allgemein doppelt-Z-förmigen Querschnitt besitzt und eine Rückwand, ein Paar gegenüberliegende Seitenwände und ein Paar vordere Wände umfasst, wobei die Rückwand und die vorderen Wände allgemein parallel zueinander verlaufen, und wobei die dritte Ebene allgemein parallel zu einer Achse verläuft, die durch die Seitenwand der Speiche festgelegt ist. Zusammengesetzte Radscheibe nach Anspruch 10, bei der das mindestens eine Fenster zwei Abstandsbereiche umfasst. Zusammengesetzte Radscheibe nach Anspruch 10, bei der die Radscheibe als ein integrales, aus Stahl gebildetes einteiliges Pressteil ausgebildet ist. Verfahren zum Herstellen eines zusammengesetzten Kraftfahrzeugrades, umfassend die Schritte:

(a) Bereitstellen einer Radfelge;

(b) Bereitstellen einer Radscheibe, die eine Achse festlegt und die eine Radbefestigungsfläche, mehrere nach außen verlaufende Speichen und einen äußeren Felgenanschlussflansch, der eine Seitenkantenfläche festlegt, aufweist;

(c) Aussetzen der Radscheibe mindestens einem ersten Fensterstanzvorgang, um einen ersten Fensterabschnitt in der Radscheibe zwischen einem Paar benachbarter Speichen zu erzeugen;

(d) Aussetzen der Radscheibe mindestens einem zweiten Fensterstanzvorgang, um einen zweiten Fensterabschnitt in der Radscheibe zu erzeugen, wobei der erste Fensterabschnitt und der zweite Fensterabschnitt zusammenwirken, um ein gestanztes Fenster in der Radscheibe festzulegen, das eine vorbestimmte Form besitzt, die durch die benachbarten Paare der Speichen und die Seitenkantenfläche des Felgenanschlussflansches derart festgelegt ist, dass jedes der gestanzten Fenster bis zu einem äußersten Umfang der Radscheibe verläuft; und

(e) Verbinden der Radscheibe mit der Radfelge, um das zusammengesetzte Fahrzeugrad herzustellen.
Verfahren zum Herstellen des zusammengesetzten Fahrzeugrades nach Anspruch 19, bei dem der erste Fensterabschnitt dadurch gebildet wird, dass durch eine erste Ebene der Radscheibe gestanzt wird, und bei dem der zweite Fensterabschnitt dadurch gebildet wird, dass durch eine zweite Ebene der Radscheibe gestanzt wird. Verfahren zum Herstellen des zusammengesetzten Fahrzeugrades nach Anspruch 20, wobei die erste Ebene allgemein parallel zur Radscheibenachse verläuft, und wobei die zweite Ebene unter einem Winkel zur Radscheibenachse verläuft. Verfahren zum Herstellen des zusammengesetzten Fahrzeugrades nach Anspruch 19, des Weiteren umfassend den Schritt des Aussetzens der Radscheibe einem dritten Fensterstanzvorgang, um ein Paar dritter Fensterabschnitte in der Radscheibe zu erzeugen, bei dem der erste Fensterabschnitt, der zweite Fensterabschnitt und die dritten Fensterabschnitte zusammenwirken, um gestanzte Fenster in der Radscheibe festzulegen, die eine vorbestimmte Form aufweisen, die durch die benachbarten Paare der Speichen und die Seitenkantenfläche des Felgenanschlussflansches derart festgelegt ist, dass jedes der gestanzten Fenster bis zu einem äußersten Umfang der Radscheibe verläuft. Verfahren zum Herstellen der zusammengesetzten Radscheibe nach Anspruch 22, bei dem der erste Fensterabschnitt dadurch gebildet wird, dass durch eine erste Ebene der Radscheibe gestanzt wird, und bei dem der zweite Fensterabschnitt dadurch gebildet wird, dass durch eine zweite Ebene der Radscheibe gestanzt wird, und bei dem die dritten Fensterabschnitte dadurch gebildet werden, dass durch eine dritte Ebene der Radscheibe gestanzt wird. Verfahren zum Herstellen des zusammengesetzten Fahrzeugrades nach Anspruch 23, wobei die erste Ebene allgemein parallel zur Radscheibenachse verläuft, und wobei die zweite Ebene unter einem Winkel zur Radscheibenachse verläuft, und wobei die dritte Ebene unter einem Winkel zur Radscheibenachse verläuft. Verfahren zum Herstellen des zusammengesetzten Fahrzeugrades nach Anspruch 24, wobei die Speiche einen allgemein doppelt-Z-förmigen Querschnitt besitzt und eine Rückwand, ein Paar gegenüberliegende Seitenwände und ein Paar vordere Wände umfasst, wobei die Rückwand und die vorderen Wände allgemein parallel zueinander verlaufen, und wobei die dritte Ebene allgemein parallel zu einer Achse verläuft, die durch die Seitenwand der Speiche festgelegt ist. Verfahren zum Erzeugen des zusammengesetzten Fahrzeugrades nach Anspruch 19, wobei das gestanzte Fenster mindestens zwei Abstandsbereiche umfasst. Verfahren zum Herstellen einer zusammengesetzten Radscheibe, umfassend die Schritte:

(a) Bereitstellen einer Radscheibe, die eine Achse festlegt und die eine Radbefestigungsfläche, mehrere nach außen verlaufende Speichen und einen äußeren Felgenanschlussflansch, der eine Seitenkantenfläche festlegt, aufweist;

(b) Aussetzen der Radscheibe mindestens einem ersten Fensterstanzvorgang, um einen ersten Fensterabschnitt in der Radscheibe zwischen einem Paar benachbarter Speichen zu erzeugen; und

(c) Aussetzen der Radscheibe mindestens einem zweiten Fensterstanzvorgang, um einen zweiten Fensterabschnitt in der Radscheibe zu erzeugen, bei dem der erste Fensterabschnitt und der zweite Fensterabschnitt zusammenwirken, um ein gestanztes Fenster in der Radscheibe festzulegen, das eine vorbestimmte Form aufweist, die durch die benachbarten Paare der Speichen und die Seitenkantenfläche des Felgenanschlussflansches derart festgelegt ist, dass jedes der gestanzten Fenster bis zu einem äußersten Umfang der Radscheibe verläuft.
Verfahren zum Herstellen der zusammengesetzten Radscheibe nach Anspruch 27, bei dem der erste Fensterabschnitt dadurch gebildet wird, dass durch eine erste Ebene der Radscheibe gestanzt wird, und bei dem der zweite Fensterabschnitt dadurch gebildet wird, dass durch eine zweite Ebene der Radscheibe gestanzt wird. Verfahren zum Herstellen der zusammengesetzten Radscheibe nach Anspruch 28, wobei die erste Ebene allgemein parallel zur Radscheibenachse verläuft, und wobei die zweite Ebene unter einem Winkel zur Radscheibenachse verläuft. Verfahren zum Herstellen der zusammengesetzten Radscheibe nach Anspruch 27, des Weiteren umfassend den Schritt des Aussetzens der Radscheibe einem dritten Fensterstanzvorgang, um ein Paar dritter Fensterabschnitte in der Radscheibe zu erzeugen, bei dem der erste Fensterabschnitt, der zweite Fensterabschnitt und die dritten Fensterabschnitte zusammenwirken, um gestanzte Fenster in der Radscheibe festzulegen, die eine vorbestimmte Form aufweisen, die durch die benachbarten Paare der Speichen und die Seitenkantenfläche des Felgenanschlussflansches derart festgelegt ist, dass jedes der gestanzten Fenster bis zu einem äußersten Umfang der Radscheibe verläuft. Verfahren zum Herstellen der zusammengesetzten Radscheibe nach Anspruch 30, bei dem der erste Fensterabschnitt dadurch gebildet wird, dass durch eine erste Ebene der Radscheibe gestanzt wird, und bei dem der zweite Fensterabschnitt dadurch gebildet wird, dass durch eine zweite Ebene der Radscheibe gestanzt wird, und bei dem die dritten Fensterabschnitte dadurch gebildet werden, dass durch eine dritte Ebene der Radscheibe gestanzt wird. Verfahren zum Herstellen der zusammengesetzten Radscheibe nach Anspruch 31, wobei die erste Ebene allgemein parallel zur Radscheibenachse verläuft, und wobei die zweite Ebene unter einem Winkel zur Radscheibenachse verläuft, und wobei die dritte Ebene unter einem Winkel zur Radscheibenachse verläuft. Verfahren zum Herstellen der zusammengesetzten Radscheibe nach Anspruch 32, wobei die Speiche einen allgemein doppel-Z-förmigen Querschnitt besitzt und eine Rückwand, ein Paar gegenüberliegende Seitenwände und ein Paar vordere Wände umfasst, wobei die Rückwand und die vorderen Wände allgemein parallel zueinander verlaufen, und wobei die dritte Ebene allgemein parallel zu einer Achse verläuft, die durch die Seitenwand der Speiche festgelegt ist. Verfahren zum Herstellen der zusammengesetzten Radscheibe nach Anspruch 27, wobei das gestanzte Fenster mindestens zwei Abstandsbereiche umfasst.






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