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Dokumentenidentifikation DE60121429T2 01.02.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001272050
Titel HAUSTIERFUTTER
Anmelder Mars U.K. Ltd., Slough, Berkshire, GB
Erfinder BRYANT, Charles, Geoffrey, Thame, Oxon OX9 3ZG, GB;
BLANSHARD, Roger, Philip, Harrogate, North Yorkshire HG2 9LG, GB;
TOWNSEND, Stewart, Yorba Linda, CA 92886, US
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen
DE-Aktenzeichen 60121429
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 06.04.2001
EP-Aktenzeichen 019196377
WO-Anmeldetag 06.04.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/GB01/01592
WO-Veröffentlichungsnummer 2001076386
WO-Veröffentlichungsdatum 18.10.2001
EP-Offenlegungsdatum 08.01.2003
EP date of grant 12.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.02.2007
IPC-Hauptklasse A23K 1/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A23K 1/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A23K 1/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A23K 3/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Haustierfutter und insbesondere einen Trockenkeks für Haustiere.

Tierfutter, insbesondere für den Hund, liegt oft in Form von Trockenkeksen vor. Eine Art dieses Futters ist als „Leckerchen" für ein Tier für den Verzehr zwischen den Hauptmahlzeiten vorgesehen. Solche Produkte sind wünschenswerterweise hart, damit sie lange im Maul des Tieres bleiben, das Interesse des Tieres halten und eine effektive Zahnreinigungswirkung erbringen.

Bekannte Kekse für Tiere werden durch Kochen eines Teigs mit geringem Wassergehalt bei hoher Temperatur hergestellt. Der Teig enthält gewöhnlich Mehl, Fett und Salz und etwa 20 bis 30 % Wasser und wird 5 bis 40 Minuten lang in einem Ofen bei über 100°C und oft über 150°C getrocknet; eine schnellere Trocknung kann zur Verbrennung des Produkts führen; durch das Verbrennungsrisiko wird auch die Wassermenge begrenzt, die aus dem Keks entfernt werden kann. Kürzere Trocknungszeiten resultieren in der Beseitigung einer geringeren Wassermenge.

Es wäre wünschenswert, einen harten Keks in einer kürzeren Zeit herzustellen, als dies mit konventionellen Techniken möglich ist.

Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung eines Nahrungsmittels bereitgestellt, das die folgenden Schritte umfasst: Bilden eines Gemischs, das vorgelatinierte Stärke, Wasser und einen Weichmacher beinhaltet; Einleiten des Gemischs in eine Form; und Erhitzen des Gemischs, während es gleichzeitig einem Druck von wenigstens 5 MPa in der Form ausgesetzt wird.

Vorzugsweise wird das Gemisch einem Druck von wenigstens etwa 10 MPa ausgesetzt.

Vorzugsweise wird die Formoberfläche auf eine Temperatur von etwa 90°C bis etwa 170°C erhitzt, bevorzugter auf etwa 100°C bis etwa 130°C, am bevorzugtesten auf etwa 120°C.

Vorzugsweise wird das Gemisch dem hohen Druck wenigstens etwa 10 s, bevorzugter wenigstens etwa 15 s und am bevorzugtesten etwa 20 s bis etwa 40 s lang ausgesetzt. Es wird außerdem bevorzugt, dass das Gemisch dem hohen Druck nicht länger als etwa 60 s ausgesetzt wird.

Als Stärkequelle werden Brotkrümel bevorzugt.

Zu bevorzugten Weichmachern gehören Glykol (der bevorzugteste Weichmacher) und Glycerol. Vorzugsweise liegt der Weichmacher in einem Gewichtsanteil von etwa 6 %, bevorzugter von etwa 1 % bis etwa 6 %, am bevorzugtesten von etwa 1,5 % bis 4 % des Gemischs vor.

Vorzugsweise liegt der Wassergehalt des Gemischs in einem Gewichtsanteil von nicht mehr als etwa 15 %, bevorzugter von nicht mehr als etwa 10 %, bevorzugter von etwa 2 % bis 10 % und am bevorzugtesten von etwa 6 % des Gemischs vor.

Zusätzlich zu den Hauptbestandteilen Stärke, Wasser und Weichmacher können Zusätze vorliegen, einschließlich essbarer Faser wie z.B. Kleie, vorzugsweise Grobkleie mit einer Partikelgröße von etwa 1 mm bis etwa 4 mm. Sofern verwendet, liegt der Fasergehalt bei einem Gewichtsanteil von vorzugsweise etwa 5 % bis 20 %, bevorzugter von etwa 8 bis 10 % des Gemischs. Durch die Anwesenheit der Faser wird dem Keks eine lamellare Materialstruktur verliehen.

Zu anderen bevorzugten Zusätzen gehören Aromastoffe, Farbstoffe, Konservierungsmittel, Antioxydationsmittel und funktionelle Nahrungszusätze wie Mineralien und Vitamine. Da die gemäß der Erfindung hergestellten Kekse während des Kochens lediglich geringen Temperaturen ausgesetzt werden, können thermisch instabile und flüchtige Zusätze verwendet werden, die in konventionellen Keksherstellungsverfahren mit höheren Temperaturen nicht verwendet werden könnten.

Die Arrhenius-Gleichung sagt voraus, dass Reaktionen mit einer Aktivierungsenergie von 50 kJ/Mol mehr als 10 Mal schneller bei 180°C vonstatten gehen als bei 110°C; dass Reaktionen mit einer Aktivierungsenergie von 200 kJ/Mol mehr als 15.000 Mal schneller bei 180°C vonstatten gehen als bei 110°C. Die meisten Reaktionen haben eine Aktivierungsenergie zwischen 50 kJ/Mol und 200 kJ/Mol und es ist zu verstehen, dass durch die Reaktion in erfindungsgemäßen Verfahren weniger Zusätze verloren gehen als in konventionellen Backverfahren und dass einige Zusätze, die in konventionellen Backverfahren tatsächlich nicht benutzt werden können, für erfindungsgemäße Verfahren geeignet sind. Es ist außerdem zu verstehen, dass die tieferen Temperaturen, geringeren Kochzeiten und höheren Drücke von erfindungsgemäßen Verfahren (im Vergleich zu konventionellen Backverfahren) den maximal zulässigen Kochpunkt geeigneter Zusätze anheben.

Ein Beispiel für einen flüchtigen Zusatz ist Eukalyptusöl. In konventionellen Verfahren gehen etwa 80 des Eukalyptusöls im Teig während des Kochvorgangs verloren; in bevorzugten erfindungsgemäßen Verfahren gehen nicht mehr als 10 % verloren.

Der Stärkegehalt des Gemischs liegt vorzugsweise bei einem Gewichtsanteil von wenigstens etwa 40 %, vorzugsweise etwa 70 % bis etwa 98 %. Man hat festgestellt, dass ein Gemisch, das in etwa gleiche Mengen Stärke in Form von Brotkrümeln und Kaseinat enthält, ein zufrieden stellendes Produkt liefert.

Es wird auch bevorzugt, dass das Gemisch etwa 1 Gew.-% eines fließverbessernden Zusatzes wie Silika enthält, um den Fluss des Gemischs in die Formen zu verbessern.

Die Erfindung wird ausführlicher anhand des folgenden Beispiels beschrieben.

Ein Gemisch, bestehend aus: 3 bis 7 % 95,25 Gew.-% Rinderleberpulver 2 Gew.-% Glykol 2 Gew.-% Raucharoma 0,5 Gew.-% rotes Eisenoxid 0,25 Gew.-%
wurde in einem Bandmischer hergestellt. 25 g des Gemischs wurden in die jeweiligen Formen von zwei Reihen mit jeweils 32 titanbeschichteten Stahlformen gegeben. Die untere Hälfte jeder Form war ein ringförmiger Hohlraum, die obere Hälfte ein komplementärer Kranz. Die Formen hatten Abmessungen für die Produktion linsenförmiger, ringförmiger Kekse mit einem Durchmesser von 55 mm und einem mittleren Loch mit einem Durchmesser von 18 mm, einer maximalen Dicke von 12 mm und einer minimalen Dicke am Außenrand von 8 mm.

Jede Form wurde etwa 15 bis 40 s lang einem Druck von etwa 4 Tonnen ausgesetzt. Während dieser Druck aufrechterhalten wurde, wurde die obere Form auf etwa 110°C bis 120°C, die untere auf etwa 120°C bis 130°C erhitzt.

Die zum Aufbringen des Drucks auf die Formen verwendete Presse war eine Hydraulikpresse, eine JRD/Bipel 170T Unterkolbenpresse.

Die produzierten ringförmigen Kekse hatten eine relativ hohe Dichte im Vergleich zu ähnlichen Keksen, die durch konventionelle Techniken hergestellt wurden, keine inneren Hohlräume und einen Wassergehalt von etwa 6 Gew.-%. Sie waren sehr hart und hatten lange Haltbarkeit, wenn sie von einem Hund gekaut wurden.


Anspruch[de]
Verfahren zum Herstellen eines Nahrungsmittels, das die folgenden Schritte umfasst:

Bilden eines Gemischs, das vorgelatinierte Stärke, Wasser und einen Weichmacher beinhaltet;

Einleiten des Gemischs in eine Form; und

Erhitzen des Gemischs, während es gleichzeitig einem Druck von wenigstens 5 MPa in der Form ausgesetzt wird.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Gemisch nicht mehr als 15 Gew.-%, vorzugsweise nicht mehr als 10 Gew.-% Wasser enthält. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die vorgelatinierte Stärke aus Brotkrümeln besteht. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Gemisch dem hohen Druck wenigstens etwa 10 s, bevorzugter wenigstens etwa 15 s, am bevorzugtesten 20 s bis 40 s lang ausgesetzt wird. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Gemisch dem hohen Druck nicht länger als etwa 60 s ausgesetzt wird. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Weichmacher in einem Gewichtsanteil von etwa 6 %, bevorzugter von 1 % bis 4 %, am bevorzugtesten von etwa 1,5 % des Gemischs vorliegt.






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