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Dokumentenidentifikation DE10052153B4 08.02.2007
Titel Druckvorrichtung und Verfahren zum Bestimmen einer Positionsverschiebung eines Druckkopfs derselben
Anmelder Hewlett-Packard Co. (n.d.Ges.d.Staates Delaware), Palo Alto, Calif., US;
Agilent Technologies, Inc. (n.d.Ges.d.Staates Delaware), Palo Alto, Calif., US
Erfinder Anderson, Mark A., Collins, Col., US;
Misek, Brian J., Collins, Col., US
Vertreter Schoppe, Zimmermann, Stöckeler & Zinkler, 82049 Pullach
DE-Anmeldedatum 20.10.2000
DE-Aktenzeichen 10052153
Offenlegungstag 31.05.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.02.2007
IPC-Hauptklasse B41J 19/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04N 1/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Druckvorrichtung und ein Verfahren zum Bestimmen einer Positionsverschiebung eines Druckkopfs. Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein optisches Navigationssystem zum Positionieren eines Druckkopfs unter Verwendung einer von dem Druckmedium getrennten Navigationsoberfläche.

Bei Vorrichtungen, die Operationen auf einem Arbeitsstück durchführen, ist es oft notwendig, ein Werkzeugelement in Beziehung zu dem Arbeitsstück zum Ausführen der gewünschten Operationen zu positionieren, um die gewünschten Resultate zu erreichen. Bei Operationen, bei denen eine Wiederholbarkeit wichtig ist, ist die Notwendigkeit einer genauen Steuerung der Position des Werkzeugelements während jeder nachfolgenden Interaktion der Operation in Beziehung zu dem Arbeitsstück sehr wichtig.

Ein Beispiel einer Vorrichtung, die Operationen auf einem Arbeitsstück durchführt, stellt eine typische Druckvorrichtung dar, wie beispielsweise, jedoch nicht darauf beschränkt, ein Laser-, Tintenstrahl- oder Farb-Sublimations-Drucker oder dergleichen, die in 1 gezeigt ist. 1 zeigt eine Druckerkassette 30, ein Lagerreservoir 35, einen Druckkopf 33 und ein Druckmedium 31. Diese Drucker führen Druckoperationen durch, indem eine Farbe oder ein Pigment auf einem Druckmedium, wie beispielsweise einem Papier oder einem mit Harz überzogenen Substrat, verteilt wird.

Während des Druckprozesses, der durch eine typische Druckvorrichtung ausgeführt wird, ist es gebräuchlich, den Druckkopf über die Oberfläche eines Druckmediums zu bewegen, um dem Druckmedium an vorbestimmten Orten desselben ein Pigment oder Farben zuzuführen. Um gewünschte und wiederholbar konsistente Ergebnisse zu erreichen, ist es notwendig, daß das Positionieren des Druckkopfs genau gesteuert wird.

Bekannte Verfahren eines Steuerns des Positionierens des Druckkopfs umfassen die Verwendung von Drehwellencodiervorrichtungen, die die Drehung von Wellen überwachen, die das Druckmedium während des Druckprozesses durch die Druckvorrichtung befördern, glasgeätzte optische Codiervorrichtungen genauso wie Schrittmotoren. Unglücklicherweise weisen Drehcodiervorrichtungen einen mechanischen Nachteil auf, der eine konsistente und genaue Steuerung einer Druckkopfnavigation verhindert. Glasgeätzte Codiervorrichtungen sind sehr teuer und bei kostensensitiven Anwendungen, bei denen eine hohe Druckauflösung gewünscht ist, nicht sehr nützlich. Schließlich weisen Schrittmotoren aufgrund des Verlusts einer Schrittzählung Ungenauigkeiten auf. Zusätzlich sind Schrittmotoren relativ teuer.

Die EP 0 706 896 A2 betrifft einen programmierbaren Druckwagensteuerungscodierer für einen Tintenstrahldrucker, der einen Druckkopf umfaßt, der auf zwei Führungsstangen hin und her bewegbar ist, um auf einem Druckmedium zu drucken. Um die Position des Druckwagens zu erfassen, ist ein Codierband vorgesehen, dessen Codierungen mittels eines Sensors erfaßt wird. Anstelle eines einfachen Codierbandes ist eine Anzeigevorrichtung vorzusehen, mittels der Codierinformationen auf dem Band bereitgestellt werden können, jedoch frei programmierbar sind. Hierdurch wird es ermöglicht, unterschiedliche Auflösungen mittels der Programmierung unterschiedlicher Codiermerkmale zu verwirklichen.

Die DE 692 02 975 T2 betrifft eine positionsbestimmende Vorrichtung, bei der eine Position über einer zweidimensionalen Oberfläche erfaßt wird, indem ein Musterelement mit einer Anordnung von Markierungen verwendet wird. Das Musterelement ist derart gestaltet, daß ein beliebiger örtlicher Abschnitt des Musters durch seine Merkmale derart charakterisiert ist, so daß der Standort des Abschnitts bestimmt werden kann.

Optische Navigationssysteme wurden verwendet, um die Position eines Werkzeugelements in Beziehung zu einem Arbeitsstück zu bestimmen, wobei jedoch Inkonsistenzen in den Ergebnissen auftraten, da sich diese Systeme auf die Oberfläche oder Merkmale des Druckmediums selbst verließen. Daher besteht ein bisher unerfüllter Bedarf in der Industrie, die vorher genannten Defizite und Nachteile zu überwinden. Solche Systeme sind z.B. in der US-A-5,927,872, der US-A-S,729,008, der US-A-5,644,139 oder der DE 40 00 633 A1 beschrieben

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Druckvorrichtung und ein Verfahren zu schaffen, die es ermöglichen, eine Position eines Druckkopfs bei einer Bewegung über ein Druckmedium auf einfache Art und genau zu steuern.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 und durch ein Verfahren gemäß Anspruch 5 gelöst.

Die vorliegende Erfindung schafft eine Navigationseinheit für eine zusammenwirkende Navigationsoberfläche für ein optisches Überwachen der Navigationsoberfläche und eine Navigationsvorrichtung zum Erzeugen eines Ausgangssignals, das der Position eines Werkzeugelements entspricht. Die vorliegende Erfindung schafft eine Navigation eines Druckkopfs zum Drucken auf ein Druckmedium basierend auf einer optischen Rückmeldung, die von einer bekannten zusammenwirkenden Navigationsoberfläche abgeleitet wird, während eines Druckens auf eine separate unabhängige Oberfläche oder ein Druckmedium. Ferner schafft die vorliegende Erfindung eine Navigationseinheit, die eine Bewegung des Druckkopfs in die X-Richtung und eine Bewegung des Druckmediums in die Y-Richtung verfolgt. Indem eine optische Navigation auf einer bekannten Navigationsoberfläche vorgesehen ist, vermeidet die vorliegende Erfindung Fehler und Ungenauigkeiten, die bei typischen optischen Navigationssystemen gebräuchlich sind.

Die vorliegende Erfindung kann ferner als ein Liefern eines Verfahrens zum Drucken auf ein Druckmedium angesehen werden. In dieser Hinsicht kann das Verfahren grob durch die Schritte eines optischen Überwachens einer zusammenwirkenden Navigationsoberfläche und Erzeugens eines Bild-Ausgangssignals gemäß derselben und eines Lieferns eines Pigments zu einem Druckmedium gemäß dem Bild-Ausgangssignal zusammengefaßt werden.

Die Erfindung kann unter Bezugnahme auf die folgenden Zeichnungen besser verstanden werden. Die Komponenten in den Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu dargestellt, wobei anstelle dessen eine Betonung auf eine klare Darstellung der Prinzipien der vorliegenden Erfindung gelegt wurde. Ferner bezeichnen in den Zeichnungen gleiche Bezugszeichen entsprechende Teile in den verschiedenen Ansichten.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Darstellung, die den Stand der Technik beschreibt;

2 eine Darstellung, die ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung beschreibt;

3 ein Diagramm, das eine Navigationseinheit beschreibt;

4 eine Darstellung, die eine Navigationsoberfläche in Beziehung zu einem Druckmedium beschreibt;

5 eine Darstellung, die Kreuzkorrelationen zwischen Referenz- und Vergleichs-Momentaufnahmen beschreibt, die durch eine Navigationseinheit erfaßt sind; und

6 ein Flußdiagramm, das das Verfahren der vorliegenden Erfindung beschreibt.

Es sei nun detailliert auf die Beschreibung der Erfindung, wie sie in den Zeichnungen dargestellt ist, Bezug genommen.

Unter Bezugnahme auf 2 ist eine Druckerkassette 30 gezeigt, die benachbart zu einem Papierweg (oder Arbeitsweg) angeordnet ist, der ein Druckmedium 31 empfängt. Die Druckerkassette 30 enthält einen Druckkopf 33 und eine Navigationseinheit 32. Unter Bezugnahme auf 3 kann die Navigationseinheit 32 einen Bilderzeuger 61 und ein optisches System 62 zum Fokussieren von Licht, das von dem Druckmedium 31 auf den Bilderzeuger 61 reflektiert wird, umfassen. Eine Beleuchtung des Druckmediums 31 wird durch die Lichtquelle 64 geliefert. Der Bilderzeuger 61 ist vorzugsweise ein Komplementär-Metall-Oxid-Halbleiter-Photo-Bilderzeuger (Komplementär-CMOS-Photo-Bilderzeuger), wobei auch andere Bilderzeugungsvorrichtungen, wie beispielsweise ein ladungsgekoppeltes Bauelement (CCD; CCD = Charge Coupled-Device), ein Photodiodenarray oder ein Phototransistorarray, verwendet werden können. Licht von einer Lichtquelle 64 wird von dem Druckmedium 31 und über das optische System 62 zu dem Bilderzeuger 61 reflektiert. Eine Lichtquelle 64, wie es in 6 gezeigt ist, ist eine lichtemittierende Diode (LED; LED = Light Emitting Diode). Andere Lichtquellen, die beispielsweise Glüh- oder Fluoreszenz-Lichtquellen umfassen, können jedoch auch verwendet werden. Zusätzlich ist es möglich, Umgebungslichtquellen außerhalb der Navigationseinheit 32 zu verwenden, vorausgesetzt, daß ein solcher Lichtpegel ausreichend ist, die Anforderungen einer Sensitivitätsschwelle des Bilderzeugers 61 zu erfüllen. Der Bilderzeuger 61 erzeugt mit einer vorbestimmten Rate ein Signal 63 oder eine Momentaufnahme, das oder die repräsentativ zu demjenigen Abschnitt der Navigationsoberfläche 80 ist, der momentan überwacht oder durch den Bilderzeuger 61 abgebildet wird. Dieses Ausgangssignal 63 wird zu einer Navigationsvorrichtung 73 geliefert und kann in einem Speicher 72 gespeichert werden. Die Navigationsvorrichtung wandelt die Rohbilddaten in Positionsinformationen um, die zu der Steuerung 71 geliefert werden. Die Navigationsvorrichtung 73 erzeugt ein Positionssignal 65 und gibt dasselbe zu der Steuerung 71 aus. Die Steuerung 71 erzeugt danach ein Ausgangssignal 67, das zum Positionieren des Druckkopfs 33 verwendet werden kann. Es sei angemerkt, daß die Navigationsvorrichtung 73 und der Speicher 72 als ein integraler Teil der Navigationseinheit 32 konfiguriert werden könnte. Die Navigationsvorrichtung 73 könnte ferner beispielsweise, jedoch nicht darauf begrenzt, als ein zweckgebundener Digital-Signal-Prozessor (DSP; DSP = Digital Signal Processor), eine anwendungsspezifische integrierte Schaltung (ASIC; ASIC = Application Specific Integrated Circuit) oder eine Kombination von logischen Gattern implementiert sein.

6 stellt ein Flußdiagramm dar, das das Verfahren der vorliegenden Erfindung darstellt. Der Druckkopf 33 wird positioniert. Eine Referenzmomentaufnahme (REF) einer Navigationsoberfläche 80 wird mittels der Navigationseinheit 32 erhalten (201). Die Referenzmomentaufnahme (REF) wird in dem Speicher 72 gespeichert (202). Nachdem eine festgelegte Zeitdauer verstrichen ist (203), wird eine Vergleichsmomentaufnahme (CMP) der Navigationsoberfläche 80 mittels der Navigationseinheit 32 erhalten (204). Die Navigationsvorrichtung 73 berechnet die Position des Druckkopfs 33 über eine Durchführung einer Kreuzkorrelation der Referenzmomentaufnahme (REF) mit der Vergleichsmomentaufnahme (CMP) (205). Die Position des Druckkopfs 33 wird daraufhin gemäß den Berechnungen von 205 an die Steuerung 71 gemeldet (206). Eine Bestimmung wird durchgeführt, ob sich der Druckkopf 33 mehr als eine vorbestimmte Strecke (oder zu einem Punkt, bei dem sich die CMP- und REF-Momentaufnahme weniger als eine vorbestimmte Fläche einer Gemeinsamkeit teilen) bewegt hat oder nicht, seit die Referenzmomentaufnahme (REF) erhalten (207) wurde. Wenn es in 207 bestimmt wird, daß sich der Druckkopf 33 mehr als eine vorbestimmte Strecke ("aus den Grenzen") bewegt hat, wird die Vergleichsmomentaufnahme (CMP), die in 206 erhalten wird, in dem Speicher 72 gespeichert und wird die neue REF-Momentaufnahme (208). Der Druckkopf 33 kann daraufhin gemäß der Position, die der Steuerung 71 bei 206 gemeldet wird, neu positioniert werden (209).

Die Navigationsoberfläche 80 weist vorzugsweise entlang aller Oberflächenbereiche, die durch den Bilderzeuger 61 der Navigationseinheit 32 überwacht werden, eine zusammenwirkende Textur oder ein zusammenwirkendes Muster mit einer zufälligen Natur auf.

5 zeigt eine von den Patentansprüchen nicht umfaßte Navigationsoberfläche 80, die eine bestimmte Oberflächencharakteristik oder ein bestimmtes Oberflächenmuster aufweist. Bei diesem Beispiel ist das Muster durch alphanumerische Zeichen dargestellt, um eine Erklärung zu erleichtern, da die alphanumerischen Zeichen für die Zwecke einer Erklärung leichter unterscheidbar sind. Solche alphanumerischen Zeichen könnten jedoch tatsächlich als ein wirkungsvolles Navigationsoberflächenmuster verwendet werden. Die Ausführungen im Zusammenhang mit der 5 dienen der Erläuterung und dem Verständnis der Erfindung.

Unter Bezugnahme auf 4 kann erkannt werden, daß es für ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung erforderlich ist, daß das Beobachtungsfenster 95 im der Navigationsoberfläche 80 gebildet wird, so daß die Navigationseinheit 32 und spezieller der Bilderzeuger 61 die Position des Druckmediums 31 visuell überwachen kann. Wenn sich das Druckmedium 31 auf einer unterschiedlichen Ebene als die Navigationsoberfläche 80 befindet, kann es wünschenswert sein, optische Systeme oder Linsen vorzusehen, um in dem Beobachtungsfenster 95 diesen Unterschied zu kompensieren und dem Bilderzeuger 61 zu ermöglichen, das Druckmedium 31 und die Navigationsoberfläche 80 exakt abzubilden.

Unter Bezugnahme auf 5 ist eine erste Momentaufnahme oder Referenzmomentaufnahme (REF) 41, eine zweite Momentaufnahme oder Vergleichsmomentaufnahme (CMP) 42 und ein Bereich einer Gemeinsamkeit 45 gezeigt. Jede Momentaufnahme, REF 41 und CMP 42, stellt einen vorbestimmten Bereich, beispielsweise einen Bereich von 1 mm2, dar.

Während des Druckprozesses erhält die Navigationseinheit 32 eine erste Momentaufnahme (Bild) der Navigationsoberfläche 80 als eine Referenzmomentaufnahme (REF). Diese Referenzmomentaufnahmedaten (REF) werden in dem Speicher 72 gespeichert. Nach einem festgelegten Zeitbetrag wird durch die Navigationseinheit 32 eine zweite Momentaufnahme der Navigationsoberfläche 80 als eine Vergleichsmomentaufnahme (CMP) 42 erhalten. Daten, die CMP 42 darstellen, werden daraufhin durch die Navigationsvorrichtung 73 mit Daten, die REF 41 darstellen und in dem Speicher 72 gespeichert sind, verglichen, um die momentane Position des Druckkopfs 33 zu bestimmen. Spezifischer sind die CMP-Daten mathematisch mit den REF-Bilddaten, die in dem Speicher 72 gespeichert sind, kreuzgekoppelt, um den Versatz zwischen der ersten Momentaufnahme (REF) 41 und der zweiten Momentaufnahme (CMP) 42 sowohl in der X- als auch in der Y-Richtung zu bestimmen. Die Kreuzkorrelationsberechnungen können wie folgt durchgeführt werden: wobei rm,n und cm,n die REF- und CMP-Momentaufnahmen bei einem Punkt {m, n} darstellen, und i und j den Versatz zwischen REF- und CMP-Momentaufnahmen darstellen.

Die Fläche der Navigationsoberfläche 80, die der Gegenstand jeder Momentaufnahme ist, ist typischerweise wesentlich geringer als die Gesamtgröße (Bereich) der Navigationsoberfläche 80. Wenn sich der Druckkopf 33 bewegt, bewegt sich auch die Navigationseinheit 32 in Beziehung zu der Navigationsoberfläche 80. Um Kreuzkorrelationsberechnungen wirksam durchführen zu können, ist es wichtig, daß Details der Navigationsoberfläche 80, die in der REF-Momentaufnahme enthalten sind, einige Gemeinsamkeiten (Fläche einer Gemeinsamkeit 45) mit Details der Navigationsoberfläche 80, die in der zweiten CMP-Momentaufnahme enthalten sind, aufweisen. Mit anderen Worten gesagt, kann die Strecke, die durch die Navigationseinheit 32 zwischen dem Punkt, bei dem die REF-Momentaufnahme erhalten wird, und dem Punkt zurückgelegt wird, bei dem die CMP-Momentaufnahme erhalten wird, nicht so groß sein, daß den Details, die in der CMP-Momentaufnahme enthalten sind, eine Gemeinsamkeit bezüglich der REF-Momentaufnahme vollkommen fehlt. Wenn diese Bedingung auftritt, wird der Druckkopf 33 "verloren" oder "aus den Grenzen" gehen. Damit die Navigation glatt arbeitet, ist es notwendig, daß die CMP-Momentaufnahme der Navigationsoberfläche aufgenommen wird, um mindestens einige Abschnitte der Navigationsoberflächendetails zu umfassen, die auch in dem ersten REF-Momentaufnahmenbild auftreten.

Wenn die Bewegung der Druckkopf/Navigationseinheit fortschreitet, nimmt die Überlappung (oder der Bereich einer Gemeinsamkeit) zwischen der CMP- und REF-Momentaufnahme ab. In dem extremen Fall würde keine Überlappung (Bereich einer Gemeinsamkeit) zwischen dem CMP- und REF-Bild existieren, wie es durch die REF-Momentaufnahme 41 und die Momentaufnahme 48 in 5 beispielhaft dargestellt ist. In diesem Fall würde die Navigationseinheit 32 "verloren gehen" und nicht in der Lage sein, die Position des Druckkopfs 33 ordnungsgemäß zu melden. Wenn bei der vorliegenden Erfindung jedoch der Bereich einer Gemeinsamkeit zwischen der CMP-Momentaufnahme und der REF-Momentaufnahme auf einen vorbestimmten Bereich oder Prozentsatz einer Gemeinsamkeit (Überlappung) abnimmt, wird die CMP-Momentaufnahme in den Speicher 72 kopiert, um daraufhin die neue REF-Momentaufnahme zu werden. Dieses Verfahren wird als ein Verfahren eines erneuten Beziehens oder REREF-Verfahren bezeichnet. Sofort nach einem REREF sind die CMP-Momentaufnahme und REF-Momentaufnahme unmittelbar gleich, d.h. es existiert für Kreuzkorrelationszwecke eine vollkommene oder totale Überlappung (Gemeinsamkeit).

Eine Alternative zu dem obigen Verfahren umfaßt ein Erhalten einer summierten Momentaufnahme der gesamten Navigationsoberfläche 80 mittels eines Aufnehmens einer Reihe von Momentaufnahmen der Navigationsoberfläche an verschiedenen Punkten entlang der Navigationsoberfläche und eines Speicherns der Daten in dem Speicher 72. Diese gespeicherten Daten stellen summiert die gesamte Navigationsoberfläche (summierte Momentaufnahme) oder einen ausgewählten Abschnitt derselben dar. Wenn der Druckkopf 33 positioniert wird und während des Druckprozesses erneut positioniert wird, werden nachfolgend Vergleichsmomentaufnahmen (CMP) der Navigationsoberfläche aufgenommen und mit den summierten Momentaufnahmedaten, die in dem Speicher 72 gespeichert sind, verglichen. Diese Alternative benötigt erhöhte Hardware, insbesondere einen Speicher, um die erhöhte Momentaufnahmendatengröße unterzubringen. Dieselbe beseitigt jedoch die Wahrscheinlichkeit, daß Kreuzkorrelationsberechnungen nicht durchgeführt werden können, wenn die CMP-Momentaufnahme keine Gemeinsamkeit bezüglich Details mit der REF-Momentaufnahme teilt (wenn der Druckkopf 33 verloren geht), da alle Details der Navigationsoberfläche 80 in dem Speicher 72 gespeichert sind.

Die vorliegende Erfindung ist hierin durch das Beispiel einer Druckvorrichtung beschrieben. Fachleute werden erkennen, daß die vorliegende Erfindung gleichermaßen auf Abtastvorrichtungen, wie beispielsweise photographische Scanner oder Flachbettpapierscanner, anwendbar ist. Ferner kann die vorliegende Erfindung bei automatisierten Fabrik- oder Herstellungsausrüstungen oder dergleichen implementiert werden, bei denen Anordnungsoperationen durchgeführt werden. Zusätzlich ist die vorliegende Erfindung auch für medizinische Anwendungen, wie beispielsweise eine diagnostische Bilderzeugung oder eine Steuerung einer Operationsausrüstung, anwendbar.


Anspruch[de]
Druckvorrichtung mit folgenden Merkmalen:

einem Druckkopf (33), um auf einem Druckmedium (31) zu drucken; und

einer Navigationseinheit (32), die konfiguriert ist, um eine zusammenwirkende, getrennt von dem Druckmedium (31) angeordnete Navigationsoberfläche (80) mit zufälliger Natur zu überwachen, und um zu einem vorbestimmten Zeitpunkt erste Bilddaten zu erzeugen, welche ein Bild eines ersten Abschnitts der zusammemwirkenden Navigationsoberfläche (80) mit zufälliger Natur wiedergibt, und um die ersten Bilddaten in einem Speicher (72) zu speichern;

wobei die Navigationseinheit (32) ferner konfiguriert ist, um zweite Bilddaten zu erzeugen, die ein zweites Bild eines zweiten Abschnitts der zusammenwirkenden Navigationsoberfläche (80) mit zufälliger Natur wiedergibt, das zumindest einen Abschnitt des ersten Abschnitts der zusammenwirkenden Navigationsoberfläche (80) mit zufälliger Natur einschließt;

wobei die Navigationseinheit (32) eine Navigationsvorrichtung (73) aufweist, die konfiguriert ist, um die ersten Bilddaten und die zweiten Bilddaten zu vergleichen, um eine Verschiebung zwischen den ersten Bilddaten und den zweiten Bilddaten festzustellen;

wobei die Navigationseinheit (32) und der Druckkopf (33) konfiguriert sind, um sich im Einklang miteinander zu bewegen; und

einer Steuerung (71), um den Druckkopf (33) in Übereinstimmung mit der durch die Navigationseinheit (32) bestimmten Verschiebung zu positionieren.
Druckvorrichtung nach Anspruch 1, bei der die ersten Bilddaten, die ein Bild eines ersten Abschnitts der zusammenwirkenden Navigationsoberfläche (80) mit zufälliger Natur wiedergeben, Daten umfassen, die ein Bild der gesamten zusammenwirkenden Navigationsoberfläche (80) mit zufälliger Natur wiedergeben. Druckvorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, die ferner einen Druckmedienweg zum Empfangen des Druckmediums (31) aufweist. Druckvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die zusammenwirkende Navigationsoberfläche (80) ein Beobachtungsfenster (95) umfaßt, durch das die Navigationseinheit (32) die Position des Druckmediums (31) optisch überwacht. Verfahren zum Bestimmen einer Positionsverschiebung eines Druckkopfes (33) beim Drucken auf ein Druckmedium mit folgenden Schritten:

Empfangen eines Druckmediums (31) auf einem Druckmedienweg, der eine vorbestimmte X-Abmessung und eine vorbestimmte Y-Abmessung aufweist;

optisches Überwachen einer zusammenwirkenden, getrennt von dem Druckmedium (31) angeordneten Navigationsoberfläche (80) mit zufälliger Natur und Erzeugen, zu einem ersten vorbestimmten Zeitpunkt, von Referenzdaten, die einen ersten Abschnitt der zusammenwirkenden Navigationsoberfläche (80) mit zufälliger Natur wiedergeben;

Speichern der Referenzdaten in einem Speicher (72);

Erzeugen, zu einem zweiten vorbestimmten Zeitpunkt, von Vergleichsbilddaten, die einen zweiten Abschnitt der zusammenwirkenden Navigationsoberfläche (80) mit zufälliger Natur wiedergeben, die zumindest einen Abschnitt des ersten Abschnitts der zusammenwirkenden Navigationsoberfläche (80) mit zufälliger Natur einschließen; und

Vergleichen der Referenzdaten und der Vergleichsbilddaten, um eine Verschiebung in der X-Richtung und in der Y-Richtung festzustellen, wobei die Verschiebung die Änderung der Position des Druckkopfes (33) in der X-Richtung und in der Y-Richtung zwischen dem ersten vorbestimmten Zeitpunkt und dem zweiten vorbestimmten Zeitpunkt wiedergibt.
Verfahren nach Anspruch 5, das ferner den Schritt des Positionierens des Druckkopfes (33) relativ zu dem Druckmedium in Übereinstimmung mit der festgestellten Verschiebung umfaßt.






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