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Dokumentenidentifikation DE112004002766T5 08.02.2007
Titel Vollständigkeitsappell-Mechanismus basierend auf Sichtsystem für Aufzugpositionierung
Anmelder Otis Elevator Co., Farmington, Conn., US
Erfinder Oh, Jae-Hyuk, Tolland, Conn., US;
Finn, Alan, M., Hebron, Conn., US;
Peng, Pei-Yuan, Ellington, Conn., US;
Hootsmans, Norbert A. M., Glastonbury, Conn., US
Vertreter Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München
DE-Aktenzeichen 112004002766
Vertragsstaaten AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BW, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, EG, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, EP, HR, HU, ID, IL, IN, IS, JP, KE, KG, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NA, NI, NO, NZ, OM, PG, PH, PL, PT, RO, RU, SC, SD, SE, SG, SK, SL, SY, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, US, UZ, VC, VN, YU, ZA, ZM, ZW, BW, GH, GM, KE, LS, MW, MZ, SD, SL, SZ, TZ, UG, ZM, ZW, AM, AZ, BY, KG, KZ, MD, RU, TJ, TM, AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG
WO-Anmeldetag 27.02.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/US2004/005906
WO-Veröffentlichungsnummer 2005092765
WO-Veröffentlichungsdatum 06.10.2005
Date of publication of WO application in German translation 08.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.02.2007
IPC-Hauptklasse B66B 1/34(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG (1) Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Einstellen der Position einer sich bewegenden Bühne.

(2) Beschreibung des Standes der Technik

Ein Positionierungs-Referenzsystem (PRS) ist eine Komponente eines Aufzugsteuersystems, die eine rasche und exakte Stellungsmessung eines Aufzugfahrkorbs in einem Aufzugschacht bewerkstelligt. Einige PRSs machen Gebrauch von sichtbasierten Systemen, beispielsweise ladungsgekoppelten Bauelementen (CCD-Elementen), die an einer sich bewegenden Bühne angebracht sind, zusammenwirkend mit Sichtindikatoren, die an festen Stellen entlang dem Aufzugschacht befestigt sind. In einer solchen Situation beobachtet das Sichtsystem die Sichtindikatoren, typischerweise in Form passiver Reflektoren, identifiziert den Ort des Sichtindikators und berechnet daraus eine Stellung der sich bewegenden Bühne.

Unglücklicherweise kann der Rauschabstand (S/N-Verhältnis) von Sichtsystemen auf CCD-Basis unter Verwendung passiver Reflektoren wesentlich beeinträchtigt werden durch die opaken Stoffe in der Luft, auf der CCD-Linse und/oder auf den passiven Reflektoren. Ein solcher verschlechterter Rauschabstand kann im ungünstigsten Fall zu einer Minderung der Positioniergenauigkeit von PRSs auf CCD-Basis führen. Die Verwendung einer Beleuchtungsquelle hoher Lichtstärke für den Sichtindikator kann möglicherweise eine zufriedenstellende Lösung des Problems sein, eine solche Leistungsverschlechterung zu unterbinden. Eine andere Lösung beinhaltet die Verwendung aktiver Reflektoren, insbesondere von Reflektoren, die nicht notwendigerweise passiv Licht reflektieren, sondern die in aktiver Weise von einer Lichtquelle Gebrauch machen und beispielsweise aus Leuchtdioden (LEDs) bestehen, die an die Stelle passiver Reflektoren treten, die oben erläutert wurden. Die Verwendung aktiver Reflektoren ist häufig deshalb bevorzugt, weil ein aktiver Reflektor den notwendigen Rauschabstand dadurch erreichen kann, dass man die Intensität des ausgestrahlten Lichts steuert. Insbesondere dann, wenn an der Anbringungsstelle für aktive Reflektoren Energie zur Verfügung steht, bildet die Verwendung aktiver Reflektoren eine Möglichkeit, mit der der Rauschabstand auf geeignete Werte angehoben werden kann, bei denen eine exakte Positionierung der beweglichen Bühne möglich ist.

Allerdings gibt es mehrere kritische Probleme, die mit CCD-Systemen basierend auf aktiven Reflektoren einhergehen. Erstens ist die Lebensdauer eines aktiven Reflektors begrenzt, da die längste zu erwartende Lebensdauer existierender Lichtquellen höchstens zehn Jahre beträgt. Eine Verlängerung der zehn Jahre betragenden Lebensdauer lässt sich dadurch erreichen, dass man die Lichtquellen aus aktiven Reflektoren ein- und ausschaltet, derart, dass jede Lichtquelle nur für einige Millisekunden innerhalb eines Zeitraums von jeweils zehn Millisekunden eingeschaltet wird. Im Fall von aktiven Reflektoren besteht jedoch die einzige Möglichkeit des Abschaltens der aktiven Reflektoren dann, wenn der Aufzug keine Fahrgäste bedient, ein Vorgang in einer Zeit, die sich nicht deutlich nachweisen lässt. Darüber hinaus erfordert das Ein- und Ausschalten aktiver Reflektoren in der oben beschriebenen Weise zusätzliche Steuer-/Signal-Verdrahtungen, was die Installationskosten wiederum erhöht.

Zweitens: Um ein PRS mit der Möglichkeit auszustatten, keinen Korrekturlauf zu benötigen, werden die aktiven Reflektoren vorzugsweise codiert. Diese Codierung führt üblicherweise zu höheren Kosten und einem weniger störungsanfälligen Betrieb. Diese Umstände, einhergehend mit der begrenzten Lebensdauer aktiver Reflektoren, führen zu hohen Wartungskosten ebenso wie zu hohen Material- und Installationskosten.

Was also benötigt wird, ist ein PRS, welches aktive Reflektoren in einer solchen Weise beinhaltet, dass eine wesentlich längere Betriebslebensdauer möglich ist und gleichzeitig nur geringe Installations- und Wartungskosten aufzubringen sind.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Es ist folglich ein Ziel der Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Einstellen der Position einer sich bewegenden Bühne zu schaffen.

Erfindungsgemäß enthält ein Positioniersystem eine Mehrzahl von Transpondermodulen, die jeweils an einer bekannten Stelle zum Empfangen eines elektromagnetischen Signals und zum Emittieren eines Lichtsignals angeordnet sind, mindestens ein Sendeempfänger-Modul zum Emittieren eines elektromagnetischen Signals und zum Empfangen des Lichtsignals, und eine Einrichtung zum Verarbeiten des empfangenen Lichtsignals, um eine Position des mindestens einen Sendeempfänger-Moduls zu bestimmen. Erfindungsgemäß umfasst der Einsatz von Licht in breitem Sinn elektromagnetische Strahlung ebenso wie das für Menschen sichtbare Spektrum sowie das Infrarot- und Ultraviolett-Spektrum.

Weiterhin wird erfindungsgemäß eine Vorrichtung zum Messen einer Position einer sich bewegenden Bühne geschaffen, umfassend eine Mehrzahl von Transpondermodulen mit einem HF-Empfänger zum Empfangen eines HF-Signals, und einem Array von Leuchten von Emittieren eines Lichtsignals, wobei zumindest ein Sendeempfänger-Modul an der sich bewegenden Bühne befestigt ist, umfassend einen HF-Sender zum Senden eines codierten HF-Signals, eine Kamera zum Empfangen des Lichtsignals, und eine Verarbeitungseinheit zum Identifizieren einer Position eines der mehreren Transponder anhand des empfangenen Lichtsignals und zum Berechnen einer Position der sich bewegenden Bühne.

Weiterhin enthält erfindungsgemäß ein Verfahren zum Messen einer Position einer sich bewegenden Bühne die Schritte des Fixierens mindestens eines Sendeempfänger-Moduls an der sich bewegenden Bühne, wobei das Sendeempfänger-Modul aufweist: Einen HF-Sender zum Senden eines HF-Signals, eine Kamera zum Empfangen des Lichtsignals, und eine Verarbeitungseinheit zum Identifizieren einer Position des empfangenen Lichtsignals und zum Berechnen einer Position der sich bewegenden Bühne, Anordnen einer Mehrzahl von Transpondermodulen jeweils an einer fixen Stellen, wobei die Transpondermodule aufweisen: Einen HF-Empfänger zum Empfangen eines codierten HF-Signals, und ein Array von Leuchten zum Emittieren eines Lichtsignals, zum Emittieren eines codierten HF-Signals von mindestens einem Sendeempfänger-Modul für den Empfang durch eines der mehreren Transpondermodule, Empfangen des codierten HF-Signals durch eines der mehreren Transpondermodule um zum Emittieren eines Lichtsignals ansprechend darauf Empfangen des emittierten Lichtsignals mit einer Kameraeinrichtung des mindestens einen Sendeempfänger-Moduls, und Berechnen einer Position des Sendeempfänger-Moduls aus dem empfangenen Lichtsignal.

Die Einzelheiten einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der begleitenden Zeichnungen und der Beschreibung vorgestellt. Weitere Merkmale, Ziele und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung sowie aus den Ansprüchen.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist ein Diagramm des Positions-Referenzsystems (PRS) gemäß der Erfindung.

2 ist ein Diagramm eines Transpondermoduls gemäß der Erfindung.

3 ist ein Diagramm eines Sendeempfänger-Moduls gemäß der Erfindung.

Gleiche Bezugszeichen und Bezeichnungen in den verschiedenen Zeichnungen bezeichnen gleiche Elemente.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG

Die vorliegende Erfindung ist ein Positions-Referenzsystem (PRS) zur Verwendung bei der Bestimmung der Position einer sich bewegenden Bühne. Das PRS gemäß der Erfindung macht Gebrauch von einer Reihe von Transpondermodulen, die entlang einem fixen Weg befestigt sind, und mindestens einem Sendeempfänger-Modul, welches an einer sich bewegenden Bühne angebracht ist. Diese Bühne ist typischerweise gleichermaßen entlang dem fixen Weg bewegbar. Obschon in Verbindung mit Bühnen oder Plattformen beschrieben, die sich entlang einem fixen Weg bewegen, ist die Erfindung nicht hierauf beschränkt. Jedes Transpondermodul umfasst einen HF-Empfänger und ein Lichtemissions-Array. Hingegen enthält jedes Sendeempfänger-Modul einen HF-Emitter und eine Kameraeinrichtung zum Aufzeichnen des von dem Lichtemissions-Array jedes Transpondermoduls emittierten Lichts. Im Ergebnis ist der HF-Emitter jedes Sendeempfänger-Moduls so konfiguriert, dass er ein HF-Signal durch den Empfang ein oder mehrerer Transpondermodule emittiert. Bei Empfang des HF-Signals durch das Transpondermodul wird das Lichtemissions-Array für eine kurze Zeitspanne aktiviert. Das emittierte Licht wird von der Kameraeinrichtung jedes Sendeempfänger-Moduls aufgenommen. Da sich jedes Transpondermodul, und durch Erweiterung jedes Lichtemissions-Array, an einer fixen und bekannten Stelle befindet, besteht die Möglichkeit, bei Empfang von dem Lichtemissions-Array für jedes Sendeempfänger-Modul eine Sichtprüfung durchzuführen und dadurch die Position des Sendeempfänger-Moduls in Bezug auf das Lichtemissions-Array abzuleiten. Dann lässt sich eine Berechnung durchführen, um die Position des Lichtemissions-Arrays innerhalb des Gesichtsfelds des Sendeempfänger-Moduls zu korrelieren mit einem Versatz des Sendeempfänger-Moduls gegenüber dem Licht-emittierenden Transpondermodul. Dann kann man die Position des Sendeempfänger-Moduls relativ zu dem Transpondermodul berechnen, und da man die absolute Lage des Transpondermoduls kennt, kann man die absolute Position des Transpondermoduls in Bezug auf die Bühne und mithin die absolute Position der sich bewegenden Bühne, an der das Sendeempfänger-Modul befestigt ist, ermitteln. Obschon in Verbindung mit Aufzügen beschrieben, ist die Erfindung nicht hierauf beschränkt. Vielmehr betrifft die Erfindung in breiter Anwendung jede bewegliche Bühne, wobei die möglichen Wege aus bekannten Referenzpunkten bestehen, zu denen die räumliche Lagebeziehung zu bestimmen ist.

1 zeigt das Positions-Referenzsystem (PRS) 10 gemäß der Erfindung. Zahlreiche Transpondermodule 13 sind an dem Aufzugschacht 15 befestigt und angeordnet. Bei einer Ausführungsform ist ein einzelnes Transpondermodul 13 pro Stockwerk entlang dem Aufzugschacht 15 befestigt, wodurch die Lage jedes Transpondermoduls 13 im Verhältnis zu jedem Türrahmen 12 identisch oder nahezu identisch ist. Mindestens ein Sendeempfänger-Modul 11 ist an der beweglichen Bühne 17 befestigt.

2 zeigt in größerer Einzelheit die Ausgestaltung eines Transpondermoduls 13. Jedes Transpondermodul 13 setzt sich zusammen aus einem HF-Empfänger 23, einem Lichtemissions-Array 21 und einer Berechnungseinheit 22. Der HF-Empfänger 23 kann HF-Signale empfangen. Das Lichtemissions-Array 21 ist vorzugsweise ein aus Leuchtdioden (LED) 20 bestehendes Feld. In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das Lichtemissions-Array 21 ein eindimensionales Array aus LEDs. In einer noch weiteren Ausführungsform kann das Lichtemissions-Array 21 aus einem zweidimensionalen Feld von LEDs oder anderen Lichtquellen bestehen. Wie oben angemerkt, ist jedes Transpondermodul 13 an einer identischen oder nahezu identischen Stelle in Bezug auf jeden Türrahmen 12 angebracht. Wenn ein HF-Empfänger 23 ein codiertes HF-Signal von einem Sendeempfänger-Modul 13 empfängt, demoduliert der HF-Empfänger 23 das codierte HF-Signal, um einen Code zu extrahieren, und sendet den Code an die Berechnungseinheit 22. Der modulierte Code wird von der Berechnungseinheit 22 mit einer in ihr gespeicherten einzigartigen ID-Nummer verglichen. In einer bevorzugten Ausführungsform besitzt jedes individuelle Transpondermodul 13 eine Kennung (ID), die in der Berechnungseinheit 22 abgespeichert ist. Die einzigartige ID kann dem Transpondermodul 13 im Zuge seiner Fertigung zugeteilt werden, oder kann zu einem späteren Zeitpunkt, beispielsweise bei der Anlageninstallation, dynamisch zugeordnet werden. Wenn der von dem HF-Empfänger 23 aus dem codierten HF-Signal extrahierte Code von der Berechnungseinheit 22 als identisch mit der einzigartigen ID-Nummer des Transpondermoduls 13 festgestellt wird, instruiert die Berechnungseinheit 22 das Lichtemissions-Array, zu einer vorbestimmten Zeit einen Ein- und dann einen Ausschaltvorgang vorzunehmen. In einer bevorzugten Ausführungsform übermittelt die Berechnungseinheit 22 beim Instruieren des Lichtemissions-Arrays 21 zum Einschalten zusätzlich einen Intensitätswert. Der Intensitätswert steuert die Stärke des von dem Lichtemissions-Array 21 emittierten Lichts. Vorzugsweise ist dieser Intensitätswert in dem von einem Sendeempfänger-Modul 11 empfangenen HF-Signal codiert. Zusätzlich zum bloßen Ein- und Ausschalten kann das Lichtemissions-Array 21 so moduliert werden, dass es zusätzliche Information weiterleitet. Wenn beispielsweise das Lichtemissions-Array 21 ein eindimensionales Feld von LEDs ist, können individuelle LEDs ein- oder ausgeschaltet werden, um binär codierte Information zu übermitteln. Eine solche binär codierte Information kann – ohne Beschränkung – eine Darstellung des einzigartigen ID-Codes des Transpondermoduls 13 beinhalten, von dem das Lichtemissions-Array 21 ein Bestandteil ist.

3 zeigt im Einzelnen den Aufbau jedes Sendeempfänger-Moduls 11. Jedes Sendeempfänger-Modul 11 besteht aus einem HF-Sender 33, einer Kameraeinrichtung 31 und einer Berechnungseinheit 32. Um den Sichtwinkel jeder Kameraeinrichtung 31 zu vergrößern, ist das Sendeempfänger-Modul 11 typischerweise auf der Seite der beweglichen Bühne 17 installiert. Wenn die bewegliche Bühne 17 ein Aufzug ist, ist das Sendeempfänger-Modul 11 an der beweglichen Bühne 17 derart fixiert, dass ein freier "Blick" jedes Lichtemissions-Arrays 21 weder von der Seite des Aufzugs 17 noch von den Wänden des Aufzugschachts 15 versperrt wird. Das Sendeempfänger-Modul 11 ist in der Lage, jedes Lichtemissions-Array zu sehen, wenn sich die bewegliche Bühne 17, an der das Sendeempfänger-Modul 11 befestigt ist, an einem speziellen Transpondermodul 13 vorbei bewegt. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Kameraeinrichtung 31 des Sendeempfänger-Moduls 11 ein Festkörperbauelement, beispielsweise ein Komplementär-Metalloxid-Halbleiterbauelement (CMOS) oder ein ladungsgekoppeltes Bauelement (CCD). CCDs besitzen typischerweise ein Gesichtsfeld 18, welches sich über einen Winkel von etwa 60° oder 30° auf jeder Seite der Mitte erstreckt, abgehend von der Kameraeinrichtung 31. Im Ergebnis umfasst das Gesichtsfeld 18 der Kameraeinrichtung 31 einen Beobachtungsbereich D entlang einem Aufzugschacht 15. Es ist bevorzugt, dass der Beobachtungsbereich D der Kameraeinrichtung 31 größer ist als die Entfernung, die benachbarte Transpondermodule 13 voneinander trennt. Auf diese Weise kann die Kameraeinrichtung 31 des Sendeempfänger-Moduls 11 stets mindestens ein Transpondermodul 13 sehen.

Im Normalbetrieb sendet jedes Sendeempfänger-Modul 11 eine codierte Nachricht, die von demjenigen Transpondermodul 13 zu empfangen ist, welches dem Sendeempfänger-Modul 11 am Nächsten liegt. Die Berechnungseinheit 23 hat insich die einzigartige ID jedes Transpondermoduls sowie die eigene Position gespeichert oder hat anderweitig auf diese Werte Zugriff. Ausgenommen die Fälle eines Stromausfalls, kann das PRS gemäß der Erfindung sowohl die Position der Kabine als auch des nächstgelegenen Transpondermoduls 13 ermitteln und ist damit im Stande, insbesondere das gewünschte Transpondermodul 13 aufzurufen, welches dem Sendeempfänger-Modul 11 am Nächsten liegt. Nachdem das Sendeempfänger-Modul 13 das codierte Signal an das Transpondermodul 13 gegeben hat, empfängt die Kameraeinrichtung 31 des Sendeempfänger-Moduls 11 Fotos von dem Lichtemissions-Array 21 des Transpondermoduls 13. Bei Empfang des von dem Lichtemissions-Array 21 emittierten Lichts berechnet die Berechnungseinheit 33 die Position des Sendeempfänger-Moduls 11, und bei Erweiterung auch dann die Position der sich bewegenden Bühne, wie es oben schrieben wurde. Dieser Vorgang wird in regelmäßigen Zeitintervallen wiederholt. In einer bevorzugten Ausführungsform beträgt das Zeitintervall zwischen dem Senden codierter Nachrichten durch das Sendeempfänger-Modul 11 an der sich bewegenden Bühne 17 vorzugsweise zwischen 1 und 100 Millisekunden, vorzugsweise etwa 10 Millisekunden. Beim Normalbetrieb kann folglich das Sendeempfänger-Modul 11 die Position der sich bewegenden Bühne 17 zu einem etwa 10 Millisekunden zurückliegenden Zeitpunkt ermitteln, außerdem die einzigartige ID für jedes Transpondermodul 13. Dann sendet das Sendeempfänger-Modul 11 ein codiertes HF-Signal an das nächste Transpondermodul 13. Das Transpondermodul 13 empfängt das ankommende HF-Signal, decodiert es und vergleicht den Code mit der eigenen ID. Wenn der Code identisch mit der eigenen ID ist, triggert das Transpondermodul 13 das Lichtemissions-Array mit einem Intensitätsbefehl, welcher die Stärke für den Betrieb des Lichtemissions-Arrays vorgibt. Das Sendeempfänger-Modul 11 ermittelt das von dem Lichtemissions-Array 21 emittierte Lichtsignal. Wie oben angemerkt, hat die Berechnungseinheit Zugang zur Position jedes Transpondermoduls 13. Die Berechnungseinheit 32 berechnet die Position des Lichtemissions-Arrays 21 eines Transpondermoduls 13 in Bezug auf die Kameraeinrichtung 31 anhand der Position des Lichtemissions-Arrays im Gesichtsfeld 18 der Kameraeinrichtung 31, und sie berechnet die absolute Position der Kameraeinrichtung 31 und damit durch Weiterberechnung auch die Position der sich bewegenden Bühne 17.

In einer alternativen Ausführungsform sind zwei Sendeempfänger-Module 11, 11' an der beweglichen Bühne 17 derart befestigt, dass das jeweilige Verwendungsgebiet 18 das andere Gebiet überlappt, so dass ein breiterer Beobachtungsbereich 19 abgedeckt wird. Im Fall von Aufzügen dient eine derartige Redundanz von Sendeempfänger-Modulen 11 zum Steigern der Sicherheit, mit der man erreicht, dass mindestens ein Sendeempfänger-Modul 11 in der Lage ist, ein Lichtemissions-Array 21 zu einem gegebenen Zeitpunkt zu beobachten.

Im Fall eines Stromausfalls ruft das Sendeempfänger-Modul 11 gemäß der Erfindung in serieller Weise jede der einzigartigen IDs entsprechend den Transpondermodulen 13 auf, die entlang einem Aufzugschacht 15 angeordnet sind. Das Sendeempfänger-Modul 11 fährt mit dem Aufruf jeder ID innerhalb einer Folge so lange fort, bis die Kameraeinrichtung 31 des Sendeempfänger-Moduls 11 Licht detektiert, welches von dem Lichtemissions-Array 21 abgestrahlt wird. Zu einem derartigen Zeitpunkt kann das Sendeempfänger-Modul 11, da es die zu jedem einzelnen Transpondermodul 13 gehörige Stelle kennt, die absolute Position des Sendeempfänger-Moduls 11 berechnen.

In einer alternativen Ausführungsform wird jedem Transpondermodul 13 zusätzlich zu der Zugangsmöglichkeit zum eigenen einzigartigen ID-Code ein universeller Registriercode zugeordnet. Dieser universelle Registriercode ist für jedes Transpondermodul 13 der gleiche. Für den Fall, dass das Transpondermodul 13 eine Nachricht decodiert, in der der decodierte Code äquivalent zum universellen Registriercode ist, befiehlt das Transpondermodul 13 dem Lichtemissions-Array 21, die individuellen Leuchten des Lichtemissions-Arrays 21 in einer solchen Folge ein- und auszuschalten, dass die einzigartig codierte ID des individuellen Transpondermoduls 13 angezeigt wird. In einer bevorzugten Ausführungsform werden die Leuchten in einer einen Binärcode repräsentierenden Folge eingeschaltet. Auf diese Weise kann ein Transpondermodul 13 als Ersatz für ein existierendes Transpondermodul 13 an einer bekannten Stelle installiert werden und kann seine einzigartige ID an das Sendeempfänger-Modul 11 zwecks Speicherung innerhalb der Berechnungseinheit 32 während des Betriebs senden.

Es wurden ein oder mehrere Ausführungsformen der Erfindung beschrieben. Es versteht sich dennoch, dass verschiedene Modifikationen möglich sind, ohne vom Grundgedanken und Schutzumfang der Erfindung abzuweichen. Folglich liegen auch weitere Ausführungsformen innerhalb des Schutzumfangs der beigefügten Ansprüche.

ZUSAMMENFASSUNG

Ein Positioniersystem enthält eine Mehrzahl von Transpondermodulen, die jeweils an einer bekannten Stelle zum Empfangen eines elektromagnetischen Signals und zum Emittieren eines Lichtsignals angeordnet sind, mindestens ein Sendeempfänger-Modul zum Emittieren eines elektromagnetischen Signals und zum Empfangen des Lichtsignals, wobei die Vorrichtung das empfangene Lichtsignal verarbeitet, um eine Position mindestens eines Sendeempfänger-Moduls zu bestimmen.


Anspruch[de]
Positioniersystem, umfassend:

eine Mehrzahl von Transpondermodulen, die jeweils an einer bekannten Stellte angeordnet sind, um ein elektromagnetisches Signal zu empfangen und ein Lichtsignal zu emittieren;

mindestens ein Sendeempfänger-Modul zum Emittieren des elektromagnetischen Signals und zum Empfangen des Lichtsignals; und

eine Einrichtung zum Verarbeiten des empfangenen Lichtsignals und zum Bestimmen der Position des mindestens einen Sendeempfänger-Moduls.
System nach Anspruch 1, bei dem das mindestens eine Sendeempfänger-Modul an einer beweglichen Bühne befestigt ist. System nach Anspruch 2, bei dem die bewegliche Bühne ein Aufzug ist. System nach Anspruch 1, bei dem das elektromagnetische Signal ein HF-Signal ist. System nach Anspruch 1, bei dem jedes der Transpondermodule ein Array von Leuchten aufweist, ausgewählt aus der Gruppe eines eindimensionalen Arrays und eines zweidimensionalen Arrays. System nach Anspruch 5, bei dem das Array aus Leuchten ein Array aus Leuchtdioden (LEDs) aufweist. Vorrichtung zum Messen einer Position einer beweglichen Bühne umfassend:

eine Mehrzahl von Transpondermodulen, jeweils umfassend:

einen HF-Empfänger zum Empfangen eines HF-Signals; und

ein Leuchtenarray zum Emittieren eines Lichtsignals;

mindestens ein Sendeempfänger-Modul, welches an der beweglichen Bühne befestigt ist und aufweist:

einen HF-Sender zum Senden eines codierten HF-Signals;

eine Kamera zum Empfangen des Lichtsignals; und

eine Verarbeitungseinheit zum Identifizieren einer Position einer der mehreren Transponder aus dem empfangenen Lichtsignal und zum Berechnen einer Position der beweglichen Bühne.
Verfahren zum Messen einer Position einer beweglichen Plattform, umfassend folgende Schritte:

Befestigen mindestens eines Sendeempfänger-Moduls an der beweglichen Bühne, wobei das Sendeempfänger-Modul aufweist:

einen HF-Sender zum Senden eines codierten HF-Signals;

eine Kamera zum Empfangen eines Lichtsignals; und

eine Verarbeitungseinheit zum Identifizieren einer Position des empfangenen Lichtsignals und zum Berechnen einer Position der beweglichen Bühne;

Anordnen einer Mehrzahl von Transpondermodulen jeweils an einer fixen Position, wobei die Transpondermodule aufweisen:

einen HF-Empfänger zum Empfangen eines codierten HF-Signals;

ein Leuchtenarray zum Emittieren eines Lichtsignals, wobei von dem mindestens einen Sendeempfänger-Modul ein codiertes HF-Signal zum Empfang durch eines der mehreren Transpondermodule emittiert wird;

Empfangen des codierten HF-Signals durch eines der mehreren Transpondermodule und – ansprechend darauf – Emittieren eines Lichtsignals;

Empfangen des emittierten Lichtsignals mit der Kameraeinrichtung des mindestens einen Sendeempfänger-Moduls; und

Berechnen einer Position des Sendeempfänger-Moduls aus dem empfangenen Lichtsignal.
Verfahren nach Anspruch 8, bei dem das Empfangen des codierten HF-Signals folgende zusätzliche Schritte aufweist:

Decodieren des codierten HF-Signals, um einen Code zu erhalten;

Vergleichen des Codes mit einer einzigartigen ID; und

Aktivieren des Leuchtenarrays, wenn die einzige ID die gleiche ist wie der Code.
Verfahren nach Anspruch 8, bei dem das Empfangen des codierten HF-Signals folgende zusätzliche Schritte aufweist:

Decodieren des codierten HF-Signals, um einen universellen Registriercode zu erhalten; und

Aktivieren des Leuchtenarrays.
Verfahren nach Anspruch 10, bei dem das Aktivieren des Leuchtenarrays das Aktivieren des Leuchtenarrays zum Senden einer einzigartigen ID in Form eines Binärcodes umfasst.






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