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Verfahren zur Ionisation durch Cluster-Ionen-Beschuss und Vorrichtung dafür - Dokument DE112004002755T5
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE112004002755T5 15.02.2007
Titel Verfahren zur Ionisation durch Cluster-Ionen-Beschuss und Vorrichtung dafür
Anmelder Yamanashi TLO Co., Ltd., Kofu, Yamanashi, JP
Erfinder Hiraoka, Kenzo, Kofu, Yamanashi, JP
Vertreter Kahler, Käck & Mollekopf, 86899 Landsberg
DE-Aktenzeichen 112004002755
Vertragsstaaten AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BW, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, EG, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, EP, HR, HU, ID, IL, IN, IS, JP, KE, KG, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NA, NI, NO, NZ, OM, PG, PH, PL, PT, RO, RU, SC, SD, SE, SG, SK, SL, SY, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, US, UZ, VC, VN, YU, ZA, ZM, ZW, BW, GH, GM, KE, LS, MW, MZ, SD, SL, SZ, TZ, UG, ZM, ZW, AM, AZ, BY, KG, KZ, MD, RU, TJ, TM, AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG
WO-Anmeldetag 27.02.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/JP2004/002344
WO-Veröffentlichungsnummer 2005083415
WO-Veröffentlichungsdatum 09.09.2005
Date of publication of WO application in German translation 15.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2007
IPC-Hauptklasse G01N 27/62(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H01J 49/10(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Diese Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Ionisation durch Cluster-Ionen-Stoß. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Ionisationsverfahren und eine Ionisationsvorrichtung, die zur Massenanalyse (Massenspektrometrie) von großen Biomolekülen wie z.B. Proteinmolekülen und DNA-Molekülen ideal sind.

Stand der Technik

Ein ionisiertes Gas muss einem Massenanalysator (Massenspektrograph oder -spektrometer) zugeführt werden, um die Massenanalyse durchzuführen. Da ionisierte Moleküle oder Atome sich mit Ionen oder Elektronen mit der entgegengesetzten Polarität innerhalb einer sehr kurzen Zeit wiedervereinigen, ist es erforderlich, dies zu unterdrücken.

Das Ionenstoßverfahren stellt ein Verfahren zum Durchführen der Ionisation für die Massenanalyse einer biologischen Probe dar, die in einer Matrix gemischt wurde. Mit einem Sekundärionen-Massenanalyseverfahren unter Verwendung von Ar+ oder Xe+ als Primärion erleiden die Matrixmoleküle eine starke Beschädigung. Daher ist das Verfahren zum Analysieren von großen Biomolekülen nicht geeignet. Außerdem erscheint chemisches Rauschen und der Rauschabstand ist schlecht.

Ein Massiv-Cluster-Stoß-Verfahren (nachstehend als "MCI-Verfahren" bezeichnet) wurde als neues Ionisationsverfahren entwickelt, das diese Nachteile beseitigt. [Siehe J.F. Mahoney, D.S. Cornett und T.D. Lee, "Formation of Multiply Charged Ions from Large Molecules Using Massive-Cluster Impact", RAPID COMMUNICATIONS IN MASS SPECTROMETRY, BAND 8, 403–406 (1994).] Dieses Verfahren beinhaltet elektrostatisches Sprühen von Glycerol und den Beschuss einer Matrixprobe mit Ionen-Clustern mit Massen von 106 bis 107 u, die auf eine Valenz von +100 bis +1000 geladen sind. Gemäß diesem Verfahren werden große Biomoleküle nicht zerlegt und Massenspektren mit geringem chemischen Rauschen werden erhalten.

Da das obige Verfahren Glycerol verwendet, besteht jedoch ein Problem, das entsteht, darin, dass die Ionenquelle verunreinigt und geladen wird, was die Intensität des Ionen-Cluster-Strahls instabil macht. Das Verfahren hat nicht die Stufe der praktischen Verwendung erreicht.

Offenbarung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung beseitigt die Nachteile des vorstehend erwähnten MCI-Verfahrens und ihre Aufgabe besteht darin, ein Ionisationsverfahren und eine Ionisationsvorrichtung bereitzustellen, bei denen die Desorption von Proteinmolekülen mit einem Molekulargewicht von mehr als einigen Zehntausend möglich ist und es möglich ist, die Rekombination von Molekülen mit positivem und negativem Ion zu unterdrücken und eine Massenanalyse mit hoher Empfindlichkeit durchzuführen.

Ein erfindungsgemäßes Ionisationsverfahren umfasst die Schritte des Erzeugens von geladenen Tröpfchen (flüssigen Tröpfchen) einer flüchtigen Flüssigkeit in einem Zustand, bei dem die Tröpfchen gekühlt sind, um deren Verdampfung zu unterdrücken; des Einleitens der erzeugten geladenen Tröpfchen in eine ausgepumpte bzw. evakuierte (Vakuum-) Kammer; und des Erzeugens eines elektrischen Feldes in der evakuierten Kammer und des Beschleunigens der geladenen Tröpfchen durch das elektrische Feld, um zu bewirken, dass sie eine Probe bombardieren, wodurch die Probe desorbiert und ionisiert wird. Die ionisierten Moleküle werden in einen Massenanalysator eingeführt.

Eine erfindungsgemäße Ionisationsvorrichtung umfasst: einen Beschleuniger mit einer evakuierten (Vakuum-) Beschleunigungskammer, in deren Innerem Beschleunigungselektroden und ein Probentisch angeordnet sind und die außerhalb einer Ioneneinleitungsöffnung eines Massenanalysators vorgesehen ist und durch die Ioneneinleitungsöffnung mit dem Inneren des Massenanalysators in Verbindung steht; und eine geladene Tröpfchen erzeugende Vorrichtung, die eine geladene Tröpfchen erzeugende Kammer aufweist, die mit der evakuierten Beschleunigungskammer über eine Tröpfcheneinleitungsöffnung der evakuierten Beschleunigungskammer in Verbindung steht, um geladene Tröpfchen einer flüchtigen Flüssigkeit in der geladene Tröpfchen erzeugenden Kammer in einem Zustand zu erzeugen, bei dem die Tröpfchen gekühlt sind, um deren Verdampfung zu unterdrücken; wobei die durch die geladene Tröpfchen erzeugende Vorrichtung erzeugten geladenen Tröpfchen von der geladene Tröpfchen erzeugenden Kammer in die evakuierte Beschleunigungskammer über die Tröpfcheneinleitungsöffnung eingeleitet werden, die Tröpfchen durch die Beschleunigungselektroden, an die eine hohe Spannung angelegt wurde, beschleunigt werden und eine Probe auf dem Probentisch bombardieren, und Ionen der Probe, die dadurch desorbiert und ionisiert werden, durch die Ioneneinleitungsöffnung in den Massenanalysator eingeleitet werden.

Das erfindungsgemäße Ionisationsverfahren wird unter Verwendung dieser Ionisationsvorrichtung durchgeführt.

Eine Mischlösung aus Wasser/Methanol (zu der Essigsäure oder Ammoniak usw. zugegeben wurde) oder Wasser stellt ein Beispiel für die flüchtige Flüssigkeit (Lösungsmittel) dar. Um die Verdampfung (Verdunstung) der Lösungsmittelmoleküle von den erzeugten geladenen Tröpfchen zu unterdrücken, wird die flüchtige Flüssigkeit oder das erzeugte geladene Tröpfchen vorzugsweise auf eine Temperatur, die unmittelbar vor der Verfestigung der geladenen Tröpfchen herrscht, bei der Erzeugung der geladenen Tröpfchen (bis zur Einleitung in die evakuierte Kammer oder evakuierte Beschleunigungskammer) gekühlt. Geladene Tröpfchen, die erzeugt wurden, werden bis in die evakuierte Kammer (oder evakuierte Beschleunigungskammer) im gekühlten Zustand geleitet.

Vorzugsweise wird das Elektrosprayverfahren verwendet, um die geladenen Tröpfchen zu erzeugen. Wenn eine kombinierte Verwendung von gekühltem Stickstoff- (N2) Gas durchgeführt wird, das einer Temperaturregelung unterzogen wurde, können die Kühlung, Erzeugung (Zerstäubung) der geladenen Tröpfchen und die Zufuhr in die evakuierte Kammer (evakuierte Beschleunigungskammer) effizient durchgeführt werden. Die Erzeugung der geladenen Tröpfchen kann unter Atmosphärendruck (einschließlich verringerten Drucks) durchgeführt werden.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine flüchtige Flüssigkeit und nicht Glycerol wie beim MCI-Verfahren verwendet. Folglich tritt das Problem der Dekontamination der Ionenquelle nicht auf.

Gemäß der vorliegenden Erfindung (insbesondere gemäß dem vorstehend erwähnten Elektrosprayverfahren) ist es möglich, geladene Tröpfchen in der Größenordnung von Mikrometern zu erzeugen. Da die geladenen Tröpfchen von der geladene Tröpfchen erzeugenden Kammer in die evakuierte Kammer (evakuierte Beschleunigungskammer) im gekühlten Zustand eingeleitet werden, wird die Verdampfung (Trocknung) der geladenen Tröpfchen sehr niedrig gehalten und die Abtastung wird innerhalb der evakuierten Kammer (evakuierten Beschleunigungskammer) durchgeführt, während die Größe der Tröpfchen in Mikrometergrößenordnung aufrechterhalten wird.

Solche massiven Cluster-Ionen werden durch ein elektrisches Feld innerhalb der evakuierten Kammer (evakuierten Beschleunigungskammer) beschleunigt, wodurch kinetische Energie auf sie übertragen wird und sie die Probe (z.B. eine dünne Schicht einer biologischen Probe) bombardieren. Schockwellen werden an der Stoßgrenze erzeugt und die Probe wird in der Größenordnung von Pikosekunden verdampft und ionisiert.

Da die Probe mit Cluster-Ionen mit massiver Größe beschossen wird, tritt eine elektronische und Schwingungsanregung des Zielmoleküls zum Zeitpunkt des Stoßes nicht auf und nur die kinetische Energie der Moleküle in der Probendünnschicht wird selektiv angeregt. Da die Probe einem weichen Stoß durch massive Cluster-Ionen ausgesetzt wird, werden folglich sogar Moleküle mit Molekulargewichten, die mehrere Zehntausende überschreiten, ionisiert, ohne eine Beschädigung zu erleiden.

Da die Probe in einem kurzen Zeitraum von Pikosekunden, der kürzer ist als die Rekombinationslebensdauer von positiven und negativen Ionen, verdampft und ionisiert wird, wird ferner die Rekombination unterdrückt und die erzeugten Ionen können effizienter in den Massenanalysator eingeleitet werden.

Als verwendete biologische Probe kann eine, die gefroren wurde, um das Trocknen zu verhindern, verwendet werden.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

1 stellt ein Diagramm des Aufbaus einer Ionisationsvorrichtung dar.

Beste Art zur Ausführung der Erfindung

In 1 ist ein Teil eines Massenanalysators (Massenspektrographen oder -spektrometers) 10, der eine Ioneneinleitungsöffnung umfasst, mit einer Ionisationsvorrichtung 20 ausgestattet.

Ein Abscheider 11 mit einem Loch 11a ist am Teil des Massenanalysators (z.B. eines Flugzeit-Massenanalysators) 10, der die Ioneneinleitungsöffnung aufweist, angebracht. Gebündelt ausgerichtete Ionen werden in den Massenanalysator durch das Loch (Ioneneinleitungsöffnung) 11a eingeleitet. Das Innere des Massenanalysators 10 wird durch eine Evakuierungs- bzw. Absaugvorrichtung (nicht dargestellt) auf einem Hochvakuum gehalten.

Die Ionisationsvorrichtung 20 umfasst eine geladene Tröpfchen erzeugende Vorrichtung 30, die eine geladene Tröpfchen erzeugende Kammer (eine Ionenquellenkammer oder eine Kammer für kaltes Elektrospray) 31 aufweist, und einen Beschleuniger 40 mit einer evakuierten Beschleunigungskammer 41, die sich von der geladene Tröpfchen erzeugenden Kammer 31 in einer geraden Linie fortsetzt.

Die geladene Tröpfchen erzeugende Vorrichtung 30 weist eine Einheit 32 für kaltes Elektrospray, die eine Metallelektrisch leitende) Kapillare 33 aufweist, an die eine hohe Spannung angelegt wird, und eine umgebende Röhre 34 auf, die den Umfang der Kapillare in beabstandeter Beziehung bedeckt. Die Enden der Metallkapillare 33 und der umgebenden Röhre 34 stehen in das Innere der geladene Tröpfchen erzeugenden Kammer 31 vor. Eine flüchtige Flüssigkeit (Lösungsmittel), die zu geladenen Tröpfchen wird, wird der Metallkapillare 33 zugeführt. Der Raum zwischen der Metallkapillare 33 und der umgebenden Röhre 34 wird mit einem Kühlmittel, z.B. kaltem Stickstoff- (N2) Gas, als Zerstäubungsgas beliefert. Das Stickstoffgas wird aus flüssigem Stickstoff erzeugt und wird in die Umgebungsröhre 34, nachdem seine Temperatur geregelt wurde, eingeleitet.

Stark geladene, sehr feine Tröpfchen (mit einem Durchmesser in der Größenordnung von mehreren Mikrometer) D werden von der Spitze der Metallkapillare 33, an die eine hohe Spannung angelegt wurde, in die geladene Tröpfchen erzeugende Kammer 31 gesprüht. Ferner wird das Stickstoffgas vom Ende der umgebenden Röhre 34 am Umfang des Endes bzw. Mundstücks der Metallkapillare 33 in die geladene Tröpfchen erzeugende Kammer 31 eingeleitet. Das Stickstoffgas unterstützt das Sprühen der geladenen Tröpfchen, kühlt die geladenen Tröpfchen und befördert die geladenen Tröpfchen D in Richtung der evakuierten Beschleunigungskammer 41 im gekühlten Zustand. Das Stickstoffgas wird aus der geladene Tröpfchen erzeugenden Kammer 31 über eine Auslaßöffnung zur Außenseite abgeführt.

Die geladenen Tröpfchen bilden eine flüchtige Flüssigkeit. Wenn die geladenen Tröpfchen verdampft (getrocknet) werden, vermindert sich die Tröpfchengröße. Um die Verdampfung der geladenen Tröpfchen zu unterdrücken, ist es das Stickstoffgas, das die geladenen Tröpfchen bei deren Erzeugung und, bis die geladenen Tröpfchen die evakuierte Beschleunigungskammer 41 erreichen, kühlt. Vorzugsweise liegt die Kühltemperatur ganz knapp vor jener, bei der sich die geladenen Tröpfchen verfestigen.

Beispiele von flüchtigen Flüssigkeiten, die zu den geladenen Tröpfchen werden und die erwähnt werden können, sind ein Wasser/Methanol-Gemisch (zu dem Essigsäure oder Ammoniak usw. zugegeben wurde) oder Wasser (zu dem Essigsäure oder Ammoniak zugegeben werden kann). Eine Kühltemperatur zum Verhindern der Verdampfung der geladenen Tröpfchen ist eine Temperatur in der Nähe von Trockeneis – Aceton im Fall des Wasser/Ethanol-Gemisches (zu dem Essigsäure oder Ammoniak usw. zugegeben wurde).

Bei diesem Ausführungsbeispiel werden die geladenen Tröpfchen durch das temperaturgeregelte Stickstoffgas gekühlt. Es kann jedoch so beschaffen sein, dass die Gesamtheit der geladene Tröpfchen erzeugenden Vorrichtung 30 oder der geladene Tröpfchen erzeugenden Kammer 31 durch die Kühlvorrichtung auf eine vorgeschriebene Temperatur gekühlt wird. Eine Ultraschallschwingungsvorrichtung stellt ein weiteres Beispiel einer geladene Tröpfchen erzeugenden Vorrichtung dar. Obwohl das Innere der geladene Tröpfchen erzeugenden Kammer 31 auf Atmosphärentemperatur liegt, kann die Kammer in einem Zustand mit verringertem Druck gehalten werden.

Eine Blende 34 ist an der Grenze zwischen der geladene Tröpfchen erzeugenden Kammer 31 und der evakuierten Beschleunigungskammer 41 vorgesehen und ein winziges Loch 34a ist in der Blende 34 ausgebildet. Das winzige Loch 34a stellt eine Einleitungsöffnung 34a für geladene Tröpfchen dar. Die geladene Tröpfchen erzeugende Kammer 31 und die evakuierte Beschleunigungskammer 41 stehen über die Einleitungsöffnung 34a für geladene Tröpfchen miteinander in Verbindung.

Die geladenen Tröpfchen D, die von der Spitze der Metallkapillare 33 weggesprüht werden, bewegen sich in der Richtung der evakuierten Beschleunigungskammer 41 zusammen mit dem gekühlten Stickstoffgas innerhalb der geladene Tröpfchen erzeugenden Kammer 31 und werden in die evakuierte Beschleunigungskammer 41 durch das winzige Loch 34a der Öffnung 34 eingeleitet.

Beschleunigungselektroden 42 und ein Probentisch 43 sind innerhalb der evakuierten Beschleunigungskammer 41 vorgesehen. Eine positive oder negative (welche auch immer zur Polarität der geladenen Tröpfchen entgegengesetzt ist) hohe Spannung (z.B. 10 kV) wird an die Beschleunigungselektroden 42 angelegt. Die geladenen Tröpfchen D, die in das Innere der evakuierten Beschleunigungskammer 41 eingeleitet wurden, werden durch die Beschleunigungselektroden 42 beschleunigt und gebündelt (fokussiert) und bombardieren eine Probe S, die auf dem Probentisch 43 vorgesehen wurde, in einem Winkel und Moleküle, die von der Probe ionisiert wurden, werden desorbiert. Das Innere des Massenanalysators 10 und der evakuierten Beschleunigungskammer 41 stehen über die Ioneneinleitungsöffnung 11a, die im Abscheider 11 vorgesehen ist, in Verbindung. Ionenmoleküle (oder -atoms), die durch den Beschuss mit geladenen Tröpfchen erzeugt wurden und die senkrecht von der Oberfläche der Probe S (des Probentischs 43) wegströmen, werden durch die Ioneneinleitungsöffnung 11a in den Massenanalysator 10 eingeleitet.

Die so durch die geladene Tröpfchen erzeugende Vorrichtung 30 erzeugten geladenen Tröpfchen weisen eine Größe in der Größenordnung von Mikromatern auf. Diese werden als massive Cluster-Ionen bezeichnet. Die massiven Cluster-Ionen werden von der geladene Tröpfchen erzeugenden Kammer 31 in die evakuierte Beschleunigungskammer 41 eingeleitet, während ihre Tröpfchengröße in der Größenordnung von Mikrometern aufrechterhalten wird, und werden durch das elektrische Feld der Beschleunigungselektroden 42 beschleunigt. Auf die massiven Cluster-Ionen wird beispielsweise eine kinetische Energie in der Größenordnung von 10 keV übertragen.

Die Dünnschicht S der biologischen Probe, die gefroren wurde, um das Trocknen zu verhindern, wird beispielsweise durch den Probentisch 43 gehalten. Die beschleunigten massiven Cluster-Ionen bombardieren die Dünnschicht S der biologischen Probe (z.B. eine biologische Probe, die auf poröses Silizium aufgebracht wurde). Folglich wird die Dünnschichtprobe in einer kurzen Zeit von Pikosekunden verdampft. Obwohl positive und negative Ionen in der Probe in gleichen Mengen existieren, werden die Ionen in einer Zeitspanne erzeugt, die kürzer ist als die Rekombinationslebensdauer dieser Ionen. Folglich wird die Rekombination von (eine Neutralisationsreaktion zwischen) den erzeugten Ionen verhindert und viele Ionen werden von der evakuierten Beschleunigungskammer 41 durch die Ioneneinleitungsöffnung 11a in den Massenanalysator 10 geliefert. Dies macht eine sehr empfindliche Massenanalyse möglich.

Da die Probe mit Cluster-Ionen mit massiver Größe beschossen wird, tritt ferner eine elektronische und Schwingungsanregung des Zielmoleküls zum Zeitpunkt des Stoßes nicht auf und nur die kinetische Energie wird selektiv angeregt. Folglich werden selbst Moleküle wie z.B. Proteine mit Molekulargewichten, die mehrere Zehntausende überschreiten, ionisiert, ohne eine Beschädigung zu erleiden. Mit anderen Worten, eine Massenanalyse (z.B. orthogonale Flugzeit-Massenanalyse) von biologischen Molekülen, einschließlich Protein, wird möglich.

Zusammenfassung: (von der WIPO veröffentlicht) VERFAHREN ZEIT IONISATION DURCH CLUSTER-IONEN-BESCHUSS UND VORRICHTUNG DAFÜR

Ionisation von Biomolekülen wie z.B. Proteinmolekülen ohne irgendeine Beschädigung. Insbesondere wird die Ionisation von Biomakromolekülen durch Bilden von gigantischen Cluster-Ionen eines Wasser/Methanol-Gemisches in Mikrometergrößenordnung (Essigsäure oder Ammoniak usw. zugegeben) (nahe der Trockeneis/Aceton-Temperatur) usw. mittels eines kalten Elektrosprays (32) in einer Aufladungskammer (31) zur Erzeugung flüssiger Tröpfchen, Beschleunigen derselben mittels eines elektrischen Feldes mit hoher Spannung von etwa 10 kV in einer Vakuumbeschleunigungskammer (41) und Beschießen einer gekühlten Bioproben-Dünnschicht, die auf ein Probensubstrat aufgebracht wurde, mit beschleunigten Ionen erreicht.


Anspruch[de]
Ionisationsverfahren unter Verwendung von Cluster-Ionen-Stoß, mit den Schritten:

Erzeugen von geladenen Tröpfchen einer flüchtigen Flüssigkeit in einem Zustand, bei dem die Tröpfchen gekühlt sind, um deren Verdampfung zu unterdrücken;

Einleiten der erzeugten geladenen Tröpfchen in eine evakuierte Kammer; und

Erzeugen eines elektrischen Feldes in der evakuierten Kammer und Beschleunigen der geladenen Tröpfchen durch das elektrische Feld, um zu bewirken, dass sie eine Probe bombardieren, wodurch die Probe desorbiert und ionisiert wird.
Ionisationsvorrichtung unter Verwendung von Cluster-Ionen-Stoß mit:

einem Beschleuniger mit einer evakuierten Beschleunigungskammer, in deren Innerem Beschleunigungselektroden und ein Probentisch angeordnet sind und die außerhalb einer Ioneneinleitungsöffnung eines Massenanalysators vorgesehen ist und über die Ioneneinleitungsöffnung mit dem Inneren des Massenanalysators in Verbindung steht; und

einer geladene Tröpfchen erzeugenden Vorrichtung, die eine geladene Tröpfchen erzeugende Kammer aufweist, die mit der evakuierten Beschleunigungskammer über eine Tröpfcheneinleitungsöffnung der evakuierten Beschleunigungskammer in Verbindung steht, um geladene Tröpfchen einer flüchtigen Flüssigkeit in der geladene Tröpfchen erzeugenden Kammer in einem Zustand zu erzeugen, bei dem die Tröpfchen gekühlt sind, um deren Verdampfung zu unterdrücken;

wobei die durch die geladene Tröpfchen erzeugende Vorrichtung erzeugten geladenen Tröpfchen von der geladene Tröpfchen erzeugenden Kammer durch die Tröpfcheneinleitungsöffnung in die evakuierte Beschleunigungskammer eingeleitet werden, die Tröpfchen durch die Beschleunigungselektroden, an die eine hohe Spannung angelegt wurde, beschleunigt werden und eine Probe auf dem Probentisch bombardieren und Ionen der Probe, die dadurch desorbiert und ionisiert werden, durch die Ioneneinleitungsöffnung in den Massenanalysator eingeleitet werden.






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