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Dokumentenidentifikation EP1300354 15.02.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001300354
Titel Einrichtung zum Erfassen der Lage einer Kante eines Verarbeitungsgutes
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Jentzsch, Arndt, 01640 Coswig, DE;
Seefeld, Jörg, 01159 Dresden, DE;
Quapil, Gerald, 73277 Owen, DE
DE-Aktenzeichen 50209144
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 19.09.2002
EP-Aktenzeichen 020209094
EP-Offenlegungsdatum 09.04.2003
EP date of grant 03.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2007
IPC-Hauptklasse B65H 7/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Erfassen der Lage einer Kante eines Verarbeitungsgutes, das einer Druckmaschine zugeführt wird, mit einer als Reflexzeile ausgebildeten optoelektrischen Messeinrichtung, die aus einer Beleuchtungseinrichtung und einem mindestens zwei hintereinander angeordnete CCD-Zeilen aufweisenden Empfänger besteht.

Aus der DE 101 36 870 A1 ist es bekannt, eine optoelektrische Messeinrichtung zum Erfassen der Lage der Kante eines Verarbeitungsgutes als ortsfest angeordnete, sich über den gesamten Formatdifferenzbereich erstreckende. Reflexzeile auszubilden. Die Reflexzeile besteht aus einer Beleuchtungseinrichtung und einem Empfänger, der sich aus einzelnen, hintereinander geschalteten, als funktionelle Einheiten ausgebildeten CCD-Zeilen zusammensetzt.

Nachteilig ist, dass eine in den Bereichen zwischen jeweils zwei benachbarten CCD-Zeilen sich abbildende Kante von den CCD-Zeilen nicht erfasst wird. Das bedeutet, dass eine derartige Reflexzeile nur eingeschränkt für das Erfassen des innerhalb eines Formatdifferenzbereiches anfallenden Formatspektrums geeignet ist.

Außerdem ist es von Nachteil, dass sich aufgrund der Länge der sich über den gesamten Formatdifferenzbereich erstreckenden, aus hintereinander geschalteten CCD-Zeilen bestehenden Reflexzeile, lange Auswertzeiten ergeben, die nachteilig die Effektivität der Einrichtung beeinflussen.

Aufgabe der Erfindung ist, eine bekannte Reflexzeile so auszugestalten, dass diese ohne Einschränkungen Kanten sämtlicher innerhalb eines Formatdifferenzbereiches anfallender Formate erfassen kann.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Einrichtung nach den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Durch die erfindungsgemäße Lösung ist es möglich, die Auswertzeiten zu minimieren und eine störungsfreie Erfassung der Lage einer Kante innerhalb eines Formatdifferenzbereiches zu realisieren.

An einem Ausführungsbeispiel wird die Erfindung näher erläutert.

In den zugehörigen Zeichnungen zeigen

Fig. 1
eine Draufsicht auf eine schematische Darstellung eines Anlegtischs mit einer die Lage einer Kante erfassenden Einrichtung,
Fig. 2
eine Schnittdarstellung gem. der Linie A-A in Fig. 1.

In Figur 1 ist ein Anlegtisch 1 mit Verarbeitungsgut 2, das als Bogen 3 ausgebildet ist, dargestellt. Die Bogen 3 werden in Förderrichtung 4 auf den Anlegtisch 1 und mit der Vorderkante gegen Vordermarken 5 transportiert. Zum Erfassen der Lage einer Kante 6 des Bogens 3 ist im Anlegtisch 1 ein Kanal 7 vorgesehen, der quer zur Förderrichtung 4 verläuft. Der Kanal 7 erstreckt sich mindestens über einen für die jeweilige Druckmaschine charakteristischen Formatdifferenzbereich 8. Der Formatdifferenzbereich 8 wird gebildet aus der Differenz zwischen dem maximalen und dem minimalen Format der zur Verarbeitung gelangenden Bogen, so dass sich beidseitig der Bogen 3 jeweils ein Formatdifferenzbereich 8 ergibt. Es wird jedoch nur anhand des in Förderrichtung 4 auf der linken Seite gelegenen Formatdifferenzbereichs 8 die Einrichtung beschrieben.

Im Kanal 7 ist eine als Reflexzeile 9 ausgebildete optoelektrische Messeinrichtung angeordnet. Die Reflexzeile 9 ist fest im Kanal 7 installiert und erstreckt sich ebenfalls mindestens über den Formatdifferenzbereich 8. Damit wird sichergestellt, dass die Kante 6 des innerhalb des Formatdifferenzbereichs 8 zugeführten Verarbeitungsgutes 2 erfasst werden kann.

Der Kanal 7 ist mit einem durchsichtigen Abdeckstreifen 10 verschlossen, so dass die Oberfläche des Anlegtischs 1 und des Abdeckstreifens 10 eine gemeinsame Ebene bilden.

Die Reflexzeile 9 besteht im Ausführungsbeispiel aus CCD-Zeilen 11, 12, 13, 14, 15, die mit Lücken hintereinander in einer ersten Reihe und in einer zweiten Reihe angeordnet sind. Es ist aber auch möglich, weitere n CCD-Zeilen vorzusehen.

Die erste Reihe und die zweite Reihe verlaufen parallel in einem Abstand zueinander, wobei die CCD-Zeilen 12, 14 der zweiten Reihe und die CCD-Zeilen 11, 13, 15 der ersten Reihe auf Lücke zueinander angeordnet sind. Dabei bilden die sich gegenüberliegenden CCD-Zeilen Überschneidungen X.

Jeder der CCD-Zeilen 11 bis 15 ist eine LED-Zeile 16 als Beleuchtungseinrichtung zugeordnet. Es ist aber auch möglich, eine als funktionelle Einheit ausgebildete, sich über die gesamte Länge der Reflexzeile 9 erstreckende Beleuchtungseinrichtung vorzusehen.

Die CCD-Zeilen 11, 12, 13, 14, 15 bestehen aus einer Vielzahl von in einer Reihe nebeneinander angeordneten Messelementen.

Die CCD-Zeilen 11 bis 15 und die ihnen zugeordneten LED-Zeilen 16 sind in einem Abstand zum Verarbeitungsgut 2 angeordnet. Die von den LED-Zeilen 16 ausgesendeten Strahlen werden im vom Verarbeitungsgut 2 abgedeckten Bereich von der Unterseite des Verarbeitungsgutes reflektiert und von den Messelementen der CCD-Zeilen 11 bis 15 erfasst, während in dem Bereich, der nicht vom Verarbeitungsgut 2 abgedeckt ist, keine oder nur eine geringe Reflexion der Strahlen erfolgt, so dass sich die Lage der Kante 6 als Hell/Dunkelunterschied auf den CCD-Zeilen 11 bis 15 abbildet. Durch die jeweilige CCD-Zeile 11 bis 15 wird ein Istsignal generiert, welches einer Verarbeitungselektronik zugeführt wird. In der Verarbeitungselektronik wird das Istsignal mit einem in der Verarbeitungselektronik abgelegten Sollsignal verglichen und bei einer Abweichung ein Stellsignal generiert, das Stellelementen zum Verbringen der Kante 6 des Verarbeitungsgutes 2 in die Sollposition zugeführt wird. Um die Auswertzeiten der Reflexzeile 9 zu verkürzen, wird bei einem Auflagewechsel durch die Verarbeitungselektronik die CCD-Zeile 11-15 bestimmt, auf der sich die Kante 6 abbildet. Dazu wird die gesamte Reflexzeile 9 aktiviert und ein Bogen 3 auf den Anlegtisch 1 und mit der Vorderkante gegen die Vordermarken 5 transportiert. Dabei bildet sich die Kante 6 auf einer der CCD-Zeilen 11 - 15 ab, die ein Signal generiert, welches von der Verarbeitungselektronik erfasst und damit die CCD-Zeile 11-15 festlegt, welche für die Abarbeitung des Auftrages erforderlich ist. Im Ausführungsbeispiel gem. Fig. 1 bildet sich die Kante 6 auf der CCD-Zeile 11 ab, so dass lediglich diese einschließlich der zugeordneten LED-Zeile 16 von der Verarbeitungselektronik angesteuert wird. Dabei wird natürlich berücksichtigt, dass beidseitig der in der Figur 1 eingezeichneten Lage der Kante 6 ein Toleranzbereich zu berücksichtigen ist, in dem die Bogen 3 versetzt einlaufen.

Wird ein Format verarbeitet, bei dem die Bogen 3 mit der Kante 6 z.B. im Bereich der von den CCD-Zeilen 12, 14 gebildeten Überschneidung X einläuft, werden durch die Verarbeitungselektronik die CCD-Zeilen 12, 14 einschließlich der zugehörigen LED-Zeilen 16 aktiviert und damit geringe Auswertzeiten realisiert.

Um zu sichern, dass bei der Verarbeitung jeden Materials, d.h. unabhängig von der Struktur der Oberfläche, der Farbe oder davon, ob das Material durchsichtig oder undurchsichtig ist, eine exakte Erfassung der Lage der Kante 6 durch die CCD-Zeilen 11-15 realisiert werden kann, wird als ein kontrastunterstützendes Mittel farbiges Licht verwendet, das von den LED-Zeilen 16 emittiert wird. Es ist aber auch möglich, in einem Abstand über der Reflexzeile 9 ein kontrastunterstützendes Mittel vorzusehen, das als einer auf einem Trägermaterial aufgebrachten farbigen oder reflektierenden Schicht ausgebildet ist.

Statt die Reflexzeile 9 im Kanal 7 des Anlegtischs anzuordnen, ist es auch möglich, diese an einer in einem Abstand über dem Anlegtisch 1 vorgesehene Traverse anzuordnen und ggf. die Oberfläche des Anlegtischs 1 als kontrastunterstützendes Mittel auszubilden.

Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen

1
Anlegtisch
2
Verarbeitungsgut
3
Bogen'
4
Förderrichtung
5
Vordermarke
6
Kante
7
Kanal
8
Formatdifferenzbereich
9
Reflexzeile
10
Abdeckstreifen
11
CCD-Zeile
12
CCD-Zeile
13
CCD-Zeile
14
CCD-Zeile
15
CCD-Zeile
16
LED-Zeile
X
Überschneidung


Anspruch[de]
  1. Einrichtung zum Erfassen der Lage einer Kante eines Verarbeitungsgutes, das einer Druckmaschine zugeführt wird, mit einer als Reflexzeile ausgebildeten optoelektrischen Messeinrichtung, die aus einer Beleuchtungseinrichtung und einem mindestens zwei hintereinander angeordnete CCD-Zeilen aufweisenden Empfänger besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die CCD-Zeilen (11, 12, 13, 14, 15 bis n) in einer ersten Reihe und in einer zu dieser parallel in einem Abstand verlaufenden zweiten Reihe in Lücken hintereinander angeordnet sind, wobei den Lücken zwischen den CCD-Zeilen (11, 13, 15, n) der ersten Reihe die CCD-Zeilen (12, 14, n±1) der zweiten Reihe gegenüberliegend angeordnet sind und jede der CCD-Zeilen (11 bis n+1) direkt mit einer Verarbeitungselektronik verbunden sind.
  2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder CCD-Zeile (11 bis n+1) eine als LED-Zeile (16) ausgebildete Beleuchtungseinrichtung zugeordnet ist.
  3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die LED-Zeile (16) als eine sich über die gesamte Länge der Reflexzeile (9) erstreckende Beleuchtungseinrichtung ausgebildet ist.
  4. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede der LED-Zeilen (16) direkt mit der Verarbeitungselektronik gekoppelt ist.
  5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine der CCD-Zeilen (11, 13, 15, n) der ersten Reihe zu den CCD-Zeilen (12, 14, n±1) so angeordnet sind, dass diese eine Überschneidung (X) bilden.
  6. Einrichtung nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine der CCD-Zeilen (11 bis n+1) zum Erfassen der Lage der Kante (6) durch die Verarbeitungselektronik aktivierbar ist.
  7. Einrichtung nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei eine Überschneidung (X) bildende CCD-Zeilen (11 bis n+1) durch die Verarbeitungselektronik aktivierbar sind.






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