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Dokumentenidentifikation DE102005039447A1 22.02.2007
Titel Papiermaschinensieb
Anmelder Voith Patent GmbH, 89522 Heidenheim, DE
Erfinder Boeck, Johann, Bairach, AT
DE-Anmeldedatum 18.08.2005
DE-Aktenzeichen 102005039447
Offenlegungstag 22.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.02.2007
IPC-Hauptklasse D21F 1/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D21F 7/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   D03D 1/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Papiermaschinensieb, insbesondere Formiersieb, mit einer oberen Gewebelage, deren Außenseite eine Papierseite, und mit einer unteren Gewebelage, deren Außenseite eines Maschinenseite des Papiermaschinensiebs bilden, und mit Bindefäden zum Verbinden der oberen und der unteren Gewebelage,
- wobei die obere Gewebelage zumindest durch die Bindefäden und mit diesen verwobenen, sich quer zu den Bindefäden erstreckenden oberen Längsfäden gebildet wird,
- wobei die untere Gewebelage zumindest durch die Bindefäden und mit diesen verwobenen, sich quer zu den Bindefäden erstreckenden unteren Längsfäden gebildet wird und
- wobei sich das Webmuster der unteren Gewebelage in unteren Rapporten wiederholt. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass jeder untere Längsfaden eines unteren Rapports auf der Außenseite der unteren Gewebelage durch zumindest vier Bindefäden gehalten wird, indem jeder dieser vier Bindefäden auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend den jeweiligen unteren Längsfaden kreuzt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Papiermaschinensieb, insbesondere ein Formiersieb, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Formiersiebe finden in der Formierpartie einer Papiermaschine Verwendung. Beim Formierprozess wird eine Fasersuspension vom Stoffauflauf der Papiermaschine auf ein Formiersieb oder auf zwei Formiersiebe (bei Gap-Formern) aufgebracht. Eine Aufgabe des Formiersiebs besteht hierbei darin, die Fasersuspension zu entwässern und eine Faserstoffbahn zu bilden, wobei so wenig wie möglich Zellstofffasern und Füllstoffe aus der Fasersuspension beim Entwässerungsprozess geschwemmt werden sollen.

Die Qualität der gebildeten Faserstoffbahn wird hierbei stark von der Struktur der zur Faserstoffbahn weisenden Oberfläche (Papierseite) des Formiersiebs mitbestimmt. Die Lebensdauer des Formiersiebs wird hingegen stark von der Struktur der zur Papiermaschine weisenden Oberfläche (Maschinenseite) des Formiersiebs beeinflusst.

Um diesen zum Teil sich widersprechenden Anforderungen Rechnung tragen zu können, wurden mehrlagige Papiermaschinensiebe mit einer papierseitigen und einer maschinenseitigen Gewebelage entwickelt, wobei die beiden Gewebelagen durch sog. Bindefäden miteinander verbunden sind. Um eine möglichst einheitliche papierseitige Gewebestruktur zu gewährleisten, sind die Bindefäden bevorzugt integraler Bestandteil der papierseitigen Webstruktur (integrale Bindefäden), wodurch Markierungsneigungen bedingt durch die Anbindung der Heftfäden reduziert werden.

Mehrlagige Formiersiebe sind bspw. aus der EP 0 432 413 B1, der DE 297 24 238 U1, der EP 1 00 197 B1 und der US 2004/0149342 A1 bekannt.

Die aus dem Stand der Technik bekannten mehrlagigen Formiersiebe weisen trotz einer papierseitigen und einer maschinenseitigen Gewebelage oftmals, insbesondere bei deren Verwendung in schnell laufenden Papiermaschinen, eine ungenügende Verschleißbeständigkeit auf, bedingt durch einen bereichsweise ungleichmäßigen Abrieb der Maschinenseite des Siebs.

Der ungleichmäßige Abrieb ist, so haben die Erfinder erkannt, zumindest teilweise durch eine mangelhafte Planarität der Maschinenseite der bekannten Papiermaschinensiebe bedingt. Die mangelhafte Planarität wird hierbei durch eine ungleichmäßige Verbindung der beiden Gewebelagen mittels der Bindefäden bewirkt.

Die ungleichmäßige Verbindung der beiden Gewebelagen hat darüber hinaus eine oftmals ungenügende Planarität der Papierseite zur Folge, wodurch die Markierungsneigung insbesondere bei graphischen Papieren deutlich erhöht wird.

Des weiteren weisen die aus dem Stand der Technik bekannten Formiersiebe, insbesondere für denen Verwendung in schnell laufenden Papiermaschinen (Maschinengeschwindigkeiten von 1500m/min und mehr), ein oftmals zu hohes Wasserschleppen auf, bedingt durch eine zu hohe Dicke des Siebs.

Die zu hohe Dicke des Siebs wird oftmals durch eine ungenügende Verbindung der papierseitigen Gewebelage mit der maschinenseitigen Gewebelage mittels der Bindefäden hervorgerufen.

Eine ungenügende Verbindung zwischen papierseitiger und maschinenseitiger Gewebelage führt darüber hinaus beim Betrieb des Papiermaschinensiebs in der Papiermaschine zu einer Relativbewegung zwischen den beiden Gewebelagen, wodurch ein Abrieb zwischen diesen entsteht, was zum Versagen solcher Siebe führen kann.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Papiermaschinensieb vorzuschlagen, bei dem die Verbindung zwischen den papier- und maschinenseitigen Gewebelagen verbessert sind, und bei dem somit die oben beschriebenen Nachteile zumindest vermindert auftreten.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Das bekannte Papiermaschinensieb, insbesondere Formiersieb, hat eine obere Gewebelage deren Außenseite eine Papierseite des Papiermaschinensiebs bildet, sowie eine untere Gewebelage deren Außenseite eine Maschinenseite des Papiermaschinensiebs bildet. Des weiteren weist das bekannte Papiermaschinensieb Bindefäden zum Verbinden der oberen und der unteren Gewebelage auf.

Als Außenseite soll in diesem Zusammenhang jeweils die Seite der Gewebelage bezeichnet werden, die nicht mit einer Seite der anderen Gewebelage in Kontakt ist.

Bei dem bekannten Papiermaschinensieb wird die obere Gewebelage zumindest durch die Bindefäden und mit den Bindefäden verwobenen sich quer zu den Bindefäden erstreckenden oberen Längsfäden gebildet. Darüber hinaus wird bei dem bekannten Papiermaschinensieb die untere Gewebelage zumindest durch die Bindefäden und mit diesen verwobenen sich quer zu den Bindefäden erstreckenden unteren Längsfäden gebildet, wobei sich das Webmuster der unteren Gewebelage in unteren Rapporten wiederholt.

Das erfindungsgemäße Papiermaschinensieb ist dadurch gekennzeichnet, dass jeder untere Längsfaden eines unteren Rapports auf der Außenseite der unteren Gewebelage durch zumindest vier Bindefäden gehalten wird, indem jeder dieser vier Bindefäden auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend den jeweiligen unteren Längsfaden kreuzt.

Dadurch dass jeder untere Längsfaden eines unteren Rapports auf der Außenseite der unteren Gewebelage durch zumindest vier Bindefäden gehalten wird, wird eine Papiermaschinenbespannung mit einer bzgl. dem Stand der Technik größeren Anzahl von durch die Bindefäden vermittelten Anbindungsstellen zwischen oberer und unterer Gewebelage pro maschinenseitigem Rapport bereitgestellt. Durch die vergrößerte Anzahl von Anbindungsstellen können die beiden Gewebelagen sehr gleichmäßig aneinander angebunden werden, wodurch die Planarität sowohl der Maschinen- als auch der Papierseite deutlich verbessert wird.

Durch die vergrößerte Anzahl von Anbindungsstellen kann bei gleicher Haltekraft der einzelnen Anbindungsstelle eine deutlich festere Verbindung zwischen den beiden Gewebelagen erreicht werden, wodurch die Relativbewegung der beiden Gewebelagen auf ein Minimum reduziert werden kann.

Darüber hinaus ist es durch die erfindungsgemäße Lösung möglich, die beiden Gewebelagen derart gleichmäßig und fest aneinander anzubinden, dass die Gesamtdicke des erfindungsgemäßen Papiermaschinensiebs im Vergleich zum Stand der Technik deutlich reduziert werden kann.

Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Vorzugsweise sind die Bindefäden paarweise angeordnet, wobei die Bindefäden eines Paares, sich gegenseitig austauschend, mit den oberen und unteren Längsfäden verwoben sind und sich beim austauschenden Wechsel vom Verweben mit den oberen Längsfäden zum Verweben mit den unteren Längsfäden und umgekehrt unter Ausbildung von Kreuzungsstellen kreuzen. Durch den austauschenden Wechsel der beiden Bindefäden eines Bindefadenpaares verwebt der erste der beiden Bindefäden mit den oberen Längsfäden, wenn der zweite der beiden Bindefäden mit den unteren Längsfäden verwebt und umgekehrt.

Um eine Papierseite mit hohem Faserunterstützungsgrad der auf dieser gebildeten Papierbahn zu erreichen, ist es sinnvoll, wenn die obere Gewebelage eine Leinwandbindung bildet.

Die obere Gewebelage kann sowohl nur durch die Bindefäden und den mit diesen verwobenen oberen Längsfäden wie auch durch die oberen Längsfäden, die mit den Bindefäden und mit oberen Querfäden verwoben sind, gebildet werden.

Im letztgenannten Fall wird vorzugsweise durch das gegenseitig austauschende Verweben der Bindefäden mit den oberen Längsfäden, das durch das Verweben der oberen Querfäden mit den oberen Längsfäden gebildete Webmuster fortgesetzt. Erfüllen die Bindefäden dieses Merkmal, so handelt es sich um so genannte integrale Bindefäden, wie diese bspw. auch in der EP 0 432 413 B1 beschrieben sind.

Zur Verbesserung der Planarität der Papierseite ist es sinnvoll, wenn der Bindefaden eines Paares, der jeweils zwischen zwei aufeinander folgenden Kreuzungsstellen mit oberen Längsfäden verwebt, zumindest zwei obere Längsfäden kreuzt, wenn dieser auf der Außenseite der oberen Gewebelage läuft. Durch diese Ausbildung wird bspw. bei einer als Leinwandbindung ausgebildeten oberen Gewebelage sichergestellt, dass jeder Bindefaden eines Bindefadenpaares zwischen zwei aufeinander folgenden Kreuzungsstellen zumindest abwechselnd über einen oberen Längsfaden, dann unter dem dazu benachbarten oberen Längsfaden und daran anschließend wieder über den an diesen anschließenden oberen Längsfaden webt.

Um einerseits eine feste Anbindung zwischen oberer und unterer Gewebelage zu erreichen und um andererseits auf der anderen Seite die Anbindung aber nicht so hart zu machen, dass an den Anbindepunkten die Planarität der Papier- und/oder Maschinenseite des erfindungsgemäßen Papiermaschinensiebs gestört wird ist vorgesehen, dass jeder Bindefaden beim Wechsel vom Verweben mit einem oberen Längsfaden, den der Bindefaden auf der Außenseite der oberen Gewebelage laufend kreuzt, zum Verweben mit einem unteren Längsfaden, den der Bindefaden auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend kreuzt, zwischen der oberen und der unteren Gewebelage läuft und hierbei wenigstens einen und maximal drei aufeinander folgende untere Längsfäden kreuzt.

Vorzugsweise wird dieses Prinzip auch beim Zurückwechseln des Bindefadens angewandt. Demzufolge sieht eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor, dass jeder Bindefaden beim Wechsel vom Verweben mit einem unteren Längsfaden, den der Bindefaden auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend kreuzt, zum Verweben mit einem oberen Längsfaden, den der Bindefaden auf der Außenseite der oberen Gewebelage laufend kreuzt, zwischen der oberen und der unteren Gewebelage laufend, wenigsten einen und maximal drei aufeinander folgende untere Längsfäden kreuzt.

Insbesondere um das Verschleißvolumen auf der Maschinenseite zu erhöhen ist es sinnvoll, wenn die untere Gewebelage durch das Verweben der unteren Längsfäden mit den Bindefäden und mit unteren Querfäden gebildet wird.

Bei den bekannten Papiermaschinensieben besteht oftmals das Problem, dass deren untere, d.h. maschinenseitige Gewebelage untere Längsfäden hat, die abwechselnd sehr kurze und daran anschließend sehr lange Flottierungen aufweisen. Hieraus kann zum einen eine Instabilität der unteren Gewebelage sowie deren mangelnde Planarität resultieren.

Um die oben beschriebene Problematik zu beheben kann vorgesehen sein, dass zumindest ein unterer Längsfäden einer ersten Art vorgesehen ist, der mit aufeinander folgenden unteren Querfäden wie folgt verwoben ist:

  • – ein unterer Querfaden kreuzt zwischen der oberen und der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden erster Art,
  • – vier aufeinander folgende untere Querfäden kreuzen auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden erster Art,
  • – ein unterer Querfaden kreuzt zwischen der oberen und der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden erster Art,
  • – zehn aufeinander folgende untere Querfäden kreuzen auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden erster Art.

Dazu alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass zumindest ein unterer Längsfäden einer zweiten Art vorgesehen ist, der mit aufeinander folgenden unteren Querfäden wie folgt verwoben ist:

  • – ein unterer Querfaden kreuzt zwischen der oberen und der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden zweiter Art,
  • – sechs aufeinander folgende untere Querfäden kreuzen auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden zweiter Art,
  • – ein unterer Querfaden kreuzt zwischen der oberen und der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden zweiter Art,
  • – acht aufeinander folgende untere Querfäden kreuzen auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden zweiter Art.

Bei einer konkreten Ausgestaltung der Erfindung, welche sowohl die oben beschriebenen unteren Längsfäden erster wie auch zweiter Art umfasst ist vorgesehen, dass die unteren Längsfäden der ersten Art und der zweiten Art in der Rapporteinheit abwechselnd nebeneinander angeordnet sind. Durch diese besonders gleichmäßige Verteilung der Flottierungslängen der unteren Längsfäden zwischen der oberen und der unteren Gewebelage wird eine besonders planare Maschinenseite geschaffen. Die Flottierungslänge eines unteren Längsfadens wird hierbei festgelegt durch die Anzahl von aufeinander folgenden unteren Querfäden die der untere Längsfaden kreuzt, wenn der untere Längsfaden zwischen der oberen und der unteren Gewebelage läuft. Des weiteren wird hierdurch die Gesamtdicke des Papiermaschinensiebs deutlich reduziert, wodurch der Entwässerungswiderstand durch das Sieb deutlich reduziert werden kann.

Darüber hinaus werden durch diese Anordnung die unteren Querfäden in ihrer Lage fixiert, wodurch eine paarweise Gruppierung der unteren Querfäden und eine daraus resultierende Spaltbildung zwischen den Paaren verhindert wird. Durch die paarweise Gruppierung und die Spaltbildung wird ein räumlich ungleichmäßiger Entwässerungswiderstand erzeugt, woraus hydraulische Markierungen bei der auf dem Sieb erzeugten Papierbahn entstehen können.

Die Ausführungsform mit unteren Längsfäden der ersten Art und der zweiten Art, die in der Rapporteinheit abwechselnd nebeneinander angeordnet sind kann auch eine selbstständige erfindungsgemäße Lösung ohne Rückbezug auf die durch den Anspruch 1 beanspruchte Lösung bilden.

Nach einer dazu alternativen Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass zumindest ein unterer Längsfäden einer dritten Art vorgesehen ist, der mit aufeinander folgenden unteren Querfäden wie folgt verwoben ist:

  • – ein unterer Querfaden kreuzt zwischen der oberen und der unteren Gewebelage laufend den unteren Längsfaden dritter Art,
  • – zwei aufeinander folgende untere Querfäden kreuzen auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend den unteren Längsfaden dritter Art,
  • – ein unterer Querfaden kreuzt zwischen der oberen und der unteren Gewebelage laufend den unteren Längsfaden dritter Art,
  • – zwölf aufeinander folgende untere Querfäden kreuzen auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend den unteren Längsfaden dritter Art.

Vorzugsweise umfasst in diesem Fall die untere Rapporteinheit mehrere nebeneinander angeordnete untere Längsfäden der dritten Art.

Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Papiermaschinensieben kreuzt ein auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufender Bindefaden jeweils nur einen Längsfäden um die obere an die untere Gewebelage anzubinden. Durch diese Art der Anbindung hängt die jeweilige Bindungskraft jeweils nur an dem einen angebundenen unteren Längsfaden, wodurch erreicht wird, dass dieser in das Papiermaschinensieb in Richtung der oberen Gewebelage hineingezogen wird. Hierdurch wird die Planarität der unteren Gewebelage gestört. Um dieser Problematik entgegenzuwirken sieht eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung vor, dass der Bindefaden eines Paares, der zwischen zwei aufeinander folgenden Kreuzungsstellen mit unteren Längsfäden verwebt, auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend, wenigstens zwei und maximal drei aufeinander folgende untere Längsfäden kreuzt. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass der Bindefaden zwei oder drei aufeinander folgende untere Längsfäden kreuzt, wenn er auf der Außenseite der unteren Gewebelage läuft.

Vorzugsweise wird hierbei jeweils durch die beiden Bindefäden eines Bindefadenpaares zusammen ein Webmuster, welches ein Teil des gesamten unteren Webmusters bildet, erzeugt, so dass die Bindefäden abwechselnd auf der Außenseite der unteren Gewebelage und zwischen der oberen und unteren Gewebelage laufen und hierbei jeweils zwei nebeneinander angeordnete untere Längsfäden kreuzen.

In diesem Zusammenhang ist anzumerken, der durch die Bindefäden und die unteren Längsfäden gebildete Teil des unteren Webmusters nicht zwangsläufig das durch die unteren Längs- und Querfäden gebildete Webmuster fortsetzen muss.

Nach einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist zwischen den Bindefäden zumindest eines Paares zumindest ein unterer Querfaden angeordnet, wodurch die Planarität der unteren Gewebelage erhöht wird.

Um die Bindefäden in deren Position zu fixieren ist es sinnvoll, wenn zwischen benachbarten Bindefäden jeweils ein unterer Querfaden angeordnet ist.

Vorzugsweise sind zwischen den Paaren von Bindefäden zwei obere Querfäden angeordnet.

Des weiteren kann es sinnvoll sein, wenn zwischen den beiden oberen Querfäden ein unterer Querfaden angeordnet ist.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass zwischen den Paaren von Bindefäden obere und unter Querfäden wie folgt angeordnet sind:

  • – ein obere Querfaden,
  • – ein unterer Querfaden,
  • – ein oberer Querfaden,
  • – ein unterer Querfaden.

Um die Verschleißbeständigkeit der Maschinenseite zu erhöhen, ist vorgesehen, dass die untere Rapporteinheit 8 oder durch 10 oder durch 12 oder durch 14 oder mehr untere Längsfäden umfasst. Wird die untere Gewebelage durch die unteren Längsfäden, die mit den Bindefäden und den unteren Querfäden verwoben sind gebildet, so kann die Verschleißbeständigkeit insbesondere dadurch verbessert werden, indem jeder untere Querfaden in der unteren Rapporteinheit zwischen der unteren und der oberen Gewebelage laufend, nur einen unteren Längsfaden kreuzt und die übrigen unteren Längsfäden kreuzt, wenn der untere Querfaden in der unteren Rapporteinheit auf der Außenseite der unteren Gewebelage läuft. Hierdurch werden die in der Regel Lastaufnehmenden unteren Längsfäden durch lange Flottierungen der unteren Querfäden geschützt.

Eine konkrete Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die untere Rapporteinheit 8 Paare Bindefäden umfasst.

Eine konkrete Ausgestaltung der Erfindung sieht des weiteren vor, dass die untere Rapporteinheit 16 untere Querfäden umfasst.

Um eine Papierseite mit guter Faserunterstützung einerseits und auf der anderen Seite eine offene Maschinenseite zur Bereitstellung einer guten Entwässerungsleistung des Papiermaschinensiebs bereitzustellen, ist nach einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass das Verhältnis der Anzahl an Bindfadenpaaren und oberen Querfäden gemeinsam zu der Anzahl an unteren Querfäden 3:2 ist.

Eine konkrete Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Längsfäden Kettfäden und die Quer- und Bindefäden Schussfäden sind.

Nachfolgend soll die Erfindung anhand der folgenden schematischen nicht maßstäblichen Zeichnungen weiter erläutert werden. Es zeigen:

1 eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Papiermaschinensiebs in Querfaden-Richtung,

2 eine Verteilung der zwischen den unteren Quer- und unteren Längsfäden gebildeten Kreuzungspunkte des Papiermaschinensiebs der 1,

3 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Papiermaschinensiebs in Querfaden-Richtung,

4 eine Verteilung der zwischen den unteren Quer- und unteren Längsfäden gebildeten Kreuzungspunkte des Papiermaschinensiebs der 3.

Die 1 zeigt eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen als Formiersieb ausgebildeten Papiermaschinensiebs 100 in Querfaden-Richtung. Die 1a zeigt hierbei alle Querfadenverläufe einer Rapporteinheit des Webmusters des erfindungsgemäßen Formiersiebs 100.

Das Formiersieb 100 weist als Kettfäden ausgebildete obere Längsfäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15 sowie als Kettfäden ausgebildete untere Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10 und 12 auf. Die Längsfäden erstrecken sich hierbei senkrecht aus der Zeichenebene der 1.

Des weiteren weist das Formiersieb 100 Bindefäden B1 bis B16 auf, die in Bindefadenpaaren B1 und B2, B3 und B4 bis B15 und B16 angeordnet sind. Die 1 b zeigt hierbei in einer Darstellung die beiden Schussverläufe der Bindefäden B1 und B2 eines Bindefadenpaares.

Darüber hinaus weist das Formiersieb 100 als Schussfäden ausgebildete obere Querfäden OS1 bis OS16 sowie als Schussfäden ausgebildete untere Querfäden US1 bis US16 auf. Bei dem Formiersieb 100 beträgt das Verhältnis der Anzahl an Bindfadenpaaren B1 und B2, B3 und B3 bis B15 und B16 (dies sind 8 Bindefadenpaare) und oberen Querfäden OS1 bis OS16 zusammen zu der Anzahl an unteren Querfäden US1 bis US16 3:2.

Das erfindungsgemäße Formiersieb 100 hat eine obere Gewebelage 101 deren Außenseite 103 (in der Darstellung der 1 ist die Außenseite der oberen Gewebelage 101 deren nach oben weisende Seite) eine Papierseite und eine untere Gewebelage 102 deren Außenseite 104 (in der Darstellung der 1 ist die Außenseite 104 der unteren Gewebelage 102 deren nach unten weisende Seite) eine Maschinenseite des Formiersiebs bildet. Die obere Gewebelage 101 wird durch das Verweben der oberen Längsfäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15 mit den Bindefäden B1 bis B16 und mit den oberen Querfäden OS1 bis OS16 gebildet. Die untere Gewebelage 102 wird durch das Verweben der unteren Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 mit den Bindefäden B1 bis B16 und mit den unteren Querfäden US1 bis US16 gebildet, wobei sich das Webmuster der unteren Gewebelage 102 in unteren Rapporten wiederholt (der Kettrapport des unteren Rapports wird hierbei durch die unteren Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 gebildet; der Schussrapport des unteren Rapports wird hierbei durch B1 bis B16 und US1 bis US16 gebildet).

Erfindungsgemäß wird jeder untere Längsfaden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 eines unteren Rapports auf der Außenseite der unteren Gewebelage 102 durch zumindest vier Bindefäden B1 bis B16 gehalten, indem jeder dieser vier Bindefäden B1 bis B16 auf der Außenseite 104 der unteren Gewebelage 102 laufend, den jeweiligen unteren Längsfaden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 kreuzt.

Beispielhaft soll dies an den unteren Längsfäden 2 und 8 erläutert werden.

Der untere Längsfaden 2 des unteren Rapports wird von den Bindefäden B6, B8, B13 und B15 auf der Außenseite 104 des unteren Gewebelage 102 gehalten, indem jeder dieser vier Bindefäden B6, B8, B13 und B15 auf der Außenseite 104 der unteren Gewebelage 102 laufend, den unteren Längsfaden 2 kreuzt.

Der untere Längsfaden 8 des unteren Rapports wird von den Bindefäden B3, B5, B12 und B14 auf der Außenseite 104 des unteren Gewebelage 102 gehalten, indem jeder dieser vier Bindefäden B3, B5, B12 und B14 auf der Außenseite 104 der unteren Gewebelage 102 laufend den unteren Längsfaden 8 kreuzt.

Die Bindefäden eines Paares z.B. B1 und B2 sind sich gegenseitig austauschend mit den oberen Längsfäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15 und mit den unteren Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 verwoben. Beim austauschenden Wechsel vom Verweben mit den oberen Längsfäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15 zum Verweben mit den unteren Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 und umgekehrt kreuzen sich die Bindefäden bspw. B1 und B2 oder B3 und B4 eines Paares unter Ausbildung von Kreuzungsstellen A.

Durch den austauschenden Wechsel der beiden Bindefäden eines Bindefadenpaares B1 und B2, B3 und B4 bis B15 und B16 verwebt der erste der beiden Bindefäden z.B. B1 mit oberen Längsfäden 9, 11, 13 und 15, wenn der zweite der beiden Bindefäden z.B. B2 mit unteren Längsfäden 10, 12, 14 und 16 verwebt und umgekehrt, d.h. wenn der zweite Bindefaden B2 mit oberen Längsfäden 1, 3, 5, und 7 verwebt, verwebt der erste Bindefaden B1 mit unteren Längsfäden 2, 4, 6 und 8.

Die obere Gewebelage 10 bildet hierbei als Webmuster eine Leinwandbindung aus, wobei durch das gegenseitig austauschende Verweben der Bindefäden B1 bis B16 mit den oberen Längsfäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15 das durch das Verweben der oberen Querfäden OS1 bis OS16 mit den oberen Längsfäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15 gebildete Webmuster fortgesetzt wird.

Des weiteren verwebt jedes Bindefadenpaar jeweils gemeinsam einen Webpfad, wobei der gemeinsame Webpfad derart verläuft, dass jeweils zwei nebeneinander angeordnete untere Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 durch die Bindefäden abwechselnd auf der Außenseite 104 der unteren Gewebelage 102 laufend, und zwischen der oberen Gewebelage 101 und unteren Gewebelage 102 laufend, gekreuzt werden.

Wie beispielsweise aus der 1b zu erkennen ist, kreuzt der jeweils obere Längsfäden verwebende Bindefaden z.B. B2 des Paares B1 und B2 zwischen zwei aufeinander folgenden Kreuzungsstellen A auf der Außenseite 103 der oberen Gewebelage 101 laufend, zwei obere Längsfäden, nämlich die oberen Längsfäden 9 und 13.

Des weiteren kreuzt jeder untere Querfaden US1 bis US16 in der unteren Rapporteinheit, wenn dieser zwischen der unteren Gewebelage 102 und der oberen Gewebelage 101 läuft, nur einen unteren Längsfaden und kreuzt die übrigen unteren Längsfäden, wenn dieser auf der Außenseite 104 der unteren Gewebelage 102 läuft. Bspw. kreuzt der untere Querfaden US1 im unteren Kettrapport 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 nur den unteren Längsfaden 8, wenn der untere Querfaden US1 zwischen der unteren 102 und der oberen Gewebelage läuft. Die übrigen unteren Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 kreuzt der untere Querfaden US1, wenn er auf der Außenseite 104 der unteren Gewebelage läuft.

Jeder Bindefäden B1 bis B16 kreuzt beim Wechsel vom Verweben mit einem oberen Längsfaden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15, welchen der Bindefaden B1 bis B16 auf der Außenseite 103 der oberen Gewebelage 101 laufend kreuzt, zum Verweben mit einem unteren Längsfaden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16, den der Bindefaden B1 bis B16 auf der Außenseite 104 der unteren Gewebelage 102 laufend kreuzt, zwischen der oberen Gewebelage 101 und der unteren Gewebelage 102 laufend, zwei aufeinander folgende obere Längsfäden.

Bspw. kreuzt der Bindefaden B2 beim Wechsel vom Verweben mit einem oberen Längsfaden 5, welchen der Bindefaden B2 auf der Außenseite 103 der oberen Gewebelage 101 laufend kreuzt, zum Verweben mit einem unteren Längsfaden 12, den der Bindefaden B2 auf der Außenseite 104 der unteren Gewebelage 102 laufend kreuzt, zwischen der oberen Gewebelage 101 und der unteren Gewebelage 102 laufend, die zwei aufeinander folgenden obere Längsfäden 7 und 9.

Des weiteren kreuzt jeder Bindefaden B1 bis B16 beim Wechsel vom Verweben mit einem unteren Längsfaden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16, den der Bindefaden B1 bis B16 auf der Außenseite 104 der unteren Gewebelage 102 laufend kreuzt, zum Verweben mit einem oberen Längsfaden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15, den der Bindefaden B1 bis B16 auf der Außenseite 103 der oberen Gewebelage 101 laufend kreuzt, zwischen der oberen Gewebelage 101 und der unteren Gewebelage 102 laufend, einen oberen Längsfäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15.

Bspw. kreuzt der Bindefaden B1 beim Wechsel vom Verweben mit einem unteren Längsfaden 6, welchen der Bindefaden B1 auf der Außenseite 104 der unteren Gewebelage 102 laufend kreuzt, zum Verweben mit einem oberen Längsfaden 9, den der Bindefaden B1 auf der Außenseite 103 der oberen Gewebelage 101 laufend kreuzt, zwischen der oberen Gewebelage 101 und der unteren Gewebelage 102 laufend, den oberen Längsfaden 7.

Die unteren Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 der unteren Rapporteinheit bilden untere Längsfäden der ersten Art 2, 6, 10 und 14 sowie untere Längsfäden der zweiten Art 4, 8, 12 und 16, die abwechselnd nebeneinander angeordnet sind.

Jeder der unteren Längsfäden der ersten Art 2, 6, 10 und 14 ist hierbei mit aufeinander folgenden unteren Querfäden US1 bis US16 wie folgt verwoben:

  • – ein unterer Querfaden kreuzt zwischen der oberen Gewebelage 101 und der unteren Gewebelage 102 laufend, den unteren Längsfaden erster Art,
  • – vier aufeinander folgende untere Querfäden kreuzen auf der Außenseite 104 der unteren Gewebelage 102 laufend, den unteren Längsfaden erster Art,
  • – ein unterer Querfaden kreuzt zwischen der oberen Gewebelage 101 und der unteren Gewebelage 102 laufend, den unteren Längsfaden erster Art,
  • – zehn aufeinander folgende untere Querfäden kreuzen auf der Außenseite 104 der unteren Gewebelage 102 laufend, den unteren Längsfaden erster Art.

Jeder der unteren Längsfäden der zweiten Art 4, 8, 12 und 16 ist hierbei mit aufeinander folgenden unteren Querfäden wie folgt verwoben:

  • – ein unterer Querfaden kreuzt zwischen der oberen Gewebelage 101 und der unteren Gewebelage 102 laufend, den unteren Längsfaden zweiter Art,
  • – sechs aufeinander folgende untere Querfäden kreuzen auf der Außenseite 104 der unteren Gewebelage 102 laufend, den unteren Längsfaden zweiter Art,
  • – ein unterer Querfaden kreuzt zwischen der oberen Gewebelage 101 und der unteren Gewebelage 102 laufend, den unteren Längsfaden zweiter Art,
  • – acht aufeinander folgende untere Querfäden kreuzen auf der Außenseite 104 der unteren Gewebelage 102 laufend, den unteren Längsfaden zweiter Art.

Die 2 zeigt hierbei eine Verteilung der zwischen den unteren Querfäden US1 bis US16 und den unteren Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 gebildeten Kreuzungspunkte des Formiersiebs 100 der 1, wobei Kreuzungspunkte an denen ein unterer Querfaden zwischen dem oberen Gewebe 101 und dem unteren Gewebe 102 laufend, einen unteren Längsfaden kreuzt mit einem „X" bezeichnet sind.

Aus der 1b ist exemplarisch an dem Bindefadenpaar B1 und B2 zu erkennen, dass der jeweils untere Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 verwebende Bindefaden, z.B. B2 des Paares B1 und B2, zwischen zwei aufeinander folgenden Kreuzungsstellen A auf der Außenseite 104 der unteren Gewebelage 102 laufend, zwei nebeneinander angeordnete untere Längsfäden kreuzt, im Beispiel die unteren Längsfäden 12 und 14.

Beim Formiersieb 100 ist des weiteren zwischen den Bindefäden eines Paares immer ein unterer Querfaden angeordnet. Beispielhaft ist zwischen den Bindefäden B1, B2 des Paares B1 und B2 der untere Querfaden US1 angeordnet.

Des weiteren ist jeweils zwischen benachbarten Bindefäden verschiedener Bindefadenpaare ein unterer Querfaden angeordnet. Beispielhaft ist zwischen den Bindefäden B2 und B3 der untere Querfaden US2 angeordnet.

Bei dem Ausführungsbeispiel der 1 sind darüber hinaus zwischen den Paaren von Bindefäden zwei obere Querfäden angeordnet. Beispielhaft sind zwischen dem Paar B1 und B2 und dem Paar B3 und B4 die oberen Querfäden OS1 und OS2 angeordnet, wobei zwischen den beiden oberen Querfäden OS1 und OS2 der untere Querfaden US2 angeordnet ist.

Die 3 zeigt eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen als Formiersieb ausgebildeten Papiermaschinensiebs 110 in Querfaden-Richtung. Die 3a zeigt hierbei alle Querfadenverläufe einer Rapporteinheit des Webmusters des erfindungsgemäßen Formiersiebs 110.

Das Formiersieb 110 weist als Kettfäden ausgebildete obere Längsfäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15 sowie als Kettfäden ausgebildete untere Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10 und 12 auf. Die Längsfäden erstrecken sich hierbei senkrecht aus der Zeichenebene der 3a.

Des weiteren weist das Formiersieb 110 Bindefäden B1 bis B16 auf, die in Bindefadenpaaren B1 und B2, B3 und B4 bis B15 und B16 angeordnet sind. Die 3b zeigt hierbei in einer Darstellung die beiden Schussverläufe der Bindefäden B1 und B2 eines Bindefadenpaares.

Darüber hinaus weist das Formiersieb 110 als Schussfäden ausgebildete obere Querfäden OS1 bis OS16 sowie als Schussfäden ausgebildete untere Querfäden US1 bis US16 auf. bei dem Formiersieb 110 beträgt das Verhältnis der Anzahl an Bindfadenpaaren B1 und B2, B3 und B3 bis B15 und B16 (dies sind 8 Bindefadenpaare) und oberen Querfäden OS1 bis OS16 zusammen zu der Anzahl an unteren Querfäden US1 bis US16 3:2.

Das erfindungsgemäße Formiersieb 110 hat eine obere Gewebelage 111 deren Außenseite 113 (in der Darstellung der 1 ist die Außenseite der oberen Gewebelage 101 deren nach oben weisende Seite) eine Papierseite und eine untere Gewebelage 112 deren Außenseite 114 (in der Darstellung der 1 ist die Außenseite der unteren Gewebelage 102 deren nach unten weisende Seite) eine Maschinenseite des Formiersiebs 110 bildet. Die obere Gewebelage 111 wird durch das Verweben der oberen Längsfäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15 mit den Bindefäden B1 bis B16 und mit den oberen Querfäden OS1 bis OS16 gebildet. Die untere Gewebelage 112 wird durch das Verweben der unteren Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 mit den Bindefäden B1 bis B16 und mit den unteren Querfäden US1 bis US16 gebildet, wobei sich das Webmuster der unteren Gewebelage 112 in unteren Rapporten wiederholt (der Kettrapport des unteren Rapports wird hierbei durch die unteren Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 gebildet; der Schussrapport des unteren Rapports wird hierbei durch B1 bis B16 und US1 bis US16 gebildet).

Erfindungsgemäß wird jeder untere Längsfaden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 eines unteren Rapports auf der Außenseite 114 der unteren Gewebelage 112 durch zumindest vier Bindefäden B1 bis B16 gehalten, indem jeder dieser vier Bindefäden B1 bis B16 auf der Außenseite der unteren Gewebelage 112 laufend, den jeweiligen unteren Längsfaden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 kreuzt.

Beispielhaft soll dies an den unteren Längsfäden 2 und 8 erläutert werden.

Der untere Längsfaden 2 des unteren Rapports wird von den Bindefäden B5, B8, B14 und B15 auf der Außenseite 114 des unteren Gewebelage 112 gehalten, indem jeder dieser vier Bindefäden B5, B8, B14 und B15 auf der Außenseite 114 der unteren Gewebelage 112 laufend, den unteren Längsfaden 2 kreuzt.

Der untere Längsfaden 8 des unteren Rapports wird von den Bindefäden B3, B6, B12 und B13 auf der Außenseite 114 des unteren Gewebelage 112 gehalten, indem jeder dieser vier Bindefäden B3, B6, B12 und B13 auf der Außenseite 114 der unteren Gewebelage 112 laufend den unteren Längsfaden 8 kreuzt.

Die Bindefäden eines Paares z.B. B1 und B2 sind sich gegenseitig austauschend mit den oberen Längsfäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15 und mit den unteren Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 verwoben. Beim austauschenden Wechsel vom Verweben mit den oberen Längsfäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15 zum Verweben mit den unteren Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 und umgekehrt kreuzen sich die Bindefäden bspw. B1 und B2 oder B3 und B4 eines Paares unter Ausbildung von Kreuzungsstellen A.

Durch den austauschenden Wechsel der beiden Bindefäden eines Bindefadenpaares B1 und B2, B3 und B4 bis B15 und B16 verwebt der erste der beiden Bindefäden z.B. B1 mit oberen Längsfäden 1, 3, 5 und 7, wenn der zweite der beiden Bindefäden z.B. B2 mit unteren Längsfäden 2, 4, 6 und 8 verwebt und umgekehrt, d.h. der zweite Bindefaden B2 verwebt mit oberen Längsfäden 9, 11, 13 und 15 verwebt, verwebt der erste Bindefaden B1 mit unteren Längsfäden 10, 12, 14 und 16.

Die obere Gewebelage 111 bildet hierbei als Webmuster eine Leinwandbindung aus, wobei durch das gegenseitig austauschende Verweben der Bindefäden B1 bis B16 mit den oberen Längsfäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15 das durch das Verweben der oberen Querfäden OS1 bis OS16 mit den oberen Längsfäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15 gebildete Webmuster fortgesetzt wird.

Des weiteren verwebt jedes Bindefadenpaars mit den unteren Querfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 jeweils gemeinsam einen Webpfad, wobei der gemeinsame Webpfad derart verläuft, dass jeweils zwei nebeneinander angeordnete untere Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 durch die Bindefäden abwechselnd auf der Außenseite 114 der unteren Gewebelage 112 laufend, und zwischen der oberen Gewebelage 111 und unteren Gewebelage 112 laufend, gekreuzt werden.

Wie beispielsweise aus der 3b zu erkennen ist, kreuzt der jeweils obere Längsfäden verwebende Bindefaden z.B. B1 des Paares B1 und B2 zwischen zwei aufeinander folgenden Kreuzungsstellen A auf der Außenseite 113 der oberen Gewebelage 111 laufend, zwei obere Längsfäden, nämlich die oberen Längsfäden 3 und 7.

Des weiteren kreuzt jeder untere Querfaden US1 bis US16 in der unteren Rapporteinheit, wenn dieser zwischen der unteren Gewebelage 112 und der oberen Gewebelage 111 läuft, nur einen unteren Längsfaden und kreuzt die übrigen unteren Längsfäden, wenn dieser auf der Außenseite 114 der unteren Gewebelage 112 läuft. Bspw. kreuzt der untere Querfaden US1 im unteren Kettrapport 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 nur den unteren Längsfaden 14, wenn der untere Querfaden US1 zwischen der unteren 112 und der oberen Gewebelage 111 läuft. Die übrigen unteren Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 kreuzt der untere Querfaden US1, wenn er auf der Außenseite 114 der unteren Gewebelage 112 läuft.

Jeder Bindefaden B1 bis B16 kreuzt beim Wechsel vom Verweben mit einem oberen Längsfaden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15, welchen der Bindefaden B1 bis B16 auf der Außenseite 113 der oberen Gewebelage 111 laufend kreuzt, zum Verweben mit einem unteren Längsfaden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16, den der Bindefaden B1 bis B16 auf der Außenseite 114 der unteren Gewebelage 112 laufend kreuzt, zwischen der oberen Gewebelage 111 und der unteren Gewebelage 112 laufend, nur einen obere Längsfaden.

Bspw. kreuzt der Bindefaden B1 beim Wechsel vom Verweben mit einem oberen Längsfaden 7, welchen der Bindefaden B1 auf der Außenseite 113 der oberen Gewebelage 111 laufend kreuzt, zum Verweben mit einem unteren Längsfaden 12, den der Bindefaden B1 auf der Außenseite 114 der unteren Gewebelage 112 laufend kreuzt, zwischen der oberen Gewebelage 111 und der unteren Gewebelage 112 laufend, den oberen Längsfaden 9.

Des weiteren kreuzt jeder Bindefaden B1 bis B16 beim Wechsel vom Verweben mit einem unteren Längsfaden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16, den der Bindefaden B1 bis B16 auf der Außenseite 114 der unteren Gewebelage 112 laufend kreuzt, zum Verweben mit einem oberen Längsfaden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15, den der Bindefaden B1 bis B16 auf der Außenseite 113 der oberen Gewebelage 111 laufend kreuzt, zwischen der oberen Gewebelage 111 und der unteren Gewebelage 112 laufend, zwei nebeneinander angeordnete obere Längsfäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15.

Bspw. kreuzt der Bindefaden B2 beim Wechsel vom Verweben mit einem unteren Längsfaden 6, welchen der Bindefaden B2 auf der Außenseite 114 der unteren Gewebelage 112 laufend kreuzt, zum Verweben mit einem oberen Längsfaden 11, den der Bindefaden B2 auf der Außenseite 113 der oberen Gewebelage 111 laufend kreuzt, zwischen der oberen Gewebelage 111 und der unteren Gewebelage 112 laufend, die beiden nebeneinander angeordneten oberen Längsfäden 7 und 9.

Die unteren Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 der unteren Rapporteinheit bilden untere Längsfäden der dritten Art, wobei die untere Rapporteinheit nur untere Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 der dritten Art umfasst.

Jeder der unteren Längsfäden der dritten Art 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 ist hierbei mit aufeinander folgenden unteren Querfäden wie folgt verwoben ist:

  • – ein unterer Querfaden kreuzt zwischen der oberen 111 und der unteren Gewebelage 112 laufend den unteren Längsfaden dritter Art,
  • – zwei aufeinander folgende untere Querfäden kreuzen auf der Außenseite 114 der unteren Gewebelage 112 laufend, den unteren Längsfaden dritter Art,
  • – ein unterer Querfaden kreuzt zwischen der oberen 111 und der unteren Gewebelage 112 laufend, den unteren Längsfaden dritter Art,
  • – zwölf aufeinander folgende untere Querfäden kreuzen auf der Außenseite 114 der unteren Gewebelage 112 laufend, den unteren Längsfaden dritter Art.

Die 4 zeigt hierbei eine Verteilung der zwischen den unteren Querfäden US1 bis US16 und den unteren Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 gebildeten Kreuzungspunkte des Formiersiebs 110 der 3, wobei Kreuzungspunkte an denen ein unterer Querfaden zwischen dem oberen Gewebe 111 und dem unteren Gewebe 112 laufend einen unteren Längsfaden kreuzt mit einem „X" bezeichnet sind.

Aus der 3b ist exemplarisch an dem Bindefadenpaar B1 und B2 zu erkennen, dass der jeweils untere Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 verwebende Bindefäden z.B. B1 des Paares B1 und B2 zwischen zwei aufeinander folgenden Kreuzungsstellen A auf der Außenseite 114 der unteren Gewebelage 112 laufend, zwei nebeneinander angeordnete untere Längsfäden kreuzt, im Beispiel die unteren Längsfäden 12 und 14.

Beim Formiersieb 110 sind jeweils zwischen benachbarten Bindefäden verschiedener Bindefadenpaare zwei untere und zwei obere Querfäden angeordnet. Beispielhaft sind zwischen den Bindefäden B2 und B3 der unteren Querfäden US3 und US4 sowie die oberen Querfäden OS3 und OS4 angeordnet, wobei die Reihenfolge der Querfäden wie folgt ist: oberer Querfaden OS3, unterer Querfaden US3, oberer Querfaden OS4, unterer Querfaden US4.

Die beiden in den 1 bis 4 gezeigten Ausführungsformen der Erfindung zeigen jeweils ein 1:1 Verhältnis der Anzahl der oberen Längsfäden 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13 und 15 zur Anzahl der unteren Längsfäden 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16. Selbstverständlich ist die erfindungsgemäße Idee auch auf andere Verhältnisse der Anzahl der oberen Längsfäden zur Anzahl der unteren Längsfäden, wie bspw. 2:1 oder 3:2, anwendbar.


Anspruch[de]
Papiermaschinensieb, insbesondere Formiersieb, mit einer oberen Gewebelage deren Außenseite eine Papierseite und mit einer unteren Gewebelage deren Außenseite eine Maschinenseite des Papiermaschinensiebs bildet und mit Bindefäden zum Verbinden der oberen und der unteren Gewebelage,

– wobei die obere Gewebelage zumindest durch die Bindefäden und mit diesen verwobenen sich quer zu den Bindefäden erstreckenden oberen Längsfäden gebildet wird,

– wobei die untere Gewebelage zumindest durch die Bindefäden und mit diesen verwobenen sich quer zu den Bindefäden erstreckenden unteren Längsfäden gebildet wird, und

– wobei sich das Webmuster der unteren Gewebelage in unteren Rapporten wiederholt,

dadurch gekennzeichnet,

dass jeder untere Längsfaden eines unteren Rapports auf der Außenseite der unteren Gewebelage durch zumindest vier Bindefäden gehalten wird, indem jeder dieser vier Bindefäden auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend den jeweiligen unteren Längsfaden kreuzt.
Papiermaschinensieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindefäden paarweise angeordnet sind, wobei die Bindefäden eines Paares sich gegenseitig austauschend mit den oberen und unteren Längsfäden verwoben sind und sich beim austauschenden Wechsel vom Verweben mit den oberen zum Verweben mit den unteren Längsfäden und umgekehrt unter Ausbildung von Kreuzungsstellen kreuzen. Papiermaschinensieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweils obere Längsfäden verwebende Bindefaden eines Paares zwischen zwei aufeinander folgenden Kreuzungsstellen auf der Außenseite der oberen Gewebelage laufend, zumindest zwei obere Längsfäden kreuzt. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Bindefaden beim Wechsel vom Verweben mit einem oberen Längsfaden, den der Bindefaden auf der Außenseite der oberen Gewebelage laufend kreuzt, zum Verweben mit einem unteren Längsfaden, den der Bindefaden auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend kreuzt, zwischen der oberen Gewebelage und der unteren Gewebelage laufend, wenigstens einen und maximal drei aufeinander folgende untere Längsfäden kreuzt. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Bindefaden beim Wechsel vom Verweben mit einem unteren Längsfaden, den der Bindefaden auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend kreuzt, zum Verweben mit einem oberen Längsfaden, den der Bindefaden auf der Außenseite der oberen Gewebelage laufend kreuzt, zwischen der oberen und der unteren Gewebelage laufend wenigsten einen und maximal drei aufeinander folgende untere Längsfäden kreuzt. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Gewebelage durch das Verweben der oberen Längsfäden mit den Bindefäden und mit oberen Querfäden gebildet wird. Papiermaschinensieb nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass durch das gegenseitig austauschende Verweben der Bindefäden mit den oberen Längsfäden, das durch das Verweben der oberen Querfäden mit den oberen Längsfäden gebildete Webmuster fortgesetzt wird. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Gewebelage eine Leinwandbindung bildet. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Gewebelage durch das Verweben der unteren Längsfäden mit den Bindefäden und mit unteren Querfäden gebildet wird. Papiermaschinensieb nach Anspruch 9,

dadurch gekennzeichnet,

dass zumindest ein unterer Längsfäden einer ersten Art vorgesehen ist, der mit aufeinander folgenden unteren Querfäden wie folgt verwoben ist:

– ein unterer Querfaden kreuzt zwischen der oberen und der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden erster Art,

– vier aufeinander folgende untere Querfäden kreuzen auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden erster Art,

– ein unterer Querfaden kreuzt zwischen der oberen und der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden erster Art,

– zehn aufeinander folgende untere Querfäden kreuzen auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden erster Art.
Papiermaschinensieb nach Anspruch 9 oder 10,

dadurch gekennzeichnet,

dass zumindest ein unterer Längsfäden einer zweiten Art vorgesehen ist, der mit aufeinander folgenden unteren Querfäden wie folgt verwoben ist:

– ein unterer Querfaden kreuzt zwischen der oberen und der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden zweiter Art,

– sechs aufeinander folgende untere Querfäden kreuzen auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden zweiter Art,

– ein unterer Querfaden kreuzt zwischen der oberen und der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden zweiter Art,

– acht aufeinander folgende untere Querfäden kreuzen auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden zweiter Art.
Papiermaschinensieb nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Rapporteinheit untere Längsfäden der ersten Art und der zweiten Art umfasst, die abwechselnd nebeneinander angeordnet sind. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 1 bis 9,

dadurch gekennzeichnet,

dass zumindest ein unterer Längsfäden einer dritten Art vorgesehen ist, der mit aufeinander folgenden unteren Querfäden wie folgt verwoben ist:

– ein unterer Querfaden kreuzt zwischen der oberen und der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden dritter Art,

– zwei aufeinander folgende untere Querfäden kreuzen auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden dritter Art,

– ein unterer Querfaden kreuzt zwischen der oberen und der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden dritter Art,

– zwölf aufeinander folgende untere Querfäden kreuzen auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend, den unteren Längsfaden dritter Art.
Papiermaschinensieb nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Rapporteinheit mehrere nebeneinander angeordnete untere Längsfäden der dritten Art umfasst. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweils untere Längsfäden verwebende Bindefaden eines Paares zwischen zwei aufeinander folgenden Kreuzungsstellen auf der Außenseite der unteren Gewebelage laufend wenigstens zwei und maximal drei nebeneinander angeordnete untere Längsfäden kreuzt. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Bindefäden eines Paares zumindest ein unterer Querfaden angeordnet ist. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen benachbarten Bindefäden unterschiedlicher Bindefadenpaare ein unterer Querfaden angeordnet ist. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 6 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Paaren von Bindefäden zwei obere Querfäden angeordnet sind. Papiermaschinensieb nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden oberen Querfäden ein unterer Querfaden angeordnet ist. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 9 bis 19,

dadurch gekennzeichnet,

dass zwischen den Paaren von Bindefäden obere und unter Querfäden wie folgt angeordnet sind:

– ein obere Querfaden,

– ein unterer Querfaden,

– ein oberer Querfaden,

– ein unterer Querfaden.
Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die gegenseitig austauschenden Bindefäden eines Paare gemeinsam nebeneinander angeordnete Paare unterer Längsfäden abwechselnd auf der Außenseite der unteren Gewebelage und zwischen der oberen und unteren Gewebelage laufend kreuzen. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Rapporteinheit 8 oder durch 10 oder durch 12 oder durch 14 oder mehr untere Längsfäden umfasst. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Rapporteinheit 8 Paare Bindefaden umfasst. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Rapporteinheit 16 untere Querfäden umfasst. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 9 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von der Anzahl an Bindfadenpaaren und oberen Querfäden gemeinsam zu der Anzahl an unteren Querfäden 3:2 ist. Papiermaschinensieb nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsfäden Kettfäden und die Quer- und Bindefäden Schussfäden sind.






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