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Dokumentenidentifikation DE60211154T2 22.02.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001392909
Titel SELBSTREINIGENDE BÜGELEISENSOHLE
Anmelder SEB S.A., Ecully, FR;
CNRS, Paris, FR
Erfinder BOULUD, Henry, F-38790 Diemoz, FR;
PESSAYRE, Stephanie, F-69130 Ecully, FR;
COMPEAU, Jean-Louis, F-38070 St Quentin Fallavier, FR;
BERTOLINI, Jean-Claude, F-69100 Villeurbanne, FR
Vertreter Prinz und Partner GbR, 80335 München
DE-Aktenzeichen 60211154
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 24.05.2002
EP-Aktenzeichen 027330869
WO-Anmeldetag 24.05.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/IB02/01945
WO-Veröffentlichungsnummer 2002097185
WO-Veröffentlichungsdatum 05.12.2002
EP-Offenlegungsdatum 03.03.2004
EP date of grant 03.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.02.2007
IPC-Hauptklasse D06F 75/38(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Bügeleisen weisen Eigenschaften von leichter Benutzbarkeit und Wirksamkeit auf, die unter anderem vom Zustand und von der Art der Bügelfläche ihrer Sohle abhängig sind. Die Sohlen konnten durch die Sorgfalt, die für die Gleiteigenschaften der Bügelfläche aufgebracht wurde, in Kombination mit den Eigenschaften, die es ermöglichen, die Wäsche leichter auszubreiten, verbessert werden. Eine Art, diese Eigenschaften herbeizuführen, liegt in der Verwendung von emaillierten Sohlen, wobei das Email glatt ist, und die gegebenenfalls Linien mit Überdicken aufweisen, die es ermöglichen, den Stoff während der Verlagerung des Bügeleisens auszubreiten. Andere Metallsohlen, die mechanisch behandelt und/oder mit einer Auflage bedeckt sind oder nicht, um das Gleiten zu erleichtern, können auch einer zufriedenstellenden Benutzung entsprechen.

Auf die Dauer kann jedoch die Sohle stumpf werden, indem auf ihrer Bügelfläche verschiedene organische Partikel, die durch Reibung der gebügelten Stoffe erfasst wurden, mehr oder weniger diffus und mehr oder weniger unvollständig verkohlen.

Wenn die Sohle jedoch stumpf geworden ist, auch wenn dies wenig sichtbar ist, verliert sie ihre Gleiteigenschaften. Das Bügeln wird mit dem Verschmutzen unmerklich schwieriger. Zudem fürchtet der Benutzer, ein stumpfes Bügeleisen zu verwenden, das die Wäsche beschädigen könnte.

Es sind Beschichtungen von Bügeleisensohlen bekannt, die eine harte und widerstandsfähige Schicht aufweisen, die wie im US-Patent 4862609 angegeben, mit einer Schicht bedeckt ist, die die Oberflächeneigenschaften verbessern. Dieses Patent schlägt jedoch keine Lösung vor, um die Verschmutzung zu bekämpfen.

Das Ziel der nachfolgend beschriebenen Erfindung ist ein selbstreinigendes Bügeleisen, dessen Sohle von jeder Kontamination durch organische Partikel sauber gehalten wird und bei normaler Verwendung nicht verschmutzt, so dass es seine ursprünglichen Eigenschaften beibehält.

Das Ziel der Erfindung wird von einem Bügeleisen mit einer Sohle erreicht, deren Außenfläche die Bügelfläche umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass ein Oxidationskatalysator mit einem katalytischen Oxidationsmittel in und/oder an einer Oberflächenschicht der Sohle vorhanden oder verteilt ist, wobei das Oxidationsmittel gegen organische Verunreinigungen bei einer Temperatur von mindestens 90°C aktiv ist.

Durch die Erfindung werden beim Bügeln die von der Sohle erfassten organischen Partikeln oxidiert. Sie werden sozusagen verbrannt, wenn das Bügeleisen heiß ist, wobei die eventuellen Festrückstände ihre Haftfähigkeit verlieren und sich von der Sohle lösen. Die Sohle bleibt sauber.

In Bereichen, die vom Bügeln sehr verschieden sind, wurde bereits ein Oxidationskatalysator einer Außenfläche eines Trägers zugeordnet.

Es sind emaillierte selbstreinigende Flächen, beispielsweise in Backöfen oder von Kochutensilien bekannt, wie sie beispielsweise in den Patenten US4029603 oder FR2400876 beschrieben sind.

Das Patent US4994430 beschreibt eine Emailbeschichtung, die eine dichte Schicht und an der Oberfläche eine poröse Schicht aufweist, die einen Katalysator trägt. Eine solche poröse und dicke Schicht ist mit dem Bügeln nicht kompatibel.

Aus dem Patent US5388177 ist auch ein geruchtilgendes Heizelement bekannt, dessen emaillierte Oberfläche mit einem Katalysator beschichtet ist, wobei der Katalysator lediglich zum Tilgen des Geruchs vorgesehen ist.

In keinem Fall können die in diesen Dokumenten beschriebenen Lösungen für ein Bügeleisen angewendet werden, da insbesondere zu fürchten ist, dass einerseits die für die Bügelfläche erforderliche schwache Rauheit der Wahl des Oxidationskatalysators entgegensteht und andererseits die sich beim Bügeln ergebende Reibung den Oxidationskatalysator von der Außenfläche der Bügeleisensohle rasch entfernt.

Der Oxidationskatalysator ist auf und/oder in der Oberflächenschicht der Bügeleisensohle verteilt, da wo er mit den Verunreinigungen in Kontakt ist.

In der Praxis ist der Oxidationskatalysator an der Oberfläche auf der ganzen Außenfläche der Sohle oder einem Teil dieser vorhanden und/oder verteilt.

Der Oxidationskatalysator kann zwischen vorgegebenen Bereichen der Außenfläche der Sohle, beispielsweise vertieften Bereichen der Außenfläche vorhanden oder verteilt sein, die in der Lage sind, die Verunreinigungen zu erfassen oder zu sammeln, und im Allgemeinen heißer sind als die Bügelfläche, was die Oxidierung oder das Katalysieren fördert.

Wenn die Außenfläche der Sohle einen vertieften Teil oder mehrere vertiefte Teile im Verhältnis zum restlichen ebenen Teil aufweist, der die Nutzfläche oder die eigentliche Bügelfläche bildet, ist der Oxidationskatalysator im vertieften Teil oder in den vertieften Teilen mit Ausnahme der Bügelfläche vorhanden oder verteilt.

Der Oxidationskatalysator kann jedoch selbstverständlich auf der ganzen, eigentlichen Bügelfläche oder auf einem Teil dieser vorhanden sein.

Das gemäß vorliegender Erfindung in Betracht stehende katalytische Oxidationsmittel ist somit jedes Element, jede Verbindung oder Zusammensetzung, das bzw. die in der Lage ist, bei einer Temperatur von mindestens 90°C jede organische Substanz zu oxidieren, wie sie in den bei der Behandlung (Waschen und eventuell Weichspülen) von textilen Teilen oder Artikeln (beispielsweise Wäsche) üblicherweise anzutreffenden Verunreinigungen enthalten sind.

Ein solches katalytisches Oxidationsmittel kann für irgendeine organische Substanz spezifisch oder nicht spezifisch sein.

In der Praxis kann der Oxidationskatalysator außer dem katalytischen Oxidationsmittel einen inerten Träger aufweisen oder nicht, beispielsweise in geteilter Form oder in Form von Partikeln, beispielsweise von Aluminiumoxid, an dessen (inklusiv inneren) Oberfläche das katalytische Oxidationsmittel gestreut oder verteilt ist. Der inerte Träger kann allein im nicht geteilten Zustand die Oberflächenschicht darstellen, von der nachfolgend die Rede ist.

Als katalytisch aktive Zusammensetzungenkönnen Palladium, Platin, Vanadium, Kupfer oder jede Zusammensetzung solcher (bezüglich der Oxidierung) katalytisch aktiven Elemente genannt werden. In den erfindungsgemäß in Betracht kommenden, katalytisch aktiven Elementen können Kupfer- Magan-, oder Kobaltoxide vorhanden sein, die die katalytische Wirksamkeit oder die Stabilität des katalytischen Mittels erhöhen.

In der Praxis sind solche katalytische Oxidationsmittel an sich sowie ihre Herstellungsverfahren wohl bekannt, ohne dass es notwendig ist, deren Darstellungsverfahren jeweils näher zu beschreiben. Wenn es sich beispielsweise um Platin als katalytisches Oxidationsmittel handelt, kann dessen katalytisch aktive Form durch Kalzinierung oder Zersetzung eines Chloroplatinsäuresalzes oder jeden Vorläufers erhalten werden.

Selbstverständlich muss jeder gemäß der Erfindung in Betracht stehender Oxidationskatalysator gegenüber der Arbeitstemperatur der Bügelfläche und zwar während der Lebensdauer des Bügeleisens stabil genug bleiben.

In der Praxis ist der erfindungsgemäße Oxidationskatalysator mindestens in und/oder auf der Oberflächenschicht der Bügeleisensohle verteilt. Unter "Oberflächenschicht" wird jede Grenzschicht verstanden, deren Dicke beispielsweise höchstens gleich 500 Nanometer beträgt und insbesondere zwischen 20 Nanometer und 120 Nanometer liegt, wenn sie auf einer Seite mit einer weiteren Schicht oder dem Substrat der Sohle in Kontakt steht, wobei auf der anderen Seite eine Trennungsfläche mit dem Äußeren gebildet wird, welche die eigentliche Bügelfläche aufweist. Der Oxidationskatalysator oder das katalytische Oxidationsmittel kann entlang der gesamten oder einem Teil der Außenfläche der Sohle in der Dicke und/oder auf der genannten Außenschicht kontinuierlich oder diskontinuierliche verteilt sein.

Unter "Bügelfläche" wird die gesamte oder eine Teil der Nutzaußenfläche der Sohle verstanden, die beim Bügeln in unmittelbaren Kontakt mit der Wäsche kommt.

Wenn der Oxidationskatalysator auf der Oberflächenschicht der Sohle verbleibt, kann er eine Schicht oder einen kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Film bilden.

Die zuvor genannte Oberflächenschicht kann nicht von der übrigen Sohle, deren Substrat oder einer diese bildenden Schicht unterschieden werden, und in diesem Fall wird in der vorliegenden Beschreibung und in den nachfolgenden Patentansprüchen der Ausdruck "Oberflächenschicht" lediglich dazu verwendet, die begrenzte bzw. nicht existierende Dicke der Sohle auszuzeichnen, in welcher der Oxidationskatalysator oder das katalytische Oxidationsmittel verteilt oder eingearbeitet sein kann.

Die Dicke der Oberflächenschicht, in welcher sich der Katalysator oder das katalytische Oxidationsmittel befinden kann, hängt insbesondere von der Tiefe des Eindringens der organischen Verunreinigungen innerhalb der Bügeleisensohle ausgehend von dessen Außenfläche ab.

Unter "organischen Verunreinigungen" wird jede vollständig oder teilweise brennbare oder in Kontakt mit der Umgebungsluft oxidierbare Substanz verstanden. Es kann sich beispielsweise um jeden Rest von synthetischen Fasern, wie sie in den Textilwaren verwendet werden, beispielsweise aus einem organischen Polymer wie Polyamid oder Polyester, oder um jeden Rest von Waschmittel und gegebenenfalls Weichspüler handeln.

Das katalytische Oxidationsmittel weist beispielsweise ein Metall der Gruppe IV des periodischen Systems oder einen Edelmetall, z.B. Palladium und/oder Vanadium auf.

Da der Oxidationskatalysator bei einer Sohlentemperatur von 90°C oder mehr aktiv wird, reinigt es die Sohle, wenn diese heiß ist.

Nach einer ersten Betriebsart ist der Katalysator bei der Bügeltemperatur des Bügeleisens wirksam, und die Sohle bleibt je nach der Verwendung des Bügeleisens beim Bügeln dauerhaft sauber

Nach einer zweiten Betriebsart während einer sogenannten Selbstreinigungsphase, die vor oder nach dem Benutzen des Bügeleisens vorgenommen wird, wird das Bügeleisen auf einer hohen Temperatur eingestellt, die gleich oder höher ist als die höchsten Bügeltemperaturen. Das Bügeleisen wird dann während einer vorgegebenen Zeit auf Wartestellung gehalten, in der der Oxidationskatalysator seine Wirkung entfaltet. Der Benutzer kann somit sein Bügeleisen regelmäßig warten, ohne eine nachteilige Verschmutzung abzuwarten.

Nach einer ersten Ausführungsform weist das Bügeleisen eine Sohle aus Metall auf, die von einem schwach porösen und/oder rauen Email im Mikro- und/oder Nanobereich bedeckt ist, wobei der Oxidationskatalysator zur Oberflächenschicht der Emailschicht gehört. Das Email ist beispielsweise ein verglastes Email.

Ein solches Email ist aus den schwach porösen, beispielsweise verglasten Emaillen gewählt, die für ihre Bügeleigenschaften im Vergleich zu den in den Backöfen oder auf den Grills verwendeten Emails bekannt sind, welche aufgrund ihrer Porosität das unnötige Abscheiden einer großen Menge an Oxidationskatalysator erfordern würden und nicht die für eine Bügeleisensohle geforderten Eigenschaften aufweisen würden.

Das Email muss tatsächlich mindestens hart sein, eine gute Gleitfähigkeit besitzen und dem Eindringen von Dampf oder warmer Feuchte standhalten.

Das Erhalten oder Aufbringen des Oxidationskatalysators oder des katalytischen Oxidationsmittels auf oder in der genannten Oberflächenschicht kann durch jedes bekannte Mittel wie Aufbringen jedes Vorläufers des katalytischen Oxidationsmittels, danach durch Erhitzen mit Pyrolyse-Verfahren oder durch Elektrophorese oder durch sogenanntes "stromloses" chemisches Abscheiden oder durch PVD-Verfahren erfolgen.

Unter "Vorläufer" wird jede chemische oder physikalisch-chemische Form des Oxidationskatalysators und/oder katalytischen Oxidationsmittels verstanden, die zu einem Ergebnis führen oder das katalytische Oxidationsmittel durch jede geeignete Behandlung, beispielsweise Pyrolyse freisetzen kann. Jedes Salz der Chloroplatinsäure ist beispielsweise ein Vorläufer des als Oxidationskatalysator in Betracht gezogenen Platins.

Wie in den nachfolgenden Beispielen gezeigt, ist die Auswahl der Zusammensetzung des Oxidationskatalysators oder des katalytischen Oxidationsmittels und/oder die Voraussetzung zum Erhalten oder Anbringen dieses katalytischen Oxidationsmittels so bestimmt, dass die eigentlichen Eigenschaften der Bügelfläche, insbesondere deren Gleiteigenschaften, nicht substantiell verändert werden.

Nach einer zweiten Ausführungsform weist das Bügeleisen eine Sohle aus Metall, beispielsweise aus einer Aluminiumlegierung auf, und eine Oberflächenschicht ist auf der Außenfläche der Sohle als dünne Schicht eines Trägers beispielsweise aus Aluminiumoxid für das katalytische Oxidationsmittel gegen die organischen Verunreinigungen aufgetragen.

Als Variante ist die Sohle von einer Schicht aus einem Polymer bedeckt, der jeder Hochtemperatur-Oxidation standhält, beispielsweise aus Polytetrafluorethylen, und die Oberflächenschicht gehört zu der Polymerschicht.

Nach einer dritten Ausführungsform besteht die Oberflächenschicht aus einer dünnen Schicht eines Oxidationskatalysators, die einen inerten Träger beispielsweise Aluminiumoxid und ein vom Träger getragenes katalytisches Oxidationsmittel umfasst.

Im Allgemeinen betrifft die Erfindung auch die Verwendung eines Oxidationskatalysators als Selbstreinigungsmittel der gesamten Außenfläche oder von Teilen der Außenfläche der Sohle eines Bügeleisens.

Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Ausführungsbeispiele und der beigefügten Zeichnungen besser verständlich.

Die 1 ist eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Bügeleisensohle.

Die 2 ist eine Ansicht von unten eines erfindungsgemäßen Bügeleisens, die die Unterseite der Sohle zeigt.

Beispiel 1

In einer ersten Ausführungsform weist das in 1 dargestellte Bügeleisen 1 eine Sohle 2 aus Aluminium auf, die mit einem Heizsockel 3 aus geformten Aluminium fest verbunden ist, die mit einem Heizelement 4 versehen ist. Auf ihrer Außenseite 5, die in 2 besser zu sehen ist, ist die Sohle 2 mit einem für seine Bügeleigenschaften bekannten Email bedeckt. Der Katalysator oder das katalytische Oxidationsmittel ist in einer dünnen Schicht auf der Außenfläche abgeschieden. Diese Außenfläche 5 weist die eigentliche Bügelfläche 51 und vertiefte Teile 52, 53, beispielsweise um die Dampfaustrittöffnungen 6 herum auf.

Zu diesem Zweck wird die Außenfläche entfettet und durch einen leichten Säureangriff, beispielsweise durch eine Zitronen- oder Salpetersäurelösung aktiviert. Ein Vorläufer des katalytischen Oxidationsmittels wird gewonnen, beispielsweise indem Palladiumnitrat im Wasser im Verhältnis von 2 g Palladiumnitrat pro Liter gelöst wird. Im Übrigen liefern verschiedene Unternehmen, beispielsweise die Firma PCAS in Longjumeau in Frankreich, ausgeklügeltere Vorläufer. Da die Sohle auf ca. 300°C erhitzt wird, wird der Vorläufer als Lösung auf der Sohle aufgetragen, indem diese unter einem Ultraschallzerstäuber in einem oder mehreren Durchgängen vorbeilaufen, um einen homogenen Auftrag zu erhalten. Das Ganze wird bei ca. 300°C erhitzt. Die Dicke der somit erhaltenen Schicht des katalytischen Oxidationsmittels (Palladium) kann zwischen 20 und 120 Nanometer variieren. Die Vorrichtung wird vorzugsweise so eingestellt, dass eine Dicke in der Größenordnung von 30 Nanometern erhalten wird. Es wird festgestellt, das die Palladiumabscheidung auf der Bügelfläche haftet und die Gleiteigenschaften des darunter liegenden Emails nicht wesentlich stört.

Die Wirksamkeit des Oxidationskatalysators kann in einem geschlossenen Raum gemessen werden. Eine Probe der Sohle wird auf 300°C erhitzt, auf diese wird ein 2 mg schweres Faserstück aus organischem Polymer gelegt, das für die Verunreinigungen repräsentativ ist. Nachdem die Ausgangmenge von gasförmigem Kohlenstoffdioxid im Raum dosiert wurde, wird deren Erhöhung festgestellt, die die Wirksamkeit dieser Lösung bestätigt.

In diesem beschriebenen Beispiel wurde bei 300°C eine katalytische Aktivität erhalten, die es ermöglicht hat, 107 × 10–6 Mol gasförmiges Kohlenstoffdioxid pro Stunde für eine katalytisch aktive Probeoberfläche von 10 cm2 zu erhalten.

Beispiel 2

In einer zweiten Ausführungsform wird die emaillierte Sohle auf 300°C erhitzt. Eine Lösung mit einer Suspension von Aluminiumdioxid wird gewonnen, indem 4 g Tetraethylorthosilikat mit 96 g Nitratsäure gemischt werden, die auf 0,6% verdünnt wurde, wobei 12,8 g "DISPERSAL S" zugefügt wurde. Dieses Produkt auf der Basis von Aluminiumoxid wird von der Firma CONDEA geliefert. Die 10fach verdünnte Lösung wird auf der Sohle zerstäubt. Die Sohle wird während einer Stunde auf 300°C gehalten. Die Zerstäubung ist so eingestellt, dass eine Abscheidung auf der Basis von Aluminiumoxid in fester Form mit einer Dicke von etwa 10 &mgr;m eines Trägers des katalytischen Oxidationsmittels erhalten wird. Danach wird eine wässrige Palladiumnitratlösung zerstäubt, die während einer Stunde einer Erhitzung bei 300°C ausgesetzt wird, Gegenüber dem vorhergehenden Beispiel wird die Aktivität einer ähnlichen katalytisch aktiven Probeoberfläche auf eine Produktion von 175 × 10–6 Mol gasförmigem Kohlenstoffdioxid pro Stunde gebracht.

Beispiel 3

In einem dritten Ausführungsbeispiel weist das Bügeleisen eine Sohle aus Aluminium auf. Die Bügelfläche wird durch einen Natriumangriff gereinigt, gefolgt von einer Neutralisierung und einer Spülung. Die Sohle wird bei 560°C während 30 Minuten im Ofen oxidiert, danach wird eine Palladiumnitratlösung mit einer Konzentration von 2 g/l durch Zerstäubung aufgebracht. Nach Erhitzung auf 300°C während einer Stunde wird eine katalytisch aktive Oberflächenschicht oder ein Oxidationskatalysator mit einer Dicke von etwa 30 Nanometer erhalten.

Man erhält Gleiteigenschaften, die im Wesentlichen die des Aluminiums entsprechen. Diese Ausführung ist aufgrund der Wirtschaftlichkeit ihrer Herstellung von Interesse. Die erhaltene Aktivität ist in der Größenordnung von 112 × 10–6 Mol gasförmiges Kohlenstoffdioxid pro Stunde für eine katalytisch aktive Probeoberfläche von 10 cm2.

In einer Variante dieses Ausführungsbeispiels ist das katalytische Oxidationsmittel in eine Oberflächenschicht vom Typ Ormosil eingearbeitet, die als Träger dient, wobei dieser Ausdruck die Abkürzung des englischen Ausdrucks "organically modified silicates" ist, wie im Artikel "Structures and Properties of Ormosils" im Journal of Sol-Gel Science and Technologie, 2, 81-86 (1994), geschrieben von John D Mackenzie, erklärt. Vorzugsweise ist die Oberflächenschicht aus einer flüssigen Lösung erhalten, die zur Herstellung eines Gels bestimmt ist.

Das katalytische Oxidationsmittel wird danach auf und/oder in dieser Oberflächenschicht durch ein Verfahren abgeschieden, das dem vorhergehenden Verfahren ähnlich ist, das einen Ultraschallzerstäuber verwendet. Ein bis vier Durchgänge ermöglichen es, eine gute Homogenität zu erhalten. Das Ganze wird dann getrocknet und auf ca. 300°C erhitzt.

Beispiel 4

In einer vierten Ausführungsform weist das Bügeleisen eine Sohle aus nichtrostendem Stahl auf. Die Bügelfläche wird gereinigt und in einem Bad einer 20%-igen Salpetersäure passiviert. Auf der auf 300°C erhitzten Bügelfläche wird eine Lösung auf der Basis von Aluminiumoxid aufgetragen, wie sie im zweiten Beispiel beschrieben ist, und die Sohle wird während einer Stunde auf 300°C gehalten, um eine Oberflächenschicht zu erhalten, die dem katalytischen Oxidationsmittel als Träger dient. Eine Schicht des katalytischen Oxidationsmittels wird danach in oder auf dieser Oberflächenschicht abgeschieden, indem eine Palladiumnitratlösung mit einem Ultraschallzerstäuber zerstäubt wird. Es wird bei 300°C eine Wirksamkeit von 151 × 10–6 Mol gasförmigem Kohlenstoffdioxid pro Stunde für eine katalytisch aktive Probeoberfläche von 10 cm2 gemessen.

In praktischer Weise wird ein deutlicher Unterschied in der Verschmutzung zwischen beiden Bügeleisen festgestellt, wobei nur eins mit einer erfindungsgemäßen selbstreinigenden Sohle versehen ist.

Es wird auch festgestellt, dass eine Verschmutzung, wenn sie dick ist, in dem Bereich abbrennt, in dem sie mit dem Oxidationskatalysator in Kontakt steht, und sich danach von der Sohle ablöst. Die Selbstreinigung wird erhalten, ohne die vollständige Umwandlung der Verschmutzung abzuwarten.

Obwohl die Aktivität des Oxidationskatalysators bei den niedrigen Bügeltemperaturen offenbar wird, die jedoch über 90°C liegen, ist die Aktivität bei hohen Temperaturen wesentlich stärker. Der Benutzer verwendet sein Bügeleisen wie gewohnt. Nach dem Bügeln drückt er bei Bedarf auf einem Knopf zur Steuerung der Reinigung. Diese Steuerung ändert die Solltemperatur des Bügeleisens, um es auf eine Temperatur zu bringen, die für den Betrieb des Oxidationskatalysators empfohlen ist, und damit wird der Beginn einer vorgegebenen Selbstreinigungsphase gekennzeichnet, während der diese Temperatur beibehalten wird und nach welcher das Heizen des Bügeleisens automatisch aufhört. In dieser Phase übt der Oxidationskatalysator voll und ganz seine Wirkung aus. Die Verunreinigungen, die an der Sohle haften könnten, brennen einschließlich in den vertieften Bereichen 52, 53 gefahrlos ab, wonach die Sohle alle ihre anfänglichen Eigenschaften wieder erlangt.


Anspruch[de]
Bügeleisen mit einer Sohle, deren Außenfläche die Bügelfläche umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass ein Oxidationskatalysator mit einem katalytischen Oxidationsmittel in und/oder an einer Oberflächenschicht der Sohle vorhanden oder verteilt ist, wobei das Oxidationsmittel gegen organische Verunreinigungen bei einer Temperatur von mindestens 90°C aktiv ist. Bügeleisen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sohle aus Metall besteht und von einer schwach porösen Emailschicht bedeckt, beispielsweise verglast ist, und die Oberflächenschicht zu der Emailschicht gehört. Bügeleisen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sohle von einer Schicht aus einem Polymer bedeckt ist, der jeder Hochtemperatur-Oxidation standhält, beispielsweise Polytetrafluorethylen, und die Oberflächenschicht zu der Polymerschicht gehört. Bügeleisen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sohle aus Metall besteht und die Oberflächenschicht auf der Außenfläche der Sohle als dünne Schicht eines Trägers beispielsweise aus Aluminiumoxid, für das katalytische Oxidationsmittel gegen die organischen Verunreinigungen aufgetragen ist. Bügeleisen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Oxidationskatalysator ein Metall aus der Gruppe IV des periodischen Systems oder ein Edelmetall, beispielsweise Palladium und/oder Vanadium, umfasst. Bügeleisen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenschicht aus einer dünnen Schicht eines Oxidationskatalysator besteht, die einen inerten Träger beispielsweise Aluminumoxid und ein vom Träger getragenes katalytisches Oxidationsmittel umfasst. Bügeleisen nach Anspruch 1, bei welchem die Außenfläche mindestens einen bezüglich dem übrigen ebenen Teil vertieften Teil aufweist, der die Gebrauchs- bzw. Bügelfläche bildet, dadurch gekennzeichnet, dass der Oxidationskatalysator im vertieften Teil außer an der Bügelfläche vorhanden oder verteilt ist. Bügeleisen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Oxidationskatalysator zwischen vorbestimmten Bereichen der Außenfläche der Sohle, beispielsweise vertieften Bereichen der Außenfläche, die die Verunreinigungen erfassen oder speichern können, vorhanden oder verteilt ist. Verwendung eines Oxidationskatalysators als Selbstreinigungsmittel der gesamten Außenfläche oder von Teilen der Außenfläche der Sohle eines Bügeleisens.






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