PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005040850A1 01.03.2007
Titel Haltevorrichtung zur Befestigung eines schlauchartigen Elementes auf einem rohrartigen Körper und Verfahren dazu
Anmelder A. Kayser Automotive Systems GmbH, 37574 Einbeck, DE
Erfinder Busche, Claus-F., 37547 Kreiensen, DE;
Müller, Jörg, 31091 Coppengrave, DE;
Nagel, Dirk, 37586 Dassel, DE
Vertreter Müller-Boré & Partner, Patentanwälte, European Patent Attorneys, 81671 München
DE-Anmeldedatum 29.08.2005
DE-Aktenzeichen 102005040850
Offenlegungstag 01.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.03.2007
IPC-Hauptklasse F16L 33/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16B 2/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Haltevorrichtung zur Befestigung eines schlauchartigen Elementes auf einem rohrartigen Körper und Verbindung zweier luftleitender Elemente im Luftansaugtrakt eines Verbrennungsmotors über ein schlauchartiges Element mittels zumindest einer Haltevorrichtung, sowie ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Verbindung, wobei die Haltevorrichtung 100 ähnlich einem Schlauchbinder ausgebildet ist und Halteelemente 150 aufweist, welche die Haltevorrichtung auf einem der rohrartigen Körper 300 formschlüssig festlegen können, sowie Vorsprünge 160 auf der Innenseite der Haltevorrichtung, welche in das Material des schlauchartigen Körpers 200 eindringen und so einen Formschluss herstellen können.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Haltevorrichtung zur Befestigung eines schlauchartigen Elementes auf einem rohrartigen Körper, auf eine Verbindung zweier luftleitender Elemente im Luftansaugtrakt eines Verbrennungsmotors, eine Verbindung zur Festlegung eines schlauchartigen Elementes auf einem rohrartigen Körper und ein Verfahren zur Verbindung zweier luftleitender Elemente im Luftansaugtrakt eines Verbrennungsmotors.

Um in Kraftfahrzeugen die Ansaugluft zum Motor zu leiten, werden üblicherweise Spritzgußteile oder Extrusionsblasteile verwendet, um ein Kanalsystem zu realisieren, das die angesagte Luft von einem Ansaugbereich, der z. B. im Bereich des Kühlers liegt, zu einem Luftfilter zu transportieren. Durch das Ansaugen der Luft entsteht teilweise eine erhebliche Geräuschbelastung, sowohl durch die Luftströmung selbst, als auch durch Geräusche aus dem laufenden Motor.

Um die Geräusche, die durch das Ansaugen der Luft entstehen, zu verringern, gibt es verschiedene Ansätze. Es werden zum Beispiel Lambda-4tel-Rohre oder Resonatoren in den Strömungsweg eingebracht. Für diese Lösungen besteht teilweise erheblicher Platzbedarf.

Eine weitere Lösungsmöglichkeit besteht in dem Einbringen spezieller Schläuche z.B. eines Schaumschlauches oder eines textilen Schlauches in den Saugkanal. Bei dieser Lösung ist es möglich, das Geräuschniveau ohne zusätzlichen Platzbedarf deutlich abzusenken.

Üblicherweise wird der Schlauch dabei auf einen Rohrstutzen gesteckt und auf diesem befestigt. Dabei werden auf dem Rohrstutzen spitzkantige Wülste oder widerhakenartige Elemente vorgesehen, um eine Festlegung bzw. Fixierung des Schlauches auf den Rohrstutzen zu erreichen. Ein Rohrstutzen mit solchen spitzkantigen oder widerhakenartigen Elementen kann aber nur im Spritzgußverfahren hergestellt werden, so daß Gestaltungsmöglichkeiten, die von anderen Herstellungsverfahren geboten werden, nicht genutzt werden können. Außerdem kann eine solche Verbindung später nicht mehr oder nur noch schwer gelöst werden, ohne daß eines der Teile beschädigt wird.

Weiterhin kann der Schlauch aber auch über bestimmte Vorrichtungen auf dem Rohrstutzen fixiert werden. Bekannte Vorrichtungen sind zum Beispiel Klemmen aus Federstahl oder Schlauchbinder, die über eine Schraube und Gewindegänge, die auf einem Streifen des Schlauchbinders ausgebildet sind. Diese Vorrichtungen werden üblicherweise an einer Stelle zwischen zwei Wülsten des darunterliegenden Rohrstutzens auf dem Schlauch plaziert und fest gezogen. In diesem Fall muß der Schlauch verhältnismäßig weit über den Rohrstutzen geschoben werden, damit der Schlauch über zwei Wülste hinweg reicht.

Eine solche Schlauchklemme ist z.B. in der europäischen Patentanmeldung EP 0 454 661 A1 offenbart. Wie beschrieben, ist es auch hier erforderlich, den Schlauch über mehrere Wülste hinweg auf denen Rohrstutzen zu schieben. Insbesondere sind auch Wülste mit Kanten ausgebildet, die verhindern, daß der Schlauch von den Rohrstutzen abgezogen werden kann. Im Endbereich des Schlauches ist auf den Rohrstutzen ein umlaufender Absatz vorgesehen, dessen Außendurchmesser in etwa dem Außendurchmesser des Schlauches entspricht. Für die Montage wird der Schlauch zuerst auf den Rohrstutzen aufgeschoben und dann wird um den Schlauch eine Schlauchklemme aus Metall gelegt, die zumindest mit Haltelaschen über den Rand des Schlauches hinaus steht, so daß die Haltelaschen den umlaufenden Absatz hintergreifen. Durch diese Gestaltung wird gewährleistet, daß der Schlauch durch die Schlauchklemme auf die Wülste, die auf dem Rohrstutzen ausgebildet sind, gepreßt wird, so daß durch die scharfkantigen Wülste einerseits und das Hintergreifen des Absatzes andererseits verhindert wird, daß die Schlauchklemme abgestreift oder der Schlauch von dem Rohrstutzen abgezogen werden kann.

Andererseits kommen für die Herstellung der Rohrstutzen nur bestimmte Herstellungsverfahren in Frage, wie z.B. das Spritzgußverfahren.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Haltevorrichtung, eine Verbindung bestehend aus einem rohrartigen Körper, einem schlauchartigen Element und einer Haltevorrichtung, eine Verbindung zweier luftleitender Elemente in Luftansaugtrakt eines Verbrennungsmotors und ein Verfahren zur Verbindung zweier luftleitender Elemente im Luftansaugtrakt eines Verbrennungsmotors bereitzustellen, wobei die Verbindung eine ausreichende Festigkeit aufweisen soll, die Haltevorrichtung und/oder andere Teile der Verbindung einfach und günstig herzustellen sind und die Verbindungen leicht zu montieren ist.

Die Aufgabe wird durch die Vorrichtungen und das Verfahren gemäß den nebengeordneten Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen offenbart.

Ein Aspekt der Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung zur Befestigung eines schlauchartigen Elementes auf einem rohrartigen Körper mit einem in der Abwicklung streifenartigen Gebilde mit einem ersten Ende, einem zweiten Ende, einem sich vom ersten zum zweiten Ende erstreckenden ersten Rand, einem sich vom ersten zum zweiten Ende erstreckenden zweiten Rand und einem Verschluß, wobei der Verschluß so gestaltet ist, daß er die Haltevorrichtung in einem ringförmigen Zustand gegen ein Öffnen aus dem ringförmigen Zustand fixieren kann, wobei die Haltevorrichtung ein oder mehrere Halteelemente aufweist, welche vom ersten Rand in Richtung des zweiten Randes beabstandet sind und zumindest eine dem ersten Rand zugewandte Fläche aufweisen, wobei die Fläche so gestaltet ist, daß sie im ringförmigen geschlossenen Zustand der Haltevorrichtung ein oder mehrere Korrespondenzelemente eines von der Haltevorrichtung zumindest teilweise umschlossenen rohrförmigen Körpers hintergreifen kann, so daß ein Abziehen der Haltevorrichtung in eine vom ersten zum zweiten Rand weisende Richtung erschwert wird, mit einem der mehreren Vorsprüngen die in der Abwicklung des streifenförmigen Gebildes in einer Schnittebene, die im wesentlichen senkrecht zu einer sich von dem ersten zu dem zweiten Ende des Streifens erstreckenden Geraden liegt und durch den Vorsprung läuft, einen nasenförmigen Querschnitt aufweisen und die von der im ringförmigen Zustand der Haltevorrichtung innenliegenden Seite des streifenartigen Gebildes von den Halteelementen in Richtung des ersten Randes beabstandet in Richtung eines Innenbereiches des Rings vorstehen, so daß sie beim Schließen der Haltevorrichtung in das Material eines Körpers, der von der Haltevorrichtung zumindest teilweise umgeben wird, eindringen und einen Formschluß zwischen der Haltevorrichtung und dem Körper derart bewirken können, daß die Haltevorrichtung nur erschwert in eine vom ersten zum zweiten Rand weisende Richtung von dem Körper abgestreift werden kann. Durch die Vorsprünge und die Halteelemente kann das schlauchartige Element auf dem rohrförmigen Körper festgelegt werden, ohne daß der rohrförmige Körper Wülste, über die das schlauchartige Element zu schieben ist, aufweisen muß. Dadurch wird zum einen gewährleistet, das der rohrförmige Körper nicht durch ein Spritzgußverfahren hergestellt werden muß, oder wenn das Spritzgußverfahren gewählt wird, die Geometrie einfacher gewählt werden kann, so daß geringere Kosten für die Herstellung der Form anfallen. Zum anderen muß das schlauchartige Element nicht soweit über den rohrartigen Körper geschoben werden, wie das bei rohrartigen Körpern mit mehreren Wülsten nötig ist. Durch diese Ausführungsform wird weniger Platz benötigt und die Länge der schlauchartigen Elemente sowie deren Kosten können verringert werden. Außerdem kann das schlauchartige Element leichter auf den rohrförmigen Körper geschoben werden, weil der rohrförmige Körper keine oder zumindest weniger Wülste als herkömmlich aufweist und das schlauchartige Element nicht mehr so weit über den rohrförmigen Körper geschoben werden muß. Da eine Fixierung des schlauchartigen Elementes auf dem rohrförmigen Körper erst durch die Haltevorrichtung erfolgt, können Toleranzen über die Länge der Bauteile ausgeglichen werden. Ein weiterer Vorteil ist, daß durch die Haltevorrichtungen ein Standardteil für alle Bauteile unter Beibehaltung der Rohre verwendet werden kann.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist bei der Haltevorrichtung der Verschluß eine Schließe im Bereich des zweiten Endes auf und ein Verschlußabschnitt des streifenartigen Gebildes im Bereich des ersten Endes ist so gestaltet, daß er mit der Schließe so zusammenwirken kann, daß die Haltevorrichtung im ringförmigen Zustand gegen ein Öffnen aus dem ringförmigen Zustand fixiert wird.

Vorzugsweise weisen bei der Haltevorrichtung die Schließe und der Verschlußabschnitt korrespondierende Rastelemente auf, die beim Verschieben des ersten Endes gegen die Schließe in Schließrichtung des Rings schrittweise einrasten, so daß in jeweils fein abgestuften Schließstellungen ein Öffnen der Haltevorrichtung verhindert wird. Durch diese Gestaltung wird die Montage der Haltevorrichtung erleichtert. Durch die korrespondierenden Rastelemente kann der Andruck de Haltevorrichtung fein eingestellt werden und Umfangstoleranzen ausgeglichen werden. Ferner kann eine solche Ausführungsform vorteilhaft im Spritzgußverfahren hergestellt werden.

Vorteilhaft ist die Haltevorrichtung einstückig als Spritzgußteil geformt. Durch das Spritzgußverfahren können Haltevorrichtungen in großen Mengen günstig hergestellt werden. Außerdem gewährleistet das Spritzgußverfahren vorteilhafterweise die Einhaltung enger Toleranzen und die Verwendung verschiedener Materialien, die für das Spritzgußverfahren zur Verfügung stehen. Vorzugsweise ist die Haltevorrichtung aus Polyamid 6 hergestellt. Eine Verwendung von Polyamid 6 gewährleistet eine hohe Festigkeit, Temperatur- und Witterungsbeständigkeit. Außerdem wird Polyamid 6 von bestimmten Flüssigkeiten, wie z.B. Motoröl, die im Motorbereich vorkommen, nicht angegriffen. Eine Verwendung anderer hochtemperaturbeständiger Kunststoffe mit ausreichender Flexibilität sowie Medienbeständigkeit ist ebenfalls möglich.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind bei der Haltevorrichtung mehrere Halteelemente im Bereich des zweiten Randes zwischen dem ersten und zweiten Ende des streifenartigen Gebildes in einer Reihe vorzugsweise gleichmäßig voneinander beabstandet angeordnet. Durch eine Beabstandung der Halteelemente wird gewährleistet, das die Haltevorrichtung eine hohe Flexibilität aufweist, so daß sie leicht um ein zu befestigendes schlauchartiges Element gewickelt werden kann und gleichmäßig am Umfang des schlauchartigen Elementes anliegen kann. Durch die gleichmäßige Beabstandung wird gewährleistet, daß die einzelnen Halteelemente und das Korrespondenzelement gleichmäßig belastet werden.

Vorteilhafterweise sind bei der Haltevorrichtung eine Vielzahl nasenförmiger Vorsprünge zwischen den Halteelementen und dem ersten Rand und zwischen dem ersten und zweiten Ende des streifenartigen Gebildes in einer vom ersten zum zweiten Ende verlaufenden Reihe vorzugsweise gleichmäßig voneinander beabstandet angeordnet. Dabei kann die Zahl der Halteelemente der Zahl der Vorsprünge entsprechen; die Zahlen können aber auch unterschiedlich sein, so daß Halteelemente und Vorsprünge sämtlich oder zum Teil schräg versetzt sein können. Durch eine Vielzahl von nasenförmigen Vorsprüngen wird gewährleistet, daß die Flexibilität der Haltevorrichtung bestehen bleibt und daß die Last auf mehrere Vorsprünge und mehrere Stellen des schlauchartigen Elementes verteilt wird. Dadurch, daß die Vorsprünge einzeln ausgebildet sind, können Sie leichter und tiefer in das schlauchartige Element eindringen. Vorteilhafterweise dringen die Vorsprünge so weit in das schlauchartige Element ein, das sie bis in eine Textilschicht, die aus einem Gewebe unter einer Beschichtung bestehen kann, hineinreicht. Durch die gleichmäßige Verteilung der Vorsprünge wird eine gleichmäßige Verteilung der Last erreicht.

Bevorzugt erstreckt sich bei der Haltevorrichtung ein Halteelement durchgehend im wesentlichen von dem ersten Ende zu dem zweiten Ende. Durch diese Gestaltung wird erreicht, daß das Halteelement bei gleichen Maßen in radialer Richtung gegen eine axiale Belastung eine höhere Festigkeit aufweist, als eine Vielzahl von einzelnen Halteelementen, die in Umfangsrichtung voneinander beabstandet sind. Daher können bei dieser Ausführungsform in vorteilhafterweise die Abmessungen des Halteelementes in radialer Richtung verringert werden.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform erstreckt sich bei der Haltevorrichtung ein nasenförmiger Vorsprung durchgehend im wesentlichen von dem ersten Ende zu dem zweiten Ende. Bei dieser Ausführungsform kann in vorteilhafterweise eine Last auf eine größere Fläche der Vorsprünge bzw. des schlauchartigen Elementes verteilt werden, so daß entweder eine höhere Last aufgenommen werden kann oder bei gleicher zu erwartender Last die radialen Abmessungen der Vorsprünge verringert werden können.

Vorzugsweise steht bei der Haltevorrichtung in der Abwicklung des streifenförmigen Gebildes eine erste vorzugsweise ebene Fläche der nasenförmigen Vorsprünge, die dem zweiten Rand zugewandt ist, im wesentlichen senkrecht auf die Abwicklungsebene, und eine an diese Fläche angrenzende zweite Fläche bildet einen spitzen Winkel zur ersten Fläche und läuft vorzugsweise flach in die Abwicklungsebene aus. Durch die im wesentlichen senkrechte ebene Fläche wird einen maximaler Formschluß zwischen jedem der Vorsprünge und dem schlauchartigen Element sichergestellt, wobei gleichzeitig gewährleistet wird, das die Vorsprünge eine Festigkeit gegen eine Last in radialer Richtung aufweisen. Durch den spitzen Winkel zwischen den zwei Flächen wird ein leichtes Eindringen des oder der Vorsprünge in das schlauchartige Element ermöglicht. Durch das flache Auslaufen der zweiten Fläche werden Spannungsspitzen im schlauchartigen Element verhindert.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Verbindung zweier luftleitender Elemente insbesondere im Luftansaugtrakt eines Verbrennungsmotors, vorzugsweise zwischen der Kühlerzarge und einem Luftfilter, mittels zumindest eines schlauchartigen Elementes und zumindest einer Haltevorrichtung, wobei das erste luftleitende Element einen ersten Anschlußbereich aufweist, der aus einem ersten rohrartigen Körper gebildet ist, und das zweite luftleitende Element einen zweiten Anschlußbereich aufweist, der aus einem zweiten rohrartigen Körper gebildet ist, wobei das schlauchartige Element ein erstes Schlauchende und ein zweites Schlauchende aufweist, wobei das erste Schlauchende so gestaltet ist, daß es auf den ersten rohrartigen Körper aufgesteckt werden kann und im aufgesteckten Zustand den ersten rohrartigen Körper umfänglich anliegend umgibt und das zweite Schlauchende und der zweite rohrartige Körper so gestaltet sind, daß sie miteinander in beliebiger Weise dichtend verbunden werden können, wobei die rohrartigen Körper z.B. ovale oder kreisförmige Querschnitte oder andere Querschnitte aufweisen können, und wobei bei der Verbindung eine vorstehend beschriebene Haltevorrichtung derart um das erste Schlauchende gelegt ist, daß die Vorsprünge in das schlauchartige Element hineinragen, und wobei der erste rohrartige Körper zumindest ein Korrespondenzelement aufweist, das von zumindest einem Halteelement auf der von dem schlauchartigen Element abgewandten Seite hintergriffen wird. In Bezug auf die Vorteile der Verbindung kann auf die oben in Bezug auf die Haltevorrichtung gemachten Ausführungen verwiesen werden.

Vorteilhafterweise ist bei der Verbindung der rohrartige Körper ein Blasformteil oder ein Saugblasformteil. Durch die Wahl des Blasformverfahrens oder des Saugblasformverfahrens werden zum einen Kosten gespart, da entsprechende Formen billiger herzustellen sind. Zum anderen bieten diese Verfahren zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten für die herzustellenden Teile, da z. B. auch Hinterschneidungen, wie zum Beispiel faltenbalgartige Elemente oder Einbringung von Beulen zur Versteifung bestimmter Bereiche, realisiert werden können, die im Spritzgußverfahren nicht oder nur schwer herzustellen sind. Außerdem kann das Strömungsverhalten durch den Einsatz von Blasteilen oder Saugblasteilen anstelle von Spritzgußteilen verbessert werden.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist bei der Verbindung zumindest einer der rohrartigen Körper auf der von dem schlauchartigen Element abgewandten Seite des Korrespondenzelementes in Umfangsrichtung verlaufende faltenbalgartige Elemente auf, die so gestaltet sind, daß ein Längs- und/oder Axialversatz ausgeglichen werden kann. Durch die faltenbalgartigen Elemente kann vorteilhaft ein Längs- und/oder Axialversatz ausgeglichen werden. Zudem wird eine flexible Verbindung zwischen den zu verbindenden Elementen, wie z. B. Luftfilter und Kühlerzarge, ermöglicht, so das die zu verbindenden Elemente widerstandsfähiger gegen Vibrationen und/oder Lastspiele sind.

Bevorzugt ist bei der Verbindung das schlauchartige Element ein beschichteter Textilschlauch. Die Herstellung dieser Schläuche kann z.B. in Web-Wirktechnik oder sonstigen Herstellungsverfahren zur Erzeugung textiler Schläuche erfolgen. Infrage kommt weiterhin auch ein Schaumschlauch. Durch die Verwendung einer oder mehrerer Textillagen wird eine hohe Festigkeit des schlauchartigen Elements gewährleistet. Eine hohe Festigkeit besteht dabei insbesondere auch gegenüber punktförmigen Belastungen, wie sie zum Beispiel durch ein Eindringen der nasenförmigen Vorsprünge hervorgerufen werden. Die Beschichtung der Textillagen gewährleistet eine ausreichende Dichtigkeit des schlauchartigen Elementes und kann je nach Beschichtungsart und -dicke gewünschte Dämpfungseigenschaften bewirken. Auch Schaumschläuche weisen bei entsprechender Materialwahl gute Zähigkeit und Unempfindlichkeit gegen punktförmige Belastungen sowie gute Dämpfungseigenschaften auf.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Verbindung zur Festlegung eines schlauchartigen Elementes auf einem rohrartigen Körper mittels einer Haltevorrichtung bestehend aus einem schlauchartigen Körper, einem rohrartigen Gebilde und einer Haltevorrichtung, wobei der rohrartige Körper einen Anschlußbereich und das schlauchartige Element ein Schlauchende aufweist, die so gestaltet sind, daß das Schlauchende auf den Anschlußbereich aufgesteckt werden kann und im aufgesteckten Zustand den Anschlußbereich umfänglich anliegend umgibt, wobei der rohrartige Körper vorzugsweise einen ovalen oder kreisförmigen Querschnitt aufweist aber auch andere Querschnitte aufweisen kann, wobei die Haltevorrichtung wie vorstehend beschrieben gebildet ist und derart um das Schlauchende gelegt ist, daß die Vorsprünge in das schlauchartige Element hineinragen, und wobei der rohrartige Körper zumindest ein Korrespondenzelement aufweist, das von zumindest einem Halteelement auf der von dem schlauchartigen Element abgewandten Seite hintergriffen wird.

Ein weiter Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbindung zweier luftleitender Elemente im Luftansaugtrakt eines Verbrennungsmotors, vorzugsweise zwischen einer Kühlerzarge und einem Luftfilter, mit zumindest einem schlauchartigen Element und zumindest einer Haltevorrichtung, wobei das erste luftleitende Element einen ersten Anschlußbereich aufweist, der aus einem ersten rohrartigen Körper gebildet ist, und das zweite luftleitende Element einen zweiten Anschlußbereich aufweist, der aus einem zweiten rohrartigen Körper gebildet ist, wobei das schlauchartige Element ein erstes Schlauchende und ein zweites Schlauchende aufweist, wobei das erste Schlauchende so gestaltet ist, daß es auf den ersten rohrartigen Körper aufgesteckt werden kann und im aufgesteckten Zustand den ersten rohrartigen Körper umfänglich anliegend umgibt und das zweite Schlauchende und der zweite rohrartige Körper so gestaltet sind, daß sie miteinander in beliebiger Weise dichtend verbunden werden können, mit den Schritten:

  • – Bereitstellen des zweiten luftleitenden Elements;
  • – dichtendes Verbinden des zweiten Schlauchendes mit dem zweiten rohrartigen Körper des zweiten luftleitenden Elements
  • – Bereitstellen des ersten luftleitenden Elements in definierter Lage zu dem ersten luftleitenden Element,
  • – Aufstecken des ersten Schlauchendes auf den ersten rohrartigen Körper des ersten luftleitenden Elements,
  • – Befestigen (zumindest in axialer Richtung) des ersten Schlauchendes auf dem ersten rohrartigen Körper mittels der Haltevorrichtung.

Bevorzugt weisen die durch das Verfahren zu verbindenden Teile eines oder mehrere der vorstehend beschriebenen Merkmale auf.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung,

2 zeigt einen Schnitt durch die Verbindungsstelle eines rohrartigen Körpers mit einem schlauchartigen Element und einer Haltevorrichtung einer Verbindung gemäß der Erfindung und

3 zeigt eine erfindungsgemäße Verbindung zweier luftleitender Elemente im Luftansaugtrakt eines Verbrennungsmotors.

Detaillierte Beschreibung der Zeichnung

1 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung 100. Gezeigt ist die Haltevorrichtung 100 im abgewickelten Zustand als ein streifenförmiges Gebilde. In der gezeigten Darstellung befindet sich unten im Bild der erste Rand 130 der Haltevorrichtung 100 und oben im Bild der zweite Rand 140 der Haltevorrichtung 100. Links im Bild befindet sich das erste Ende 110 und rechts im Bild das zweite Ende 120 der Haltevorrichtung 100.

In der dargestellten bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich entlang des zweiten Randes 140 eine Anzahl von Halteelementen 150, die in gleichmäßigen Abständen in einer Reihe entlang des zweites Randes 140 angeordnet sind. Die Halteelemente 150 könnten in einer anderen Ausführungsform auch vom zweiten Rand 140 in Richtung des ersten Randes 130 eingerückt angeordnet sein.

Genauso denkbar wäre es, daß ein einzelnes oder nur wenige Halteelemente 150 vorgesehen sind. Denkbar wäre auch, daß ein Halteelement sich durchgehend vom ersten Ende 110 zum zweiten Ende 120 erstreckt. In diesem Fall wäre es bevorzugt, wenn die Höhe des Halteelementes 150 so gering gehalten wird, daß es im montierten Zustand ein Korrespondenzelement 310 (nur in 2 dargestellt) gerade so hintergreifen kann, daß ein Formschluß hergestellt wird. Würde das Halteelement 150, für den Fall, daß es vom ersten Ende 110 zum zweiten Ende 120 durchgehend angeordnet ist, zu hoch ausgeführt, würde das zu einer möglicherweise nicht erwünschten Steifigkeit der Haltevorrichtung 100 führen. Auch dieser Effekt könnte aber dadurch umgangen oder abgemildert werden, daß die Haltevorrichtung 100 als Spritzgußteil ausgeführt und im halbrunden Zustand gespritzt wird.

Weiterhin ist es möglich, ein oder mehrere Halteelemente 150 als Nuten oder als durchgehende einzelne Ausnehmungen in dem streifenförmigen Gebilde auszubilden. Eine nutartige Ausführung ist z.B. in 2 angedeutet, in der ein Schnitt die Verbindungsstelle eines rohrartigen Körpers 300 mit einem schlauchartigen Element 200 und einer Haltevorrichtung 100 gezeigt ist. Auch hier ist das Halteelement 150 zwar so dargestellt, daß es nach unten in der Zeichnung über die Kontaktfläche zwischen der Haltevorrichtung 100 und dem schlauchartigen Element 200 hinausreicht; denkbar wäre aber auch, daß die untere Kante des Halteelementes 150 mit der Kontaktfläche bündig ist oder sogar noch darüber abschließt. Für die Funktion ist lediglich wesentlich, daß eine Haltefläche 151 ausgebildet ist, die ein Korrespondenzelement 310 formschlüssig hintergreifen kann.

Je nach den Anforderungen, die an die Festigkeit und/oder Flexibilität bzw. Steifigkeit der Haltevorrichtung gestellt werden, kann eine Gestaltung der Halteelemente aus den genannten Möglichkeiten gewählt werden. Andere Gestaltungen sind ebenfalls denkbar.

Weiterhin sind in 1 eine Reihe von nasenförmigen Vorsprüngen 160 gezeigt, die sich zwischen den Halteelementen und dem ersten Rand 130 befinden. Auch diese nasenförmigen Vorsprünge 160 sind in 2 im Schnitt dargestellt. Da die nasenförmigen Vorsprünge 160 ohne weiteres auch in Richtung des ersten oder zweiten Endes 110, 120 zu den Halteelementen 150 versetzt sein können, muß ein Schnitt durch die Haltevorrichtung nicht notwendigerweise sowohl ein Halteelement 150 als auch einen nasenförmigen Vorsprung 160 schneiden, wie es in 2 dargestellt ist. Auch die Zahl der Halteelemente 150 muß nicht mit der Zahl der nasenförmigen Vorsprünge 160 korrespondieren. Denkbar ist durchaus, daß eine kleinere oder größere Zahl von nasenförmigen Vorsprüngen 160 vorgesehen ist. In der Regel wird dies sogar der Fall sein, da das Material des schlauchartigen Elements 200, in den die nasenförmigen Vorsprünge eindringen, weicher sein wird, als das Material des rohrartigen Körpers 300, dessen Korrespondenzelement 310 von dem oder den Halteelementen 150 hintergriffen wird, so daß weniger Halteelemente 150 erforderlich sein werden als nasenförmige Vorsprünge 160, um die jeweils erforderliche Festigkeit zu gewährleisten.

Sowohl die nasenförmigen Vorsprünge 160, die in 1 dargestellt sind, als auch der nasenförmige Vorsprung 160, der in 2 im Schnitt dargestellt ist, weisen entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform eine erste Fläche 161 auf, die im wesentlichen eben ist und im wesentlichen senkrecht auf die Abwicklungsebene des streifenförmigen Gebildes steht. Direkt angrenzend an diese erste Fläche 161 ist eine zweite Fläche 162 dargestellt, die mit der ersten Fläche 161 einen spitzen Winkel bildet und flach in die Innenfläche des streifenförmigen Gebildes ausläuft, also in die Fläche, die bei der montierten Haltevorrichtung 100 in Richtung des darunter befindlichen schlauchartigen Elementes 200 weist.

In dieser bevorzugten Ausführungsform weisen die Vorsprünge 160 also einen keilförmigen Querschnitt auf; denkbar sind aber auch andere Formen. So könnte der nasenförmige Vorsprung 160 z.B. wie ein gleichseitiges oder gleichschenkliges Dreieck auf der Innenseite der Haltevorrichtung 100 stehen, der nasenförmige Vorsprung 160 könnte einen Radius an seiner Spitze aufweisen oder Radien an den Übergängen zur Innenseite der Haltevorrichtung 100. Weiterhin könnte die erste Fläche 161 in der Projektion auf das streifenförmige Gebilde konkav oder konvex ausgebildet sein. Denkbar wäre auch, daß die erste Fläche 161 zur Innenfläche der Haltevorrichtung 100 einen Überhang bildet, so daß die nasenförmigen Vorsprünge 160 wie Widerhaken gebildet wären. Die Gestaltung der nasenförmigen Vorsprünge 160 wird entsprechend den Anforderungen gewählt werden, wie z.B. der geforderten Festigkeit der Verbindung. Die Gestaltung wird also unter anderem auch von der Materialpaarung des Materials der Haltevorrichtung 100 und des Materials des schlauchartigen Elementes 200 abhängen. Je nachdem, ob gewünscht ist, daß die nasenförmigen Vorsprünge 160 tief in das schlauchartige Element 200 eindringen, oder ob gewünscht ist, daß sie nur wenig in die Oberfläche eindringen, welchen Widerstand das Material des schlauchartigen Elementes dem Eindringen entgegenbringt und welchen Halt das schlauchartige Element den Vorsprüngen bietet, kann die Geometrie anders gewählt werden.

In 1 ist ferner am ersten Ende 110 der Haltevorrichtung 100 ein Verschlußabschnitt 111 dargestellt sowie eine Schließe 121 am zweiten Ende 120.

In der dargestellten bevorzugten Ausführungsform weist der Verschlußabschnitt 111 sägezahnartige Rastelemente auf, die mit Rastelementen am zweiten Ende 120 korrespondieren. So kann das erste Ende 110 unter die Haltebügel 122 am zweiten Ende 120 der Haltevorrichtung 100 eingeschoben werden, wobei die Rastelemente ineinander einrasten, so daß die Haltevorrichtung 100 im ringförmigen Zustand gegen ein Öffnen fixiert ist. Entsprechend dem Abstand der einzelnen Rastelemente kann die Fixierung in feinen Abständen erfolgen, so daß es möglich ist, den Andruck, der von der Haltevorrichtung 100 auf das schlauchartige Element 200 ausgeübt wird zu wählen und/oder Toleranzen der Bauteile auszugleichen.

Die dargestellte Ausführungsform ist lediglich eine bevorzugte Ausführungsform. Denkbar sind ferner Ausführungsformen, bei denen Restelemente nur an dem ersten Ende 110 oder an dem zweiten Ende 120 vorgesehen sind und mit einem oder mehreren jeweilig am anderen Ende vorgesehenen federnden Elementen korrespondieren. Weiterhin dankbar sind Ausführungformen eines Verschlusses, bei denen die Rastelemente an den Rändern der Haltevorrichtung vorgesehen sind oder bei denen gar keine Rastelemente vorgesehen sind und die die Haltevorrichtung über Selbsthemmung, z.B. mittels Gewindegängen gegen ein Öffnen sichern.

Die in 1 dargestellte bevorzugte Haltevorrichtung 100 ist so gestaltet, daß sie als Spritzgußteil mit einem mehrteiligen Werkzeug in einem Stück hergestellt werden kann. Denkbar ist aber auch, daß die Haltevorrichtung aus mehreren Teilen besteht oder durch andere Herstellungsverfahren hergestellt wird.

In 3 ist eine erfindungsgemäße Verbindung zweier luftleitender Elemente im Luftansaugtrakt eines Verbrennungsmotors dargestellt. Die dargestellte bevorzugte Ausführungsform besteht aus zwei rohrartigen Körpern 300, einem schlauchartigen Element 200 sowie zwei erfindungsgemäßen Haltevorrichtungen 100. Der in der Figur auf der rechten Seite dargestellte rohrartige Körper 300 weist weiterhin ein faltenbalgartiges Element 330 auf, sowie einen Anschlußbereich 320, mit dem der auf der rechten Seite dargestellte rohrartige Körper 300 an ein weiteres Element, z.B. eine Kühlerzarge, einen Luftfilter oder ein sonstiges luftführendes Element, in einem Motorraum angeschlossen werden kann.

Das faltenbalgartige Element 330 weist im Schnitt durch mehrere Falten einen z.B. einen zickzackförmigen oder wellenförmigen Wandungsverlauf auf und kann so dafür sorgen, daß sich der rohrartige Körper 300 bei Zug oder Druck in Längsrichtung elastisch ausdehnen und/oder zusammenziehen kann und/oder daß der Körper leicht verschwenkt werden kann, so daß Spannungen in den Bauteilen vermieden und/oder Toleranzen ausgeglichen werden können.

Ein solches faltenbalgartiges Element 330 kann zusätzlich oder alternativ auch an dem auf der linken Seite dargestellten rohrartigen Körper 300 vorgesehen werden, wenn dies gewünscht ist. Umgekehrt ist es auch denkbar, daß keiner der beiden rohrartigen Körper 300 ein solches faltenbalgartiges Element 330 aufweist und z.B. zwei Glattrohre zum Einsatz kommen.

Ein rohrartiger Körper 300 mit einem faltenbalgartigen Element 330 weist im Inneren Hinterschneidungen auf, so daß ein solcher rohrartiger Körper 300 nicht oder nur sehr schwer im Spritzgußverfahren hergestellt werden kann. Bevorzugt wird ein solcher Körper daher im Blasformverfahren hergestellt; denkbar sind aber auch andere Herstellungsweisen wie beispielsweise Saugformverfahren, Saugblasformverfahren, Schleudergußverfahren, kombinierte Verfahren oder andere Verfahren, die ein Formen von Gegenständen mit Hinterschneidungen zulassen. Soweit Rohrgeometrien gewählt werden, die im Spritzgußverfahren hergestellt werden können, kommt auch dieses Verfahren in Frage. Darüber hinaus können auch aus mehreren Teilen bestehende rohrartige Körper 300 verwendet werden. Für die Materialien kommen insbesondere Kunstoffmaterialien in Frage, denkbar sind aber auch andere Materialien. Bei mehrteiligen rohrartigen Körpern können diese auch aus unterschiedlichen Materialien bestehen.

Bevorzugt können in einen oder beide rohrartige Körper 300 auch Dellen 340 zur Versteifung eingebracht werden oder der Strömungsverlauf so gewählt werden, daß der oder die rohrartigen Körper einen möglichst geringen Strömungswiderstand bieten und/oder Strömungsgeräusche verringern.

Das schlauchartige Element 200 besteht vorzugsweise aus einem Textilschlauch, bei dem eine Textillage ein oder beidseitig z.B. mit einer gummiartigen Substanz beschichtet wird. Dabei kann dem schlauchartigen Element 200 seine endgültige Form entweder vor oder nach der Beschichtung gegeben werden, z.B. kann das schlauchartige Element 200 zunächst mit einem kreisförmigen Querschnitt geformt werden und anschließend flach gedrückt werden. Dankbar sind außerdem weitere Herstellungsarten, bei dem z.B. ein Blasformteil oder ein Spritzgußteil mit einer weicheren Substanz beschichtet wird oder bei der gar kein Trägermaterial verwendet wird. Ausschlaggebend für Formgebung und Materialwahl sind die von dem schlauchartigen Element 200 geforderten Eigenschaften wie Festigkeit, Strömungsverlauf, Geräuschdämmung usw.

Eine in 3 gezeigte erfindungsgemäße Verbindung zweier luftleitender Elemente, hier der beiden rohrartigen Körper 300, über ein schlauchartiges Element 200 kann bevorzugt durch das im folgenden beschriebene Verfahren hergestellt werden.

Gemäß dem bevorzugten Verfahren werden die beiden rohrartigen Körper 300 zunächst mit ihren Anschlußbereichen 320 in zueinander definiertem Abstand und/oder zueinander definierter Lage vorgesehen. Dann wird das schlauchartige Element 200 auf die beiden rohrartigen Körper aufgeschoben und mittels zweier oben beschriebener Haltevorrichtungen 100 fixiert.

Denkbar ist ferner, die Verbindung zwischen dem schlauchartigen Element 200 und einem der rohrartigen Körper 300 in irgendeiner anderen Art und Weise zu bewerkstelligen. Dies kann bereits vor dem Zusammenbau bzw. dem Verbinden der beiden rohrartigen Körper 300 geschehen, z.B. durch Aufgießen, Kleben oder durch Aufstecken auf ein rohrartiges Element, das auf seinem äußeren Umfang Zacken oder widerhakenartige Vorsprünge aufweist, so daß z.B. einer der rohrartigen Körper 300 mit dem bereits daran befestigten schlauchartigen Element 200 in einer entsprechenden Vorrichtung vorgesehen wird, dann der zweite rohrartige Körper 300mit seinem Anschlußbereich im Verhältnis zu dem Anschlußbereich des ersten rohrartigen Körpers in definiertem Abstand und/oder in definierter Lage vorgesehen wird und schließlich das schlauchartige Element 200 mit seinem freien Ende auf den rohrartigen Körper 300 aufgesteckt und mittels zumindest einer der Haltevorrichtungen 100 fixiert wird.

Genauso denkbar ist, daß der beschriebene Zusammenbau bei der Erstmontage erst im Motorraum erfolgt oder später, z.B. zu Reparaturzwecken. In diesem Fall können die rohrartigen Körper 300 mit entsprechenden Bauteilen im Motorraum verbunden werden, so daß sie einen definierten Abstand und/oder Lage zueinander aufweisen. Dann kann das schlauchartige Element dazwischen angebracht und fixiert werden.

100
Haltevorrichtung
110
erstes Ende
111
Verschlußabschnitt
120
zweites Ende
121
Schließe
122
Haltebügel
130
erster Rand
140
zweiter Rand
150
Halteelement
151
Haltefläche
160
Vorsprung (nasenförmiger)
161
erste Fläche
162
zweite Fläche
200
schlauchartiges Element
300
rohrartiger Körper
310
Korrespondenzelement
320
Anschlußbereich
330
faltenbalgartiges Element
340
Dellen


Anspruch[de]
Haltevorrichtung (100) zur Befestigung eines schlauchartigen Elementes (200) auf einem rohrartigen Körper (300)

mit einem in der Abwicklung streifenartigen Gebilde mit einem ersten Ende (110), einem zweiten Ende (120), einem sich vom ersten zum zweiten Ende (110, 120) erstreckenden ersten Rand (130), einem sich vom ersten zum zweiten Ende (110, 120) erstreckenden zweiten Rand (140) und einem Verschluß,

wobei der Verschluß so gestaltet ist, daß er die Haltevorrichtung (100) in einem ringförmigen Zustand gegen ein Öffnen aus dem ringförmigen Zustand fixieren kann,

wobei die Haltevorrichtung (100) ein oder mehrere Halteelemente (150) aufweist, welche vom ersten Rand (130) in Richtung des zweiten Randes (140) beabstandet sind und zumindest eine dem ersten Rand (130) zugewandte Haltefläche (151) aufweisen, wobei die Haltefläche (151) so gestaltet ist, daß sie im ringförmigen geschlossenen Zustand der Haltevorrichtung (100) ein oder mehrere Korrespondenzelemente (310) eines von der Haltevorrichtung (100) zumindest teilweise umschlossenen rohrförmigen Körpers (300) hintergreifen kann,

mit einem oder mehreren Vorsprüngen (160), die in der Abwicklung des streifenförmigen Gebildes in einer Schnittebene, die im wesentlichen senkrecht zu einer sich von dem ersten zu dem zweiten Ende (110, 120) des Streifens erstreckenden Geraden liegt und durch den Vorsprung (160) läuft, einen nasenförmigen Querschnitt aufweisen und die von der im ringförmigen Zustand der Haltevorrichtung (100) innenliegenden Seite des streifenartigen Gebildes von den Halteelementen (150) in Richtung des ersten Randes (130) beabstandet in Richtung eines Innenbereiches des Rings vorstehen,
Haltevorrichtung (100) nach Anspruch 1, wobei der Verschluß eine Schließe (121) im Bereich des zweiten Endes (120) aufweist und ein Verschlußabschnitt (111) des streifenartigen Gebildes im Bereich des ersten Endes (110) so gestaltet ist, daß er mit der Schließe (121) so zusammenwirken kann, daß die Haltevorrichtung (100) im ringförmigen Zustand gegen ein Öffnen aus dem ringförmigen Zustand fixiert wird. Haltevorrichtung (100) nach Anspruch 2, bei der die Schließe (121) und der Verschlußabschnitt (111) korrespondierende Rastelemente aufweisen, die beim Verschieben des ersten Endes (110) gegen die Schließe in Schließrichtung des Rings schrittweise einrasten. Haltevorrichtung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, die einstückig als Spritzgußteil geformt ist. Haltevorrichtung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der mehrere Halteelemente (150) im Bereich des zweiten Randes (140) zwischen dem ersten und zweiten Ende (110, 120) des streifenartigen Gebildes in einer Reihe voneinander beabstandet angeordnet sind. Haltevorrichtung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der eine Vielzahl nasenförmiger Vorsprünge (160) zwischen den Halteelementen (150) und dem ersten Rand (130) und zwischen dem ersten und zweiten Ende (110, 120) des streifenartigen Gebildes in einer vom ersten zum zweiten Ende (110, 120) verlaufenden Reihe voneinander beabstandet angeordnet sind. Haltevorrichtung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der sich ein Halteelement (150) durchgehend im wesentlichen von dem ersten Ende (110) zu dem zweiten Ende (120) erstreckt. Haltevorrichtung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der sich ein nasenförmiger Vorsprung (160) durchgehend im wesentlichen von dem ersten Ende (110) zu dem zweiten Ende (120) erstreckt. Haltevorrichtung (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der in der Abwicklung des streifenförmigen Gebildes eine erste Fläche (161) der nasenförmigen Vorsprünge (160), die dem zweiten Rand (140) zugewandt ist, im wesentlichen senkrecht auf der Abwicklungsebene steht und eine an diese Fläche angrenzende zweite Fläche (162) einen spitzen Winkel zur ersten Fläche (161) bildet. Verbindung zweier luftleitender Elemente mittels zumindest eines schlauchartigen Elementes (200) und zumindest einer Haltevorrichtung (100), wobei das erste luftleitende Element einen ersten Anschlußbereich aufweist, der aus einem ersten rohrartigen Körper (300) gebildet ist, und das zweite luftleitende Element einen zweiten Anschlußbereich aufweist, der aus einem zweiten rohrartigen Körper (300) gebildet ist, wobei das schlauchartige Element (200) ein erstes Schlauchende und ein zweites Schlauchende aufweist, wobei das erste Schlauchende so gestaltet ist, daß es auf den ersten rohrartigen Körper (300) aufgesteckt werden kann und im aufgesteckten Zustand den ersten rohrartigen Körper (300) umfänglich anliegend umgibt und das zweite Schlauchende und der zweite rohrartige Körper (300) so gestaltet sind, daß sie miteinander in beliebiger Weise dichtend verbunden werden können,

wobei bei der Verbindung eine Haltevorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 – 10 derart um das erste Schlauchende gelegt ist, daß die Vorsprünge (160) in das schlauchartige Element (200) hineinragen, und

wobei der erste rohrartige Körper (300) zumindest ein Korrespondenzelement (310) aufweist, das von zumindest einem Halteelement (150) hintergriffen wird.
Verbindung nach Anspruch 10, wobei der rohrartige Körper ein Blasformteil oder ein Saugblasformteil ist. Verbindung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, wobei zumindest einer der rohrartigen Körper (300) auf der von dem schlauchartigen Element abgewandten Seite des Korrespondenzelementes in Umfangsrichtung verlaufende faltenbalgartige Elemente (310) aufweist, die so gestaltet sind, daß ein Längs- und/oder Axialversatz ausgeglichen werden kann. Verbindung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei das schlauchartige Element ein beschichteter oder ein unbeschichteter bevorzugt in Web-Wirktechnik hergestellter Textilschlauch oder ein Schaumschlauch ist. Verbindung zur Festlegung eines schlauchartigen Elementes (200) auf einem rohrartigen Körper (300) mittels einer Haltevorrichtung (100) bestehend aus einem schlauchartigen Körper (300), einem rohrartigen Gebilde und einer Haltevorrichtung (100), wobei der rohrartige Körper (300) einen Anschlußbereich und das schlauchartige Element (200) ein Schlauchende aufweist, die so gestaltet sind, daß das Schlauchende auf den Anschlußbereich aufgesteckt werden kann und im aufgesteckten Zustand den Anschlußbereich umfänglich anliegend umgibt,

wobei die Haltevorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 – 10 gebildet ist und derart um das Schlauchende gelegt ist, daß die Vorsprünge (160) in das schlauchartige Element (200) hineinragen, und

wobei der rohrartige Körper (300) zumindest ein Korrespondenzelement (310) aufweist, das von zumindest einem Halteelement (150) hintergriffen wird.
Verbindung nach Anspruch 14, wobei der rohrartige Körper ein Blasformteil oder ein Saugblasformteil ist. Verbindung nach einem der Ansprüche 14 oder 15, wobei der rohrartige Körper (300) auf der von dem schlauchartigen Element abgewandten Seite des Korrespondenzelementes in Umfangsrichtung verlaufende faltenbalgartige Elemente (310) aufweist, die so gestaltet sind, daß ein Längs- und/oder Axialversatz ausgeglichen werden kann. Verbindung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, wobei das schlauchartige Element ein beschichteter oder ein unbeschichteter Textilschlauch oder ein Schaumschlauch ist. Verfahren zur Verbindung zweier luftleitender Elemente im Luftansaugtrakt eines Verbrennungsmotors mit zumindest einem schlauchartigen Element (200) und zumindest einer Haltevorrichtung (100), wobei das erste luftleitende Element einen ersten Anschlußbereich aufweist, der aus einem ersten rohrartigen Körper (300) gebildet ist, und das zweite luftleitende Element einen zweiten Anschlußbereich aufweist, der aus einem zweiten rohrartigen Körper (300) gebildet ist, wobei das schlauchartige Element (200) ein erstes Schlauchende und ein zweites Schlauchende aufweist, wobei das erste Schlauchende so gestaltet ist, daß es auf den ersten rohrartigen Körper (300) aufgesteckt werden kann und im aufgesteckten Zustand den ersten rohrartigen Körper (300) umfänglich anliegend umgibt und das zweite Schlauchende und der zweite rohrartige Körper (300) so gestaltet sind, daß sie miteinander in beliebiger Weise dichtend verbunden werden können, mit den Schritten:

Bereitstellen des zweiten luftleitenden Elements;

dichtendes Verbinden des zweiten Schlauchendes mit dem zweiten rohrartigen Körper (300) des zweiten luftleitenden Elements

Bereitstellen des ersten luftleitenden Elements in definierter Lage zu dem ersten luftleitenden Element,

Aufstecken des ersten Schlauchendes auf den ersten rohrartigen Körper (300) des ersten luftleitenden Elements und

Befestigen des ersten Schlauchendes auf dem ersten rohrartigen Körper (300) mittels der Haltevorrichtung (100).






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com