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Dokumentenidentifikation DE102005039960A1 08.03.2007
Titel Vorrichtung zum seitlichen Ausrichten
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Reinsch, Carsten, 01445 Radebeul, DE;
Schumann, Volkmar, 01640 Coswig, DE;
Guhr, Uwe, 01445 Radebeul, DE
DE-Anmeldedatum 24.08.2005
DE-Aktenzeichen 102005039960
Offenlegungstag 08.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.03.2007
IPC-Hauptklasse B65H 9/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41F 21/14(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum seitlichen Ausrichten von Bogen mit einer die Bogen erfassenden und mit der Seitenkante gegen einen Seitenanschlag führenden Saugeinrichtung, die mindestens eine mit Saugbohrungen versehene Saugplatte aufweist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Vorrichtung zum seitlichen Ausrichten durch einfache Mittel so zu verändern, dass auch schwere und spezielle Bedruckstoffe problemlos erfasst und nach der Seitenkante ausgerichtet werden können.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass Saugöffnungen (8.1) der Saugbohrungen (8) in Nuten (9) münden, die zu den auszurichtenden Bogen hin geöffnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum seitlichen Ausrichten von Bogen mit einer die Bogen erfassenden und mit der Seitenkante gegen einen Seitenanschlag führenden Saugeinrichtung, die mindestens eine mit Saugbohrungen versehene Saugplatte aufweist.

Derartige Vorrichtungen zum seitlichen Ausrichten der in der Regel schuppenförmig einer Druckmaschine zugeführten Bogen sind allgemein bekannt und im Anlegtisch so angeordnet, dass die Saugeinrichtung bündig mit der Oberfläche des Anlegtischs abschließt. Die Saugeinrichtung weist mindestens eine mit Saugbohrungen versehene Saugplatte auf, wobei die Saugöffnungen in die Oberfläche der Saugplatte münden. Die Saugbohrungen werden taktweise mit Saugluft beaufschlagt, der jeweils über der Saugeinrichtung liegende Bogen angesaugt, die Saugeinrichtung mittels eines Antriebs quer zur Bogenförderrichtung verschoben, damit der Bogen mit der Seitenkante gegen einen Seitenanschlag geführt und so nach der Seitenkante ausgerichtet.

Bei der Verarbeitung schwerer oder spezieller Bedruckstoff, wie z. B. einseitig abgedeckten Wellkarton, ist es erforderlich, dass durch die Saugeinrichtung eine hohe Haltekraft realisiert wird. Das wird in der DE 44 15 494 C2 dadurch erreicht, dass neben der Saugplatte ein Sauger vorgesehen ist, der auf der den Bogen zugewandten Seite mit Vertiefungen und Rillen versehen ist, die über eine Zentralbohrung mit Saugluft versorgt werden. Darüber hinaus ist zwischen dem Außenumfang des Saugers und der Saugeinrichtung ein Ringspalt vorgesehen, der zur Erhöhung der Haltekraft bei schweren Bedruckstoffen ebenfalls mit Unterdruck beaufschlagt wird. Trotz dieser Maßnahme ist es nicht möglich, die gesamte Palette der zur Verarbeitung gelangenden schweren oder speziellen Bedruckstoffe durch die Saugeinrichtung zu erfassen und sicher bezüglich der Seitenkante auszurichten. Es ist deshalb erforderlich, dafür eine Schiebemarke vorzusehen und diese bei Bedarf einzubauen, was zu einem Mehraufwand sowie zu einer Formateinschränkung führt.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Vorrichtung zum seitlichen Ausrichten durch einfache Mittel so zu verändern, dass auch schwere und spezielle Bedruckstoffe problemlos erfasst und nach der Seitenkante ausgerichtet werden können.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung nach den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Durch die erfindungsgemäße Lösung ist es möglich, auch schwere Bedruckstoffe oder solche, die auf Grund ihrer Ausbildung nicht sicher von der den Bogen gegen den Seitenanschlag führenden Saugeinrichtung erfasst werden können, problemlos nach der Seitenkante auszurichten. Dabei wird die Vorrichtung mit einfachen Mitteln und ohne eine Formateinschränkung realisiert.

Die Erfindung wird an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen

1 eine Saugeinrichtung in der Draufsicht,

2 ein Schnitt entlang der Linie A-A in 1,

3 ein Schnitt entlang der Linie B-B in 1.

In der 1 ist eine Saugeinrichtung 1, die aus einer Saugplatte 2 und z. B. einem Doppelsauger 3 besteht, dargestellt. Die Saugeinrichtung 1 ist in einer Saugziehschiene 4 angeordnet, die durch nicht dargestellte Mittel quer zu einer Bogenförderrichtung 5 im Maschinentakt in Richtung eines ortsfest angeordneten Seitenanschlag 6 bewegt und von diesem zurückgeführt wird. Dazu ist die Saugziehschiene 4 verschiebbar in einem Anlegtisch 7 gelagert, wobei die Oberfläche des Anlegtischs 7 mit der Oberfläche der Saugziehschiene 4 eine Ebene bildet. In der Saugplatte 2 sind Saugbohrungen 8 vorgesehen, die über einen nicht dargestellten Saugkasten, der mit einer Unterdruckversorgung in Verbindung steht, mit Unterdruck beaufschlagt werden. Die Saugbohrungen 8 sind mit Saugöffnungen 8.1 versehen, die in einen Nutengrund 9.1 von Nuten 9 münden. Die Nuten 9 sind in der Saugziehschiene 4 bzw. in der Saugplatte 2 angeordnet und zum ausrichtenden Bogen hin geöffnet. Die Nuten 9 können in einer beliebigen Lage auf der Saugplatte 2 angeordnet sein. D. h., sie können, wie in 1 gezeigt, quer zur Bogenförderrichtung 5 oder parallel bzw. geneigt dazu in der Saugplatte 2 angeordnet sein. Sind die Nuten 9 quer zur Bogenförderrichtung 5 oder geringfügig geneigt dazu angeordnet, ist es vorteilhaft, um ein Verhaken der geförderten Bogen zu vermeiden, die in Bogenförderrichtung 5 vorn liegenden Nutwandungen 10 in Bogenförderrichtung 5 geneigt auszuführen, wobei sich ein Winkel &agr; von etwa 60° als vorteilhaft erwiesen hat.

Die Bogen werden in bekannter Weise von einem Bändertisch schuppenförmig auf den Anlegtisch 7 gefördert und der jeweils vorderst Bogen des Bogenstroms mit der Vorderkante gegen am Anlegtisch 7 positionierten Vordermarken transportiert und so nach der Vorderkante ausgerichtet. Danach werden, wenn wie im Ausführungsbeispiel Doppelsauger 3 in der Saugziehschiene 4 angeordnet sind, diese und die Saugbohrungen 8 der Saugplatte 2 aktiviert, indem sie mit Unterdruck beaufschlagt werden. Durch die Maßnahme, die Saugöffnungen 8.1 statt an der Oberfläche der Saugplatte 2 im Nutgrund 9.1 der zum auszurichtenden Bogen hin geöffnete Nuten 9 anzuordnen, wird die wirksame Saugfläche der Saugplatte 2 vergrößert. Außerdem hat sich gezeigt, dass sich z. B. die Welle bei einseitig abgedeckten Wellenkarton oder das Material bei schweren Bedruckstoffen nach Beaufschlagung der Nuten 9 mit Unterdruck nicht nur gegen die Saugplatte 2 gezogen wird, sondern sich geringfügig elastisch verformend der Kontur der Nuten 9 anpasst. Damit wird ein Quasiformschluss zwischen dem auszurichtenden Bogen sowie den Nuten 9 der Saugpalette 2 realisiert und so eine hohe Ziehkraft ermöglicht, so dass auch schwere oder spezielle Bedruckstoffe sicher erfasst und ebenso mit der Seitenkante gegen den Seitenanschlag 6 geführt werden.

Danach wird in bekannter Weise die Saugluftzufuhr zum Doppelsauger 3 sowie zur Saugplatte 2 unterbrochen und der nach Vorder- und Seitenkante ausgerichtete Bogen durch nicht dargestellte Mittel in die nachgeordnete Maschine gefördert.

Da die Saugziehschiene 4 mit zum ausrichtenden Bogen hin geöffnete Nuten 9 nicht zum Ausrichten beliebiger Bedruckstoffe geeignet ist, kann diese ausgewechselt werden. Dazu sind in der Saugziehschiene 4 Bohrungen 11 vorgesehen, so dass die Saugzeihschiene 4 mit einem Schlitten verbunden werden kann, der im Anlegtisch 7 gelagert und quer zur Bogenförderrichtung 5 im Arbeitstakt verschoben werden kann. Es ist auch möglich, lediglich die Saugplatte 2 austauschbar zu gestalten und diese bei Bedarf zu wechseln.

1
Saueinrichtung
2
Saugplatte
3
Doppelsauger
4
Saugziehschiene
5
Bogenförderrichtung
6
Seitenanschlag
7
Anlegtisch
8
Saugbohrung
8.1
Saugöffnung
9
Nut
9.1
Nutgrund
10
Nutwandung
11
Bohrung
&agr;
Winkel


Anspruch[de]
Vorrichtung zum seitlichen Ausrichten von Bogen mit einer die Bogen erfassenden und mit der Seitenkante gegen einen Seitenanschlag führenden Saugeinrichtung, die mindestens eine mit Saugbohrungen versehene Saugplatte aufweist, dadurch ge kennzeichnet, dass Saugöffnungen (8.1) der Saugbohrungen (8) in Nuten (9) münden, die zu den auszurichtenden Bogen hin geöffnet sind. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugöffnungen (8.1) im Nutgrund (9.1) der Nuten (9) angeordnet sind. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (9) quer zu einer Bogenförderrichtung (5) angeordnet sind. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (9) parallel zur Bogenförderrichtung (5) angeordnet sind. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (9) geneigt zur Bogenförderrichtung (5) angeordnet sind. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugplatte (2) in einer Saugziehschiene (4) aufgenommen ist. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugplatte (2) oder die Saugziehschiene (4) auswechselbar ausgeführt sind.






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