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Dokumentenidentifikation DE102005041857A1 08.03.2007
Titel Verfahren zum Betreiben eines geldbetätigten Unterhaltungsautomaten
Anmelder adp Gauselmann GmbH, 32339 Espelkamp, DE
DE-Anmeldedatum 02.09.2005
DE-Aktenzeichen 102005041857
Offenlegungstag 08.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.03.2007
IPC-Hauptklasse G07F 17/34(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Münzbetätigte Unterhaltungsautomaten umfassen eine Symbol darstellende Anzeigevorrichtung, mit der eine Symbolkombination angezeigt wird, der ein Gewinnwert zugeordnet ist. Ergänzend zu den gemäß dem Gewinnplan vorgesehenen Gewinnwerten soll dem Benutzer des Unterhaltungsautomaten eine betriebswirtschaftlich vertretbare Sondervergütung gewährt werden.
Zu diesem Zweck ist vorgesehen, daß nach Zuführung des Spieleinsatzes von einer Steuereinheit ermittelt wird, ob eine Rückvergütung des Spieleinsatzes gewährt wird. Nach Gewährung einer Rückvergütung wird der Rückvergütungsbetrag in einem als Bonuszähler ausgebildeten Guthabenzähler der Steuereinheit erfaßt. Bei keinem Spieleinsatz aufweisenden Guthabenstand im Spieleinsatzzähler wird der im Bonuszähler erfaßte Betrag zur Auszahlung gebracht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betreiben eines geldbetätigten Unterhaltungsautomaten gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Aus der DE 44 38 042 ist ein Unterhaltungsautomat mit einer symboldarstellenden Anzeigevorrichtung bekannt. Die Stillsetzposition der Anzeigemittel werden von einer Steuereinheit mit einem Mikroprozessor und einer Uhr gesteuert. Nach Vorgabe einer Benutzungszeit wird von einem auf einen anderen Gewinnplan umgeschaltet und es werden der gewinnbringenden Symbolkombination höherwertige Gewinne zugeordnet.

Ferner ist aus der DE OS 26 36 253 ein Geldspielautomat mit eingebauter Uhr bekannt. Die eingebaute Uhr dient zur Zeitanzeige und ihr Uhrenschaltkreis schaltet den Geldspielautomaten entsprechend den Geschäftszeiten ein und aus. Damit erschöpft sich der Einsatz der Uhr in ihrem bestimmungsgemäßen Gebrauch. Für die Spiel- und Gewinnermittlungseinrichtung des Geldspielautomaten ist sie ohne Bedeutung.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen gattungsbildenden Unterhaltungsautomaten derart fortzubilden, daß dem Benutzer eine betriebswirtschaftlich vertretbare Sondervergütung gewährt wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Weiter Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen entnehmbar.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben eines geldbetätigten Unterhaltungsautomaten weist den Vorteil auf, daß dem Benutzer des Unterhaltungsautomaten ein Bonus gewährt wird. In Abhängigkeit der Betriebsdauer bzw. der Betriebszeit wird von der Steuereinheit ein vorgegebener oder mittels Pseudozufallsgenerator ermittelter Bonus gewährt. Der Bonus kann bei keinem Spieleinsatz aufweisenden Guthabenzählerstand des Unterhaltungsautomaten zur Auszahlung gebracht werden. Zum Zwecke der Auszahlung kann der auszuzahlende Betrag aus einer Münzeinheit des Unterhaltungsautomaten ausgezahlt werden oder durch einen entsprechenden Aufruf der Aufsicht einer Spielstätte wird der auszuzahlende Betrag von der Spielstättenaufsicht an den Benutzer des Unterhaltungsautomaten übergeben und der Bonuszähler nachfolgend zurückgesetzt. In einer weitergehenden vorteilhaften Ausgestaltung wird in einem gesonderten dem Unterhaltungsautomaten zugeordneten Gehäuse eine Steuereinheit mit einem Zählwerk angeordnet. Mit dem Zählwerk und diesem zugeordneten Anzeigemitteln wird dem Benutzer des Unterhaltungsautomaten der jeweilige Bonuszählerstand angezeigt. von der Steuereinheit des Unterhaltungsautomaten werden Spieldauerimpulse an die Steuereinheit des Aufsatzes übermittelt, so daß dort spielzeitabhängig und spieldauerabhängig bzw. spieleinsatzabhängig ein Bonus ermittelt und angezeigt wird. Durch ein dem Aufsatz zugeordneten Bedienelement wird bei einem einen Spieleinsatz aufweisenden Guthabenstand im Guthabenzähler des Unterhaltungsautomaten der ausgewiesene Bonusbetrag über den Unterhaltungsautomaten zur Auszahlung gebracht.

Ein Ausführungsbeispiel des mit dem erfindungsgemäßen Verfahren betriebenen Unterhaltungsautomaten ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt:

1: eine Frontseite eines geldbetätigten Unterhaltungsautomaten mit einem anzeigemittelaufweisenden Aufsatz und

2: eine Einrichtung zum Betreiben des erfindungsgemäßen Verfahrens als Blockschaltbild.

Ein in der 1 mit 1 bezeichneter münzbetätigter Unterhaltungsautomat umfaßt Sichtfenster 2 hinter denen gewinn- oder nichtgewinnbringende Symbole einer Symbolkombination dargestellt werden, die auf Anzeigemitteln 3, 4 z.B. Scheiben oder Walzen angeordnet sind. Benachbart zu den symboldarstellenden Anzeigemitteln 3, 4 sind durchscheinend beleuchtbare Anzeigefelder 5 mit Gewinnsymbolen angeordnet. Die Gewinnanzeigefelder 5 sind in streng monotoner Folge zu einer Anzeigeleiter 6, 7 ausgebildet. Unterhalb dieser sind als Taster ausgebildete Bedienelemente 8 angeordnet, die mit einer Steuereinheit 9 des Unterhaltungsautomaten 1 in Verbindung stehen. Durch eine Betätigung eines Bedienelementes 8 ist der Ablauf des Spielgeschehens am Unterhaltungsautomaten 1 beeinflußbar. Oberhalb der Anzeigemittel 3, 4 sind 7-Segment-Anzeigen 10, 11 von Guthabenzählern angeordnet sowie ein Münzeinwurfschlitz 12, dem im Unterhaltungsautomaten eine Münzeinheit 13, bestehend aus einem Münzprüfer und einer Münzauszahleinheit, zugeordnet ist. Auf dem Gehäuse 14 des Unterhaltungsautomaten 1 ist ein Aufsatz 15 angeordnet. Der Aufsatz 15 umfaßt an der Frontseite ein durchscheinend beleuchtbares Anzeigefeld 16, dem ein Bedienelement 17 zugeordnet ist. Der Aufsatz 15 umfaßt eine Steuereinheit, die mit dem Anzeigemittel 16 und dem Bedienelement 17 sowie der Steuereinheit des Unterhaltungsautomaten 1 verbunden ist.

In einem Blockschaltbild in der 2 sind die wesentlichsten Baugruppen des Unterhaltungsautomaten 1 dargestellt. Das Blockschaltbild umfaßt eine Spieleinrichtung, mit den symboldarstellenden Anzeigemitteln 3, 4, eine Stromversorgungseinheit 19, die Steuereinheit 9 mit einem Mikroprozessorsystem 20 und eine Motorsteuerung 21. Jedes Anzeigemittel 3, 4 umfaßt eine nicht näher dargestellte Antriebseinheit, von der die scheiben- oder walzenförmigen Umlaufkörper des Anzeigemittels 3, 4 in Umlauf setzbar sind. Jedem Umlaufkörper ist ein Positionserkenner 22 zugeordnet. Die Antriebseinheit und die Positionserkenner sind unter Vermittlung der Motorsteuerung mit dem Mikrocomputersystem 20 verbunden. Ein Mikroprozessor 23 des Mikrocomputersystems 20 der Steuereinheit 9 umfaßt neben einem Pseudozufallsgenerator zur Ermittlung der Rastpositionen, in denen die Umlaufkörper stillgesetzt werden, Guthabenzähler wie z.B. Sonderspielezähler und Geldguthabenzähler und desweiteren ist in einem batteriegepufferten Betriebsdatenspeicher 24 (RAM) eine Echtzeituhr vorgesehen. Die Umlaufkörpersteuerung, die Gewinnauswerteinrichtung sowie der Gewinnplan und das Zufallszahlenprogramm sind in dem Festwertspeicher 25 (ROM) des Mikrocomputersystems 20 angeordnet. Desweiteren umfaßt das Mikrocomputersystem 20 die zum Betreiben einer solchen Einheit notwendigen Bausteine wie Buffer, Taktgenerator und dergleichen. Eine Ein- und Ausgabeeinheit 26 bildet die Schnittstelle zwischen dem Mikrocomputersystem 20 und der Peripherie. Die Peripherie umfaßt auf der Frontseite des Unterhaltungsautomaten 1 angeordnete Bedienelemente 8, Leuchtorgane, Anzeigemittel 10, 11 für Geldguthabenspeicher und Sonderspielezähler sowie eine Münzeinheit, die aus einem Münzprüfer und einer Münzauszahleinheit besteht und einer Bonussteuereinheit 27, die in dem Aufsatz 15 angeordnet ist.

Die Versorgungseinheit 19 übernimmt die Spannungsversorgung des gesamten Unterhaltungsautomaten 1 und der Bonussteuereinheit 27. von einem nicht dargestellten Netzwerktransformator der Versorgungseinheit 19 werden die erforderlichen Spannungen abgeleitet, gleichgerichtet und den verschiedenen Baugruppen zur Verfügung gestellt.

Von dem Betreiber des Unterhaltungsautomaten 1 sind über eine an der Steuereinheit des Unterhaltungsautomaten 1 oder an der Bonussteuereinheit 27 anschließbare Servicetastatur die betriebsschwachen Stunden einstellbar, die in dem Betriebsdatenspeicher der Bonussteuereinheit 27 gespeichert werden. Während der vorgegebenen Betriebszeit des Unterhaltungsautomaten 1 wird von der Steuereinheit des Unterhaltungsautomaten 1 an die Bonussteuereinheit 27 ein Startsignal übermittelt. Die Bonussteuereinheit 27 gewährt in Abhängigkeit der Betriebszeit und/oder der Betriebsdauer einen Bonusbetrag, der mit einem der Bonussteuereinheit 27 zugeordneten in dem Aufsatz 15 angeordneten Anzeigemittel 16 dem Benutzer des Unterhaltungsautomaten 1 angezeigt wird. Auf der Frontseite des Aufsatzes 15 ist ein Bedienelement 17 angeordnet, welches mit der Bonussteuereinheit 27 verbunden ist. Bei Betätigung des Bedienelementes 17 wird ein in dem Bonusanzeigefeld 16 ausgewiesener Betrag zur Auszahlung gebracht. Zu diesem Zweck wird von der Bonussteuereinheit 27 sofern der Guthabenzähler des Unterhaltungsautomaten 1 kleiner eines Spieleinsatzes ist, der auszuzahlende Betrag an die Steuereinheit des Unterhaltungsautoamten 1 übermittelt und dieser veranlaßt die entsprechende Aktivierung der Münzauszahleinheit 13, so daß der Guthabenbetrag durch die Münzeinheit 13 des Unterhaltungsautomaten 1 zur Auszahlung gebracht wird.

In einer weitergehenden Ausgestaltung der Erfindung wird durch Betätigung des dem Bonusanzeigefeld 16 zugeordneten Bedienelementes 17 die Aufsicht einer Spielstätte gerufen. Die Aufsicht der Spielstätte erstattet den in dem Bonusanzeigefeld ausgewiesenen Betrag und setzt mittels einer Servicetastatur oder einer vorgegebenen Kombination von Bedienelementen 8 am Unterhaltungsautomaten 1 den Bonuszählerstand auf Null.

In einer weitergehenden Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird seitens der Bonussteuereinheit 27 mittels eines Pseudozufallsgenerators ermittelt, welcher Bonus innerhalb vorgegebener Grenzen gewährt wird. So ist in der Bonussteuereinheit 27 vorgesehen, daß für jede Betriebsstunde des münzbetätigten Unterhaltungsautomaten 1 ein Höchstbetrag von sieben Euro gewährt werden kann. Mittels eines Pseudozufallsgenerators wird ein Wert zwischen z.B. einem unteren Grenzwert von drei und einem oberen Grenzwert von sieben Euro ermittelt, der gewährt wird, wenn der Unterhaltungsautomat 1 eine Stunde genutzt wird.


Anspruch[de]
Verfahren zum Betreiben eines geldbetätigten Unterhaltungsautomaten mit einer Symbolspielrichtung, mit einer Steuereinheit mit Speicher und Zählwerk für Guthaben, denen Anzeigemittel zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß nach Zuführung des Spieleinsatzes von der Steuereinheit ermittelt wird, ob eine Rückvergütung des Spieleinsatzes gewährt wird, und daß nach einer Rückvergütung der Rückvergütungsbetrag in einem als Bonuszähler ausgebildeten Guthabenzähler der Steuereinheit erfaßt wird, und daß bei keinem Spieleinsatz aufweisenden Guthabenstand der im Bonuszähler erfaßte Betrag zur Auszahlung gebracht wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von der Steuereinheit der zu gewährende Bonusbetrag ermittelt wird. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bonusbetrag in Abhängigkeit der Nutzungsdauer des Unterhaltungsautomaten (1) gewählt wird. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß von der Steuereinheit mit einem Pseudozufallsgenerator der Zeitpunkt, die Dauer und der Betrag der Bonusgewährung ermittelt wird. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem Pseudozufallsgenerator der Steuereinheit des Unterhaltungsautomaten (1) oder einer Bonussteuereinheit (27) der Betrag des Bonus innerhalb vorgegebener Grenzen ermittelt wird. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem auf dem Gehäuse (14) des Unterhaltungsautomaten (1) aufsetzbaren Gehäuse (15) eine Bonussteuereinheit (27) und Anzeigemittel (16) sowie mindestens ein Bedienelement (17) angeordnet sind, und daß von der Bonussteuereinheit (27) zu der Steuereinheit des Unterhaltungsautomaten (1) eine Wirkverbindung besteht.






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