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Dokumentenidentifikation DE202005014632U1 08.03.2007
Titel Wärmetauscher mit Zwischenbauteil und Parallelventil
Anmelder Hengst GmbH & Co.KG, 48147 Münster, DE
Vertreter Habbel & Habbel, 48151 Münster
DE-Aktenzeichen 202005014632
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.03.2007
Registration date 01.02.2007
Application date from patent application 15.09.2005
IPC-Hauptklasse F01M 5/00(2006.01)A, F, I, 20050915, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F01P 11/08(2006.01)A, L, I, 20050915, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft einen Wärmetauscher nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Rein beispielhaft wird nachfolgend stets ein Verbrennungsmotor als die in der Praxis verwendete Ausführungsform einer Brennkraftmaschine erwähnt.

Wärmetauscher, die beispielsweise der Kühlung des Motoröls durch das als Kühlwasser bezeichnete Kühlmittel dienen, welches in einem eigenen Kühlkreislauf gekühlt wird, sind aus der Praxis bekannt. Zum Anschluss an benachbarte Bauelemente, beispielsweise einen Ölfilter, dem das zunächst heruntergekühlte Öl zugeführt wird, oder beispielsweise dem Verbrennungsmotor selbst, an dessen Kurbelgehäuse der Wärmetauscher angeflanscht sein kann, ist eine Anschlussfläche vorgesehen, so dass unter Verzicht auf Rohrleitungen oder Schlauchleitungen der Wärmetauscher unmittelbar mit derartigen benachbarten Bauteilen verbunden werden kann. In dieser Anschlussfläche liegen Ein- und/oder Auslassöffnungen für das Öl bzw. das Kühlwasser, die ringsum abgedichtet sind, wozu eigene Dichtungen vorgesehen sind. Zudem weist der Wärmetauscher wenigstens ein Ventil auf, welches beispielsweise bei noch kaltem Öl und entsprechend hohem Öldruck zur Druckentlastung beispielsweise eine Umgehung des ansonsten zu durchströmenden Ölfilters ermöglichen kann.

Die Anordnung der Ventile erfolgt üblicherweise in Rohrstutzen, und da die Wärmetauscher üblicherweise aus Metall bestehen, müssen die Rohrstutzen in die Wärmetauscher eingelötet werden. Die Bauteilpreise der Rohrstutzen selbst sind vergleichsweise hoch und weiterhin ist wirtschaftlich nachteilig, dass im Lötbad bzw. Lötofen die vorstehenden Rohrstutzen die Anzahl der Wärmetauscher reduzieren, die gleichzeitig in das vorgegebene Volumen des Lötbades bzw. Lötofens eingesetzt werden können.

In der deutschen Gebrauchsmusteranmeldung 20 2004 016 183 ist ein gattungsgemäßer Wärmetauscher beschrieben. Das die Anschlussfläche ausbildende, als zusätzliches Bauteil hergestellte Zwischenbauteil in Form einer flachen Zwischenplatte ergibt eine überraschend preisgünstige Ausgestaltung des gesamten Wärmetauschers, da in der Zwischenplatte eine Vielzahl von Funktionen zusammengefasst werden kann: Einerseits trägt die Zwischenplatte die Dichtungen um die Ein- bzw. Auslassöffnungen; die an die Zwischenplatte angrenzende Oberfläche des Wärmetauschers kann dementsprechend einfach ausgestaltet sein und muss keine Halterungen für Dichtungen aufweisen. Weiterhin weist die Zwischenplatte selbst wenigstens einen Rohrstutzen auf, der zur Aufnahme eines Ventils dient, so dass auf derartige Rohrstutzen am übrigen Wärmetauscher verzichtet werden kann. Hierdurch wird nicht nur dieser restliche Anteil des Wärmetauschers für sich genommen preisgünstiger, sondern der Lötvorgang wird durch eine optimierte Beschickung des Lötbades bzw. Lötofens preisgünstiger.

Die Ausrichtung des das Ventil aufnehmenden Rohrstutzens ist dabei 90° zur Plattenebene, also auch zur Anschlussfläche, gewählt. Sowohl bei der Handhabung der Zwischenbauteile selbst als auch bei der Handhabung der mit den Zwischenbauteilen versehenen Wärmetauscher, beispielsweise bei deren Montage an das Kurbelgehäuse einer Brennkraftmaschine, sind die Rohrstutzen als vorstehende Bauteile der Gefahr von Beschädigungen ausgesetzt.

Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Wärmetauscher dahingehend zu verbessern, dass dieser möglichst beschädigungssicher handhabbar ist.

Diese Aufgabe wird durch einen Wärmetauscher mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Die Neuerung schlägt mit anderen Worten vor, den Überstand des das Ventil aufnehmenden Kanalabschnitts – wie beispielsweise eines Rohrstutzens – dadurch zu verringern, dass dieser Kanalabschnitt nicht quer zur Anschlussfläche ausgerichtet wird, sondern zu dieser geneigt wird oder vorteilhaft parallel zu dieser ausgerichtet wird. Im Vergleich zu einer Zwischenplatte wird das Zwischenbauteil daher grundsätzlich dicker, die Maximaldicke jedoch wird beibehalten oder sogar reduziert, da diese bei einem als Zwischenplatte ausgestalteten Zwischenbauteil nicht durch die eigentliche Plattendicke, sondern durch den darüber hinausragenden Rohrstutzen bestimmt ist.

Um bei dem vorschlagsgemäßen Zwischenbauteil die Materialkosten und das Gewicht möglichst niedrig zu halten, kann das Zwischenbauteil im Vergleich zu einer vollflächigen Platte skelettiert ausgestaltet sein, denn eine vergleichbare Platte müsste ausreichend dick sein, um den das Ventil aufnehmenden Kanalabschnitt enthalten zu können. Es kann daher vorgesehen sein, dass das Zwischenbauteil lediglich die Wandungen aufweist, welche die Ein- und Auslassöffnungen sowie den Öl oder Wasser führenden Kanal umgeben, sowie gegebenenfalls Laschen oder ähnliche Bereiche aufweist, die zur Befestigung des Zwischenbauteils an dem Wärmetauscher dienen können.

Da das Zwischenbauteil beidseitig abgedichtet werden muss, also einerseits zum Wärmetauscher hin und andererseits auf der die Anschlussfläche bildenden Oberseite, kann es vorteilhaft auf beiden Seiten mit Dichtungen versehen werden, so dass die Anbringung der Dichtungen an nur einem einzigen, nämlich dem Zwischenbauteil erfolgen und damit vereinfacht werden kann.

Da das Zwischenbauteil ein Formbauteil darstellt, kann es vorteilhaft dazu ausgelegt sein, besonders preisgünstige so genannte Schlauchdichtungen aufzunehmen. Dabei handelt es sich um aus einem Endlosschlauch abgeschnittene Dichtungen, so dass diese Schlauchdichtungen einen etwa viereckigen Querschnitt aufweisen. Derartige Schlauchdichtungen sind im Vergleich beispielsweise zu gegossenen Profildichtungen erheblich preisgünstiger, so dass auch dann noch ein Kostenvorteil erzielt wird, wenn bei Anordnung mehrerer Ein- und Auslassöffnungen nicht eine einzige Profildichtung gehandhabt werden muss, sondern eine Mehrzahl von Schlauchdichtungen, und selbst wenn eine doppelte Anzahl von Schlauchdichtungen vorgesehen ist, dadurch, dass auf beiden Seiten des Zwischenbauteils derartige Dichtungen vorgesehen sind.

Alternativ können die Dichtungen vorteilhaft unmittelbar an das Zwischenbauteil anvulkanisiert werden, also als heißes, fließfähiges Dichtungsmaterial an das Zwischenbauteil angespritzt und dabei gleichzeitig unlösbar mit diesem verbunden werden so dass eine Handhabung separater Dichtungselemente nicht erforderlich ist.

Vorteilhaft kann das Zwischenbauteil eine Formdichtung aufweisen, welche über das Zwischenbauteil hinausragt und zur Abdichtung zwischen zwei Bauteilen außerhalb des Zwischenbauteils dient. Beispielsweise von dem vorerwähnten Ölfilter zu dem vorerwähnten Kurbelgehäuse verlaufende Ölkanäle, die nicht durch den Wärmetauscher verlaufen und daher nicht durch das Zwischenbauteil verlaufen müssen, können mittels dieser Formdichtung abgedichtet werden, so dass hierfür keine eigenen Dichtungsbauteile gehandhabt werden müssen.

Vorteilhaft kann das Zwischenbauteil aus Kunststoff bestehen. Dies stellt nicht nur gegenüber Metall einen preisgünstigeren Werkstoff dar, sondern die Herstellung des Kunststoffbauteils ist für sich genommen preisgünstiger als die Herstellung eines Metallbauteils. Zudem ergibt sich eine hervorragende Verbindungsmöglichkeit für anzuvulkanisierendes Dichtungsmaterial.

Dabei kann vorteilhaft das Zwischenbauteil als Spritzgussteil ausgestaltet sein, so dass vielfache Verformungen des Bauteils problemlos herstellbar sind und insbesondere problemlos eine Strömungsverbindung von dem das Ventil aufnehmende Kanalabschnitt an eine der in der Anschlussfläche angeordneten Ein- und/oder Auslassöffnungen geschaffen werden kann.

Vorteilhaft können sämtliche Dichtungen in der Anschlussfläche in einer einzigen Ebene liegen. Auf diese Weise wird für das Bauteil, welches an die Anschlussfläche angrenzt, eine preisgünstige Bearbeitung ermöglicht, da zur Schaffung der dort vorgesehenen korrespondierenden Anschlussfläche dieses Bauteil lediglich in einer einzigen Ebene bearbeitet werden muss.

Vorteilhaft kann der Kanal, in dem das Ventil angeordnet ist, eine mit einem Deckel verschlossene Mündungsöffnung aufweisen, so dass die Herstellung des Zwischenbauteil ebenso vereinfacht wird wie die Montage des beweglichen Ventilkörpers, welcher durch diese Mündungsöffnung in den Kanal eingesetzt werden kann. Dabei kann der Deckel vorteilhaft einen Ventilsitz ausbilden, an dem sich das in dem Kanal befindliche Ventil in seiner Offen- oder in seiner Schließstellung abstützt, also entweder den abdichtenden Ventilsitz, welchem der bewegliche Ventilkörper in seiner Schließstellung anliegt, oder ein Widerlager, an welchem sich der bewegliche Ventilkörper z. B. mittels einer Druckfeder abstützt. Dabei kann weiterhin vorteilhaft der Deckel nicht als geschlossener Stopfen ausgestaltet sein, sondern vielmehr eine Durchgangsöffnung ausbilden, welche bei geöffnetem Ventil in Strömungsverbindung mit dem Kanal steht, so dass durch die Integration der drei Funktionen „Kanalverschlussdeckel", „Ventilsitz" und „Teil des Strömungskanals" die Anzahl herzustellender und zu montierenden Bauteile möglichst gering gehalten werden kann.

Insbesondere wenn ein derartiger Deckel mit dem übrigen Zwischenbauteil verschraubt oder anderweitig lösbar verbunden wird, ergibt sich eine vorteilhafte, problemlose Zugänglichkeit zu dem Ventil, so dass dieses für eventuelle Revisionen erreichbar ist.

Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung wird anhand der Zeichnungen nachfolgend näher erläutert. Dabei zeigt

1 ein so genanntes Ölmodul, mit einem Ölfilter und einem Öl-/Wasser-Wärmetauscher, in perspektivischer Ansicht

2 den Wärmetauscher des Ölmoduls von 1,

35 ein am Wärmetauscher vorgesehenes Zwischenbauteil aus mehreren Ansichten,

6 eine Detailansicht des Ölmoduls, mit einem Sensorbauteil, und

7 einen Vertikalschnitt durch einen Auschnitt des Ölmoduls im Bereich des Zwischenbauteils.

In den Zeichnungen ist mit 1 insgesamt ein so genanntes Ölmodul bezeichnet, welches einen Ölfilter 2 umfasst sowie einen Wärmetauscher 3. An der in 1 sichtbaren Seite des Wärmetauschers 3 ist ein Zwischenbauteil 4 vorgesehen, welches die Anschlussfläche des Wärmetauschers 3 bildet, mit welcher der Wärmetauscher 3 und somit das gesamte Ölmodul 1 an ein weiteres Bauteil angeschlossen werden kann, beispielsweise kann das Ölmodul 1 unmittelbar mit dem Kurbelgehäuse eines Verbrennungsmotors verschraubt werden.

In dem Zwischenbauteil 4 sind Ein- und Auslassöffnungen 15 bis 18 vorgesehen, durch welche beispielsweise gekühltes Kühlwasser bei 15 in den Wärmetauscher 3 gelangen kann, ebenso wie ungefiltertes Öl bei 16. Nach dem Wärmeaustausch zwischen Kühlwasser und Öl tritt das erwärmte Kühlwasser bei 17 aus dem Wärmetauscher 3 aus und gelangt in den Kühlkreislauf des Motorgehäuses. Das ungereinigte, aber abgekühlte Öl wird vom Wärmetauscher 3 aus in den Ölfilter 2 geleitet, etwa hinter der mit 18 gekennzeichneten Stelle, wo das Zwischenbauteil 4 zum Wärmetauscher 3 hin offen ist, also eine Auslassöffnung aufweist, zum Kurbelgehäuse hin jedoch geschlossen ist. Die übrigen Öffnungen 15 bis 17 des Zwischenbauteils sind Durchgangsbohrungen, die an einem Ende eine Ein- und an dem anderen Ende eine Auslassöffnung des Zwischenbauteils bilden.

Das gefilterte Reinöl wird unterhalb des Wärmetauschers 3 durch einen Reinölkanal 19 in den Verbrennungsmotor geführt. Daneben ist ein Ölablasskanal 20 dargestellt, durch welchen bei einem Filterwechsel das im Ölfiltergehäuse befindliche Öl beispielsweise in eine Ölwanne des Verbrennungsmotors abfließen kann. Der Reinölkanal 19 und der Ölablasskanal 20 schließen an das Kurbelgehäuse des Verbrennungsmotors an, ohne durch den Wärmetauscher oder das Zwischenbauteil 4 zu verlaufen.

Das Zwischenbauteil 4 ist im Vergleich zu einem plattenförmigen Bauteil gleicher Dicke skelettiert ausgestaltet und weist einen Kanal 6 auf, der zur Aufnahme eines Ventils dient. Das Ventil ist in einem Kanalabschnitt 21 angeordnet, also zwischen dem Öleinlass und dem Ölauslass des Wärmetauschers 3. Es dient als Wärmetauscherumgehungsventil und öffnet, wenn der Strömungswiderstand für das Öl im Wärmetauscher 3 – und damit auch im Bereich der Öl-Einlassöffnung 16 – unzulässig groß ist, z. B. bei Ablagerungen im Wärmetauscher 3 oder bei zu hoher Ölviskosität, so dass in beiden Fällen eine ausreichende Strömung des Öls zum Ölfilter 2 sichergestellt ist. Oberhalb des Kanalabschnitts 21 weist der Kanal 6 eine Mündungsöffnung auf, die mittels eines Deckels 22 verschlossen ist, wobei der Deckel 22 mit dem Zwischenbauteil 4 verschraubt und somit bei Bedarf von dem Zwischenbauteil 4 lösbar ist.

Weiterhin weist das Zwischenbauteil 4 um die Ein- und Auslassöffnungen 15 bis 18 verlaufend Dichtungen 7 auf, die als Formdichtungen ausgestaltet sind und die, wie insbesondere aus dem Vergleich der 3, 4 und 5 hervorgeht, auf beiden Seiten des Zwischenbauteils 4 vorgesehen sind. Dabei zeigen die 3 und 4 die Seite des Zwischenbauteils 4, welche die Anschlussfläche des Wärmetauschers 3 ausbildet, während 5 die zum Wärmetauscher 3 gerichtete Seite des Zwischenbauteils 4 zeigt und die zum Wärmetauscher 3 hin offene Öl-Austrittsöffnung 18 erkennen lässt. Das Zwischenbauteil 4 ist mit Halteschrauben 8 am Wärmetauscher 3 befestigt.

Das Gehäuse des Ölmoduls 1 ist als preisgünstiges Spritzgussbauteil aus Kunststoff hergestellt. Es weist Durchgangsbohrungen 9 auf, durch welche sich Befestigungsschrauben erstrecken können, mit denen das Ölmodul 1 am Kurbelgehäuse des Verbrennungsmotors befestigt wird. Zur Aufnahme der dabei auftretenden Kräfte ist in jeder Durchgangsbohrung 9 jeweils eine metallische Hülse 10 als Verstärkung vorgesehen. Weiterhin ist in dem Gehäuse des Ölmoduls 1 ein Sensor 11 vorgesehen, der z. B. den Öldruck oder die Öltemperatur erfasst.

6 zeigt in einer anderen Perspektive und in gegenüber 1 größerem Maßstab den Bereich des Ölmoduls 1 um den Sensor 11 herum. Der Sensor weist elektrische Anschlussmittel 12 auf, die lediglich für eine einzige elektrisch leitende Ader vorgesehen sind, da es sich bei dem Sensor 11 um ein besonders preisgünstiges und in großen Stückzahlen gefertigtes Bauteil handelt, welches üblicherweise in metallischen Gehäusen eingesetzt wird, wo das metallische Gehäuse die zweite elektrische Leitung bildet.

Da das Gehäuse des Ölmoduls 1 aus Kunststoff besteht und ein Sensor mit zwei elektrischen Anschlussmitteln einerseits durch die Sensorkosten selbst und andererseits durch die dafür benötigte zweite elektrische Zuleitung nicht verwendet wird, ist gemäß 6 ein elektrisch leitendes Blechformteil 14 vorgesehen. Dieses weist einen ersten Ringabschnitt 23 auf, mit vergleichsweise großem Durchmesser, wobei sich das Gehäuse des Sensors 11 durch diesen Ringabschnitt 23 erstreckt. An seinem anderen Ende weist das Blechformteil 14 einen zweiten, vergleichsweise kleineren Ringabschnitt 24 auf, mit dem es der Stirnseite der Hülse 10 anliegt, welche als Verstärkungselement innerhalb der aus 1 ersichtlichen Durchgangsbohrung 9 angeordnet ist. Wenn das Ölmodul 1 im Bereich seiner Durchgangsbohrungen 9 und unter Verwendung von metallischen Schrauben mit dem ebenfalls metallischen Kurbelgehäuse des Verbrennungsmotors verschraubt wird, wird eine elektrisch leitfähige Verbindung vom Kurbelgehäuse des Verbrennungsmotors über die Schraube sowie die Hülse 10 zum zweiten Ringabschnitt 24 geschaffen, so dass das elektrisch leitende Blechformteil 14 die elektrisch leitfähige Verbindung vom Kurbelgehäuse bis zum Gehäuse des Sensors 11 sicherstellt und damit den Betrieb des preisgünstigen Sensors 11 in derselben Weise sicherstellt, wie wenn dieser in eine metallische Umgebung eingeschraubt wäre.

In einer besonders werkstoffgerechten Ausgestaltung für den Gehäusewerkstoff Kunststoff des Ölmoduls 1 kann vorgesehen sein, dass der Sensor 11 nicht mit seinem für ein metallisches Gehäuse vorgesehenen Außengewinde in das Gehäuse des Ölmoduls 1 eingeschraubt ist; vielmehr kann ein etwa hülsenartiger Gewindeadapter 25 vorgesehen sein, der einerseits im Gehäuse des Ölmoduls 1 festgelegt ist und andererseits ein Innengewinde aufweist, in welches der Sensor 11 eingeschraubt ist. Der Gewindeadapter 25 besteht aus Metall, so dass es zur elektrischen Kontaktierung des Sensors 11 ausreicht, wenn eine elektrische Leitfähigkeit vom Blechformteil 14 zum Gewindeadapter 25 sichergestellt ist.

7 zeigt in einem Vertikalschnitt durch den Wärmetauscher 3 und das Zwischenbauteil 4, das innerhalb des Kanalabschnitts 21 ein Ventilkörper 26 angeordnet ist, der gegen die Wirkung einer Feder 27 beweglich ist und einem ringförmigen Ventilsitz 28 dichtend anliegt, wobei dieser Ventilsitz 28 von dem entsprechend tief nach unten gezogenen Deckel 22 gebildet wird. Weiterhin weist der Deckel 22 eine Durchgangsöffnung 29 auf, so dass das Öl durch die Öl-Einlassöffnung 16 in den Wärmetauscher 3 einströmen kann. Lediglich bei zu hohem Strömungswiderstand öffnet das Ventil, wobei der Ventilkörper 26 gegen die Wirkung der Feder 27 nach unten gedrückt wird und das Öl durch den Kanal 6 in den Bereich der Öl-Auslassöffnung 18 gelangt. Wie 7 erkennen lässt, gelangt das Öl von der Öl-Auslassöffnung 18 quer durch den gesamten Wärmetauscher 3 in einen Einlasskanal des Ölfilters 2, wobei im übrigen die einzelnen Strömungswege für Öl und Kühlwasser innerhalb des Wärmetauschers 3 in 7 aus Gründen der zeichnerischen Vereinfachung nicht dargestellt sind.

7 lässt weiterhin erkennen, dass in der Anschlussebene, mit welcher das Ölmodul 1 an das Kurbelgehäuse des Verbrennungsmotors anschließt, die Dichtungen 7 um die Ein- und Auslassöffnungen 15 bis 17 angeordnet sind, wobei in derselben Anschlussebene ja auch die Mündungen des Reinöl- und des Ablasskanals 19 bzw. 20 liegen. Die untere Formdichtung 7, welche die Wasserauslassöffnung 7 umgibt, ist daher als Formdichtung zu einer Lasche 30 weitergebildet, an welche sich die beiden unteren Dichtungen 7 anschließen, welche die beiden Reinöl- und Ablasskanäle 19 und 20 umgeben und untereinander sowie gegenüber dem Kurbelgehäuse abdichten.


Anspruch[de]
Öl-/Wasser-Wärmetauscher einer Brennkraftmaschine,

mit Einlass- und Auslassöffnungen für als Öl bezeichnetes Schmiermittel und für als Wasser bezeichnetes Kühlmittel der Brennkraftmaschine,

und mit einer durch ein eigenes Bauteil in Form eines sogenannten Zwischenbauteils gebildeten Anschlussfläche, mittels welcher der Wärmetauscher an weitere Öl und/oder Wasser führende Bauteile anschließbar ist – wie an das Kurbelgehäuse der Brennkraftmaschine,

wobei in der Anschlussfläche Ein- und/oder Auslassöffnungen angeordnet sind,

und mit an der Anschlussfläche vorgesehenen, die Ein- und/oder Auslassöffnungen zirkumferent abdichtenden Dichtungen,

sowie mit wenigstens einem in einem Öl oder Wasser führenden Kanal angeordneten Ventil,

dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal wenigstens in dem Abschnitt, in welchem das Ventil angeordnet ist, in einem von 90° abweichenden Winkel zur Anschlussfläche ausgerichtet ist.
Wärmetauscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal wenigstens in dem Abschnitt, in welchem das Ventil angeordnet ist, parallel zur Anschlussfläche ausgerichtet ist. Wärmetauscher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenbauteil (4) beidseitig mit Dichtungen (7) versehen ist. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungen (7) als Schlauchdichtungen ausgestaltet sind. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungen (7) an das Zwischenbauteil anvulkanisiert sind. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenbauteil (4) eine Formdichtung aufweist, welche über das Zwischenbauteil hinausragt und zur Abdichtung zwischen zwei Bauteilen außerhalb des Zwischenbauteils dient. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenbauteil (4) aus Kunststoff besteht. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenbauteil (4) als Spritzgussteil ausgestaltet ist. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Anschlussfläche alle Dichtungen (7) in einer einzigen Ebene liegen. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal, in dem das Ventil angeordnet ist, eine mit einem Deckel verschlossene Mündungsöffnung aufweist,

wobei der Deckel einen Ventilsitz ausbildet, an dem sich ein Ventilkörper des in dem Kanal befindlichen Ventils in seiner Offen- oder in seiner Schließstellung abstützt,

und wobei der Deckel eine Durchgangsöffnung ausbildet, welche bei geöffnetem Ventil in Strömungsverbindung mit dem Kanal steht.






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