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Dokumentenidentifikation DE202006015608U1 08.03.2007
Titel Transponder-Fütterung für Tiere
Anmelder Ullstein jun., Hanns, 85445 Oberding, DE
DE-Aktenzeichen 202006015608
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.03.2007
Registration date 01.02.2007
Application date from patent application 09.10.2006
IPC-Hauptklasse A01K 5/02(2006.01)A, F, I, 20061009, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Fütterungs-System, mit dem man Pferde u.ä., die jeweils mit einem Responder versehen sind, mit Heu, Stroh, Silage usw., aber auch Kraftfutter (z.B. Hafer, Fertig-Mischfutter usw.), in einer Gruppe versorgen kann und zwar so, dass jedes einzelne Pferd sein ihm zugeteiltes Futter tatsächlich auch aufnehmen kann, wobei praktisch das Futter auch noch gleichmäßig über den ganzen Tag verteilt wird.

Nachfolgend wird, der Einfachheit wegen, nur von Pferden und Futter gesprochen, doch kann die Einrichtung auch prinzipiell für andere Tierarten (z.B. Rinder) und Futtersorten (z.B. Gras usw.) angewandt werden.

Bei der Futterversorgung einer Pferde-Gruppe liegt das größte Problem darin, Sorge dafür tragen zu müssen, dass alle Pferde das ihnen zuständige Futter auch tatsächlich aufnehmen können (und es nicht von anderen weggefressen wird) und dass das Futter möglichst gleichmäßig über den ganzen Tag verteilt dem Tier zur Verfügung steht.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, bedient man sich (u.a.) bereits folgender Methode.

Stand der Technik

Seit ca. 40 Jahren kennt man bei der Gruppen-Haltung von Schweinen oder Rindern (Milchvieh z.B.) die „Computer-Fütterung", auch Abruffütterung genannt. Seit ca. 15 Jahren hat mittlerweile diese Technik auch bei der Haltung von Pferden in Gruppen ihren Siegeszug angetreten.

Im Prinzip läuft die Futter-Versorgung bei den oben erwähnten Tierarten gleich ab.

Den Tieren wird in Futterstationen, die der jeweiligen Tierart angepasst sind, Futter zur Aufnahme angeboten.

Jedes Tier wird mit einem Responder (Indentifizierungsmarke) versehen (z.B. am Ohr, am Hals, Halfter oder als Implantat), in dem eine Erkennungsnummer elektronisch gespeichert ist. So hat also, z.B., jedes Pferd einer Gruppe eine eigene Responder-Nummer.

In der Nähe des Futtertroges o.ä. ist eine Antennenvorrichtung angebracht. Sie kann die Nummernangabe des jeweiligen Responders (über elektromagnetische Wellen) berührungslos erkennen und gibt sie an das angeschlossene Responder-Lesegerät weiter.

Eine Steuereinrichtung nimmt von dort die Responder-Erkennungsnummer auf.

In einem angeschlossenem „Fütterungs-Computer" (daher der Name Computer-Fütterung) hat man ein sehr umfangreiches Fütterungs-Programm installiert, das z.B. den Namen des Tieres, Geburtstag, Futtersorte, Tages-Futtermenge, Fütterungszeit, Fütterungsintervalle, bereits aufgenommenes Futter, Körpergewicht, Milchleistung usw. usf. festhält.

Kommt nun ein Tier in die Futterstation wird es von der Steuereinrichtung an den Computer gemeldet und dieser gibt dann, auf Grund der im Computer festgehaltenen momentanen Sachlage, die Steuerbefehle wieder zurück, wie z.B. darf überhaupt an das betreffende Tier Futter abgegeben werden, wenn „Ja" welche Mengen, wird die Futterstation für andere Tiere geschlossen ? usw. usf..

Die beschriebene „Computer-Fütterung" benötigt

  • a) Futterstation zur Aufnahme des Futters
  • b) Unterschiedlich gekennzeichnete Transponder pro Tier zur Erkennung des jeweiligen Tieres
  • c) Antennenvorrichtung nähe Futtertrog o.ä., um das Tier zu erfassen d) Transponder-Lesegerät, um das Tier zu erkennen
  • e) Steuereinheit, um entsprechende Befehle bei der Station auszuführen
  • f) Fütterungs-Computer mit aufwendigem Fütterungsprogramm, um jedes Tier individuell betreuen zu können.

Diese Computerprogramme bedürfen bekanntlich einer ständigen Pflege durch speziell geschulte Programmierer und sind somit, zusammen mit der Computer-Einheit, finanziell sehr aufwendig.

Tritt plötzlich ein Programmfehler auf (und dies kann immer der Fall sein!), muß der entsprechende Programmierer hinzugezogen werden. Auch hier entstehen erhebliche Kosten.

Aufgabenstellung

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Fütterungs-System zu schaffen, das die bekannten Nachteile beseitigt und man Pferde in einer Gruppe mehrmals am Tag problemlos, kostengünstig und pferdegerecht mit Futter versorgen kann, ohne dazu einen kostenträchtigen Fütterungs-Computer einsetzen zu müssen.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß man in den Transponder (besteht, vereinfacht ausgedrückt, aus einem Chip und einer Antenne) nicht nur, wie beschrieben, die Erkennungsnummer des jeweiligen Transponders speichert, sondern auch alle anderen wichtigen Daten, die für die individuelle Futterversorgung für jedes einzelne Pferd notwendig sind. So könnten z.B. die ersten beiden Ziffern der Erkennungsnummer die Betriebsnummer des Pferdes bedeuten und die nächsten drei Ziffern die Raufuttermenge pro Tag in Minuten anzeigen.

Kommt nun ein Pferd in eine Futterstation, wird jetzt nicht nur die Betriebsnummer des Pferdes über die Antennenvorrichtung vom Transponder-Lesegerät erkannt, sondern auch, wie im obigen Beispiel beschrieben, dass das Pferd beispielsweise 200 Minuten (= drei Ziffern) pro Tag Futter zur Verfügung haben soll.

So kann dann die angeschlossene Steuereinheit gleich direkt die notwendigen Befehle an die Futterstation weitergeben.

Ein Fütterungs-Computer ist somit nicht mehr notwendig und so muß kein dazu notwendiges Fütterungs-Computer-Programm erstellt werden.

Eine viel höhere Wirtschaftlichkeit ist damit der Transponder-Fütterung gesichert.

Ausführungsbeispiel

Die Erfindung wird nachfolgend, anhand der Zeichnungen, beschrieben.

1 zeigt vereinfacht die Draufsicht einer Futter-Station für Pferde.

Die Station wird gebildet durch einen Rohrrahmen 1, der auch den Eingang 2 und den Ausgang 3 bestimmt.

Der Futtervorrat befindet sich im Behältnis 4, aus dem dann das jeweilige Futter per einer Dosiervorrichtung (z.B. rieselfähiges Futtergut, wie Hafer usw.) 4a oder durch ein Futtergitter 4b hindurch (z.B. bei Heu usw.) in den Futtertrog 5, entweder per gewichtsbestimmter Futterportionen oder durch zeitgegrenzte Absperrvorrichtung (damit das Pferd nicht mehr Heu in den Trog entnehmen kann) dem Tier zugedacht wird.

Der Transponder 6 wurde hier beispielsweise an einem Halsband am Pferd befestigt, der von der Antennenvorrichtung 7 über die angedeuteten elektromagnetischen Wellen Y erkannt wird.

Seine vorher gespeicherten Daten werden nun über Kabel X von dem Transponder-Lesegerät 8 erfasst und erkannt.

Das Lesegerät gibt jetzt seine erhaltenen Informationen, wieder über ein Kabel X, an das Steuereinheit 9 weiter.

Dort werden dann die Signale/Daten des Pferdes aufbereitet und der jeweiligen Fütterungs-Einrichtung usw. weitergegeben.

Betritt das Pferd die Futterstation wird es, wegen des am Halsband angebrachten Transponders, von der Antennenvorrichtung erkannt, die wiederum die pferdeeigenen Daten an das Transponder-Lesegerät weiter leitet.

Von dort erhält nun die Steuereinheit die futterrelevanten Informationen des Pferdes und entscheidet, ob das Pferd Futter zugeteilt bekommt und z.B. auch wie viel es fressen darf, oder auch, dass es zum jetzigen Zeitpunkt keine Futterration zugeteilt bekommt.

Natürlich können auf diese Art und Weise auch Befehle an die Station abgegeben werden, ob das Pferd überhaupt die Station betreten darf (in diesem Falle ist am Eingang eine Zutrittssperre und eventuell eine zweite Antennenvorrichtug anzubringen), weil z.B. ein anderes Pferd nicht gestört werden soll, usw..


Anspruch[de]
Transponder-Fütterung für Tiere, insbesondere Pferde u.ä.. bestehend aus beispielsweise einer aus Rohrrahmen 1 gefertigten Futterstation mit Ein- 2 und Ausgang 3 dadurch gekennzeichnet, dass im jeweiligen, am Pferd angebrachten (z.B. Halsband) Transponder 6 bereits alle individuellen Fütterungs-Daten des betreffenden Tieres (wie z.B. Ziffern „12" als Betriebsnummer des bestimmten Pferdes und die folgenden Ziffern „200" für 200 Minuten/Tag Futteraufnahme von Raufutter) abgespeichert sind, um das Pferd gezielt und sicher mit seinem, ihm zugedachten, Futter direkt versorgen zu können. Transponder-Fütterung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die im Transponder 6 gespeicherten pferdeeigenen Futterdaten über eine Antennenvorrichtung 7 und durch ein Transponder-Lesegerät 8 direkt in eine Steuereinheit 9 geleitet werden. Dort werden dann die einzelnen Pferde-Daten in entsprechende Steuerungs-Befehle umgewandelt und an die einzelnen Geräte 4a und 4b der Futterstation 1 abgegeben.






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