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Dokumentenidentifikation DE102005043662A1 15.03.2007
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten von Altkonditorwaren für die Herstellung von Tierfutter
Anmelder Anifood S.Ar.L, Esch-sur Alzette, LU
Erfinder Kreklau, Günter, Redange, LU
Vertreter Niemann, U., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 58453 Witten
DE-Anmeldedatum 14.09.2005
DE-Aktenzeichen 102005043662
Offenlegungstag 15.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.03.2007
IPC-Hauptklasse A23K 1/10(2006.01)A, F, I, 20060201, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A21C 15/04(2006.01)A, L, I, 20060201, B, H, DE   B02C 23/10(2006.01)A, L, I, 20060201, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbereiten von Altkonditorwaren für die Herstellung von Tierfutter. Damit fettige und klebrige Altkonditorwaren so aufbereitet werden können, daß sie mit bekannten Verfahren und Vorrichtungen zu Tierfutter verarbeitet werden können, ohne daß die Vorrichtungen oder deren Teile verschmutzen oder verstopfen, werden die Altkonditorwaren portionsweise und abwechselnd mit Altbackwaren aufeinandergeschüttet und wird die Schüttung durchmischt. Die Mischung wird zerkleinert und anschließend gerüttelt, bis das zerkleinerte Verpackungsmaterial im wesentlichen auf der Oberfläche aufschwimmt, wo es abgesaugt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbereiten von Altkonditorwaren für die Herstellung von Tierfutter. – Unter Altkonditorwaren werden klebrige, im Handel nicht mehr verkäufliche Torten, fettige Backwaren und dergleichen sowie auch Rohschokolade, Schokoladenprodukte, Bonbons und dergleichen verstanden, alles mit oder ohne Verpackung.

Bekannt ist es, Altbackwaren, nämlich fettfreie Brote, Brötchen, Kekse und dergleichen, alles mit oder ohne Verpackung, zu Tierfutter zu verarbeiten, indem die Altbackwaren einschließlich ihres Verpackungsmaterials zerkleinert und gesiebt werden, wobei aus dem zerkleinerten Gemisch aus Altbackwaren und Verpackungsmaterial zumindest der überwiegende Teil des Verpackungsmaterials durch Absaugen entfernt wird (DE 38 23 271 C2). Mit dem insoweit bekannten Verfahren können allerdings fettige und klebrige Altkonditorwaren nicht verarbeitet werden, weil sie die dazu erforderlichen Vorrichtungen verschmutzen oder verstopfen.

Aufgabe der Erfindung ist es, fettige und klebrige Altkonditorwaren so aufzubereiten, daß sie mit bekannten Verfahren und Vorrichtungen zu Tierfutter verarbeitet werden können, ohne daß die Vorrichtungen oder deren Teile verschmutzen oder verstopfen.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Altkonditorwaren portionsweise und abwechselnd mit Altbackwaren aufeinandergeschüttet werden sowie die Schüttung durchmischt wird, daß die Mischung zerkleinert und anschließend gerüttelt wird, bis das zerkleinerte Verpackungsmaterial im wesentlichen auf der Oberfläche aufschwimmt, wo es abgesaugt wird. – Altkonditorwaren und Altbackwaren werden zumeist in einer Halle unabhängig voneinander gelagert. Mit Hilfe einer Schaufel, insbesondere eines Schaufelladers, werden einerseits Altkonditorwaren und andererseits Altbackwaren z.B. auf dem Boden der Lagerhalle aufeinandergeschüttet und wird die Schüttung von Hand oder maschinell mit Hilfe von Gabeln durchmischt. Bereits bei diesem Durchmischen lagern sich an den Oberflächen der fettigen und klebrigen Altkonditorwaren bzw. deren Verpackungen trockene Partikel der Altbackwaren an, die aus schon offenen Verpackungen der Altbackwaren ausgetreten sind. Beim anschließenden Zerkleinern der Mischung wird dieser Effekt noch verstärkt, so daß praktisch alle fettigen und klebrigen Oberflächen mit trockenen Partikeln bedeckt sind und das zerkleinerte Verpackungsmaterial auf der Oberfläche aufschwimmen und vom Absaugstrom erfaßt werden kann. Weil praktisch alle fettigen oder klebrigen Oberflächen mit trockenen Partikeln bedeckt sind, ist auch die Gefahr von Verschmutzungen oder Verstopfungen in den nachfolgenden Vorrichtungen weitgehend reduziert, so daß die so aufbereiteten Altkonditorwaren mit herkömmlichen Verfahren und Vorrichtungen zu Tierfutter verarbeitet werden können.

Vorteilhaft ist es, die Altkonditorwaren und die Altbackwaren schichtweise auf einen Schüttkegel zu schütten. Die Mischung sollte überwiegend Altbackwaren enthalten. Eine Mischung mit ca. 60 bis 70 Vol. % Altbackwaren und ca. 40 bis 30 Vol. % Altkonditorwaren hat sich als vorteilhaft erwiesen.

Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist gekennzeichnet durch eine Schneidemühle, einen Rütteltisch sowie eine oberhalb des Rütteltisches angeordnete Absauganlage. Zweckmäßig ist eine zur Schneidemühle führende Aufnahmewanne für die in der Schüttung durchgemischte Mischung vorgesehen, wobei diese Aufnahmewanne auch als Zwischenspeicher dienen kann. Zweckmäßig weist die Aufnahmewanne eine Fördereinrichtung auf, die ihren Inhalt zur Schneidemühle befördert. Wenn sich das Rüttelsieb bis unterhalb der Schneidemühle erstreckt, können die zerkleinerten Produkte direkt auf den Rütteltisch fallen, auf dem sie weiterbefördert werden bis unter die Absauganlage, die die zerkleinerten Verpackungen von der Oberfläche absaugt. An den Rütteltisch können sich eine Hammermühle zur weiteren Zerkleinerung und weitere Fördereinrichtungen anschließen, die die zerkleinerten Produkte der Weiterverarbeitung zu Tierfutter zuführen.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert; es zeigen:

1 eine Draufsicht auf eine Halle, in der Altkonditorwaren so aufbereitet werden, daß sie für die Herstellung von Tierfutter geeignet sind,

2 eine Seitenansicht des Gegenstandes nach 1.

In einer Halle 1 können jeweils größere Mengen von einerseits Altkonditorwaren und andererseits Altbackwaren gelagert werden. Davon werden z.B. mit Hilfe eines Schaufelladers Altkonditorwaren portionsweise und abwechselnd mit Altbackwaren auf einer freien Bodenfläche der Halle 1 zu einem Schüttkegel aufeinandergeschüttet und die Schüttung wird mit Hilfe eines Gabelladers durchmischt. Die Mischung wird einer Aufnahmewanne 2 übergeben, die einen nicht dargestellten Förderer aufweisen kann. Aus der Aufnahmewanne 2 gelangt die Mischung in eine Schneidemühle 3, in der die Verpackungen sowohl der Altkonditorwaren als auch der Altbackwaren sowie gegebenenfalls auch größere Teile der Altkonditorwaren und der Altbackwaren zerschnitten und zerkleinert werden. Soweit nicht schon beim Durchmischen der Schüttung erfolgt, lagern sich im Bereich der Schneidemühle trockene Partikel insbesondere der Altbackwaren an fettigen und klebrigen Teilen der Altkonditorwaren an und verhindern damit Verschmutzungen oder Verstopfungen der weiteren Vorrichtungsabschnitte.

Die zerkleinerte Mischung fällt auf einen Rütteltisch 4, der sich bis unterhalb der Schneidemühle 3 erstreckt. Die Mischung wird längs des Rütteltisches 4 transportiert und dabei gerüttelt, bis das zerkleinerte Verpackungsmaterial im wesentlichen auf der Oberfläche aufschwimmt. Im Bereich des Endes der Rüttelstrecke befindet sich oberhalb des Rütteltisches 4 ein Absaugstutzen 5 einer im übrigen nicht dargestellten Absauganlage. Über den Absaugstutzen 5 wird das aufschwimmende, zerkleinerte Verpackungsmaterial im wesentlichen abgesaugt.

An das Ende des Rütteltisches 4 schließt ein Schrägförderer 6 an, der die Mischung über einer Hammermühle 7 abwirft, in der die Mischung weiter zerkleinert und durchmischt wird bis zu einer Korngrößenverteilung, wie sie für die weitere Verarbeitung zu Tierfutter gewünscht wird. Dazu wird die Mischung von der Hammermühle einer Förderschnecke 8 übergeben und gelangt über einen Elevator 9 auf einen weiterführenden Förderer 10, der die aufbereitete Mischung zu einer weiteren, nicht dargestellten Halle transportiert, in der die Verarbeitung zu Tierfutter stattfindet.


Anspruch[de]
Verfahren zum Aufbereiten von Altkonditorwaren für die Herstellung von Tierfutter, dadurch gekennzeichnet, daß die Altkonditorwaren portionsweise und abwechselnd mit Altbackwaren aufeinandergeschüttet werden sowie die Schüttung durchmischt wird, daß die Mischung zerkleinert und anschließend gerüttelt wird, bis das zerkleinerte Verpackungsmaterial im wesentlichen auf der Oberfläche aufschwimmt, wo es abgesaugt wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Altkonditorwaren und die Altbackwaren schichtweise auf einen Schüttkegel geschüttet werden. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung überwiegend Altbackwaren enthält. Verfahren nach Anspruch 4; dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung ca. 60 bis 70 Vol. % Altbackwaren und ca. 30 bis 40 Vol. % Altkonditorwaren enthält. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Schneidemühle (3), einen Rütteltisch (4) sowie eine oberhalb des Rütteltisches (4) angeordnete Absauganlage (5). Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine zur Schneidemühle (3) führende Aufnahmewanne (2) für die Mischung. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmewanne (2) eine Fördereinrichtung aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Rütteltisch (4) sich bis unterhalb der Schneidemühle (3) erstreckt. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß dem Rütteltisch (4) eine Hammermühle (7) und weitere Fördereinrichtungen (6, 8, 9, 10) nachgeordnet sind.






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