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Sicherungsvorrichtung für Gewindeverbindungsteile von Rohren - Dokument DE60306885T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60306885T2 15.03.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001452789
Titel Sicherungsvorrichtung für Gewindeverbindungsteile von Rohren
Anmelder Aliaxis R&D S.A.S., Vernouillet, FR
Erfinder Mazzacano, c/o F.I.P. Formatura, Corrado, 16015 Casella (Genova), IT;
Bisio, c/o F.I.P. Formatura, Andrea, 16015 Casella (Genova), IT
Vertreter Mitscherlich & Partner, Patent- und Rechtsanwälte, 80331 München
DE-Aktenzeichen 60306885
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.02.2003
EP-Aktenzeichen 034251314
EP-Offenlegungsdatum 01.09.2004
EP date of grant 19.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.03.2007
IPC-Hauptklasse F16L 19/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anti-Losschraub-Vorrichtung für eine Mutter- Verbindung eines Rohrverbindungssystems, insbesondere eines Systems zur Verbindung von Rohren mit Ventilen oder ähnlichen Bestandteilen, wie beispielsweise in Systemen zur Beförderung und Verteilung von Fluiden bzw. Flüssigkeiten.

Um die Flüssigkeitsbeförderungs- und Flüssigkeitsverteilungssysteme, wie etwa hydraulische Kreise, die eine Vielfalt unterschiedlicher Rohrleitungen und Ventile, beispielsweise Richtungssteuerventile, Regulierventile, Ablassventile, Dämpfungsventile, Auslassventile, beinhalten, zu optimieren, werden die Ventile gewöhnlicherweise unabhängig von den Rohren hergestellt und lediglich mit ihnen verbunden, wenn der hydraulische Kreis zusammengesetzt wird.

Dies gestattet einen hohen Grad der Spezialisierung und Standardisierung während der Vorfabrikation der Rohre, beispielsweise durch Extrusion, und der Ventile, beispielsweise durch Gießen oder Formpressen.

Während des Zusammensetzens, beispielsweise eines hydraulischen Kreises, werden die Ventile und Rohren miteinander auf derartige Weise verbunden, dass die gewünschten Funktionen durchführbar sind.

Im Stand der Technik sind drei prinzipielle Systeme der Verbindung zwischen Ventilen und Rohren auszumachen.

In einem Verbindungssystem ist das Rohr zum Beispiel durch Schweißen oder Hartlöten mit dem Verbindungsabschnitt des Ventilkörpers einstückig verbunden.

Diese Art der Verbindung zwischen Ventil und Rohr ist in der Realisierung teuer, ist auf wenige Materialien eingeschränkt und ist praktisch nicht rückgängig zu machen, wodurch zukünftige Veränderungen des hydraulischen Kreises oder der Austausch von Komponenten verhindert werden.

In einem zweiten Verbindungssystem wird das Rohr, das notwendigerweise flexibel oder innerhalb bestimmter Einschränkungen verformbar ist, um den Verbindungsabschnitt des Ventils angepasst und daran durch dessen Schrumpfen darauf oder durch die elastische Spannung des Rohrs selber oder durch spezielle Klemmringe befestigt.

Diese Art der Verbindung weist hohe Kosten sowohl hinsichtlich des Zusammenbaus als auch des Zerlegens hohe Kosten auf und ist nicht auf hydraulische Systeme oder Systeme für die Beförderung und/oder Verteilung von Flüssigkeiten bei hohem Druck übertragbar. Des Weiteren ist die Verbindung selbst anfällig gegenüber unerwünschten Lockerungen, die durch Schwingungen, durch den so genannten Flüssigkeitsschlag, und andere mechanische Beanspruchungen, denen der hydraulische Kreis ausgesetzt ist, verursacht werden.

In einem dritten Verbindungssystem weist das Ventil einen Verbindungsabschnitt mit Außengewinde auf, und das Rohr, das flexibel oder nicht flexibel sein kann, weist eine daran befestigte Mutter mit Innengewinde auf, um auf den mit Gewinde versehenen Verbindungsabschnitt geschraubt zu werden, um so das Ende des Rohrs mit dem letzteren fest zu verbinden.

Diese Art der Verbindung, trotz des leichten Zusammenbaus, weist den Nachteil der unerwünschten Lockerung der Verbindung auf, die teilweise durch die eingeschränkte Gesamtlänge des Gewindes und teilweise durch die mechanische Beanspruchung durch Druckabweichungen, Schwingungen und den Flüssigkeitsschlag im Flüssigkeitskreis und zusätzlich durch die Betätigung der Ventile selbst verursacht wird, die typischerweise mechanisch oder elektromagnetisch und oft zyklisch erfolgt.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein System zur Verbindung von Rohren mit Bestandteilen in Flüssigkeit-befördernden und -verteilenden Systemen bereitzustellen, dessen Eigenschaften so sind, dass die im Zusammenhang mit dem Stand der Technik, zum Beispiel EP 0535867, zitierten Nachteile sich erübrigen. Diese Aufgabe wird mittels einer Anti-Losschraub-Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 für die Verbindung von röhrenförmigen Enden zweier Bestandteile in Systemen zur Beförderung oder Verteilung von Flüssigkeiten mittels einer an dem einen der röhrenförmigen Enden befestigten Mutter, die auf das andere aufschraubbar ist, um die Enden zu verbinden, gelöst. Die Anti-Losschraub-Vorrichtung ist mit einem der Bestandteile verbindbar und umfasst Folgendes: "

  • – wenigstens ein entgegenwirkendes Element, welches wenigstens eine erste entgegenwirkende Fläche aufweist, die auf effektive Weise komplementär zu einer zweiten entgegenwirkenden Fläche ist, die auf der Mutter ausgebildet ist, wobei das entgegenwirkende Element aus einer Eingriffsstellung, bei der die erste entgegenwirkende Fläche mit der zweiten entgegenwirkenden Fläche in Eingriff steht, und verhindert wird, dass die Mutter sich lockert, in eine Lösestellung, bei der die Mutter gelöst werden kann, bewegbar ist, wobei auf das entgegenwirkende Element derart eingewirkt wird, dass es sich selbst von der Lösestellung in die Eingriffsstellung und umgekehrt bewegt; und
  • – Verriegelungsmittel, die auf das entgegenwirkende Element einwirken, um dieses in der Eingriffsstellung zu verriegeln.

Um die Erfindung besser zu verstehen und um deren Vorteile umfassender zu erläutern, wird nachfolgend eine Anzahl zugehöriger nicht einschränkender und veranschaulichender Ausführungsformen anhand der begleitenden Figuren erläutert, wobei diese Folgendes darstellen:

1 ist eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anti-Losschraub-Vorrichtung;

2 ist eine Aufsicht auf eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einem Betriebszustand;

3 ist ein Querschnitt entlang III-III, wie in 2 eingezeichnet;

4 ist eine Aufsicht der Vorrichtung aus 2 in einem anderen Betriebszustand;

5 ist ein Querschnitt entlang V-V, wie in 4 eingezeichnet;

6 ist eine Aufsicht der in 2 gezeigten Vorrichtung in einem anderen Betriebszustand; und

7 ist ein Querschnitt entlang VII-VII in 6.

Im Folgenden wird auf die Figuren Bezug genommen. Eine Anti-Losschraub-Vorrichtung ist als Ganzes mit dem Bezugszeichen 1 versehen. Die Anti-Losschraub-Vorrichtung 1 ist so ausgestaltet, dass die Verbindung, die durch eine Mutter 2 hergestellt wird, zwischen den röhrenförmigen Enden zweier Bestandteile, wie etwa einem Rohr (in den Figuren nicht dargestellt) und einem Ventil 3, in Flüssigkeit- befördernden oder -verteilenden Systemen verriegelt. Diese Mutter 2 ist mit dem röhrenförmigen Ende eines der Bestandteile, z.B. des Rohres verbunden oder verbindbar und kann auf das röhrenförmige Ende des anderen Bestandteils, z.B. auf einen mit einem Gewinde versehenen Abschnitt 4 des Ventils 3, geschraubt werden, um dieses Ventil 3 und dieses Rohr in einer Flüssigkeit leitenden Verbindung anzuordnen.

Die Anti-Losschraub-Vorrichtung 1 ist mit einem der Bestandteile verbindbar oder darauf ausgebildet, bevorzugt auf der Außenfläche des Ventils 3 und umfasst wenigstens ein entgegenwirkende Element, auf dem sich wenigstens eine erste entgegenwirkende Fläche befindet, die auf effektive Weise komplementär zu einer zweiten entgegenwirkende Fläche ist, die auf dieser Mutter 2 ausgebildet ist. Das entgegenwirkende Element, bevorzugt ein beweglicher Schieber 5, ist zwischen einer Eingriffsstellung, in der die erste entgegenwirkende Fläche mit der zweiten Eingriffsfläche in Eingriff steht, um zu verhindern, dass die Mutter 2 sich lockert, und einer Lösestellung, bei der die diese gelockert werden kann, bewegbar. Die erste entgegenwirkende Fläche umfasst vorteilhaft einen oder mehrere Sperrzähne 6, und die zweite entgegenwirkende Fläche umfasst Zähne oder Kerben 7 die komplementär zu den Sperrzähnen 6 sind.

Die Anti-Losschraub-Vorrichtung 1 beinhaltet ebenso ein Verriegelungsmittel, bevorzugt einen Nocken 8, das so angeordnet ist, dass es in der Lage ist, auf ein entgegenwirkendes Element und insbesondere auf eine Betätigungsfläche 9 davon einzuwirken, um dieses in der Eingriffsstellung zu verriegeln.

Die Anti-Losschraub-Vorrichtung 1 beinhaltet vorteilhaft ebenso elastische Mittel, bevorzugt eine oder mehrere Federn 10, die auf das entgegenwirkende Element einwirken, um dieses elastisch in die Eingriffsstellung zu drücken.

Ein zusätzlicher Vorteil beruht auf der Bereitstellung von Anzeigemitteln, bevorzugt mit den Verriegelungsmitteln verbundene Stellungszeiger, um die Verriegelung und die Lösestellung des entgegenwirkenden Elements anzuzeigen.

Wo eine doppelte Verriegelung einer einzelnen Mutter 2, oder Verriegelung mit zwei unabhängigen Muttern 2, die beispielsweise dazu ausgelegt ist; zwei Rohre mit einem Ventil 3 zu verbinden, beabsichtigt ist, weist die Anti-Losschraub-Vorrichtung in vorteilhafter Weise zwei entgegenwirkende Elemente auf, die derart angeordnet sind, dass sie durch dasselbe Verriegelungsmittel simultan verriegelt werden können. Insbesondere sind sich die Betätigungsflächen 9 der Sperrelemente bevorzugt auf effektive Weise mit einem Spalt dazwischen zugewandt, und die Verriegelungsmittel, zum Beispiel der Nocken 8, sind zwischen den Betätigungsflächen 9 angeordnet, um diese simultan zu betätigen.

In vorteilhafter Weise umfassen die zuvor erwähnten elastischen Mittel wenigstens eine zusammengedrückte Feder 10, die an den zwei sich wechselseitig entgegenwirkenden Betätigungsflächen 9 anliegt, um die zwei entgegenwirkende Elemente auseinander zu halten und um diese elastisch in ihre Eingriffsstellungen zu drücken.

In der bevorzugten Ausführungsform, die zum Beispiel in den 2 und 3 gezeigt ist, ist die Anti-Losschraub-Vorrichtung 1 auf einem Ventil 3 mit zwei, mit Gewinde versehenen, Verbindungsabschnitten 4 an zueinander gegenüberliegenden Seiten und in axialer Ausrichtung angebracht, um eine lösbare Verbindung zweier Rohre (nicht dargestellt), eins an jeder Seite, an dem Ventil 3 unter Verwendung der Muttern 2 zu erreichen.

Die Anti-Losschraub-Vorrichtung 1 umfasst ein, bevorzugt aber nicht notwendigerweise rechtwinkliges, Gehäuse 12 das mit der Außenfläche des Ventilkörpers zwischen den zwei Verbindungsabschnitten 4 verbunden ist. Das Gehäuse gibt bevorzugt zwei Öffnungen an zueinander gegenüberliegenden Seiten vor, die den Abschnitten 4 und damit den Muttern 2 zugewandt sind und nimmt teilweise die zwei wechselseitig entgegenwirkenden Schieber 5 mit einem Spalt zwischen ihnen auf.

Die Schieber 5 werden bewegbar im Gehäuse 12 gehalten, welches deren Bewegungen führt, und die Schieber sind bevorzugt nahezu T-förmig mit einem breiten Ende 13 innerhalb des Gehäuses 12 und einem entgegenwirkenden, lang gestreckten Ende 14, das durch die Öffnungen des Gehäuses in Richtung der Abschnitte 4 vorsteht, d.h. in Richtung der Muttern 2, die auf diese aufgeschraubt werden. Das breite Ende 13 des Schiebers 5 weist eine Betätigungsfläche 9 auf, die allgemein in Richtung der Lösestellung des Schiebers 5 zugewandt ist, während das lang gestreckte Ende 14 einen oder mehrere, bevorzugt zwei, Sperrzähne 6, die die zuvor erwähnten ersten entgegenwirkenden Flächen bilden, aufweist.

In dem Raum zwischen den Schiebern 5, d. h. dem Raum zwischen den Betätigungsflächen 9, befindet sich ein drehbar, bevorzugt durch das Gehäuse 12 oder das Ventil 3, gelagerter Nocken 8, der die Drehung zusammen mit einem Kontrollknopf 15, der auf der Außenseite jenes Gehäuses 12 angeordnet ist, ausführt.

Die relative Anordnung zwischen dem Nocken 8 und den Betätigungsflächen 9 ist derart, dass die Schieber 5 simultan in ihrer Eingriffsstellung durch Drehen des Kontrollknopfs 15zur Positionierung des Nockens 8 verriegelt werden können.

Der Knopf 15 selber besitzt einen Zeiger, der die Drehstellung des Nockens anzeigt. Dies kann eine eingefärbte Linie oder ein Vorsprung 11 sein, und geeignete Bezugszeichen sind auf dem Gehäuse 12 oder auf angrenzenden Außenflächen des Ventils 3, wie etwa die Symbole 17, die ein geschlossenes oder offenes Vorhängeschloss darstellen oder die Worte "nicht verriegelt" und "verriegelt" aufweisen, an den Stellen, an denen der zuvor genannte Vorsprung 11 angeordnet ist, ausgebildet, wenn sich das Sperrelement in Lösestellung befindet und verriegelt ist.

Zwei zusammengedrückte Federn 10, eine auf jeder Seite des Nockens 8, sind so angeordnet, dass sie an den Betätigungsflächen 9 anliegen.

Die Muttern 2 umfassen, wie zu Beginn erwähnt, wenigstens eine zweite entgegenwirkende Fläche, die auf effektive Weise komplementär zur ersten entgegenwirkende Fläche, d.h. zu den Sperrzähnen 6 der entgegenwirkenden Elemente, ist. Insbesondere die zweite entgegenwirkende Fläche nimmt die Form eines verzahnten Rings 16 an, der auf einer Stirnfläche des ringförmigen Körpers der Mutter 2, die der Anti-Losschraub-Vorrichtung 1 zugewandt ist, ausgebildet ist. Der verzahnte Ring 16 bildet eine durchgehende ringförmige Abfolge von Zähnen oder Kerben 7, die mit den Sperrzähnen 6 des entgegenwirkenden Elements 5 in beliebiger Drehstellung der Mutter 2 in Eingriff gebracht werden kann.

Die Neigung der ersten und zweiten Sperrflächen, d.h. der Sperrzähne 6 und Kerben 7, und deren elastischen Eingriff mittels der Federn 10 gestattet es, dass, wenn das entgegenwirkende Element sich in Lösestellung befindet, die Mutter 2 mit einem Klickvorgang festgezogen oder gelöst wird.

Nachfolgend wird der Betrieb der erfindungsgemäßen Anti-Losschraub-Vorrichtung beschrieben.

Die Verbindung eines Rohres mit dem mit Gewinde versehenen Abschnitt 4 des Ventils 3 erfolgt wie nachfolgend beschrieben.

Das Rohr mit der angebrachten Mutter wird an dem mit Gewinde versehenen Abschnitt 4 ausgerichtet und dagegen platziert und die Mutter 2 wird mit der Hand oder mit geeigneten Werkzeugen auf den Abschnitt 4 geschraubt.

Während die Mutter 2 auf den mit Gewinde versehenen Abschnitt 4 aufgeschraubt wird, befinden sich die entgegenwirkenden Schieber 5 in Lösestellung. Dies bedeutet, dass der Nocken 8 in einer Stellung geparkt ist, die es gestattet, dass die Betätigungsflächen aufeinander zu gebracht sind, so dass die Schieber in ihre Lösestellung bewegt werden können, d.h. die Sperrzähne 6 werden aus dem verzahnten Ring 16 der Mutter 2 ausgerückt (2 und 3).

Aufgrund der elastischen Kraft, die durch die Federn 10 auf beide Betätigungsflächen 9ausgeübt wird, werden die Schieber 5 elastisch in der Eingriffsstellung gehalten und die Sperrzähne 6 klicken elastisch in die Kerben 7 ein, aber aufgrund der Steigung der Sperrflächen, gleiten die Flächen aufeinander und ermöglichen es der Mutter mit einem Klickvorgang reingeschraubt zu werden (4 und 5).

Sobald sie angezogen ist, wird die Mutter 2 durch Drehen des Nockens 8, unter Verwendung des Knopfes 15, in eine Stellung gedreht, die verhindert, dass sich die Betätigungsflächen 9 einander annähern. Dies verriegelt die Schieber 5 in der Eingriffsstellung d.h. in einer ausgezogenen Stellung, in der die Sperrzähne 6 in die Kerben 7 auf dem verzahnten Ring 16 der Mutter 2 eingreifen, die sich daher nicht lockern kann (6 und 7).

Während des Betriebs, beispielsweise des hydraulischen Kreises, ist es ziemlich unmöglich, dass sich die Mutter 2 trotz der mechanischen Beanspruchungen, die durch Schwingungen und plötzliche Schwankungen der Temperatur und des Druckes oder durch den Betrieb des Ventils selbst verursacht werden, lockert. Im Ergebnis ist die Verbindung zwischen dem Rohr und dem Ventil sehr sicher und zuverlässig.

Zum Lösen der Verbindung oder zum Ersetzen des Rohres oder des Ventils, werden die sich entgegenwirkenden Elemente, nämlich die bewegbaren Schlitten 5, einfach durch Drehen des Nockens 8 entriegelt und die Muttern 2 von den mit Gewinde versehenen Verbindungsabschnitten 4 abgeschraubt.

Die erfindungsgemäße Anti-Losschraub-Vorrichtung weist zahlreiche Vorteile auf. Das Verbinden und Lösen der Verbindung erfolgen schnell und einfach und benötigen kein erfahrenes Personal, und die Mutter wird sicher verriegelt und ergibt eine sichere und haltbare Verbindung zwischen den Rohren und Ventilen.

Um genauer zu sein, die erfindungsgemäße Anti-Losschraub-Vorrichtung gestattet die Verriegelung der Mutter in beliebiger Drehstellung und unterbindet deren Lockerung selbst für den Fall, dass es zu Schwingungen oder anderen mechanischen Beanspruchungen kommt.

Es wird deutlich werden, dass Abwandlungen und/oder Ergänzungen zur zuvor beschriebenen und erläuterten Vorrichtung ins Auge gefasst sind, ohne dass dabei vom Umfang der Erfindung selbst abgewichen wird.

Zum Beispiel kann das entgegenwirkende Element aus einem drehgelenkigen Hebel mit einem oder mehreren Zähnen an einem Ende, die als die erste entgegenwirkende Fläche wirken und mit einer Betätigungsfläche, auf die die Verriegelungsmittel einwirken, bestehen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfassen die Verriegelungsmittel einen Keil, der bevorzugt auf geneigte Betätigungsflächen einwirkt. Der Keil wird mittels Hand betätigt, zum Beispiel durch einen Steuerschieber, und verriegelt das entgegenwirkende Element oder Elemente in der Eingriffsstellung.

Gemäß noch einer weiteren Ausführungsform umfassen die Verriegelungsmittel einen drehgelenkigen Hebel, der auf die Betätigungsfläche des entgegenwirkenden Elements einwirkt, um es in der Eingriffsstellung zu verriegeln.

Sowohl der Ventilkörper des Ventils und die Anti-Losschraub-Vorrichtung sind bevorzugt aus synthetischem Material, wie etwa Polypropylen oder PVC geformt. Als Alternative können sie aus Metall hergestellt sein.


Anspruch[de]
Anti-Losschraub-Vorrichtung (1) für eine Mutter-Verbindung von röhrenförmigen Enden zweier Bestandteile (3) in Systemen zur Beförderung oder Verteilung von Flüssigkeiten, worin ein Mutter (2) an dem röhrenförmigen Ende eines der Bestandteile befestigt ist, auf das röhrenförmige Ende des anderen Bestandteils aufschraubbar ist, um die Enden zu verbinden, worin die Anti-Losschraub-Vorrichtung (1) mit einem der Bestandteile (3) verbindbar ist und umfasst:

– wenigstens ein entgegenwirkendes Element (5), welches wenigstens eine erste entgegenwirkende Fläche (6) aufweist, die auf effektive Weise komplementär zu einer zweiten entgegenwirkende Fläche (7) ist, die auf der Mutter (2) ausgebildet ist, wobei das entgegenwirkende Element (5) aus einer Eingriffsstellung, bei der die erste entgegenwirkende Fläche (6) mit der zweiten entgegenwirkenden Fläche (7) in Eingriff steht, und verhindert wird, dass die Mutter (2) sich lockert, in eine Lösestellung, bei der die Mutter (2) gelöst werden kann, und umgekehrt bewegbar ist, und

– elastische Mittel (10), die es ermöglichen, das entgegenwirkende Element (5) elastisch in die Eingriffstellung zu drücken;

– Verriegelungsmittel (8), die auf das entgegenwirkende Element (5) einwirken, um es in der Eingriffsstellung zu verriegeln.
Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 1, in der das elastische Mittel (10) auf das entgegenwirkende Element (5) einwirkt, das fortlaufend elastisch in die Eingriffstellung gedrückt wird. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 1 oder 2, umfassend elastische Mittel (10), die es ermöglichen, das entgegenwirkende Element (5) elastisch in die Eingriffstellung zu drücken. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 1, 2 oder 3, in der das entgegenwirkende Element (5) ein bewegbarer Schieber (5) mit einem oder mehreren Sperrzähnen (6) an einem Ende ist, die als die ersten entgegenwirkenden Flächen wirken. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 1, 2 oder 3, in der das entgegenwirkende Element (5) ein drehgelenkiger Hebel mit einem oder mehreren Sperrzähnen (6) an einem Ende ist, die als die ersten entgegenwirkenden Flächen wirken. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in der die Verriegelungsmittel (8) einen Nocken (8) und/oder einen Keil und/oder Hebel umfassen, die auf eine Betätigungsfläche (9) des entgegenwirkenden Elements (5) einwirken. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, in der die Verriegelungsmittel (8) Handbetätigungsmittel (15) umfassen. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend Anzeigemittel (11), um die Verriegelung und Lösestellung des entgegenwirkenden Elements (5) anzuzeigen. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 8, in der die Anzeigemittel einen sichtbaren Stellungszeiger (11) umfassen, der mit den Verriegelungsmitteln (8) verbunden ist. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend ein Gehäuse (12), das mit dem Bestandteil (3) verbunden oder verbindbar ist, worin das Gehäuse wenigstens teilweise das Verriegelungsmittel (8) und das wenigstens eine entgegenwirkende Element (5) aufnimmt, worin das Gehäuse (12) eine Führung für die Bewegung des entgegenwirkenden Elements (5) bildet. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 10, in der die Verriegelungsmittel einen Nocken (8) umfassen, der drehbar gelagert ist und die Drehung zusammen mit einem Betätigungsknopf (15) ausführt, der auf der Außenseite des Gehäuses (12) angeordnet ist. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 11, in der der Knopf (15) einen Zeiger (11) zur Anzeige der Drehstellung des Nockens (8) aufweist, und geeignete Bezugsmarkierungen (17) in den Eingriffs- und Lösestellungen auf dem Gehäuse (12) vorgesehen sind. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend zwei entgegenwirkende Elemente (5), die so angeordnet sind, dass ihre Betätigungsflächen (9) simultan durch dasselbe Verriegelungsmittel (8) betätigt werden. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 13, in der jedes der zwei entgegenwirkenden Elemente (5) es ermöglicht, ein Lösen der zugehörigen Mutter (2) zu verhindern. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 13 oder 14, in der die Betätigungsflächen (9) der zwei entgegenwirkenden Elemente (5) sich mit einem Spalt dazwischen zugewandt sind, und das Verriegelungsmittel (8) zwischen den Betätigungsflächen (9) angeordnet ist. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 15, in der das elastische Mittel wenigstens eine zusammengedrückte Feder (10) umfasst, die an den Betätigungsflächen (9) anliegt, um die entgegenwirkenden Elemente (5) auseinander zu halten und sie in ihre Eingriffsstellung zu drücken. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 16, in der zwei elastische Federn (10) vorhanden sind, die an zwei gegenüberliegenden Seiten des Verriegelungsmittels (8) zwischen den Betätigungsflächen (9) angeordnet sind. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, die von Anspruch 3 abhängig sind, in der die elastischen Mittel (10) eine elastische Kraft bereitstellen, die die erste entgegenwirkende Fläche (6) gegen die zweite entgegenwirkende Fläche (7) drücken, und wobei die entgegenwirkenden Flächen (6, 7) Steigungen aufweisen, die das Anschrauben und/oder Losschrauben der Mutter (2) mit einem Klickvorgang gestatten. Vorrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend die Mutter (2), wobei die Mutter (2) die wenigstens eine zweite entgegenwirkende Fläche (7) umfasst, die effektiv komplementär zur ersten entgegenwirkenden Fläche (6) ist. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 19, worin die Mutter (2) einen verzahnten Ring (16) umfasst, die die zweite entgegenwirkende Fläche (7) bildet. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 20, in der der verzahnte Ring (16) auf einer Stirnfläche des ringförmigen Körpers der Mutter (2) ausgebildet ist und der ersten entgegenwirkenden Fläche (6) des entgegenwirkenden Elements (5) der Vorrichtung (1) zugewandt ist. Bestandteil (3) für ein System zur Beförderung oder Verteilung von Flüssigkeiten, wobei der Bestandteil mit einem röhrenförmigen Verbindungsende (4) und mit einer Anti-Losschraub-Vorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 18 versehen ist. Bestandteil (3) gemäß Anspruch 22, wobei der Bestandteil ein Ventil (3) mit zwei, mit Gewinde versehenen, Verbindungsabschnitten (4), eins auf jeder Seite, ist und mit einer Anti-Losschraub-Vorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 13 bis 18 versehen ist. Bestandteil entweder gemäß Anspruch 22 oder 23, umfassend eine oder mehrere Anti-Losschraub-Vorrichtungen (1) mit Muttern gemäß Anspruch 19 bis 21. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 19, worin wenigstens eine der entgegenwirkenden Flächen (6) und (7) sich auf effektive Weise entlang des Umfangs der Mutter (2) erstrecken, um zu ermöglichen, dass die entgegenwirkenden Flächen (6, 7) in unterschiedlichen Drehstellungen der Mutter (2) in Eingriff stehen.






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