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Dokumentenidentifikation DE102005046268A1 29.03.2007
Titel Federsystem
Anmelder Stabilus GmbH, 56070 Koblenz, DE
Erfinder Knopp, Axel, 56337 Eitelborn, DE;
Darscheid, Karl-Heinz, 56204 Hillscheid, DE;
Bonnekessel, Stefan, 56068 Koblenz, DE;
Maßmann, Rainer, 53119 Bonn, DE;
Mintgen, Rolf, 56743 Thür, DE;
Rickenberg, Torsten, 56567 Neuwied, DE;
Scheuer, Jörg-Erwin, 76227 Karlsruhe, DE;
Schweinberger, Dirk, Dr., 76227 Karlsruhe, DE;
Herbst, Daniel, Dr., 76133 Karlsruhe, DE;
Völlinger, Joachim, 36137 Großenlüder, DE
Vertreter Klein, T., Dipl.-Ing.(FH), Pat.-Anw., 55263 Wackernheim
DE-Anmeldedatum 27.09.2005
DE-Aktenzeichen 102005046268
Offenlegungstag 29.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.03.2007
IPC-Hauptklasse F16F 5/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf ein Federsystem mit einem ersten Zugteil 1, das ein erstes Befestigungselement aufweist und mit einem zweiten Zugteil 21, das ein zweites Befestigungselement aufweist. Durch eine Zugfeder ist das erste Zugteil 1 mit dem zweiten Zugteil 21 verbunden. Die Zugteile 1 und 21 sind, die Zugfedern spannend oder entspannend, relativ zueinander bewegbar. Weiterhin ist eine Dämpfungseinrichtung vorhanden, durch die die Zueinanderbewegung der Zugteile 1 und 21 über ihren ganzen Bewegungsweg oder über einen Teil des Bewegungsweges dämpfbar ist. An dem ersten Zugteil 1 ist ein zum zweiten Zugteil 21 gerichteter Zylinder 2 befestigt, in dem ein Kolben 3 verschiebbar angeordnet ist, der den Innenraum des Zylinders 2 in eine dem ersten Zugteil 1 nähere erste Zylinderkammer 4 und eine dem zweiten Zugteil 21 nähere zweite Zylinderkammer 5 unterteilt und der eine an dem zweiten Zugteil 21 angeordnete Kolbenstange 6 besitzt, wobei der Innenraum des Zylinders 2 über eine oder mehrere Drosselöffnungen 19, 19' mit der Umgebung verbunden ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Federsystem mit einem ersten Zugteil, das ein erstes Befestigungselement aufweist und mit einem zweiten Zugteil, das ein zweites Befestigungselement aufweist, mit einer Zugfeder, durch die das erste Zugteil mit dem zweiten Zugteil verbunden ist und die Zugteile die Zugfeder spannend oder entspannend relativ zueinander bewegbar sind, sowie mit einer Dämpfungseinrichtung, durch die die Zueinanderbewegung der Zugteile über ihren ganzen Bewegungsweg oder einen Teil des Bewegungsweges dämpfbar ist.

Bei einem derartigen Federsystem ist eine Dämpfungseinrichtung bekannt, die an dem zweiten Zugteil einen sich zum ersten Zugteil hin verjüngenden Konus und an dem ersten Zugteil eine entsprechende Konusaufnahme besitzt, in die der Konus am Ende der Zueinanderbewegung der Zugteile einfahrbar ist. Dabei erfolgt eine Reibung von Konus und Konusaufnahme aneinander, wodurch die Zueinanderbewegung gedämpft wird.

Diese Dämpfungseinrichtung bietet nur eine mangelhafte Dämpfung.

Aufgabe der Erfindung ist es daher ein Federsystem der eingangs genannten Art zu schaffen, das einfach aufgebaut ist und eine gute temperaturunabhängige Dämpfung der Zueinanderbewegung der Zugteile insbesondere im letzten Teil ihrer Zueinaderbewegung gewährleistet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an dem ersten Zugteil ein zum zweiten Zugteil gerichteter Zylinder befestigt ist, in dem ein Kolben verschiebbar angeordnet ist, der den Innenraum des Zylinders in eine dem ersten Zugteil nähere erste Zylinderkammer und eine dem zweiten Zugteil nähere zweite Zylinderkammer unterteilt und der eine an dem zweiten Zugteil angeordnete Kolbenstange besitzt, wobei der Innenraum des Zylinders über eine oder mehrere Drosselöffnungen mit der Umgebung verbunden ist.

Dieses Federsystem ist mit einfachen Bauteilen und mit geringer Baugröße aufgebaut und besitzt eine Dämpfungseinrichtung, die nach dem Prinzip einer Luftpumpe arbeitet. Sie ist ein offenes und damit temperaturunabhängiges System und hat im Ruhezustand in ihrem Inneren Atmosphärendruck.

Bei Verschieben des zweiten Zugteils zum ersten Zugteil hin wird die in der ersten Zylinderkammer befindliche Luft komprimiert. Dieser Druck baut sich über die Drosselöffnungen ab, die in ihrem Querschnitt so abgestimmt sind, daß die Zueinanderbewegung der Zugteile gedämpft und nicht schlagartig erfolgt. Damit wird auch ein Rückschwingen vermieden, was zu einem unharmonischen Bewegungsablauf führen würde.

Vorzugsweise dient ein solches Federsystem zum Öffnen einer Klappe eines Kraftfahrzeugs, wobei das eine Zugteil an der Karosserie des Kraftfahrzeugs und andere Zugteil an der Klappe angelenkt ist.

Vorzugsweise ist die zweite Zylinderkammer permanent mit der Umgebung verbunden, wodurch der Aufbau und die Montage des Federsystems besonders einfach wird.

Dabei kann in einfache Weise die Drosselöffnung im Kolben die erste Zylinderkammer mit der zweiten Zylinderkammer verbindend ausgebildet sein.

Dadurch ergibt sich eine etwa gleichmäßige Dämpfung über den gesamten Weg der Zueinanderbewegung der Zugteile.

Dieselbe Funktion wird auch erreicht, wenn zwischen der radial umlaufenden Mantelfläche des Kolbens und der Innenwand des Zylinders ein Ringspalt vorhanden ist, der die Drosselöffnung bildet.

Die Drosselöffnung kann aber auch den dem zweiten Zugteil abgewandten Boden des Zylinders durchragen oder es können die Drosselöffnung oder die Drosselöffnungen radial die Zylinderwand des Zylinders durchragen.

Sind dabei mehrere Drosselöffnungen in gleichmäßigem oder ungleichmäßigem Abstand zueinander entlang der Längserstreckung des Zylinders ausgebildet, ist es möglich eine Geschwindigkeitssteuerung zu erhalten. Je nach dem abhängig von der Position des Kolbens im Zylinder vorhandenen Gesamtquerschnitt der dann die erste Zylinderkammer mit der Umgebung verbindenden Drosselöffnungen ist die momentane Dämpfung bestimmt.

Um nur im Endbereich der Zueinanderbewegung der Zugteile eine sich verstärkenden Dämpfwirkung zu erhalten, können die Drosselöffnungen in dem dem ersten Zugteil näheren Endbereich des Zylinders ausgebildet sein.

Bei Anwendung an einer Klappe bei einem Kraftfahrzeug kann damit am Anfang die Klappe zügig öffnen und das Ende der Öffnungsbewegung gedämpft erfolgen. Durch die am Ende der Öffnungsbewegung reduzierte Geschwindigkeit wird ein Rückschwingen vermieden. Am Hubende ist der Düsenquerschnitt so reduziert, daß ein sanfter Endanschlag gewährleistet ist.

Eine weitere Möglichkeit zur Ausbildung der Drosselöffnung besteht darin, daß die Drosselöffnung eine an der Innenwand des Zylinders ausgebildete Drosselnut ist, die sich entlang der Längserstreckung des Zylinders erstreckt. Da die Drosselnut bei Verschiebung des Kolbens auch immer wieder offenliegend wird, kann sie sich nicht durch Verschmutzungen zusetzen.

Dabei ist die Dämpfwirkung über den gesamten Hub konstant, wenn die Drosselnut auf ihrer gesamten Länge einen gleichen Querschnitt besitzt.

Besitzt die Drosselnut entlang ihrer Länge unterschiedliche Querschnitte, so kann damit eine Geschwindigkeitssteuerung über den Hub bewirkt werden.

In einfacher Weise ist die Zugfeder einer Schraubenzugfeder.

Umschließt dabei die Schraubenzugfeder den Zylinder mit radialem Spiel, so führt dies zu einem kompakten Aufbau mit nur geringem Bauraumbedarf.

Um eine weniger gedämpfte Voneinanderbewegung der Zugteile zu erreichen, kann der Kolben ein Rückschlagventil aufweisen, über das die zweite Zylinderkammer mit der ersten Zylinderkammer verbindbar ist.

Eine Möglichkeit der Ausbildung des Rückschlagventils besteht darin, daß an dem Kolben eine radial umlaufende Ringnut ausgebildet ist, in der ein Dichtring geringerer axialer Erstreckung als der axialen Erstreckung der Ringnut verschiebbar angeordnet ist, der mit seiner äußeren Mantelfläche an der Innenwand des Zylinders anliegt und von dem Boden der Ringnut beabstandet ist, wobei von einem nicht von dem Dichtring abdeckbaren Bereich der dem ersten Zugteil näheren Seitenwand der Ringnut Verbindungsöffnungen zur ersten Zylinderkammer führen.

Entspricht die axiale Länge des Kolbens zumindest weitgehend der axialen Länge des Zylinders, so erhält der Kolben eine gute Führung über seinen Bewegungsweg im Zylinder.

Dies ist auch erreichbar, wenn die Kolbenstange einen nur wenig geringeren Durchmesser besitzt als der Kolben. Dabei besitzt die Kolbenstange zur Luftabfuhr vorzugsweise eine oder mehrere Längsnuten.

Zu einem kostengünstigen Aufbau führ es, wenn das erste Zugteil und der Zylinder und/oder das zweite Zugteil und die Kolbenstange und/oder der Kolben einteilig ausgebildet sind, wobei das erste Zugteil und der Zylinder und/oder das zweite Zugteil und die Kolbenstange und/oder der Kolben Kunststoffteile, insbesondere Kunststoffspritzgußteile sein können.

Sowohl zu einer einfachen Montierbarkeit als auch zu einem einfachen Aufbau führt es, wenn das erste Zugteil und/oder das zweite Zugteil eine zylindrische Mantelfläche besitzt, die mit einem Außengewinde versehen ist, auf das ein Ende der Schraubenzugfeder mit seinen Windungen aufschraubbar ist.

Dabei wird weiterhin eine geringere Beanspruchung der Zugfeder in ihrem Befestigungsbereich am Zugteil erreicht.

Ist darüber hinaus das eine und/oder das andere freie Ende der Schraubenzugfeder zu einem axial über das erste bzw. das zweite Zugteil hinausragenden Haken geformt, der das erste bzw. das zweite Befestigungselement bildet, so erfüllt die Schraubenzugfeder eine Doppelfunktion.

Das Federsystem kann eine Spannvorrichtung zum Einstellen der Vorspannung der Zugfeder besitzen. Eine Möglichkeit dafür besteht darin, daß das zweite Zugteil axial zum Kolben oder zur Kolbenstange verstellbar ist.

Dies kann bei einfachem Aufbau und stufenlos dadurch ermöglicht werden, daß das zweite Zugteil eine auf einer mit Außengewinde versehenen Hülse aufgeschraubte Mutter ist, wobei die Hülse mit ihrem dem ersten Zugteil zugewandten Ende an dem Kolben axial abgestützt ist und wobei vorzugsweise die Hülse auf der Kolbenstange axial verschiebbar geführt angeordnet ist.

Eine andere Möglichkeit zum Einstellen der Vorspannung der Zugfeder besteht darin, daß das zweite Zugteil in Stufen oder stufenlos in mehreren Axialpositionen an der Kolbenstange arretierbar ist.

Dazu kann eine stufenlose Einstellung dadurch erfolgen, daß das zweite Zugteil eine auf der mit einem Außengewinde versehenen Kolbenstange aufgeschraubte Mutter ist.

Es ist aber möglich, daß daß das zweite Zugteil einen Befestigungszapfen besitzt, der an seinem einen Ende das zweite Befestigungselement trägt und in eine Koaxialausnehmung der Kolbenstange ragt, in der er in mehreren Axialpositionen durch ein oder mehrere Arretierelemente arretierbar ist, wozu vorzugsweise die Kolbenstange eine Querausnehmung besitzt, in die ein Riegel einsetzbar ist, der formschlüssig in eine von mehreren im axialen Abstand zueinander an dem Befestigungszapfen ausgebildeten entsprechenden Arretierausnehmungen des Befestigungszapfens ragt.

Eine Feineinstellung ist dabei dadurch möglich, daß der Befestigungszapfen einseitig oder zweiseitig mit Zahnreihen versehen ist und die Zahnlükken zwischen den Zähnen der Zahnreihen die Arretierausnehmungen bilden.

Eine weitere Einstellung der Vorspannung der Zugfeder ist dadurch möglich, daß die Zugfeder in mehreren Axialpositionen an dem ersten Zugteil und/oder an dem zweiten Zugteil oder an der Kolbenstange befestigbar ist.

Dabei kann das dem ersten Zugteil zugewandte und/oder das dem zweiten Zugteil zugewandte Ende der Zugfeder als Haken ausgebildet und in eine von mehreren axial hintereinander angeordneten Ausnehmungen einhakbar sein.

Besonders einfach kann dabei eine Verstellung der Vorspannung erfolgen, wenn in dem ersten Zugteil und/oder dem zweiten Zugteil oder in der Kolbenstange ein koaxialer Verstellschlitz ausgebildet ist, von dem in axialem Abstand zueinander Arretierschlitze begrenzter Länge ausgehen, die radial oder zur Zugfeder geneigt ausgebildet sind.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen

1 eine Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines Federsystems

2 einen Querschnitt des Federsystems entlang der Linie 1–1 In 3

3 eine Querschnittansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Federsystems

4 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Federsystems im Bereich des zweiten Zugteils im Querschnitt

5 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Federsystems im Bereich des zweiten Zugteils im Querschnitt

6 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Federsystems im Bereich des zweiten Zugteils im Querschnitt

7 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Federsystems im Bereich des zweiten Zugteils im Querschnitt.

Die in den Figuren dargestellten Federsysteme weisen ein erstes Zugteil 1 auf, an dem ein Zylinder 2 einteilig angeordnet ist.

In dem Zylinder 2 ist ein Kolben 3 axial verschiebbar angeordnet, der den Innenraum des Zylinders in eine erste Zylinderkammer 4 und eine zweite Zylinderkammer 5 unterteilt.

An dem Kolben 3 ist einteilig eine Kolbenstange 6 angeordnet, die durch die zweite Zylinderkammer 5 hindurch nach außen geführt ist.

Die Kolbenstange 6 besitzt einen gegenüber dem Innendurchmesser des Zylinders 2 nur wenig kleineren Außendurchmesser, wobei an der äußeren Mantelfläche der in 2 dargestellten Kolbenstange 6 noch eine sich über deren ganze Länge erstreckende Axialnut 7 ausgebildet ist.

Die zweite Zylinderkammer 5 mündet offen nach außen.

Das erste Zugteil besitzt eine zylindrische Mantelfläche, die mit einem Außengewinde 8 versehen ist, auf das ein Ende einer Schraubenzugfeder 9 mit deren Windungen aufgeschraubt ist.

In 3 ist das freie Ende der Schraubenzugfeder 9 um das erste Zugteil 1 herumgeführt und zu einem Haken 10 geformt, der auf der dem Zylinder 2 entgegengesetzten Seite axial von dem ersten Zugteil 1 wegragt und ein Befestigungselement bildet.

Bei dem Ausführungsbeispiel der 1 und 2 ist ein entsprechendes als Öse 11 ausgebildetes Befestigungselement einteilig mit dem ersten Zugteil 1 ausgebildet.

In 3 besitzt der Kolben 3 eine radial umlaufende Ringnut 12, in die ein Dichtring 13 eingesetzt ist, der an der Innenwand 14 des Zylinders 2 in Anlage ist und die erste Zylinderkammer 4 von der zweiten Zylinderkammer 5 sowohl bei einer Einfahr- als auch einer Ausfahrbewegung des Kolbens 3 voneinander trennt.

In den 1 und 2 ist an dem Kolben 3 ebenfalls eine radial umlaufende Ringnut 12' ausgebildet, in ein Dichtring 13' eingesetzt ist, dessen axiale Erstreckung geringer ist als die axiale Erstreckung der Ringnut 12' und in der der Dichtring 13' axial verschiebbar ist.

Mit seiner äußeren Mantelfläche liegt der Dichtring 13' an der Innenwand 14 des Zylinders 2 an, ist aber auf der Seite des Bodens der Ringnut 12' unterströmbar.

In der dem zweiten Zugteil 1 näheren Seitenwand 15 sind als Verbindungsnuten 16 ausgebildete Verbindungsöffnungen angeordnet, während die anderen Seitenwand 17 der Ringnut 12 keine derartigen Verbindungsöffnungen besitzt.

Diese Ausbildung bildet ein Rückschlagventil, das bei einer Einschubbewegung des Kolbens in den Zylinder 2 geschlossen und bei einer Ausfahrbewegung geöffnet ist. In der geöffneten Position kann Luft über die Ringnut 12' von der ersten Zylinderkammer 4 in die zweite Zylinderkammer 5 strömen.

Der Zylinder 2 ist auf der Seite des ersten Zugteils 1 durch einen Boden 18 verschlossen, in dem eine axiale Drosselöffnung 19 ausgebildet ist, die die erste Zylinderkammer 4 mit der Umgebung verbindet.

In den 1 und 2 sind weitere Drosselöffnungen 19' radial in der Zylinderwand 20 des Zylinders 2 in unregelmäßigem Abstand zueinander entlang der Längserstreckung des Zylinders 2 ausgebildet.

Bei einer Einschubbewegung des Kolbens 3 wird die in der ersten Zylinderkammer 4 vorhandene Luft über die Drosselöffnungen 19 und 19' nach außen verdrängt, so daß diese Bewegung gedämpft erfolgt.

Die Schraubenzugfeder 9 umschließt den Zylinder 2 mit radialem Spiel und ist an ihrem dem ersten Zugteil 1 entgegengesetzten Ende mit einem zweiten Zugteil 21 verbunden.

In 3 ist das zweite Zugteil 21 fest an dem aus dem Zylinder 2 herausragenden Ende der Kolbenstange 6 angeordnet und besitzt so, wie das erste Zugteil 1 an seiner radial umlaufenden Mantelfläche ein Außengewinde 8, auf das das Ende der Schraubenzugfeder 9 aufgeschraubt ist.

Weiterhin ist das freie Ende entsprechend der Ausbildung auf der Seite des ersten Zugteils 1 als Haken 10 ausgebildet.

Bei den Ausführungsbeispielen der 1 und 2 sowie 4 und 5 ist das zweite Zugteil 21 eine Mutter 22, die entsprechend dem zweiten Zugteil 21 in 3 mit einem Außengewinde 8 versehen ist, auf das das Ende der Schraubenzugfeder 9 aufgeschraubt ist.

Ein Haken ist aber nicht durch das freie Ende der Schraubenzugfeder 9 gebildet.

Die Mutter 22 ist auf eine mit einem entsprechenden Außengewinde 23 versehene Hülse 24 aufgeschraubt, die mit ihrem dem ersten Zugteil 1 zugewandten Ende an dem Kolben 3 axial abgestützt ist.

Durch Verdrehen der Hülse 24 relativ zur Mutter 22 kann die Vorspannung der Schraubenzugfeder 9 eingestellt werden.

In 4 ist die Axialbohrung der Hülse 24 von einem fest mit der Kolbenstange 6 verbundenen Fortsatz 25 durchragt, der an seinem freien Ende eine als Befestigungselement dienende Öse 11 besitzt.

Eine als Langloch ausgebildete und sich axial erstreckende Querausnehmung 26 mit Sägezahnprofil 29 an ihren Längsseiten ist in der Hülse 24 ausgebildet. In dem Fortsatz 25 ist eine entsprechende Querausnehmung 27 mit geringerer axialer Erstreckung als der Querausnehmung 26 ausgebildet.

Ein Riegel 28 mit dem Querschnitt der Querausnehmung 27 durchragt beide Querausnehmungen 26 und 27.

In 5 ist ebenfalls ein Fortsatz 25' mit einer Öse 11 vorhanden, der aber nicht mit dem Kolben 3 fest verbunden ist.

Der Fortsatz 25' ist an seinen einander gegenüberliegenden Längsseiten mit einem Sägezahnprofil 29' versehen und durch ein darin formschlüssig eingreifendes Sicherungsteil 34 fest verbunden, das wiederum fest mit der Hülse 24 verbunden ist.

In den 6 und 7 bildet das freie Ende der Kolbenstange 6 gleichzeitig das zweite Teil 21.

In diesem freien Ende der Kolbenstange 6 sind in 6 mehrere axial hintereinander angeordnete Ausnehmungen 30 ausgebildet, in die das zu einem Haken 31 umgebogene Ende der Schraubenzugfeder 9 einhakbar ist. Je nach der gewählten Ausnehmung 30, in die der Haken 31 eingehakt ist, ist die Vorspannung der Schraubenzugfeder 9 bestimmt.

In dem freien Ende der Kolbenstange 6 ist in 7 ein koaxialer Verstellschlitz 32 ausgebildet, von dem seitlich in axialem Abstand zueinander Arretierschlitze 33 ausgehen.

Die Arretierschlitze 33 besitzen nur begrenzte Länge und verlaufen dem freien Ende der Kolbenstange 6 abgewandt geneigt.

Auch hier ist das Ende der Schraubenzugfeder 9 zu einem Haken 31 umgebogen und greift in einen Arretierschlitz 33 zu Bestimmung der Vorspannung der Schraubenzugfeder 9 ein, wobei er an dem geschlossenen Ende des Arretierschlitzes in Anlage ist.

Zur Veränderung der Vorspannung muß der Haken 31 nur im Arretierschlitz 33 bis zum Verstellschlitz 32 und in diesem zu dem neuen gewünschten Arretierschlitz 33 verschoben und in diesen eingeführt werden.

1
erstes Zugteil
17
Seitenwand
2
Zylinder
18
Boden
3
Kolben
19
Drosselöffnung
4
erste Zylinderkammer
19'
Drosselöffnung
5
zweite Zylinderkammer
20
Zylinderwand
6
Kolbenstange
21
zweites Zugteil
7
Axialnut
22
Mutter
8
Außengewinde
23
Außengewinde
9
Schraubenzugfeder
24
Hülse
10
Haken
25
Fortsatz
11
Öse
25'
Fortsatz
12
Ringnut
26
Querausnehmung
12'
Ringnut
27
Querausnehmung
13
Dichtring
28
Riegel
13'
Dichtring
29
Sägezahnprofil
14
Innenwand
29'
Sägezahnprofil
15
Seitenwand
30
Ausnehmungen
16
Verbindungsnuten
31
Haken
32
Verstellschlitz 33 Arretierschlitz
34
Sicherungsteil


Anspruch[de]
Federsystem mit einem ersten Zugteil, das ein erstes Befestigungselement aufweist und mit einem zweiten Zugteil, das ein zweites Befestigungselement aufweist, mit einer Zugfeder, durch die das erste Zugteil mit dem zweiten Zugteil verbunden ist und die Zugteile die Zugfeder spannend oder entspannend relativ zueinander bewegbar sind, sowie mit einer Dämpfungseinrichtung, durch die die Zueinanderbewegung der Zugteile über ihren ganzen Bewegungsweg oder einen Teil des Bewegungsweges dämpfbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß an dem ersten Zugteil (1) ein zum zweiten Zugteil (21) gerichteter Zylinder (2) befestigt ist, in dem ein Kolben (3) verschiebbar angeordnet ist, der den Innenraum des Zylinders (2) in eine dem ersten Zugteil (1) nähere erste Zylinderkammer (4) und eine dem zweiten Zugteil (21) nähere zweite Zylinderkammer (5) unterteilt und der eine an dem zweiten Zugteil (21) angeordnete Kolbenstange (6) besitzt, wobei der Innenraum des Zylinders (2) über eine oder mehrere Drosselöffnungen (19, 19') mit der Umgebung verbunden ist. Federsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Zylinderkammer (5) permanent mit der Umgebung verbunden ist. Federsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselöffnung im Kolben die erste Zylinderkammer mit der zweiten Zylinderkammer verbindend ausgebildet ist. Federsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselöffnung (19) den dem zweiten Zugteil (21) abgewandten Boden (18) des Zylinders (2) durchragt. Federsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselöffnung oder die Drosselöffnungen (19') radial die Zylinderwand (20) des Zylinders (2) durchragen. Federsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Drosselöffnungen (19') in gleichmäßigem oder ungleichmäßigem Abstand zueinander entlang der Längserstreckung des Zylinders (2) ausgebildet sind. Federsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselöffnungen (19') in dem dem ersten Zugteil (1) näheren Endbereich des Zylinders (2) ausgebildet sind. Federsystem nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselöffnung eine an der Innenwand des Zylinders ausgebildete Drosselnut ist, die sich entlang der Längserstreckung des Zylinders erstreckt. Federsystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselnut auf ihrer gesamten Länge einen gleichen Querschnitt besitzt. Federsystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselnut entlang ihrer Länge unterschiedliche Querschnitte besitzt. Federsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugfeder einer Schraubenzugfeder (9) ist. Federsystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenzugfeder (9) den Zylinder (2) mit radialem Spiel umschließt. Federsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (3) ein Rückschlagventil aufweist, über das die zweite Zylinderkammer (4) mit der ersten Zylinderkammer (5) verbindbar ist. Federsystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Kolben (3) eine radial umlaufende Ringnut (12') ausgebildet ist, in der ein Dichtring (13') geringerer axialer Erstreckung als der axialen Erstreckung der Ringnut (12') verschiebbar angeordnet ist, der mit seiner äußeren Mantelfläche an der Innenwand (14) des Zylinders (2) anliegt und von dem Boden der Ringnut (12') beabstandet ist, wobei von einem nicht von dem Dichtring (13') abdeckbaren Bereich der dem ersten Zugteil (1) näheren Seitenwand (15) der Ringnut (13') Verbindungsöffnungen zur ersten Zylinderkammer (4) führen. Federsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Länge des Kolbens (3) zumindest weitgehend der axialen Länge des Zylinders (2) entspricht. Federsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Zugteil (1) und der Zylinder (2) und/oder das zweite Zugteil (21) und die Kolbenstange (6) und/oder der Kolben (3) einteilig ausgebildet sind. Federsystem nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Zugteil (1) und der Zylinder (2) und/oder das zweite Zugteil (21) und die Kolbenstange (6) und/oder der Kolben (3) Kunststoffteile, insbesondere Kunststoffspritzgußteile sind. Federsystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Zugteil (1) und/oder das zweite Zugteil (21) eine zylindrische Mantelfläche besitzt, die mit einem Außengewinde (8) versehen ist, auf das ein Ende der Schraubenzugfeder (9) mit seinen Windungen aufschraubbar ist. Federsystem nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das eine und/oder das andere freie Ende der Schraubenzugfeder (9) zu einem axial über das erste bzw. das zweite Zugteil (1, 21) hinausragenden Haken (10) geformt ist, der das erste bzw. das zweite Befestigungselement bildet. Federsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Zugteil (21) axial zum Kolben (3) oder zur Kolbenstange (6) verstellbar ist. Federsystem nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Zugteil (21) eine auf einer mit Außengewinde (23) versehenen Hülse (24) aufgeschraubte Mutter (22) ist, wobei die Hülse(24) mit ihrem dem ersten Zugteil (1) zugewandten Ende an dem Kolben (3) axial abgestützt ist. Federsystem nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (24) auf der Kolbenstange (6) axial verschiebbar geführt angeordnet ist. Federsystem nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Zugteil (21) in Stufen oder stufenlos in mehreren Axialpositionen an der Kolbenstange (6) arretierbar ist. Federsystem nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Zugteil eine auf der mit einem Außengewinde versehenen Kolbenstange aufgeschraubte Mutter ist. Federsystem nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Zugteil einen Befestigungszapfen besitzt, der an seinem einen Ende das zweite Befestigungselement trägt und in eine Koaxialausnehmung der Kolbenstange ragt, in der er in mehreren Axialpositionen durch ein oder mehrere Arretierelemente arretierbar ist. Federsystem nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange eine Querausnehmung besitzt, in die ein Riegel einsetzbar ist, der formschlüssig in eine von mehreren im axialen Abstand zueinander an dem Befestigungszapfen ausgebildeten entsprechenden Arretierausnehmungen des Befestigungszapfens ragt. Federsystem nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungszapfen einseitig oder zweiseitig mit Zahnreihen versehen ist und die Zahnlücken zwischen den Zähnen der Zahnreihen die Arretierausnehmungen bilden. Federsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugfeder (9) in mehreren Axialpositionen an dem ersten Zugteil und/oder an dem zweiten Zugteil oder an der Kolbenstange (6) befestigbar ist. Federsystem nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß das dem ersten Zugteil zugewandte und/oder das dem zweiten Zugteil (21) zugewandte Ende der Zugfeder (9) als Haken (31) ausgebildet und in eine von mehreren axial hintereinander angeordneten Ausnehmungen (30) einhakbar ist. Federsystem nach Anspruch 29,dadurch gekennzeichnet, daß in dem ersten Zugteil und/oder dem zweiten Zugteil oder in der Kolbenstange (6) ein koaxialer Verstellschlitz (32) ausgebildet ist, von dem in axialem Abstand zueinander Arretierschlitze (33) begrenzter Länge ausgehen, die radial oder zur Zugfeder geneigt ausgebildet sind.






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