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Dokumentenidentifikation DE10300635B4 29.03.2007
Titel Vorrichtung zum Trainieren von Fahrzeuglenkern
Anmelder Schulz, Richard, 85662 Hohenbrunn, DE
Erfinder Schulz, Richard, 85662 Hohenbrunn, DE
DE-Anmeldedatum 10.01.2003
DE-Aktenzeichen 10300635
Offenlegungstag 11.09.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.03.2007
IPC-Hauptklasse G09B 9/042(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trainieren von Fahrzeuglenkern mit Hilfe von Funksignalen und von Fahrbahnbegrenzungshilfen, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, wie sie aus der EP 0 290 364 A1 bekannt ist.

Bekannt ist auch, Fahrschüler mit Hilfe von durch Signalkegel aufgestellte Fahrspuren mit Hinweisen von einem Fahrtrainer zu schulen.

Dieses hat den Nachteil, dass sich der Fahrtrainer im Gefahrenbereich des Übungsfahrzeuges aufhalten muss und dadurch ständig gefährdet ist.

Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, beim Trainieren von Fahrzeuglenkern eine Gefährdung des Fahrtrainers auszuschließen und die vorgegebene Übungssituation mit Hilfe von Funksignalen anzuzeigen.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.

Durch die Erfindung ist eine Vorrichtung vorgesehen, bei der eine durch einen Fahrtrainer zu bedienende Fernbedienung mittels Lichtschranke beim Durchfahren einen Impuls auslöst, der durch einen Signalempfänger im Inneren des Fahrzeuges aufgenommen wird und an ein Empfangsgerät im Blickfeld des Fahrers weitergeleitet wird. Auf diese Weise ist es möglich, die vom Fahrtrainer mit der Fernbedienung eingegebenen Kommando-Signale optisch oder akustisch darzustellen.

Nach weiterer Ausbildung der Erfindung ist die Fernbedienung mit Tasten für verschiedene Kommandos ausgestattet. Die Kommando-Signale können entweder optisch auf einem Display oder akustisch über Lautsprecher angezeigt werden.

Ein Vorteil dieser Erfindung ist, daß ein umständliches und gefährliches manuelles Anzeigen von Kommandos an den Fahrzeuglenker entfällt. Der Fahrzeuglenker weiß dabei nie im voraus, welche Kommandos er durch den Fahrtrainer erhalten wird und muß sich entsprechend den wirklichen Situationen im Straßenverkehr schnell auf die ihm vorgegebenen Kommandos einstellen. Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, daß es möglich ist, einen vielfältigeren Übungsaufbau beim Fahrtaining und zu Testzwecken gestalten zu können.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der in der Zeichnung dargestellten Figuren näher erläutert.

Es zeigen

1: Eine vom Fahrtrainer zu bedienende Fernbedienung

2: Eine aus zwei Geräten bestehende Lichtschranke

3: Ein im Fahrzeug des Fahrzeuglenkers befindliches Empfangsgerät für die Kommando-Signale des Fahrtrainers

4: Ein im Fahrzeug befindliches Display zur bildlichen Darstellung der Kommando-Signale des Fahrtainers

5: Eine beispielhafte Darstellung einer Fahrübung

1 zeigt eine vom Fahrtrainer zu bedienende Fernbedienung 1. Auf dieser befinden sich ein Bedienfeld mit zehn Tasten 2, mit denen der Fahrtrainer eine unbegrenzte Anzahl von Kommando-Signalen für den Fahrzeuglenker eingeben kann.

2 zeigt zwei Geräte einer Lichtschranke, einen Sender 3 und einen Empfänger 4. Beim Durchfahren eines zwischen dem Sender 3 und dem Empfänger 4 erzeugten Lichtstrahls 5 mit dem Fahrzeug 15 wird ein Signal ausgelöst.

3 zeigt einen Funksignalempfänger 6, der im Fahrzeuginneren angebracht ist und der das Signal des Empfängers 4 aufnimmt. Über ein Kabel 6a wird der Funksignalempfänger 6 am Zigarettenanzünder mit Strom versorgt.

4 zeigt ein Display 7, in dem die vom Funksignalempfänger 6 mittels eines Kabels 11 weitergeleiteten Kommando-Signale durch Aufleuchten der Richtungspfeile 8 oder 9 oder von Wörtern und Zeichen 10 im Blickfeld des Fahrzeuglenkers dargestellt werden können.

Anstelle des Displays 7 kann im Rahmen der Erfindung auch ein Lautsprecher vorgesehen werden, mit dem die vom Fahrtrainer eingegebenen Kommando-Signale akustisch übermittelt werden.

5 zeigt den Ablauf einer Übung aus einem Fahrsicherheitstraining. Der Fahrtrainer wählt mit der Fernbedienung 1 ein beliebiges Kommando-Signal vor. Das Fahrzeug 15 fährt in eine mittels Signalkegeln 14 begrenzte Fahrspur ein und passiert den Lichtstrahl 5.

Anstelle von Signalkegeln 14 könnten auch andere Hilfsmittel, wie z. B. Leuchtstreichen, reflektierende Klebebänder oder miteinander verbundene Plastikstege zur Fahrspurmarkierung verwendet werden. Der Lichtstrahl 5, der vom Sender 3 abgegeben worden ist, wird unterbrochen. Der Empfänger 4 gibt dieses Signal per Funk an den Funksignalempfänger 6 im Fahrzeuginneren weiter. Durch das Verbindungskabel 11 gelangt die Information an das Display 7. Der Fahrzeuglenker kann nun auf dem Display 7 erkennen, welches Kommando er ausführen soll.


Anspruch[de]
„Vorrichtung zum Trainieren von Fahrzeuglenkern mit Hilfe von Funksignalen und von auf einem Übungsgelände aufgestellten Signalkegeln zur Fahrbahnmarkierung, gekennzeichnet

durch eine von einem Fahrtrainer zu bedienende Fernbedienung (1), mittels der Kommando-Signale an einen in einem Fahrzeug (15) angeordneten Signalempfänger (6) übermittelt werden,

durch einen Lichtstrahl (5) einer Lichtschranke, die beim Durchfahren eines Fahrzeuges (15) einen Impuls in dem im Fahrzeug (15) angeordneten Signalempfänger (6) aktiviert und

durch ein in Sichtweite des Fahrers befindliches Empfangsgerät mit einem Display (7), in das die vom Fahrtrainer mit der Fernbedienung (1) an den Signalempfänger (6) eingegebenen Kommandos übertragbar sind."
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fern-Bedienung (1) mit Tasten (2) für verschiedene Kommando-Signale ausgestattet ist, die einzeln oder gruppenweise vom Fahrtrainer zu bedienen sind. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kommando-Signale des Fahrtrainers auf einem Display (7) als Symbole, wie z. B. Richtungspfeile (8, 9), oder als Wortbefehle (10), wie z. B. Vollbremsung, erscheinen. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kommando-Signale des Fahrtrainers durch einen Lautsprecher wiedergegeben werden.






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