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Dokumentenidentifikation DE60309088T2 29.03.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001350691
Titel Airbagvorrichtung
Anmelder Takata Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Igawa, Tadahiro, Minato-ku, Tokyo 106-8510, JP
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Kraus & Weisert, 80539 München
DE-Aktenzeichen 60309088
Vertragsstaaten DE, FR, GB, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 24.01.2003
EP-Aktenzeichen 030013684
EP-Offenlegungsdatum 08.10.2003
EP date of grant 18.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.03.2007
IPC-Hauptklasse B60R 21/26(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B60R 21/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Industrielles Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Airbagvorrichtung eines Kraftfahrzeugs zum Schützen eines Fahrzeuginsassen und/oder eines Fußgängers im Fall eines Zusammenstoßes.

Verwandte Technik

Bekannt ist eine Airbagvorrichtung für ein Kraftfahrzeug, welche einen Gasgenerator und einen Airbag aufweist. In dem Fall eines Fahrzeugzusammenstoßes wird der Gasgenerator aktiviert, um den Airbag aufzublähen, wodurch ein Insasse oder ein Fußgänger geschützt wird. Viele der in derartigen Airbagvorrichtungen eingesetzten Gasgeneratoren sind von einem Typ, bei welchem wenigstens ein Teil des ausgestoßenen Gases durch Reaktion eines Gaserzeugungsmittels erzeugt wird.

Aus der US-A-5,611,563 ist eine Airbagvorrichtung bekannt, welche einen Airbag und einen Gasgenerator zum Aufblähen des Airbags umfasst, wobei der Gasgenerator einen länglichen Aufbau aufweist, welcher gegenüberliegende beabstandete Enden beinhaltet, wobei wenigstens ein Abschnitt des Gasgenerators, wo Gasöffnungen ausgebildet sind, innerhalb des Airbags angeordnet ist und die Gasöffnungen an einem der longitudinalen Enden des Gasgenerators ausgebildet sind. Darüber hinaus umfasst die Airbagvorrichtung ein Halteteil, um den Gasgenerator an dem Gehäuse eines Airbagmoduls zu befestigen, wobei das Halteteil ein Gasstrom-Ablenkteil beinhaltet, um zu vermeiden, dass durch die Gasöffnungen des Gasgenerators ausgestoßenes Gas direkt auf die Innenfläche des Airbags trifft.

Durch die Erfindung zu lösende Probleme

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Airbagvorrichtung bereitzustellen, welche sogar bei einem Gasgenerator, welcher Gas mit hoher Temperatur ausstößt, vermeiden kann, das Gas direkt auf die Innenfläche ihres Airbags trifft, wodurch die Wärmewiderstandsfähigkeitsanforderungen an den Airbag erleichtert werden.

Mittel zum Lösen der Probleme

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe gelöst durch eine Airbagvorrichtung wie in Anspruch 1 definiert. Die abhängigen Ansprüche definieren bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung.

Bei einem Aspekt der vorliegenden Erfindung sind die Gasgeneratoren zylindrisch und sind mit einer Vielzahl von Gasöffnungen versehen, welche in einer Umfangsfläche der Gasgeneratoren in Intervallen in der Umfangsrichtung ausgebildet sind, und die Gasstrom-Ablenkteile sind in der Umfangsrichtung im Wesentlichen einer Hälfte des jeweiligen Gasgenerators zugewandt, und die andere Hälfte des Gasgenerators ist nicht von dem Gasstrom-Ablenkteil umgeben, um Ausströmen von Gas zu ermöglichen.

Bei der Airbagvorrichtung kann das Gas aus den zylindrischen Gasgeneratoren gesteuert werden, in einer bestimmten Richtung unter den radialen Richtungen auszuströmen.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung sind die Gasgeneratoren zylindrisch und sind mit einer Vielzahl von Gasöffnungen versehen, welche in einer Umfangsfläche der Gasgeneratoren in Intervallen in der Umfangsrichtung ausgebildet sind, und die Gasstrom-Ablenkteile sind eine Lage, wie zum Beispiel ein Tuch, welche um den jeweiligen Gasgenerator gewickelt ist, und die Lage flattert durch Gas, welches durch die Gasöffnungen ausgestoßen wird, um Ausströmen von Gas durch den flatternden Abschnitt zu ermöglichen.

Auch kann bei der Airbagvorrichtung das Gas aus den zylindrischen Gasgeneratoren gesteuert werden, in einer bestimmten Richtung unter den radialen Richtungen auszuströmen.

Bei der Airbagvorrichtung der vorliegenden Erfindung kann eine Vielzahl von Gasgeneratoren im Wesentlichen in einer geraden Linie angeordnet sein, und die Gasgeneratoren sind jeweils mit den Gasstrom-Ablenkteilen versehen, so dass die durch die Gasstrom-Ablenkteile geführten Gasstromrichtungen im Wesentlichen parallel zueinander sind.

Gemäß der Airbagvorrichtung kann auch ein Airbag, welcher in der Richtung der geraden Linie lang ist, auf einfache Weise als ganzes aufgebläht werden.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

1 ist eine longitudinale Schnittansicht einer Airbagvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel, wenn der Airbag aufgebläht ist.

2 ist eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht, welche einen Gasgenerator und einen Halter für den Gasgenerator der Airbagvorrichtung zeigt.

3 ist eine teilweise aufgebrochene auseinandergezogene perspektivische Ansicht der Airbagvorrichtung von 1.

4 ist eine Ansicht entlang des Pfeils IV-IV von 3 (Unteransicht des Airbags).

5 ist eine entlang einer Linie V-V von 4 ausgeführte Schnittansicht.

6 ist eine Schnittansicht der Airbagvorrichtung, welche entlang einer Linie VI-VI von 1 ausgeführt ist.

7 ist eine Schnittansicht, welche einen Zustand zeigt, in welchem der Airbag ausgehend von dem in 6 dargestellten Zustand aufgebläht ist.

8 ist eine longitudinale Schnittansicht, welche schematisch ein Ausführungsbeispiel zeigt, bei welchem die Airbagvorrichtung an einem Kraftfahrzeug angebracht ist.

9 ist eine perspektivische Ansicht einer Airbagvorrichtung eines Typs zur Anbringung an dem Kraftfahrzeug.

10 ist eine perspektivische Ansicht eines Halteteils für einen Gasgenerator gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

11 ist ein perspektivische Ansicht eines Halteteils für einen Gasgenerator gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

12 ist eine perspektivische Ansicht eines Halteteils für einen Gasgenerator gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

13 ist eine perspektivische Ansicht eines Gasgenerators mit einem Gasstrom-Ablenkteil zur Verwendung in einer Airbagvorrichtung gemäß noch einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

14 ist eine auseinandergezogene Ansicht, welche den Aufbau des Gasgenerators von 13 zeigt.

15 ist eine perspektivische Ansicht des Gasgenerators von 13 im Betrieb.

Beispiele zur Ausführung der Erfindung

Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.

1 ist eine longitudinale Schnittansicht einer Airbagvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel, wenn der Airbag aufgebläht ist, 2 ist eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht, welche einen Gasgenerator und ein Halteteil für den Gasgenerator der Airbagvorrichtung zeigt, 3 ist eine teilweise aufgebrochene auseinandergezogene perspektivische Ansicht der Airbagvorrichtung von 1, 4 ist eine Ansicht entlang des Pfeils IV-IV von 3 (Unteransicht des Airbags), 5 ist eine Schnittansicht, welche entlang einer Linie V-V von 4 ausgeführt ist, 6 ist eine Schnittansicht der Airbagvorrichtung, welche entlang einer Linie VI-VI von 1 ausgeführt ist, und 7 ist eine Schnittansicht, welche einen Zustand zeigt, in welchem der Airbag ausgehend von dem in 6 dargestellten Zustand aufgebläht ist.

Die Airbagvorrichtung 10 umfasst einen Airbag 12, Gasgeneratoren 14 zum Aufblähen des Airbags 12, Halteteile 16 zur Anbringung und Befestigung der Gasgeneratoren 14, ein Gehäuse 18, welches den gefalteten Airbag 12 aufnimmt, und eine Modulabdeckung 20 (6) als ein an das Gehäuse 18 angebrachtes Deckelteil.

Der Airbag 12 ist ein hüllenähnliches Teil; welches eine obere Bahn 22 und eine untere Bahn 24 umfasst, welche einander überlagert und durch Nähgarne 26 entlang ihrer Umfangskanten aneinander genäht sind. Das Material dieser Bahnen 20, 22 des Airbags kann ein beliebiges aus verschiedenen Materialien sein, einschließlich Gewebe, Kunstharzfolie und dergleichen. Im Fall von Kunstharzfolie sind die Bahnen vorzugsweise anstelle durch die Nähgarne 26 durch Klebstoff oder Schweißen miteinander verbunden.

Die untere Bahn 24 ist im Wesentlichen an einem Mittelabschnitt mit zwei Gasgeneratoreinführungsöffnungen 30, 30 versehen, so dass die Öffnungen 30, 30 einander zugewandt sind.

Jeder Gasgenerator 14 ist bei diesem Ausführungsbeispiel zylindrisch. Der Gasgenerator 14 umfasst ein zylindrisches druckdichtes Gehäuse, welches mit einem Gaserzeugungsmittel gefüllt ist, eine an einem Ende (Hinterende) 32 des Gehäuses angeordnete Zündladung und eine Vielzahl von Gasöffnungen 34, welche in einer Umfangsfläche des anderen Endabschnitts des Gehäuses ausgebildet und in gleichmäßigen Intervallen in der Umfangsrichtung angeordnet sind. Der Vorderendabschnitt des Gasgenerators 14 weist einen verminderten Durchmesser auf. Mit der Zündladung verbunden ist ein Verbinder 36 (3), so dass elektrischer Strom der Zündladung aus einer Gasgeneratorsteuereinheit (nicht dargestellt) zugeführt ist.

Jedes Haftteil 16 hat einen Hauptteil 40 mit im Wesentlichen viereckig-schalenartigem Querschnitt, zwei Bögen 42, welche den Hauptteil 40 durchqueren, und zwei Bolzen (Gewindebolzen) 44, welche von dem Hauptteil 40 hervorstehen. Der Gasgenerator 14 ist durch die Bögen 42 eingesetzt und somit mit dem Halteteil 16 vereinigt, so dass die Gasöffnungen 34 sich an einem Ende des Hauptteils 40 befinden. Indem in diesem Zustand Vertiefungen 46 (3, 6, 7) an den Bögen 42 ausgebildet werden oder indem ursprünglich an dem Halteteil 16 Vertiefungen ausgebildet werden, so dass ein Kreis, welcher drei Punkte der Vertiefungen, und einen Vorsprung des Bolzens 44 beinhaltet, kleiner gewählt ist als der Außendurchmesser des Gasgenerators, und indem der Gasgenerator kraftschlüssig in das Halteteil 16 eingepasst wird, ist der Gasgenerator 14 fest an dem Halteteil 16 angebracht.

An einem Endabschnitt des Halteteils 16 umfasst der Hauptteil 40 eine Unterseite 40a und Seitenwände 40b, 40b, welche auf beiden Kanten der Unterseite 40a stehen, so dass sie eine Form mit einem nach oben gerichteten U-artigen Querschnitt und somit einer offenen Oberseite ausbilden. Die Unterseite 40a und die Seitenwände 40b, 40b bilden ein Gasstrom-Ablenkteil zum Einführen von Gas aus den Gasöffnungen 34 des Gasgenerators 14, so dass es nach oben fließt.

Wie in 3 dargestellt, sind die an den Halteteilen 16 befestigten Gasgeneratoren 14 zusammen mit den Halteteilen 16 durch die Öffnungen 30 des Airbags 12 jeweils in den Airbag 12 eingesetzt. Nur die Hinterenden der Gasgeneratoren 14 befinden sich außerhalb des Airbags 12, und die anderen Abschnitte der Gasgeneratoren 14 befinden sich innerhalb des Airbags 12. Der Umfang von jeder Öffnung 30 ist um das Hinterende von jedem Gasgenerator 14 gelegt, und ein Band 50 ist um sie herum gelegt und festgeklemmt, wodurch der Umfang der Öffnung 30 luftdicht an dem Gasgenerator 14 festgezogen ist.

In der unteren Bahn sind nahe jeder Öffnung 30 zwei Bolzendurchgangslöcher 52 ausgebildet, in welche die Bolzen 44 von jedem Halteteil 44 eingesetzt sind.

Das zuvor genannte Gehäuse 18 ist an Positionen, welche den Löchern 52 entsprechen, mit Bolzendurchgangslöchern 54 versehen. Die Bolzen 44 sind durch die Löcher 54 eingesetzt, so dass sie aus der Unterseite des Gehäuses 18 hervorstehen. Indem Muttern 56 an den Bolzen 44 festgezogen werden, werden das Gehäuse 18 (sic), der Airbag 12, die Gasgeneratoren 14 und das Halteteil 16 an dem Gehäuse 18 befestigt.

Bei diesem Ausführungsbeispiel sind auch proximale Endabschnitte von Führungstüchern 60, 62 (6, 7) sandwichartig zwischen den Halteteilen 16 und dem Gehäuse 18 angeordnet. Die Führungstücher 60, 62 erstrecken sich entlang der Seiten und der Oberseite des gefalteten Airbags 12. Die Enden der Führungstücher 60, 62 sind freie Enden und auf der Oberseite des gefalteten Airbags 12 überlagert. Die Führungstücher 60, 62 sind dazu ausgestaltet, den Airbag 12 zu führen, so dass er nicht von irgendwelchen umgebenden Teilen erfasst wird, wenn der Airbag 12 wie in 7 dargestellt aufgebläht wird.

Die Modulabdeckung 20 bedeckt die offene Oberseite des Gehäuses 18. Die Modulabdeckung 20 ist über Ansatzplatten 66 durch Niete 64 an dem Gehäuse 18 angebracht. Die Modulabdeckung 20 ist mit Reißlinien 68 ausgebildet, entlang welcher die Modulabdeckung 20 aufgerissen und geöffnet wird, wenn der Airbag 12 aufgebläht wird.

Bei der Airbagvorrichtung mit dem zuvor genannten Aufbau wird, wenn eine Fahrzeugkollision erfasst wird, eine Zündladung des Gasgenerators aktiviert, so dass der Gasgenerator 14 aktiviert wird, um Gas durch die Gasöffnungen 34 auszustoßen. Mit dem Gas wird der Airbag 12 aufgebläht und die Modulabdeckung 20 aufgerissen und geöffnet, wodurch der Airbag 12 wie in 7 dargestellt entfaltet wird.

Bei diesem Ausführungsbeispiel sind beide Seiten und die untere Seite der Gasöffnungen 34 von den Seitenwänden 40b und der Unterseite 40a der Halteteile als das Gasstrom-Ablenkteil umgeben. Daher wird vermieden, dass durch die Gasöffnungen 34 ausgestoßenes Gas direkt auf Teile des Airbags trifft, welche in einem sehr kurzen Abstand von den Gasöffnungen 34 angeordnet sind und sich niemals oder nur sehr wenig von den Gasöffnungen 34 fortbewegen, sogar nachdem sie dem Gasdruck des ausgestoßenen Gases ausgesetzt sind. Folglich werden die Teile des Airbags 12 nahe den Gasöffnungen nicht durch Wärme verschlechtert. Zusätzlich wirkt der Gasdruck hauptsächlich in der Aufblährichtung (Aufwärtsrichtung) des Airbags 12, wodurch der Airbag 12 schnell und gleichmäßig aufgebläht wird.

Die Airbagvorrichtung 10 kann, wie in 8 und 9 dargestellt, als externe Airbagvorrichtung zum Schutz einen Fußgängers und dergleichen verwendet werden. 8 ist eine longitudinale Schnittansicht, welche schematisch ein Ausführungsbeispiel zeigt, bei welchem die Airbagvorrichtung 10 an einem Kraftfahrzeug angebracht ist, und 9 ist eine perspektivische Ansicht einer Airbagvorrichtung 10 eines Typs zur Anbringung an dem Kraftfahrzeug. Die Airbagvorrichtung 10 ist an einem Hinterabschnitt einer Haube (Motorhaube) 70 des Kraftfahrzeugs derart angebracht, dass der Airbag 12 dazu ausgestaltet ist, entlang einer Windschutzscheibe 72 und A-Säulen an beiden Seiten der Windschutzscheibe 72 aufgebläht zu werden. Die Airbagvorrichtung 10 hat Anbringungshalterungen 74, welche an dem Gehäuse 18 angebracht sind. Die Anbringungshalterungen 74 sind mit einem Fahrzeugteil 76 verbunden, wodurch die Airbagvorrichtung 10 an dem Kraftfahrzeug befestigt ist. Das Bezugszeichen 20' in 9 bezeichnet einen Zustand, in welchem die Modulabdeckung 20 geöffnet ist.

Der Airbag 12 weist eine derart große Länge auf, dass er sich über die gesamte Breite der Windschutzscheibe 72 erstreckt. Wie in 1 und 3 dargestellt, sind die zylindrischen Gasgeneratoren 14, 14 linear angeordnet, so dass Gase aus den jeweiligen Gasgeneratoren 14, 14 nach oben und parallel zueinander ausgestoßen werden, wodurch der Airbag 12 insgesamt im Wesentlichen gleichmäßig aufgebläht wird.

Da die zylindrischen Gasgeneratoren 14, 14 linear angeordnet sind, kann der Airbag 12 in eine lange und dünne Form gefaltet werden, welche sich in der Liegerichtung der Gasgeneratoren 14, 14 erstreckt.

1012 sind perspektivische Ansichten von Halteteilen 16A, 16B, 16C gemäß jeweils einem unterschiedlichen Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Das Halteteil 16A von 10 hat ferner gebogene Abschnitte 40c, welche ausgebildet sind, indem die Enden der Seitenwände 40b, 40b leicht zueinander gebogen werden. Die Unterseite 40a, die Seitenwände 40b, 40b und die gebogenen Abschnitte 40c, 40c bilden ein Gasstrom-Ablenkteil.

Das Halteteil 16B von 11 hat ein zylindrisches Gasstrom-Ablenkteil 80, welches den Endabschnitt des Gasgenerators 14 vollständig umgibt. Andere Komponenten der Halteteile von 10 und 11 sind identisch zu denjenigen des zuvor genannten Halteteils 16, und solche identischen Komponenten sind mit denselben Bezugszeigen bezeichnet.

Das Halteteil 16C von 12 hat einen Hauptteil 82 mit einer im Wesentlich halbzylindrischen Form und Bandabschnitte 84, 86, welche sich von den Seitenkanten des Hauptteils 82 erstrecken. Der Gasgenerator 14 ist in das Hauptteil 82 eingesetzt, und die Bandabschnitte 84, 86 sind aufeinander überlagert und durch Bolzen 88 zusammengeklemmt, wodurch der Gasgenerator 14 sicher an dem Halteteil 16C befestigt ist. Die Bolzen 88 sind an einem Seitenabschnitt des Gehäuses 18 befestigt (in 12 nicht dargestellt). Das heißt, die Bolzen 88 durchdringen den Seitenabschnitt des Gehäuses, und Muttern sind ausgehend von den Enden der Bolzen 88 aufgeschraubt und festgezogen, wodurch die Bandabschnitte 84, 86 eingeklemmt werden und auch das Halteteil 16C an dem Gehäuse 18 befestigt wird. Die jeweilige Anzahl der Bandabschnitte 84, 86 ist zwei.

Ein Endabschnitt des Halteteils 16C ist in einer Form ausgebildet, welche einen U-artigen Querschnitt aufweist, um die beiden Seiten und die Unterseite des Gasgenerators 14 zu umgeben. Dieser Abschnitt ist als ein Gasstrom-Ablenkteil 90 definiert.

13 ist eine perspektivische Ansicht eines Gasgenerators mit einem Gasstrom-Ablenkteil zur Verwendung in einer Airbagvorrichtung gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, 14 ist eine auseinandergezogene Ansicht, welche den Aufbau des Gasgenerators von 13 zeigt, und 15 ist eine perspektivische Ansicht des Gasgenerators im Betreib.

Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Gasgenerator 14 von einer Lage, wie zum Beispiel einem Tuch, vorzugsweise einem wärmebeständigen Tuch 92, umwickelt. Das Tuch 92 dieses Ausführungsbeispiels ist im Wesentlichen rechtwinklig, wobei eine Seitenkante 92a auf einer Seite des Gasgenerators 14 positioniert ist, und die andere Seitenkante 92b auf der anderen Seite des Gasgenerators 14 positioniert ist. Das Tuch 92 umwickelt wenigstens einen Abschnitt des Gasgenerators 14 von dem Vorderende zu der Mitte. Das Tuch 92 umwickelt den Gasgenerator 14 um eine volle und eine halbe Bogenlänge.

Nachdem das Tuch 92 um den Gasgenerator 14 gewickelt ist, wird ein C-artiger Abschnitt 94c einer bandartigen Halterung 94 um sie gelegt. Die Halterung 94 umfasst den C-artigen Abschnitt 94c und Flansche 94a, 94b, welche sich von den beiden Enden des C-artigen Abschnitts 94c erstrecken. Die Flansche 94a, 94b sind aufeinander überlagert und dann durch einen Bolzen 96 und eine Mutter 98 zusammengeklemmt. Die Halterung 94 zieht das Tuch 92 fest und ist an dem Gasgenerator 14 befestigt.

Ähnlich zu dem Halteteil 16C ist die Halterung 94 durch den Bolzen 96 und die Mutter 98 an dem Gehäuse 18 (in 13-15 nicht dargestellt) befestigt. Das Tuch 92 umgibt den äußeren Umfang des Abschnitts, wo die Gasöffnungen 34 ausgebildet sind. Wenn der Gasgenerator 14 aktiviert wird, flattert das Tuch 92 durch Gas, welches durch die Gasöffnungen 34 ausgestoßen wird, und die Wicklung des Tuchs 92 um die Gasöffnungen 34 wird gelockert, so dass das Tuch 92 wie in 15 dargestellt eine U-artige Form erhält. Daher fließt das Gas aus den Gasöffnungen 34 in 15 nach oben. Da das Tuch 92 auf beiden Seiten und der unteren Seite des Gasgenerators 14 vorhanden ist, wird vermieden, dass durch die Gasöffnungen 34 austretendes Gas direkt auf Teile des Airbags 12 (in 13-15 nicht dargestellt) trifft, welche nahe den Gasöffnungen 34 angeordnet sind.

Die obigen Ausführungsbeispiele sind veranschaulichende Beispiele der vorliegenden Erfindung. Es versteht sich, dass die vorliegende Erfindung eine andere Form aufweisen kann, welche sich von den in den beigefügten Zeichnungen dargestellten Beispielen unterscheidet. Die Airbagvorrichtung der vorliegenden Erfindung kann an verschiedene Typen von Airbagvorrichtungen angepasst werden, wie zum Beispiel eine Airbagvorrichtung für vordere Fahrgäste und eine Vorhangairbagvorrichtung.

Auswirkungen der Erfindung

Wie oben beschrieben kann gemäß der vorliegenden Erfindung vermieden werden, dass Gas aus einem Gasgenerator direkt auf einen Airbag trifft, wodurch die Wärmewiderstandsfähigkeitsanforderungen an den Airbag erleichtert werden.


Anspruch[de]
Airbagvorrichtung (10), umfassend

einen Airbag (12);

wenigstens zwei Gasgeneratoren (14) zum Aufblähen des Airbags (12), wobei jeder Gasgenerator (14) einen länglichen Aufbau aufweist, welcher gegenüberliegende beabstandete Enden beinhaltet, wobei wenigstens ein Abschnitt von jedem Gasgenerator (14), wo Gasöffnungen (34) ausgebildet sind, innerhalb des Airbags (12) angeordnet ist, wobei die Gasöffnungen (34) benachbart zu nur einem der Enden des jeweiligen Gasgenerators (12) sind;

Gasstrom-Ablenkteile (80; 90; 92) zum Vermeiden, dass durch die Gasöffnungen (34) der Gasgeneratoren (14) ausgestoßenes Gas direkt auf die Innenfläche des Airbags (12) stößt;

ein Gehäuse (18) zur Unterbringung des Airbags (12); und Halteteile (16) zur Befestigung der Gasgeneratoren (14) an dem Gehäuse (18), wobei die Halteteile (16) vollständig innerhalb des Airbags sind,

wobei die gegenüberliegenden beabstandeten Enden jedes Gasgenerators (14) beide vollständig innerhalb des Gehäuses (18) angeordnet sind; und

ein Abschnitt von jedem Gasgenerator (14) benachbart zu dem anderen Ende gegenüber dem Abschnitt mit den Gasöffnungen (34) außerhalb des Airbags (12) und vollständig innerhalb des Gehäuses (18) angeordnet ist und an dem Umfang einer Öffnung (30) des Airbags (12) befestigt ist.
Airbagvorrichtung (10) nach Anspruch 1, wobei jedes Gasstrom-Ablenkteil (80; 90) integral mit einem der Halteteile (16) ausgebildet ist. Airbagvorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Gasgeneratoren (14) zylindrisch sind und mit einer Vielzahl von Gasöffnungen (34) versehen sind, welche in einer Umfangsfläche der Gasgeneratoren (14) in Intervallen in der Umfangsrichtung ausgebildet sind, und jedes Gasstrom-Ablenkteil (90) im Wesentlichen einer Hälfte des Gasgenerators (14) in der Umfangsrichtung zugewandt ist und die andere Hälfte des Gasgenerators (14) nicht von dem jeweiligen Gasstrom-Ablenkteil (90) umgeben ist, um Ausströmen von Gas zu ermöglichen. Airbagvorrichtung (10) nach Anspruch 1, wobei die Gasgeneratoren (14) zylindrisch sind und mit einer Vielzahl von Gasöffnungen (34) versehen sind, welche in einer Umfangsfläche der Gasgeneratoren (14) in Intervallen in der Umfangsrichtung ausgebildet sind, und jedes Gasstrom-Ablenkteil (92) eine Lage ist, wie zum Beispiel ein Tuch, welche um einen der Gasgeneratoren (14) gewickelt ist, und die Lage durch Gas, welches durch die Gasöffnungen (34) ausgestoßen wird, flattert, um Ausströmen von Gas durch den flatternden Abschnitt zu ermöglichen. Airbagvorrichtung (10) nach Anspruch 3 oder 4, wobei für einen Airbag (12) eine Vielzahl von Gasgeneratoren (14) vorgesehen und im Wesentlichen in einer geraden Linie angeordnet sind, und die Gasgeneratoren (14) jeweils mit den Gasstrom-Ablenkteilen (90; 92) versehen sind, so dass die durch die Gasstrom-Ablenkteile (90; 92) geführten Gasstromrichtungen im Wesentlichen parallel zueinander sind.






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