PatentDe  



Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erstellung von computertomographischen Darstellungen durch einem Computertomographen wobei zumindest ein erster Strahlkegel mit größerem Fächerwinkel und ein zweiter Strahlkegel mit kleinerem Fächerwinkel ein Objekt kreis- oder spiralförmig abtasten und der erste Strahlkegel aufgrund seiner Absorption im Objekt A-Daten erzeugt und der zweite Strahlkegel B-Daten erzeugt, wobei zur Rekonstruktion der CT-Darstellung die B-Daten des kleineren Strahlkegels am Rand durch andere Daten zu erweiterten B+-Daten ergänzt werden, die erweiterten B+-Daten des ersten Strahlkegels und A-Daten des größeren Strahlkegels einer Faltungsoperation zu B+'- und A'-Daten unterzogen und aus den gefalteten B+'-Daten und A'-Daten eine Rückprojektion durchgeführt wird.

Es ist allgemein bekannt, bei der Erstellung von computertomographischen Darstellungen durch ein CT mit mehreren winkelversetzten Strahlenquellen zur 2D- oder 3D-Rekonstruktion Daten aus den einzelnen Strahlenquellen zusammenzufassen und damit die Rekonstruktion, also eine Faltung der Daten mit – anschließender Rückprojektion, durchzuführen.

Es ist weiterhin bekannt, bei der Rekonstruktion aus einem Datensatz eines Strahlkegels, welcher ein Objekt nicht vollständig abtastet, die randseitig vorhandenen scharfen Grenzen durch entsprechende Extrapolationen von Daten zu ergänzen, um die Artefakte, die durch eine scharfe Abgrenzung der Daten entstehen würde, zu mildern. Diesbezüglich wird beispielhaft auf die Schrift DE 198 54 917 A1 verwiesen, in der eine derartige Extrapolation von randseitigen Daten, allerdings in einem CT mit einem Einröhren-/Eindetektorsystem, beschrieben wird.

Es wird weiterhin auf die Druckschrift WO 2004/080310 A1 hingewiesen, welche ein Verfahren zur Erstellung von computertomographischen Darstellung durch ein CT-System mit mindestens zwei winkelversetzten Strahlenquellen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 offenbart.

Es hat sich gezeigt, dass sowohl die einfache Datenergänzung bei einem CT-System mit mehreren Strahlkegeln aus jeweils dem anderen Strahlkegel bei der Rekonstruktion von computertomographischen Darstellungen zu Artefakten führen kann.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zu finden, welches eine Datenergänzung in einem CT mit mehreren versetzten Strahlkegeln strahlkegelübergreifend ermöglicht, jedoch die im Stand der Technik auftretenden Artefakte vermeidet.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand untergeordneter Ansprüche.

Die Erfinder haben erkannt, dass es für die Rekonstruktion vorteilhaft sein kann, die stattfindete Faltung mit Datensätzen durchzuführen, die jeweils durch Daten eines anderen Strahlkegels ergänzt sind, jedoch nach der Faltung und vor der eigentlichen Rückprojektion die ergänzten Daten zumindest teilweise wieder entfernt werden sollten.

Insbesondere ist eine solche Datenentfernung dann vorteilhaft, wenn die ergänzten Daten aus komplementären Daten des jeweils anderen Strahlkegels entstammen, da bei diesen Daten die Filterrichtung, die normalerweise in Abtastrichtung vorgenommen wird, für diese komplementären Strahlen nicht richtig ist.

Entsprechend diesem Grundgedanken schlagen die Erfinder ein Verfahren zur Erstellung von computertomographischen Darstellungen durch einem Computertomographen mit mindesten zwei winkelversetzten Strahlenquellen vor, wobei zumindest ein erster Strahlkegel mit größerem Fächerwinkel und ein zweiter Strahlkegel mit kleinerem Fächerwinkel ein Objekt kreis- oder spiralförmig abtasten und der erste Strahlkegel aufgrund seiner Absorption im Objekt A-Daten erzeugt und der zweite Strahlkegel B-Daten erzeugt, wobei zur Rekonstruktion der CT-Darstellung die B-Daten des kleineren Strahlkegels am Rand durch andere Daten zu erweiterten B+-Daten ergänzt werden, die erweiterten B+-Daten des ersten Strahlkegels und A-Daten des größeren Strahlkegels einer Faltungsoperation zu B+'- und A'-Daten unterzogen und aus den gefalteten B+'-Daten und A'-Daten eine Rückprojektion durchgeführt wird, wobei die Ergänzung der B-Daten durch A-Daten des größeren Strahlkegels erfolgt und nach der Faltung, jedoch vor der Rückprojektion, ergänzte Daten aus den B+'-Daten entfernt werden.

Durch diese Art der Datenergänzung und anschließende Datenreduktion werden sonst auftretende Artefakte in der CT-Darstellung vermindert.

Grundsätzlich können dabei zur Ergänzung des Datensatzes B entweder ausschließlich Daten des Datensatzes A mit gleicher Strahlrichtung verwendet werden, oder es können auch Daten sowohl mit gleicher als auch mit komplementärer Strahlrichtung verwendet werden. Bezüglich der wieder zu entfernenden Daten nach der Faltung und vor der Rückprojektion besteht die Möglichkeit, dass einerseits alle ergänzten Daten aus dem Datensatz B+' entfernt werden oder es können auch nur die ergänzten Daten aus dem Datensatz B+' entfernt werden, die aus komplementären Strahlen des Datensatzes A stammen.

Bei der durchgeführten Rekonstruktion kann es sich um eine voxelweise 3D-Rekonstruktion handeln oder es kann auch eine ebenenbezogene 2D-Rekonstruktion durchgeführt werden, wobei bei der 2D-Rekonstruktion zusätzlich die entfernten Daten aus dem Datensatz B+' durch Daten aus dem gefalteten Datensatz A' ersetzt werden müssen.

Des weiteren kann bei der Ergänzung des Datensatzes B durch Daten des Datensatzes A eine unterschiedliche Neigung der Strahlen gegen die z-Achse vernachlässigt werden. Ebenso ist es möglich, zur Ergänzung des Datensatzes B interpolierte Daten aus dem Datensatz A zu verwenden.

Außerdem ist es möglich, dass im ergänzten Datensatz B+ am Übergang zwischen den Daten des Datensatzes B und den Ergänzungsdaten aus dem Datensatz A eine Gewichtung zur Erzielung eines weichen Überganges erfolgt.

Erfindungsgemäß kann mit dem Ergebnis der Faltungen der ursprünglichen Datensätze A und B nun unterschiedlich verfahren werden, indem entweder diese Datensätze vor einer Rückprojektion wieder zu einem Gesamtdatensatz vereint werden oder je Datensatz eine Rückprojektion durchgeführt wird und mit diesem Ergebnis das Gesamtbild erzeugt wird.

Im letzteren Fall kann also mit dem Datensatz A' und dem Datensatz B+'(-), gegebenenfalls mit weiterer Datenergänzung, jeweils getrennt eine Rückprojektion durchgeführt wird und durch Gewichtung ein gemeinsames Bild erzeugt werden. Hierbei kann vorteilhaft im Übergangsbereich des Messfeldes des kleineren Strahlkegels B eine Übergangsgewichtung vorgenommen werden.

Entsprechend dem zuerst genannten Fall heißt dies, dass mit den A'-Daten und den – gegebenenfalls weiterbearbeiteten – B+'(-) – Daten eine gemeinsame 2D-Rückprojektion durchgeführt wird, wobei hierzu beide Datensätze vor der Rückprojektionen durch Gewichtung zu einem Datensatz A⋃B vereint werden können. Zusätzlich besteht hier die Möglichkeit einer Übergangsgewichtung im Übergangsbereich der Daten des Messfeldes des kleineren Strahlkegels B.

Für den Fall einer 3D-Rekonstruktion kann mit den A'-Daten und den – gegebenenfalls weiterbearbeiteten – B+'(-) – Daten voxelweise eine gemeinsame 3D-Rückprojektion durchgeführt werden und gegebenenfalls können beide Datensätze vor der voxelweisen Rückprojektionen durch Gewichtung zu einem neuen Datensatz vereint werden.

Entsprechend dem zuvor beschriebenen Verfahren schlagen die Erfinder auch vor ein an sich bekanntes Computertomographie-System zur tomographischen Darstellungen eines Objektes mit mindestens zwei winkelversetzten Strahlenquellen, die einen ersten Strahlkegel mit größerem Fächerwinkel und einen zweiten Strahlkegel mit kleinerem Fächerwinkel bilden, ein Objekt kreis- oder spiralförmig abtasten und Detektorausgangsdaten erzeugen, wobei der erste Strahlkegel aufgrund seiner Absorption im Objekt einen Datensatz A erzeugt und der zweite Strahlkegel einen Datensatz B erzeugt, die in einer Rechen- und Steuereinheit mit Hilfe von gespeicherten Computerprogrammen oder Programm-Modulen zu tomographischen Darstellungen des Objektes verarbeitet werden, dadurch zu verbessern, dass die gespeicherten Computerprogramme oder Programm-Module auch Programm-Code aufweisen, der die oben beschriebenen Verfahrensvarianten im Betrieb ausführt.

Im folgenden wird die Erfindung anhand der bevorzugten Ausführungsbeispiele mit Hilfe der Figuren näher beschrieben, wobei nur die zum Verständnis der Erfindung notwendigen Merkmale dargestellt sind, wobei in den Figuren folgende Bezugszeichen verwendet werden: 1: CT-System mit zwei Röntgenröhren; 2: erste Röhre; 3: erster Detektor; 4: zweite Röhre; 5: zweiter Detektor; 6: CT-Gehäuse; 7: Öffnung im CT-System; 8: verschiebbare Patientenliege; 9: Systemachse, 10: Steuer- und Recheneinheit; 11: großer Strahlkegel des A-Systems; 12: großes Messfeld des A-Systems; 13: kleiner Strahlkegel des B-Systems; 14: kleines Messfeld des B-Systems; 15: Bild; A: Daten des A-Systems; B: Daten des B-Systems; DA: Detektor des A-Systems; DB: Detektor des B-Systems; FA: Fokus des A-Systems; FB: Fokus des B-Systems; P: Patient; Prg1 – Prgn: Computerprogramme; &agr;: Projektionswinkel; &bgr;A: Fächerwinkel des A-Systems; &bgr;B: Fächerwinkel des B-Systems; I – VI: Verfahrensschritte.

Es zeigen im einzelnen:

1: 3D-Ansicht eines CT's mit Zweiröhren-Detektorkombinationen;

2: Schematische Schnittdarstellung durch eine Gantry eines Zweiröhren-Detektorsystems;

3: Schematische Darstellung der Kombination der Datensätze aus zwei Strahlkegeln für eine 2D-Rekonstruktion;

4: Variante der parallelen Rückprojektion mit Datensätzen aus dem kleineren und größeren Kegel mit anschließendem Zusammenführen der Ergebnisse;

5: Variante mit Zusammenführen der gefalteten Datensätze aus beiden Strahlkegeln und Rückprojektion aus dem so gewonnenen gemeinsamen Datensatz zu einem Ergebnis.

Die 1 zeigt beispielhaft ein computertomographisches System 1 mit zwei auf einer Gantry sitzenden Röhren/Detektorkombinationen. Das computertomographisches System 1 besteht aus einem CT-Gehäuse 6, in dem sich die beiden Röntgenröhren 2 und 4 befinden, denen gegenüber sind die Detektoren 3 und 5 angeordnet, wobei die Röhren/Detektorkombination 2, 3 einen kleineren Strahlenkegel aufweist, als die Röhren/Detektorkombination 4, 5.

Auf einer verschiebbaren Patientenliege 8 befindet sich ein Patient P, der entlang der Systemachse 9 durch eine Öffnung 7 im Drehzentrum der Röhren/Detektorkombination geschoben werden kann, wobei die eigentliche Abtastung entweder sequentiell und kreisförmig stattfindet oder bei kontinuierlichem Vorschub des Patienten in einem spiralförmigen Verlauf relativ zum Patienten durchgeführt wird.

Die Steuer des computertomographischen Systems 1 geschieht durch eine Steuer- und Recheneinheit 10, in der die zur Ausführung des Verfahrens verwendeten Computerprogramme Prg1 bis Prgn gespeichert sind und im Betrieb genutzt werden können.

Ein Schnitt durch die Gantry eines solchen Systems aus 1 ist in der 2 dargestellt. Diese Figur zeigt ein erstes Röhren/Detektorsystem mit einem Fokus FA, der einen ersten Strahlkegel 11 bildet, der auf den gegenüber angeordneten Detektor DA trifft und durch seine Rotation in Umfangsrichtung ein Messfeld 12 im Drehzentrum abtastet. Um etwa 90° versetzt ist ein zweites Röhren/Detektorsystem mit einem Fokus FB angeordnet, welches aufgrund der Befestigung an der gleichen Gantry die gleiche Drehrichtung aufweist. Der Fokus FB bildet einen Strahlkegel 13, der auf den gegenüberliegend angeordneten Detektor DB auftrifft und aufgrund seiner Rotation ein Messfeld 14 abtastet.

Der erste Strahlkegel 11 weist einen Fächerwinkel &bgr;A auf, der wesentlich größer ausgebildet ist, als der Fächerwinkel &bgr;B des zweiten Strahlkegels 13. Entsprechend ist auch das zum Fokus FA dazugehörige Messfeld 12 wesentlich größer, als das Messfeld 14 des Fokus FB.

Werden mit einem solchen CT-System Objekte untersucht, die das kleinere Messfeld 14 des B-Systems überschreiten, so entstehen bei der Faltung der Daten des B-Systems für die Rekonstruktion starke Kanteneffekte, weil die Schwächung am Rand nicht auf null abgefallen ist, sondern eine scharfe Kante bildet. Wie bereits oben erwähnt, muss auf jeden Fall vor der Faltung eine Datenergänzung durchgeführt werden. Im erfindungsgemäßen Fall wird diese Datenergänzung durch Daten durchgeführt, die aus dem anderen Strahlkegel 11, also dem A-System stammen.

Hierbei kann für jeden fehlenden Strahl des B-Detektors ein Strahl des A-Detektors gesucht werden, so dass zum einen die Richtung des Strahls stimmt beziehungsweise so dass ein komplementär Strahl mit der dann richtigen Richtung verwendet wird und zum anderen muss die z-Position der Strahlen so gut als möglich mit der z-Positionen der Strahlen aus dem B-Detektor übereinstimmen. Da bei einem geneigten Strahl die z-Position nicht über die gesamte Strahlenlänge gleich ist, kann hier zum Vergleich beispielsweise die z-Position der Strahlen an dem Punkt herangezogen werden, wo ihr Abstand zur z-Achse am geringsten ist.

Bei diesem Verfahren kann die unterschiedliche Neigung der Strahlen gegen die z-Achsen vernachlässigt werden, wobei ohnehin darauf hinzuweisen ist, dass die Datenergänzung im hier dargestellten Verfahren grundsätzlich approximativ durchgeführt wird. Das heißt, falls keine exakten Ergänzungsstrahlen vorliegen, können die verwendeten Daten entsprechend interpoliert werden.

Um harte Übergänge zwischen den beiden Datenbereichen, nämlich dem originären und dem ergänzten Datenbereich zu vermeiden, kann es sinnvoll sein, eine Gewichtung mit Hilfe einer glatten Übergangsfunktion, z. B. einer Cosinusfunktion, zu nutzen.

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, das erfindungsgemäße Verfahren sowohl auf 2D-Rekonstruktionen als auch auf 3D-Rekonstruktionen anzuwenden, wobei bei einer 2D-Rekonstruktion es notwendig ist, die nach der Faltung entfernten Daten wieder zu ersetzen, während in der 3D-Rekonstruktion auch möglich ist, die Reformatierung ohne ergänzte Daten durchzuführen, da hier über die ohnehin erfolgt Normierung ein Ausgleich geschaffen wird.

In der 3 wird das erfindungsgemäße Verfahren noch mal schematisch dargestellt. Die 3 zeigt in den Spalten <A> und <B> die Datensätze einer Projektion, die vom A-System beziehungsweise vom B-System entstammen, wobei das B-System der Fokus/Detektorkombination mit dem kleineren Kegelstrahl entspricht. In der Zeile I sind die zur Verfügung stehenden Daten A und B einer beispielhaft entnommenen Projektion dargestellt, wobei in Richtung der Abszisse die Projektionswinkel &agr; aufgetragen sind und die Ordinatenwerte den Schwächungswerten des jeweiligen Projektionswinkels entsprechen.

Aufgrund des kleineren Messfeldes in der Spalte <B> liegen dort originär auch nur eingeschränkt Daten B zwischen den punktierten Linie vor, die die Grenzen des B-Systems zeigen. Im ersten Schritt werden die im B-System nicht vorhandenen Daten B durch Daten A des A-Systems – dargestellt durch die beiden spaltenübergreifenden Pfeile – ersetzt und der Datensatz B+ gebildet. Anschließend wird für beide Seiten eine Faltung durchgeführt, deren Ergebnis in der Zeile III mit den Datensätzen A' und B+' dargestellt ist. Würden nun die außerhalb des eigentlichen Messfeldes des B-Systems liegenden Daten für die Rückprojektion verwendet werden, so würde das daraus entstehende CT-Bild – wie bereits oben erklärt – vermehrt Artefakte aufweisen. Somit ist es günstiger, die außerhalb des B-Bereiches liegenden gefalteten Daten nun nochmals auszuschneiden und es ergeben sich die Daten B+'(-), dargestellt in der Zeile IV. Erfindungsgemäß können nun die bereits gefalteten Daten A' des A-Systems im Bereich außerhalb des B-Systems verwendet werden, um die Daten B+'(-) hierdurch zu ergänzen, so dass sich der Datensatz B+'(-)+ der Zeile V ergibt, der zum Beispiel für die Rückprojektion in der 2D-Rekonstruktion verwendet werden kann.

Da nun sowohl der gefaltete Datensatz A' aus den Detektordaten des weiteren Detektors DA beziehungsweise des weiter aufgefächerten Strahlenkegels 11 als auch der gefaltete und ergänzte Datensatz B+'(-) zur Verfügung steht, kann auf unterschiedliche Weise mit der Rückprojektion fortgefahren werden.

In einer Variante, gezeigt in der 4, werden für eine 2D-Rekonstruktion die beiden Datensätze A' und B+'(-)+ vereint. Hierzu können im Bereich der mehrfach vorhandenen Daten einfache Mittelwerte oder gewichtete Mittelwerte gebildet werden, wobei einfach vorhandene Daten direkt übernommen werden. Zusätzlich können in den Übergangsbereichen auch Übergangsgewichtungen vorgenommen werden. Der sich daraus ergebende Datensatz A⋃B kann nun im nächsten Schritt VI rückprojiziert werden und damit das Bild 15 berechnet werden.

Eine andere Variante einer erfindungsgemäßen 2D-Rekonstruktion ist in der 5 gezeigt. Hier werden die beiden Datensätze A' und B+'(-)+ in getrennten Schritten VIA und VIB rückprojiziert und erst danach zu einem gemeinsamen Bild 15 zusammengefasst. Beim Zusammenfassen werden die einzelnen Bildwerte gemittelt oder gewichtet, wobei auch hier in den Übergangsbereichen der Übergangsgewichtungen durchgeführt werden können.

Eine ähnliche Vorgehensweise, wie sie hier für die 2D-Rekonstruktion beschrieben wurde kann auch auf die voxelweise 3D-Rekonstruktion übertragen werden. In beiden Rekonstruktionsverfahren, die auf einem Scan mit mindestens zwei Strahlenkegel mit unterschiedlicher Fächerbreite und unterschiedlich großem Scanfeld beruhen kann dieses erfindungsgemäße Verfahren verwendet werden.


Anspruch[de]
Verfahren zur Erstellung von computertomographischen Darstellungen durch ein CT-System mit mindestens zwei winkelversetzten Strahlenquellen wobei zumindest:

1.1. ein erster Strahlkegel (11) mit größerem Fächerwinkel (&bgr;A) und ein zweiter Strahlkegel (13) mit kleinerem Fächerwinkel (&bgr;B) ein Objekt kreis- oder spiralförmig abtasten und

1.2. der erste Strahlkegel (11) aufgrund seiner Absorption im Objekt einen Datensatz A erzeugt und der zweite Strahlkegel (13) einen Datensatz B erzeugt,

1.3. wobei zur Rekonstruktion der CT-Darstellung der Datensatz B des kleineren Strahlkegels (13) am Rand durch andere Daten zu einem erweiterten Datensatz B+ ergänzt wird,

1.4. der erweiterte Datensatz B+ des zweiten, kleineren Strahlkegels (13) und der Datensatz A des ersten, größeren Strahlkegels (11) einer Faltungsoperation zu Datensätzen B+' und A' unterzogen werden,

1.5. aus den gefalteten Datensätzen B+' und A' jeweils eine Rückprojektion zur Rekonstruktion von Schnittbildern oder Volumendaten durchgeführt wird, und

1.6. die Ergänzung des Datensatzes B durch Daten des Datensatzes A erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass

1.7 nach der Faltung, jedoch vor der Rückprojektion, ergänzte Daten aus dem Datensatz B+' entfernt werden.
Verfahren gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ergänzung des Datensatzes B ausschließlich Daten des Datensatzes A mit gleicher Strahlrichtung verwendet werden. Verfahren gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ergänzung des Datensatzes B Daten des Datensatzes A mit gleicher Strahlrichtung und mit komplementär gerichteter Strahlrichtung verwendet werden. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass alle ergänzten Daten aus dem Datensatz B+' entfernt werden. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass nur die ergänzten Daten aus dem Datensatz B+' entfernt werden, die aus komplementären Strahlen des Datensatzes A stammen. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine voxelweise 3D-Rekonstruktion durchgeführt wird. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine ebenenbezogene 2D-Rekonstruktion durchgeführt wird und die entfernten Daten aus dem Datensatz B+' durch Daten aus dem gefalteten Datensatz A' ersetzt werden. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Ergänzung des Datensatzes B eine unterschiedliche Neigung der Strahlen gegen die z-Achse vernachlässigt wird. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ergänzung des Datensatzes B interpolierte Daten aus dem Datensatz A verwendet werden. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass Verfahren gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Datensatz A' und einem Datensatz B+'(-), gegebenenfalls mit weiterer Datenergänzung, jeweils getrennt eine Rückprojektion durchgeführt wird und durch Gewichtung ein gemeinsames Bild erzeugt wird, wobei der Datensatz B+'(-) aus dem Datensatz B+' entsteht, wobei außerhalb des B-Bereiches liegende gefaltete Daten nochmals ausgeschnitten werden. im ergänzten Datensatz B+ am Übergang zwischen den Daten des Datensatzes B und den Ergänzungsdaten aus dem Datensatz A eine Gewichtung zur Erzielung eines weichen Überganges erfolgt. Verfahren gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass im Übergangsbereich des Messfeldes (14) des kleineren Strahlkegels (13) eine Übergangsgewichtung vorgenommen wird. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mit den A'-Daten und den – gegebenenfalls weiterbearbeiteten – B+'(-) – Daten eine gemeinsame 2D-Rückprojektion durchgeführt wird. Verfahren gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass beiden Datensätze vor der Rückprojektionen durch Gewichtung zu einem Datensatz A'B+'(-) vereint werden. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 13 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass im Übergangsbereich der Daten des Messfeldes (14) des kleineren Strahlkegels (13) eine Übergangsgewichtung vorgenommen wird. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mit den A'-Daten und den – gegebenenfalls weiterbearbeiteten – B+'(-) – Daten voxelweise eine gemeinsame 3D-Rückprojektion durchgeführt wird. Verfahren gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass beiden Datensätze vor der Rückprojektionen durch Gewichtung zu einem Datensatz A⋃B vereint werden. Computertomographie-System zur tomographischen Darstellungen eines Objektes mit mindestens zwei winkelversetzten Strahlenquellen, die einen ersten Strahlkegel mit größerem Fächerwinkel und einen zweiten Strahlkegel mit kleinerem Fächerwinkel bilden, ein Objekt kreis- oder spiralförmig abtasten und Detektorausgangsdaten erzeugen, wobei der erste Strahlkegel aufgrund seiner Absorption im Objekt einen Datensatz A erzeugt und der zweite Strahlkegel einen Datensatz B erzeugt, die in einer Rechen- und Steuereinheit mit Hilfe von gespeicherten Computerprogrammen oder Programm-Modulen zu tomographischen Darstellungen des Objektes verarbeitet werden, dadurch gekennzeichnet, dass die gespeicherten Computerprogramme oder Programm-Module Programm-Code aufweisen, der die Verfahrensschritte mindestens eines der Verfahrensansprüche 1 bis 17 ausführt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com