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Dokumentenidentifikation DE202006017533U1 05.04.2007
Titel Element zu Dekoration
Anmelder Steinhauser Spezialmaschinen GmbH, 72519 Veringenstadt, DE
Vertreter Patentanwälte Eisele, Dr. Otten, Dr. Roth & Dr. Dobler, 88212 Ravensburg
DE-Aktenzeichen 202006017533
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 05.04.2007
Registration date 01.03.2007
Application date from patent application 15.11.2006
IPC-Hauptklasse E04B 2/00(2006.01)A, F, I, 20061115, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Element zur Dekoration von Räumen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Stand der Technik

Es sind Elemente zur Dekoration von Räumen bekannt, insbesondere in ihrer Verwendung als Raumteiler oder Trennwand, bei denen über das die Wand bildende Material ein Überzug aus Textil gezogen wird, um eine einfache Variation des optischen Erscheinungsbildes der Trennwand zu erreichen. Derartige Trennwände bzw. Raumteiler bieten bei verhältnismäßig geringem Lager- und Kostenaufwand eine hohe Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten, da ein und dasselbe Trennwandmodul durch verschiedenartige Überzüge an die benötigten Begebenheiten individuell angepasst werden kann. Zusätzlich sind bei derartigen Trennwänden bzw. Raumteilern die Herstellungskosten vergleichsweise gering, da stets die eigentliche Trennwand genutzt werden kann und diese nur mit einem Textil bespannt wird, welches ebenfalls in größeren Mengen bzw. individuellen Gestaltungen kostengünstig herstellbar ist. Zusätzlich ist der Lager- bzw. Transportaufwand für unterschiedliche Textilbespannungen wesentlich geringer als der entsprechende Aufwand für unterschiedliche Trennwandmodule.

Die bekannten Raumteiler bzw. Trennwände bestehen großteils aus geschäumtem Kunststoff, Holz oder ähnlichem Material, wodurch sie oftmals, aufgrund ihrer erheblichen räumlichen Ausdehnung, ein signifikantes Eigengewicht erreichen, was eine flexible Handhabung bzw. Variation der Aufstellung erschwert. Zudem sind die Variationsmöglichkeiten des optischen Erscheinungsbildes derartiger Raumteiler auf die zur Verfügung stehenden Oberflächenbespannungen, beispielsweise durch eine Textilbespannung, beschränkt.

Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Element zur Gestaltung und Dekoration von Räumen zur Verfügung zu stellen, welches eine vergleichsweise erweiterte Variation des optischen Erscheinungsbildes zulässt.

Diese Aufgabe wird durch ein Element zur Dekoration von Räumen ausgehend vom Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Das erfindungsgemäße Element zur Dekoration von Räumen umfasst eine Platte, welche vornehmlich lichtdurchlässige Eigenschaften aufweist, und einen über die Platte gezogenen Textilschlauch, welcher die Platte zumindest teilweise umgibt, und somit das optische Erscheinungsbild des Elements zur Dekoration entscheidend prägt. Mittels Variationen der Farbe bzw. des Musters des übergezogenen Textilschlauchs lässt sich die Erscheinung des Elements zur Dekoration variieren, wobei zusätzlich über eine Variation der Dicke des Textils eine Intensitätsveränderung des durchscheinenden Lichts herbeigeführt werden kann.

Ein Vorteil am erfindungsgemäßen Element zur Dekoration ist, dass es lichtdurchlässig aufgebaut werden kann, und somit die Räume, beispielsweise Großraumbüros durch eine Vielzahl aufgestellter Trennwände nicht stark verdunkelt werden. Auch die Nutzung eines derartigen Raumteilers zur Dekoration hat den Vorteil, dass beispielsweise Tageslicht aus vorhandenen Fenstern nicht abgeblockt, und der Raum dadurch verdunkelt wird.

Die Platte, über welche der Textilschlauch gezogen wird, kann beispielsweise eine Kunststoffplatte, insbesondere in Form einer Doppelstegplatte sein, wobei durch innenliegende Hohlkammern und Stege bei hoher Stabilität ein sehr geringes Eigengewicht erreicht wird. Zudem können derartige Platten leicht und kostengünstig beispielsweise im Extrudierverfahren hergestellt werden.

In einer vorteilhaften Ausbildung des umgebenden Textilschlauchs ist dieser nahtfrei hergestellt. Zusätzlich kann der Textilschlauch elastisch und im Umfang etwas kleiner hergestellt werden, als die Länge der umlaufenden Konturlinie der Platte, damit der Textilschlauch sich selbständig über die Platte spannt und faltenfrei darauf anliegt. Hierdurch kann vermieden werden, dass zusätzliche Mittel zum Spannen oder Halten des Textils auf der Platte des Elements zur Dekoration vorgesehen werden müssen.

In einer weiteren Ausführungsform kann im Inneren der Platte, welche beispielsweise als Doppelstegplatte mit Hohlkammern ausgebildet, eine Lichtführung, beispielsweise eine Verspiegelung oder eine Fluoreszenzschicht vorgesehen sein, welche eine gleichmäßige Verteilung des durchscheinenden Lichts bzw. eine Führung von seitlich eingekoppeltem Licht darstellt, so dass das Element zur Dekoration als flächig leuchtendes Element einsetzbar ist. Ebenso wie Mittel zur Lichtführung können selbstverständlich auch im Inneren der Hohlkammern Leuchtmittel selbst angebracht sein.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann die Leuchtquelle auch direkt hinter der Platte, welche mit einem Textilschlauch überzogen wurde, angeordnet sein, wobei der Abstand zwischen Lichtquelle und Platte derart zu wählen ist, dass die gewünschte Lichtcharakteristik entsteht.

Zusätzlich zur einfachen Ausbildung des Elements zur Dekoration von Räumen, welches beispielsweise auch als eine Art Patchwork-Feld oder als Wandbehang einsetzbar ist, kann als weitere Ausführungsform auch eine weitere Platte vorgesehen sein, welche zur ersten Platte über Haltemittel wie beispielsweise ein Rahmen oder ein Abstandshalter beabstandet ist. Eine mehrere Platten umfassende Anordnung eines derartigen Elements zur Dekoration kann in einer Ausführung ausgebildet werden, bei welcher zwei der oben beschriebenen Platten flächig parallel zueinander angeordnet sind, und zwischen den beiden Platten ein Hohlraum entsteht.

Zur Verwendung als eigenständiges Dekorationselement für Räume oder zur Verwendung als Beleuchtung, beispielsweise an einer Wand aufhängbar, kann eine Lichtquelle im Hohlraum zwischen den Platten angeordnet sein. Ein wesentlicher Vorteil einer derartigen Anordnung besteht darin, dass einfache und preiswerte Lichtquellen genutzt werden können, wie beispielsweise Leuchtstoffröhren oder Lichterketten, oder dass auf teure lichtleitende Einrichtungen verzichtet werden kann. Die einzelnen Platten können dabei sowohl teilweise wie auch komplett lichtdurchlässig ausgebildet sein.

Es ist auch eine Ausführung denkbar, bei welcher nur eine der Platten lichtdurchlässig ausgebildet ist, was beispielsweise mittels einer Verspiegelung zur Erhöhung der Leuchtkraft des Elements zur Dekoration zweckmäßig wäre.

Zusätzlich zu der Ausführungsform mit zwei einzeln mit einem Textilschlauch überzogenen Platten, welche zu einer oben beschriebenen Anordnung zusammen gesetzt werden, ist auch eine Anordnung denkbar, bei welcher die weitere Platte und die Lichtquelle zuerst über Abstandshalter mit der ersten Platte verbunden werden und die komplette Anordnung anschließend mit einem Textilschlauch entsprechenden Ausmaßes überzogen wird.

In den nachfolgenden Ausführungsbeispielen ist eine einfache Form des Elements zur Dekoration von Räumen sowie eine Anordnung aus zwei Platten mit dazwischen liegender Lichtquelle beschrieben.

Im Einzelnen:

1 zeigt hierbei eine einfache Anordnung mit einer Doppelstegplatte, welche mit einem Textilschlauch überzogen wird,

2 zeigt die Anordnung aus zwei Platten.

Das in der 1 gezeigte Element zur Dekoration von Räumen (1) umfasst eine Platte (2), welche hier als Doppelstegplatte angedeutet ist und im inneren Hohlkammern (4) entlang der Stege aufweist. Über eine derartige Platte wird ein nahtfrei gewobener Schlauch aus Textilware (3) gezogen, welcher aufgrund des geringeren Umfangs zur Doppelstegplatte (3) selbständig die Platte umspannt und somit straff an der Oberfläche anliegt. Die Platte kann mit ein und demselben Schlauch komplett überzogen werden, es sind aber auch Schnittstellen unter verschiedenartig ausgebildeten Textilschläuchen denkbar, um so eine Variation der einzelnen Muster bzw. Lichtintensitäten erreichen zu können. Der Textilschlauch wird entlang der in 1 angedeutet Pfeilrichtungen über die Doppelstegplatte gestreift bis die entsprechend gewünschte Überdeckung erreicht wurde. Im Bereich hinter der Platte ist eine Lichtquelle (5) in Form einer Neonröhre angedeutet, welche die Platte von hinten bescheint und nach vorne die gewünschte optische Leuchtwirkung erzeugt.

2 zeigt eine Anordnung aus zwei Platten (2), welche mittels Abstandhaltern (9) derart angeordnet sind, dass im entstandenen Zwischenraum zwischen den Plattenflächen Lichtquellen (8) angeordnet werden können, um eine optische Leuchterscheinung zu erreichen. Im Hohlraum (7) zwischen den Platten (2) sind sowohl eine als auch mehrere Lichtquellen denkbar, je nachdem, welche Lichtcharakteristik auf den leuchtenden Oberflächen der Platten erreicht werden soll. Alternativ können auch (hier nicht gezeigt) punktförmige Lichtquellen wie beispielsweise Glühbirnen oder Lichterketten in den Zwischenraum zwischen den Platten eingebracht werden, wodurch die Erscheinungscharakteristik des Elements zur Dekoration von Räumen entscheidend beeinflusst werden kann.

Eine Anordnung gemäß 2 ist sowohl aus Platten denkbar, welche jeweils einzeln mit einem Textilschlauch überzogen wurden, beispielsweise um rück- wie vorseitig unterschiedliche Erscheinungsformen hervorzurufen. Es ist aber weiterhin auch eine Anordnung gemäß 2 denkbar, bei welcher die komplette Anordnung abschließend mit einem Textilschlauch überzogen wird und so ein rundum gleichförmiges Erscheinungsbild erreicht wird.

Die hier beschriebenen Elemente zur Dekoration von Räumen eignen sowohl als Raumteiler, als Trennwände und Verblendungen, sie können jedoch auch als rein dekorative Element eingesetzt werden, wie beispielsweise als Wandbehang oder zur Präsentation von Bildern, Waren oder ähnlichem.

Derartige Elemente zur Dekoration von Räumen können auch in einem baukastenartigem System zusammengestellt werden, um komplette raumfüllende Geometrien, wie beispielsweise Präsentationsstände oder Auslagen darzustellen.

Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die hier gezeigten Ausführungsbeispiele, sondern umfasst auch weitere Anordnungen und zweckmäßige Aufbauten der hier vorgestellten Elemente zur Dekoration von Räumen und deren Weiterbildung.

1
Element zur Dekoration
2
Platte
3
Textilschlauch
4
Hohlkammer
5
Lichtquelle
6
Anordnung aus zwei Elementen
7
Hohlraum
8
Lichtquelle
9
Abstandhalter


Anspruch[de]
Element zur Dekoration von Räumen (1) umfassend eine Platte (2) und einen die Platte zumindest teilweise umgebenden Textilschlauch (3), dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (2) und der umgebende Textilschlauch (3) mindestens teilweise lichtdurchlässig sind. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (2) eine Kunststoffplatte ist, welche insbesondere in Form einer Doppelstegplatte mit innenliegenden Hohlkammern (4) ausgebildet ist. Element nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte im Extrudierverfahren hergestellt ist. Element nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Textilschlauch (3) nahtfrei hergestellt ist. Element nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Textilschlauch (3) im Umfang kleiner als ein Umfang der Platte (2) ist. Element nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (2) im Inneren eine Lichtführung, insbesondere eine Verspiegelung oder eine Fluoreszenzschicht aufweist. Element nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (2) im Inneren eine Lichtquelle aufweist. Element nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass hinter dem Element (1) eine Lichtquelle (5) angeordnet ist. Element nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Platte vorgesehen ist, die zu der ersten Platte über Haltemittel beabstandet ist. Element nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Platte zumindest teilweise lichtdurchlässig ist. Element nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Platte lichtundurchlässig ist. Element nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten jeweils mit einem Textilschlauch zumindest teilweise überzogen sind. Element nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten gemeinsam mit einem Textilschlauch zumindest teilweise überzogen sind. Element nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Platten eine Lichtquelle angeordnet ist.






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