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Dokumentenidentifikation DE10030483B4 12.04.2007
Titel Kamera mit eingebautem Blitz
Anmelder Pentax Corp., Tokyo, JP
Erfinder Hosokawa, Tetsuo, Tokio/Tokyo, JP;
Hamamura, Toshihiro, Tokio/Tokyo, JP;
Takahashi, Hiroyuki, Tokio/Tokyo, JP;
Ohkura, Tadahisa, Tokio/Tokyo, JP;
Kaneko, Hidefumi, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter Schaumburg, Thoenes, Thurn, Landskron, 81679 München
DE-Anmeldedatum 21.06.2000
DE-Aktenzeichen 10030483
Offenlegungstag 28.12.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse G03B 15/05(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G03B 7/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kamera mit eingebautem Blitz. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Kamerasteuerung, die den eingebauten Blitz ansteuert.

In Kameras mit einem eingebauten, herausklappbaren Blitz, der aus einer eingefahrenen Stellung in eine Entlade- oder Blitzstellung herausklappt, wird der eingebaute Blitz so angesteuert, daß er unter vorbestimmten Bedingungen, z.B. in einer Schwachlichtsituation, automatisch herausklappt und sich dann zum Belichtungszeitpunkt entlädt. Zu dem Zeitpunkt, zu dem der eingebaute Blitz herausklappt, nimmt der Benutzer visuell wahr, daß sich der eingebaute Blitz bei einer Verschlußauslösung entlädt. Nachdem der Blitz automatisch herausgeklappt ist, muß der Benutzer, falls er eine Bildaufnahme ohne Verwendung des eingebauten Blitzes wünscht, letzteren in den Kamerakörper zurückfahren, indem er den Blitz in den Kamerakörper drückt.

Selbst wenn der Benutzer in eben erläuterter Weise den eingebauten Blitz in den Kamerakörper einfährt, klappt der Blitz einer solchen herkömmlichen Kamera erneut automatisch aus, wenn die vorgegebenen Bedingungen wieder erfüllt sind.

Wegen dieser automatischen Ansteuerung reicht es, falls der Benutzer zeitweilig eine Bildaufnahme überhaupt ohne Verwendung des Blitzes wünscht, nicht aus, daß er den eingebauten Blitz in den Kamerakörper zurückklappt. Es ist vielmehr weiterhin erforderlich, daß der ausgewählte Modus geändert wird, nämlich ausgehend von einem Blitzautomatikmodus (Automatikentlademodus) zu einem Blitzsperrmodus. Dies ist vergleichsweise mühsam. Will der Benutzer, nachdem er vorher den Blitzsperrmodus eingestellt hat, für ein oder zwei Aufnahmen den eingebauten Blitz verwenden, so muß er darüber hinaus den aktuell eingestellten Modus erneut ändern, nämlich von dem Blitzautomatikmodus wieder zu dem Blitzsperrmodus.

Zum Stand der Technik wird auf die Druckschrift DE 40 31 657 C2 verwiesen. Dort ist eine Kamera mit einem eingebauten, herausklappbaren Blitz und einer Blitzlichtsteuerung beschrieben. Die Blitzlichtsteuerung entscheidet anhand eines Belichtungsfaktors, ob der eingebauten Blitz herauszuklappen ist oder nicht. Im Selbstauslösebetrieb wird der Belichtungsfaktor direkt vor der Belichtung berechnet, d.h. nach Beginn des Selbstauslösebetriebs. Der eingebaute Blitz wird erst direkt vor der Belichtung, d.h. nach Ablauf einer Verzögerungszweit, herausgeklappt.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kamera anzugeben, deren Kamerasteuerung dafür sorgt, daß der eingebaute Blitz mit einer einfachen Bedienung zeitweilig an der Entladung gehindert wird, selbst wenn vorher der Blitzautomatikmodus eingestellt worden ist.

Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Kamera mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Durch den erfindungsgemäßen Aufbau der Kamera kann der eingebaute Blitz zeitweilig an der Entladung gehindert werden, indem er einfach in seine eingefahrene Stellung gedrückt wird, selbst wenn vorher der Blitzautomatikmodus eingestellt worden ist.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche sowie der folgenden Beschreibung.

Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Figuren näher erläutert. Darin zeigen:

1 ein Ausführungsbeispiel eines Kamerakörpers eines erfindungsgemäßen SLR-Kamerasystems in perspektivischer Darstellung,

2 einen Teil des in 1 gezeigten Kamerasystems in perspektivischer Darstellung, wobei der eingebaute Blitz des Kamerakörpers herausgeklappt ist,

3 eine Darstellung ähnlich der in 2 mit herausgeklapptem Blitz,

4 ein Blockdiagramm einer Steuerschaltung des in 1 dargestellten Kamerasystems,

5 ein Blockdiagramm der grundlegenden Elemente des Kamerasystems in einem Zustand, in dem ein Wechselobjektiv an den in 1 gezeigten Kamerakörper angeschlossen ist,

6A und 6B das Flußdiagramm eines in dem Kamerasystem nach 1 abzuarbeitenden Hauptprogramms mit seinen grundlegenden Operationen,

7 das Flußdiagramm der in 6A und 6B dargestellten Operation zum Herausklappen des Blitzes,

8 das Flußdiagramm der in 7 dargestellten Operation zum manuellen Herausklappen des Blitzes,

9 das Flußdiagramm der in 7 dargestellten Operation zum automatischen Herausklappen des Blitzes,

10 das Flußdiagramm der in 6 dargestellten Operation zur AE-Berechnung,

11A und 11B das Flußdiagramm der in 10 dargestellten Operation zur Festlegung der automatischen Blitzentladung,

12 das Flußdiagramm der in 6 dargestellten Operation zum Auslösen des Verschlusses,

13 das Flußdiagramm der in 12 dargestellten Belichtungsoperation, und

14 die Draufsicht auf ein Hauptelement eines an dem Kamerakörper nach 1 vorgesehenen Betriebsart-Wahlrads.

1 zeigt als Ausführungsbeispiel der Erfindung einen Kamerakörper eines AE/AF-SLR-Kamerasystems. AE steht hierbei für automatische Belichtung und AF für automatische Scharfeinstellung. Der Kamerakörper hat an seinem Gehäusedeckel 103 einen Auslöser 105, der in 1 auf der linken Seite des Gehäusedeckels 103 angeordnet ist. Der Kamerakörper 101 hat an seinem Gehäusedeckel 103 hinter dem Auslöser 105 einen Einschalter 107 und ein außenseitiges LCD-Feld 109. Das LCD-Feld 109 zeigt verschiedene fotografische Informationen an, wie z.B. die Bildzahl, die Verschlußzeit, den Blendenwert etc. Der Kamerakörper 101 hat an seiner Oberseite mittig einen herausklappbaren, eingebauten automatischen Blitz 111, der von einer in dem Kamerakörper 101 vorgesehenen CPU (Kamerasteuerung) 11 über eine Blitzsteuerschaltung 53 angesteuert wird, wie in 3 dargestellt ist. Unmittelbar hinter dem eingebauten Blitz 111 ist auf dem Kamerakörper 101 ein Blitzschuh als externer Anschluß 113 vorgesehen, auf den ein externer Blitz gesteckt werden kann. Der eingebaute Blitz 111 enthält eine Blitzlichteinheit mit einem Reflektor, eine Xenon-Röhre als Blitzlichtquelle und eine Fresnel-Linse. Die Blitzlichteinheit wird von einem Ausklappmechanismus gehalten und so angesteuert, daß sie zwischen einer in den 1 und 2 dargestellten eingefahrenen Stellung und einer in 3 dargestellten Ausklapp- oder Blitzstellung, in der die Fresnel-Linse dem Objekt zugewandt ist, hin- und herbewegbar ist. Der Ausklappmechanismus hat eine Feder, die den eingebauten Blitz 111 kontinuierlich in die Ausklappstellung vorspannt, sowie einen Haltemechanismus, die den Blitz 111 gegen die von der Feder ausgeübte Federkraft in der eingefahrenen Stellung hält, wenn der Blitz 111 eingefahren ist. Der Haltemechanismus hat einen in 3 dargestellten Hebel 151, der in ein nicht dargestelltes Hakenteil, das auf einem bewegten Teil des eingebauten Blitzes 111 ausgebildet ist, eingreift, um den Blitz 111 in der eingefahrenen Stellung zu halten, wenn er in diese nach unten gedrückt wird. Der Hebel 151 ist so bewegbar, daß er von dem Hakenteil lösbar ist.

Wird ein in 4 dargestellter Ausklappmagnet PuMg mit Energie versorgt, so wird der Hebel 151 so in eine vorbestimmte Richtung bewegt, daß er sich von dem Hakenteil löst. Wird dem Ausklappmagneten PuMg Energie zugeführt, wenn sich der Blitz 111 in der eingefahrenen Stellung befindet, so löst sich der Hebel 151 von dem Hakenteil, so daß der Blitz 111 infolge der von der Feder 153 ausgeübten Federkraft herausklappt. Der Kamerakörper 101 hat weiterhin eine manuell betätigbare Ausklapptaste 119. Durch Betätigung der Ausklapptaste 119 wird dem Ausklappmagneten PuMg Energie zugeführt, um den Blitz 111 herausklappen zu lassen.

Auf der nach 1 rechten Seite des Gehäusedeckels 103 des Kamerakörpers 101 ist ein im folgenden auch als Programmwahlrad bezeichnetes Betriebsart-Wahlrad 121 vorgesehen, das eine Vorrichtung bildet, mit der aus verschiedenen Betriebsmodi manuell ein gewünschter Betriebsmodus ausgewählt werden kann. An der Vorderseite des Kamerakörpers 101 befindet sich ein ringförmiger Bajonettanschluß 115, an dem ein Wechselobjektiv 61 abnehmbar angebracht ist, wie in den 2 und 3 dargestellt ist. An dem Bajonettanschluß 115 befindet sich eine Anordnung von Kontakten 117, die in Kontakt mit einer entsprechenden Anordnung von an dem Wechselobjektiv 61 vorgesehenen Kontakten kommt, so daß, wie in 4 gezeigt, die CPU 11 mit einer Objektiv-CPU 63 kommunizieren kann. Auf diese Weise werden der CPU 11 verschiedene Objektivinformationen wie der Offenblendenwert und der Brennweitenwert zugeführt.

Das Programmwahlrad 121 hat eine Anzeigescheibe (Anzeigeelement) 123, die an dem Gehäusedeckel 103 befestigt ist, und einen Deckelring 125, der drehbar um die Anzeigescheibe 123 angebracht ist. Die Anzeigescheibe 123 ist längs ihres Umfangs um ihre Mittelachse herum mit mehreren Zeichen versehen, die jeweils einen Betriebsmodus angeben. In diesem Ausführungsbeispiel sind sieben Zeichen 124a bis 124m vorgesehen. In dem Ausführungsbeispiel gibt es also dreizehn Betriebsarten, die durch Betätigen des Programmwahlrads 121 ausgewählt werden können. Der Deckelring 125 ist mit einer Indexmarkierung 127 versehen. Nachdem der Deckelring 125 manuell verdreht worden ist, wird er durch einen Einrastmechanismus stets so angehalten, daß die Indexmarkierung 127 auf einen Punkt entsprechend einem der Zeichen 124a bis 124m eingestellt ist. Ist die Indexmarkierung 127 auf eines der dreizehn Zeichen 124a bis 124m eingestellt, so ist aus den dreizehn Betriebsarten die diesem Zeichen entsprechende Betriebsart ausgewählt.

Die dreizehn Zeichen 124a bis 124m sind in zwei Gruppen unterteilt: die erste Zeichengruppe 123a enthält die acht Zeichen 124a bis 124h und die zweite Zeichengruppe 123b enthält die übrigen fünf Zeichen 124i bis 124m, wie in 14 dargestellt ist. Die Teile der Anzeigescheibe 123, die der ersten Zeichengruppe 123a entsprechen, sind durchscheinend ausgebildet, so daß jedes Zeichen in der Zeichengruppe 123a von einer entsprechenden Lichtquelle von unterhalb der Anzeigescheibe 123, also vom Inneren des Kamerakörpers 101 aus oder von hinten, beleuchtet werden kann. Dagegen wird keines der Zeichen in der zweiten Zeichengruppe 123b von einer Lichtquelle beleuchtet.

Das Steuersystem des Kamerakörpers 101 wird im folgenden unter Bezugnahme auf die 4 und 5 erläutert. Der Kamerakörper enthält die CPU 11, welche die Gesamtsteuerung des Kamerasystems übernimmt. Die CPU 11 enthält einen ROM, in den Steuerprogramme, die verschiedenen Funktionen der Kamera zugeordnet sind, geschrieben sind, sowie einen RAM, in dem Informationen wie z.B. verschiedene Parameter oder Objektivinformationen, vorübergehend gespeichert sind. Wie in 4 gezeigt, enthält der Kamerakörper 101 zusätzlich zu der CPU 11 einen Spannungsregler 15, einen Oszillator 17, einen ersten Motortreiber-IC 19, einen Spannmotor 21, einen zweiten Motortreiber-IC 23, einen Filmtransportmotor 25, einen dritten Motortreiber-IC 27, einen AF-Motor 29, einen AF-Fotounterbrecher 31, einen AF-CCD-Bildsensor 33, eine Verschlußsteuerschaltung 35, eine Blendensteuerschaltung 37 und einen EEPROM 39. Der Kamerakörper 101 enthält weiterhin einen Fotometer-IC 41, einen Blendenwert-Erfassungswiderstand 43, eine Sucher-LCD 45, ein Paar LEDs 47, von denen eine grün und die andere rot ist, sowie acht als Beleuchtungsvorrichtung dienende LEDs 51 (51a bis 51h), die im folgenden auch als Zeichen-LEDs bezeichnet werden. Weiterhin befindet sich in dem Kamerakörper 101 ein Hauptschalter SWM, ein Fotometer-Schalter SWS, ein Auslöseschalter SWR, ein Manuell-Ausklappschalter SWPu, der dem manuellen Herausklappen des Blitzes dient, ein Ausklapp-Erfassungsschalter SWPud, der der Erfassung des Ausklappzustandes dient, sowie ein Betriebsart-Schalter SWMod, der dem Betriebsart-Wahlrad zugeordnet ist.

An die CPU 11 ist der EEPROM 39 angeschlossen, in den Informationen über die Anzahl der Belichtungen einer Filmrolle und verschiedene zurückschreibbare Parameter und Betriebsarten geschrieben sind. Die Leistung einer Batterie 13, die in einem nicht dargestellten Batteriefach des Kamerakörpers 101 untergebracht ist, werden der CPU 11 über den Spannungsregler 15 als Konstantspannung zugeführt. Die CPU 11 führt die Konstantspannung dem Oszillator 17 zu, der darauf Taktimpulse ausgibt. Die CPU 11 arbeitet synchron mit den Taktimpulsen, die von dem Oszillator 17 ausgegeben werden.

Der Hauptschalter SWM, der Fotometer-Schalter SWS, der Auslöseschalter SWR, der Manuell-Ausklappschalter SWPu, der Ausklapp-Erfassungsschalter SWPud sowie der Betriebsart-Schalter SWMod sind jeweils mit der CPU 11 verbunden. Der Betriebsart-Schalter SWMod ist mit dem Deckelring 125 zusammengeschaltet.

Der Hauptschalter SWM ist mit dem Einschalter 107 zusammengeschaltet, so daß der Hauptschalter SWM mit Betätigung des Einschalters 107 eingeschaltet wird. Ist der Hauptschalter SWM eingeschaltet, so beginnt die CPU 11 zu arbeiten. Die CPU 11 versorgt dann die Peripherieelemente mit Energie und beginnt zugleich mit der Durchführung verschiedener Operationen, die den EIN/AUS-Zuständen der betätigten Schalter entsprechen.

Der Fotometer-Schalter SWS und der Auslöseschalter SWR sind mit dem Auslöser 105 zusammengeschaltet, so daß die beiden Schalter eingeschaltet werden, wenn der Auslöser 105 halb bzw. vollständig niedergedrückt wird. Unmittelbar nachdem der Fotometer-Schalter SWS eingeschaltet ist, wird der CPU 11 ein Fotometersignal aus dem Fotometer-IC 41 zugeführt, um die Objekthelligkeit zu berechnen. Auf Grundlage der Objekthelligkeit führt die CPU 11 eine Operation zur AE-Berechnung (10) aus, in der die optimale Verschlußzeit und der optimale Blendenwert in dem ausgewählten Belichtungsmodus berechnet werden. Zugleich empfängt die CPU 11 von dem AF-CCD-Bildsensor 33, der nach dem Phasendifferenzverfahren arbeitet, Videosignale des Objektbildes, um so den Wert der Defokussierung zu berechnen und anschließend die AF-Operation (6B), also die Scharfeinstellung durchzuführen. In der AF-Operation treibt die CPU 11 den AF-Motor 29 über den Motortreiber-IC 27 mit einem dem Defokussierungswert entsprechenden Wert an, um eine Fokussierlinsengruppe L des Wechselobjektivs 61 in eine Axialposition zu bewegen, in der ein Scharfstellzustand erreicht ist. Die Drehung des AF-Motors 29 wird über eine AF-Kupplung 30 auf eine in dem Wechselobjektiv 61 vorgesehene Verbindung 66 übertragen, wodurch ein Brennweiteneinstellmechanismus 67 in dem Wechselobjektiv 61 über die AF-Kupplung 30 und die Verbindung 66 angetrieben und dadurch die Fokussierlinsengruppe L in eine axiale Position bewegt wird, in der ein Scharfstellzustand erreicht ist. Der AF-Fotounterbrecher 31 gibt mit Drehung des AF-Motors 29 Impulse aus, deren Anzahl dem Bewegungswert der Fokussierlinsengruppe L entspricht. Die CPU 11 empfängt die von dem AF-Fotounterbrecher 31 ausgegebenen Impulse und steuert an Hand dieser Impulse den Antriebswert für den AF-Motor 29. Der Fotometer-IC 41 hat einen mit mehreren Segmenten versehenen Lichtstärkenmeßsensor, so daß das Kamerasystem Lichtstärkenwerte in segmentierten Bereichen des Aufnahmefeldes mißt und miteinander vergleicht.

Unmittelbar nachdem der Auslöseschalter SWR eingeschaltet worden ist, führt die CPU 11 folgende Operationen aus: sie steuert einen Rückklappspiegel 160 so an, daß dieser hochklappt, sie steuert die Blendensteuerschaltung 37 so an, daß die Irisblende des Wechselobjektivs gemäß dem in der AE-Berechnung ermittelten Blendenwert abgeblendet wird, und sie steuert anschließend die Verschlußsteuerschaltung 35 so an, daß der Verschluß entsprechend der ermittelten Verschlußzeit ausgelöst wird. Nach Vollendung der Belichtung steuert die CPU 11 den Spannmotor 21 über den Motortreiber-IC 19 so an, daß der Rückklappspiegel 160 zurückfällt und der Verschlußmechanismus geladen wird, d.h. die Antriebsfedern des vorauseilenden und des nacheilenden Verschlußteils (Rollo) gespannt werden. Anschließend treibt die CPU 11 den Filmtransportmotor 25 über den Motortreiber-IC 23 so an, daß der Film um ein Bild transportiert wird.

Der Manuell-Ausklappschalter SWPu ist mit der Ausklapptaste 119 zusammengeschaltet, die sich an dem Kamerakörper 101 in der Nähe des eingebauten Blitzes 111 befindet. Unmittelbar nachdem der Manuell-Ausklappschalter SWPu eingeschaltet worden, d.h. die Ausklapptaste 119 gedrückt worden ist, schaltet die CPU 11 einen in 4 dargestellten Schalttransistor Tr1 ein und führt damit dem ebenfalls in 4 dargestellten Ausklappmagneten PuMg Energie zu, um so das Ineinandergreifen von Haltemechanismus und eingebautem Blitz, der von dem Haltemechanismus in der eingefahrenen Stellung gehalten wird, zu lösen. Wenn sich der Haltemechanismus und der eingebaute Blitz 111 voneinander lösen, klappt letzterer durch die in dem Ausklappmechanismus vorgesehene Feder 153 in seine Entlade- oder Blitzstellung heraus. Die CPU 11 erfaßt über den Ausklapp-Erfassungsschalter SWPud, daß der Blitz 111 in seine Entladestellung herausgeklappt ist. Der Ausklapp-Erfassungsschalter SWPud wird dabei seinerseits eingeschaltet, wenn sich der eingebaute Blitz 111 in seine Entladestellung erhebt.

Der Ausklapp-Erfassungsschalter SWPud wird ausgeschaltet, wenn sich der Blitz 111 aus seiner Entladestellung in die eingefahrene Stellung bewegt.

Erfaßt die CPU 11 über Daten wie von dem Fotometer-IC 41 erhaltene Objekthelligkeitsdaten und ISO-Empfindlichkeitsdaten, daß Schwachlicht- und/oder Gegenlichtbedingungen vorliegen, so führt sie dem Ausklappmagneten PuMg Energie zu, um den Blitz 111 herausklappen und automatisch zu entladen. Ist, wie in 4 gezeigt, ein externer Blitz 71 an dem Blitzschuh 113 angebracht, so verhindert die CPU 11, daß der eingebaute Blitz 111 herausklappt. Dadurch wird verhindert, daß der eingebaute Blitz 111 gegen den externen Blitz 71 stößt, wenn die CPU 11 den externen Blitz 71 anstelle des eingebauten Blitzes 111 ansteuert.

Der Betriebsart-Schalter SWMod ist ein mit 4 Bit codierter Schalter, der entsprechend der Drehstoppstellung, d.h. der Einraststellung des Deckelrings 125 ein- und ausgeschaltet wird. Die CPU 11 wählt einen der dreizehn Betriebsmodi und damit Funktionen und Parameter aus, die einem der dreizehn Zeichen 124a, 124b, 124c, 124d, 124e, 125f, 125g, 125h, 125i, 125j, 125k, 125l oder 125m zugeordnet sind, auf das die Indexmarkierung 127 eingestellt ist, d.h. das der Einraststellung des Deckelrings 125 zugeordnet ist (vgl. 14).

Das Programmwahlrad 121 ist mit den vorstehend genannten Zeichen-LEDs 51a bis 51h versehen, die jeweils ein ihnen zugeordnetes Zeichen 124a bis 124h beleuchten können. An die CPU 11 sind acht Transistoren Tr angeschlossen, welche die acht Zeichen-LEDs 51a bis 51h unabhängig voneinander ansteuern. Die Zeichen-LEDs 51a bis 51h beleuchten dabei die acht an der Anzeigescheibe 123 ausgebildeten Zeichen 124a bis 124h, die in der ersten Zeichengruppe 123a zusammengefaßt sind. Wird in dem erläuterten Ausführungsbeispiel der Hauptschalter SWM eingeschaltet, oder wird durch Betätigung des Deckelrings 125 ein durch die Zeichen 124a bis 124h dargestellter Programm-Modus ausgewählt, so wird zum Zwecke der Beleuchtung des entsprechenden Zeichens die diesem zugeordnete Zeichen-LED eingeschaltet, indem der entsprechende Transistor Tr in vorbestimmter Weise aktiviert wird.

Die Sucher-LCD 45, die so angeordnet ist, daß sie in dem Sucher betrachtet werden kann, und das LCD-Feld 109 sind an die CPU 11 angeschlossen. Jede der beiden LCDs 45, 109 zeigt verschiedene fotografische Informationen an, wie z.B. Bildzahl, Verschlußzeit, Blendenwert etc. Bei ausgeschaltetem Hauptschalter SWM zeigt die Sucher-LCD 45 nichts an, während das LCD-Feld 109 diejenigen Informationen anzeigt, die vor Aufnahme eines Bildes benötigt werden. Solche Informationen beinhalten beispielsweise Filmstatusinformationen, d.h. Informationen, die angeben, ob der Film geladen, transportiert oder zurückgespult ist, bei korrekt eingelegtem Film eine Filmzahlanzeige sowie die Information, daß der Film vollständig zurückgespult ist. Ist der Hauptschalter SWM eingeschaltet, so werden zusätzlich zur Filmzahlanzeige die gerade gewählte Verschlußzeit/Modus sowie weitere Informationen an dem LCD-Feld 109 angezeigt, während auf der Sucher-LCD 45 noch so lange nichts angezeigt wird, bis die AE-Berechnung, die durch Betätigung des Programmwahlrads 121 durchzuführen ist, beginnt. Nachdem die AE-Berechnung durchgeführt worden ist, werden an der Sucher-LCD 45 und dem LCD-Feld 109 die berechnete optimale Verschlußzeit, der Blendenwert und weitere nützliche Informationen angezeigt.

Zwei LEDs 47, nämlich die grüne LED 47a und die rote LED 47b bringen an der Sucher-LCD 45 durch Beleuchtung Informationen zur Anzeige. In einem normalen Aufnahmezustand ist die grüne LED 47a durch die CPU 11 eingeschaltet, während in einem Warnzustand die rote LED 47b durch die CPU 11 eingeschaltet ist, um die Sucher-LCD 45 mit rotem Licht zu beleuchten und damit den Benutzer zu warnen, daß er das gewünschte Aufnahmebild nicht erhalten wird. Ein solcher Warnzustand ist z.B. dann gegeben, wenn die gewählte Verschlußzeit länger ist als ein berechneter Grenzwert, der eingehalten werden muß, um ein Verwischen des Bildes infolge einer unbeabsichtigten Handbewegung zu vermeiden.

Ist das Wechselobjektiv 61, das die Objektiv-CPU 63 enthält, an dem Kamerakörper 101 angeschlossen, so kommuniziert die CPU 11 über Daten mit der Objektiv-CPU 63, um verschiedene Objektivinformationen zu erhalten, wie z.B. die Brennweite (im Falle eines Varioobjektivs also die aktuelle Brennweite), die Objektentfernung, d.h. die Position der Fokussierlinsengruppe L, und den Offenblendenwert. Die Objektiv-CPU 63 erfaßt die Brennweite, wie in 5 gezeigt, über eine Codierscheibe 64 und die Objektentfernung, d.h. die Position der Fokussierlinsengruppe L, über eine Codierscheibe 65 und sendet die erfaßte Brennweite sowie die erfaßte Objektentfernung an die CPU 11 des Kamerakörpers 101.

Hauptprogramm

Ein in den 6A und 6B dargestelltes Hauptprogramm wird durchgeführt, wenn die Batterie 13 in den Kamerakörper 101 eingelegt ist. Unmittelbar nachdem die Batterie 13 in den Kamerakörper 101 eingelegt und der nicht dargestellte Batteriedeckel verschlossen worden ist, wird in Schritt S11 eine Initialisierung der CPU durchgeführt, in der die Eingänge und Ausgänge sowie der interne RAM der CPU 11 initialisiert werden. Anschließend in Schritt S13 werden Peripherieschaltungen, die mit den Eingängen und Ausgängen verbunden sind, ebenfalls initialisiert. Dann wird in Schritt S15 in der CPU 11 eine Referenz-Zeitschaltung gestartet. Die Operationen der Schritte S11, S13 und S15 werden durchgeführt, unmittelbar nachdem die Batterie 13 in den Kamerakörper 101 eingelegt und der Batteriedeckel verschlossen worden ist. Daraufhin werden mit eingelegter Batterie 13 die Operationen ab Schritt S17 wiederholt durchgeführt.

In Schritt S17 wird eine 250 ms-Intervall-Zeitschaltung in der CPU 11 gestartet, in Schritt S19 der EIN/AUS-Zustand eines jeden Schalters der CPU 11 zugeführt, und in Schritt S21 festgestellt, ob der Hauptschalter SWM eingeschaltet ist. Die 250 ms-Intervall-Zeitschaltung ist ausgebildet, Intervalle einzustellen, zu denen die CPU 11 periodisch überprüft, ob der Hauptschalter SWM eingeschaltet ist.

Wird in Schritt S21 festgestellt, daß der Hauptschalter SWM ausgeschaltet ist, so fährt der Steuerablauf mit Schritt S23 fort, in dem eine Anzeigeoperation durchgeführt wird. In dieser Anzeigeoperation wird die LCD 109 so angesteuert, daß sie ein oder mehrere Zeichen anzeigt, die den Benutzer darüber informieren, daß die Stromversorgung momentan ausgeschaltet ist. Anschließend werden die Zeichen-LEDs 51a bis 51h in Schritt S25 ausgeschaltet. Dann wird in Schritt S27 festgestellt, ob nach Start der 250 ms-Intervall-Zeitschaltung 250 ms verstrichen sind.

Wird in Schritt S27 festgestellt, daß 250 ms abgelaufen sind, so wird in Schritt S28-1 überprüft, ob eine 3 Minuten-Zeitschaltung schon gestartet worden ist. Die 3 Minuten-Zeitschaltung wird gestartet, wenn der Hauptschalter SWM ausgeschaltet ist (S55: J; S94), oder nachdem der Fotometer-Schalter SWS ausgeschaltet worden ist (S87: N; [S91, S93] S94).

Ist die 3 Minuten-Zeitschaltung schon gestartet worden (S28-1: J), so wird in Schritt S28-2 überprüft, ob seit Start der 3 Minuten-Zeitschaltung 3 Minuten verstrichen sind. Ist dies der Fall, so wird das Blitzsperr-Flag in Schritt S28-3 auf 0 gestellt, und in Schritt S28-4 die 3 Minuten-Zeitschaltung angehalten. Der Steuerablauf kehrt dann zu Schritt S17 zurück. Dies bedeutet, daß das Blitzsperr-Flag nach 3 Minuten automatisch gelöst, d.h. freigeschaltet wird.

Das Blitzsperr-Flag wird nicht auf 0 gestellt, wenn die 3 Minuten-Zeitschaltung noch nicht gestartet worden ist (S28-1: N), oder falls doch, wenn die 3 Minuten noch nicht abgelaufen sind (S28-1: J; S28-22: N). Die Schritte S17 bis S27 werden während der Zeit, in der der Hauptschalter SWM ausgeschaltet ist, wiederholt durchgeführt.

Wird in Schritt S21 festgestellt, daß der Hauptschalter SWM eingeschaltet ist, so fährt der Steuerablauf mit Schritt S29 fort, in dem ermittelt wird, ob der Hauptschalter SWM vorher ausgeschaltet war. War der Hauptschalter SWM vorher ausgeschaltet, so bedeutet dies, daß der Steuerablauf zum ersten Mal seit Einschalten des Hauptschalters SWM zu der Operation in Schritt S29 gelangt ist, und der Steuerablauf fährt mit Schritt S31 fort, in dem eine Operation zur Anzeigeeröffnung durchgeführt wird (10A und 10B). In dieser Operation wird jede der acht LEDs 51a bis 51h gemäß einem vorgegebenen Algorithmus zunächst ein- und dann ausgeschaltet, worauf zuletzt nur eine dieser acht LEDs eingeschaltet wird. Diese LED entspricht demjenigen der acht Programm-Modi, der mit dem Deckelring 125 zuerst ausgewählt worden ist. Die Anzeigeeröffnung wird später genauer erläutert. Wird in Schritt S29 festgestellt, daß der Hauptschalter SWM zuvor nicht ausgeschaltet war, so überspringt der Steuerablauf Schritt S31 und fährt mit Schritt S33 fort.

In dem Automatikaufnahmemodus führt die CPU 11 gemäß den ihr von der Objektiv-CPU 63 zugeführten Objektivdaten eine vorbestimmte Berechnung durch, um aus den fünf verschiedenen Belichtungsprogrammen, d.h. den fünf Aufnahmemodi, nämlich dem Sport/Aktionsmodus, dem Nahaufnahmemodus, dem Landschaftsmodus, dem Portraitmodus und dem Standardmodus, das am besten geeignete Belichtungsprogramm automatisch auszuwählen. In diesem Belichtungsprogramm steuert dann die CPU 11 den eingebauten Blitz 111 so an, daß dieser sich unter Schwachlichtbedingungen automatisch entlädt. Der Blitzsperr/Automatikaufnahmemodus ist identisch mit dem Automatikaufnahmemodus, außer daß in dem Blitzsperr/Automatikaufnahmemodus der eingebaute Blitz 111 an der Entladung und damit am Herausklappen gehindert ist. Folglich ist ein Belichtungsprogramm, das in dem Automatikaufnahmemodus von der CPU 11 aus den fünf verschiedenen Programm-Modi ausgewählt wird, auch ein Blitzautomatikmodus, in dem es dem eingebauten Blitz erlaubt ist, sich zu einem Belichtungszeitpunkt zu entladen, falls dies erforderlich ist. Außerdem ist ein Belichtungsprogramm, das in dem Blitzsperr/Automatikaufnahmemodus von der CPU 11 aus den fünf verschiedenen Programm-Modi ausgewählt wird, auch ein Blitzsperrmodus, in dem der eingebaute Blitz daran gehindert ist, sich zu einem Belichtungszeitpunkt zu entladen.

Gemäß den vorstehenden erläuterten Operationen in den Schritten S87 bis S94, den Schritten S17 bis S28-4, den Schritten S21, S29 und S30 gilt folgendes: Selbst wenn der eingebaute Blitz 111 aus seiner Ausklappstellung manuell zurückgeklappt wird und das Blitzsperr-Flag auf 1 gestellt worden ist, wird das Blitzsperr-Flag, falls 3 Minuten seit Ausschalten des Fotometer-Schalters SWS bei gleichzeitiger Nichtbetätigung von Auslöser oder Hauptschalter SWM verstrichen sind, automatisch auf 0 gesetzt. Das Blitzsperr-Flag wird also dann automatisch auf 0 gesetzt, nachdem der Fotometer-Schalter SWS ausgeschaltet worden ist und die Kamera für 3 Minuten unbetätigt geblieben ist. Dies bedeutet, daß die Kamera nach 3 Minuten automatisch in den Blitzautomatikmodus zurückkehrt, obgleich der Blitzsperrmodus für 3 Minuten aufrecht erhalten wird, falls der Benutzer vergißt, daß der Blitzsperrmodus eingestellt worden ist, und er die Kamera für 3 Minuten unbetätigt läßt. Bei einer nachfolgenden Aufnahmeoperation kann deshalb der Blitzautomatikmodus eingesetzt werden, wodurch irrtümliche Aufnahmeoperationen vermieden werden können.

In Schritt S33 wird eine in 11 näher erläuterte Operation zum Ausklappen des eingebauten Spiegels durchgeführt. Wird in dieser Operation festgestellt, daß der Manuell-Ausklappschalter SWPu eingeschaltet ist, so wird der Schalttransistor Tr1 eingeschaltet, um den Ausklapp-Magneten PuMg mit Spannung zu versorgen, worauf dieser den eingebauten Blitz 111 herausklappen läßt. Die Operation zum Herausklappen des Blitzes 111 wird später im Detail erläutert.

In Schritt S35 wird ermittelt, ob der Ausklapp-Erfassungsschalter SWPud eingeschaltet ist, d.h. ob der eingebaute Blitz 111 herausgeklappt ist. Ist dies der Fall, so fährt der Steuerablauf mit Schritt S37 fort, in dem eine Operation zum Laden des eingebauten Blitzes 111 durchgeführt wird. Wird in S35 dagegen festgestellt, daß der Erfassungsschalter SWPud ausgeschaltet ist, so überspringt der Steuerablauf Schritt S37 und fährt mit Schritt S39 fort.

In Schritt S39 wird eine LCD-Anzeigeoperation durchgeführt. In dieser Operation werden in eingeschaltetem Zustand des Kamerakörpers 101 nützliche Informationen wie die gerade gewählte Verschlußzeit an dem LCD-Feld 109 angezeigt, während die Sucher-LCD 45 nichts anzeigt, bis die Operation zur AE-Berechnung startet, die durch Betätigung des Betriebsart-Wahlschalters durchzuführen ist.

In Schritt S41 wird ermittelt, ob der Fotometer-Schalter SWS eingeschaltet ist. In Schritt S43 wird ermittelt, ob der Auslöseschalter SWR eingeschaltet ist. Ist weder der Fotometer-Schalter SWS noch der Auslöseschalter SWR eingeschaltet, so wird in Schritt S45 ermittelt, ob sich der Zustand des Betriebsart-Schalters SWMod geändert hat. Wird in Schritt S45 festgestellt, daß sich der Zustand des Betriebsart-Schalters SWMod nicht geändert hat, so kehrt der Steuerablauf zu Schritt S27 zurück.

Der Steuerablauf fährt mit Schritt S49 fort, falls in Schritt S41 festgestellt wird, daß der Fotometer-Schalter SWS eingeschaltet ist, falls in Schritt S43 festgestellt wird, daß der Auslöseschalter SWR eingeschaltet ist, oder falls in Schritt S45 festgestellt wird, daß sich der Zustand des Betriebsart-Schalters SWMod geändert hat.

Wie in 9B gezeigt, wird in Schritt S49 eine Operation durchgeführt, mit der eine Fotometer-Zeitschaltung eingestellt wird. In dieser Operation wird eine Anzahl, die angibt, wie oft eine Schalterüberprüfung ab Schritt S53 bis Schritt S87 durchgeführt wird, auf einen vorbestimmten Wert eingestellt. Dieser Operation folgend, wartet die CPU 11 bis der Auslöseschalter SWR eingeschaltet wird, während die Schalterüberprüfung in Intervallen durchgeführt wird, die kürzer sind als die Intervalle der 250 ms-Intervall-Zeitschaltung. Für den Fall, daß der Auslöseschalter SWR noch nicht eingeschaltet ist, selbst wenn die Schalterüberprüfung in Schritt S51 die vorbestimmte Anzahl von Malen durchgeführt worden ist, kehrt der Steuerablauf zu Schritt S17 zurück. In diesem Ausführungsbeispiel ist die in der eben erläuterten Einstelloperation eingesetzte Intervall-Zeitschaltung eine 125 ms-Intervall-Zeitschaltung (Fotometer-Zeitschaltung), und der Wert, der angibt, wie oft die Operation zur Schalterüberprüfung durchgeführt wird, ist auf 80 eingestellt. Dieser Wert wird in einem Zähler registriert.

Nachdem die Einstellung der Fotometer-Zeitschaltung in Schritt S49 durchgeführt worden ist, wird in Schritt S51 die 125 ms-Intervall-Zeitschaltung gestartet. Dann werden in Schritt S53 der EIN/AUS-Zustand eines jeden Schalters der CPU 11zugeführt, worauf in Schritt S55 ermittelt wird, ob der Hauptschalter SWM ausgeschaltet ist. Ist der Hauptschalter SWM ausgeschaltet, so fährt der Steuerablauf mit Schritt S89 fort, in dem das Blitzsperr-Flag auf 0 gesetzt wird. Dann wird in Schritt S91 das Hintergrundlicht für die Sucher-LCD ausgeschaltet. In Schritt S93 werden die Zeichen-LEDs 51a bis 51h ausgeschaltet, worauf der Steuerablauf zu Schritt S17 zurückkehrt. Wird in Schritt S55 ermittelt, daß der Hauptschalter SWM eingeschaltet ist, so fährt der Steuerablauf mit Schritt S57 fort.

In Schritt S57 werden die Objektivdaten einschließlich der F-Zahl bei offener Blende, der aktuellen Brennweite, und die Information über die Blitzlichtunterbrechung des eingebauten Blitzes 111 von dem angebrachten Objektiv der CPU 11 zugeführt. Anschließend wird in Schritt S59 der CPU 11 von dem Fotometer-IC 41 der Fotometerwert, d.h. der Helligkeitswert Bv zugeführt. In Schritt S61 wird der Blendenwert zugeführt. Der eingestellte Blendenwert, der durch Drehen eines nicht dargestellten Blendeneinstellrings des Wechselobjektivs 61 manuell eingestellt wird, wird über den Widerstandswert eines Erfassungswiderstandes 43 erfaßt. Ist der Blendeneinstellring auf A, d.h. auf Automatik eingestellt, macht die CPU 11 keinen Gebrauch von der in dem Widerstandswert des Erfassungssensors 443 liegenden Information, sondern berechnet den Blendenwert Av. Diese Operation zur AE-Berechnung findet in Schritt S63 statt.

In Schritt S63 werden in der AE-Berechnungsoperation, die in 14 genauer beschrieben ist, die Verschlußzeit Tv und der Blendenwert berechnet. In der AE-Berechnung werden auf Grundlage des Fotometer-Wertes die optimale Verschlußzeit Tv und der optimale Blendenwert Av sowie die Filmempfindlichkeit und der Belichtungskompensationswert gemäß einem vorbestimmten Algorithmus berechnet, der dem ausgewählten Belichtungsmodus entspricht. Die AE-Berechnung wird später genauer erläutert.

Nachdem die AE-Berechnungsoperation durchgeführt ist, wird in Schritt S65 die in 11 genauer erläuterte Operation zum Herausklappen des eingebauten Blitzes 111 gemäß der eingestellten Verschlußzeit Tv und dem eingestellten Blendenwert Av durchgeführt. In der Operation zum Herausklappen des Blitzes 111 wird ermittelt, ob der Blitz 111 ausgeklappt werden muß, und falls dies der Fall ist, wird dem Ausklappmagneten PuMg Energie zugeführt, um den Blitz 111 herausklappen zu lassen. Die Details dieser Operation werden später genauer diskutiert. Nachdem in Schritt S65 das Herausklappen des Blitzes durchgeführt worden ist, wird in Schritt S67 ermittelt, ob der Blitz 111 herausgeklappt ist. Ist festgestellt worden, daß der Blitz 111 herausgeklappt ist, so fährt der Steuerablauf mit Schritt S69 fort, in dem die Operation zum Laden des Blitzes 111 durchgeführt wird, worauf der Steuerablauf mit Schritt S71 fortfährt. Wird festgestellt, daß der Blitz 111 noch nicht herausgeklappt ist, so überspringt der Steuerablauf den Schritt S69 und fährt mit Schritt S71 fort.

In Schritt S71 wird eine Operation durchgeführt, in der eine LCD-Anzeige erfolgt. In dieser Operation werden verschiedene nützliche Informationen wie die Verschlußzeit an dem LCD-Feld 109 angezeigt. Auch die Sucher-LCD 45 zeigt verschiedene nützliche Informationen wie den momentanen Fokussierzustand, die eingestellte Verschlußzeit, eine vor Verwacklung warnende Anzeige sowie den Blitzentlademodus an, während der Benutzer das Objekt durch den Sucher anvisiert.

Dann wird in Schritt S73 eine Operation zur Hintergrundbeleuchtung der Sucher-LCD 49 durchgeführt. In dieser Operation wird unter einer normalen Aufnahmebedingung die grüne LED 47a eingeschaltet, während unter einer Warnbedingung die rote LED 47b eingeschaltet wird. Eine solche Warnbedingung besteht beispielsweise darin, daß die gewählte Verschlußzeit länger ist als die berechnete maximale Verschlußzeit, mit der ein durch eine unbeabsichtigte Handbewegung verursachtes Verschwimmen des Bildes vermieden werden kann.

Nachdem in Schritt S73 die Beleuchtungsoperation durchgeführt worden ist, wird in Schritt S75 eine Beleuchtungsoperation durchgeführt, um den Aufnahmemodus anzuzeigen. Diese Operation ist in den 19A und 19B genauer erläutert. In dieser Operation wird, wenn der Automatikaufnahmemodus oder der Blitzsperr/Automatikaufnahmemodus gewählt ist, aus den LEDs 51a bis 51h diejenige ausgewählt, die dem Belichtungsprogramm entspricht, das wiederum in der AE-Berechnung in Schritt S63 ausgewählt worden ist. Die Einzelheiten der AE-Berechnung werden später erläutert.

Nachdem in Schritt S75 die eben kurz erläuterte Beleuchtungsoperation durchgeführt worden ist, erfolgt in Schritt S77 die AF-Operation. In der AF-Operation wird der AF-CCD-Bildsensor 33 angesteuert, werden Videosignale des Objektbildes der CPU 11 zugeführt, und wird der AF-Motor 29 um einen Wert angetrieben, der dem Defokussierungswert entspricht, der erforderlich ist, die Fokussierlinsengruppe L des Wechselobjektivs 61 in eine Axialposition zu bewegen, in der ein Scharfstellzustand erreicht ist.

Anschließend wird in Schritt S79 ermittelt, ob der Auslöseschalter SWR eingeschaltet ist. Wird in Schritt S79 festgestellt, daß der Auslöseschalter SWR eingeschaltet ist, springt der Steuerablauf unter Ausführung einer Verschlußauslöseoperation (S95) zu Schritt S49 zurück. Wird dagegen in S79 festgestellt, daß der Auslöseschalter SWR nicht eingeschaltet ist, so wird in Schritt S81 ermittelt, ob 125 ms verstrichen sind, d.h. ob die 125 ms-Intervall-Zeitschaltung hochgelaufen ist. Sind die 125 ms noch nicht verstrichen, so wird der Schritt S81 wiederholt, um auf den Ablauf der 125 ms zu warten. Wird dagegen in Schritt S81 festgestellt, daß die 125 ms verstrichen sind, so wird in Schritt S83 ermittelt, ob der Zählerwert (ZÄHLER) gleich 0 ist. Ist der Zählerwert nicht gleich 0, so wird er in Schritt S85 um 1 verringert, und der Steuerablauf kehrt zu Schritt S53 zurück. Während der Zeit, in der der Hauptschalter SWM eingeschaltet ist, wobei der Auslöseschalter SWR ausgeschaltet ist, werden die Operationen ab Schritt S53 bis Schritt S85 achtzigmal wiederholt, bis der Zählerwert, dessen Anfangswert 80 beträgt, 0 wird. Werden die Operationen ab Schritt S53 bis Schritt S85 achtzigmal wiederholt, so verstreichen 10 Sekunden (125 ms·80 = 10 Sekunden).

Wird in Schritt S83 ermittelt, daß der Zählerwert 0 ist, fährt der Steuerablauf mit Schritt S87 fort, in dem ermittelt wird, ob der Fotometer-Schalter SWS eingeschaltet ist. Ist der Fotometer-Schalter SWS eingeschaltet, so kehrt der Steuerablauf zu Schritt S53 zurück. Selbst wenn 10 Sekunden verstreichen, werden nämlich die Schritte S53 bis S83 und S87 so lange wiederholt, bis der Fotometer-Schalter SWS eingeschaltet ist (Fotometer-EIN-Schleife 2). Wird in Schritt S87 festgestellt, daß der Fotometer-Schalter SWS nicht eingeschaltet ist, so fährt der Steuerablauf mit Schritt S91 fort, in dem das Hintergrundlicht für die Sucher-LCD 45 ausgeschaltet wird. Dann werden in Schritt S93 die LEDs 51a bis 51h ausgeschaltet, worauf das Blitzsperr-Flag auf 0 gesetzt wird (S94) und der Steuerablauf zu Schritt S17 zurückkehrt. In Schritt S91 schaltet die CPU von den LEDs 51a bis 51h diejenige aus, die dem Belichtungsprogramm entspricht, das in der AE-Berechnungsoperation in Schritt S63 ausgewählt worden ist, und die in der Beleuchtungsoperation in Schritt S75 eingeschaltet wird, wenn der Automatikaufnahmemodus oder der Blitzsperr/Automatikaufnahmemodus gewählt ist.

Ausklappen des eingebauten Blitzes

Die Operation zum Herausklappen des eingebauten Blitzes 111, die in dem in den 6A und 6B dargestellten Hauptprogramm in Schritt S33 oder Schritt S65 ausgeführt wird, wird im folgenden unter Bezugnahme auf das Flußdiagramm nach 7 erläutert. In dieser Operation wird der Schalttransistor Tr1 eingeschaltet, um dem Ausklappmagneten PuMg Energie zuzuführen, um damit wiederum den eingebauten Blitz 111 herausklappen zu lassen, vorausgesetzt, daß ein anderer als der Blitzsperr/Automatikaufnahmemodus gewählt ist und die Bedingungen, die für eine Entladung des Blitzes 111 erforderlich sind, sämtlich eingestellt sind. Wird der eingebaute Blitz von dem Benutzer mit Kraft, d.h. manuell eingeklappt, nachdem er herausgeklappt worden war, so wird er an einem erneuten Herausklappen automatisch so lange gehindert, bis die in Schritt S51 gestartete Fotometer-Zeitschaltung hochgelaufen, d.h. die entsprechende Zeit abgelaufen ist.

In der Ausklappoperation wird in Schritt S201 zunächst ermittelt, ob der Blitzsperr/Automatikaufnahmemodus ausgewählt ist. Ist dies der Fall, so wird der Blitz 111 an der Entladung gehindert, und der Steuerablauf kehrt zurück.

Wird dagegen in Schritt S201 festgestellt, daß der Blitzsperr/Automatikaufnahmemodus nicht gewählt worden ist, also ein anderer Modus gewählt worden ist, so wird im Schritt S203 ermittelt, ob das Blitzsperr-Flag auf 1 gesetzt ist. Ist das Blitzsperr-Flag nicht 1, so wird in Schritt S205 ermittelt, ob der Blitz 111 herausgeklappt ist. Der Standardwert des Blitzsperr-Flags ist auf 0 eingestellt. Wird in Schritt S203 festgestellt, daß das Blitzsperr-Flag 1 ist, oder wird in Schritt S205 ermittelt, daß der Blitz 111 herausgeklappt ist, so kehrt der Steuerablauf zum Hauptprogramm zurück. Wird dagegen in Schritt S205 festgestellt, daß der Blitz 111 nicht herausgeklappt ist, so wird in Schritt S207 ermittelt, ob ein im folgenden als Automatik-Ausklapp-Flag bezeichneter Merker auf 1 eingestellt ist. Das Automatik-Ausklapp-Flag zeigt an, ob der Blitz 111 automatisch ausgeklappt ist. Der Standardwert des Automatik-Ausklapp-Flags ist auf 0 eingestellt. Wie in 9 gezeigt, wird das Automatik-Ausklapp-Flag in Schritt S251 auf 1 gesetzt.

Wird in Schritt S207 festgestellt, daß das Automatik-Ausklapp-Flag 0 ist, so wird in Schritt S213 eine Operation durchgeführt, die sich auf das manuelle Herausklappen des Blitzes bezieht und in 8 genauer erläutert ist. Dann wird in Schritt S215 ermittelt, ob ein Merker, der die Freigabe einer automatischen Blitzoperation angibt und im folgenden als Blitzfreigabe-Flag bezeichnet ist, auf 1 gesetzt ist. Wird in Schritt S215 ermittelt, daß das Blitzfreigabe-Flag auf 1 gesetzt ist, so wird in Schritt S217 eine Operation durchgeführt, die sich auf das automatische Herausklappen des Blitzes bezieht und in 9 genauer erläutert ist. Anschließend kehrt der Steuerablauf zum Hauptprogramm zurück. Wird in Schritt S215 dagegen festgestellt, daß das Blitzfreigabe-Flag nicht auf 1 gesetzt ist, so kehrt der Steuerablauf zum Hauptprogramm zurück. Das Blitzfreigabe-Flag zeigt an, ob der eingebaute Blitz 111 für eine automatische Entladung freigegeben ist. Der Standardwert des Blitzfreigabe-Flags ist auf 0 gesetzt. Wird in Schritt S207 festgestellt, daß das Automatik-Ausklapp-Flag 1 ist, so fährt der Steuerablauf mit Schritt S209 fort, in dem das Blitzsperr-Flag auf 1 gesetzt wird. Anschließend wird das Automatik-Ausklapp-Flag in Schritt S211 auf 0 gesetzt, und der Steuerablauf kehrt zum Hauptprogramm zurück.

Nachdem der eingebaute Blitz infolge der automatischen Ausklappoperation (S217) herausgeklappt ist, fährt der Steuerablauf, falls der Benutzer den Blitz manuell in seine eingefahrene Stellung zurückklappt, obwohl sich der Blitz in einem ausgeklappten Zustand befindet, ausgehend von Schritt S207 mit Schritt S209 fort, da das Automatik-Ausklapp-Flag auf 1 gesetzt. Dadurch wird das Blitzsperr-Flag auf 1 gesetzt.

Wird die in 8 erläuterte manuelle Ausklappoperation so gestaltet, daß sie ausgeführt wird, bevor der Steuerablauf in Schritt S203 (7) unter der Bedingung, daß das Blitzsperr-Flag in Schritt S203 gleich 1 ist, zum Hauptprogramm zurückkehrt, so wird die manuelle Ausklappoperation mit Drücken der Ausklapptaste 119 auch dann ausgeführt, wenn der eingebaute Blitz 111 in seine eingefahrene Stellung zurückgeklappt wird. Dadurch wird es möglich, den Blitz 111 zurück in seine Entladestellung zu bringen, nachdem er vorher zurückgeklappt worden ist, ohne dazu den momentan ausgewählten Modus ändern zu müssen. Zur Realisierung dieses Steuerablaufs muß in der in 8 dargestellten manuellen Ausklappoperation nach Schritt S237 zusätzlich eine Operation vorgesehen werden, in der das Blitzsperr-Flag auf 0 gesetzt wird.

Manuelles Ausklappen des eingebauten Blitzes

Die manuelle Ausklappoperation, die in der Ausklappoperation nach 7 in Schritt S213 ausgeführt wird, wird im folgenden unter Bezugnahme auf das Flußdiagramm nach 8 erläutert. In dieser Operation wird zunächst in Schritt S231 ermittelt, ob der Manuell-Ausklappschalter SWPu eingeschaltet ist. Ist er eingeschaltet, so wird der Ausklappmagnet PuMg in Schritt S233 eingeschaltet, d.h. es wird damit begonnen, dem Ausklappmagneten PuMg Energie zuzuführen. Anschließend wartet der Steuerablauf in Schritt S235 5 ms. Während dieser Zeit wird dem Ausklappmagneten PuMg Energie zugeführt. Dann wird in Schritt S237 das Ineinandergreifen von Haltemechanismus und Blitz 111 durch Ausschalten des Ausklappmagneten PuMg gelöst, so daß die von der Feder 153 ausgeübte Federkraft den Blitz 111 herausklappen läßt. Der Erfassungsschalter SWPud wird eingeschaltet, wenn sich der Blitz 111 erhoben hat, so daß die CPU 11 durch Überprüfen des EIN/AUS-Zustandes des Ausklapp-Erfassungsschalters SWPud feststellen kann, daß sich der Blitz 111 erhoben hat. Wird in Schritt S231 festgestellt, daß der Manuell-Ausklappschalter SWPu nicht eingeschaltet ist, so überspringt der Steuerablauf die Schritte S231 bis S237 und kehrt zum Hauptprogramm zurück.

Automatisches Ausklappen des eingebauten Blitzes

Die zum automatischen Ausklappen des Blitzes vorgesehene Operation, die in der Ausklappoperation nach 7 in Schritt S217 ausgeführt wird, wird im folgenden unter Bezugnahme auf das Flußdiagramm nach 9 erläutert. Wie aus diesem Flußdiagramm hervorgeht, wird der Blitz 111 in einem Zustand, in dem er eingefahren ist, durch die automatische Ausklappoperation herausgeklappt, wenn die für die Entladung des Blitzes 111 erforderlichen Bedingungen sämtlich eingestellt sind. In der Operation wird in Schritt S241 zunächst ermittelt, ob der Ausklapp-Erfassungsschalter SWPud eingeschaltet ist, um herauszufinden, ob der Blitz 111 herausgeklappt ist. Wird Schritt S241 festgestellt, daß der Ausklapp-Erfassungsschalter SWPud eingeschaltet ist, so bedeutet dies, daß der Blitz 111 schon herausgeklappt worden ist, und der Steuerablauf kehrt zum Hauptprogramm zurück. Ist der Ausklapp-Erfassungsschalter SWPud nicht eingeschaltet, so wird in Schritt S243 ermittelt, ob ein auf die Freigabe der automatischen Ausklappoperation bezogener Merker, der im folgenden als Ausklappfreigabe-Flag bezeichnet wird, auf 1 gesetzt ist, während der Fotometer-Schalter SWS eingeschaltet ist.

Wird in der AE-Berechnungsoperation entschieden, daß der eingebaute Blitz 111 entladen werden sollte, so wird das Ausklappfreigabe-Flag unter der Voraussetzung auf 1 gesetzt, daß der Blitz 111 eingefahren ist. Die AE-Berechnungsoperation enthält hierzu eine in den 16A und 16B dargestellte Entscheidungsoperation, in der darüber entschieden wird, ob der Blitz 111 automatisch entladen werden sollte. Ist in Schritt S243 das Ausklappfreigabe-Flag nicht auf 1 gesetzt oder der Fotometer-Schalter SWS nicht eingeschaltet, so kehrt der Steuerablauf zum Hauptprogramm zurück. Ist das Ausklappfreigabe-Flag auf 1 gesetzt, während der Fotometer-Schalter SWS in Schritt S243 eingeschaltet ist, so fährt der Steuerablauf mit Schritt S245 zurück. In Schritt S245 wird der Ausklappmagnet PuMg eingeschaltet, d.h. es wird damit begonnen, ihm Energie zuzuführen. Anschließend wartet der Steuerablauf im Schritt S247 5 ms. Während dieser Zeit wird dem Ausklappmagneten PuMg fortgesetzt Energie zugeführt. In Schritt S249 wird dann das Ineinandergreifen von Haltemechanismus und Blitz 111 gelöst, in dem der Ausklappmagnet PuMg ausgeschaltet wird, um den Blitz 111 infolge der von der Feder 153 des Ausklappmechanismus ausgeübten Federkraft herausklappen zu lassen. In Schritt S251 wird dann das Automatik-Ausklapp-Flag auf 1 gesetzt, und der Steuerablauf kehrt zum Hauptprogramm zurück.

Wird der Blitz 111 in der in dem Hauptprogramm nach 6B enthaltenen Ausklappoperation des Schrittes S65 herausgeklappt, so wird der Ausklapp-Erfassungsschalter SWPud eingeschaltet und das Automatik-Ausklapp-Flag auf 1 gesetzt. Aus diesem Grund verläßt der Steuerablauf in Schritt S205 (7) die Ausklappoperation, um zum Hauptprogramm zurückzukehren, wenn er das nächste Mal wieder in die Ausklappoperation eintritt. Wird dagegen der Blitz 111 von dem Benutzer manuell eingefahren, nachdem er herausgeklappt war, so wird der Ausklapp-Erfassungsschalter SWPud ausgeschaltet, so daß in Schritt S207 der Steuerablauf mit Schritt S209 der Ausklappoperation fortfährt, wenn er zum ersten Mal eintritt, da der Erfassungsschalter ausgeschaltet ist. Anschließend wird das Blitzsperr-Flag auf 1 und das Automatik-Ausklapp-Flag auf 0 gesetzt, und der Steuerablauf kehrt zum Hauptprogramm zurück. Dann bleibt das Blitzsperr-Flag auf 1, während der Fotometer-Schalter SWS im eingeschalteten Zustand gehalten wird, bis die Fotometer-Zeitschaltung, die in Schritt S51 gestartet worden ist, hochgelaufen, d.h. die entsprechende Zeit abgelaufen ist. Tritt der Steuerablauf im Hauptprogramm nach 6B in die Ausklappoperation des Schrittes S65 ein, so verläßt deshalb der Steuerablauf in Schritt S203 die Ausklappoperation, um zum Hauptprogramm zurückzukehren. Selbst wenn das Blitzfreigabe-Flag auf 1 gesetzt und zur gleichen Zeit der Fotometer-Schalter SWS eingeschaltet ist, wird gemäß diesem Steuerablauf der Blitz 111 nicht automatisch herausgeklappt.

In dem in 6A gezeigten Hauptprogramm wird nach Verstreichen der 3 Minuten das Blitzsperr-Flag in Schritt S28-3 auf 0 gesetzt. Wenn die Fotometer-Zeitschaltung oder die 3 Minuten-Zeitschaltung abgelaufen ist, wird in Schritt S30 das Blitzsperr-Flag auf 0 gesetzt, wenn der Hauptschalter SWM aus dem ausgeschalteten Zustand in den eingeschalteten Zustand überführt wird. Tritt der Steuerablauf in Schritt S65 in die Ausklappoperation ein, so wird deshalb der Blitz 111 automatisch herausgeklappt, vorausgesetzt, das Blitzfreigabe-Flag ist auf 1 gesetzt, während der Fotometer-Schalter SWS eingeschaltet ist.

AE-Berechnung

Die AE-Berechnungsoperation, die in dem Hauptprogramm nach 6B in Schritt S63 erfolgt, wird im folgenden unter Bezugnahme auf das Flußdiagramm nach 10 erläutert. In dieser Operation werden in Schritt S301 zunächst alle mit der AE-Berechnungsoperation in Zusammenhang stehenden Flags, z.B. ein Verwacklungsflag, auf 0 gesetzt. Anschließend wird in Schritt S303 eine vorbestimmte Kompensationsberechnung durchgeführt, bei der von den Objektivdaten wie dem Offenblendenwert und dem minimalen Blendenwert des Objektivs Gebrauch gemacht wird, die der CPU 11 von der Objektiv-CPU 63 zugeführt werden, wenn diese beiden CPUs in Schritt S57 miteinander kommunizieren. Dann wird in Schritt S305 in jeder Meßzone ein Helligkeitswert auf Grundlage der von dem Fotometer-IC 41 zugeführten Fotometer-Signale sowie in Schritt S307 ein primärer Belichtungswert Lv' gemäß einem Mehrsegment-Fotometriealgorithmus berechnet. Anschließend wird in Schritt S309 ein sekundärer Belichtungswert Lv, der für die Belichtungssteuerung verwendet wird, auf Grundlage eines Filmempfindlichkeitswertes Sv, eines Belichtungskompensationswertes Xv und des primären Belichtungswertes Lv' berechnet.

Anschließend wird in Schritt S311 eine Operation zur automatischen Aufnahmemoduseinstellung durchgeführt, die in 15 genauer erläutert ist. Diese Operation dient der Einstellung eines Belichtungsmodus, der durch Betätigung des Programmwahlrads 121 ausgewählt worden ist. In Schritt S313 wird dann entschieden, ob das von dem eingebauten Blitz 111 ausgesendete Blitzlicht durch einen Teil des angebrachten Wechselobjektivs 61 unterbrochen wird. Zugleich wird entschieden, ob das von dem externen Blitz 71, der an dem Blitzschuh 113 angebracht ist, ausgesendete Blitzlicht durch einen Teil des Wechselobjektivs 61 unterbrochen wird. Die eben genannten Entscheidungen erfolgen auf Grundlage der Informationen über die von dem Wechselobjektiv verursachte Blitzlichtunterbrechung des eingebauten Blitzes 111, auf Grundlage der Informationen über die von dem Wechselobjektiv verursachte Blitzlichtunterbrechung des externen Blitzes 71 sowie auf Grundlage der auf das Wechselobjektiv bezogenen Objektivinformationen. Mit "Blitzlichtunterbrechung" ist hierbei gemeint, daß das von dem eingebauten Blitz 111 oder dem externen Blitz 71 ausgesendete Blitzlicht durch einen Teil des Wechselobjektivs 61 unterbrochen, d.h. abgeschattet wird. In diesem Fall deckt das Blitzlicht den mittleren unteren Teil des Objektbereichs nicht ab, so daß dieser Teil dunkel erscheint. In dem erläuterten Ausführungsbeispiel wird, wenn in Schritt S313 entschieden worden ist, daß das von dem eingebauten Blitz 111 und/oder dem externen Blitz 71 ausgesendete Blitzlicht von einem Teil des Wechselobjektivs 61 unterbrochen wird, deshalb zur Vermeidung dieses Problems die in Schritt S313 getroffene Entscheidung in dem internen RAM der CPU 11 gespeichert, so daß sich der eingebaute Blitz 111 oder der externe Blitz 71 in Schritt S315 nicht entlädt.

Die in Schritt S315 vorgesehene Operation zur Bestimmung der automatischen Blitzentladung wird später an Hand der 16A und 16B genauer erläutert. Ist das Blitzfreigabe-Flag in dieser Operation auf 1 gesetzt, so entscheidet die CPU 11 darüber, ob der eingebaute Blitz 111 oder der externe Blitz 71 gemäß vorbestimmten Bedingungen in einer Programmberechnungsoperation entladen werden soll. Die Details der in Schritt S315 durchgeführten Operation werden später erläutert. Wird durch die CPU 11 entschieden, daß der eingebaute Blitz 111 oder der externe Blitz 71 entladen werden sollte, so wird der entsprechende Blitz in einer Verschlußauslöseoperation in Schritt S95 entladen. Die Verschlußauslöseoperation ist in 12 näher erläutert.

Nachdem die in Schritt S315 vorgesehene Operation durchgeführt ist, wird in Schritt S317 ermittelt, ob das Blitzfreigabe-Flag auf 1 gesetzt ist. Ist das Blitzfreigabe-Flag auf 1 gesetzt, so wird in Schritt S319 eine Blitz-Programmberechnung, die unter einer Blitzfreigabebedingung zum Einsatz kommt, ausgeführt, in der die optimale Verschlußzeit und der optimale Blendenwert berechnet werden. Ist dagegen das Blitzfreigabe-Flag nicht auf 1 gesetzt, so wird eine Dauerlicht-Programmberechnung, die unter einer Blitzsperrbedingung zum Einsatz kommt, durchgeführt, um die optimale Verschlußzeit und den optimalen Blendenwert in Schritt S321 zu berechnen.

Nachdem die Operation in Schritt S319 oder S321 durchgeführt ist, wird in Schritt S323 eine Entscheidung darüber getroffen, ob die berechnete Verschlußzeit geeignet ist, ein Verschwimmen des Bildes infolge von Verwacklung zu verhindern.

In der Operation des Schrittes S323 wird ermittelt, ob die Verschlußzeit, die in der Dauerlicht-Programmberechnung nach Schritt S321 oder der Blitz-Programmberechnung nach Schritt S319 berechnet worden ist, länger ist als die berechnete maximale Verschlußzeit, bei der ein Verschwimmen der Bilder infolge der Handbewegung noch verhindert werden kann. Die Operation nach Schritt S323 wird später genauer erläutert. Ist die in Schritt S321 oder in Schritt S319 berechnete Verschlußzeit länger als die maximale Verschlußzeit, so wird die rote LED 47b in der Operation nach Schritt S73 eingeschaltet, um die Sucher-LCD 45 mit rotem Licht zu beleuchten und so den Benutzer zu warnen, daß er das gewünschte Bild nicht erhalten wird.

Festlegung der automatischen Blitzentladung

Die Operation zur Festlegung der automatischen Blitzentladung, die in der AE-Berechnung nach 10 in Schritt S315 ausgeführt wird, wird im folgenden unter Bezugnahme auf die in den 16A und 16B gezeigten Flußdiagramme erläutert. In dieser Operation wird in Schritt S341 durch Überprüfen des Zustandes des Betriebsart-Schalters SWMod ermittelt, ob der Blitzsperr/Automatikaufnahmemodus ausgewählt worden ist. Ist dies der Fall, so werden der eingebaute Blitz 111 und der externe Blitz 71 an ihrer Entladung gehindert, und der Steuerablauf kehrt zur AE-Berechnung zurück. Ist ein anderer als der Blitzsperr/Automatikaufnahmemodus gewählt, so wird in Schritt S343 ermittelt, ob ein Modus der automatischen Blitzentladung, kurz Blitzautomatikmodus, gewählt worden ist.

Wird in Schritt S343 festgestellt, daß der Blitzautomatikmodus nicht gewählt ist, so bedeutet dies, daß ein manueller Entlade- oder Blitzmodus ausgewählt worden ist, und der Steuerablauf fährt mit Schritt S345 fort, in dem ermittelt wird, ob der externe Blitz auf ein Niveau aufgeladen ist, bei dem er zur Entladung bereit ist. Dieses Niveau wird im folgenden als Blitzbereitschaftsniveau bezeichnet.

Wird in Schritt S345 ermittelt, daß der externe Blitz auf das Blitzbereitschaftsniveau aufgeladen worden ist, so wird nachfolgend in Schritt S346 überprüft, ob der Blitzautomatikmodus ausgewählt ist. Ist letzteres der Fall, so wird in Schritt S347 überprüft, ob in Schritt S313 das Blitzlicht, das von dem auf den Blitzschuh 113 aufgesteckten externen Blitz 71 ausgesendet wird, dahingehend beurteilt wurde, daß es von einem Teil des Wechselobjektivs 61 unterbrochen wird. Ist in Schritt S313 eine solche Beurteilung getroffen worden, so wird der externe Blitz für eine Entladung nicht freigegeben, und der Steuerablauf kehrt zur AE-Berechnung zurück. Andernfalls wird das Blitzfreigabe-Flag, welches anzeigt, ob der eingebaute Blitz 111 für eine automatische Entladung freigegeben ist, in Schritt S355 auf 1 gesetzt, worauf der Steuerablauf zur AE-Berechnung zurückkehrt. Wird in Schritt S346 ermittelt, daß der Blitzautomatikmodus nicht ausgewählt ist, so wird das Blitzfreigabe-Flag in Schritt S355 auf 1 gesetzt, und der Steuerablauf kehrt zur AE-Berechnung zurück.

Wird in Schritt S345 festgestellt, daß der externe Blitz 71 noch nicht auf das Blitzbereitschaftsniveau aufgeladen ist (dies gilt auch, wenn auf den Blitzschuh 113 kein externer Blitz aufgesteckt ist), so wird in Schritt S348 ermittelt, ob der Blitzautomatikmodus gewählt worden ist. Ist letzteres der Fall, so wird in Schritt S349 ermittelt, ob die Beurteilung in Schritt S313 ergeben hat, daß das von dem eingebauten Blitz 111 ausgesendete Licht durch einen Teil des Wechselobjektivs 61 unterbrochen werden wird. Ist eine solche Beurteilung erfolgt, so wird der eingebaute Blitz 111 für die Entladung nicht freigegeben, und der Steuerablauf kehrt zur AE-Berechnung zurück. Andernfalls wird in Schritt S350 durch Überprüfen des EIN/AUS-Zustandes des Ausklapp-Erfassungsschalters SWPud ermittelt, ob der eingebaute Blitz 111 herausgeklappt ist. Wird in Schritt S348 festgestellt, daß der Blitzautomatikmodus nicht ausgewählt ist, so wird wiederum in Schritt S350 durch Überprüfen des EIN/AUS-Zustandes des Ausklapp-Erfassungsschalters SWPud überprüft, ob der Blitz 111 herausgeklappt ist.

Wird in Schritt S350 festgestellt, daß der eingebaute Blitz 111 herausgeklappt ist, so wird in Schritt S351 ermittelt, ob der Blitz auf sein Blitzbereitschaftsniveau aufgeladen ist. Ist letzteres der Fall, so wird in Schritt S355 das Blitzfreigabe-Flag auf 1 gesetzt, und der Steuerablauf kehrt zur AE-Berechnung zurück. Wird dagegen in Schritt S351 festgestellt, daß der eingebaute Blitz 111 noch nicht auf sein Blitzbereitschaftsniveau aufgeladen ist, so kehrt der Steuerablauf unmittelbar zur AE-Berechnung zurück.

Wird in Schritt S350 festgestellt, daß der Blitz 111 nicht herausgeklappt ist, so bedeutet dies, daß er entweder eingefahren oder gerade dabei ist, in die vollständig herausgeklappte Stellung gebracht zu werden. In beiden Fällen ist er nicht korrekt nach vorne gerichtet, so daß das Ausklappfreigabe-Flag in Schritt S353 auf 1 gesetzt wird, worauf der Steuerablauf mit der AE-Berechnung fortfährt.

Ist das Ausklappfreigabe-Flag in der Automatikausklappoperation (11) auf 1 gesetzt, so geht der Steuerablauf von Schritt S243 zu Schritt S245 über, vorausgesetzt, der Fotometer-Schalter SWS ist eingeschaltet. Auf diese Weise klappt der eingebaute Blitz 111 automatisch heraus.

Wird in Schritt S343 festgestellt, daß der Blitzautomatikmodus ausgewählt worden ist, so wird in Schritt S357 bestimmt, ob die Objektentfernung, die aus der Datenkommunikation der CPU 11 mit der Objektiv-CPU 63 erhalten worden ist, gleich oder kürzer als eine vorbestimmte Entfernung ist. Es wird also ermittelt, ob die Objektentfernung in einem Nahbereich liegt. Ist letzteres der Fall, so kehrt der Steuerablauf zur AE-Berechnung zurück. Ist die Objektentfernung zu kurz, so arbeitet die automatische Blitzlichtsteuerung nicht effizient. Ist in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel der Entfernungswert Dv gleich oder kleiner als –1, was etwa 70 cm entspricht, so legt die CPU 11 fest, daß die Objektentfernung in dem Nahbereich liegt. In diesem Fall steuert die CPU 11 sowohl den eingebauten Blitz 111 als auch den externen Blitz 71 so an, daß diese nicht automatisch entladen werden.

Wird in Schritt S357 ermittelt, daß die aus der Datenkommunikation zwischen der CPU 11 und der Objektiv-CPU 63 gewonnene Objektentfernung nicht gleich oder kleiner, also größer als die vorbestimmte Entfernung ist, so wird in Schritt S359 ermittelt, ob einer der acht Programm-Modi ausgewählt worden ist. Die acht Programm-Modi sind der Blitzsperr/Automatikaufnahmemodus, der Nachtportraitmodus, der Sport/Aktionsmodus, der Nahaufnahmemodus, der Landschaftsmodus, der Portraitmodus, der Standardmodus und der Automatikaufnahmemodus. Wird in Schritt S359 festgestellt, daß ein anderer Modus als einer der eben genannten acht Programmodi, nämlich der manuelle Belichtungsmodus, ein Verschlußpriorität-AE-Modus oder der Programm-AE-Modus ausgewählt worden ist, so hängt es von dem Benutzer ab, ob der eingebaute Blitz 111 oder der externe Blitz 71 zum Einsatz kommt. Der Steuerablauf kehrt deshalb zur AE-Berechnung zurück.

Verschlußauslösung

Die Verschlußauslöseoperation, die in dem Hauptprogramm nach 6B in Schritt S95 ausgeführt wird, wird im folgenden unter Bezugnahme auf das in 12 dargestellte Flußdiagramm erläutert. In dieser Operation wird in Schritt S601 zunächst einem nicht dargestellten Auslösemagneten ein Strom zugeführt, damit dieser die Anlage eines Anlage- oder Eingriffselementes an den Rückklappspiegel 160 löst, wodurch letzterer durch die von einer nicht dargestellten Feder ausgeübte Federkraft hochschwingt. Zugleich wird die Blendensteuerschaltung 37 so angesteuert, daß sie die Irisblende des Wechselobjektivs 61 so weit abblendet, wie dies dem in der AE-Berechnung ermittelten Blendenwert entspricht. Unmittelbar nachdem mit einem nicht dargestellten Erfassungsschalter festgestellt worden ist, daß der Rückklappspiegel 160 vollständig nach oben geschwungen ist, beginnt die Verschlußschaltung 35 in Schritt S603 zu arbeiten, um so die in 21 näher erläuterte Belichtungsoperation durchzuführen, in der die Verschlußschaltung 35 so angesteuert wird, daß sie den Bildebenenverschluß mit einer vorbestimmten Verschlußzeit auslöst. Die Belichtungsoperation wird später im Detail erläutert. Mit Vollendung der Operation des Bildebenenverschlusses werden in Schritt S605 eine Operation zum Herabbewegen des Spiegels/Spannen, eine Operation zum Spannen des Verschlusses sowie eine Operation zum Transportieren des Films durchgeführt. In der zum Herabbewegen des Spiegels/Spannen bestimmten Operation wird der Spannmotor 21 so angetrieben, daß der Rückklappspiegel 160 nach unten schwingt, während die Antriebsfedern der vorauseilenden und der nacheilenden Verschlußteile des Verschlußmechanismus gespannt werden. In der zum Spannen des Verschlusses bestimmten Operation werden die Verschlußteile in ihre Anfangsstellung zurückbewegt, während eine Verschlußspannfeder gespannt wird. In der zum Filmtransport bestimmten Operation wird der Filmmotor 25 so angetrieben, daß der Film um ein Bild transportiert wird. Anschließend wird in Schritt S607 das Blitzsperr-Flag auf 0 gesetzt, worauf der Steuerablauf zum Hauptprogramm zurückkehrt.

Belichtungsoperation

Die Belichtungsoperation, die in der Verschlußauslöseoperation nach 12 in Schritt S603 ausgeführt wird, wird im folgenden unter Bezugnahme auf das in 13 dargestellte Flußdiagramm erläutert. In dieser Operation wird in Schritt S621 zunächst der Zeitwert einer Verschluß-Zeitschaltung auf den in der AE-Berechnung ermittelten Wert der Verschlußzeit (Belichtung) eingestellt und daraufhin die Verschluß-Zeitschaltung gestartet. Dann wird in Schritt S623 das vorauseilende Verschlußteil des Bildebenenverschlusses freigegeben, so daß es seine Bewegung beginnt. Dann wird in Schritt S625 ermittelt, ob die in der AE-Berechnung bestimmte Verschlußzeit gleich oder länger als die Blitzsynchronzeit ist. Ist die Verschlußzeit kürzer als die Blitzsynchronzeit, so sollte weder der eingebaute Blitz 111 noch der externe Blitz 71 entladen werden. Der Steuerablauf fährt deshalb nach Schritt S625 mit dem Schritt S639 fort, in dem ermittelt wird, ob die Verschluß-Zeitschaltung abgelaufen ist. Hat die Verschluß-Zeitschaltung hochgezählt, so wird in Schritt S641 das vorauseilende Verschlußteil freigegeben, so daß es mit seiner Bewegung beginnt. Anschließend kehrt der Steuerablauf zur Verschlußauslöseoperation zurück.

Wird in Schritt S625 festgestellt, daß die Verschlußzeit gleich oder länger als die Blitzsynchronzeit ist, so wird in Schritt S627 ermittelt, ob die Bewegung des vorauseilenden Verschlußteils abgeschlossen ist. Ist die Bewegung des vorauseilenden Verschlußteils noch nicht vollendet, so wiederholt der Steuerablauf die Überprüfung in Schritt S627. Dann wird, falls die Bewegung des vorauseilenden Verschlußteils noch nicht vollendet ist, in Schritt S629 ermittelt, ob der Blitzsperr/Automatikaufnahmemodus ausgewählt ist. Ist letzteres der Fall, so sollte weder der eingebaute Blitz 111 noch der externe Blitz 71 entladen werden. Folglich fährt der Steuerablauf mit Schritt S639 fort. Ist der Blitzsperr/Automatikaufnahmemodus nicht ausgewählt worden, so wird in Schritt S631 ermittelt, ob das Blitzfreigabe-Flag auf 1 gesetzt ist, d.h. ob der eingebaute Blitz 111 oder der externe Blitz 71 entladen werden kann. Ist das Blitzfreigabe-Flag nicht auf 1 gesetzt, kann also der eingebaute Blitz 111 oder der externe Blitz 71nicht entladen werden, so fährt der Steuerablauf mit Schritt S639 fort. Wird in Schritt S631 festgestellt, daß das Blitzfreigabe-Flag auf 1 gesetzt ist, so fährt der Steuerablauf mit Schritt S633 fort, in dem eine Operation zur Entladung des externen Blitzes durchgeführt wird. In dieser Operation wird ein Befehlssignal (Entladesignal) an den externen Blitz 71 gesendet, um diesen zu entladen, wenn er auf den Blitzschuh 113 aufgesteckt ist.

Anschließend wird in Schritt S635 ermittelt, ob sich der eingebaute Blitz 111 nach oben in seine Entladestellung bewegt hat, in dem festgestellt wird, ob der Ausklapp-Erfassungsschalter SWPud eingeschaltet ist. Hat sich der eingebaute Blitz 111 in seine Entladestellung erhoben, so fährt der Steuerablauf mit Schritt S637 fort, in dem eine Operation durchgeführt wird, mit der der eingebaute Blitz 111 entladen wird. Ist der externe Blitz 71 auf den Blitzschuh 113 aufgesteckt, so wird der eingebaute Blitz 111 am Herausklappen gehindert, so daß in Schritt S635 der Steuerablauf mit Schritt S639 fortfährt.

Bei der Entladung des externen Blitzes 71 in Schritt S633 und der Entladung des eingebauten Blitzes 111 in Schritt S637 wird normalerweise über einen nicht dargestellten lichtempfindlichen Mechanismus eines TTL-Fotometriesystems die Belichtung gemessen, die von dem durch das Objektiv tretenden Licht verursacht wird. Erreicht die Belichtung den berechneten Belichtungswert, so wird anschließend ein Befehlssignal an den eingebauten Blitz 111 oder den externen Blitz 71 gesendet, um die Entladung zu beenden.

Aus dem vorstehend Beschriebenen geht folgendes hervor: Da in dem Blitzautomatikmodus die Steuerung den eingebauten Blitz zeitweilig an der automatischen Entladung hindert, wenn letzterer in die eingefahrene Stellung zurückgeklappt wird, nachdem ihn die Steuerung aus der eingefahrenen Stellung in die Entladestellung bewegt hat, kann der eingebaute Blitz durch eine einfache Betätigung zeitweilig an der Entladung gehindert werden, selbst wenn zuvor der Blitzautomatikmodus gewählt worden ist.

Der Sperrzustand des eingebauten Blitzes wird aufgehoben, wenn die Belichtung abgeschlossen ist, eine vorbestimmte Zeit verstrichen ist oder die Energieversorgung der Kamera ein- oder ausgeschaltet wird. Ist der Blitzsperrmodus ausgewählt worden, und möchte der Benutzer trotzdem anschließend eine oder zwei Aufnahmen unter Verwendung des eingebauten Blitzes vornehmen, so muß er dazu den gerade ausgewählten Modus nicht ändern. Er muß lediglich den eingebauten Blitz in die eingefahrene Stellung drücken. Dies erleichtert die Kamerabedienung.


Anspruch[de]
Kamera mit einem eingebauten, herausklappbaren Blitz (111) und einer Blitzlichtsteuerung (11, 53), die ausgebildet ist,

in einem Blitzautomatikmodus den Blitz (111) für eine automatische Entladung freizugeben,

in dem Blitzautomatikmodus den eingebauten Blitz (111) zumindest bei Vorliegen einer Schwachlichtbedingung aus einer eingefahrenen Stellung in eine Entladestellung zu bewegen und anschließend den Blitz (111) so anzusteuern, daß er sich zu einem Belichtungszeitpunkt automatisch entlädt,

und in dem Blitzautomatikmodus den Blitz (111) für eine vorbestimmte Zeit an der automatischen Entladung zu hindern, wenn der Blitz (111) in seine eingefahrene Stellung gedrückt wird, nachdem ihn die Blitzlichtsteuerung (11, 53) aus seiner eingefahrenen Stellung in seine Entladestellung bewegt hat.
Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blitzlichtsteuerung (11, 53) den Blitz (111) selbst bei Vorliegen der Schwachlichtbedingung am Herausklappen hindert, wenn die Blitzlichtsteuerung (11, 53) den Blitz (111) an der automatischen Entladung hindert. Kamera nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Blitzlichtsteuerung (11, 53) damit aufhört, den Blitz (111) an der automatischen Entladung zu hindern, wenn ein Belichtungsvorgang vollendet ist. Kamera nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Hauptschalter zum Ein- und Ausschalten der Energieversorgung der Kamera vorgesehen ist und die Blitzlichtsteuerung (11, 53) damit aufhört, den Blitz (111) an der automatischen Entladung zu hindern, wenn der Hauptschalter eingeschaltet wird, nachdem er vorher ausgeschaltet worden ist. Kamera nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Blitzlichtsteuerung (11, 53) damit aufhört, den Blitz (111) an der automatischen Entladung zu hindern, wenn eine vorbestimmte Zeit abgelaufen ist. Kamera nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bedienelement vorgesehen ist und daß die Blitzlichtsteuerung (11, 53) damit aufhört, den Blitz (111) an der automatischen Entladung zu hindern, wenn die vorbestimmte Zeit nach Betätigung des Bedienelementes abgelaufen ist. Kamera nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Blitz (111) eine Blitzlichtquelle und einen Mechanismus enthält, der die Blitzlichtquelle hält und sie so führt, daß sie zwischen der eingefahrenen Stellung und der Entladestellung bewegbar ist, wobei der Mechanismus versehen ist mit

einer Feder (153), welche die Blitzlichtquelle kontinuierlich in die Entladestellung vorspannt,

einen Haltemechanismus, der bei eingefahrenem Blitz (111) die Blitzlichtquelle gegen die von der Feder (153) ausgeübte Federkraft in der eingefahrenen Stellung hält,

und einer elektrischen Auslösevorrichtung (151, PuMg), die bei Aktivierung durch die Blitzlichtsteuerung (11, 53) den Haltezustand zwischen Haltemechanismus und Blitzlichtquelle löst,

wobei die Blitzlichtsteuerung (11, 53) in dem Blitzautomatikmodus die elektrische Auslösevorrichtung (151, PuMg) aktiviert und damit die Blitzlichtquelle aus der eingefahrenen Stellung in die Entladestellung herausklappen läßt, wenn sie das Vorliegen der Schwachlichtbedingung festgestellt hat.
Kamera nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Blitzlichtsteuerung (11, 53)

mit verschiedenen Aufnahmemodi arbeitet,

in einem ersten Auswahlmodus, in dem sie in Abhängigkeit der vorliegenden Aufnahmebedingungen aus den verschiedenen Aufnahmemodi einen geeigneten Aufnahmemodus automatisch auswählt, den eingebauten Blitz (111) für die automatische Blitzentladung freigibt,

und in einem zweiten, mit Blitzsperrfunktion versehenen Auswahlmodus, in dem sie in Abhängigkeit der vorliegenden Aufnahmebedingungen aus den verschiedenen Aufnahmemodi den geeigneten Aufnahmemodus automatisch auswählt, den eingebauten Blitz (111) an der automatischen Blitzentladung hindert.
Kamera nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch ein Betriebsart-Wahlrad, dessen Betätigung die Blitzlichtsteuerung (11, 53) veranlaßt, aus den verschiedenen Aufnahmemodi, dem ersten Auswahlmodus und dem zweiten Auswahlmodus einen bestimmten Modus auszuwählen. Kamera nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß in dem ersten Auswahlmodus aus den verschiedenen Aufnahmemodi der geeignete Aufnahmemodus auf Grundlage der Schwachlichtbedingung automatisch ausgewählt wird.






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