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Dokumentenidentifikation DE102005005185B4 12.04.2007
Titel Schaltanordnung für ein Schaltelement zum Öffnen und Schließen eines Fahrzeugflügels
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE;
Mechaless Systems GmbH, 76131 Karlsruhe, DE
Erfinder Langer, Peter, Dr.-Ing., 76227 Karlsruhe, DE;
Reime, Gerd, 77815 Bühl, DE;
Rottmann, Frank, Dr.-Ing., 44267 Dortmund, DE;
Setzer, Jürgen, 75428 Illingen, DE;
Winter, Elmar, Dipl.-Ing., 71573 Allmersbach, DE;
Winter, Werner, 89081 Ulm, DE
DE-Anmeldedatum 03.02.2005
DE-Aktenzeichen 102005005185
Offenlegungstag 17.08.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse B60R 16/02(2006.01)A, F, I, 20051020, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H01H 9/54(2006.01)A, L, I, 20051020, B, H, DE   E05F 15/10(2006.01)A, L, I, 20051020, B, H, DE   G01V 8/14(2006.01)A, L, I, 20051020, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schaltanordnung für ein Schaltelement, das zum Öffnen und Schließen einer Luke im Kraftfahrzeug mit einem motorisch verfahrbaren Fahrzeugflügel dient.

Aus dem Stand der Technik sind Schaltelemente mit Schaltanordnungen zur Bedienung von motorisch verfahrbaren Fahrzeugflügeln, wie Seitenfenstern oder Schiebedach, bekannt.

In der Bedienungsanleitung für die Mercedes C-Klasse (Bestell-Nr. 6515 0131 00, Teile-Nr. 203 584 4687, Ausgabe DE F3 09/03), S. 202–207, sind entsprechende Schaltelemente beschrieben. Die Schaltanordnung sieht dabei vor, dass bei einer dauerhaften Betätigung des Schaltelements das Schiebedach bzw. das Seitenfenster solange in die mit dem Schaltelement ausgewählte Richtung verfahren wird, bis das Schaltelement losgelassen wird, oder die vollständige Öffnung bzw. der vollständige Verschluss des Daches bzw. des Fensters erreicht ist. Eine einmalige kurze Betätigung des Schaltelements lässt entsprechend dieser Schaltanordnung Dach oder Fenster bis zur vollständigen Öffnung oder bis zum vollständigen Verschluss auf- oder zufahren, wenn nicht zuvor das Schaltelement nochmals betätigt wurde. Für das Stoppen der Bewegung ist es gleichgültig, welche Richtung mit dem Schaltelement ausgewählt wird.

Diese einmalige kurze Betätigung des Schaltelements, auch als one touch close bezeichnet, soll dem Komfort des Insassen dienen, da ihm der ermüdende Vorgang erspart wird, das Schaltelement über die gesamte Öffnungsdauer oder Schließdauer zu betätigen, wenn er eine vollständige Öffnung oder ein vollständiges Schließen erreichen will. Jedoch kann es gerade durch diese Komfort-Ansteuerung zum Schließen des Daches oder Fensters durch einmalige kurze Betätigung der Schaltanordnung vorkommen, dass aufgrund von kurzer, unbeabsichtigter Betätigung des Schaltelements ein vollständiges Öffnen oder Schließen veranlasst wird, das nicht beabsichtigt ist und so zu einem sich nicht erwartet bewegenden Fahrzeugflügel führt, der zu Sicherheitsrisiken für die Fahrzeuginsassen oder Personen außerhalb des Fahrzeugs, die sich in der Nähe des Fahrzeugflügels befinden, führen könnte. Auch die vorhandene Sicherheitsfunktion eines Stoppens bei Erkennen eines beliebigen Körpers, der sich im Schließbereich des Fahrzeugflügels befindet, schließt ein eventuell entstehendes Sicherheitsrisiko durch die unbeabsichtigte Bewegung des Fahrzeugflügels nicht aus.

Die DE 199 53 204 A1 beschreibt einen Schaltmodul zum Schalten von Steuerstrombahnen, bei dem das Schaltglied, das durch eine Betätigungseinheit bedient wird, die Strombahn berührungslos und damit verschleißfrei schaltet.

Aus der US 6 549 117 B1 ist eine Fernbedienung bekannt, mit der die Fahrzeugtür und auch offene Fenster geschlossen werden können. Um der Gefahr eines Einklemmens von Gegenständen beim Anheben der Fensterscheibe vorzubeugen, sind zwei verschieden starke Signale vorgesehen. Mit dem schwächer ausgeprägten Signal sind sowohl Tür und Fenster schließbar, mit dem anderen – auch aus weiteren Entfernungen wirkenden – Signal kann nur die Tür verschlossen werden, so dass außer Sichtweite des Fahrzeugs keine Bedienung der Fenster möglich ist. Das stärkere Signal kann nur durch Betätigung zweier Knöpfe an der Fernbedienung ausgelöst werden.

US 5 557 080 offenbart Bedienelemente für Fensterheber, die nur dann wirksam betätigt werden können, wenn ein weiterer Sicherheitsschalter niedergedrückt wird, so dass eine versehentliche Bedienung der Fensterheber ausgeschlossen werden kann.

Um zusätzliche Sicherheitsschalter betätigen zu können ist jedoch eine bestimmte Anordnung aller Bedienelemente erforderlich, die beispielsweise für Bedienelemente am Dachhimmel nicht realisiert werden kann, da einem Benutzer, der sich auf das Geschehen auf der Straße konzentrieren soll, keine vollständige Auflage der Hand oder sonst eine tastende Suche nach zwei Schaltern abverlangt werden kann.

Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine gattungsgemäße Schaltanordnung derart weiterzubilden, dass ein unbeabsichtigtes automatisches Schließen oder Öffnen auch ohne zusätzlichen Sicherheitsschalter nicht mehr möglich ist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Schaltanordnung mit den Merkmalen von Patentanspruch 1 gelöst. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung angegeben.

Dadurch, dass eine Aktivierung einer automatischen Schließ- oder Öffnungsfunktion durch die Schaltanordnung nur erfolgt, wenn eine zusätzliche Sicherheits-Bedieneinrichtung betätigt wird, ist ein automatisches Schließen oder Öffnen aufgrund einer ungewollten Betätigung der Schaltanordnung ausgeschlossen. Die Sicherheits-Bedieneinrichtung besteht aus mindestens einer Lichtübertragungsstrecke, deren Betätigung in einer Unterbrechung des Lichtübertragungspfades bei beabsichtigter Bedienung der Schaltanordnung besteht, und die so angeordnet ist, dass sie nur bei einer beabsichtigten Betätigung unterbrochen wird. Auf diese Weise ist die Sicherheit für Fahrzeuginsassen und auch Personen, die sich außerhalb des Fahrzeugs im Einflussbereich der schließbaren Luken befinden, deutlich erhöht.

Diese und weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der nachstehenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung offensichtlich.

Dabei zeigen:

1 den Aufbau einer erfindungsgemäßen Schaltanordnung und

2 bis 10 verschiedene Schiebe-, Kipp- und Drückbetätigungen des Schaltelements der Schaltanordnung gemäß 1.

Im Folgenden wird nun ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schaltanordnung für ein Schaltelement zum Öffnen und Schließen einer Luke im Kraftfahrzeug mit einem motorisch verfahrbaren Fahrzeugflügel am Beispiel einer Schiebedachbedieneinheit genauer beschrieben.

Das erfindungsgemäße Schaltelement kann durch bekannte Schaltelemente, wie beispielsweise Wipp-, Kipp- oder Schiebeschalter, die zur Bedienung von Fahrzeugflügeln gebräuchlich sind, realisiert werden.

Kippschalter findet man beispielsweise zur Bedienung des Schiebedachs im Dachhimmel oder zur Bedienung der Seitenfenster auf dem Mitteltunnel in der Nähe der Handbremse oder an den Türinnenseiten angebracht. Zur Bedienung des Kippschalters wird der Bedienhebel, der breitflächig gestaltet ist und hinterfasst werden kann, entsprechend der auszulösenden Bewegungsrichtungen des Fahrzeugflügels gedrückt oder gezogen.

Beim Wippschalter sind die einander entgegen gesetzten Bewegungsrichtungen des Fahrzeugflügels den beiden Hälften der Wippe zugeordnet. Für die Betätigung der Seitenscheiben sind Wippschalter beispielsweise an den Türinnenseiten oder auf der Mittelkonsole zwischen den Vordersitzen angebracht.

Für die Betätigung des Schiebedachs wird die Kippfunktion eines Kippschalters auch oft für das Ausstellen und Einholen des Daches genutzt. Zum Verfahren des Daches zum Öffnen und Schließen ist dieser Schalter dann zusätzlich mit einer Schiebemöglichkeit „vor" und „zurück" ausgestattet, wobei die Richtung, in die der Schalter verschoben wird, der Richtung in die das Dach verfahren wird, entspricht. Dieser Schalter wird im Folgenden als Schiebehebedachschalter bezeichnet.

Durch Bedienhandlungen am Schaltelement werden einer Steuereinheit, die mit dem Schaltelement in einer Kommunikationsverbindung steht, Signale übermittelt. Die Steuereinheit wertet diese Signale aus und erzeugt daraus Steuersignale für den entsprechenden Fahrzeugflügel, mit dem die Steuereinheit ebenfalls in einer Kommunikationsverbindung steht.

Ein Beispiel für eine erfindungsgemäße Schaltanordnung ist in 1 gezeigt. Die 2 bis 10 veranschaulichen verschiedene Schiebe-, Kipp- oder Drückbewegungen bei Betätigung der Schaltanordnung.

In den 1 bis 10 bezeichnet 1 ein Schaltelement, nämlich einen bekannten, wie vorstehend aufgebauten Schiebehebedachschalter, mit dem bei der Betätigung Schiebe-, Kipp- und/oder Drückbewegungen ausgeführt werden können. 2a, 2c, 2d und 2e bezeichnen erste bis fünte Lichtübertragungsstrecken einer Sicherheits-Bedieneinrichtung. Die erste, dritte und fünfte Lichtübertragungsstrecke 2a, 2c und 2e können außerdem gemeinsam mit den zweiten und vierten Lichtübertragungsstrecken 2b und 2d zur Umsetzung der eigentlichen Schalterfunktion genutzt werden.

Die ersten bis fünften Lichtübertragungsstrecken 2a bis 2e sind in den 1 bis 10 jeweils im Querschnitt gezeigt und weisen jede einen nicht gezeigten Sender, einen nicht gezeigten Empfänger und einen dazwischen ausgebildeten, im Schnitt gezeigten Lichtübertragungspfad auf, wobei die Sender und Empfänger mit einer nicht gezeigten Steuereinheit verbunden sind, die wiederum zur Ansteuerung mit einem Motor zum Verfahren eines Fahrzeugflügels verbunden ist. Alternativ können die ersten bis fünften Lichtübertragungsstrecken 2a bis 2e so ausgeführt sein, dass ein gemeinsamer Empfänger über ein lichtführendes Element von allen Sendern beleuchtet wird, oder dass mehrere Empfänger von jeweils einem oder mehreren Sendern über lichtführende Elemente beleuchtet werden. Die einzelnen Sender können dann über eine nicht gezeigte Steuereinheit zeitversetzt nacheinander und/oder in bestimmten Kombinationen aktiviert werden, so dass die Steuereinheit aus dem Ausgangssignal des gemeinsamen Empfängers oder bei mehreren Empfängern aus den Ausgangssignalen der verschiedenen Empfänger einen Rückschluss auf die erfolgte Betätigung ziehen und den nicht gezeigten Motor zum Verfahren des Fahrzeugflügels, hier des Schiebehebedachs, entsprechend ansteuern kann. Weiter kann aus dem(n) Ausgangssignal(en) ein Rückschluß gezogen werden ob entsprechende Betätigungsabläufe der Lichübertragungsstrecken zu den durch die Geometrie des Schaltelements vorgegebenen Betätigungsabläufen konsistent sind. Damit können Defekte an Sendern, Empfängern und/oder Lichtübertragungsstrecken oder Verschmutzungen diagnostiziert werden. Durch Regelung der Sendeleistungen von Lichtübertragungsstrecken gegeneinander und entsprechende Auswertung der Regelsignale können Verschmutzungen und Alterungseffekte diagnostiziert und/oder Fremdlichteinflüsse kompensiert werden.

Zum besseren Verständnis ist in den 2 bis 10 ein skizzierter menschlicher Finger gezeigt, mit dem Schiebe-, Kipp- und/oder Drückbewegungen ausgeführt werden können.

Die Sicherheits-Bedieneinrichtung in Form mindestens einer Lichtübertragungsstrecke 2a bis 2e ist derart ausgelegt, dass bei einer Bedienung des Schaltelements 1 der Lichtübertragungspfad unterbrochen wird, so dass sich am Empfänger im Falle der Verwendung eines gemeinsamen oder getrennter Empfänger(s) eine reduzierte Intensität ergibt. Die ersten bis fünften Lichtübertragungsstrecken 2a bis 2e sind dabei so angeordnet, dass sie aufgrund der Geometrie des Schaltelements 1 nur bei einer beabsichtigten Betätigung mit einem Finger ausgelöst werden können, nicht jedoch mit einem größeren Körperteil, z.B. einem Knie.

In 2 ist eine Betätigung des Schaltelements 1 in Form einer Schiebebewegung in eine erste Richtung R1 bis zu einer ersten Rastung gezeigt, wobei das Schaltelement 1 in seiner Ausgangsposition als Anhaltspunkt punktiert dargestellt ist. Bei dieser in 2 gezeigten Betätigung wird eine dritte Lichtübertragungsstrecke 2c durch den auslösenden Finger betätigt, d.h. der zugehörige Lichtübertragungspfad unterbrochen. Durch das Verschieben des Schaltelements 1 wird dann die vierte Lichtübertragungsstrecke 2d betätigt, d. h. der zugehörige Lichtübertragungspfad unterbrochen. Im solchermaßen betätigten Zustand sind also zwei Lichtübertragungsstrecken unterbrochen; die dritte Lichtübertragungsstrecke 2c durch den Finger (Sicherungsfunktion) und die vierte Lichtübertragungstrecke 2d durch das Betätigen des Schaltelements 1 selbst.

3 veranschaulicht eine Weiterbewegung des Schaltelements 1 in Form einer weiteren Schiebebewegung in der ersten Richtung R1 bis zu einer zweiten Rastung. Hier werden neben der Betätigung der dritten Lichtübertragungsstrecke 2c durch den Finger durch die Schiebebewegung zwei weitere Lichtübertragungsstrecken verändert, nämlich die vierte Lichtübertragungsstrecke 2d, die wieder freigegeben wird, und eine erste Lichtübertragungsstrecke 2a, die betätigt wird, d.h. der zugehörige Lichtübertragungspfad der Lichtübertragungsstrecke 2a wird unterbrochen.

Weiter ist in 4 eine der 2 entsprechende Betätigung in entgegengesetzter Richtung R1 bis zur ersten Rastung veranschaulicht. Hier wird durch den Finger die erste Lichtübertragungsstrecke 2a betätigt und durch die Verschiebung des Schaltelements 1 die zweite Lichtübertragungsstrecke 2b – für die eigentliche – Schaltfunktion) betätigt.

In 5 ist die Weiterbewegung des Schaltelements 1 in Richtung R1 bis zur zweiten Rastung dargestellt. Durch die Weiterbewegung des Schaltelements 1 wird zusätzlich die dritte Lichtübertragungsstrecke 2c betätigt.

Weiterhin ist aus 6 eine Betätigung des Schaltelements 1 durch eine Kippbewegung in eine zweite Richtung R2 aus dem punktiert gezeigten Ausgangszustand des Schaltelements 1 ersichtlich. Bei dieser Kippbewegung in der zweiten Richtung R2 werden neben der durch den Finger betätigten ersten Lichtübertragungsstrecke 2a die zweite, die dritte und die vierte Lichtübertragungsstrecke 2b, 2c und 2d betätigt, d.h. die zugehörigen Übertragungspfade unterbrochen.

In 7 wird die Kippbewegung aus 6 in der zweiten Richtung R2 bis zur zweiten Rastung fortgesetzt und dadurch die zweite Lichtübertragungsstrecke 2b wieder freigegeben, d. h. die Unterbrechung aufgehoben.

In 8 ist eine Betätigung des Schaltelements 1 durch eine Kippbewegung in die der zweiten Richtung R2 entgegengesetzte Richtung gegenüber dem punktiert gezeigten Ausgangszustand des Schaltelements 1 gezeigt. Bei dieser Kippbewegung in der Richtung entgegengesetzt zur zweiten Richtung R2 werden neben der durch den Finger betätigten dritten Lichtübertragungsstrecke 2c die erste, die zweite sowie die vierte Lichtübertragungsstrecke 2a, 2b und 2d betätigt, d.h. die zugehörigen Übertragungspfade unterbrochen.

In 9 wird die Kippbewegung aus 8 bis zur zweiten Rastung fortgesetzt und dadurch die vierte Lichtübertragungsstrecke 2d wieder freigegeben, d. h. die Unterbrechung des zugehörigen Übertragungspfads aufgehoben.

Bedienfunktionen, die durch Druck auf das Schaltelement 1 ausgelöst werden, können mit zumindest einer Lichtübertragungsstrecke 2e abgesichert werden, die in zumindest einer Mulde auf der Oberseite des Schaltelements 1 liegt. Eine solche zumindest eine Mulde ist in ihrer Geometrie bevorzugt einem menschlichen Finger angepasst. Dies ist in 10 veranschaulicht. In diesem Fall wird bei einem Drücken des Schaltelements 1 mit dem Finger die Lichtübertragungsstrecke 2e betätigt, d.h. der zugehörige Übertragungspfad unterbrochen.

Wie im Ausführungsbeispiel gezeigt, kann die Sicherheits-Bedieneinrichtung durch entsprechende geometrische Anordnung verschiedener Lichtübertragungsstrecken 2a bis 2d bzw. 2e relativ zum mechanischen Schaltelement 1 so ausgeführt werden, z.B. vorne und hinten, dass sie gleichzeitig zur Umsetzung der eigentlichen Schaltfunktion dienen kann. Durch Hinzufügen weiterer Lichtübertragungsstrecken kann erreicht werden, dass die gesamte Bedienung und Absicherung durch Lichtübertragungsstrecken ausgeführt ist, so dass für den gesamten Schalter nur noch ein mechanisches Schaltelement 1 notwendig ist. Dann kann je nach Ausführungsform mit einem gemeinsamen Empfänger für alle Übertragungsstrecken 2a bis 2e oder mit einem Empfänger für jede Übertragungsstrecke 2a bis 2e durch Auswertung des Ausgangssignals des gemeinsamen Empfängers bzw. der Ausgangssignale der Empfänger unter Berücksichtigung der durch die Steuereinheit erfolgten Ansteuerung der Sender ein Rückschluss auf die erfolgte Betätigung des mechanischen Schaltelements gezogen werden.

Mehrfache Raststellungen eines Schaltelements in einer Richtung, wie beispielsweise in den 2 bis 5 gezeigt, können durch Anordnungen mehrerer Lichtübertragungsstrecken in Bedienrichtung nacheinander abgedeckt werden.

Durch konstruktive Maßnahmen oder entsprechende Regelung der Sender/Empfängersignale kann eine Unabhängigkeit von Fremdlicht erreicht werden.

Zudem kann das Ausgangsignal der Sicherheits-Bedieneinrichtung gleichzeitig für eine Ansteuerung einer Schalterbeleuchtung verwendet werden.

Schließlich kann die Lichtübertragungsstrecke mit infraroten Licht ausgeführt werden und ist somit für den Bediener nicht sichtbar.

Außerdem kann die mindestens eine Lichtübertragungsstrecke 2a bis 2e alternativ zu einer Ausführung mit Sender und Empfänger auf gegenüberliegenden Seiten mit dem Lichtübertragungspfad dazwischen auch auf reflektiver Basis ausgebildet sein, so dass sich Sender und Empfänger auf der gleichen Seite befinden und vom Sender emittiertes Licht über ein reflektierendes Element zum Empfänger geleitet wird.

Weiterhin kann die zumindest eine Lichtübertragungsstrecke 2a bis 2e entweder ortfest in der Schaltanordnung oder ortfest in einem Gehäuse der Schaltanordnung ausgebildet sein.

Selbstverständlich ist es auch möglich, die erfindungsgemäße Schaltanordnung nur zum Verhindern des automatischen Schließens des Fahrzeugflügels zu verwenden und das automatische Öffnen weiterhin uneingeschränkt zuzulassen.

Die beschriebene Schaltanordnung ist auch für zweiteilige Schiebedächer, bestehend aus einem Deckel und einem Sonnenblendenteil, die beide motorisch verfahrbar sind, einsetzbar, da es Schiebedachsteuerungen gibt, die wie in der DE 42 21 043 C2 beschrieben, eine sinnvoll kombinierte Bewegung der beiden Teile vorsehen.

Zudem kann die vorstehend unter Bezugnahme auf eine Schiebedachbedieneinheit beschriebene Schaltanordnung ebenso bei einer Bedieneinheit für ein oder mehrere Seitenfenster verwendet werden.


Anspruch[de]
Schaltanordnung für ein Schaltelement zum Öffnen und Schließen einer Luke im Kraftfahrzeug mit einem motorisch verfahrbaren Fahrzeugflügel, wobei das Schaltelement derart ausgebildet ist, dass bei kurzem Betätigen des Schaltelements je nach Betätigungsrichtung des Schaltelements von einer Steuereinheit ein Signal an einen Motor zum Verfahren des Fahrzeugflügels ausgegeben wird, auf das hin der Fahrzeugflügel verfahren wird,

dadurch gekennzeichnet,

dass

zusätzlich eine Sicherheits-Bedieneinrichtung ausgebildet ist, die zumindest eine Lichtübertragungsstrecke (2a bis 2e) umfasst, die bei Betätigung des Schaltelements (1) betätigt wird und so angeordnet ist, dass sie nur bei einer beabsichtigten Betätigung des Schaltelements (1) betätigt werden kann, und die ansprechend darauf ein Aktivierungsbestätigungssignal an eine Steuereinheit ausgibt, wobei die Lichtübertragungsstrecke aus einem Sender, einem Empfänger und einem dazwischen angeordneten Lichtübertragungspfad gebildet ist, und die Betätigung der mindestens einen Lichtübertragungsstrecke (2a bis 2e) eine Unterbrechung des Lichtübertragungspfads ist, und die Steuereinheit das Signal, auf das hin der Motor den Fahrzeugflügel verfährt, erst bei gleichzeitigem Anliegen des Signals vom Schaltelement sowie des Aktivierungs-Bestätigungssignals von der Sicherheits-Bedieneinrichtung ausgegeben wird.
Schaltanordnung nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass

die mindestens eine Lichtübertragungsstrecke (2a bis 2e) derart angeordnet ist, dass sie aufgrund der Geometrie des Schaltelements (1) nur bei einer beabsichtigten Betätigung mit einem Finger ausgelöst werden kann.
Schaltanordnung nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass

die mindestens eine Lichtübertragungsstrecke (2a bis 2e) auf reflektiver Basis ausgebildet ist, so dass sich Sender und Empfänger auf der gleichen Seite befinden und vom Sender emittiertes Licht über ein reflektierendes Element zum Empfänger geleitet wird.
Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet,

dass

bei mehreren Lichtübertragungsstrecken (2a bis 2e) ein gemeinsamer Empfänger über ein lichtführendes Element beleuchtet wird.
Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass

bei mehreren Lichtübertragungsstrecken (2a bis 2e) mehrere Empfänger von jeweils einem oder mehreren Sendern über lichtführende Elemente beleuchtet werden.
Schaltanordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Sender zeitversetzt nacheinander und/oder in bestimmten Kombinationen aktiviert werden und aus dem Ausgangssignal des gemeinsamen Empfängers oder den Ausgangssignalen der verschiedenen Empfänger ein Rückschluss auf die erfolgte Betätigung des Schaltelements (1) gezogen werden kann. Schaltanordnung nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass

aus dem Ausgangssignal des gemeinsamen Empfängers oder den Ausgangssignalen der verschiedenen Empfänger ein Rückschluss gezogen werden kann, ob entsprechende Betätigungsabläufe der Lichtübertragungsstrecken zu den durch die Geometrie des Schaltelements vorgegebenen Betätigungsabläufen konsistent sind und daraus Defekte an Sendern, Empfängern und/oder Lichtübertragungsstrecken oder Verschmutzungen diagnostiziert werden können.
Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass

die Sendeleistung der einzelnen Sender gegeneinander geregelt und aus den erhaltenen Ausgangssignalen des bzw. der Empfänger Verschmutzungen und Alterungseffekte diagnostiziert und/oder Fremdlichteinflüsse kompensiert werden können.
Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass

die mindestens eine Lichtübertragungsstrecke (2a bis 2e) derart angeordnet ist, dass zumindest eine Lichtübertragungsstrecke (2a bis 2e) bei einer Schiebe-, Kipp- oder Drückbewegung des Schaltelements (1) betätigt wird.
Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,

dadurch gekennzeichnet,

dass

mehrere Raststellungen des Schaltelements (1) in einer Richtung (R1) durch Anordnen mehrerer Lichtübertragungsstrecken (2a, 2d oder 2b, 2c) nacheinander abgedeckt sind.
Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,

dadurch gekennzeichnet,

dass

die Sicherheits-Bedieneinrichtung mehrere Lichtübertragungsstrecken (2a bis 2e) aufweist, die geometrisch derart relativ zum Schaltelement (1) angeordnet sind, dass sie gleichzeitig zur Umsetzung der eigentlichen Schaltfunktion dienen können.
Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,

dadurch gekennzeichnet,

dass

das Ausgangssignal der Sicherheits-Bedieneinrichtung gleichzeitig für eine Ansteuerung einer Schalterbeleuchtung verwendet ist.
Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,

dadurch gekennzeichnet,

dass

die mindestens eine Lichtübertragungsstrecke (2a bis 2e) mit infrarotem Licht ausgeführt ist.
Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,

dadurch gekennzeichnet,

dass

die zumindest eine Lichtübertragungsstrecke (2a bis 2e) ortfest in der Schaltanordnung ausgebildet ist.
Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,

dadurch gekennzeichnet,

dass

die zumindest eine Lichtübertragungsstrecke (2a bis 2e) ortfest in einem Gehäuse der Schaltanordnung ausgebildet ist.
Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 15,

dadurch gekennzeichnet,

dass

der Fahrzeugflügel ein Schiebedach ist.
Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 15,

dadurch gekennzeichnet,

dass

der Fahrzeugflügel ein Seitenfenster ist.
Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 17,

dadurch gekennzeichnet,

dass

das Aktivierungs-Bestätigungssignal nur berücksichtigt wird, wenn aufgrund der Betätigungsrichtung des Schaltelements an den Motor zum Verfahren des Fahrzeugflügels ein Signal ausgegeben werden soll, auf das hin der Fahrzeugflügel solange verfahren wird, bis er vollständig geschlossen ist.






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