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Transportvorrichtung zum Einzug einer Materialbahn - Dokument DE102005045038B3
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005045038B3 12.04.2007
Titel Transportvorrichtung zum Einzug einer Materialbahn
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Keller, Martin, 97753 Karlstadt, DE;
Wicha, Lothar, 97828 Marktheidenfeld, DE
DE-Anmeldedatum 21.09.2005
DE-Aktenzeichen 102005045038
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
Free division/divided out on the grounds of lack of unity 102005063337.4
IPC-Hauptklasse B41F 13/03(2006.01)A, F, I, 20050921, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65H 20/16(2006.01)A, L, I, 20050921, B, H, DE   B65H 23/04(2006.01)A, L, I, 20050921, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft zunächst eine Transportvorrichtung zum Erfassen, Festhalten und Befördern einer Materialbahn beim Einzug in einen Rollenwechsler, ein Druckwerk und/oder einen Falzapparat. Die Transportvorrichtung umfasst neben einer Führungsschiene und einer Transportkette, weiterhin mindestens eine obere Halteklappe und eine untere Halteklappe, welche seitlich an der Transportkette befestigt sind und aus der Transportöffnung der Führungsschiene herausragen. Durch ein Verkippen der Halteklappen gegeneinander wird ein Öffnen und Schließen der Halteklappen erreicht, wobei die Halteklappen in geschlossenem Zustand zum Einklemmen der Materialbahn nahezu in einer Ebene liegen.
Die Erfindung betrifft weiterhin eine Einzugsvorrichtung zum vollautomatischen Einzug einer Materialbahn in einen Rollenwechsler, die von der genannten Transportvorrichtung Gebrauch macht und weiterhin eine Erfassungsvorrichtung aufweist.
Schließlich betrifft die Erfindung ein Verfahren zum vollautomatischen Einzug einer Materialbahn in eine drucktechnische Anlage mit der erwähnten Einzugsvorrichtung und mindestens einer weiteren Transportvorrichtung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Transportvorrichtung zum Einzug einer Materialbahn gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der WO 00/56652 A1 ist ein Verfahren zum Einziehen einer Papierbahn oder eines Stranges in einen Falztrichter bekannt. Dabei werden die Papierbahnen vor dem Falztrichter formschlüssig, stoffschlüssig oder reibschlüssig miteinander verbunden und an einem gemeinsamen Einzugsmittel befestigt.

Um eine Papierbahn neu in eine Druckmaschine einzuziehen, ist es aus der EP 05 53 740 B1 bekannt, ein Halteteil in Form eines schienengeführten Gliederkettenstücks zu verwenden, an dem das schräg abgerissene führende Ende der einzuziehenden Bahn befestigt wird. Die Schiene verläuft neben dem beabsichtigten Weg der Bahn durch die Druckmaschine bis zum Oberbau eines Falzapparates. Dort wird die Bahn, ähnlich wie auch in der zuvor genannten WO 00/56652 A1 beschrieben, von einem Zugmittel in Form von zwei stachelbesetzten Riemen übernommen, deren Stacheln die Bahn an ihren seitlichen Rändern aufspießen und über eine Einführungswalze an der oberen Kante des Falztrichters sowie den Falztrichter selbst ziehen. Indem am Falztrichter von der Führungsschiene und dem daran geführten Halteteil unabhängige Zugmittel vorgesehen werden, wird erreicht, dass der Falztrichter jeweils in Anpassung an die Breite der zu verarbeitenden Bahnen so verschoben werden kann, dass eine darauf gefalzte Bahn exakt mittig in die Querschneideinrichtung eintritt. Dies ist für ein störungsfreies Funktionieren der Querschneideinrichtung und vor allem der nachfolgenden Querfalzeinrichtung von Bedeutung.

Die DE 101 28 821 A1 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum selbsttätigen Zusammenführen von Materialbahnen während des Einziehvorganges in einen Falzapparat. Die Stränge werden von Saugbandsystemen transportiert und durch eine Längsschneideinrichtung vom Einzugmittel getrennt.

Die DE 42 10 190 A1 offenbart eine Kappvorrichtung mit integrierter Weiche, die zwischen Zugwalzen und Falzzylindern angeordnet ist.

Die US 3 125 335 A offenbart eine Vorrichtung zum Einziehen von Materialbahnen mittels Bändern.

Aus der EP 04 77 769 B1 ist ein Querleimzylinder zum Verbinden von Bahnsträngen bekannt.

Durch das Fachbuch Walenski, Wolfgang: Der Rollenoffsetdruck, 1. Aufl., Fellbach: Fachschriften-Verlag, 1995, Seiten 132–134 sind Vorrichtungen zum Einziehen einer Materialbahn in Druckmaschinen bekannt.

Die DE 102 31 068 A1 zeigt eine Vorrichtung zum Einziehen einer Bahn in eine Druckmaschine. Dabei weist eine Einzugsspitze zwei Klappen zum Einklemmen des Bahnanfanges auf.

Die DE 10 2004 018 703 A1 beschreibt eine Kette einer Bahneinzugsvorrichtung, deren Kettenglieder mittels Seile verbunden sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Transportvorrichtung zum Einzug einer Materialbahn zu schaffen, mit der eine automatische Befestigung des Bahnanfanges möglich ist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass durch den vollautomatischen Einzug der Produktionsbeginn eines neuen Druckauftrages wesentlich beschleunigt werden kann, da manuelle Eingriffe hier nicht mehr erforderlich sind. So kann auch die Einziehgeschwindigkeit erhöht werden, um Materialbahnen bzw. Stränge dem Falztrichter zuzuführen.

Erfindungsgemäß wird eine neue Materialrolle zunächst vorbereitet, das heißt, sie wird ausgepackt und der Rollenanfang wird auf der Materialrolle gesichert, beispielsweise mit einem Etikett. Am Rollenwechsler erfolgt zunächst der Einzug der Materialbahn von der Rolle. Das geschieht durch ein Ansaugen des Materialbahnanfangs und automatisches Aufnehmen in eine Haltevorrichtung, welche einen geöffneten und einen geschlossenen Zustand annehmen kann. Dazu wird in einer bevorzugten Ausführungsform ein Sensor vorgesehen, der den vorzugsweise spitz ausgebildeten Bahnanfang erkennt und ein Signal zur Betätigung eines Öffnungsmechanismus freigibt. Der Öffnungsmechanismus versetzt die Haltevorrichtung in einen Zustand zur Aufnahme der Materialbahn. Sobald die Materialbahn in die Haltevorrichtung aufgenommen ist, gibt vorzugsweise ein weiterer Sensor ein Signal zum Schließen der Haltevorrichtung oder das Schließen erfolgt zwangsläufig nach einer vorbestimmten Zeit oder einer gegebenen Bewegungsstrecke.

Die Haltevorrichtung ist an einer Transportvorrichtung, vorzugsweise einer Transportkette, befestigt. Die Transportkette wird durch an sich bekannte Antriebe entlang einer Führungsschiene bewegt; sie kann insbesondere eine Rollenkette, Kugelkette oder Profilkette sein.

Als Antriebe sind beispielsweise an der Führungsschiene in regelmäßigen Abständen Motoren angebracht, die jeweils ein Kettenrad tragen, das durch einen Spalt in der Seite der Führungsschiene in deren Nut und zwischen die Glieder der Transportkette eingreift. Die Länge der Transportkette ist geringfügig größer gewählt als der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Kettenrädern entlang der Führungsschiene, so dass gewährleistet ist, dass während der Förderung stets wenigstens ein Kettenrad mit der Transportkette im Eingriff ist und diese antreibt.

Die Führungsschiene ist in der Gesamtanlage seitlich entlang des gewünschten Einzugweges der Materialbahn vorgesehen und besitzt eine seitliche Öffnung, aus der die Haltevorrichtung herausragt, um die Materialbahn oder deren Spitze aufzunehmen.

Die Führungsschiene kann sich im wesentlichen durchgehend von einem Rollenwechsler eines dem Falzapparat vorgelagerten Druckwerks bis in den Falzapparat hinein erstrecken.

Die Haltevorrichtung wird durch Halteklappen gebildet, welche an der Transportkette vorgesehen und gegeneinander verschwenkbar sind, so dass die Halteklappen sich ähnlich einer Zange öffnen und schließen können, wobei in geschlossenem Zustand der Halteklappen die Materialbahn zwischen diesen eingeklemmt ist.

Die Halteklappen können für einen besseren Halt der Materialbahn oder der Spitze beispielsweise mit Nadeln oder einer speziellen rauen Beschichtung oder einem Profil versehen sein, um den Reibwert und damit die Haftkraft zu erhöhen.

Um mehrere Materialbahnen gebündelt verarbeiten zu können, weist der Überbau des Falzapparates vorzugsweise mehrere Wege auf, auf denen jeweils mindestens eine Materialbahn durch den Überbau und zu einer Querschneideinrichtung führbar ist. Mehrere Schienenstücke, die an jedem dieser Wege entlang verlaufen, vereinigen sich vor der Querschneideinrichtung mit der Führungsschiene.

Vor Wendestangen, welche sich meist im Überbau des Falzapparates befinden, wird eine weitere Transportvorrichtung mit einer entsprechenden Haltevorrichtung so positioniert, dass die lose Papierbahn über einen weiteren Sensor den Öffnungsmechanismus dieser Haltevorrichtung aktiviert und nach dem Einführen in die Haltevorrichtung diese geschlossen wird.

Es ist vorteilhaft, wenn sich an den Falztrichtern beidseitig Transportvorrichtungen mit Haltevorrichtung befinden, welche die aufgetrennte Materialbahn nach dem gleichen Prinzip, wie an den Wendestangen übernehmen. Dabei erkennt wiederum ein Sensor den Durchgang der Materialbahn und startet den zuvor bereits beschriebenen Aufnahme- und Klemmmechanismus.

In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt ein Einziehen ohne erneute Übergabe an ein weiteres Transportmittel, sondern durchgehend vom Rollenwechsler bis zum Falztrichter.

Vorzugsweise wird eine Transportvorrichtung beidseitig eines jeden Trichters angeordnet, um die Materialbahnen beidseitig zu halten und gespannt über die Trichter zu ziehen.

Beim Einlaufen in Zugwalzen müssen diese abgestellt sein, um die Haltevorrichtungen nicht zu beschädigen. Nach dem Anstellen der Zugwalzen werden die Haltevorrichtungen geöffnet, die Materialbahnen bzw. Stränge werden nun durch die Zugwalzen befördert.

Zweckmäßigerweise werden die Transportvorrichtungen, mit denen vom Rollenwechsler eingezogen wurde, und vorzugsweise auch die weiteren Transportvorrichtungen von den Wendestangen und den Falztrichtern, nach einer Erkennung des vollzogenen Bahneinzugs durch Sensoren wieder zurück zu entsprechenden Bahnaufnahmepositionen verfahren, um dort für den nächsten Einzug zur Verfügung zu stehen.

Um den Anfahrvorgang des Falzapparates bzw. einer Druckmaschine, die den Falzapparat enthält, zusätzlich zu verkürzen und die Menge an Anfahrmakulatur zu verringern, ist vorzugsweise ein Zugwalzenpaar der Druckmaschine oder des Falzapparats während des Einziehens einer Materialbahn abgestellt. Aber sobald der Durchgang des führenden Endes der Materialbahn oder des Bahnstrangs durch das Zugwalzenpaar erfasst wird, wird das Zugwalzenpaar angestellt und so gesteuert angetrieben, dass eine von dem Zugwalzenpaar ausgeübte Zugspannung sich einem für kontinuierlichen Druckbetrieb vorgesehenen Sollwert nähert.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

1 eine Transportvorrichtung mit einer Führungsschiene, einer Transportkette und Halteklappen in Vorderansicht;

2 die Transportvorrichtung im Schnitt II-II gemäß 1;

3 die Halteklappen in frontseitiger Seitenansicht gemäß 1 in geschlossenem Zustand ohne Transportkette;

4 eine Draufsicht auf die Transportvorrichtung gemäß 1 ohne Führungsschiene;

5 eine Seitenansicht der Transportvorrichtung mit Halteklappen ohne Führungsschiene;

6 eine bevorzugte Ausführungsform der Transportkette mit Halteklappen in Draufsicht gemäß 5;

7 eine Einzugsvorrichtung zum vollautomatischen Einzug einer Materialbahn an einem Rollenwechsler;

8 eine schematische Seitenansicht eines Falzapparats mit einer Durchzugsvorrichtung.

In 1 ist eine Transportvorrichtung zum Erfassen, Festhalten und Befördern einer Materialbahn in der Vorderansicht dargestellt. In einer Führungsschiene 01 ist eine Transportkette 02 gelagert. Die Transportkette 02 umfasst in der dargestellten bevorzugten Ausführungsform Rollen 03, welche an einem Bolzen 04 drehbar gelagert sind. Weiterhin sind Seile 06; 07; 08 vorgesehen, mit denen die Bolzen 04 der Rollen 03 miteinander verbunden sind. Die Seile 06; 07; 08 sind vorzugsweise Stahlseile, können aber auch aus anderen Materialien gefertigt sein. Die Führungsschiene 01 weist seitlich eine Führungsöffnung 09 auf. Durch diese Führungsöffnung 09 ragen Halteklappen 11; 12 heraus. Es handelt sich dabei um obere Halteklappen 11 und untere Halteklappen 12, welche auf der Führungsseite an jeweils einem Seil 07; 06 befestigt sind. Die geöffnete Stellung der Halteklappen 11; 12 ist gestrichelt dargestellt. In der geschlossenen Stellung liegen die Halteklappen 11; 12 im Wesentlichen in einer Ebene. Auf der der Führungsöffnung 09 abgewandten Seite sind die Rollen 03 durch Distanzhülsen 13 zueinander beabstandet, welche über das Seil 08 gezogen sind. Auf der Führungsseite wird die Funktion der Distanzhülsen 13 von den Halteklappen 11; 12 mit übernommen. Das Öffnen und Schließen der Halteklappen 11; 12 kann in dieser Ausführungsform beispielsweise durch ein gegenläufiges Verdrehen der Seile 06; 07 auf der Öffnungsseite erfolgen.

2 zeigt eine Transportkette 02 im Schnitt II-II gemäß 1, also auf die der Führungsöffnung 09 gegenüber liegenden Seite. Die Distanzhülsen 13 sind auf dem Seil 08 auf der der Führungsseite entgegengesetzten Seite angeordnet. Das Seil 08 ist durch die Bolzen 04 hindurchgeführt. Dabei sorgt ein definiertes Spiel zwischen Bolzen 04 und Distanzhülsen 13 für eine Beweglichkeit der Transportkette 02.

In 3 sind die Halteklappen 11; 12 einer bevorzugten Ausführungsform in geschlossenem Zustand dargestellt. In dieser Ausführungsform weisen die Halteklappen 11; 12 Profilierungen 14 auf, welche beim Schließen der Halteklappen 11; 12 ineinander greifen und somit die Materialbahn 16 festhalten.

Aus 4 ist in der Draufsicht auf die Transportvorrichtung zu erkennen, dass die oberen Halteklappen 11 am Seil 07 und die unteren Halteklappen 12 am Seil 06 befestigt sind. In dieser Ausführungsform erstrecken sich die Halteklappen 11; 12 über die gesamte Länge der Transportkette 02 und können so die Materialbahn 16 entlang einer relativ großen Strecke erfassen, um sie durch die Maschinenanlage zu transportieren.

Die 5 und 6 zeigen eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Transportvorrichtung in Seitenansicht und Draufsicht. Hier werden lediglich drei Halteklappen 11; 12, zwei obere Halteklappen 11 und eine untere Halteklappen 12 verwendet, um die Materialbahn 16 festzuhalten und zu transportieren. Die Halteklappen 11; 12 werden vorteilhaft mit Nadeln besetzt oder mit einer rauen Beschichtung versehen, um bei einer kleineren Klemmfläche eine gute Haftkraft für die Materialbahn 16 zu erzielen. Diesbezüglich sind viele weitere Anordnungsmöglichkeiten der Halteklappen 11; 12 denkbar.

7 zeigt eine Seitenansicht einer bevorzugten Ausführungsform einer Einzugsvorrichtung zum Einzug der Materialbahn 16 in einem Rollenwechsler. Eine neue, zum Einzug vorbereitete Materialrolle 17 wird im Rollenwechsler in die Klebeposition verfahren, wie dies in 7 vereinfacht dargestellt ist. Ein an sich bekannter Kleberahmen 18 wird zunächst aus der Ruheposition in die Klebeposition 18' verfahren.

Die Materialrolle 17 wird für das leichte Auffinden des Anfangs der Materialbahn anfangs entgegen ihrer Wickelrichtung im Rollenständer angetrieben. Ein vorzugsweise im Kleberahmen 18 positionierter Sensor 19 erkennt den Materialbahnanfang und aktiviert eine ebenfalls vorzugsweise im Klebrahmen 18 positionierte Erfassungsvorrichtung 21, z. B. Ansaugvorrichtung 21. Diese hebt den Anfang der Materialbahn 16 durch Unterdruck an und führt diesen durch Hochklappen des Kleberahmens 18 in seine Aufnahmestellung in der Nähe eines Öffnungsmechanismus 22 einer Transportvorrichtung 23. Vorzugsweise ist die Transportvorrichtung 23 in der zuvor in den 1 bis 6 beschriebenen Art, aber auch andere Transportvorrichtungen können auf diese Weise mit dem Bahnanfang versorgt werden.

Die Transportvorrichtung 23 wird auf einer Führungsschiene 24, welche bevorzugt als Aluminiumschienenprofil ausgeführt ist, den Bahneinzugweg entlang geführt, um Führungswalzen 26 und eine Tänzerwalze 27 (in mehreren Stellungen dargestellt) herum. Anschließend erfolgt die Zuführung zu einem nicht dargestellten Druckwerk.

8 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Falzapparats. Die von dem nicht dargestellten Druckwerk kommende Materialbahn 16, z. B. eine Papierbahn 16 durchläuft einen Kühlwalzenständer 28 und erreicht einen Oberbau des Falzapparats. Der Oberbau umfasst einen Längsschneider 29 zum Zerlegen der eintreffenden Papierbahn 16 in eine Mehrzahl von nebeneinander liegenden Teilbahnen 16' und ein Wendedeck 31, in welchem die Teilbahnen 16' der Papierbahn 16 und eventuell weitere, nicht dargestellte Papierbahnen umgeordnet, quer zur Laufrichtung versetzt und/oder gewendet und dann übereinander gelegt werden.

Vor dem Wendedeck 31 müssen die Teilbahnen 16', welche an dieser Stelle nun ohne Transportmittel sind, an weitere Transportmittel übergeben werden. Das geschieht vorzugsweise vergleichbar der im Hinblick auf den Rollenwechsler in Bezug auf 7 beschriebenen Weise. Eine Ansaugvorrichtung ist hier aber normalerweise nicht nötig.

Vom Wendedeck 31 aus erstreckt sich der Weg der Papierbahn 16 und Teilbahnen 16' bzw. Stränge über eine Anordnung von Ausgleichswalzen zur Bahnlängenkompensation und Zugsteuerung mindestens bis zu einem Längsfalztrichter 32 kurz Falztrichter 32.

Vom Ausgang des Falztrichters 32 aus läuft die Papierbahn 16 und Teilbahnen 16' bzw. Stränge abwärts vorzugsweise durch eine Querschneideinrichtung 33 und eine Querfalzeinrichtung (mit z. B. einen Falzmesserzylinder) von an sich bekanntem, an dieser Stelle nicht genauer zu erläuterndem Aufbau.

Vorzugsweise weist die Querschneideeinrichtung 33 einen Messerzylinder und einen Gegenzylinder (z. B. Falzmesserzylinder) auf, die einen Schneidspalt bilden.

Am Weg der Papierbahn 16 und Teilbahnen 16' bzw. Stränge entlang erstreckt sich wiederum eine Führungsschiene 01, in der 8 dargestellt als ein dicker schwarzer Strich. Die Führungsschiene 01 ist ab ihrem Eintritt in den Kühlwalzenständer 28 und bis zum unteren Ende des Falztrichters 32 gezeigt. Bei einer bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich die Führungsschiene 01 ohne Unterbrechung von dem Rollenwechsler eines dem Falzapparat vorgelagerten, in der 8 nicht gezeigten Druckwerks bis zum Falztrichter 32 oder darüber hinaus.

Es ist auch möglich, die Transportvorrichtung 23 bereits ab dem Rollenwechsler beidseitig vorzusehen, um die Materialbahn 16 ohne Ausbildung einer Spitze beidseitig einziehen zu können. Dies kann zu einer weiteren Automatisierungsmöglichkeit führen, da der manuelle Aufwand für die Rollenvorbereitung sinkt.

01
Führungsschiene
02
Transportkette
03
Rolle
04
Bolzen
05
06
Seil
07
Seil
08
Seil
09
Führungsöffnung
10
11
Halteklappe, obere
12
Halteklappe, untere
13
Distanzhülse
14
Profilierung
15
16
Materialbahn, Papierbahn
17
Materialrolle
18
Kleberahmen
19
Sensor
20
21
Erfassungsvorrichtung, Ansaugvorrichtung
22
Öffnungsmechanismus
23
Transportvorrichtung
24
Führungsschiene
25
26
Führungswalze
27
Tänzerwalze
28
Kühlwalzenständer
29
Längsschneider
30
31
Wendedeck
32
Längsfalztrichter, Falztrichter
33
Querschneideinrichtung
16'
Teilbahn
18'
Klebeposition


Anspruch[de]
Transportvorrichtung zum Erfassen, Festhalten und Befördern einer Materialbahn (16) beim Einzug in einen Rollenwechsler und/oder ein Druckwerk und/oder einen Falzapparat, wobei die Transportvorrichtung, mindestens eine obere Halteklappe (11) und eine untere Halteklappe (12) umfasst, wobei durch ein Verkippen der Halteklappen (11; 12) gegeneinander ein Öffnen und Schließen der Halteklappen (11; 12) erreicht wird und wobei die Halteklappen (11; 12 ) in geschlossenem Zustand zum Einklemmen der Materialbahn (16) nahezu in einer Ebene liegen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Führungsschiene (01) mit einer seitlichen, in Längsrichtung verlaufenden Führungsöffnung (09) vorgesehen ist, dass eine in der Führungsschiene (01) verfahrbare Transportkette (02) angeordnet ist, dass die Halteklappen (11; 12) seitlich an der Transportkette (02) befestigt sind und aus der Führungsöffnung (09) der Führungsschiene (01) herausragen. Transportvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteklappen (11; 12) an den zueinander gewandten Flächen mit Nadeln, Noppen oder einer rauen Oberfläche versehen sind. Transportvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportkette (02) eine Kugelkette oder eine Profilkette ist. Transportvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportkette (02) eine Rollenkette ist, die aus einzelnen Rollen (03) gebildet ist, welche über Seile (06; 07; 08) miteinander verbunden sind. Transportvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Seile (06; 07; 08) jeweils an den Enden von zahlreichen Bolzen (04) befestigt sind, welche jeweils durch eine der Rollen (03) in deren Drehachse hindurchreichen und an beiden Seite dieser Rolle (03) hinausragen, wobei Distanzhülsen (13) auf dem Seil (08) angeordnet sind, um den Abstand zwischen den Rollen (03) zu bestimmen. Transportvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteklappen (11; 12) an den Seilen (06; 07) auf der Führungsseite zwischen den Rollen (03) befestigt sind und das Verkippen gegeneinander durch eine Verdrehung der Seile (06; 07) umeinander erreicht wird.






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