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Dokumentenidentifikation DE102005047813A1 12.04.2007
Titel Zwischenwand
Anmelder Weiss, Albert, 74706 Osterburken, DE
Erfinder Weiss, Albert, 74706 Osterburken, DE
Vertreter Canzler & Bergmeier, Patentanwälte, 85055 Ingolstadt
DE-Anmeldedatum 05.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005047813
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse F25D 23/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F25D 17/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F25D 17/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Zwischenwand für Kühlmöbel und dergleichen, die zwischen dem Warenraum und der Kühlmöbelrückwand üblicherweise angeordnet ist. Diese Zwischenwand besteht aus einem Rahmen, der mit einem textilen Stoff, einer Folie oder auch einem Vlies bespannt ist.

Beschreibung[de]

Bei Kühlmöbeln und dergleichen sind Zwischenwände vorgesehen, die aus Blech gefertigt sind. So ist beispielsweise auf der Innenseite des Kühlmöbels als Abgrenzung des Kaltluftstromes gegen den Warenraum eine Zwischenwand vorgesehen, die in einem Abstand von ca. 3 bis 5 cm vor der eigentlichen Möbelrückwand angeordnet ist. Der dadurch gebildete Kanal über die gesamte Rückseite und die Decke des Möbels dient der Leitung der Kaltluft, die im Unterteil des Möbels erzeugt und mittels Ventilatoren in den Kopfteil des Möbels geblasen wird. An der Vorderkante dieses Kopfteils strömt die Kaltluft heraus in den Warenraum des Kühlmöbels. Die nach unten sinkende Kaltluft wird an der Vorderkante des Möbelunterteils abgesaugt, dem Kühlaggregat zugeführt und mittels eines Gebläses aus diesem Kühlaggregat abgeführt und in den Kanal zwischen Kühlmöbelrückwand und Zwischenwand nach oben geblasen, so daß der Kreislauf geschlossen ist. Diese sog. Luftleitbleche sind meist noch mit Durchbrechungen versehen, die die Kaltluftverteilung im Kühlmöbel unterstützen. Diese Durchbrechungen sind von Möbeltyp zu Möbeltyp unterschiedlich und werden in der Praxis erprobt und danach festgelegt.

Die Herstellung dieser pulverbeschichteten oder auch naßlackierten Stahlblechzwischenwände ist ziemlich aufwendig. Zusätzlich werden teure Stanzwerkzeuge benötigt, um die verschiedenen Durchbrechungen herzustellen.

Aufgabe der Erfindung ist es, Trennwände, insbesondere Luftleitbleche für Kühlmöbel zu schaffen, die in der Herstellung einfach und kostengünstig sind, die aber dennoch den gehobenen Anforderungen bei solchen Kühlmöbeln gerecht werden. Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen des Anspruch 1 gelöst.

Dadurch, daß die Zwischenwand einen Rahmen aufweist, der mit einem textilen Stoff, einer Folie oder einem Vlies bespannt ist, wird die Herstellung wesentlich vereinfacht und ist kostengünstig. Außerdem wird das Gewicht in der Zwischenwand auf etwa 1/5 reduziert. Durchbrechungen sind in die Bespannung auf einfache Weise einzubringen und erfordern nicht so teure Stanzwerkzeuge. Ferner wird erreicht, daß die Zwischenwand korrosionsfrei ist.

Verwendet man für die Bespannung einen textilen Stoff, so können die Durchbrechungen bereits bei der Herstellung eingearbeitet werden. Durch die Variation der Dichte des textilen Stoffes kann eine bestimmte gewünschte Luftdurchlässigkeit erzeugt werden. Es erübrigen sich Stanzwerkzeuge überhaupt. Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnungen beschrieben. Sie zeigen

1 den Aufbau eines Kühlmöbels mit der erfindungsgemäßen Zwischenwand

2 den Aufbau der Zwischenwand

3 eine Bespannung mit eingestanzten Durchbrechungen

4 eine Befestigung der Bespannung am Rahmen im Querschnitt

5 eine weitere Art der Befestigung der Bespannung am Rahmen im Querschnitt.

Das Kühlmöbel 1 besteht üblicherweise aus einem Gehäuse 11, das eine Rückwand 3 aufweist. In das Gehäuse 11 sind einzelne Regalfächer durch Zwischenböden 4 angeordnet. Im unteren Teil des Kühlmöbels ist das Kühlaggregat 5 mit Ventilatoren 6 angeordnet. Die Regalfächer mit den Regalböden 4 sind durch eine Zwischenwand 2 an ihre Rückseite begrenzt. Zwischen dieser Zwischenwand und der Rückwand 3 des Kühlmöbels 1 wird dadurch ein Luftkanal 12 gebildet. In dem horizontalen Teil des Luftkanals 12 wird dieser durch eine horizontal angeordnete Zwischenwand 21 gegen das oberste Regalfach abgegrenzt.

Durch die Ventilatoren 6 wird ein Luftstrom erzeugt, der die Luft aus dem Kühlraum ansaugt und durch das Kühlaggregat 5 drückt, in welchem die Luft abgekühlt und in dem vertikalen Teil des Kanales 12 nach oben gedrückt wird. Über den horizontalen Teil des Kanales 12 gelangt die Luft im Kopfteil des Kühlmöbels an die Frontseite und fällt dort nach unten, wobei sie am Unterteil des Kühlmöbels durch die Ventilatoren 6 wieder abgesaugt und dem Kühlaggregat 5 zugeführt wird.

Bisher war es üblich, diese Zwischenwand 2 selbsttragend aus Blech herzustellen und mit Durchbrechungen zu versehen. Auch im Kopfteil wurde die Zwischenwand 21 aus selbsttragendem Blech hergestellt. Dadurch wurde das Gewicht des Kühlmöbels erheblich vergrößert und Transporte und Umstellungen des Kühlmöbels im Verkaufsraum erschwert. Durch die Ansammlung von Kondenswasser sind diese Zwischenwände 2, 21 korrosionsgefährdet und müssen deshalb mit einer korrosionsfesten Beschichtung versehen werden, beispielsweise durch Pulverbeschichtung, Einbrennlackierung und dergleichen. Hierfür sind mehrere Arbeitsgänge erforderlich, die die Herstellung derartiger Zwischenwände erheblich verteuern.

2 zeigt den Aufbau einer erfindungsgemäßen Zwischenwand, die aus einem Rahmen 7 besteht, der in den Ecken Versteifungen 71 aufweist und mit einer Bespannung 22 versehen ist. Ein solcher Rahmen 7 läßt sich sehr günstig aus Profilmaterial herstellen, wobei sich besonders Aluminiumprofile eignen, da sie leicht und korrosionsbeständig sind. Die Bespannung 22 wird durch Umschlagen und Klammern an dem Rahmen 7 befestigt. Zusätzlich kann auch eine Verklebung erfolgen. Ohne Verklebung läßt sich die Bespannung zur Reinigung leicht entfernen und wie ein normaler Stoff in einer Waschmaschine waschen.

3 zeigt eine Bespannung 23, die aus einer PVC-Folie hergestellt ist. Da diese luftdicht ist, werden Durchbrechungen 24 angeordnet, um einen Luftaustausch zum Kühlraum zuzulassen. Je nach Gestaltung des Kühlraumes werden diese Durchbrechungen angeordnet und auch in ihrer Größe bestimmt. Für die erforderliche Kühlströmung kann es zweckmäßig sein, nur im oberen Teil Durchbrechungen anzuordnen. Bei der Unterteilung des Kühlraumes in Fächer durch Zwischenböden 4 ist es zweckmäßig, jeweils für das betreffende Kühlfach die Durchbrechungen in Größe und Anordnung zu bestimmen, gegebenenfalls auch hier wieder nur im oberen Teil des Kühlfaches Durchbrechungen bzw. eine bestimmte Luftdurchlässigkeit vorzusehen.

Bei Verwendung einer textilen Bespannung können derartige Durchbrechungen in den Stoff bei seiner Herstellung eingearbeitet werden, so daß weitere Arbeitsgänge, wie das Einstanzen von Durchbrechungen nicht erforderlich sind. Der Stoff wird zweckmäßig aus synthetischen Fäden hergestellt und durch entsprechende Bindungsstrukturen eine bestimmte erforderliche Luftdurchlässigkeit erzeugt. Selbstverständlich ist es möglich, auch hier die Bindungsstrukturen entsprechend der Aufteilung des Kühlraumes oder den Strömungsverhältnissen so anzuordnen, daß die Luftdurchlässigkeit der Bespannung beispielsweise im oberen Teil größer ist als im unteren Teil. Es kann sowohl eine Maschenware, als auch ein Webstoff für die Bespannung verwendet werden. Durch Variation der Dichte der Bindung kann auch ohne besondere Durchbrechungsstrukturen die Luftdurchlässigkeit des Stoffes so beeinflußt werden, daß der erforderliche Luftaustausch zum Kühlfach gegeben ist. Dies kann durch die Auswahl des Fadenmaterials, aber auch durch die Faden- bzw. Maschendichte erreicht werden. Hier zeigen sich die besonderen Vorteile einer textilen Bespannung, da die Herstellung eines textilen Stoffes sehr flexibel ist und ohne großen Aufwand dieser sowohl den gewünschten Strömungsverhältnissen im Kühlmöbel als auch in der optischen Erscheinung angepaßt werden kann.

Zur Befestigung der Bespannung 22 kann diese an den Rändern mit entsprechenden Verstärkungen für die Befestigung versehen sein. Wird der Rahmen, wie in 4 dargestellt, durch ein längsgeteiltes Profil gebildet, so kann die Bespannung zwischen den beiden Profilteilen eingespannt und auf diese Weise besonders gleichmäßig und dennoch lösbar befestigt werden. Nach 4 besteht der Rahmen 7 aus einem Profil 70, das mit einem Rahmenteilprofil 70' verschraubt ist. Dazwischen wird die Bespannung 22 oder 23 durch Klemmung festgehalten. Eine andere Art zeigt 5, bei welcher eine Klemmleiste 72 die Bespannung 22, 23 in das Profil 7 einzieht und klemmt. Mit dieser Ausführung ist ein Spannen der Bespannung 22, 23 leichter möglich. Im Falle der Beschädigung läßt sich die Bespannung leicht auswechseln.

1
Kühlmöbel
11
Gehäuse Kühlmöbel
12
Luftleitkanal
2; 21
Zwischenwand
22; 23
Bespannung
24
Durchbrechungen
3
Rückwand
4
Regalböden
5
Kühlaggregat
6
Ventilator
7
Rahmen
70
Rahmenprofil
70'
Rahmenteilprofil
71
Versteifung
72
Klemmleiste


Anspruch[de]
Zwischenwand für Kühlmöbel und dergleichen, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwand (2; 21) aus einem Rahmen (7) besteht, der mit einem textilen Stoff (22), einer Folie (23) oder einem Vlies bespannt ist. Zwischenwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bespannung (23) Durchbrechungen aufweist. Zwischenwand nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bespannung (22; 23) beschichtet ist. Zwischenwand nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bespannung (22) aus einem textilen Stoff besteht, in den bei dessen Herstellung Durchbrechungen eingearbeitet sind. Zwischenwand nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der textile Stoff durch Variation seiner Dichte eine bestimmte gewünschte Luftdurchlässigkeit besitzt. Zwischenwand nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bespannung (22; 23) nur in bestimmten Bereichen Durchbrechungen (24) aufweist. Zwischenwand nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrechungen (24) in der oberen Hälfte der Zwischenwand (2) angeordnet sind. Zwischenwand nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrechungen (24) jeweils im oberen Bereich des Kühlfaches angeordnet sind. Zwischenwand nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwand (2, 21) zur Abgrenzung des Luftleitkanales gegenüber dem Kühlraum dient. Zwischenwand nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwand mehrteilig ist und aus einem horizontal angeordneten Teil (21) besteht, der die Decke des obersten Kühlfaches bildet, und einem vertikalen Teil (2), der die Rückwand für die einzelnen Kühlfächer bildet. Zwischenwand nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Bespannung bei der Stoffherstellung eingearbeitete Randverstärkungen aufweist, an denen die Bespannung (2, 21) am Rahmen (7) befestigt ist. Zwischenwand nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (7) längsgeteilt ist und die Bespannung (22, 23) zwischen den Teilen (70, 70') geklemmt ist. Zwischenwand nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (7) im Querschnitt als Profil (70) ausgebildet ist.






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