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Dokumentenidentifikation DE102005047981A1 12.04.2007
Titel Axialkolbenmaschine in Schrägscheibenbauweise
Anmelder Linde AG, 65189 Wiesbaden, DE
Erfinder Schlosser, Robert, 63857 Waldaschaff, DE
DE-Anmeldedatum 06.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005047981
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse F04B 1/20(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Axialkolbenmaschine (1) in Schrägscheibenbauweise mit in einer Zylindertrommel (4) längsverschiebbar angeordneten Arbeitskolben (6), die mittels jeweils eines Gleitschuhs (8) auf einer Schrägscheibe (11) abgestützt sind, wobei die Gleitschuhe (8) durch eine drehsynchron mit der Zylindertrommel (4) rotierenden Rückhalteplatte (13) gegen Abheben von der Schrägscheibe (11) gesichert sind und die Rückhalteplatte (13) mittels einer Rückhalteeinrichtung (15) in axialer Richtung fixiert ist. Um eine Axialkolbenmaschine mit einem geringen Bauaufwand und einem geringen Montageaufwand zur Verfügung zu stellen, ist erfindungsgemäß die Rückhalteeinrichtung (15) als nutförmige Ausnehmung (16) der Schrägscheibe (11) ausgebildet, in die die Rückhalteplatte (13) einlegbar ist, oder die Rückhalteeinrichtung (15) von mindestens einem Bauteil (30), insbesondere einem plattenartigen Bauteil, gebildet, das in eine am Gehäuse (1) ausgebildete nutförmige Gehäuseausnehmung (31) eingelegt ist und an das die Rückhalteplatte (13) in Anlage bringbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Axialkolbenmaschine in Schrägscheibenbauweise mit in einer Zylindertrommel längsverschiebbar angeordneten Arbeitskolben, die mittels jeweils eines Gleitschuhs auf einer Schrägscheibe abgestützt sind, wobei die Gleitschuhe durch eine drehsynchron mit der Zylindertrommel rotierenden Rückhalteplatte gegen Abheben von der Schrägscheibe gesichert sind und die Rückhalteplatte mittels einer Rückhalteeinrichtung in axialer Richtung fixiert ist.

Aus der DE-OS 28 04 912 ist eine gattungsgemäße Axialkolbenmaschine bekannt, bei der die Rückhalteplatte mittels einer als Niederhalterring ausgebildeten Rückhalteeinrichtung in axialer Richtung gesichert ist. Der Niederhaltering ist hierbei mit der Schrägscheibe verschraubt. Eine derartige von einem Neiderhaltering ausgebildete Rückhalteeinrichtung, die mit der Schrägscheibe verschraubt wird, verursacht jedoch einen hohen Bauaufwand und Montageaufwand der Axialkolbenmaschine.

In der DE 40 40 413 C2 ist ebenfalls eine gattungsgemäße Axialkolbenmaschine gezeigt. Bei dieser Axialkolbenmaschine ist die Rückhalteplatte mittels einer als Rückhaltering ausgebildeten Rückhalteeinrichtung in axialer Richtung gesichert. Der Rückhaltering ist mit radialen Nasen versehen, die durch Verdrehen des Rückhalteringes mit entsprechenden am Gehäuse ausgebildeten Nasen in Wirkverbindung bringbar sind, wodurch eine formschlüssige Verbindung des Rückhalteringes im Sinne eines Bajonett-Verschlusses mit dem Gehäuse erzielt wird. Eine derartige von einem Rückhaltering gebildete Rückhalteeinrichtung, die im Sinne eines Bajonett-Verschlusses mit dem Gehäuse verbunden wird, weist ebenfalls einen hohen Bauaufwand und Montageaufwand der Axialkolbenmaschine auf.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Axialkolbenmaschine der eingangs genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, die einen geringen Bauaufwand und einen geringen Montageaufwand aufweist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Rückhalteeinrichtung als nutförmige Ausnehmung der Schrägscheibe ausgebildet ist, in die die Rückhalteplatte einlegbar ist, oder die Rückhalteeinrichtung von mindestens einem Bauteil, insbesondere einem plattenartigen Bauteil, gebildet ist, das in eine am Gehäuse ausgebildete nutförmige Gehäuseausnehmung eingelegt ist und an das die Rückhalteplatte in Anlage bringbar ist. Erfindungsgemäß ist somit die Rückhalteeinrichtung in die Schrägscheibe bzw. das Gehäuse integriert und von einer an der Schrägscheibe ausgebildeten nutförmigen Ausnehmung gebildet, in der der Rückhaltering eingelegt werden kann, oder einem in einer Gehäuseausnehmung eingesteckten Bauteil gebildet, an dem sich die Rückhalteplatte abstützt. Eine Ausnehmung an der Schrägscheibe bzw. eine Gehäuseausnehmung kann auf einfache Weise hergestellt werden. Zudem ist das plattenartige Bauteil, an dem die Rückhalteplatte anliegt, auf einfache Weise herstellbar. Darüber hinaus ist durch das Einlegen der Rückhalteplatte in die Ausnehmung bzw. das Einstecken des Bauteils in die Gehäuseausnehmung und das Anliegen der Rückhalteplatte an dem Bauteil eine einfache Montage erzielbar. Gegenüber Axialkolbenmaschinen des Standes der Technik ist somit kein mit dem Gehäuse verschraubter Niederhaltering oder ein einen Bajonett-Verschluss bildender separater Niederhaltering erforderlich, wodurch eine erfindungsgemäße Axialkolbenmaschine aufgrund einer geringen Anzahl von Bauteilen einen einfachen Bauaufwand und eine einfache Montage aufweist. Zudem weist die erfindungsgemäße Rückhaltevorrichtung eine geringe radiale Baugröße auf, wodurch geringe radiale Abmessungen der Axialkolbenmaschine erzielbar sind.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsform der Erfindung ist die Ausnehmung radial nach Innen offen ausgebildet. Die nutförmige Ausnehmung bildet somit eine nach radial Innen offene Hinterschneidung an der Schrägscheibe, in die die Rückhalteplatte eingelegt werden kann. Eine derartige Ausnehmung ist auf einfache Weise an der Schrägscheibe herstellbar.

Besondere Vorteile ergeben sich, wenn gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung die Ausnehmung umfangsseitig mit einer Öffnung zur Montage der Rückhalteplatte versehen ist. Die Ausnehmung ist somit umfangsseitig geöffnet, wodurch die Rückhalteplatte mit geringem Montageaufwand in die Ausnehmung eingelegt werden kann.

Die Ausnehmung ist gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung durch eine spanende Bearbeitung, insbesondere eine Drehbearbeitung, der Schrägscheibe herstellbar. Die Ausnehmung kann somit bei der Drehbearbeitung der Schrägscheibe hergestellt werden, wodurch sich ein geringer Bauaufwand zur Herstellung der Ausnehmung ergibt.

Das Bauteil ist gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung als Stanzteil oder Fließpressteil ausgebildet. Für das plattenartige Bauteil ergibt sich somit ein geringer Herstellaufwand.

Die Gehäuseausnehmung kann von Außen oder von Innen in das Gehäuse eingebracht werden, wodurch das plattenartige Bauteil von Außen oder Innen in die Ausnehmung eingelegt werden kann.

Die nutförmige Gehäuseausnehmung ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung durch eine spanende Bearbeitung, insbesondere eine Fräsbearbeitung, der Schrägscheibe herstellbar. Die nutförmige Ausnehmung kann durch eine Fräsbearbeitung, beispielsweise mittels eines Scheibenfräsers oder eines Fingerfräsers, auf einfache Weise hergestellt werden.

Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der in den schematischen Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Hierbei zeigt

1 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäße Axialkolbenmaschine in einem Längsschnitt,

2 einen Schnitt entlang der Linie I-I in 1,

3 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäße Axialkolbenmaschine in einem Längsschnitt

4 einen Schnitt entlang der Linie II-II in 3.

In den 1 und 2 ist eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine 1 in Schrägscheibenbauweise dargestellt.

In einem Gehäuse 2 ist eine Triebwelle 3 gelagert, mit der eine Zylindertrommel 4 drehfest verbunden ist. Die Zylindertrommel 4 ist mit einer Mehrzahl von Zylinderbohrungen 5 versehen, in den jeweils ein Arbeitskolben 6 längsbewegbar angeordnet ist.

Die Arbeitskolben 6 stützen sich unter Zwischenschaltung einer Laufscheibe 7 mittels hydrostatisch entlasteter Gleitschuhe 8 an einer Schrägscheibe 11 ab. Die Schrägscheibe 11 weist im vorliegenden Beispiel eine geneigte Fläche auf und ist im Gehäuse 2 befestigt. Es ist jedoch ebenfalls möglich, die Schrägscheibe 11 direkt am Gehäuse 2 und somit einstückig an dem Gehäuse 2 auszubilden.

Ein Abheben der Gleitschuhe 8 von der Schrägscheibe 11 wird durch eine kreisringförmige Rückhalteplatte 13 vermieden, die mit Ausnehmungen 14 für die Gleitschuhe 8 versehen ist.

Die Rückhalteplatte 13 ist in axialer Richtung mittels einer Rückhalteeinrichtung 15 fixierbar und gesichert.

Erfindungsgemäß ist die Rückhalteeinrichtung 15 von einer nutförmigen Ausnehmung 16 gebildet, die an der Schrägscheibe 11 ausgebildet ist, wobei die Rückhalteplatte 13 in die nutförmige Ausnehmung 16 eingelegt ist. Die Ausnehmung 16 ist hierbei an einem am Außenumfang der Schrägscheibe 11 angeordneten Fortsatz 20 angeordnet, die sich in axialer Richtung in Richtung zur Zylindertrommel 4 erstreckt. Die nutförmige Ausnehmung 16 ist nach radial Innen offen ausgebildet.

Die nutförmige Ausnehmung 16 weist eine der Zylindertrommel 4 zugewandte Stirnseite 21 auf, an der die Rückhalteplatte 13 – wie in der 2 gezeigt ist – aufgrund der exzentrischen Anordnung der Rückhalteplatte 13 zur Schrägscheibe 11 im Bereich der Mittellängsebene 23 und somit teilweise mit der der Zylindertrommel 4 zugewandten Stirnseite anliegt, wodurch eine axiale Sicherung und Fixierung der Rückhalteplatte 13 erzielt wird.

Die nutförmige Ausnehmung 16 und der Fortsatz 20 erstrecken sich in Umfangsrichtung – wie aus der 2 ersichtlich ist – nicht über den gesamten Umfang, sondern enden in einem Bereich über der Mittellängsebene 23 des Gehäuses. Im oberen Bereich ist somit die Ausnehmung 16 mit einer Öffnung 22 versehen, durch die eine Montage der Rückhalteplatte 13 durch Einlegen der Rückhalteplatte 13 in vertikaler Richtung in die Ausnehmung 16 ermöglicht wird.

Die Ausnehmung 16 stellt somit eine im oberen Bereich offene Hinterschneidung der Schrägscheibe 11 dar.

Die Ausnehmung 16 ist hierbei bei der Drehbearbeitung der Schrägscheibe 11 auf einfache Weise an dem Fortsatz 20 herstellbar, wodurch sich ein geringer Bauaufwand für die erfindungsgemäße Axialkolbenmaschine ergibt. Zudem ergibt sich durch das Einlegen der Rückhalteplatte 13 in vertikaler Richtung in die mit der Öffnung 22 versehene Ausnehmung 16 eine einfache Montage der Axialkolbenmaschine.

Durch Veränderung der Dicke der Laufscheibe 7 oder Veränderung der Dicke der Rückhalteplatte 13 kann hierbei das Gleitschuhspiel auf einfache Weise eingestellt werden. Die Rückhalteeinrichtung 15 weist zudem eine geringe radiale Erstreckung auf.

Die 3 und 4 zeigen eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine 1 in Schrägscheibenbauweise.

Gemäß den 3 und 4 ist zur axialen Fixierung der Rückhalteplatte 13 erfindungsgemäß ein plattenartiges Bauteil 30 vorgesehen, das in eine an dem Gehäuse 1 ausgebildete nutförmige Gehäuseausnehmung 31 eingesteckt ist. Die Gehäuseausnehmung 31 ist hierbei parallel zur Schrägscheibe 11 und somit der Rückhalteplatte 13 am Gehäuse 1 angeordnet. Das Bauteil 30 erstreckt sich derart nach radial Innen in den Gehäuseinnenraum, dass die Rückhalteplatte 13 mit der der Zylindertrommel 4 zugewandten Stirnseite im radial äußeren Bereich 32 an der entsprechenden Stirnseite des plattenartigen Bauteil 30 anliegt.

Die Gehäuseausnehmung 31 kann von Innen oder von Außen in dem Gehäuse 1 hergestellt werden, so dass das Bauteil 30 von Innen oder von Außen in die Gehäuseausnehmung 31 eingesteckt werden kann. Die Gehäuseausnehmung 31 ist hierbei im Bereich der Mittellängsebene 23 angeordnet.

Die Gehäuseausnehmung 31 ist beispielsweise mit einem Scheibenfräser herstellbar. Das Bauteil 30 kann als Stanzteil oder Fließpressteil hergestellt werden.

Die Gehäuseausnehmung 31 und das Bauteil 30 sind auf einfache Weise herstellbar. Zudem ist durch das Einlegen des Bauteils 30 in die Gehäuseausnehmung 31 und das axiale Anliegen der Rückhalteplatte 13 an dem Bauteil 30 eine einfache Montage der Axialkolbenmaschine. Zudem weist die erfindungsgemäße Rückhalteeinrichtung 15 eine geringe radiale Baugröße auf.

Das Gleitschuhspiel ist durch Veränderung der Dicke der Laufscheibe 7 oder Veränderung der Dicke der Rückhalteplatte 13 auf einfache Weise einstellbar.


Anspruch[de]
Axialkolbenmaschine in Schrägscheibenbauweise mit in einer Zylindertrommel längsverschiebbar angeordneten Arbeitskolben, die mittels jeweils eines Gleitschuhs auf einer Schrägscheibe abgestützt sind, wobei die Gleitschuhe durch eine drehsynchron mit der Zylindertrommel rotierenden Rückhalteplatte gegen Abheben von der Schrägscheibe gesichert sind und die Rückhalteplatte mittels einer Rückhalteeinrichtung in axialer Richtung fixiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhalteeinrichtung (15) als nutförmige Ausnehmung (16) der Schrägscheibe (11) ausgebildet ist, in die die Rückhalteplatte (13) einlegbar ist, oder die Rückhalteeinrichtung (15) von mindestens einem Bauteil (30), insbesondere einem plattenartigen Bauteil, gebildet ist, das in eine am Gehäuse (1) ausgebildete nutförmige Gehäuseausnehmung (31) eingelegt ist und an das die Rückhalteplatte (13) in Anlage bringbar ist. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (16) radial nach Innen offen ausgebildet ist. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (16) umfangsseitig mit einer Öffnung (22) zur Montage der Rückhalteplatte (13) versehen ist. Axialkolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (16) durch eine spanende Bearbeitung, insbesondere eine Drehbearbeitung, der Schrägscheibe herstellbar ist. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (30) als Stanzteil oder Fließpressteil ausgebildet ist. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 1, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die nutförmige Gehäuseausnehmung (31) durch eine spanende Bearbeitung, insbesondere eine Fräsbearbeitung, der Schrägscheibe herstellbar ist.






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