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Dokumentenidentifikation DE102005048043A1 12.04.2007
Titel Einrichtung zum Befestigen von Bedien-und/oder Anzeigeelementen
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Jentzsch, Peter, 01689 Weinböhla, DE;
Sachers, Horst, 01640 Coswig, DE
DE-Anmeldedatum 07.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005048043
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse B41F 33/02(2006.01)A, F, I, 20051007, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Befestigen von Bedien- und/oder Anzeigeelementen an einer Wand einer Druckmaschine, mit einem Elemententräger, der Öffnungen zur Aufnahme der Bedien- und/oder Anzeigeelemente aufweist, eine in der Wand eingebrachte Ausnehmung abdeckt und bereichsweise auf der Wand aufliegt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Befestigen von Bedien- und/oder Anzeigeelementen an der Wand einer Druckmaschine zu schaffen, die einen vereinfachten Aufbau aufweist und die Montage/Demontage der Bedien- und/oder Anzeigeelemente erleichtert.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass im Auflagebereich (5) zwischen dem Elemententräger (1) und der Wand (3) mindestens ein Magnet (6) angeordnet ist, der den Elemententräger (1) magnetisch-kraftschlüssig an der Wand (3) fixiert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Befestigen von Bedien- und/oder Anzeigeelementen an der Wand einer Druckmaschine, mit einem Elemententräger auf dem die Bedien- und/oder Anzeigeelemente anordenbar sind, gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.

Es ist bekannt Bedien- und Anzeigeelemente auf tafelförmigen Elemententrägern anzuordnen, die zumeist als Bedientafeln bezeichnet werden. Zur Aufnahme der Bedien- und Anzeigeelemente sind in derartigen Bedientafeln Öffnungen ausgebildet, deren Kontur an die Bedien- und Anzeigeelemente angepasst ist. Die Bedientafeln werden im Bereich von Ausnehmungen angeordnet, die in der Wand bzw. dem Gehäuse von Maschinen angeordnet und über Schrauben oder Klemmelemente wie Kugelbolzen oder Federklemmen lösbar befestigt sind.

Die bekannten Druckmaschinen sind zumeist als Rotationsdruckmaschinen ausgebildet und umfassen schnell rotierende Zylinder, die z.B. der Bogenführung, der Farbübertragung oder der Druckplattenaufnahme dienen, sowie andere bewegte Maschinenteile, die große Massen aufweisen. Die Zylinder und die Maschinenteile sind beweglich in Gestellteilen gelagert, die große Kräfte aufnehmen müssen und als massive Gussteile ausgebildet sind.

Um eine Anordnung von Bedien- und Anzeigeelementen an den Gussgestellen mit den bekannten Elemententrägern zu ermöglichen, müssen an den Wänden der Gussgestelle zusätzliche Befestigungselemente ausgebildet werden, was mit einem erhöhten Fertigungsaufwand bei Herstellung der Gestellteile verbunden ist und sich auch kostenseitig nachteilig auswirkt. Zudem sind die bekannten beweglichen Befestigungselemente, die z.B. als Einrastelemente ausgebildet sind, vergleichsweise kompliziert aufgebaut. Sind zur Befestigung Verschraubungen vorgesehen, erhöht sich dadurch der Montageaufwand in nachteiliger Weise und das Produktdesign entspricht nicht dem aktuellen Trend, nach dem sichtbare Schraubenköpfe häufig vermieden werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der vorgenannten Nachteile eine Einrichtung zum Befestigen von Bedien- und/oder Anzeigeelementen an der Wand einer Druckmaschine zu schaffen, die einen vereinfachten Aufbau aufweist und die Montage/Demontage der Bedien- und/oder Anzeigeelemente erleichtert.

Die Aufgabe wird durch die Lehre von Patentanspruch 1 mit einem Elemententräger, der Öffnungen zur Aufnahme der Bedien- und/oder Anzeigeelemente aufweist, eine in der Wand eingebrachte Ausnehmung abdeckt und bereichsweise auf der Wand aufliegt, gelöst, indem im Auflagebereich zwischen dem Elemententräger und der Wand mindestens ein Magnet angeordnet ist, der den Elemententräger magnetisch-kraftschlüssig an der Wand fixiert.

Die Erfindung hat den Vorteil, dass sie die Befestigung von Bedien- und/oder Anzeigeelementen an vergleichsweise einfach aufgebauten Gussgestellen ermöglicht und die Gussgestelle zum Zweck der Ausbildung von Befestigungsmitteln nicht mit großem gusstechnischen Aufwand hergestellt oder mechanisch nachbearbeitet werden müssen. Der Einbau der Bedien- und/oder Anzeigeelemente kann in einfacher Weise werkzeuglos erfolgen. Bei der Gestaltung der Frontseite des Elemententrägers müssen durch die Art der Befestigungsmittel vorgegebene Zwängen, wie z.B. die Notwendigkeit Schraubenlöcher auszubilden, nicht mehr berücksichtigt werden.

Der Magnet ist als Permanentmagnet ausgebildet und kann der Wand oder dem Elemententräger klebend zugeordnet sein. Unter Magnet sind dabei im Folgenden mehrere nebeneinander oder beabstandet zueinander angeordnete Magnete oder alternativ dazu ein Einzelmagnet zu verstehen.

Ist nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung der Magnet dem Elemententräger klebend zugeordnet, wird dadurch eine breitere Materialauswahl bei der Ausbildung des Elemententrägers ermöglicht, was insbesondere nichtferrromagnetische Werkstoffe mit einschließt.

Die Haltekraft des Magneten ist derart bemessen, dass der Elemententräger auch unter Berücksichtigung von produktionsbedingt auftretenden Kräften sicher an der Wand fixiert wird und zur Demontage werkzeuglos oder unter Verwendung eines Hebels von der Wand abgehoben werden kann. Mit der Klebeverbindung werden Adhäsionskräfte realisiert, die deutlich größer sind als die Haltekraft des Magneten, so dass bei der Demontage die Klebeverbindung erhalten bleibt.

Um den Ansatz eines Hebels zu Demontagezwecken zu erleichtern, ist gemäß einer bevorzugten Ausführung zwischen der Wand und dem Elemententräger ein Hebelspalt für den Eingriff eines Hebels ausgebildet.

Die Klebeverbindung des Magneten kann in einfacher Weise mit selbstklebendem Klebeband realisiert werden.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist der Magnet streifenförmig ausgebildet. Gemäß einer weiten Ausführungsform umschließt der Magnet die Ausnehmung ringförmig. Um die im Einbauzustand teilweise in die Ausnehmung hineinragenden Bedien- und/oder Anzeigeelementen gegen Verschmutzung von außerhalb des Gestells zu schützen, kann der Magnet mit Dichtelemente verbunden oder in diese eingebettet sein. Als vorteilhaft hat sich auch die Ausbildung von rutschhemmenden Belägen am Magneten erwiesen.

Anhand eines Ausführungsbeispiels soll die nachfolgende Erfindung näher erläutert werden. In den dazugehörigen Zeichnungen zeigt

1 die Draufsicht auf die Seitenwand einer Druckmaschine an der Bedien- und/oder Anzeigeelemente auf einem Elemententräger angeordnet sind, der magnetischkraftschlüssig an der Wand fixiert ist und

2 die Seitenansicht zu 1 gemäß Schnitt A-A.

Die in der 1 dargestellte Wand 3 bildet die seitliche oder obere Begrenzung eines Aggregates einer Bogendruckmaschine. Das Aggregat umfasst ein gusseisernes Gestell und in seitlichen Wänden 3 gelagerte Zylinder. In der Wand 3 ist eine Ausnehmung 4 ausgebildet über die der Innenraum des Aggregates erreichbar ist. Der Ausnehmung 4, die mit gestrichelten Linien dargestellt ist, ist ein diese abdeckender Elemententräger 1 zugeordnet. Im Bereich des Randes der Ausnehmung 4 ist eine umlaufende Vertiefung 7 ausgebildet. Der Elemententräger 1 weist in beiden Koordinatenrichtungen längs einer durch die Wand 3 gebildeten Ebene eine größere Erstreckung auf, als die Ausnehmung 4, so dass er die Ausnehmung 4 in einem Auflagebereich 5 innerhalb der Vertiefung 7 überlappt und im Auflagebereich 5 auf der Wand 3 aufliegt. Im Elemententräger 1 sind Öffnungen ausgebildet, in denen Bedien- und/oder Anzeigeelemente 2 angeordnet sind. Die Bedien- und/oder Anzeigeelemente 2 sind in bekannter Weise am Elemententräger 1 befestigt und durchgreifen teilweise die Ausnehmung 4. An der der Wand 3 zugewandten Seite des Elemententrägers 1 sind im Auflagebereich 5 Magneten 6 mit einer Klebebindung fixiert. Die Magneten 6 sind streifenförmig ausgebildet und ringförmig angeordnet. Sie bestehen vorzugsweise aus Magnetpartikeln, z.B. aus Strontiumferrit, die in einem flexiblen Kunststoff eingebettet sind, der Dichteigenschaften aufweist. In der Vertiefung 7 sind seitliche Abstandshalter 8 ausgebildet. Der Abstand zwischen zwei gegenüberliegenden Abstandshaltern 8 einspricht annähernd der Erstreckung des zwischen den Abstandshaltern 8 angeordneten Elemententrägers 1, so dass der Elemententräger 1 in der Vertiefung 7 justiert wird und gegen Verschieben gesichert ist. Die Außenkontur des Elemententrägers 1 ist der Form der Ausnehmung 4 und der Vertiefung 7 in der Wand 3 angepasst, so dass zwischen und um dem Elemententräger 1 herum ein sichtbarer und gleichmäßiger Spalt gebildet ist. Wie in der 2 dargestellt, ist die Vertiefung 7 unter Berücksichtigung der Dicke des Magnets 6 und der Klebeverbindung derart ausgebildet, dass der Frontbereich des Elemententrägers 1 in einer Ebene mit der Oberfläche der Wand 3 liegt. Auf dem Elemententräger 1 ist, diesen flächig bedeckend eine Folie angeordnet, die der Identifizierung der Bedienelemente 2 dienende Symbole, die den Bedienelementen 2 örtlich zugeordnet sind, aufweist. Zwischen Wand 3 und Elemententräger 1 ist in einem gegenüber der Umfangsfläche der Ausnehmung 4 kleinen Bereich ein Hebelspalt für den Eingriff eines Hebels eingebracht.

Zur Montage wird der Elemententräger 1 mit den Bedien- und/oder Anzeigeelemente 2 in der Ausnehmung 4 angeordnet, wo ihn die Magnete 6 dauerhaft magnetischkraftschlüssig an der Wand 3 fixieren. Bei der Demontage wird der Elemententräger 1 mit einem im Hebelspalt angesetzten Hebel abgehoben.

1
Elemententräger
2
Bedien- und/oder Anzeigeelemente
3
Wand
4
Ausnehmung
5
Auflagebereich
6
Magnet
7
Vertiefung
8
Abstandshalter


Anspruch[de]
Einrichtung zum Befestigen von Bedien- und/oder Anzeigeelementen an einer Wand (3) einer Druckmaschine, mit einem Elemententräger (1), der Öffnungen zur Aufnahme der Bedien- und/oder Anzeigeelemente (2) aufweist, eine in der Wand (3) eingebrachte Ausnehmung (4) abdeckt und bereichsweise auf der Wand (3) aufliegt, dadurch gekennzeichnet, dass im Auflagebereich (5) zwischen dem Elemententräger (1) und der Wand (3) mindestens ein Magnet (6) angeordnet ist, der den Elemententräger (1) magnetisch-kraftschlüssig an der Wand (3) fixiert. Einrichtung zum Befestigen von Bedien- und/oder Anzeigeelementen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Magnet (6) dem Elemententräger (1) fest zugeordnet ist. Einrichtung zum Befestigen von Bedien- und/oder Anzeigeelementen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Magnet (6) klebend befestigt ist. Einrichtung zum Befestigen von Bedien- und/oder Anzeigeelementen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Magnet (6) mit einem selbstklebenden Klebeband befestigt ist. Einrichtung zum Befestigen von Bedien- und/oder Anzeigeelementen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Magnet (6) streifenförmig ausgebildet. Einrichtung zum Befestigen von Bedien- und/oder Anzeigeelementen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Magnet (6) die Ausnehmung (4) ringförmig umschließt. Einrichtung zum Befestigen von Bedien- und/oder Anzeigeelementen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Magnet (6) einen rutschhemmenden Belag aufweist. Einrichtung zum Befestigen von Bedien- und/oder Anzeigeelementen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Magnet (6) mit einem elastischen Profilelement verbunden ist und mit diesem eine Magnetprofildichtung bildet. Einrichtung zum Befestigen von Bedien- und/oder Anzeigeelementen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetprofildichtung als Dichtring ausgebildet ist. Einrichtung zum Befestigen von Bedien- und/oder Anzeigeelementen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Elemententräger (1) tafelförmig und der Auflagebereich (5) als Vertiefung (7) in der Wand (3), mit an die Außenkontur des Elemententrägers (1) angepasster Form ausgebildet ist. Einrichtung zum Befestigen von Bedien- und/oder Anzeigeelementen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (7) derart ausgebildet ist, dass der Frontbereich des Elemententrägers (1) in einer Ebene mit der Oberfläche der Wand (3) liegt. Einrichtung zum Befestigen von Bedien- und/oder Anzeigeelementen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Elemententräger (1) oder in der Vertiefung (7) seitliche, den Elemententräger (1) in der Vertiefung (7) justierende Abstandshalter (8) ausgebildet sind. Einrichtung zum Befestigen von Bedien- und/oder Anzeigeelementen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Elemententräger (1) eine Frontplatte oder -folie austauschbar zugeordnet ist. Einrichtung zum Befestigen von Bedien- und/oder Anzeigeelementen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Wand (3) und Elemententräger (1) ein Hebelspalt für den Eingriff eines Hebels ausgebildet ist. Einrichtung zum Befestigen von Bedien- und/oder Anzeigeelementen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Elemententräger (1) ausschließlich magnetisch-kraftschlüssig an der Wand (3) fixiert ist.






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