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Dokumentenidentifikation DE102005048045A1 12.04.2007
Titel Speichenradnippel
Anmelder Bayerische Motoren Werke AG, 80809 München, DE
Erfinder Ertl, Johann, 84439 Steinkirchen, DE;
Lode, Michael, 01936 Schwepnitz, DE
DE-Anmeldedatum 07.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005048045
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse B60B 1/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Speicherradnippel mit einem Schaftabschnitt, der zur Aufnahme eines Endes einer Speiche vorgesehen ist, und einem mit dem Schaftabschnitt verbundenen kopfartigen Teil, der zur Abstützung des Speicherradnippels an einer Felge vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Schaftabschnitt von dem kopfartigen Teil in Richtung zur Speiche hin verjüngt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Speichenradnippel gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Bei Speichenrädern sind die radial äußeren Enden der Speichen jeweils über einen Speichenradnippel, der in ein in der Felge vorgesehenes Loch eingesetzt ist, gegenüber der Felge abgestützt. Es gibt auch Speichenräder, bei denen die radial inneren Enden der Speichen jeweils über einen Speichenradnippel, der in ein in der Radnabe vorgesehenes Loch eingesetzt ist, gegenüber der Radnabe abgestützt sind.

Derartige Speichenradnippel weisen einen Schaftabschnitt mit einem Innengewinde auf, in ein Ende der Speiche, das mit einem zugeordneten Außengewinde versehen ist, eingeschraubt ist, und einen kopfartigen Teil, der von der der Speiche abgewandten Seite der Felge bzw. Nabe in eine Ausnehmung der Felge bzw. Nabe eingesetzt ist.

Üblicherweise ist der Schaftabschnitt über seine gesamte Länge bzw. über einen großen Teil seiner Länge kreiszylindrisch gestaltet. Durch den zylindrischen Schaftabschnitt, dessen Festigkeit auf die Belastung der Speiche ausgelegt ist, kommt es im Übergangsbereich zwischen der Speiche und dem Speichenradnippel zu einem relativ großen Steifigkeitssprung. Dadurch bedingt kommt es im Betrieb zu relativ großen Spannungsspitzen am ersten tragenden Gewindegang, was dazu führt, dass in diesem Bereich relativ häufig Speichenbrüche auftreten.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Speichenradnippel zu schaffen, der so gestaltet ist, dass der im Übergangsbereich zwischen dem Speichenradnippel und der Speiche auftretende Steifigkeitssprung kleiner als bei herkömmlichen Speichenradnippeln ist.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Ausgangspunkt der Erfindung ist ein Speichenradnippel mit einem Schaftabschnitt, der zur Aufnahme eines Endes einer Speiche vorgesehen ist, und einem mit dem Schaftabschnitt verbundenen kopfartigen Teil, der zur Abstützung des Speichenradnippels an einer Felge vorgesehen ist. Der Kern der Erfindung besteht darin, dass sich der Schaftabschnitt von dem kopfartigen Teil in Richtung zur Speiche hin „verjüngt". Der Begriff „verjüngt" ist sehr breit auszulegen und bedeutet ganz allgemein, dass sich die Steifigkeit, z. B. die Biege- und/oder Torsionssteifigkeit, des Schaftabschnitts zu seinem speichenseitigen Ende hin verringert.

Vorzugsweise ist der Schaftabschnitt so gestaltet, dass sich der Außendurchmesser des Schaftabschnitts von dem kopfartigen Teil in Richtung zur Speiche hin verjüngt. Ein Teil des Schaftabschnitts oder der ganze Schaftabschnitt kann konisch gestaltet sein. Vorzugsweise ist ein der Speiche zugewandter Endabschnitt des Schaftabschnitts kreiszylindrisch gestaltet.

Der kopfartige Teil des Speichenradnippels kann hinsichtlich seiner Form in zwei Bereiche unterteilt sein, nämlich in einen kreiszylindrischen Endabschnitt und einen sich an den Schaftabschnitt anschließenden Übergangsabschnitt, der sich zum Schaftabschnitt hin verjüngt. Der Übergangsabschnitt kann sphärisch bzw. kugelförmig gestaltet sein, was einen optimalen „Sitz" des Speichenradnippels in der Felge gewährleistet.

Der oben beschriebene Speichenradnippel ist insbesondere für Motorradfelgen und insbesondere für Felgen von Geländemotorrädern geeignet.

Im folgenden wird die Erfindung im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert. Die einzige 1 zeigt das Grundprinzip der Erfindung.

1 zeigt einen Speichenradnippel 1, der einen Schaftabschnitt 2 und einen kopfartigen Teil 3 aufweist. Der Schaftabschnitt 2 ist mit einem Innengewinde (nicht dargestellt) versehen, in das ein mit einem Außengewinde versehener Endabschnitt einer Speiche 4 eingeschraubt ist.

Wie aus 1 ersichtlich ist, verjüngt sich der Schaftabschnitt 2 vom kopfartigen Teil 3 in Richtung zur Speiche 4 hin. Der kopfartige Teil 3 weist einen Endabschnitt 5 mit einem kreiszylindrischen Außendurchmesser auf und einen sich an den Schaftabschnitt 2 anschließenden Übergangsabschnitt 6, dessen Außenseite kugelförmig bzw. sphärisch gestaltet ist. An den Übergangsabschnitt 6 schließt sich ein sich konisch verjüngender Abschnitt 7 des Schaftabschnitts 2 an. Das speichenseitige Ende 8 des Schaftabschnitts 2 wiederum weist einen kreiszylindrischen Außendurchmesser auf.

Durch den sich zur Speiche 4 hin verjüngenden Schaftabschnitt 2 verringert sich die Steifigkeit des Schaftabschnitts 2 zur Speiche 4 hin. Dadurch bedingt ist der Steifigkeitssprung im Übergangsbereich zwischen dem Schaftabschnitt 2 und der Speiche 4 relativ gering. Der Außendurchmesser bzw. die Wandstärke des Schaftabschnitts 2 im Übergangsbereich zwischen dem Schaftabschnitt 2 und der Speiche 4 kann in Bezug auf den Außendurchmesser der Speiche 4 so gewählt werden, dass überhaupt kein Steifigkeitssprung mehr vorhanden ist.


Anspruch[de]
Speichenradnippel (1) mit:

• einem Schaftabschnitt (2), der zur Aufnahme eines Endes einer Speiche (4) vorgesehen ist, und

• einem mit dem Schaftabschnitt (2) verbundenen kopfartigen Teil (3), der zur Abstützung des Speichenradnippels (1) an einer Felge vorgesehen ist,

dadurch gekennzeichnet, dass sich der Schaftabschnitt (2) von dem kopfartigen Teil (3) in Richtung zur Speiche (4) hin verjüngt.
Speichenradnippel (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Außendurchmesser des Schaftabschnitts (2) von dem kopfartigen Teil (3) in Richtung zur Speiche (4) hin verjüngt. Speichenradnippel (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teilabschnitt (7) des Schaftabschnitts (2) sich von dem kopfartigen Teil (3) in Richtung zur Speiche (4) hin konisch verjüngt. Speichenradnippel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein der Speiche (4) zugewandter Endabschnitt (8) des Schaftabschnitts (2) kreiszylindrisch ist. Speichenradnippel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der kopfartige Teil (3) einen kreiszylindrischen Endabschnitt (5) aufweist. Speichenradnippel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein sich an den Schaftabschnitt (2) anschließender Übergangsabschnitt (6) des kopfartigen Teils (3) sphärisch gestaltet ist. Speichenradnippel (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der sich an den sphärischen Übergangsabschnitt (6) anschließende Schaftabschnitt (7) konisch gestaltet ist. Speichenradnippel (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der sich an den konisch gestalteten Schaftabschnitt (7) anschließende Schaftabschnitt (8) der kreiszylindrische Endabschnitt ist. Motorradfelge mit einem Speichenradnippel (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8. Motorrad mit einem Speichenrad, bei dem die Speichen über Speichenradnippel gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 mit der Felge verbunden sind. Motorrad mit einem Speichenrad, bei dem die Speichen über Speichenradnippel gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 mit einer Nabe des Speichenrads verbunden sind.






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