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Dokumentenidentifikation DE102005048058A1 12.04.2007
Titel Mobiler Brennstoffanzünder für feste Brennstoffe
Anmelder Mathieu, E. Ulrich, 55546 Frei-Laubersheim, DE
Erfinder Mathieu, E. Ulrich, 55546 Frei-Laubersheim, DE
DE-Anmeldedatum 07.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005048058
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse F23Q 2/16(2006.01)A, F, I, 20051007, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F23Q 2/28(2006.01)A, L, I, 20051007, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtungen als Verwendungsanspruch zu einem mobilen Brennstoffanzünder (1) für feste Brennstoffe insbesondere von Holzkohle, Holz und Briketts in Grill-, Kamin- und Lagerfeuerungen, der mittels in einem Akku (3) gespeicherten Energie ein Gebläse (2) betreibt, dessen Luftstrom durch eine Heizspirale (5) in einem Heizrohr (4) erhitzt wird, sodass der austretende Luftstrom (6) den festen Brennstoff entzündet. Mittels Schaltsystem (8) und automatisiert durch einen Wärmestrahlen-Sensor (7) wird in der Aufheizphase bis zur Zündung des Brennstoffes mit minimierter Luftmenge die Zündtemperatur erzielt, danach die Heizung (5) abgeschaltet, und nur noch das Gebläse mit maximaler Luftmenge betrieben. Weiterhin wird ein Brennstoffanzünder beschrieben, bei dem die Heizung durch Verbrennen von Brenngas in einem Brennraum für Brenngas (12) betrieben wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtungen als Verwendungsanspruch zu einem mobilen Brennstoffanzünder für feste Brennstoffe insbesondere von Holzkohle, Holz und Briketts in Grill-, Kamin- und Lagerteuerungen.

Das Entzünden fester Brennstoffe zum Grillen und in Kaminfeuerungen verlangt Bekannterweise erheblichen Aufwand an Zeit, persönlicher Aufmerksamkeit diverse Unternehmungen zur Belüftung sowie Materialien als Zündmittel bzw. Brennbeschleuniger wie Papier, chemischer bzw. leichtentzündlichen Substanzen, die wiederum gesundheitsschädliche Nebenwirkungen auf Grillgut und Umwelt haben, durch Rauchentwicklungen zu Differenzen mit der Nachbarschaft führen und/oder leider allzu oft auch zu Unfällen und Bränden durch Verpuffungen und Explosionen führen. In jedem Fall ist das Zünden mühsam, verursacht Schmutz und wird aus diesen Gründen insbesondere von handwerklich nicht so geschickten bzw. ängstlichen Personen gemieden, sodass oftmals vergnügliche bzw. besinnliche Stunden nicht entstehen können bzw. mit einem bitteren Bei- bzw. Nachgeschmack behaftet werden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde ein Verfahren und entsprechende Vorrichtungen zum Anzünden fester Brennstoffe zu entwickeln, mit dem für jedermann gefahrlos, unkompliziert, schnell, ohne zusätzlicher Brennbeschleuniger und dadurch für Gesundheit und Umwelt weitgehend unschädlich sowie mobil im Haus, zum Picknick oder auf Reisen die Zündung von festem Brennstoff vorgenommen werden kann und das, da jahrelang einsetzbar, äußerst preiswert ist.

Die Lösung der Aufgabe liegt in der Entwicklung eines Verfahrens und Vorrichtungen zum mobilen Entzünden fester Brennstoffe, insbesondere von Holzkohle, Holz und Briketts für Grill- und Kamin- und Lagerfeuerungen, indem ein bekanntes fönartiges Heißluftgerät bzw. eine Heißluftpistole mit einem Temperaturbereich von ca. 500–600C°, wie sie beispielsweise zur Erwärmung und Verformen von Kunststoffen oder zur Beseitigung von Lacken auf Möbeln etc. eingesetzt wird.

Die Verwendung derartiger Heißluftgeräte zum Entzünden fester Brennstoffe beruht jedoch auf der erfinderischen Idee, dass das Heißluftgerät nicht wie in der Regel relativ kurzfristig auf ein Objekt bis zu dessen Erwärmung oder Erweichung gerichtet wird, sondern darüberhinaus sehr nah und gezielt bis zu dessen Entzündung. Je nach Brennstoff und Grad der Feuchtigkeit entwickelt sich bereits nach ca. 0,5 bis 1 Minute eine Initialzündung als Glutnest, das sich unter dem Luftstrom des Heißluftgebläses und der nunmehr bestehenden und ständig wachsenden Gluttemperaturmenge innerhalb 1–2 Minuten lawinenartig auf einen großen Teil des vorhandenen Brennstoffs überträgt, sodass in ausreichendem Maß Glut und Temperatur zum Grillen oder zu einer stabilen eigenständigen Verbrennung in einem Kaminofen oder Lagerfeuer zur Verfügung steht.

Während im und am Haus das Heißluftgerät mittels Stromkabel versorgt werden könnte, sieht die Erfindung für eine autarke und unbegrenzte Mobilität eine Modifikation der derzeitigen Heißluftgeräte vor, die darin beruht, erfinderisch die Energieversorgung mittels einem wiederaufladbaren Akku vorzunehmen.

Da jedoch der Energiebedarf für die hohe Temperatur und das Gebläse einen normalen handelsüblichen Akku mit 14–18 Volt und relativ geringer Ampere Leistung überfordert, der feste Brennstoff jedoch bereits nach wenigen Sekunden Glut und dadurch die notwendige Brenntemperatur selbst entwickelt und nur noch den Luftstrom bzw. Sauerstoff zu einer Intensivierung benötigt, ist das Heißluftgerät dem Bedarf an Temperatur und Gebläse entsprechend anzupassen, indem durch eine Handschaltung oder automatisiert durch einen Wärme Strahlungs-Sensor überwacht, nach Bildung eines Glutnestes die energieintensive Heizung abgeschaltet und nur noch das Gebläse mit einem wesentlich geringeren Energiebedarf betrieben wird. Weiterhin wird vorteilhaft, um eine hohe Gebläselufttemperatur zu erzielen und Energie zu sparen während des Heizvorganges die Luftmenge und dadurch die Gebläseleistung und entsprechend der Energiebedarf reduziert.

Durch diese Modifikation wird der Energiebedarf zum Entzünden fester Brennstoffe derartig reduziert, dass ein Akku nicht überlastet wird, sondern gegebenenfalls ohne Nachladen mehrfach eingesetzt werden kann. Wenn weiterhin berücksichtigt wird, dass ein Heißluftgerät als spezifischer Grill- und Kaminanzünder nicht unbedingt die hohe Leistung wie für den gewerblichen bzw. handwerklichen Einsatz, sondern nur eine Heiz- und eine Gebläsestufe haben muss, kann der Energiebedarf weiterhin reduziert werden.

Die Erfindung sieht weiterhin vor, dass der Grill- und Kaminanzünder mit einer relativ langen Düse versehen werden kann, um einen größeren Abstand von der Führungshand zum Brennstoff, beispielsweise in einem Kamin zu gewinnen. Da jedoch die Heißluft auf dem langen Weg die Zündtemperatur verlieren würde, wird erfinderisch die Gebläselufterhitzung in den vorderen Teil der verlängerten Düse verlegt, sodass der Grill- und Kaminanzünder auch noch für anderweitige Zwecke eingesetzt werden kann wie beispielsweise zum Vernichten von Unkraut zwischen Wegplatten etc.

Eine zweite Vorrichtung als Grill- und Kaminanzünder besteht darin, dass mittels Akku nur das Gebläse betrieben wird, die notwendige Zündtemperatur dagegen durch Verbrennung von Brenngas aus einer Brenngaskartusche oder einem Campinggaszylinder erzielt wird. Die Erfindung sieht dabei vor, dass die Düse aus zwei Rohren mit einem spezifischen Zwischen- bzw. Verbrennungsraum besteht, in das dass Brenngas eingeleitet und elektrisch gezündet wird und dadurch das innere Rohr bzw. ein Wärmetauschersystem zum Glühen bringt. Die Gebläseluft wird durch das glühende Innenrohr geleitet und dabei auf die Zündtemperatur erhitzt.

Entsprechend der 1 und 2 wird die Erfindung beschrieben.

1 zeigt einen mobilen Brennstoffanzünder (1) der mittels in einem Akku (3) gespeicherter elektrischer Energie ein Gebläse (2) betreibt, dessen Luftstrom durch eine gleichermaßen bis zum Glühen erhitzte Heizspirale (5) in einem Heizrohr (4) derartig erhitzt wird, dass der austretende Luftstrom (6) den Brennstoff entzündet.

Mittels dem Schalt- und Steuersystem (8) oder automatisiert durch einen Wärmestrahlung erfassenden Sensor, (7) der mittels Verkabelung (9) mit dem Schalt- und Steuersystem (8) verbunden ist, wird während der Aufheizphase bis zur Zündung des Brennstoffes und Bildung eines ausreichend großen Glutnestes mit gedrosselter Gebläseleistung und somit Luftmenge die Zündtemperatur entwickelt. Nach der Zündung wird manuell oder automatisch durch den Sensor (7) die Heizung (5) abgeschaltet und gleichzeitig das Gebläse auf maximale Leistung und Luftmenge umgesteuert.

Das Heizrohr (4) wird als verlängertes Rohr dargestellt bei dem die Heizspirale im vorderen Ende installiert ist.

2 zeigt einen mobilen Brennstoffanzünder (1) der mittels in einem Akku (3) gespeicherter elektrischen Energie ein Gebläse (2) betreibt, dessen Luftstrom durch eine Brenngasflamme in einem Brenngasraum (12) erhitzt wird, die über eine Anschlußleitung, Ventil, und Zündung für Gasversorgung (11) aus einem Brenngasbehälter (10) mit Brenngas gespeist wird, dass der Luftstrom in dem Wärmetauschersystem (13) erhitzt und als Heißluft (6) den Brennstoff entzündet, bis sich ein Glutnest bildet.

Mittels dem Schalt- und Steuersystem (8) oder automatisiert durch einen Wärmestrahlung erfassenden Sensor, (7) der mittels Verkabelung (9) mit dem Schalt- und Steuersystem (8) verbunden ist, wird während der Aufheizphase bis zur Zündung des Brennstoffes und Bildung eines ausreichend großen Glutnestes mit gedrosselter Gebläseleistung und somit Luftmenge die Zündtemperatur entwickelt. Nach der Zündung wird manuell oder automatisch durch den Sensor (7) die Heizung (5) abgeschaltet und gleichzeitig das Gebläse auf maximale Leistung und Luftmenge umgesteuert.

1
Brennstoffanzünder
2
Gebläse
3
Akku
4
Heizrohr
5
Heizspirale
6
Heiß-Kaltluftstrom
7
Sensor
8
Schalt- und Steuersystem
9
Verkablung
10
Brenngasbehälter
11
Gas-Anschlussleitung, Regelung, Zündung
12
Brennraum für Brenngas
13
Wärmetauscher


Anspruch[de]
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtungen als Verwendungsanspruch zu einem mobilen Brennstoffanzünder für feste Brennstoffe insbesondere von Holzkohle, Holz und Briketts in Grill-, Kamin- und Lagerfeuerungen dadurch gekennzeichnet dass: der durch den Ventilator (2) erzeugte und auf den zu zündenden Brennstoff gerichtete Luftstrom während der Aufheizung automatisch oder manuell minimiert ist, und nur so lange mittels elektrischer Energie aus einem Akku (3) oder durch Verbrennen eines Brenngases (10) in einem Rohrsystem (12) auf Brenntemperatur erhitzt wird, bis sich ein Glutnest gebildet hat, welches sich danach nur unter der eigenen entwickelnden Brenntemperatur und der nunmehr gleichermaßen manuell oder automatisch eingestellten maximalen Luftzufuhr des Ventilators (2) zu einer stabilen Feuerung ausweitet, indem die Heizung (5, 11) manuell über einen Schalter (8) oder durch einen die Wärmestrahlung erfassenden Sensor (7) automatisch abgeschaltet wird. Mobiler Brennstoffanzünder für feste Brennstoffe nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet dass: der Brennstoffanzünder (1) normal über das Stromnetz auch ohne Sonderschaltungen oder kombiniert mit einem Akku (3) mit elektrischer Energie versorgt wird. Mobiler Brennstoffanzünder für feste Brennstoffe nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet dass: der Brennstoffanzünder (1) mit einem relativ langen Heißluftrohr (4) versehen wird, bei dem sich die Heizung in den vorderen Teil befindet.






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