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Dokumentenidentifikation DE102005048069A1 12.04.2007
Titel Befestigungsanordnung für Dämmeinrichtungen
Anmelder AUDI AG, 85057 Ingolstadt, DE
Erfinder Schmidt, Hans-Thies, 74235 Erlenbach, DE;
Wehrlin, Peter, 75050 Gemmingen, DE
DE-Anmeldedatum 07.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005048069
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse B60R 13/08(2006.01)A, F, I, 20060515, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60R 13/02(2006.01)A, L, I, 20060515, B, H, DE   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Befestigungsanordnung zum Befestigen einer Dämmeinrichtung (1) zwischen einem Bauteil und einer dem Bauteil zugeordneten Verkleidung (17), insbesondere im Kraftfahrzeugbereich, mit einem verkleidungsseitigen oder bauteilseitigen Konstruktionselement (5), welches für eine formschlüssige Verbindung mit der Dämmeinrichtung (1) durch einen entsprechenden Zuschnitt (2) der Dämmeinrichtung zumindest teilweise hindurchsteckbar ist und welches mindestens einen Vorsprung (11, 12, 13, 14, 15, 16; 23, 24, 25, 26) zum Hintergreifen der Dämmeinrichtung (1) im hindurchgesteckten Zustand aufweist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Befestigungsanordnung zum lagestabilen Anbringen einer Dämmeinrichtung zwischen einem Bauteil und einer dem Bauteil zugeordneten Verkleidung.

Obwohl auf beliebige zu verkleidende Bauteile anwendbar, werden die vorliegende Erfindung sowie die ihr zugrundeliegende Problematik in Bezug auf Kraftfahrzeug-Innenverkleidungen von Karosserieabschnitten näher erläutert.

Im allgemeinen werden Verkleidungen im Kraftfahrzeugbereich, wie beispielsweise Tür-Innenverkleidungen, Kraftfahrzeug-Fertighimmel, oder dergleichen, an zugeordneten Karosserieabschnitten des Kraftfahrzeuges von der Fahrgastzelle her montiert. Dabei werden gemäß dem Stand der Technik Dämmmatten, insbesondere Lärmdämmmatten, zwischen der Verkleidung und den zugeordneten Karosserieabschnitten mittels beispielsweise Haken oder Clipverbindungen positionssicher am jeweiligen Karosserieabschnitt angebracht, um die Fahrgastzelle für einen erhöhten Fahrerkomfort vor beispielsweise Verkehrslärm abzudämmen.

Durch die Anbringung der Dämmmatten mittels Haken oder Clipverbindungen wird gewährleistet, dass die Dämmmatten im Zuge der Montage der Verkleidung innerhalb des Kraftfahrzeuges positioniert bleiben. Dadurch wird verhindert, dass die Dämmmatten bei der Montage der Verkleidung verrutschen bzw. gänzlich aus der vorgesehenen Position herausgerissen werden.

Ferner ist es bekannt, die Dämmmatten und Verkleidungen mittels gemeinsamen Befestigungsanordnungen an der Karosserie anzubringen. Derartige Befestigungsanordnungen sind beispielsweise in der Druckschrift DE 32 36 624 A1 beschrieben. Die Verkleidung weist an den Endbereichen überlappende Bereiche auf, welche mittels einer Spreizniete an einem Hohlträgerabschnitt der Karosserie befestigt werden.

Ferner ist es aus der Druckschrift DE 31 00 270 A1 bekannt, zur Befestigung von Innenverkleidungen bzw. Dämmmatten sogenannte Clips und Klemmleisten zu verwenden, die bei der Montage leicht handhabbar sind und die Verkleidungsteile unverrückbar fixieren. Zwischen der Verkleidung und dem Karosserieabschnitt wird vor der Montage der Verkleidung die entsprechende Dämmmatte eingesetzt und positioniert. Dies kann beispielsweise ebenfalls mittels Haken oder Clipverbindungen bewerkstelligt werden.

An diesen Ansätzen gemäß dem Stand der Technik hat sich jedoch die Tatsache als nachteilig herausgestellt, dass die zusätzlichen Haken und Clipverbindungen einen nicht unerheblich finanziellen Aufwand darstellen. Zudem liefern diese Befestigungsteile einen zusätzlichen nachteiligen Gewichtsanteil im Bereich der Verkleidungsteile des Kraftfahrzeuges.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungsanordnung insbesondere für Dämmmatten zu schaffen, welche eine vereinfachte und stabile Montage gewährleistet sowie Montagefehler bezüglich einer Positionierung der Dämmmatten verhindert.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Befestigungsanordnung mit dem Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Idee besteht darin, dass die Befestigungsanordnung zum Befestigen einer Dämmeinrichtung zwischen einem Bauteil und einer dem Bauteil zugeordneten Verkleidung mindestens ein verkleidungsseitiges oder bauteilseitiges Konstruktionselement aufweist, welches für eine formschlüssige Verbindung mit der Dämmeinrichtung durch einen entsprechenden Zuschnitt der Dämmeinrichtung zumindest teilweise hindurch steckbar ist und welches mindestens einen Vorsprung zum Hintergreifen der Dämmeinrichtung im Montagezustand besitzt.

Somit weist die vorliegende Erfindung gegenüber den oben beschriebenen Lösungsansätzen gemäß dem Stand der Technik den Vorteil auf, dass die Dämmeinrichtung auf einfache und kostengünstige Weise derart zugeschnitten werden kann, dass eine sichere Positionierung der Dämmeinrichtung entweder an dem Bauteil, beispielsweise an einem Karosserieabschnitt des Kraftfahrzeuges, oder an der zugeordneten Verkleidung mittels der formschlüssigen Verbindung mit den jeweiligen Konstruktionselementen geschaffen wird. Zusätzlich verhindern der mindestens eine oder die mehreren Vorsprünge ein Lösen der Dämmeinrichtung von dem Konstruktionselement, auch bei etwaigen auftretenden Zugspannungen. Der oder die Vorsprünge hintergreifen nach dem Hindurchstecken des Konstruktionselementes durch den Zuschnitt der Dämmeinrichtung die Dämmeinrichtung und schaffen somit eine Abstützung der Vorsprünge und folglich des Konstruktionselementes an der Dämmeinrichtung im Falle auftretender Zugkräfte.

Die erfindungsgemäße Lösung vereinfacht ferner sowohl die Montage, verhindert Montagefehler bezüglich einer Positionierung der Dämmeinrichtung, erhöht bzw. optimiert den Grad der Abdichtung, gewährleistet eine Montagestabilität und verhindert ein Lösen der Dämmeinrichtung aus der Montageposition auch unter Zugbeanspruchung.

In den Unteransprüchen finden sich vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der im Patentanspruch 1 angegebenen Befestigungsanordnung.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist das mindestens eine Konstruktionselement als Trägersäule der Verkleidung für eine Befestigung der Verkleidung an einem zugeordneten Karosserieabschnitt einer Kraftfahrzeugkarosserie ausgebildet. Dadurch kann vor einer Montage der Verkleidung die Dämmeinrichtung an der Verkleidung durch die formschlüssige Verbindung der Zuschnitte mit entsprechend zugeordneten Konstruktionselementen lagestabil ohne einer Verwendung von umständlichen Haken oder Clip-Verbindungen positioniert werden. Selbstverständlich kann das mindestens eine Konstruktionselement auch als Bestandteil des Karosserieabschnitts ausgebildet sein und zusammen mit einer aufgenommenen Dämmeinrichtung an einem zugeordneten Verkleidungsabschnitt montiert werden.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist der mindestens eine Vorsprung als hinterschnittene, seitlich vorstehende Rippe ausgebildet. Die einzelnen Rippen weisen vorzugsweise bezüglich der Steckrichtung eine schräg verlaufende Gleitkante und einen in Richtung der Dämmeinrichtung weisenden Abstützabschnitt auf. Ferner sind die Rippen vorzugsweise an einer Wand des mindestens einen Konstruktionselementes derart angeformt, dass das mindestens eine Konstruktionselement mitsamt den Vorsprüngen in dem Fertigungsverfahren ohne zusätzlich erforderliche Werkzeugschieber hergestellt werden kann.

Nach einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel weist das mindestens eine Konstruktionselement eine Tragfläche zum Tragen einer Clip-Verbindung oder dergleichen auf. Derartige Clip-Verbindungen dienen im Allgemeinen einer Befestigung des mindestens einen Konstruktionselementes an einem zugeordneten Karosserieabschnitt des Fahrzeuges. Vorzugsweise ist mindestens ein Vorsprung seitlich vorstehend und mit einer teilkreisförmigen Ausgestaltung vorgesehen, welcher beispielsweise an der Trägerfläche des mindestens einen Konstruktionselementes angeformt ist. Auch dieser bzw. diese teilkreisförmigen Vorsprünge können beim Fertigungsverfahren ohne zusätzlich erforderliche Werkzeugschieber hergestellt werden. Dadurch können die Fertigungskosten sowie der Fertigungsaufwand gering gehalten werden.

Vorzugsweise sind mehrere Vorsprünge mit gleichen oder unterschiedlichen Ausgestaltungen an vorbestimmten Stellen des mindestens einen Konstruktionselementes in Abhängigkeit der Zugbelastung der Verkleidung im Montagezustand angeformt. Bei einem Auftreten von Zugspannungen bei einem vollausgestatteten Verkleidungsteil, welches beispielsweise bereits die gesamte Verkabelung enthält, sind die Vorsprünge vorzugsweise in dem Bereich ausgebildet, der die größte Gefahr eines Herausrutschens des mindestens einen Konstruktionselementes aus dem Zuschnitt der Dämmeinrichtung aufweist. Dadurch wird gewährleistet, dass lediglich in dem notwendigen Bereich des mindestens einen Konstruktionselementes Vorsprünge hergestellt werden.

Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel weist die Dämmeinrichtung mindestens einen Zuschnitt mittels beispielsweise eines Stanzprozesses zum Bilden einer relativ zu der Dämmeinrichtung bewegbaren Dämmeinrichtungs-Lasche auf. Das mindestens eine Konstruktionselement besitzt vorzugsweise einen zu dem Umriss der Dämmeinrichtungs-Lasche komplementären Aufnahmebereich für eine formschlüssige Aufnahme der Dämmeinrichtungs-Lasche. Dadurch wird ein einfaches Eindrücken der Dämmeinrichtungs-Lasche bzw. Laschen in jeweils zugeordnete Aufnahmebereiche und somit eine einfache Montage der Dämmeinrichtung an zugeordneten Verkleidungen gewährleistet.

Nach einer weiteren bevorzugten Weiterbildung weist die Dämmeinrichtung einen in etwa U-förmigen Zuschnitt mit gegebenenfalls Zusatzschnitten auf, wobei der Zuschnitt ein Hindurchstecken des mindestens einen Konstruktionselementes mitsamt dem mindestens einen Vorsprung durch den Zuschnitt der Dämmeinrichtung ermöglicht. Die Zusatzschnitte weisen beispielsweise eine gegenüber der seitlichen Erstreckung der Vorsprünge reduzierte Schnittlänge auf, sodass ein Hintergreifen eines nicht geschnittenen Bereiches der Dämmeinrichtung durch die Vorsprünge gewährleistet wird. Dies verbessert die Lagestabilität und erhöht die Sicherheit der Dämmeinrichtung gegenüber einem Lösen von dem Konstruktionselement und somit der Verkleidung.

Beispielsweise ist die Dämmeinrichtung als Dämmmatte aus einem formsteifen Dämmmaterial, insbesondere einem Lärmdämmmaterial, ausgebildet. Somit weist die Dämmeinrichtung eine Eigensteifigkeit auf, wodurch geeignet zugeschnittenen Abschnitten der Dämmeinrichtung eine Rückstelleigenschaft für eine formschlüssige Verbindung mit entsprechend ausgebildeten Konstruktionselementen verliehen wird. Zudem sind derartig formsteife Dämmmatten mittels gängiger Verfahren auf einfache Weise herstellbar.

Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel weist die Dämmeinrichtung mehrere Zuschnitte auf, welche jeweils in einen entsprechend komplementär ausgebildeten Aufnahmebereich eines zugeordneten Konstruktionselementes für eine lagestabile Anbringung der Dämmeinrichtung an der Verkleidung formschlüssig einsetzbar sind. Dadurch wird die Dämmeinrichtung an mehreren Stellen durch die formschlüssige Verbindung derart lagestabil befestigt, dass während der Montage Montagefehler bzw. ein Verrutschen oder ein Herausreißen der Dämmeinrichtung verhindert werden.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren der Zeichnung näher erläutert.

Von den Figuren zeigen:

1 eine Draufsicht auf eine Dämmeinrichtung mit einem Zuschnitt gemäß einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;

2 eine Draufsicht auf die Dämmeinrichtung in 1 mit hindurch gestecktem Konstruktionselement, welches gemäß einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist;

3 eine schematische Querschnittsansicht einer Dämmeinrichtung während der lagestabilen Anbringung an einem zugeordneten Konstruktionselement, welches gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist;

4 eine schematische Querschnittsansicht einer Dämmeinrichtung nach einer lagestabilen Anbringung an einem zugeordneten Konstruktionselement, welches gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist;

5 eine Draufsicht auf eine Dämmeinrichtung mit einem Zuschnitt gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;

6 eine Draufsicht auf die Dämmeinrichtung in 1 mit hindurch gestecktem Konstruktionselement, welches gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist;

7 eine schematische Querschnittsansicht einer Dämmeinrichtung während der lagestabilen Anbringung an einem zugeordneten Konstruktionselement, welches gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist; und

8 eine schematische Querschnittsansicht einer Dämmeinrichtung nach einer lagestabilen Anbringung an einem zugeordneten Konstruktionselement, welches gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist.

In den Figuren der Zeichnung bezeichnen dieselben Bezugszeichen gleiche oder funktionsgleiche Komponenten, soweit nichts Gegenteiliges angegeben ist.

1 illustriert eine Draufsicht auf eine als Dämmmatte 1 ausgebildete Dämmeinrichtung. Die Dämmmatte 1 besteht vorzugsweise aus einem formsteifen Dämmmaterial, beispielsweise einem Lärmdämmmaterial, und dient beispielsweise einer Abdämmung der Fahrgastzelle eines Kraftfahrzeuges gegenüber Außenlärm, Luftzug, Außentemperaturen, oder dergleichen.

Die Dämmmatte 1 wird vor einer Montage vorzugsweise mit einem Umriss zugeschnitten, welcher der zu befestigenden Verkleidung und/oder dem die Verkleidung tragenden Bauteil bzw. Karosserieabschnitt des Kraftfahrzeuges entspricht.

Wie in 1 ersichtlich ist, wird die Dämmmatte 1 vor einer Montage beispielsweise mittels eines Stanzprozesses zum Bilden eines Zuschnitts 2 derart zugeschnitten bzw. gestanzt, dass der Zuschnitt 2 eine aufbiegsame Lasche 4 bildet. Aufgrund der Formsteifigkeit der Lasche 4 kann diese relativ zu der Dämmmatte 1 gebogen werden. Der Zuschnitt 2 ist beispielsweise als in etwa U-förmiger Zuschnitt ausgebildet, welcher an vorbestimmten Stellen Zusatzschnitte 3 aufweist, die beispielsweise ebenfalls mittels des obengenannten Stanzprozesses hergestellt werden.

2 illustriert eine Draufsicht auf die Dämmmatte 1 aus 1 mit hindurch gestecktem Konstruktionselement 5 gemäß einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

Das Konstruktionselement 5 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die 2 bis 4 näher erläutert, wobei 3 eine schematische Querschnittsansicht entlang der Schnittlinie I-I aus 2 während der Montage und 4 eine schematische Seitenquerschnittsansicht entlang der Schnittlinie I-I aus 2 nach der Montage darstellen.

Wie in den 2 bis 4 ersichtlich ist, ist das Konstruktionselement 5 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel beispielsweise als angeformter Abschnitt eines Verkleidungsabschnitts 17 der Verkleidung ausgebildet. Es ist für einen Fachmann offensichtlich, dass das Konstruktionselement 5 auch als karosserieseitiges Konstruktionselement ausgebildet sein kann, sodass die Dämmmatte anstatt an der Verkleidung vor der Montage der Verkleidung alternativ auch an dem zugeordneten Karosserieabschnitt auf analoge Weise befestigt werden könnte.

Das Konstruktionselement 5 ist beispielsweise als würfel- oder quaderförmiger Befestigungsabschnitt ausgebildet, bei welchem zumindest eine Seitenfläche für einen Zugang zu einem Aufnahmebereich 18 ausgespart ist. Bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel ist die rechte Vorderseite 7 des Konstruktionselementes 5 bei der Herstellung desselben offen gelassen worden.

Das Konstruktionselement 5 weist ferner eine obere Tragfläche 6 auf, welche beispielsweise einer Anbringung von Befestigungs-Clips oder dergleichen dient, die wiederum für eine Befestigung des Konstruktionselementes 5 an einem zugeordneten Karosserieabschnitt vorgesehen sind. Neben der Tragfläche 6 und der offenen Vorderseite 7 weist das Konstruktionselement eine Rückwand 8 und vorzugsweise zwei Seitenwände 9 und 10 sowie eine Bodenfläche 27 auf.

Des Weiteren sind mehrere Vorsprünge derart vorzugsweise an den Seitenwänden 9 und 10 sowie der Rückwand 8 angeformt, dass beim Fertigungsverfahren lediglich die ohnehin notwendigen Werkzeugschieber ohne zusätzlich erforderliche Werkzeugschieber verwendet werden können.

Die Anzahl, Anordnung sowie spezielle Ausgestaltung der Vorsprünge ist an den jeweiligen Verwendungszweck des Konstruktionselementes 5 bzw. der Positionierung desselben im Gesamtverbund in geeigneter Weise derart auszuwählen, dass im montierten Zustand bei vollständig ausgestatteter Verkleidung mitsamt beispielsweise vollständiger Verkabelung die Vorsprünge entsprechend den auf die Verkleidung wirkenden Zugkräften ausgelegt sind. Im Folgenden werden lediglich beispielhaft verschiedene Anbringungsvarianten erörtert, wobei für einen Fachmann offensichtlich ist, dass lediglich ein Vorsprung, zwei nebeneinander angeordnete Vorsprünge, zwei symmetrisch gegenüberliegende Vorsprünge oder beliebig viele Vorsprünge an den verschiedensten Positionen an dem Konstruktionselement 5 angeformt sein können.

Gemäß dem vorliegenden ersten Ausführungsbeispiel nach den 2 bis 4 sind sechs Vorsprünge exemplarisch dargestellt, wobei eine beliebige Kombination dieser Vorsprünge möglich ist.

Vorzugsweise ist ein erster Vorsprung 11 und ein symmetrisch und parallel dazu angeordneter zweiter Vorsprung 12 jeweils an der Rückwand 8 in Rückwärtsrichtung vorstehend an dem Konstruktionselement 5 angeformt.

Beispielsweise sind zusätzlich ein dritter Vorsprung 13 und ein vierter Vorsprung 14 wiederum gegenüberliegend sowie parallel und symmetrisch zueinander an den jeweils zugeordneten Seitenwänden 9 bzw. 10 im Bereich der Rückwand 8 zu den jeweiligen Auenseiten vorstehend angeformt, wie insbesondere in 2 ersichtlich ist.

Ferner können zwei weitere Vorsprünge, ein fünfter Vorsprung 15 sowie ein sechster Vorsprung 16, an den Stirnseiten der Seitenwände 9 und 10 in Vorwärtsrichtung weisend und vorstehend angeformt sein, die vorzugsweise wiederum symmetrisch und parallel zueinander angeordnet sind.

Die einzelnen Vorsprünge 11 bis 16 sind beispielsweise jeweils als an dem Konstruktionselement 5 angeformte, zu den Außenseiten vorstehende, hinterschnittige Rippen ausgebildet, welche vorzugsweise jeweils eine Gleitkante 19 sowie einen Abstützabschnitt 20 aufweisen, was in den 3 und 4 anhand des ersten Vorsprungs 11 exemplarisch dargestellt ist. Die Gleitkante 19 ist in Richtung der Tragfläche 6 schräg verlaufend ausgebildet, um während des Steckvorgangs des Konstruktionselementes 5 durch den Zuschnitt 2 der Dämmmatte 1 hindurch eine Gleithilfe zu liefern. Der Abstützabschnitt 20 ist beispielsweise als parallel zu der Dämmmatte 1 verlaufende, geradlinige Kante ausgebildet, um nach vollendetem Steckvorgang des Konstruktionselementes 5 durch den Zuschnitt 2 der Dämmmatte 1 hindurch eine Abstützung des Abstützabschnitts 20 an der Dämmmatte 1 im Falle eines Auftretens von Zugkräften zu gewährleisten. Es ist für einen Fachmann offensichtlich, dass sowohl die Gleitkante 19 als auch der Abstützabschnitt 20 andersartig ausgebildet sein können. Entscheidend ist lediglich, dass das Konstruktionselement 5 mitsamt den Vorsprüngen ohne größerem Montageaufwand durch den Zuschnitt 2 der Dämmmatte 1 derart hindurch steckbar ist, dass die Vorsprünge im Falle von Zugspannungen sich an der Oberseite der Dämmmatte 1 abstützen und eine Lage- und Befestigungssicherung bilden.

Beispielsweise ist die Länge der Zusatzschnitte 3 der Dämmmatte 1 geringer ausgebildet als die Breite der zugeordneten Vorsprünge 11 bis 14. Somit wird ein Hindurchstecken des Konstruktionselementes 5 mitsamt Vorsprüngen durch den Gesamtzuschnitt der Dämmmatte 1 erleichtert, ohne dass eine Abstützung der Vorsprünge an der Dämmmatte 1 beeinträchtigt wird.

Das Konstruktionselement 5, wie oben bereits erläutert, weist den Aufnahmebereich 18 auf, welcher von der Vorderseite 7 des Konstruktionselementes 5 her derart zugänglich ist, dass die relativ zu der Dämmmatte 1 hochgedrückte Lasche 4 in den Aufnahmebereich 18 des Konstruktionselementes 5 einsetzbar bzw. eindrückbar ist.

Vorzugsweise ist der Aufnahmebereich 18 des Konstruktionselementes 5 bzw. das Konstruktionselement 5 und der Zuschnitt 2der Dämmmatte 1 derart konform und komplementär zueinander ausgebildet, dass ein formschlüssiges Eindrücken der Lasche 4 der Dämmmatte 1 in den zugeordneten Aufnahmebereich 18 des Konstruktionselementes 5 und eine formschlüssige Aufnahme des Konstruktionselementes 5 in dem Zuschnitt 2 für eine stabile Verbindung gewährleistet wird.

In 4 ist eine schematische Seitenquerschnittsansicht dargestellt, bei welcher die Lasche 4 der Dämmmatte 1 in den Aufnahmebereich 18 des Konstruktionselementes 5 für eine formschlüssige Verbindung mit demselben aufgrund der Eigensteifigkeit des Dämmmaterials stabil eingedrückt ist.

Die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung gewährleistet aufgrund des oder der entsprechenden Zuschnitte der Dämmmatte und der Eigensteifigkeit des Dämmmaterials eine einfache Montage der Dämmmatte an zugeordneten Konstruktionselementen. Dabei werden die vorhandenen Rückstelleigenschaften des Dämmmaterials ausgenutzt, um einen sicheren Formschluss mit den zugeordneten Konstruktionselementen, beispielsweise der Verkleidung, zu erreichen. Es wird auf einfache und kostengünstige Weise eine stabile Positionierung der Dämmmatte während der Montage der Verkleidung an dem zugeordneten Bauteil geschaffen, sodass die Dämmmatte aus ihrer konstruktiven Lage weder verrutschen noch herausgerissen werden kann. Dies wird durch die zusätzlichen Vorsprünge dadurch unterstützt, dass sich die Vorsprünge bei auftretenden Zugkräften auf die Verkleidung 17 an der Dämmmatte 1 mit ihren jeweiligen Abstützabschnitten abstützen und ein Separieren der Dämmmatte 1 von der Verkleidung 17 verhindern. Dadurch wird der Grad der Abdichtung erhöht bzw. optimiert und es kann durch das Fehlen von zusätzlichen Haken- oder Clip-Verbindungen der Herstellungsaufwand und die Herstellungskosten der gesamten Baugruppe reduziert werden.

Anhand der 5 bis 8 wird im Folgenden eine Befestigungsanordnung gemäß einem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung näher erläutert.

5 illustriert eine Draufsicht auf eine Dämmmatte 1, welche einen Zuschnitt 2 mit Zusatzschnitten 3 aufweist. Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel weist der Zuschnitt 2 neben den Zusatzschnitten 3 weitere Zusatzschnitte 21 auf, welche beispielsweise im Bereich der Knickstelle der Lasche 4 zu den Außenseiten weisend vorgesehen sind.

6 illustriert eine Draufsicht auf die Dämmmatte aus 5 mit hindurch gestecktem Konstruktionselement 5 gemäß dem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel. Die 7 und 8 illustrieren schematische Seitenquerschnittsansichten entlang der Schnittlinie I-I aus 6 während der Montage bzw. nach der Montage.

Wie insbesondere in 6 ersichtlich ist, weist das Konstruktionselement 5 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel zusätzlich oder alternativ teilkreisförmig ausgebildete Vorsprünge auf. Beispielsweise ist ein teilkreisförmiger siebter Vorsprung 23 an der Rückwand 8 in Rückwärtsrichtung vorstehend, ein teilkreisförmiger achter Vorsprung 24 an der Tragfläche 6 in Vorwärtsrichtung vorstehend, ein teilkreisförmiger neunter Vorsprung 25 an der Seitenwand 9 und/oder ein teilkreisförmiger zehnter Vorsprung 26 an der Seitenwand 10 jeweils in seitlicher Richtung vorstehend an dem Konstruktionselement 5 angeformt.

Die Vorsprünge 23 bis 26 sind beispielsweise halbkreisförmig ausgebildet und mit Ausnahme des achten Vorsprungs 24 auf einer beliebigen Höhe der zugeordneten Konstruktionselementwände vorgesehen. Der zehnte Vorsprung 24 ist aufgrund fehlender Vorderwand an der Tragfläche 6 des Konstruktionselementes 5 angeformt, wie oben bereits erläutert.

Die teilkreisförmigen Vorsprünge 23 bis 26 sind vorzugsweise analog zu den Vorsprüngen 11 bis 16 wiederum derart ausgebildet, dass sie während des Fertigungsverfahrens mittels der ohnehin verwendeten Werkzeugschieber ohne zusätzlich erforderliche Werkzeugschieber herstellbar sind.

Die Zusatzschnitte 21 dienen einer Vereinfachung des Steckvorgangs des Konstruktionselementes 5 mit angeformten Vorsprünge 25 bzw. 26 durch den Zuschnitt 2 der Dämmmatte 1 hindurch.

Die Vorsprünge 23 bis 26 dienen wiederum einer Abstützung an der Dämmmatte 1 im Falle auftretender Zugspannungen bzw. Zugkräfte auf den jeweils zugeordneten Verkleidungsabschnitt 17. Die Anzahl, die Ausgestaltung sowie die Positionierung der Vorsprünge 23 bis 26 an dem Konstruktionselement 5 ist analog zum ersten Ausführungsbeispiel in Abhängigkeit der auftretenden Zugspannungen im montierten Zustand der voll ausgestatteten Verkleidung mit vorzugsweise vorgesehener Verkabelung auszuwählen.

Bezüglich der weiteren Ausgestaltungen des Konstruktionselementes 5 sowie der zusätzlichen Vorsprünge 11 bis 16 wird auf die Ausführungen hinsichtlich des ersten Ausführungsbeispiels verwiesen, sodass auf eine detaillierte Beschreibung davon verzichtet wird.

Obwohl die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele vorstehend beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Weise modifizierbar.

Beispielsweise kann lediglich einer der Vorsprünge 11 bis 16 oder einer der Vorsprünge 23 bis 24 an dem Konstruktionselement angeformt sein oder es können mehrere der Vorsprünge 11 bis 16 und/oder mehrere der Vorsprünge 23 bis 26 beliebig miteinander kombiniert werden. Auch ist die speziell kantige bzw. rund beschriebene Ausgestaltung der Abstützabschnitte der Vorsprünge der oben genannten Ausführungsbeispiele nicht als Beschränkung anzusehen, sondern es sind beliebige geometrische Formen als Abstützabschnitte der Vorsprünge vorstellbar.

1
Dämmmatte
2
Zuschnitt
3
Zusatzschnitte
4
Lasche
5
Konstruktionselement
6
Tragfläche
7
offene Vorderseite
8
Rückwand
9
Seitenwand
10
Seitenwand
11
erster Vorsprung
12
zweiter Vorsprung
13
dritter Vorsprung
14
vierter Vorsprung
15
fünfter Vorsprung
16
sechster Vorsprung
17
Verkleidungsabschnitt
18
Aufnahmebereich
19
Gleitkante
20
Abstützabschnitt
2l
Zusatzschnitte
23
siebter Vorsprung
24
achter Vorsprung
25
neunter Vorsprung
26
zehnter Vorsprung
27
Bodenfläche


Anspruch[de]
Befestigungsanordnung zum Befestigen einer Dämmeinrichtung (1) zwischen einem Bauteil und einer dem Bauteil zugeordneten Verkleidung (17), insbesondere im Kraftfahrzeugbereich, mit:

einem verkleidungsseitigen oder bauteilseitigen Konstruktionselement (5), welches für eine formschlüssige Verbindung mit der Dämmeinrichtung (1) durch einen entsprechenden Zuschnitt (2) der Dämmeinrichtung zumindest teilweise hindurch steckbar ist und welches mindestens einen Vorsprung (11, 12, 13, 14, 15, 16; 23, 24, 25, 26) zum Hintergreifen der Dämmeinrichtung (1) im hindurchgesteckten Zustand aufweist.
Befestigungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Konstruktionselement (5) als Trägersäule der Verkleidung (17) für eine Befestigung der Verkleidung (17) an einem zugeordneten Karosserieabschnitt einer Kraftfahrzeugkarosserie ausgebildet ist. Befestigungsanorndung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Vorsprung als hinterschnittene, seitlich vorstehende Rippe (11, 12, 13, 14, 15, 16) ausgebildet ist. Befestigungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die vorstehende Rippe (11, 12, 13, 14, 15, 16) eine schräg verlaufende Gleitkante (19) und einen in Richtung der Dämmeinrichtung (1) weisenden Abstützabschnitt (20) aufweist und beispielsweise an einer zugeordneten Wand (8, 9, 10) des mindestens einen Konstruktionselementes (5) angeformt ist. Befestigungsanorndung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Konstruktionselement (5) eine Tragfläche (6) zum Tragen einer Clip-Verbindung oder dergleichen aufweist. Befestigungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Vorsprung als seitlich vorstehender, teilkreisförmiger Vorsprung (23, 24, 25, 26) ausgebildet ist, welcher beispielsweise an der Tragfläche (6) oder einer zugeordneten Wand (8, 9, 10) des mindestens einen Konstruktionselementes (5) angeformt ist. Befestigungsanordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Vorsprünge (11, 12, 13, 14, 15, 16; 23, 24, 25, 26) an dem mindestens einen Konstruktionselement (5) in Abhängigkeit der Zugbelastung im Montagezustand angeformt sind. Befestigungsanorndung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmeinrichtung (1) mindestens einen Zuschnitt (2) mittels beispielsweise eines Stanzprozesses zum Bilden einer relativ zu der Dämmeinrichtung (1) bewegbaren Dämmeinrichtungs-Lasche (4) aufweist. Befestigungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Konstruktionselement (5) einen zu dem Umriss der Dämmeinrichtungs-Lasche (4) komplementären Aufnahmebereich (18) für eine formschlüssige Aufnahme der Dämmeinrichtungs-Lasche (4) aufweist. Befestigungsanordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmeinrichtung (1) einen in etwa U-förmigen Zuschnitt (2) mit gegebenenfalls Zusatzschnitten (3, 21) aufweist, wobei der Zuschnitt (2) ein Hindurchstecken des mindestens einen Konstruktionselementes (5) mitsamt dem mindestens einen Vorsprung (11, 12, 13, 14, 15, 16; 23, 24, 25, 26) durch den Zuschnitt (2) der Dämmeinrichtung (1) ermöglicht. Befestigungsanordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmeinrichtung (1) als Dämmmatte aus einem formsteifen Dämmmaterial, insbesondere einem Lärmdämmmaterial, ausgebildet ist. Befestigungsanordnung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmeinrichtung (1) mehrere Zuschnitte (2) mit jeweils einer Dämmeinrichtungs-Lasche (4) aufweist, welche jeweils in einen entsprechend komplementär ausgebildeten Aufnahmebereich (18) eines zugeordneten Konstruktionselementes (5) für eine lagestabile Anbringung der Dämmeinrichtung (1) an der Verkleidung (17) formschlüssig einsetzbar sind.






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