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Dokumentenidentifikation DE102005048101A1 12.04.2007
Titel Vorrichtung zum Reinigen eines Filtermediums
Anmelder LTG Aerob Air Engineering GmbH, 71336 Waiblingen, DE
Erfinder Riegraf, Jürgen, 71711 Steinheim, DE
Vertreter Gleiss Große Schrell & Partner Patentanwälte Rechtsanwälte, 70469 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 30.09.2005
DE-Aktenzeichen 102005048101
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse B01D 46/04(2006.01)A, F, I, 20050930, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen eines Filtermediums eines von innen nach außen durchströmten Trommelfilters mittels an mindestens einer eine Schwingbewegung durchführenden Schwinge angeordneten Absaugelementen, wobei die Schwinge im Innern des Trommelfilters um die Längsmittelachse des Trommelfilters für die Durchführung einer Drehbewegung drehbar angeordnet ist und die Schwingbewegung quer zur Drehbewegung erfolgt. Es ist vorgesehen, dass die Schwinge aus mindestens zwei zur Längsmittelachse im Wesentlichen gewichtsaugleichenden, mit Absaugelementen versehenen Teilschwingen besteht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen eines Filtermediums eines von innen nach außen durchströmten Trommelfilters mittels an mindestens einer eine Schwingbewegung durchführenden Schwinge angeordneten Absaugelementen, wobei die Schwinge im Innern des Trommelfilters um die Längsmittelachse des Trommelfilters für die Durchführung einer Drehbewegung drehbar angeordnet ist und die Schwingbewegung quer zur Drehbewegung erfolgt.

Eine Vorrichtung der vorstehend genannten Art ist bekannt. Im Innern eines zu reinigenden Trommelfilters befindet sich eine Schwinge, die in Längserstreckung des Trommelfilters, also in Richtung von dessen Längsmittelachse, eine Schwingbewegung durchführen kann. Diese Schwingbewegung führt zu einer Hin- und Herbewegung der Absaugelemente. Gleichzeitig wird die Schwinge um die Längsmittelachse des Trommelfilters gedreht, sodass die Absaugelemente an der Innenmantelfläche des Trommelfilters entlangfahren. Durch die Zusammensetzung der erwähnten Schwingbewegung mit der Drehbewegung wird eine schraubenlinienförmige Bewegung der Absaugelemente an der Innenmantelfläche des Trommelfilters herbeigeführt, mit der Folge, dass dort das Trommelfilter von Verunreinigungen befreit wird. Die Konstruktion der bekannten Vorrichtung erfordert zur Vermeidung hoher Antriebskräfte Ausgleichgewichte, die das Gewicht der Schwinge bezüglich der Längsmittelachse zumindest zum Teil kompensieren.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der vorstehend genanten Art zu schaffen, die einfach aufgebaut ist, effektiv arbeitet und konstruktiv kostengünstig erstellt werden kann.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Schwinge aus mindestens zwei zur Längsmittelachse im Wesentlichen gewichtsausgleichenden, mit Absaugelementen versehenen Teilschwingen besteht.

Wesentlich ist daher, dass anstelle einer aus dem Stand der Technik bekannten auskragenden einzelnen Schwinge erfindungsgemäß nunmehr mindestens zwei Teilschwingen vorgesehen und derart angeordnet sind, dass diese gewichtsausgleichend relativ zur Längsmittelachse liegen, sodass die vorstehend erwähnten Ausgleichsgewichte nicht mehr erforderlich sind. Die mindestens zwei Teilschwingen sind vorzugsweise für ihren gegenseitigen Gewichtsausgleich zueinander um die Längsmittelachse winkelversetzt (zum Beispiel 180°) angeordnet. Dies vereinfacht die Konstruktion und führt zu einer Ausgestaltung bei der keine „passiven" Elemente (Ausgleichsgewichte) erforderlich sind, sondern „aktive", also der Reinigung dienende Bauteile eingesetzt werden, die eine Doppelfunktion wahrnehmen, nämlich gleichzeitig reinigen und gewichtsausgleichend wirken. Die Erfindung ist nicht auf zwei Teilschwingen begrenzt, sondern es können auch mehr als zwei Teilschwingen vorgesehen sein, wobei jedoch stets ein Gewichtsausgleich bei den Teilschwingen dadurch vorliegt, dass ihr Gesamtschwerpunkt in der Längsmittelachse oder etwa in der Längsmittelachse liegt. So ist es beispielsweise auch möglich, drei um 120° zueinander versetzte Teilschwingen oder vier um 90° zueinander versetzte Teilschwingen, usw. vorzusehen.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Teilschwingen als hinsichtlich der Schwingbewegung gekoppelte Teilschwingen ausgebildet sind. Dies bedeutet, dass die Bewegung einer Teilschwinge dazu führt, dass mindestens eine weitere Teilschwinge durch die Kupplung mitgenommen wird und demzufolge eine entsprechende Schwingbewegung durchführt. Insofern muss nur eine der Teilschwingen zur Durchführung der Schwingbewegung von einem Antrieb oder dergleichen bewegt werden, da durch die Kopplung der Teilschwingen die Schwingbewegung auch auf die weitere Teilschwinge oder die weiteren Teilschwingen übertragen wird. Dies ist antriebstechnisch von Vorteil.

Ferner ist nach einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass sich die Teilschwingen bezogen auf die Längsmittelachse diametral gegenüberliegen. Durch diese Anordnung ist bezüglich der Längsmittelachse eine Symmetrie der Reinigungsvorrichtung geschaffen, die zum erwähnten Gewichtsausgleich führt.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Schwingbewegungen der beiden Teilschwingen gegenläufig sind. Hierbei ist insbesondere von Vorteil, wenn die Teilschwinge axial versetzt zueinander angeordnet sind. Der axiale Versatz der Teilschwingen bewirkt, dass die jeweils zugeordneten Absaugelemente jeweils unterschiedliche Längsabschnitte der Innenwandung des Trommelfilters reinigen. Bevorzugt ist dabei vorgesehen, dass sich diese Reinigungsbereiche nicht oder nur unwesentlich überschneiden, wodurch nur eine entsprechend geringe Anzahl an Absaugelementen für die Reinigung der gesamten Innenmantelwand des Trommelfilters erforderlich sind. Ferner weist die erfindungsgemäße Vorrichtung bevorzugt eine die Teilschwingen koppelnde Wippe auf. Insbesondere kann diese Wippe eine Wippenachse besitzen, die die Längsmittelachse schneidet. Ferner besitzt die Wippe vorzugsweise zwei Wippenarme, die jeweils einen Schwingarm der Teilschwingen bilden. Mittels der im Bereich der Längsmittelachse gelagerten Wippe, deren beiden Wippenarme jeweils einen Schwingarm der beiden Teilschwingen bilden, werden bei einer Wippbewegung der Wippe die beiden Schwingarme gegenläufig verschwenkt, wodurch die vorstehend erwähnte Gegenläufigkeit der beiden Teilschwingen erzielt ist.

Bevorzugt weist jede Teilschwinge mindestens zwei zueinander beabstandete Schwingarme auf, die vorzugsweise parallel zueinander verlaufen. Demzufolge können die beiden Schwingarme jeder Teilschwinge vorzugsweise mittels eines Verbindungselements beweglich miteinander verbunden sein. Sofern jede Teilschwinge mehr als zwei Schwingarme aufweist, wird die entsprechende Anzahl der Schwingarme mittels des Verbindungselements beweglich miteinander verbunden. An dem Verbindungselement sind die Absaugelemente angeordnet. Bei der Durchführung einer Schwingbewegung verschwenken die beiden Schwingarme gleichsinnig und synchron und nehmen dabei das vorzugsweise parallel zur Längsmittelachse verlaufende Verbindungselement mit, sodass es axial in Bezug auf die Längserstreckung des Trommelfilters bewegt wird und dabei aufgrund der geometrischen Verhältnisse geringfügig seinen Abstand zur Längsmittelachse (radialer Abstand) verändert. Demzufolge werden auch die Absaugelemente axial bewegt. Da die Teilschwinge gleichzeitig um die Längsmittelachse eine Drehbewegung ausführt, ergibt sich die bereits vorstehend erwähnte schraubenlinienförmige Bewegung. Da sich – wie erwähnt – der Abstand des Verbindungselements zur Längsmittelachse bei einer Schwingbewegung geringfügig ändert, ergibt sich auch eine Abstandsänderung der Absaugelemente zur Innenmantelfläche des Trommelfilters. Daher ist bevorzugt darauf zu achten, dass die Absaugelemente durch entsprechende Elastizität oder Federmöglichkeit diese Abstandsveränderung ausgleichen und daher stets die Innenmantelfläche des Trommelfilters abreinigen können.

Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Längsmittelachse, die Schwingarme jeder Teilschwinge und das zugehörige Verbindungselement ein Parallelogramm bilden. Dieses Parallelogramm hat in der Mittelstellung der Schwingbewegung eine Rechteckform und weicht bei der Hin- und Herbewegung einer Schwingung entsprechend von dieser Form durch Verschwenken der beiden Schwingarme ab. Das Verbindungselement, das vorzugsweise stangenartig ausgebildet ist, verläuft dabei jedoch stets in axialer, parallel zur Längsmittelachse verlaufender Richtung.

In konstruktiver Hinsicht erstreckt sich entlang der Längsmittelachse ein Längsträger, an dem bevorzugt die Teilschwingen beziehungsweise die Wippe lagern.

Der Antrieb der Schwinge befindet sich bevorzugt auf der Reinseite des Trommelfilters, insbesondere in Verlängerung der Längsmittelachse jenseits einer eine Stirnseite des Trommelfilters verschließenden Wandung.

Die Schwingbewegung wird bevorzugt über eine Kreuznutwelle mit Nutstein aus einer Rotation des die Teilschwingen mitdrehenden Längsträgers gewonnen. Hierzu ist vorgesehen, dass sich die Kreuznutwelle mit dem Nutstein im Innern des Trommelfilters befindet und dass eine Drehung des Längsträgers zu einer Drehung der Kreuznutwelle führt. Hierdurch wird der Nutstein in axialer Richtung hin- und herbewegt und nimmt zumindest eine der Teilschwingen mit. Diese Teilschwinge überträgt ihre Hin- und Herbewegung über die Wippe auf die andere Teilschwinge. Es können weitere Teilschwingen auf entsprechende Art und Weise angekoppelt sein.

Schließlich ist es vorteilhaft, wenn die Kreuznutwelle mit Abstand zur Längsmittelachse an dem Längsträger drehbar gelagert ist und mit einem feststehenden Ablaufmittel zusammenwirkt, wobei der Nutstein mit den Teilschwingen gekuppelt ist. Durch den Abstand der Kreuznutwelle zur Längsmittelachse, wobei vorzugsweise ein paralleler Abstand vorliegt, durchläuft die Kreuznutwelle um die Längsmittelachse eine Kreisbewegung. Da die Kreuznutwelle drehbar mit einem feststehenden Ablaufmittel zusammenwirkt, wobei das Ablaufmittel vorzugsweise koaxial zur Längsmittelachse liegt, wird die Kreuznutwelle in Drehung versetzt und auf diese Art und Weise die Bewegung des Nutsteins herbeigeführt.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen.

Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels, und zwar zeigt:

1 eine schematische Ansicht eines mit Reinigungsvorrichtung ausgestatteten Trommelfilters,

2 eine Detailansicht der 1 und

3 eine innerhalb des Trommelfilters liegende Antriebseinheit für die Reinigungsvorrichtung.

Die 1 zeigt einen Trommelfilter 1, der eine zylindrische Filterwand 2 aufweist, die mittels Stützringen 3 gehalten ist. Das Trommelfilter 1 weist eine offene Stirnseite 4 sowie eine geschlossene Stirnseite 5 auf, wobei letztere von einer Wandung 6 gebildet wird, die nicht luftdurchlässig ist.

Im Innern 7 des Trommelfilters 1 befindet sich eine Vorrichtung 8 zum Reinigen der Innenmantelfläche 9 des Trommelfilters 1. Im Betrieb wird das Trommelfilter 1 von zu reinigender Luft durchströmt, wobei die Luft in die Stirnseite 4 eintritt und radial die Filterwand 2 durchsetzt. In der Luft enthaltene Verschmutzungen lagern sich daher an der Innenmantelfläche 9 des Trommelfilters 1 ab. Diese Ablagerungen werden mittels der Reinigungsvorrichtung 8 entsorgt. Dies erfolgt während des Betriebs des Trommelfilters.

Die Vorrichtung 8 besitzt einen sich entlang der Längsmittelachse 10 des Trommelfilters 1 erstreckenden Längsträger 11, der sich im Innern 7 des Trommelfilters 1 befindet und mittels geeigneter, in der 1 nicht dargestellter Mittel an den beiden Enden 12 und 13 drehbar gelagert ist. Demzufolge kann sich der Längsträger 11 mittels eines nicht dargestellten Antriebs um die Längsmittelachse 10 drehen. Der Antrieb befindet sich bevorzugt auf der Reinseite des Trommelfilters 1, insbesondere jenseits der Wandung 6. Der Antrieb kann einen Antriebsstutzen aufweisen, der die Wandung 6 dichtend aber drehbar durchsetzt und die erwähnte Drehbewegung des Längsträgers 11 herbeiführt. Die Lagerung des Längsträgers 11 im Bereich seines Endes 12 kann beispielsweise durch Radialstreben erfolgen, die vom Trommelfilter 1 ausgehen oder durch einen Lagerbock an einer Querstrebe des Trommelfilters 1. Der Trommelfilter 1 ist feststehend ausgebildet, das heißt, er rotiert nicht.

An der Längsmittelachse 10 ist eine Schwinge 14 gelagert, die sich aus zwei Teilschwingen 15 und 16 zusammensetzt. Die Teilschwinge 15 wird von einem Wippenarm 17, einem Schwingarm 18 und einem Verbindungselement 19 gebildet. Die Teilschwinge 16 setzt sich zusammen aus einem Wippenarm 20, einem Schwingarm 21 und einem Verbindungselement 22. Die beiden Wippenarme 17 und 20 bilden eine Wippe 23, die um eine Wippenachse 24 Wippbewegungen ausführen kann. Die Wippenachse 24 kreuzt die Längsmittelachse 10 und ist an dem Längsträger 11 angeordnet, das heißt, die Wippe 23 ist auf dem Längsträger 11 gelagert. Die Wippenarme 17 und 20 verlaufen geradlinig und fluchtend zueinander, wobei sie quer zur Längserstreckung des Längsträgers 11 verlaufen. Mit Abstand zum Wippenarm 17 verläuft auf der einen Seite 25 der Wippe 23 der Schwingarm 18, wobei Wippenarm 17 und Schwingarm 18 parallel zueinander verlaufen. Der Schwingarm 18 ist um eine Schwingachse 26 schwenkbar gelagert, wobei die Schwingachse 26 die Längsmittelachse 10 schneidet und am Längsträger 11 ausgebildet ist. Das stabförmig ausgebildete Verbindungselement 19 ist an den dem Längsträger 11 abgewandten Enden 27 und 28 des Schwingarms 18 und des Wippenarms 17 mittels Lagern 29 und 30 gelagert. Über die axiale Längserstreckung des Verbindungselements 19 sind mehrere Absaugelemente 31 verteilt angeordnet, die der Reinigung der Innenmantelfläche 9 des Trommelfilters 1 dienen.

Die Teilschwinge 16 liegt axial versetzt zur Teilschwinge 15, indem sich der Schwingarm 21 auf der anderen Seite 32 der Wippe 23 befindet. Er ist um eine Schwingachse 33, die die Längsmittelachse 10 schneidet, an dem Längsträger 11 gelagert. Die Enden 34 und 35 von Schwingarm 21 und Wippenarm 20 sind mit Lagern 36, 37 versehen, die das stabförmige Verbindungselement 22 lagern. Am Verbindungselement 22 sind – axial beabstandet zueinander – ebenfalls Absaugelemente 31 angeordnet. Die beiden Wippenarme 17 und 20 bilden Schwingarme 38 und 39 der jeweiligen Teilschwinge 15 und 16.

Eine Antriebsvorrichtung 40 befindet sich im Innern 7 des Trommelfilters 1 und ist an dem Längsträger 11 nahe der Wandung 6 angeordnet. Die Antriebsvorrichtung 40 weist zwei vom Längsträger 11 radial ausgehende, beabstandet zueinander liegende Lagerarme 41 und 42 auf, die eine Kreuznutwelle 43 drehbar lagern. Die Kreuznutwelle 43 verläuft mit parallelem Abstand zur Längsmittelachse 10. Auf der Kreuznutwelle 43 befindet sich ein Nutstein 44, der mit einer Radialgabel 45 verbunden ist, deren Gabelarme 46 und 47 eine Quersteg 48 des Schwingarms 21 umgreifen. Der Quersteg 48 verläuft quer, insbesondere rechtwinklig und mit Abstand zur Längsmittelachse 10.

Die 2 zeigt die Anordnung der 1 in Detailansicht, und zwar ist nur die Teilschwinge 16 vollständig dargestellt. Es ist erkennbar, dass die Absaugelemente 31 als Winkeldüsen ausgebildet sind und an der Innenmantelfläche 9 des Trommelfilters 1 anliegen. Das Anliegen erfolgt vorzugsweise unter Vorspannung. Hierzu ist es möglich, die Absaugelemente 31 schwenkbar und unter Federvorspannung an dem Verbindungselement 22 anzuordnen oder elastisch ausgebildete Absaugelemente 31 zu verwenden. Ferner ist erkennbar (in 1 nicht dargestellt), dass die einzelnen, vorzugsweise als Düsen ausgebildeten Absaugelemente 31 über vorzugsweise flexible Absaugleitungen 49 mit dem Inneren des hohl ausgebildeten Längsträgers 11 lufttechnisch verbunden sind, sodass eine außerhalb des Trommelfilters 1 liegende, an das offene Ende 50 des Längsträgers 11 angeschlossene Vakuumquelle zu einer entsprechenden Saugwirkung an den Absaugelementen 31 führt, die die Innenmantelfläche 9 absaugen, wobei die Verschmutzungen durch die Verbindungsleitungen 49 und den hohlen Längsträger 11 abtransportiert werden.

Die 3 verdeutlicht den Aufbau der bereits erwähnten Antriebsvorrichtung 40. Neben den bereits erfolgten Ausführungen ist der 3 zu entnehmen, dass die Kreuznutwelle 43 drehfest mit einem Riemenrad 51 verbunden ist und dass sich an der Wandung 6 drehfest, also stillstehend, ein als Riemenrad 52 ausgebildetes Ablaufmittel 60 befindet. Das Riemenrad 52 verläuft koaxial zur Längsmittelachse 10. Es umgibt vorzugsweise den drehbaren Längsträger 11. Über die beiden Riemenräder 51 und 52 verläuft ein schlaufenförmiger Antriebsriemen 53.

Es ergibt sich folgende Funktion. Die erwähnte Vakuumquelle saugt gemäß Pfeil 54 (3) durch eine entsprechende Öffnung in der Wandung 6 am Ende 50 des hohlen Längsträgers 11, mit der Folge, dass über die Verbindungsleitungen 49 an den Absaugelementen 31 ein Unterdruck anliegt, sodass die letztgenannten Saugelemente unter Saugwirkung an der feststehenden Innenmantelfläche 9 der Filterwand 2 des Trommelfilters 1 anliegen. Ein Antriebsstutzen 55, der die Wandung 6 drehbar durchsetzt und von dem nicht dargestellten Antrieb in Drehung versetzt wird, führt zu einer Drehung des Längsträgers 11 um die Längsmittelachse 10. Hierdurch werden die beiden Teilschwingen 15 und 16 derart in Rotation versetzt, dass die Absaugelemente 31 kreisförmige Bahnen entlang der Innenmantelfläche 9 durchlaufen würden. Dieser Bewegung wird jedoch durch eine weitere Bewegung überlagert, auf die nachstehend eingegangen wird. Hierbei handelt es sich um eine Schwingbewegung der beiden Teilschwingen 15 und 16. Diese Schwingbewegung resultiert aus Folgendem: Die Kreuznutwelle 43 durchläuft durch die Drehung des Längsträgers 11 eine Kreisbahn um die Längsmittelachse 10. Da das Riemenrad 52 feststehend angeordnet ist, läuft der Antriebsriemen 53 auf dem feststehenden Riemenrad 52 ab und dreht dabei das Riemenrad 51, sodass die Kreuznutwelle 43 um ihre Achse 56 (3) rotiert. Aufgrund dieser Rotation führt der Nutstein 44 gemäß Doppelpfeil 57 eine Hin- und Herbewegung auf der Kreuznutwelle 43 aus und nimmt dabei über die Radialgabel 45 und den Quersteg 48 den Schwingarm 21 mit, sodass dieser eine Hin- und Herschwenkbewegung um die Schwingachse 33 durchführt. Da die Wippe 23 über das Verbindungselement 22 mit dem Schwingarm 21 gekuppelt ist, schwingt in entsprechender Weise der Wippenarm 20 und gegenläufig dazu der Wippenarm 17. Dieser nimmt entsprechend gegenläufig zum Verbindungselement 22 das Verbindungselement 19 mit, wobei der Schwingarm 18 parallel zum Wippenarm 17 hin- und herschwingt, sodass die Hin- und Herbewegung der beiden Teilschwingen 15 und 16 in axialer Richtung, also in Richtung der Längsmittelachse 10 erfolgt.

Aus alledem ergibt sich, dass die erwähnten theoretischen Kreisbewegungen der Absaugelemente 31 durch Hin- und Herbewegungen der beiden Teilschwingen 15 und 16 überlagert werden, mit der Folge, dass die Absaugelemente 31 schraubenlinienförmige Bewegungen durchführen und hierbei die gesamte Innenmantelfläche 9 des Trommelfilters 1 zu dessen Reinigung absaugen.

Ferner ergibt sich aus dem Vorstehenden, dass die Teilschwingen 15 und 16 diametral einander gegenüberliegend, jedoch axial versetzt, an dem Längsträger 11 angeordnet sind, sodass sich hinsichtlich der beschriebenen Drehbewegung ein Gewichtsausgleich ergibt, das heißt, dass der Schwerpunkt der von den beiden Teilschwingen 15 und 16 gebildeten Schwinge 14 auf der Längsmittelachse 10 liegt und demzufolge nur eine relativ geringe Antriebsenergie für die Drehung erforderlich ist. Unrundes Laufen oder dergleichen wird daher vermieden.

Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf zwei Teilschwingen beschränkt, sondern es können sich weitere Teilschwingen anschließen, wobei durch die Kupplung der einzelnen Teilschwingen entsprechende Schwingbewegungen herbeigeführt werden können.


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Reinigen eines Filtermediums eines von innen nach außen durchströmten Trommelfilters mittels an mindestens einer eine Schwingbewegung durchführenden Schwinge angeordneten Absaugelementen, wobei die Schwinge im Innern des Trommelfilters um die Längsmittelachse des Trommelfilters für die Durchführung einer Drehbewegung drehbar angeordnet ist und die Schwingbewegung quer zur Drehbewegung erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwinge (14) aus mindestens zwei zur Längsmittelachse (10) im Wesentlichen gewichtsausgleichenden, mit Absaugelementen (31) versehenen Teilschwingen (15,16) besteht. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilschwingen (15,16) als hinsichtlich der Schwingbewegung gekoppelte Teilschwingen (15,16) ausgebildet sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Teilschwingen (15,16) bezogen auf die Längsmittelachse (10) diametral gegenüberliegen. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingbewegungen der beiden Teilschwingen (15,16) gegenläufig sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilschwingen (15,16) axial versetzt zueinander angeordnet sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine die Teilschwingen (15,16) koppelnde Wippe (23). Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wippe (23) eine Wippenachse (24) aufweist, die die Längsmittelachse (10) schneidet. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wippe (23) zwei Wippenarme (17,20) aufweist, die jeweils einen Schwingarm (38,39) der Teilschwingen (15,16) bilden. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Teilschwinge (15,16) mindestens zwei zueinander beabstandete Schwingarme (18,38;21,39) aufweist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingarme (18,38;21,39) jeder Teilschwinge (15,16) parallel zueinander verlaufen. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingarme (18,38;21,39) jeder Teilschwinge (15,16) mittels eines Verbindungselements (19,22) beweglich verbunden sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (19,22) bezogen auf die Längsmittelachse (10) in axialer Richtung verläuft. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugelemente (31) an den Verbindungselementen (19,22) angeordnet sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsmittelachse (10), die Schwingarme (18,38;21,39) jeder Teilschwinge (15,16) und das zugehörige Verbindungselement (19,22) ein Parallelogramm bilden. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen sich entlang der Längsmittelachse (10) erstreckenden Längsträger (11). Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Längsträger (11) die Teilschwingen (15,16) beziehungsweise die Wippe (23) lagern. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugelemente (31) elastisch sind und/oder elastisch gelagert sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugelemente (31) Winkelabsaugelemente sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Antrieb der Schwinge (14) auf der Reinseite des Trommelfilters (1) befindet. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingbewegung über eine Kreuznutwelle (43) mit Nutstein (44) aus einer Rotation des die Teilschwingen (15,16) mitdrehenden Längsträgers (11) erfolgt. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreuznutwelle (43) mit Abstand zur Längsmittelachse (10) an dem Längsträger (11) drehbar gelagert ist und mit einem feststehenden Ablaufmittel (60) zusammenwirkt und dass der Nutstein (44) mit den Teilschwingen (15,16) gekuppelt ist.






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