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Dokumentenidentifikation DE102005048111A1 12.04.2007
Titel Eckverbinder zum Verbinden zweier Hohl-Profilleisten
Anmelder Kochler, Manfred, 91555 Feuchtwangen, DE
Erfinder Wiessler, Marco, 91710 Gunzenhausen, DE
Vertreter Nordmann, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 91077 Neunkirchen
DE-Anmeldedatum 06.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005048111
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse E06B 3/968(2006.01)A, F, I, 20051006, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E06B 9/52(2006.01)A, L, I, 20051006, B, H, DE   F16S 3/02(2006.01)A, L, I, 20051006, B, H, DE   F16B 7/04(2006.01)A, L, I, 20051006, B, H, DE   
Zusammenfassung Der Eckverbinder (14) dient zur Verbindung zweier benachbarter, mit mindestens einer Aufnahmekammer (28, 32) versehener Profilleisten (6, 12) in einem Tragrahmen (2), der zum Halten eines Gewebes (4) vorgesehen ist. Er besitzt an den beiden Seiten (44, 46), die den Enden der Profilleisten (6, 12) zugewandt sind, jeweils mindestens eine Steckzunge (30, 34), die zur festen Arretierung in der betreffenden Aufnahmekammer (28, 32) der zugeordneten Profilleiste (6, 12) dient. Als Sichtschutz und Verletzungsschutz ist an den beiden Seiten jeweils eine Überlappung (48, 50) von geringer Breite (b) zur Überdachung des Endes für die auf Stoß oder Gehrung geschnittenen Profilleisten (6, 12) vorgesehen. Prinzipiell ist auch eine Ausbildung als T-Verbinder möglich. Jeder Eckverbinder (14) besteht aus einem Zentralkörper (14B) und einer aufsetzbaren Abdeckung (14A). Zur Arretierung können Arretierstifte (14x, 14y) in dem einen Bauteil (14A) und entsprechende Arretierlöcher (14p, 14q) im anderen Bauteil (14B) vorgesehen sein. Bei Gewährleistung einer äußerst haltbaren Verbindung mittels der Steckzunge (30, 34) führen aufgrund dieser Maßnahme gratige oder leicht schräge Enden (42) der Profilleisten (6, 12) nicht zu optischen Beeinträchtigungen, zu unerwünschten Spalten oder gar zu Verletzungen an den Stoßstellen. Zudem werden evtl. bei der Montage aufgetretene Beschädigungen am Zentralkörper (14B) durch heruntergezogene Seitenwände (14m, 14n) der Abdeckung (14A) überdeckt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Eckverbinder zur Verbindung zweier benachbarter, mit einer Aufnahmekammer versehener Profilleisten eines Tragrahmens, der zum Halten eines Gewebes vorgesehen ist, wobei an den beiden Seiten, die den Enden der Profilleisten zugewandt sind, jeweils mindestens eine Steckzunge angeordnet ist, die zur festen Arretierung in der Aufnahmekammer der zugeordneten Profilleiste dient. Sie bezieht sich auch auf einen Tragrahmen mit einer Anzahl solcher Eckverbinder.

Eckverbinder sind vielfältig bekannt. Sie werden insbesondere in Tragrahmen zum Aufspannen von feinmaschigen Gittern oder Netzen, die aus Textilien oder Metalldrähten bestehen können, eingesetzt. Solche Tragrahmen finden z.B. als Fliegen- oder Pollengitter Verwendung. Auch können sie zum Abschatten von Sonnenlicht dienen.

An einem Tragrahmen, die durch Eckverbinder zusammengehalten wird, werden vielfältige Anforderungen gestellt. Er soll z.B. eine große Stabilität gewährleisten. Dies gilt für die Längsstabilität, aber auch für die Verwindungsstabilität. Er soll möglichst eng am Fensterrahmen montiert werden können, damit durch Zwischenräume zwischen ihm und dem Fensterrahmen keine Insekten, Pollen oder andere Fremdkörper ins Hausinnere eindringen können. Auch soll bei manchen Tragrahmen der Lichteinfall sicher verhindert werden. Dies bedeutet, dass die Unterseite der Eckverbinder bündig mit der Unterseite der Profilleisten abschließen muss, um eine gerade Auflagefläche des Tragrahmens auf dem Fensterrahmen zu gewährleisten. Zudem soll die Höhe der Tragrahmenkonstruktion möglichst gering ausfallen, damit z. B. eine Montage des Tragrahmens zwischen dem Fensterrahmen und einer evtl. vorhandenen Rollo-Führung möglich ist. Dies wiederum bedeutet u.a., dass die Höhe der einzelnen Steckverbinder möglichst gering sein soll. Dann wird z.B. die Montage des Tragrahmens zwischen dem Fensterrahmen und einer evtl. vorhandenen Rollo-Führung möglich.

Insgesamt gesehen, soll jeder einzelne Steckverbinder eine sichere Steckverbindung auf möglichst kleinem Raum ermöglichen.

Es ist beobachtet worden, dass durch die Verspannung des Gewebes im Tragrahmen ein Zug in Richtung auf dessen Mitte entsteht. Dennoch soll gewährleistet sein, dass dadurch die Profilleisten auch nach längerer Einsatzdauer nicht aus den verwendeten Eckverbindern herausrutschen. Hier werden für den Tragrahmen Eckverbinder der eingangs angegebenen Art verwendet, die weitgehend eine Gewähr gegen ein solches Herausrutschen bieten.

Im Stande der Technik sind Steckverbinder bekannt, die zwei endseitige, um 90° gegeneinander versetzte Öffnungen besitzen. In diese Öffnungen werden die beiden zu verbindenden Profilstangen oder -leisten mit ihren Enden hineingesteckt. Die beiden Öffnungen dienen dabei zur Arretierung der Profilstangen durch Klemmsitz. Sie müssen daher eine gewisse Mindest-Tiefe und eine gewisse Mindest-Wandstärke aufweisen, damit eine ausreichende Stabilität des Klemmsitzes erreicht wird.

Dieses Prinzip der Arretierung ist bei Tragrahmen zum Halten von Gewebe nicht praktikabel, insbesondere nicht im Falle des Insektenschutzes. Steckt man die Profilleisten in den Eckverbinder, so wird bei der Montage auf dem Fensterrahmen ein Spalt in Höhe der Mindest-Wandstärke dieser Eckverbinder entstehen, durch den Insekten hindurchgelangen können. Aus diesem Grunde ist es zur Vermeidung des Eindringens von Insekten oder Pollen bei solchen Tragrahmen üblich, die eingangs genannten Eckverbinder zu verwenden, bei denen die Arretierung über die erwähnten Steckzungen innerhalb dafür vorgesehener Einsteck- oder Aufnahmekammern in den Profilleisten erfolgt. Dadurch ist ein bündiges Anbringen des Tragrahmens auf dem Fensterrahmen möglich.

Solche Tragrahmenkonstruktionen werden als Selbstmontage-Kits für Endverbraucher in standardisierten Längen der Profilleisten im Handel angeboten. Bei der Montage muss der Endverbraucher u.a. die Profilleisten auf das Maß der Fenster kürzen. Hierbei kommt es nicht selten vor, dass die Profilleisten minimal zu kurz oder leicht schräg abgesägt werden. Daneben entsteht bei nicht fachgerechtem Absägen der Profilleisten häufig ein scharfer Grat an der Schnittkante oder Endfläche. Auch ist es möglich, dass die Beschichtung an der Schnittkante beschädigt wird. Dieser Grat kann zu Verletzungen führen. Auch besteht die Gefahr, dass beim Entgraten der Schnittkanten die Beschichtung und somit der Korrosionsschutz der Profilleiste verletzt wird. Darüber hinaus wird der Verbraucher gelegentlich einen Hammer nehmen, um die Steckzungen in die Aufnahmekammern der Profilleisten einzuschieben. Dies kann zu Beschädigungen und damit optischen Beeinträchtigungen an den Eckverbindern führen, die in der Regel aus Kunststoff bestehen.

Mit anderen Worten: Solche Tragrahmen werden häufig vom Verbraucher aus Steckverbindern und aus von ihm selbst auf die benötigte Länge zugeschnittenen Profilleisten zusammengesteckt. Ein Problem besteht – wie erwähnt – darin, dass die Enden der Profilleisten schräg, mit Rauhigkeit oder sogar mit Grat oder dass die Profilleisten geringfügig zu kurz abgeschnitten sind. Bei den üblichen Eckverbindern mit eingesetzten oder eingearbeiteten Steckzungen ergeben sich demzufolge auch (u.U. schräge) Spalte zwischen den jeweiligen Enden der Profilleisten und den zugeordneten Seiten des Eckverbinders. Diese beeinträchtigen nicht nur die Stabilität der Konstruktion; sie sind auch aus ästhetischen Gründen oder auch aus Gründen einer leichten Reinigung unerwünscht ist. Und es ist besonders festzuhalten, dass Verletzungen, die durch den scharfen Grat an den Schnittkanten der Profilleisten verursacht werden, unbedingt zu vermeiden sind. Darüber hinaus sollten optischen Beeinträchtigungen der erwähnten Art (z.B. durch Hammerschläge) für den Betrachter nicht sichtbar sein.

Aufgabe der Erfindung ist es demnach, einen Eckverbinder der eingangs genannten Art anzugeben, der in eingebautem Zustand einen optisch befriedigenden Eindruck hinterlässt. Mit anderen Worten: Das nicht gleichmäßige Ablängen durch den Verbraucher und unsaubere Schnittkanten der Profilleisten sowie beschädigte oder zerkratzte Eckverbinder sollen keinen Einfluss auf den optischen Eindruck haben und insbesondere nicht zu Spalten beim Zusammenbau zum Tragrahmen führen. Zusätzlich soll die Gefahr der Verletzung an den scharfen Kanten der Profilleisten vermieden werden.

Darüber hinaus soll der Eckverbinder so konstruiert sein, dass die Montage eines mit ihm ausgerüsteten Tragrahmens für ein Gewebe hinter einem Rollo möglich ist.

Die genannte Aufgabe wird bei einem Eckverbinder der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass an den beiden Seiten als Schutz jeweils eine Überlappung zur Überdachung des Endes der Profilleiste angeordnet ist, wobei an den beiden Seiten, die den Enden der Profilleisten zugewandt sind, jeweils mindestens eine Steckzunge angeordnet ist, die zur festen Arretierung in der Aufnahmekammer der zugeordneten Profilleiste dient, wobei die Überlappung durch eine ggf. abnehmbare Abdeckung auf einem Zentralkörper gebildet ist. – Die Überlappung dient hierbei als Sicht- und Verletzungsschutz.

Hier werden also evtl. vorhandene ungerade und/oder rauhe Enden der Profilleisten durch die Überlappung kaschiert.

Die Überlappungen können z.B. a) nur an der Oberseite oder b) auch zusätzlich an den sich in seitwärts (rechts und links) daran anschließenden Flächen vorgesehen sein.

Die Abdeckung kann im einfachsten Fall als flacher Deckel, der mit einer Befestigungseinrichtung zum Festmachen am Zentralkörper versehen ist, ausgebildet sein. Sie kann aber auch mindestens eine, häufig zwei heruntergezogene Seitenwände besitzen. Evtl. Beschädigungen am Zentralkörper werden durch solche Seitenwände überdeckt.

Es genügt, wenn die Breite der Überlappung im Bereich von 1 bis 5 mm liegt, und/oder wenn die Dicke der Überlappung im Bereich von 0,1 bis 1,0 mm liegt.

Mit Vorteil zeichnet sich der Eckverbinder dann aus, wenn er vorzugsweise aus Kunststoff besteht, und wenn die beiden Steckzungen an den Zentralkörper angegossen sind. Statt Kunststoff kann natürlich auch ein anderes Material verwenden, beispielsweise Aluminium.

Zwecks Verstärkung der Arretierung kann vorgesehen sein, dass an jeder der beiden Seiten zwei Steckzungen angeordnet sind, die im Winkel ungleich 0° zu einander verlaufen. Auch kann vorgesehen sein, dass mindestens eine an jeder Seite angeordnete Steckzunge eine Nase besitzt.

Von besonderer Bedeutung ist vorliegend, dass die Konstruktion und Dimensionierung so getroffen werden können, dass die Unterseite des Steckverbinders in eingebautem Zustand in derselben Ebene liegt wie die Unterseite der beiden Profilleisten.

Zur Arretierung der Abdeckung auf dem Zentralkörper können Stifte und Aufnahmelöcher für die Stifte vorgesehen sein. Ebenso ist eine Arretierung über Klemmsitz möglich.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand von 8 Figuren näher erläutert. Es zeigen:

1 einen Blick von außen auf einen Halterrahmen für ein Fliegengitter,

2 die dabei verwendete Profilleiste im Schnitt A-A,

3 einen Blick auf einen Eckverbinder,

4 einen Schnitt B-B durch den rechten Rand des Eckverbinders, wo sich eine Überlappung befindet,

5 einen Schnitt C-C durch den unteren Rand des Eckverbinders, wo sich eine weitere Überlappung befindet,

6 eine perspektivische Darstellung eines Eckverbinders mit umlaufenden Überlappungen für die Enden zweier durch Steckzungen festgehaltener Profilleisten,

7 einen Blick auf einen T-Verbinder,

8 eine Ansicht einer Abdeckung von unten und

9 eine Ansicht eines passenden Zentralkörpers mit Steckzungen von oben.

1 zeigt im Aufblick einen rechteckigen Tragrahmen 2, der auf einem nicht gezeigten Fensterrahmen mit nicht dargestellten Befestigungsmitteln, z.B. mit Hilfe von Klammern, befestigt werden kann. Er dient zum Halten eines Gewebes 4, im vorliegenden Fall eines Fliegennetzes.

Der Tragrahmen 2 besitzt vier Profilleisten 6, 8, 10 und 12, die an ihren Enden durch identisch aufgebaute Eckverbinder 14, 16, 18, und 20 zusammengehalten werden. Die Eckverbinder 14 bis 20 besitzen, wie aus der dargestellten Aufsicht erkennbar, eine quadratische Form. Sie können aber prinzipiell auch eine andere Form besitzen; sie können z.B. auch langgestreckt-rechteckig, L-förmig, dreieckig oder halbrund geformt sein.

Die Eckverbinder 14 bis 20 bestehen bevorzugt aus einem Spritzguß-Material, z.B. aus Kunststoff wie ABS, Nylon, PP oder PP mit Langglasfasern, oder aus Aluminium oder einem anderen Leichtmetall. Auch Holz kann prinzipiell eingesetzt werden.

Wie sich aus der Schnittzeichnung A-A von 2 ergibt, ist jede der vier Profilleisten 6 bis 12 auf der Außenseite 22 gewölbt, um ein gefälliges Aussehen zu erzielen. Wichtig ist, dass die Anordnung so getroffen ist, dass die Unterseite 24 jedes Eckverbinders 14 bis 20 in eingebautem Zustand in derselben Ebene liegt wie die Unterseite 26 der Profilleisten 6 bis 12. Die Profilleisten 6 bis 12 haben eine Breite B von weniger als 50 mm, vorliegend bevorzugt die Standardbreite von 30 mm, und eine Höhe H von weniger als 15 mm, vorliegend von etwa 9 mm. Außerdem besitzen sie eine zentral gelegene größere Aufnahmekammer 28 zur Aufnahme und Arretierung einer etwa mittig am quadratischen Zentralkörper angeordneten Steckzunge 30 und eine seitwärts davon gelegene, etwas kleinere Aufnahmekammer 32 zur Aufnahme und Arretierung einer weiteren, seitlich am Zentralkörper angeordneten Steckzunge 34. Die Aufnahmekammer 28 ist an der Unterseite 26 mit einem Schlitz 36 versehen.

Aus 2 wird auch deutlich, dass jede Profilleiste 6 bis 12 an der anderen Seite eine Einklemm-Kammer 38 mit einer größeren Eingangsöffnung zum Einführen oder Einklemmen des Rands des Gewebes 4 aufweist. Dieses Gitter, Vlies oder Gewebe 4 kann, allgemein gesprochen, zur Abwehr von Insekten, z.B. Fliegen, von Pollen, aber auch von Sonnenstrahl-Einfall dienen.

In 3 ist der Eckverbinder 14 in Aufsicht vergrößert dargestellt. Für die weitere Erörterung genügt es, diesen Eckverbinder 14 zu beschreiben. Die Breite x an seiner Unterseite 24 beträgt weniger als 50 mm, vorliegend nur ca. 33 mm. Und seine Höhe y beträgt weniger als 15 mm, bevorzugt etwa 10 mm. Er besitzt an den beiden Seiten, die den Profilleisten 6, 12 zugewandt sind, jeweils die erwähnten Haltestangen, Zapfen oder Steckzungen 30, 34. Sie können z.B. eine beträchtliche Länge, z.B. 40 bis 50 mm, besitzen, um einen sicheren Halt in den zugeordneten Aufnahmekammern 28 bzw. 32 zu gewährleisten. Um diesen Halt besonders sicher zu machen, kann mindestens eine der Steckzungen 30, 34 mit einer Vorwölbung oder lang gestreckten Nase 40 versehen sein.

Als weitere Maßnahme zur sicheren Arretierung kann auch vorgesehen sein, dass an jeder der beiden Seiten des Eckverbinders 14 die dort angeordneten Steckzungen 30, 34 im Winkel w ungleich 0° nach außen verlaufen. Der Verlauf kann auf einander zu, aber auch von einander weg vorgesehen sein. In beiden Fällen ergibt sich eine Klemmarretierung nach dem Prinzip der Verspreizung.

In 3 ist gezeigt, dass die auf Stoß mit der Profilleiste 12 zusammenzufügende Profilleiste 6 an ihrem Ende 42 ungleichmäßig oder rauh abgeschnitten ist. Diese Tatsache soll dem Betrachter des Tragrahmens 2 verborgen sein. Entsprechendes soll natürlich auch für das möglicherweise ebenfalls rauhe Ende der Profileiste 12 gelten. Um dieses zu erreichen, soll der Betrachter nur die beiden Seiten 44, 46 des Eckverbinders 14 sehen können. Dies wird erreicht durch gewölbte Überlappungen 48, 50, die auch aus den 4 und 5 zu ersehen sind. Sie brauchen nur eine Breite b von 1 bis 3 mm zu besitzen. Ihre Dicke d kann im Bereich von nur 0,2 bis 1,0 mm liegen. Die Enden der Profilleisten 6, 12 (hier: bevorzugt Standard-Breite B = 30 mm) passen somit gerade in den jeweils von der Überlappung 48, 50 umgebenen Raum). Aus diesen Maß-Angaben wird deutlich, dass die Überlappungen 48, 50 nur eine äußerst geringe Arretierungshilfe bieten. Zum eigentlichen Festhalten werden, wie erwähnt, die Steckzungen 30, 34 eingesetzt. Mit anderen Worten: Die relativ schmale Überlappung 48, 50 dient jeweils ganz primär nicht der Arretierung, sondern in erster Linie dem optischen Ausgleich (Sichtschutz) von Schnittfehlern bei der Herstellung der auf Stoß oder Gehrung geschnittenen Profilleisten 6 bzw. 12 sowie dem Schutz vor Verletzungen. Dasselbe gilt natürlich auch für die anderen Eckverbinder 16 bis 20.

In den 3 bis 5 ist dargestellt, dass jede gewölbte Überlappung 48, 50 den oberen Bereich und die seitlich daran anschließenden Bereiche, nicht jedoch die Unterseite 24 des Eckverbinders 14 abdeckt, also im Prinzip drei Seiten. Natürlich kann auch jeweils eine vollständig umlaufende Überlappung 48, 50 eingesetzt werden.

In 6 ist ein quaderförmiger, d.h. nicht-gewölbter Eckverbinder 14 mit ebener Oberseite gezeigt. Die Oberseite ist hier die Ansichtseite. Die Überlappungen 48, 50 sind in 6 rechteckig-rahmenförmig ausgebildet. Hier werden die Oberseite und die rechts und links davon anschließenden Seiten abgedeckt. Von Bedeutung ist, dass – wie entsprechend auch in den vorangehenden Figuren unterstellt – der Eckverbinder 14 aus einem Zentralkörper 14B mit angesetzten Steckzungen 30, 34 und einem aufgesetzten Deckel oder einer Kappe oder aber Abdeckung 14A besteht.

Ein Bausatz, gekennzeichnet durch vier der beschriebenen erfindungsgemäßen Eckverbinder und durch mindestens eine passende Profilleiste, ist durch Feilbieten und Verkauf gewerblich nutzbar.

Die voranstehend aufgezeigten Maßnahmen zum Sicht- und Verletzungsschutz bei sich ergebender geringer Höhe und hoher Stabilität lassen sich nicht nur bei einem Eckverbinder im strengeren Sinne, sondern mit gleichem Ergebnis und Vorteil auch bei einem T-Verbinder anwenden. Der hier verwendete Begriff „Eckverbinder" soll daher auch einen solchen T-Verbinder mitumfassen.

An einem T-Verbinder treffen die Enden von drei Profilleisten zusammen. Ein solcher T-Verbinder wird z. B. zur Montage der Mittelstrebe oder -sprosse bei einem großen Fenster oder einer großen Tür eingesetzt. Mittels einer solchen Mittelsprosse kann ein Durchhängen vermieden werden. Insbesondere kann ein solcher T-Verbinder Anwendung finden bei einer Insektenschutz-Tür.

Ein T-Verbinder mit drei jeweils um 90° gegeneinander versetzten Steckzungen 30, 62 ist in 7 gezeigt. Die verwendeten Überlappungen sind mit 48, 50 und 64 bezeichnet. An der mittleren Steckzunge 30 wird eine Profilleiste, die die Mittelsprosse eines Tragrahmens bildet, festgemacht.

In 8 und 9 sind noch einmal die bereits in 6 dargestellte Kappe oder Abdeckung 14A bzw. der zugehörige Zentralkörper 14B dargestellt. Die abnehmbare Abdeckung 14A besitzt zwei schmale heruntergezogene Seitenwände 14n, 14m sowie im mittleren Bereich ihres Deckels zwei (oder ggf. mehr) Arretierstifte 14x 14y. Diese greifen in entsprechende Aufnahmelöcher 14p, 14q auf der Oberseite des Zentralkörpers 14B ein. Dieser Zentralkörper 14B ist hier im wesentlichen quadratisch ausgebildet.

2
Tragrahmen
4
Gewebe
6, 8, 10, 12
Profilleisten
14, 16, 18, 20
Eckverbinder
14A
Abdeckung
14B
Zentralkörper
14n
Seitenwand
14m
Seitenwand
14p
Aufnahmeloch
14q
Aufnahmeloch
14x
Arretier-Stift
14y
Arretier-Stift
22
Außenseite der Profilleiste
24
Unterseite des Eckverbinders
26
Unterseite der Profilleiste
28
zentrale Aufnahmekammer
30
mittige Steckzunge
32
seitwärts gelegene Aufnahmekammer
34
seitliche Steckzunge
36
Schlitz
38
Einklemm-Kammer
40
Nase
42
Ende der Profilleiste
44, 46
Seiten des Eckverbinders
48, 50
Überlappung
52
Holm
54
obere Deckplatte
56
Deckplatte
62
Steckzunge
64
Überlappung
B
Breite der Profilleiste
H
Höhe der Profilleiste
b
Breite der Überlappung
d
Dicke der Überlappung
w
Winkel
x
Breite des Eckverbinders
y
Höhe des Eckverbinders


Anspruch[de]
Eckverbinder (14) zur Verbindung zweier benachbarter, mit einer Aufnahmekammer (28, 32) versehener Profilleisten (6, 12) eines Tragrahmens (2), der zum Halten eines Gewebes (4) vorgesehen ist, wobei an den beiden Seiten (44, 46), die den Enden der Profilleisten (6, 12) zugewandt sind, jeweils mindestens eine Steckzunge (30, 34) angeordnet ist, die zur festen Arretierung in der Aufnahmekammer (28, 32) der zugeordneten Profilleiste (6, 12) dient, dadurch gekennzeichnet, dass an den beiden Seiten (44, 46) als Schutz jeweils eine Überlappung (48, 50) zur Überdachung des Endes (42) der Profilleisten (6, 12 ) angeordnet ist, wobei die Überlappung (48, 50) durch eine ggf. abnehmbare Abdeckung (14A) auf einem Zentralkörper (14B) gebildet ist. Eckverbinder (14) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Überlappung (48, 50) zumindest an einer Aufsichtseite und bevorzugt an der Oberseite und den rechts und links anschließenden Seiten unter Freilassung der Unterseite (24) angeordnet ist (35). Eckverbinder (14) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (14A) mindestens eine heruntergezogene Wand (14m, 14n) besitzt. Eckverbinder (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (b) der Überlappung (48, 50) im Bereich von 1 bis 5 mm liegt. Eckverbinder (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke (d) der Überlappung (48, 50) im Bereich von 0,1 bis 1,0 mm liegt. Eckverbinder (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass er vorzugsweise aus Kunststoff besteht, und dass die Steckzunge (30, 34) an den Zentralkörper (14B) angegossen ist. Eckverbinder (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder der beiden Seiten die Steckzunge (30) etwa zentral angeordnet ist. Eckverbinder (14) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zentral angeordnete Steckzunge (30) einen größeren Querschnitt besitzt als eine benachbarte Steckzunge (34). Eckverbinder (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder der beiden Seiten zwei Steckzungen (30, 34) angeordnet sind, die im Winkel (w) ungleich 0° zu einander verlaufen. Eckverbinder (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die an jeder Seite angeordnete Steckzunge (30, 34) eine Nase (40) besitzt. Eckverbinder (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass seine Unterseite (24) in eingebautem Zustand in derselben Ebene liegt wie die Unterseite (26) der beiden Profilleisten (6, 12). Eckverbinder (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass seine Höhe (y) weniger als 15 mm, bevorzugt weniger als 10 mm beträgt. Eckverbinder (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (x) an seiner Unterseite (24) weniger als 50 mm, für Profilleisten (6, 12) einer Standardbreite (B) von 30 mm bevorzugt wenig mehr als 30 mm beträgt. Eckverbinder (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass er eine abgerundete Oberfläche besitzt (4 und 5). Eckverbinder (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass er für auf Stoß geschnittene Profilleisten (612) vorgesehen ist (3 bis 6). Eckverbinder (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass er für auf Gehrung geschnittene Profilleisten (612) vorgesehen ist. Eckverbinder (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass er – in Aufsicht gesehen – rechteckig, quadratisch, L-förmig, dreieckig oder abgerundet gestaltet ist (3, 6). Eckverbinder (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass er eine weitere Steckzunge (62) mit Überlappung (64) besitzt und einen T-Verbinder bildet (9). Eckverbinder (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (14A) mindestens einen Arretierstift (14x, 14y) besitzt, der in ein Aufnahmeloch (14p, 14q) im Zentralkörper (14B) einführbar ist. Tragrahmen (2) für ein Gewebe (4), gekennzeichnet durch vier Eckverbinder (14 bis 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 17. Tragrahmen (2) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass er auch zwei T-Verbinder umfasst (9). Bausatz zur Herstellung eines Tragrahmens (2), gekennzeichnet durch vier Eckverbinder (14 bis 20) nach einem der Ansprüche 1 bis 17 und mindestens eine Profilleiste (6 bis 12). Bausatz nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass er auch zwei T-Verbinder umfasst.






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