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Dokumentenidentifikation DE102005048114A1 12.04.2007
Titel Holzspaltgerät, manuell zu bedienen
Anmelder Schibli, Mark, 51597 Morsbach, DE
Erfinder Schibli, Mark, 51597 Morsbach, DE
DE-Anmeldedatum 06.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005048114
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse B27L 7/00(2006.01)A, F, I, 20051006, B, H, DE
Zusammenfassung Das hier beschriebene Holzspaltgerät erleichtert das manuelle Spalten abgelängter Baumstämme dadurch,
· dass ein Fallkörper nicht mehr in seine Ausgangslage gehoben sondern gezogen wird,
· macht es praktisch gefahrlos und
· bietet darüber hinaus auch die Möglichkeit, Rundholz im gesamten Durchmesser-Bereich zu spalten, der üblicherweise für die Haushaltsversorgung zum Spalten anfällt,
· und zwar weitgehend unabhängig von körperlicher Leistungsfähigkeit und Ausdauer des Bedieners.

Beschreibung[de]

Zum manuellen Spalten abgelängter Baumstämme sind Hilfsmittel auf dem Markt, die die schwere körperliche Arbeit erleichtern.

Darunter ist ein Gerät der Firma AGMA, Schweden, das die zum Spalten erforderliche Kraft durch kinetische Energie nutzt, die durch den freien Fall eines Fallgewichtes von 3,5 kg frei wird. Die körperliche Arbeit besteht im Hochheben des Gewichtes, das – geführt an einem Stab – herunterfällt auf einen zuvor auf dem zu spaltenden Holz aufgesetzten Spalt-Keil, um diesen in das zu spaltende Holz einzutreiben. ⇒ Patent EP 0 783 402 B1

Die Nachteile dieser Konstruktion, die mit dem hier beschriebenen neuen Konzept behoben werden, sind

  • • Die Reichweite menschlichen Hebens, die nur ein sehr begrenztes Anheben des Fallkörpers und begrenzte Stammlänge von 40 cm zulässt, wie der Hersteller empfiehlt,
  • • Die durch die mögliche Hebe-Höhe und das Gewicht des Fallkörpers begrenzte Eindring-Kraft des Spalt-Keils.
  • • Die fortwährende Belastung des menschlichen Körpers (der Bedienungsperson) durch Heben des Fallkörpers bis in die Streckposition des Rückgrates.
  • • Die Verletzungsgefahr die durch das Berühren des Fallkörpers mit der Hand des Bedieners durch die Gefahr des Einklemmens gegeben ist.

Mit dem nachstehend vorgestellten Modell wird nämlich vorgeschlagen, den Fallkörper an einem Seil oder an einer Kette über eine im oberen Bereich des Gerätes angebrachte Umlenkrolle anzuheben, wobei die Fallhöhe weder durch Wuchshöhe des Bedieners noch durch den möglichen menschlichen Bewegungsbereich begrenzt ist.

Dadurch wird erreicht, dass das Seil nur nach unten gezogen werden muss, und zwar ohne dass es zu einer Berührung des Fallkörpers kommt, die übrigens – wie schon erwähnt – nicht ungefährlich ist.

Da der Mensch leichter Ziehen als Heben oder Drücken kann, ist es mit dieser Methode zusätzlich möglich, den Fallkörper schwerer als 3,3 kg auszulegen und zwar im Hinblick auf die Tatsache, dass die auf den Spaltkeil ausgeübte Kraft proportional dem Gewicht des Fallkörpers, aber überproportional zur Fallhöhe zunimmt.

In einer weiteren Ausgestaltung ist es denkbar, das zum Hochheben verwendete Seil bzw. die entsprechende Kette durch eine zweite Umlenkrolle so in die Horizontale umzulenken, dass das Ziehen in der – im allgemeinen bevorzugten – Beckenhöhe des Menschen erfolgt. Dabei kommt nämlich auch die Muskulatur der Oberschenkel vorteilhaft zum Einsatz.

Damit Seil oder Kette nach dem Hochziehen des Fallkörpers und Loslassen des Seils nicht ungewollt oder unkontrolliert durch die Hände gleiten, ist eine Arretierung zweckmäßig, die wirksam wird, wenn der Fallkörper die obere Position erreicht. Sie kann zeitlich verzögert und/oder manuell gelöst werden, ggf. mit einem Handabweiser im Aufschlagbereich des Fallkörpers oder einer Schutzvorrichtung gekoppelt um sicherzustellen, dass sich niemand in diesem Gefahrenbereich aufhält.

So kann beispielsweise der Fallkörper durch eine oder mehrere federnde Klinken in der oberen Stellung gehalten und die Klinken durch Fernbedienung (Bowdenzug oder Seilzug) vom Boden aus gefahrlos gelöst werden. Durch eine einfache mechanische Verbindung sollte sichergestellt werden, dass der Bereich des fallenden Fallkörpers vor Auslösen der Klinken durch handabweisende Drähte, Bleche oder dergl. so abgeschirmt wird, dass keine Verletzungsgefahr besteht.

Vorzugsweise wird als Zugseil ein besonders elastisches und verschleißfestes Material verwendet, wie Nylon, Kevlar oder dergleichen.


Anspruch[de]
Manuell zu bedienendes Gerät zum Spalten von Stirn- oder Langholz mittels eines Spaltkeils, der durch die kinetische Energie eines Fallkörpers eingetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Fallkörper an einem Seil oder einer Kette befestigt ist, die über eine Umlenkrolle im oberen Bereich des Gerätes geführt wird. Spaltgerät gemäß dem vorherigen Anspruch, jedoch gekennzeichnet durch eine weitere Umlenkrolle zum Umlenken des zu ziehenden Befestigungsseiles in die Horizontale. Spaltgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Fallkörper oder das Seil bzw. die Kette zum Hochziehen des Fallkörpers arretiert werden, wenn der Fallkörper die (obere) Ausgangslage erreicht hat und entweder zeitlich verzögert oder manuell zur Einleitung des freien Falles freigegeben werden kann. Spaltgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fallkörper hochgezogen wird mit einem Seil aus Nylon, Kevlar oder anderem hochfesten und verschleißfestem Material.






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