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Dokumentenidentifikation DE102005048115A1 12.04.2007
Titel Tabakportionsverpackung
Anmelder Brinkmann Tabakfabriken GmbH, 28197 Bremen, DE
Erfinder Anoriën, Marco, 28359 Bremen, DE
Vertreter Eisenführ, Speiser & Partner, 28195 Bremen
DE-Anmeldedatum 06.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005048115
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse A24C 5/40(2006.01)A, F, I, 20051006, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A24B 13/00(2006.01)A, L, I, 20051006, B, H, DE   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Tabakportionsverpackung zum Bereitstellen einer Tabakportion zum Fertigen einer Zigarette oder dgl., mit einer länglichen Hülle zum Umhüllen der Tabakportion. Erfindungsgemäß weist der von der Hülle umhüllte Raum einen Querschnitt quer zur Längsrichtung der Tabakportionsverpackung auf, der im Wesentlichen über die Längsrichtung konstant ist und dessen größter Durchmesser größer als der Innendurchmesser einer handelsüblichen Zigarette ist, insbesondere größer als 8,3 mm ist. Hierdurch kann eine Tabakportion zum Anfertigen einer Zigarette bereitgestellt werden, die zumindest in ihren Querschnittsabmessungen noch formbar ist, wodurch eine hohe Flexibilität erreicht wird.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Tabakportionsverpackung zum Bereitstellen einer Tabakportion zum Herstellen einer Zigarette oder dergleichen, mit einer länglichen Hülle zum Umhüllen der Tabakportion.

Eine solche Tabakportionsverpackung ist beispielsweise bekannt aus der EP 0 818 961. Demnach wird in einer Stranghülle eine Tabakfüllung einer fertigen Zigarette bereitgestellt, wobei die enthaltene Tabakportion hinsichtlich Querschnitt und Länge dem Tabakaufnahmeraum einer Zigarettenpapierhülse angepasst ist. Eine solche mit Tabak gefüllte Stranghülle ist zur Verwendung in einer Stopfvorrichtung zum Herstellen einer Zigarette vorgesehen. Hierzu wird die gefüllte Stranghülle in die Stopfvorrichtung eingelegt, längsseitig leicht eingeklemmt, die Stranghülle seitlich herausgezogen, so dass die Tabakportion ohne Hülle in der Stopfvorrichtung verbleibt, und die verbleibende Tabakportion, die bereits an den Querschnitt und die Länge einer Zigarettenpapierhülse angepasst ist, in eine solche mittels eines Schiebers in axialer Richtung hineingeschoben.

Nachteilig hierbei ist, dass die Stranghülle einerseits eine Festigkeit aufweisen muss, die geeignet ist, die Tabakportion zu halten, die andererseits aber durch Ziehen an einer Grifflasche leicht geöffnet werden können muss, um dadurch den Tabak in der Stopfvorrichtung freigeben zu können, ohne dass die Stranghülle dabei in ungünstiger Weise reißt und in der Stopfvorrichtung partiell verbleibt und dadurch die Funktionsfähigkeit der Stopfvorrichtung beeinträchtigt.

Weiterhin sind vorportionierte Tabakerzeugnisse bekannt, die eine an den Stirnseiten offene zylindrische Umhüllung der Tabakportion aufweisen. Die Umhüllung ist hierbei an einer axialen Naht fest verklebt, die nicht geöffnet werden kann. Zum Herstellen einer Zigarette wird ein solches Tabakprodukt in eine Stopfmaschine eingelegt, die geeignet ist, die Tabakportion in axialer Richtung aus der Umhüllung heraus und in eine Zigarettenhülse hineinzuschieben. Die Umhüllung darf hierbei nicht beschädigt werden und wird erst nach dem Herausschieben der Tabakportion aus dem Stopfgerät entnommen. Ein solches Tabakerzeugnis stellt hohe Anforderungen sowohl an die Fertigungsgenauigkeit, als auch die Festigkeit der Klebnaht als auch an die innere Oberfläche der Umhüllung, die einen möglichst geringen Reibbeiwert aufweisen muss. Werden eine oder mehrere dieser hohen Anforderungen nicht eingehalten, ist ein problemloses Herausschieben der Tabakportion aus der Umhüllung bei gleichzeitigem Hineinschieben dieser Tabakportion in die Zigarettenhülse gefährdet.

Noch weiter sind Tabakerzeugnisse bekannt, bei denen eine Tabakportion in einer zylindrischen Hülle bereitgestellt wird, wobei die Tabakportion einschließlich dieser Hülle in einer Zigarettenhülse zu schieben ist. Die Umhüllung besteht hierbei aus einem äußerst dünnen Material, das zusätzlich so perforiert ist, dass das Tabakerzeugnis erst mithilfe einer weiteren Umhüllung wie einer Zigarettenhülse geraucht werden kann. Auch bei diesem Tabakerzeugnis werden hohe Anforderungen an die Herstellung desselben gestellt. Darüber hinaus verbleibt die perforierte Umhüllung in der hergestellten Zigarette kann daher die Schadstoffwerte der Zigarette beeinflussen, was bei der Herstellung entsprechend zu berücksichtigen ist.

Nachteilig bei diesen bekannten Tabakerzeugnissen sind die beschriebenen hohen Anforderungen an die Herstellungsqualität.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine weitere Tabakportionsverpackung bereitzustellen, die insbesondere eine einfachere Herstellung ermöglichen soll.

Erfindungsgemäß wird eine Tabakportionsverpackung gemäß dem Oberbegriff vorgeschlagen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der von der Hülle umhüllte Raum einen Querschnitt quer zur Längsrichtung der Tabakportionsverpackung aufweist, der im Wesentlichen über die Längsrichtung konstant ist und dessen Größendurchmesser größer als der Innendurchmesser einer handelsüblichen Zigarette ist, insbesondere größer als 8,3 mm ist. Bevorzugt ist der Querschnitt des umhüllten Raums größer als der Querschnitt einer handelsüblichen Zigarette, insbesondere größer als &pgr; 4,152 mm2, also größer als der Querschnitt eines Zylinders mit dem Durchmesser von 8,3 mm. Hierdurch kann eine Tabakportion bereitgestellt werden, um dann zum Herstellen einer Zigarette verwendet zu werden.

Durch die Verwendung einer länglichen Hülle kann hierin der Tabak bereits in länglicher, möglichst gleichmäßiger Verteilung bereitgestellt werden. Durch den gegenüber einer handelsüblichen Zigarette größeren Querschnitt bzw. Durchmesser desselben ist es zum Anfertigen einer Zigarette zunächst erforderlich, die Tabakportion – nachdem sie aus der Verpackung entnommen wurde – in radialer Richtung in ihrem Volumen zu verringern und ggf. in ihrer Querschnittsform anzupassen. Durch einen solchen Vorgang ist die Tabakportion auf den Querschnitt einer handelsüblichen Zigarette reduzierbar und kann nachfolgend zu einer Zigarette weiterverarbeitet werden. Eine solche Weiterverarbeitung besteht beispielsweise darin, die in der Querschnittsabmessung nun geformte Tabakportion in eine Zigarettenhülse in axialer Richtung einzuschieben. Zum Herstellen einer Zigarette ist die Tabakportionsverpackung somit zumindest in ihrem Durchmesser von der zu fertigenden Zigarette unabhängig. Die Tabakportionsverpackung ist somit vornehmlich zum mengenmäßigen Bereitstellen einer Tabakportion ausgebildet. Es kann dabei eine gleichmäßige Verteilung von Tabak in Längsrichtung der Tabakportionsverpackung beim Bereitstellen der Tabakportion erfolgen. Dadurch, dass die Tabakportionsverpackung in Querschnitt bzw. Durchmesser größer als eine handelsübliche Zigarette ausgeführt ist und somit im Wesentlichen unabhängig vom Durchmesser einer zu fertigenden Zigarette ist, resultieren geringe Anforderungen an die Fertigungsgenauigkeiten einer erfindungsgemäßen Tabakportionsverpackung.

Bevorzugt kann der Querschnitt kreisförmig, oval, rechteckig, insbesondere quadratisch, dreieckig oder sechseckig sein, wobei auch weitere Querschnittsformen wie beliebige Vielecke oder auch eine Halbkreisform in Betracht kommen. Solche Querschnittsformen können sich beispielsweise nach der Umverpackung für eine Vielzahl von Tabakportionsverpackungen oder nach einer kostengünstig bereitstellbaren Fertigungsanlage oder weiteren Kriterien richten.

Günstig ist es, wenn in der Tabakportionsverpackung Platz für etwa die Menge Tabak einer Zigarette vorgesehen ist. Das Vorsehen eines solchen Raumes innerhalb der Tabakportionsverpackung ist durch ein entsprechendes aufeinander Abstimmen der Länge der Tabakportionsverpackung sowie der Form und der Größe ihres Querschnitts erreichbar. Durch Anpassung des Raumes in der Tabakportionsverpackung auf die Menge Tabak einer Zigarette ist allein aus einem vollständig gefüllten Zustand der Tabakportionsverpackung – bei entsprechender Packdicke und Konsistenz des Tabaks – das Vorhandensein der Menge Tabak einer Zigarette erkennbar.

Bevorzugt enthält die Tabakportionsverpackung bereits Tabak, insbesondere Tabakfeinschnitt. Dadurch, dass Tabak in einer erfindungsgemäßen Tabakportionsverpackung enthalten ist, kann dieser nicht ohne weiteres in eine Zigarettenpapierhülse geschoben werden. Somit wird auf einfache Weise eine Menge Tabak für eine Zigarette bereitgestellt, ohne diese Tabakportion zumindest in ihrem Durchmesser bereits auf eine handelsübliche Zigarette zu pressen. Insoweit ist diese Tabakportionsverpackung flexibel in ihren Anwendungsmöglichkeiten.

Durch die bevorzugte Bereitstellung von Tabak in ungepresster Form ergibt sich in der Tabakportionsverpackung ein größerer Volumenbedarf gegenüber der Aufnahme gepressten Tabaks, so dass auch der Tabak aufgrund der fehlenden Pressung besser an ein solches Volumen angepasst ist. Wegen der fehlenden Pressung des Tabaks neigt dieser dazu, weniger einen Strang zu bilden, und vielmehr als loser Tabak zu verbleiben.

In einer günstigen Ausgestaltung besteht die Hülle der Tabakportionsverpackung aus einem flachen Material wie Papier und ist dabei bevorzugt gerollt. Die Herstellung einer Hülle aus flachem Material wie Papier gestaltet sich besonders einfach. Gerade für die Tabakindustrie ist die Verwendung und Verarbeitung solchen Materials geläufig. Eine einfache Herstellungsweise besteht beispielsweise darin, das flache Material auf eine bekannte Größe zu schneiden und das zugeschnittene Stück dann zu rollen, um so die Tabakportionsverpackung herzustellen. Auch zur Herstellung einer Tabakportionsverpackung die keine Zylinderform aufweist also im Querschnitt nicht kreisförmig ist, ist ein flaches Material wie Papier günstig einzusetzen, wobei auch die Hülle gerollt sein kann, wenn sich beispielsweise ein weiterer Produktionsschritt für die Bildung einer nichtkreisförmigen Querschnittsform anschließt. Das flache Material bildet bei der Herstellung bevorzugt einen Mantel, wie beispielsweise einen Zylindermantel, der verklebt ist, insbesondere entlang eines überlappenden Bereichs zumindest partiell verklebt ist, um eine axiale Naht zu bilden. Die Verklebung mittels einer zumindest partiell ausgebildeten axialen Naht ist ebenfalls auf einfache Weise durchführbar. Die Klebnaht kann dabei vor oder nach dem Rollen als auch vor dem Zuschneiden des flachen Materials erfolgen. Es werden insbesondere bei Verwendung ungepressten Tabaks geringe Anforderungen an die Haftkraft gestellt.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform überlappt sich der Mantel zumindest außen über den Bereich der Naht hinaus, so dass ein überstehender, abspreizbarer Mantelstreifen entsteht. Dieser Mantelstreifen kann sich dann, wenn das flache Material in Rollrichtung gesehen auf der gesamten Länge gerollt wurde, auch über die Naht hinaus an die Tabakportionsverpackung anschmiegen. Ebenso kann dieser Mantelstreifen im Falle einer zylindrischen Tabakportionsverpackung tangential von derselben abstehen. Bei einer beispielsweise dreieckigen oder rechteckigen Form der Tabakportionsverpackung, gemäß einem Schnitt quer zur Längsachse kann der Mantelstreifen als Verlängerung einer Außenfläche der Tabakportionsverpackung in Erscheinung treten. Dies sind jedoch nur verschiedene Möglichkeiten des Mantelstreifens, vor der Benutzung der Tabakportionsverpackung in Erscheinung zu treten. Jedenfalls ist gemäß der genannten Ausführungsform der Mantelstreifen so gestaltet, dass er insbesondere mit zwei Fingern einer menschlichen Hand gegriffen und von der Tabakportionsverpackung abgespreizt werden kann.

Bevorzugt ist der Mantelstreifen so gestaltet, dass bei gleichzeitigem Halten der übrigen Tabakportionsverpackung an ihm gezogen werden kann, um die Tabakportionsverpackung zu öffnen. Günstigerweise ist die Tabakportionsverpackung hierbei so gestaltet, dass die Verklebung leicht zu lösen ist, insbesondere dass sich die Verklebung durch Ziehen an den überstehenden Mantelstreifen lösen lässt, ohne dass der Mantelstreifen reißt. Hierdurch lässt sich die Tabakportionsverpackung auf einfache Weise öffnen und enthaltener Tabak entnehmen. Die leichte Lösbarkeit der Verklebung kann sich neben der Verwendung eines nur entsprechend schwach klebenden Klebstoffs auch durch die Größe der wirksamen Klebefläche ergeben. Hierzu kann der Klebstoff beispielsweise nur punktuell an wenige Klebstellen oder auch im Sinne einer Reihe vieler Klebpunkte ausgebildet sein.

Da die Hülle der Tabakportionsverpackung nach dem Entnehmen von Tabak keine weitere Verwendung findet, kann beim beschriebenen Öffnen der Tabakportionsverpackung auch ein Ablösen von Teilen des flachen Materials zweckmäßig, zumindest aber akzeptabel sein. Da die Tabakportionsverpackung nicht Gegenstand der zu fertigenden Zigarette ist, brauchen bei der Herstellung der Tabakportionsverpackung grundsätzlich keine für Zigaretten einzuhaltende Schadstoffwerte berücksichtigt zu werden. Hierdurch wird sowohl für die Auswahl des flachen Materials als auch für die Auswahl des Klebstoffs ein großer Bereich möglicher Materialien anwendbar. Die Auswahl der Materialen kann sich im Wesentlichen an deren Material- und Verarbeitungskosten orientieren.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Tabakportionsverpackung zwei Stirnseiten auf, die offen sind. Hierdurch ergibt sich eine einfache Ausgestaltung. Die längliche Form der Tabakportionsverpackung wirkt dabei dem Herausrutschen einer etwaigen in der Tabakportionsverpackung enthaltenen Tabakportion trotz offener Stirnseiten entgegen.

Durch die offene Gestaltung der Stirnseiten ist eine Tabakportionsverpackung herstellbar, die nur aus einem Mantel besteht, der die bereitzustellende Tabakportion umhüllt. Durch Entfernen dieser Hülle verbleibt somit lediglich die gegebenenfalls enthaltene Tabakportion.

Bevorzugt wird eine Tabakportionsverpackung vorgeschlagen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie nicht abrauchbar, insbesondere dass die Hülle nicht brennbar ist. Hierdurch wird ein versehentliches Rauchen der Tabakportionsverpackung durch den Benutzer verhindert. Dadurch wird vermieden, dass eine aufgrund des Materials insbesondere aufgrund darin enthaltener Schadstoffe zum Rauchen ungeeignete Tabakportionsverpackung versehentlich geraucht wird.

Das flache Material weist bevorzugt Aluminium, insbesondere eine Aluminiumbeschichtung auf. Durch die Verwendung von Aluminium in ausreichender Menge wird eine Nichtrauchbarkeit der Tabakportionsverpackung erreicht. Dabei kann das Aluminium als ausschließliches Material wie beispielsweise Aluminiumfolie vorhanden sein. Bevorzugt wird jedoch ein flaches Material, insbesondere Papier mit Aluminium verwendet, wobei auch ein mehrlagiges Material wie beispielsweise Papier mit Aluminiumfolie in Betracht kommt.

Weiterhin ist bei Aluminium günstig, dass dieses einfach zu verarbeiten ist.

Gemäß einer noch weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Tabakportionsverpackung dadurch gekennzeichnet, dass die Aluminiumbeschichtung nach außen weist. Hierdurch kann zusätzlich zu den oben beschriebenen Vorzügen von Aluminium ein gefälliges Äußeres erreicht werden. Weiterhin unterstreicht die Sichtbarkeit des Aluminiums die Nichtrauchbarkeit der Tabakportionsverpackung. Wenn die Aluminiumbeschichtung nicht nach innen weist, kann in der Tabakportionsverpackung, also zum Tabak hin, ein günstiges Reibverhalten von Aluminium nicht genutzt werden. Es wurde jedoch erkannt, dass bei der erfindungsgemäßen Tabakportionsverpackung, insbesondere beim Entnehmen des Tabaks durch Entfernen der Hülle durch Ziehen an einem abspreizbaren Mantelstreifen ein günstiges Reibverhalten im Inneren der Tabakportionsverpackung entbehrlich ist. Dies gilt umso mehr, als lediglich ungepresster Tabak enthalten ist. Stattdessen können durch die außenseitig angeordnete Aluminiumbeschichtung die positiven Eigenschaften nach außen hin genutzt werden. Hierzu gehört neben der genannten Sichtbarkeit auch das Kontaktverhalten zu Gegenständen, mit dem die Tabakportionsverpackung in Berührung kommt.

Beispielsweise eignet sich Aluminium auch dafür, eine Schrift, ein Symbol, ein Muster oder dergleichen ohne Verwendung von Farbe allein durch Prägung oder Verwendung unterschiedlicher Rauhigkeiten und Einsetzen anderer Oberflächeneigenschaften aufzubringen. Eine solche Aufbringung kann sowohl zu einem optischen als auch zu einem tastbaren Effekt führen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die folgenden Figuren erläutert. Es zeigen:

1 eine erste erfindungsgemäße Tabakportionsverpackung gemäß einer ersten Ausführungsform mit einem etwa kreisförmigen Querschnitt;

2 eine zweite erfindungsgemäße Tabakportionsverpackung gemäß einer zweiten Ausführungsform mit einem etwa quadratischen Querschnitt;

3 eine erste Tabakportionsverpackung gemäß 1 in einer ersten vereinfacht dargestellten Entnahmevorrichtung; und

4 eine zweite Tabakportionsverpackung gemäß 2 in einer zweiten vereinfacht dargestellten Entnahmevorrichtung.

1 zeigt eine etwa zylindrische Tabakportionsverpackung 1 die einen Durchmesser D aufweist, der erfindungsgemäß größer als der einer handelsüblichen Zigarette ist. Die Tabakportionsverpackung 1 weist eine Hülle 2 auf, die aus beschichtetem Papier besteht und dabei den enthaltenen Tabak 4 in Form einer Rolle umschließt. Diese Rolle wird dabei durch eine Klebenaht 6 zusammengehalten. Da die Klebnaht 6 in einer Ansicht gemäß der 1 nicht sichtbar ist, ist sie gestrichelt dargestellt. Die Hülle 2 setzt sich über die Klebnaht 6 hinaus fort und bildet dadurch einen abspreizbaren Mantelstreifen 8. Der Mantelstreifen 8 ist gegenüber dem Rest der Hülle 2 etwas schwächer gebogen, so dass er von dieser bereits leicht absteht.

Die Tabakportionsverpackung 1 ist an ihren Stirnseiten 10 offen gestaltet, so dass der Tabak 4 sichtbar ist. Einem etwaigen Herausrutschen der Tabakportion aus der Tabakportionsverpackung wird im Wesentlichen durch die langgestreckte Form der Tabakportionsverpackung und damit der Hülle 2 entgegen gewirkt. Es ergibt sich an der Innenseite der Hülle 2 eine große Reibfläche durch die eine entsprechende haltende Reibkraft zur Tabakportion vorliegt. Dabei ist der Reibbeiwert der genannten Innenfläche hoch. Ein niedriger Reibbeiwert ist zum Entnehmen der Tabakportion nicht erforderlich, da diese nicht zum axialen Herausschieben aus der Hülle 2 bestimmt ist. Die Entnahme ist vielmehr durch Öffnen der Hülle 2 an ihrer Klebnaht 6 vorgesehen.

2 zeigt eine zweite Tabakportionsverpackung 1' die gegenüber der ersten Tabakportionsverpackung 1 einen quadratischen Querschnitt aufweist.

Der größte Durchmesser D' des Querschnitts der Tabakportionsverpackung 1' ist der Abstand zweier sich diagonal gegenüberliegender Ecken dieses etwa quadratischen Querschnitts, wie in 2 zu erkennen ist. Die Hülle 2' verläuft in etwa rechtwinklig zueinander abgewinkelten Abschnitten 3'. Zwei der Abschnitte 3' sind im Bereich der Klebnaht 6' miteinander verklebt. Von einem Abschnitt 3' aus erstreckt sich die Hülle 2' über die Klebnaht 6' hinaus und bildet so den Mantelstreifen 8'.

Neben den gemäß 1 und 2 veranschaulichten kreisförmigen und quadratischen Querschnittsflächen kommt eine Vielzahl weiterer Formen der Querschnittsfläche in Betracht, wie beispielsweise eine ovale oder elliptische Form. Als weitere Beispiele seien rechteckige, dreieckige oder sechseckige Formen genannt. Auswahlkriterien für die jeweilige Form sind u. a. Herstellungskosten, ästhetische Gesichtspunkte als auch das Erreichen eines günstigen Packmaßes bei Verpacken mehrerer Tabakportionsverpackungen 2, 2' in einer größeren Umverpackung.

Die vereinfacht dargestellte Entnahmevorrichtung 12 weist gemäß 3 einen Grundkörper 14 mit einer zylindrischen Ausnehmung 16 auf. Die zylindrische Ausnehmung 16 ist an ihren Stirnseiten offen und weist einen axialen Schnitt 18 auf. In der zylindrischen Ausnehmung 16 ist eine Tabakportionsverpackung 1 axial eingeschoben, wobei der Mantelstreifen 8 durch einen axialen Schlitz 18 aus der Entnahmevorrichtung 12 herausragt. Zum manuellen Entnehmen des Tabaks 4 braucht nun nur an dem Mantelstreifen 8 der Hülle 2 in radialer Richtung gezogen zu werden. Durch ein solches Ziehen wird die Tabakportionsverpackung 1 gegen den axialen Schlitz 18 gezogen. Die Entnahmevorrichtung hält dann die Tabakportionsverpackung 1 zurück, wodurch Kraft auf die Klebnaht 6 wirkt die zum Lösen der Verklebung in diesem Bereich führt. Dabei wird sich die Hülle 2 zunächst zusammen mit dem Tabak 4 in der zylindrischen Ausnehmung 16 drehen, bis der Tabak 4 herausfällt und in der zylindrischen Ausnehmung 16 verbleibt. Die somit geöffnete Hülle 2 kann nun durch den axialen Schnitt 18 aus der Entnahmevorrichtung 12 herausgezogen werden, so dass allein der Tabak 4 in der zylindrischen Ausnehmung 16 zurückbleibt. Die Verklebung an der Klebnaht 6 ist dabei so leicht zu lösen, dass der beschriebene Vorgang durchgeführt werden kann, ohne dass der Mantelstreifen 8 reißt.

Zum Herstellen einer Zigarette ist es nun erforderlich, den in der zylindrischen Ausnehmung 16 verbliebenen Tabak 4 in die gewünschte Form zu bringen, um schließlich eine Zigarette manuell anfertigen zu können. Diese weiteren Anfertigungsschritte sind aus der vorliegenden Beschreibung, insbesondere der vereinfacht dargestellten Entnahmevorrichtung 12 nicht weiter zu erkennen. Die vereinfacht dargestellte Entnahmevorrichtung 12 ist lediglich zum Zwecke der Erläuterung der manuellen Entnahme des Tabaks 4 aus der Tabakportionsverpackung 1 angeführt.

In der zweiten Entnahmevorrichtung 12' gemäß 4 ist die zweite Tabakportionsverpackung 1 gemäß 2 mit etwa quadratischem Querschnitt in die zylindrische Ausnehmung 16' eingeschoben. Der Mantelstreifen 8' ragt dabei durch den axialen Schlitz 18' der Entnahmevorrichtung 12'. Auch bei der Verwendung der Tabakportionsverpackung 1' mit etwa quadratischem Querschnitt wird diese zum Entnehmen des Tabaks 4' durch Ziehen an dem Mantelstreifen 8' in eine Drehbewegung versetzt, wobei sich die Verklebung an der Klebnaht 6' schließlich löst. Die Art der Entnahme des Tabaks 4, 4' aus einer Tabakportionsverpackung 1, 1' ist somit auch bei unterschiedlichen Querschnittsformen der Tabakportionsverpackung im Wesentlichen gleich ausgestaltet.

Es wird also erfindungsgemäß eine Tabakportionsverpackung zum Bereitstellen einer Tabakportion zum Herstellen einer Zigarette, insbesondere einer Filterzigarette vorgeschlagen, die auf einfache Weise eine Tabakportion bereitstellt, indem sie gezielt eine Tabakportion bereitstellt, die zumindest in Form und Größe des Querschnitts quer zur Längsachse sämtliche Formgebungen offen lässt, so dass eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten der Tabakportion eröffnet sind.


Anspruch[de]
Tabakportionsverpackung (1; 1') zum Bereitstellen einer Tabakportion zum Herstellen einer Zigarette oder dgl., mit einer länglichen Hülle (2; 2') zum Umhüllen der Tabakportion, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Hülle (2; 2') umhüllte Raum einen Querschnitt quer zur Längsrichtung der Tabakportionsverpackung (1; 1') aufweist, der im Wesentlichen über die Längsrichtung konstant ist und dessen größter Durchmesser größer als der Innendurchmesser (0; 0') einer handelsüblichen Zigarette ist, insbesondere größer als 8,3 mm ist. Tabakportionsverpackung (1; 1') nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des umhüllten Raums größer als der Querschnitt einer handelsüblichen Zigarette ist, insbesondere größer als &pgr; 4,152 mm2 ist. Tabakportionsverpackung (1; 1') nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt kreisförmig, oval, rechteckig, insbesondere quadratisch, dreieckig oder sechseckig ist. Tabakportionsverpackung (1; 1') nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Tabakportionsverpackung (1; 1') etwa Platz für die Menge Tabak einer Zigarette vorgesehen ist. Tabakportionsverpackung (1; 1') nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tabakportionsverpackung (1; 1') Tabak, insbesondere Tabak-Feinschnitt, enthält. Tabakportionsverpackung (1; 1') nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Tabak ungepresst enthalten ist. Tabakportionsverpackung (1; 1') nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (2; 2') aus einem flachen Material wie Papier besteht, insbesondere gerollt ist. Tabakportionsverpackung (1; 1') nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das flache Material einen Mantel bildet, der verklebt ist, insbesondere entlang eines überlappenden Bereichs zumindest partiell verklebt ist, um eine axiale Naht (6; 6') zu bilden. Tabakportionsverpackung (1; 1') nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Mantel zumindest außen über den Bereich der Naht (6; 6') hinaus überlappt, so dass ein überstehender, abspreizbarer Mantelstreifen (8; 8') entsteht. Tabakportionsverpackung (1; 1') nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verklebung leicht zu lösen ist, insbesondere, dass sich die Verklebung durch Ziehen an dem überstehenden Mantelstreifen (8; 8') lösen lässt, ohne dass der Mantelstreifen (8; 8') reißt. Tabakportionsverpackung (1; 1') nach einem der Ansprüche 7–10, dadurch gekennzeichnet, dass das flache Material Aluminium, insbesondere eine Aluminiumbeschichtung aufweist. Tabakportionsverpackung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Aluminiumbeschichtung nach außen weist. Tabakportionsverpackung (1; 1') nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zwei Stirnseiten die offen sind. Tabakportionsverpackung (1; 1') nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie nicht abrauchbar ist, insbesondere, dass die Hülle (2; 2') nicht brennbar ist.






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