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Dokumentenidentifikation DE102005048124A1 12.04.2007
Titel Zahnriemengetriebe, insbesondere zum Treiben eines Förderbandes
Anmelder FEW Blankenburg GmbH, 38889 Blankenburg, DE
Erfinder Becker, Dietmar, 38889 Blankenburg, DE;
Grandt, Matthias, 38820 Halberstadt, DE;
Böttcher, Eberhard, 38889 Blankenburg, DE;
Nowakowsky, Frank, 38889 Blankenburg, DE
Vertreter Zinken-Sommer, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 80939 München
DE-Anmeldedatum 06.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005048124
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse B65G 17/02(2006.01)A, F, I, 20051006, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65G 17/42(2006.01)A, L, I, 20051006, B, H, DE   B65G 15/50(2006.01)A, L, I, 20051006, B, H, DE   F16H 7/06(2006.01)A, L, I, 20051006, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Getriebe zum Treiben eines Stetigförderers, insbesondere eines Gurtförderers oder Förderbandes.
Erfindungsgemäß wird ein Zahnriemengetriebe, bestehend aus einem oder mehreren nebeneinander liegenden Zahnriemen, an den Außenseiten der Zahnriemen von einem Fördergurt umschlungen. Dabei ist der Fördergurt mit den Zahnriemen kraft- oder formschlüssig verbunden. Der Kraftschluss kann durch Verklebung oder Vulkanisation sowie der Formschluss durch Vernietung oder Verschraubung erfolgen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Getriebe zum Treiben eines Stetigförderers, insbesondere eines Gurtförderers oder Förderbandes.

Es sind Antriebe für Gurtförderer bekannt, die mindestens aus einer Antriebstrommel mit der erforderlichen Antriebseinheit sowie weiteren Umlenkrollen, Tragrollen und meist auch Ablenkrollen bestehen. Die Antriebstrommel und die Tragrollen werden von dem endlosen Gurt umschlungen. Zur Erhöhung des Umschlingungswinkels an der Antriebstrommel wird die Ablenkrolle eingesetzt. Das von der Antriebseinheit erzeugte Drehmoment wird auf die Antriebstrommel übertragen. Unter Ausnutzung der Reibung zwischen der Antriebstrommel und dem Gurt wird das Drehmoment in eine Gurtzugkraft, die den Gurt in Bewegung setzt und hält, umgewandelt. Besonders nachteilig an diesem Antriebes ist jedoch der geringe Reibwert zwischen Antriebstrommel und Gurt, was sich bei langen Förderstrecken, großer Breite des Gurtes oder einem sehr großen Füllquerschnitt über dem Gurt äußerst nachteilig auf das Leistungsverhalten des Gurtförderers auswirkt.

Des Weiteren sind Antriebe für Gliederförderer bekannt, bei denen ein endloses Zugmittel oder mehrere endlose Zugmittel, d.h. Kettenstränge aus Rundstahlketten, Laschenketten oder Sonderketten in Verbindung mit einer Anzahl gleichartiger Förderelemente, wie Platten, Tröge, Kästen usw., die in gleichen Abständen angeordnet sind, das Gliederband bilden. Die Kettenstränge sind neben oder unter dem Förderelement angeordnet. Die Verbindung vom Kettenstrang zum Förderelement wird mittels der Befestigungslappen, die sich ein- oder beidseitig an den Kettenstrang bildenden Kettengliedern befinden, hergestellt.

Die Abstützung des Gliederbandes erfolgt meist mittels Laufrollen, die unter anderem mit einem Bund, d.h. einem Spurkranz, versehen sind. Die Laufrollen, die meist außerhalb des Gliederbandes angeordnet sind, rollen auf Führungsbahnen auf. Der eigentliche Antrieb für den Gliederförderer besteht aus einer Antriebseinheit mit Kettenrädern oder Kettensternen, die in den Kettenstrang oder die Kettenstränge eingreifen. Gleichzeitig erfolgt über diese Kettenräder oder Kettensterne die Umlenkung des Kettenstranges. Die Antriebe können am Kopf oder/und am Schluss des Gliederbandes angeordnet sein. Bei Förderlängen von größer 400 Metern, einem Fördergutstrom von größer 300 Tonnen/Stunde oder Steigungen mit einem Winkel bis 50 Grad sind Zwischenantriebe möglich.

Aus DE 41 18 748 C2 ist ein Kettengetriebe für Stetigförderer bekannt, bei dem die Kettenlaschen mit einer Verzahnung versehen sind, in die außerhalb des Umschlingungsbereiches ein oder mehrere Antriebseinheiten mit einem Zahnrad eingreifen.

Der Nachteil aller Kettengetriebe für Stetigförderer ist der hohe Wartungsaufwand (Schmierung, Reinigung) sowie ein hoher Verschleiß, insbesondere bei Kontaminierung durch das Fördergut.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Getriebe für einen Gurtförderer zu schaffen, der die beschriebenen Nachteile des Standes der Technik vermeidet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Ansprüche 2 bis 7 beinhalten vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Lösung aus Anspruch 1.

Erfindungsgemäß wird ein Zahnriemengetriebe, bestehend aus einem oder mehreren nebeneinander liegenden Zahnriemen, an den Außenseiten der Zahnriemen von einem Fördergurt umschlungen. Dabei ist der Fördergurt mit den Zahnriemen kraft- oder formschlüssig verbunden. Der Kraftschluss kann durch Verklebung oder Vulkanisation sowie der Formschluss durch Vernietung oder Verschraubung erfolgen.

Dieser so aufgebaute Gurtförderer besitzt an dem einen Ende eine Antriebstrommel mit einer oder mehreren Riemenscheiben für die Zahnriemen sowie an dem anderen Ende eine Umlenktrommel mit einer oder mehreren Riemenscheiben ohne Verzahnung. Zwischen der Antriebs- und der Umlenktrommel wird der Fördergurt von entsprechenden Tragrollen unterstützt.

Die Krafteinleitung an der Antriebstrommel erfolgt durch den Zahneingriff des Zahnriemens.

Der Vorteil dieser Anordnung besteht in dem stoßdämpfenden, geräuscharmen und wartungsfreien Lauf sowie in der schlupflosen Bewegungsübertragung bei sehr geringer Vorspannung (allgemein Verbindung der Vorteile von Kettengetrieben mit denen der Riemengetriebe durch Zahnriemengetriebe).

Durch die Führung der Zahnriemen in Riemenscheiben können in den Fördergurt eingeleitete Querkräfte (Schrägstellung der Fördereinrichtung) aufgenommen werden.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels und einer Zeichnung mit zwei Figuren näher erläutert. Die Figuren zeigt in

1 schematisch ein erfindungsgemäßes Zahnriemengetriebe in Seitenansicht,

2 schematisch ein erfindungsgemäßes Zahnriemengetriebe in Draufsicht.

Gemäß 1 und 2 wird ein Zahnriemengetriebe, bestehend aus einem oder mehreren nebeneinander liegenden Zahnriemen 1, an den Außenseiten der Zahnriemen von einem Fördergurt 2 umschlungen, auf dem sich das Fördergut 7 befindet. Dabei ist der Fördergurt 2 mit den Zahnriemen 1 kraft- oder formschlüssig verbunden.

Dieser so aufgebaute Gurtförderer besitzt an dem einen Ende eine Antriebstrommel 3 mit einer oder mehreren Riemenscheiben für die Zahnriemen 1, die von einer Antriebseinheit 6 angetrieben werden. An dem anderen Ende befindet sich eine Umlenktrommel 4 mit einer oder mehreren Riemenscheiben ohne Verzahnung. Zwischen der Antriebs- und der Umlenktrommel wird der Fördergurt 2 von entsprechenden Tragrollen 5 unterstützt.

1
Zahnriemen
2
Fördergurt
3
Antriebstrommel mit verzahnten Riemenscheiben
4
Umlenktrommel mit unverzahnten Riemenscheiben
5
Tragrolle
6
Antriebseinheit
7
Fördergut


Anspruch[de]
Getriebe zum Treiben eines Stetigförderers, insbesondere eines Gurtförderers oder Förderbandes, mit dem Fördergut (7) transportiert wird dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe aus einem Zahnriemengetriebe mit einem oder mehreren nebeneinander liegenden Zahnriemen (1) besteht und an den Außenseiten der Zahnriemen (1) von einem Fördergurt (2) umschlungen ist. Getriebe zum Treiben eines Stetigförderers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fördergurt (2) mit den Zahnriemen (1) kraft- und/oder formschlüssig verbunden ist Getriebe zum Treiben eines Stetigförderers nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftschluss durch Verklebung oder Vulkanisation erfolgt. Getriebe zum Treiben eines Stetigförderers nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Formschluss durch Vernietung oder Verschraubung erfolgt. Getriebe zum Treiben eines Stetigförderers nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Gurtförderer an dem einen Ende eine Antriebstrommel (3) mit einer oder mehreren Riemenscheiben für die Zahnriemen (1) sowie an dem anderen Ende eine Umlenktrommel (4) mit einer oder mehreren Riemenscheiben ohne Verzahnung besitzt Getriebe zum Treiben eines Stetigförderers nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Tragrollen (5) den Fördergurt (2) zwischen der Antriebstrommel (3) und der Umlenktrommel (4) unterstützen. Getriebe zum Treiben eines Stetigförderers nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Krafteinleitung an der Antriebstrommel (3) durch den Zahneingriff der Zahnriemen (1) erfolgt.






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