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Dokumentenidentifikation DE102005048158A1 12.04.2007
Titel Auslegestation für eine Druckmaschine
Anmelder Platsch GmbH & Co.KG, 70565 Stuttgart, DE
Vertreter Ostertag & Partner, Patentanwälte, 70597 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 06.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005048158
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse B41F 23/06(2006.01)A, F, I, 20051006, B, H, DE
Zusammenfassung Eine Auslegstation (10) einer Druckmaschine ist mit einer Einrichtung (40) zum Bestäuben der noch klebrigen Druckfarbenschicht versehen.
Um freien Puder aus dem Gehäuse der Auslegstation abzusaugen, ist eine Absaugeinrichtung (60) vorgesehen, welche der Ablegstation (46) benachbarte Absaugkästen (64, 72, 76) umfasst.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Auslegstation für eine Druckmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Deratige Auslegstationen stellen die aus einer Druckmaschine herauslaufenden fertigen Druckprodukte zu einem Stapel für eine Weiterverarbeitung wie Falzen, Heften und Schneiden zusammen. Damit die übereinander gestapelten Druckbögen nicht über ihre noch klebrigen Druckfilme zusammehbacken, werden die Druckfilme mit einem feinen Puder (z.B. Maisstärke mit 2-4&mgr;m Partikelgröße) bestäubt, bevor sie auf dem Ablegplatz auf den obersten der einzelnen Druckbögen im Stapel gelegt werden.

Ein solches Bestäuben verhindert zwar ein Zusammenbacken; dies aber nur dann, wenn eine ausreichende Puderdichte auf die Oberseiten der Druckbögen gegeben wird. aufgebracht wird. Um eine Unterpuderung sicher zu vermeiden, fährt man derartige Bestäubngsstation eher mit einem Überschuß an Puderzufuhr als mit zu wenig Puder.

Überschüssiger Puder in der Auslegstation ist aber aus verschiedenen Gründen unerwünscht: Zum einen verschmutzt die Auslegstation. Der sehr feine und leichte Puder kann aber auch in weiter entfernte Druckmaschinenteile eindringen. Das wieder Reinigen von Auslegstation und benachbarten Abschnitten der Druckmaschine ist sehr zeitaufwendig.

Sammeln sich in der Auslegstation oder in der Druckmaschine größere Pudermengen an, so bleiben diese zunächst als lose zusammenhängende Schicht an Rahmen- oder Gehäuseteilen, aber auch an bewegten Teilen haften und fallen dann bei Erschütterungen oder bei Anströmung mit Luft als Fladen ab. Derartige Fladen aus Pulver beeinträchtigen die Ästhetik des fertigen Druckproduktes und sind deshalb ebenfalls unerwünscht.

Durch die vorliegende Erfindung soll das Problem gelöst werden, daß sich in der Auslegstation einer Druckmaschine größere Pudermengen ansammeln.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch eine Auslegstation mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen.

Bei der erfindungsgemäßen Auslegstation wird Puder, der nicht auf der Oberfläche der Druckprodukte haftet, vielmehr noch in der Luft schwebt, die sich im Inneren der Auslegstation befindet, abgesaugt, bevor er Gelegenheit hat, sich auf irgendwelchen Maschinenteilen abzusetzen.

Eine erfindungsgemäße Auslegstation ist zwar mechanisch etwas aufwendiger und kostspieliger als eine bekannte Auslegstation, dieser Nachteil wird aber durch deutlich niedere Reinigungskosten und bessere Qualität der Druckprodukte mehr als wett gemacht.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.

Da sich der Auslegförderer und die von ihm getragenen Greifer, welche die vorderen Kanten der Druckbögen erfassen, mit erheblicher Geschwindigkeit bewegen, erzeugen sie im Inneren der Auslegstation einen Wind. In dem entsprechenden Luftstrom befinden sich Puderpartikel, die entweder die Oberfläche der Druckprodukte nie erreicht haben oder an der klebrigen Oberfläche der Druckprodukte nicht hängen geblieben sind. Mit einer Absaugeinrichtung, wie sie im Anspruch 2 angegeben ist, kann man den größten Teil der Puderpartikel entsorgen, die von dem durch den Ablegförderer erzeugten Luftstrom mitgetragen werden.

Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 3 wird erreicht, daß man auch von den Seiten des Ablegplatzes her Puderpartikel-haltige Luft absaugen kann. Im Ablegbereich kommt es aufgrund der Geschwindigkeitsänderungen, die ein Druckbogen erfährt, zu einem Ablösen von nicht fest auf der Druckbogenoberseite liegenden Pulverpartikeln und zu unregelmäßigen Luftströmungen. Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 3 wird erreicht, daß die bei diesem Ablegen der einzelnen Druckbogen von Luft mitgenommenen Puderpartikel sehr effektiv und nahe beim Ort des Aufwirbelns abgesaugt werden.

Auch die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 4 gestattet ein Absaugen pulverhaltiger Luft in unmittelbarer Nähe des Ablegplatzes.

Bei einer Auslegstation gemäß Anspruch 5 kann man den Saugstrom durch die einzelnen Absaugfenster nach Bedarf einstellen, auch wenn die verschiedenen Absaugfenster von einem gemeinsamen Absauggebläse her mit Unterdruck beaufschlagt werden.

Legt man gemäß Anspruch 6 die Absaugfenster so aus, daß sie über eine größere Fläche hinweg gleichmäßig einen Luftstrom nach Art eines langsamen Vorhanges erzeugen, so ist gewährleistet, daß nur diejenigen Puderpartikel abgesaugt werden, die schon in der Luft schweben, nicht aber solche, die sich auf der Oberfläche der Druckprodukte befinden.

Demgemäß soll unter "langsam" in der vorliegenden Beschreibung und in den Ansprüchen ein Luftstrom verstanden werden, dessen Geschwindigkeit nicht dazu ausreicht, Puderpartikel, die sich schon auf einem Druckbogen befinden, wieder von diesem abzulösen.

Dagegen soll unter einem scharfen Luftstrom ein solcher verstanden werden, der zumindest einen Teil der schon auf einem Druckbogen niedergeschlagenen Puderpartikel wieder ablösen kann. Der scharfe Luftstrom wird dabei bezüglich seiner Strömungsgeschwindigkeit vorzusweise so eingestellt, daß er nur die lose auf dem Druckfilm liegenden Puderpartikel absaugt, die den Griff des Produktes beeinträchtigen und als unangenehm empfunden werden, auch deshalb, weil sie dann an den Fingern eines Benutzers kleben bleiben. Umgekehrt ist aber auch ein scharfer Luftstrom aber nicht imstande, solche Puderpartikel von der Oberfläche der Druckbögen abzulösen, die sich an klebrige Oberflächenbereiche angehängt haben.

Bei einer Auslegstation gemäß Anspruch 7 kann man überschüssige, nicht zum Vermeiden einer Blockbildung benötigte Anteile des auf einen Druckbogen liegenden Puder absaugen, was vom Benutzer der Druckprodukte als angenehm empfunden wird und auch im Hinblick auf die Wiederverwendung des Puders von Vorteil ist.

Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 8 wird erreicht, daß der Ablegförderer auch von solchen Puderschichten zuverlässig gereinigt wird, die sich auf seinen in der Regel metallischen Oberflächen niedergeschlagen haben. Der abgeblasene Puder wird durch das in der Nähe der Abblaseinrichtung angeordnete Absaugfenster zuverlässig abgesaugt und gelangt nicht zurück ins Innere der Auslegstation.

Dabei ist gemäß Anspruch 9 gewährleistet, daß der von Auslegförderer abgeblasene Puder nicht auf den Druckbogenstaüel gelangen kann.

Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 10 wird eine nochmals verbessere Reinigung des Auslegförderers von etwa auf ihm haftenden Puderpartikeln erhalten.

Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 11 wird so verhindert, daß in der Nachbarschaft der Bestäubungseinrichtung frei vagabundierender Puder erhalten wird, der sich in anderen Maschinenabschnitten niederschlagen könnte.

In Druckmaschinen, durch welche sowohl die Oberseite als auch die Unterseite eines Druckbogens bedruckt wird, oder auch bei solchen Druckprodukten, in denen es auf eine besonders zuverlässige Trennbarkeit der übereinander gestapelten Druckbogen ankommt, kann man die Druckbogen auch von der Unterseite bestäuben. Bei einer Maschine gemäß Anspruch 12 erhält man dann bezüglich der unteren Bestäubungseinrichtung die gleichen Vorteile, wie sie bei einer über dem Förderweg der Druckprodukte angeordneten Bestäubungseinrichtung gemäß Anspruch 11 erhalten werden.

Bei einer Auslegstation gemäß Anspruch 13 hat man in demjenigen Bereich, in welchem am meisten mit vagabundierendem Puder gerechnet werden muß, eine solche Abdeckwand zu den anderen Maschinenteilen hin, die sich ständig bewegt und ständig gereinigt wird. Diese Wand trägt somit einerseits Puderpartikel zuverlässig weg, und auf dieser Wand können sich auch keine Puderfladen bilden, die auf die Druckprodukte fallen könnten.

Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 14 ist im Hinblick auf eine ständige und effektive Reinigung des Abdeckförderers von Vorteil.

Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 15 gestattet es, eine erste Reinigung des Abdeckförderers schon vor dem Erreichen des Ablegplatzes vorzunehmen. Hierzu kann man ein sowieso zum Umlenken des Abdeckförderers notwendiges Leitelement verwenden, welches nur zu einem Saugkasten geschlossen zu werden braucht und über seine Leitfläche ansaugen kann.

Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 16 wird erreicht, daß der Abdeckförderer über seine gesamte Breite gleichmäßig von Puderpartikeln befreit wird.

Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 17 ist im Hinblick darauf vorteilhaft, die Oberfläche des Abdeckförderers besonders gründlich abzureinigen.

Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 18 ist im Hinblick auf die Wiederverwendung abgesaugten Puders von Vorteil.

Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:

1 eine seitliche schematische Ansicht einer Auslegstation einer Druckmaschine, die mit einer integrierten Puderabsaugeinricht versehen ist; und

2 eine schematische perspektivische Ansicht einer abgewandelten Puderabsaugeinrichtung für eine Auslegstation einer Druckmaschine.

In der Zeichnung ist mit 10 insgesamt eine Auslegstation bezeichnet, welche fertige Druckbögen von einer letzten Walze 12 eines nur teilweise noch angedeuteten letzten Druckturmes 14 einer Druckmaschine übernimmt.

Die Auslegstation 10 hat einen insgesamt mit 16 bezeichneten Auslegförderer, welcher zwei senkrecht zur Zeichenebene von 1 beabstandete Förderketten 18 aufweist, die um stromaufseitige Kettenräder 20 sowie stromabseitige Kettenräder 22 umlaufen. Die beiden Förderketten 18 tragen in regelmäßigen Abständen schematisch angedeutete Greifer 24, die mit einem nicht im einzelnen gezeigten Greifmechanismus versehen sind, mit welchem sie jeweils die Vorderkante eines Druckbogens erfassen können.

Ein unteres Arbeitstrum des Auslegförderers 16 hat einen schräg nach oben verlaufenden, ansteigenden Abschnitt 26 sowie einen sich hieran anschließenden horizontalen Abschnitt 28. An der Stoßstelle zwischen beiden Bereichen ist ein entsprechend gekrümmter Leitkörper 30 vorgesehen. Zum Führen des Rücklauftrums auf einem ähnlich abgewinkelten Weg sind freilaufende Führungsräder 32 vorgesehen.

Von den beiden die Kettenräder 20, 22 tragenden Wellen ist eine durch einen Motor 34 angetrieben, beim betrachteten Ausführungsbeispiel die Welle für die Kettenräder 22.

Zum Trocknen von der Walze 12 übernommener Druckbogen ist im schräg ansteigenden Abschnitt 26 des Auslegförderers 16 eine Trockenstation 36 vorgesehen, welche die von der Walze 12 übernommenen Druckbogen 28 auf der Oberseite und auf der Unterseite trocknet, z. B. durch Heißluft, IR-Strahlung oder UV-Strahlung.

Stromab der Trockenstation 30 ist eine Bestäubungsstation 40 vorgesehen, die beim hier betrachteten Ausführungsbeispiel eine transversal zur Bogenförderrichtung verlaufende Blasleiste aufweist, aus welcher ein Nebel aus Puder und Luft austritt. Ein Teil der so gegen die Oberseite der Druckbogen 38 geblasenen Puderpartikel bleibt an dem noch klebrigen Druckfarbenfilm haften und verhindert, daß übereinander gelegte Druckbogen über ihre Druckfilme zusammenbacken.

Stromab der Bestäubungsstation 40 ist eine Saugleiste 42 vorgesehen, die nur lose auf der Druckbogenoberseite liegenden Puder absaugt. Um dies zu erreichen und zu vermeiden, daß auch an dem klebrigen Druckfilm haftende Puderpartikel abgesaugt werden, wird die Strömungsgeschwindigkeit der Luft im Bereich der Saugleiste 42 durch Versuche entsprechend eingestellt.

Über den Leitkörper 30 gelangen dann die Druckbogen 38 über eine Bogenbremse 44, die als Bremsrolle gezeigt ist. Die Bogenbremse 44 arbeitet unter negativem Schlupf mit der Unterseite der Druckbogen 38 zusammen und übt so auf das hintere Ende der Druckbogen eine bremsende und die Druckbogen in der Förderebene stabilisierende Kraft aus.

Stromab der Bogenbremse 44 ist eine insgesamt mit 46 bezeichnete Ablegstation vorgesehen. Diese umfasst eine Ablegplatte 48, die durch einen schematisch angedeuteten Antrieb 50 in vertikaler Richtung verstellbar ist. Das Absenken der Ablegplatte 48 folgt synchron zum Anwachsen des auf ihr gebildeten Stapels 52 aus Druckbogen 38, so daß für das Ablegen eines neuen Druckbogens immer dieselben geometrischen Verhältnisse angetroffen werden.

Läßt ein Greifer 24 das vordere Ende eines Druckbogens 38 über der Ablegstation 46 los, so stößt die Vorderkante des Druckbogens 38, wie in 1 dargestellt, an einer vertikalen Anschlagwand 54 an und legt sich dann auf die Oberseite des Stapels 52.

Um den Auslegförerer 16 von Puderpartikeln zu reinigen, die sich auf ihm angefunden haben, ist im Bereich der stromabseitigen Kettenräder 22 eine Bürstenleiste 56 vorgesehen, die die Greifer 24 und die Förderkette 18 beim Vorbeilaufen abbürstet.

Stromab der Bürstenleiste 56 ist ferner eine Abblasleiste 58 vorgesehen, welche die Greifer 24 und die Förderketten 18 mit Druckluft anströmt, um restliche Puderpartikel abzulösen.

Es entstehen somit im Bereich der Kettenräder 20 in der dort vorliegenden Luft schwebende Puderpartikel, und um deren sich wieder Niederschlagen auf Maschinenteilen zu verhindern, ist im Bereich der Ablegstation 46 eine insgesamt mit 60 bezeichnete Absaugeinrichtung vorgesehen.

Diese umfasst einen Absaugkasten 62, der in Förderrichtung der Druckbogen gesehen hinter den Kettenrädern 22 angeordnet ist. Dieser Absaugkasten hat auf seiner in 1 rechts gelegenen Stirnfläche ein großes Absaugfenster, welches mit einem flächigen Diffusor versehen ist, so daß durch das Absaugfenster ein laminarer gleichmäßiger einem Luftvorhang nahekommender Strom an puderhaltiger Luft aus dem Inneren eines Gehäuses 64 abgesaugt wird, welches die verschiedenen funktionellen Teile der Auslegstation 10 einschließt.

Der Absaugkasten 62 ist über eine einstellbare Drossel 66 mit einer Absaugleitung 68 verbunden, die mit der Saugseite eines Absauggebläses 70 verbunden ist. Dieses ist im Hinblick auf die Absaugung großer Luftmengen bei kleinem Unterdruck (typischerweise 300 bis 800 mm Ws) ausgelegt.

Durch die Geschwindigkeitsänderungen, die ein Druckbogen 38 im Bereich der Ablegstation 46 erfährt, kommt es auch dort zu einer Freisetzung von Puderpartikeln. Um diese Puderpartikel ebenfalls daran zu hindern, sich auf Maschinenteilen niederzuschlagen, sind seitlich der Ablegstation 46 weitere Absaugkästen 72 vorgesehen, die jeweils über eine einstellbare Drossel 74 mit der Absaugleitung 68 verbunden sind.

Ein weiterer Absaugkasten 76 befindet sich aus gleichem Grund über der Ablegstation 46. Er ist über eine einstellbare Drossel 78 mit der Absaugleitung 68 verbunden.

Die Absaugkästen 72 und 76 haben jeweils ebenfalls ein großes Absaugfenster mit einem Diffusor und saugen so langsame flächige und gleichförmige Luftströme aus dem Inneren des Gehäuses 64 in der Nachbarschaft der Ablegstation 46 ab.

Um zu verhindern, daß Puderpartikel, die sich nicht auf den Druckbogen niedergeschlagen haben, schon in der Nachbarschaft der Bestäubungsstation 40 zu anderen Maschinenteilen hin wegdiffundieren, ist an die Bestäubungsstation 40 anschließend ein Abdeckförerer 80 vorgesehen. Dieser umfasst ein Förderband 82, welches um Umlenkrollen 84, 86 aufweist, von denen die Umlenkrolle 86 durch einen Motor 88 angetrieben ist.

Die Fördergeschwindigkeit des Abdeckförderers 80 entspricht der Fördergeschwindigkeit des Auslegförerers 16.

Das Arbeitstrum des Förderbandes 82 ist durch einen Leitkasten 90 so geführt, und die Umlenkrollen 84, 86 des Abdeckförderers 80 sind so angeordnet, daß das Arbeitstrum des Förderbandes 82 eine bewegte obere Abdeckung für den Förderweg der Druckbogen 38 darstellt. Das Rücklauftrum des Förderbandes 82 ist durch eine Leitrolle 92 im wesentlichen parallel zum Arbeitstrum geführt.

Zum Abnehmen von Puderpartikeln von der Außenseite des Förderbandes 82 ist der Leitkasten 90 auf seiner oberen Arbeitsfläche luftdurchlässig ausgebildet. Er kann dort hierzu aus einem Sieb, einem Gitter oder einem Lochblech mit versetzten Lochreihen gebildet sein. Das Innere des Leitkastens 90 ist über einen Druckregler 96 mit einer zweiten Absaugleitung 98 verbunden, die mit der Saugseite eines weiteren Sauggebläses 100 verbunden ist. Letzteres ist darauf ausgelegt, bei kleinerem Durchsatz einen höheren Unterdruck zu erzeugen (typischerweise 1220 bis 2000 mm Ws).

Auf diese Weise wird die Außenfläche des Förderbandes 82 beim Hinüberlaufen über den Leitkasten 90 so stark abgesaugt, daß sich auf ihm niedergeschlagene Puderpartikel lösen.

Mit der auf höherem Unterdruck stehenden Absaugleitung 98 ist ferner über einen Druckregler 102 eine Absaugleiste 104 verbunden, die im Bereich der stromaufseitigen Umlenkrolle 84 mit der Außenfläche des Förderbandes 82 zusammenarbeitet.

Über einen weiteren Druckregler 106 ist die Saugleiste 42 mit der Absaugleitung 68 verbunden.

Ferner ist die Abblasleiste 58 über einen Druckregler 108 mit dem Ausgang eines Verdichters 110 verbunden.

Bei der oben beschriebenen Auslegstation wird somit freier Puder, der durch die Bewegung der Greifer 24 in dem Bereich der Ablegstation 46 hineingetragen wird und Puder, der im Bereich der Ablegstation 46 durch das Ablegen der Druckbogen 38 von letzteren abgelöst wird, effektiv abgesaugt, bevor er sich auf Maschinenteilen niederschlagen kann. Damit können sich keine Puderfladen bilden, die bei einem Ablösen die Qualität der Druckprodukte beeinflussen könnten.

Der an den Auslässem der Sauggebläse 70, 100 erhaltene Puder enthaltende Luftstromwird in einem Puderabscheider 112 zurückgehalten, der z. B. einen Zyklon umfassen kann. Der abgeschiedene Puder kann wiederverwendet werden. Die gereinigte Luft kann an die Umgebung abgegeben werden.

2 zeigt eine perspektivische auseinandergezogene Darstellung eines praktischen Ausführungsbeispieles für eine Absaugeinrichtung, die in einer Auslegstation einer Druckmaschine in der Nachbarschaft der Ablegstation vorgesehen ist.

Teile, die obenstehend schon unter Bezugnahme auf 1 beschriebenen Teilen von der Funktion her entsprechen, sind wieder mit denselben Bezugszeichen versehen, auch wenn sie sich in Einzelheiten unterscheiden.

Die Absaugkästen sind nun jeweils so modifiziert, daß sie schmale Ansaugschlitze aufweisen. Die verschiedenen Saugkästen sind mit einem Saugverteiler 114 verbunden, von dem aus eine großen Durchmesser aufweisende Absaugleitung dann zu dem in 2 nicht dargestellten Sauggebläse 64 führen. Die verschiedenen einstellbaren Drosseln sind in den Saugverteiler 112 integriert, teilweise auch als externe Komponenten getrennt dargestellt.

Zusätzlich hat die Absaugeinrichtung nach 2 zwei seitlich der Bogen-Förderrichtung angeordnete, nach unten absaugende Saugdüsen 116, 118, um schon im vorderen Bereich der Ablegstation 46 nach unten Puderpartikel abzuziehen.

Die unter dem Saugkasten 60 angeordnete Blasleiste 58 dient wieder dazu, den Auslegförderer 16 zu reinigen.


Anspruch[de]
Auslegstation für eine Druckmaschine, mit einem Auslegförderer (16), welcher Druckprodukte (38) zu einem Ablegplatz (46) trägt, und mit einer Bestäubungsstation (40) zum Bestäuben der Druckprodkte (38) mit feinem Puder, während sie vom Auslegförderer (16) bewegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Ablegplatzes (46) eine Absaugeinrichtung (60) vorgesehen ist. Auslegstation nach Anspruch 1, dadurchgekennzeichnet, daß die Absaugeinrichtung (60) mindestens ein hinter dem Ablegplatz (46) angeordnetes Absaugmittel (62) aufweist. Auslegstation nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Absaugeinrichtung (60) mindestens ein neben der Ablegstation (46) angeordnetes Absaugmittel (72) aufweist. Auslegstation nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Absaugeinrichtung (60) mindestens ein über der Ablegstation (46) angeordnetes Absaugmittel (76) aufweist. Auslegstation nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der Absaugmittel (62, 72, 76) über eine einstellbare Drossel (66, 74, 78) mit einem Sauggebläse (64) verbunden ist. Auslegstation nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der Absaugmittel (66, 72, 76) einen langsam bewegten Luftstrom ansaugt. Auslegstation nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der Absaugmittel (42) einen scharfen Luftstrom ansaugt. Auslegstation nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine mit dem Auslegförderer (16) zusammenarbeitende Abblaseinrichtung (58). Auslegstation nach Anspruch 8 in Verbindung mit Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abblaseinrichtung (58) in der Nachbarschaft des hinter der Ablegstation (46) angeordneten Absaugmittels (62) angeordnet ist. Auslegstation nach Anspruch 8 oder 9, gekennzeichnet durch eine bei der Abblaseinrichtung (58) angeordnete, vorzugsweise stromauf derselben angeordnete mechanische Reinigungseinrichtung (56), welche mit dem Auslegförderer (16) zusammenarbeitet. Auslegstation nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch eine über dem Arbeitstrum des Auslegförderers (16) liegende Abdeckeinrichtung (80), welche sich von der Bestäubungseinrichtung (40) bis zu der Ablegstation (46) erstreckt. Auslegstation nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß sich unter dem Arbeitstrum des Auslegförderers (16) eine Abdeckeinrichtung von der Bestäubungseinrichtung (40) bis zur Ablegstation (46) erstreckt. Auslegstation nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckeinrichtung (80) ein Arbeitstrum eines Förderbandes (82) umfasst. Auslegstation nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine mit dem Förderband (82) zusammenarbeitende Reinigungseinrichtung (90, 104). Auslegstation nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungseinrichtung einen mit dem Arbeitstrum des Förderbandes (82) zusammenarbeitenden Leitkasten (90) umfasst, durch dessen Leitwand ein Luftstrom abgesaugt wird. Auslegstation nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitwand des Leitkastens (90) durch ein Gitter, ein Netz oder ein Blech mit einer Mehrzahl in versetzten Reihen angeordneter Durchbrechungen gebildet ist. Auslegstation nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungseinrichtung eine mit dem Rücklauftrum des Förderbandes (82) zusammenarbeitende Absaugleiste (104) umfasst. Auslegstation nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß an den Auslaß der Absaugeinrichtung (60) ein Puderabscheider (112) angeschlossen ist.






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