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Dokumentenidentifikation DE102005048232A1 12.04.2007
Titel Rückfahrkamerasystem und Verfahren zum Anzeigen von Informationen zu einer rückwärtigen Sicht aus einem Fahrzeug
Anmelder Volkswagen AG, 38440 Wolfsburg, DE
Erfinder Wengelnik, Heino, 38442 Wolfsburg, DE;
Specks, Will, 38440 Wolfsburg, DE;
Graf, Thorsten, 38518 Gifhorn, DE;
Hilgenstock, Jörg, 30175 Hannover, DE
Vertreter Reitstötter, Kinzebach & Partner (GbR), 81679 München
DE-Anmeldedatum 07.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005048232
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse B60R 1/00(2006.01)A, F, I, 20051007, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G02B 27/22(2006.01)A, L, I, 20051007, B, H, DE   G03B 35/12(2006.01)A, L, I, 20051007, B, H, DE   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft ein Rückfahrkamerasystem für ein Fahrzeug, umfassend ein Bilderfassungssystem zum Erfassen von Daten aus zumindest einer rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug (1), mit welchem eine stereoskopische Darstellung der rückwärtigen Sicht berechenbar ist, eine Anzeigevorrichtung (3) zum stereoskopischen Anzeigen von Information und eine Recheneinheit (2), die mit dem Bilderfassungssystem und der Anzeigevorrichtung (3) verbunden ist, wobei mit der Recheneinheit (2) aus den von dem Bilderfassungssystem übertragenen Daten Bilddaten zum stereoskopischen Anzeigen der rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug (1) berechenbar und an die Anzeigevorrichtung (3) übertragbar sind. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Anzeigen von Informationen zu einer rückwärtigen Sicht aus einem Fahrzeug (1), bei dem Daten aus zumindest einer rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug (1) erfasst werden, wobei mit den Daten eine stereoskopische Darstellung der rückwärtigen Sicht berechenbar ist, aus den Daten Bilddaten zum stereoskopischen Anzeigen der rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug berechnet werden und die Bilddaten stereoskopisch angezeigt werden.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Rückfahrkamerasystem für ein Fahrzeug mit einem Bilderfassungssystem zum Erfassen von Daten aus zumindest einer rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug und einem Display zum Anzeigen von Information, welche über das Bilderfassungssystem gewonnen wurde. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Anzeigen von Informationen zu einer rückwärtigen Sicht aus einem Fahrzeug, bei dem Daten aus zumindest einer rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug erfasst werden und aus diesen Daten Bilddaten gewonnen werden, welche angezeigt werden.

Es ist bekannt, Kraftfahrzeuge mit einer Rückfahrkamera auszustatten, deren Bilder für den Fahrzeugführer sichtbar angezeigt werden. Beispielsweise ist aus der DE 200 21 813 U1 ein solches Rückfahrkamerasystem bekannt. Ferner ist aus der DE 602 00 152 T2 ein Fahrunterstützungssystem für ein Fahrzeug mit einer Anhängerkupplung bekannt, welches eine Rückfahrkamera umfasst. Schließlich ist aus der WO 2004/028169 A2 ein Stereo-Nachtsichtsystem für Fahrzeuge bekannt.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Rückfahrkamerasystem sowie ein Verfahren der eingangs genannten Art bereitzustellen, bei welchem die angezeigte Information schneller und intuitiver erfasst werden kann.

Diese Aufgabe wird durch ein Rückfahrkamerasystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Das erfindungsgemäße Rückfahrkamerasystem umfasst ein Bilderfassungssystem zum Erfassen von Daten aus zumindest einer rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug, mit welchem eine stereoskopische Darstellung der rückwärtigen Sicht berechenbar ist, eine Anzeigevorrichtung zum stereoskopischen Anzeigen von Information und eine Recheneinheit, die mit dem Bilderfassungssystem und der Anzeigevorrichtung verbunden ist, wobei mit der Recheneinheit aus dem von dem Bilderfassungssystem übertragenen Daten Bilddaten zum stereoskopischen Anzeigen der rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug berechenbar und an die Anzeigevorrichtung übertragbar sind. Die Anzeigevorrichtung des erfindungsgemäßen Rückfahrkamerasystems zeigt dem Betrachter somit dreidimensionale Bilder. Im Unterschied zu einer perspektivischen zweidimensionalen Darstellung sieht bei der stereoskopischen Anzeige das eine Auge des Betrachters ein geringfügig anderes Bild als das andere Auge. Hierdurch wird eine reale dreidimensionale Darstellung erreicht. Die stereoskopische Anzeige von Bildern, die aus den Daten des Bilderfassungssystems berechnet worden sind, hat den Vorteil, dass der Betrachter sehr schnell und intuitiv die Situation erfassen kann, wie sie sich bei einer Sicht nach hinten aus dem Fahrzeug ergibt. Dies ist beispielsweise beim Einparken eines Kraftfahrzeugs sehr hilfreich.

Gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Rückfahrkamerasystems ist das Bildertassungssystem eine Stereokamera, die aus zumindest zwei zueinander versetzten Positionen Bilder aufnimmt. Mit der Recheneinheit sind aus den Bildern der Stereokamera eine Vielzahl von Zwischenbildern, beispielsweise durch Interpolation, zu den zwei zueinander versetzten Positionen berechenbar. Auf diese Weise ist es möglich, eine Vielzahl von Ansichten bei der stereoskopischen Anzeigevorrichtung darzustellen, obwohl von der Stereokamera nur zwei Ansichten aufgenommen werden.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Rückfahrkamerasystems weist das Bildertassungssystem eine Vielzahl von zueinander versetzt angeordneten Kameras zum Aufnehmen von Zwischenbildern aus versetzten Positionen auf. In diesem Fall ist es nicht nötig, wie bei der Stereokamera, Zwischenbilder zu berechnen. Vielmehr können die verschiedenen Ansichten, welche von den versetzt angeordneten Kameras aufgenommen werden, direkt von der stereoskopischen Anzeigevorrichtung wiedergegeben werden.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Rückfahrkamerasystems umfasst das Bilderfassungssystem eine Tiefenkamera, mit der ein Bild aus einer rückwärtigen Sicht aufnehmbar ist und ferner eine dem Bild zugeordnete Tiefeninformation erfassbar ist. Das Bildertassungssystem kann z.B. zum Erfassen der Tiefeninformation einen Infrarotlaufzeitdetektor aufweisen. In diesem Fall sind mit der Recheneinheit aus dem Bild der Tiefenkamera und der dazugehörigen Tiefeninformation eine Vielzahl von Zwischenbildern zu verschiedenen Sichtrichtungen aus zueinander versetzten Positionen berechenbar.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Rückfahrkamerasystems sind die Kameras, d.h. die Stereokamera, die Vielzahl von zueinander versetzt angeordneten Kameras oder die Tiefenkamera mit dem Infrarotlaufzeitdetektor, zum Ausrichten auf ein Objekt der rückwärtigen Sicht schwenkbar. Auf diese Weise können sich die Kameras in Abhängigkeit von dem Abstand eines für die Rückwärtsfahrt wichtigen Objekts ausrichten und positionieren. Alternativ wäre es auch möglich, aus einem großen Feld mit einer Vielzahl von Kameras nur den Teil der Kameras zu nutzen, der für den Objektabstand am geeignetsten ist.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Rückfahrkamerasystems ist die Anzeigevorrichtung zum autostereoskopischen Anzeigen von Information ausgebildet. Die autostereoskopische Anzeige von Bildern unterscheidet sich von der stereoskopischen Anzeige dadurch, dass bei ihr keine speziellen Vorrichtungen, wie beispielsweise Brillen oder dgl., nötig sind, um den dreidimensionalen Effekt beim Betrachten der Anzeige hervorzurufen. Vorzugsweise ordnet die autostereoskopische Anzeigevorrichtung verschiedene Zwischenbilder jeweils einem Auge eines Betrachters des Displays zu, wodurch beim Betrachter ein räumlicher Tiefeneindruck der rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug entsteht. Dabei projiziert die autostereoskopische Anzeigevorrichtung die Zwischenbilder vorzugsweise fächerförmig in den Raum, wobei innerhalb jedes Fächersektors eine autostereoskopische Darstellung bereitgestellt ist.

Die Anzeigevorrichtung ist beispielsweise das Display eines Kombiinstruments im Innenraum des Fahrzeug. Für die autostereoskopische Darstellung ist das Display mit einer Maske für die Trennung verschiedener Bilder versehen, so dass den beiden Augen des Betrachters verschiedene Ansichten gegeben werden können.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden Daten aus zumindest einer rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug erfasst, wobei mit den Daten eine stereoskopische, insbesondere autostereoskopische, Darstellung der rückwärtigen Sicht berechenbar ist. Aus diesen Daten werden Bilddaten zum stereoskopischen, insbesondere autostereoskopischen, Anzeigen der rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug berechnet und diese Bilddaten werden dann stereoskopisch bzw. autostereoskopisch angezeigt.

Für die Erfassung der Daten der rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug werden gemäß einem Ausführungsbeispiel Bilder aus zumindest zwei zueinander versetzten Position aufgenommen. Zu diesen Bildern können dann vorzugsweise eine Vielzahl von Zwischenbildern berechnet werden, die dann stereoskopisch oder autostereoskopisch angezeigt werden.

Gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel werden eine Vielzahl von Zwischenbildern aus zueinander versetzten Positionen aufgenommen. Diese Zwischenbilder dienen dann direkt der stereoskopischen oder autostereoskopischen Anzeige der Bilddaten.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel wird ein Bild aus einer rückwärtigen Sicht aufgenommen und ferner eine dem Bild zugeordnete Tiefeninformation erfasst. Zum Erfassen der Tiefeninformation kann beispielsweise eine Infrarotlaufzeitmessung durchgeführt werden. Aus dem einen Bild und der zugehörigen Tiefeninformation können dann eine Vielzahl von Zwischenbildern zu verschiedenen Sichtrichtungen aus zueinander versetzten Positionen berechnet werden, die dann stereoskopisch oder autostereoskopisch angezeigt werden.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Objekt der rückwärtigen Sicht ausgewählt und zueinander versetzt angeordnete Kameras zum Aufnehmen der Bilder in Richtung des ausgewählten Objekts geschwenkt.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Zwischenbilder autostereoskopisch angezeigt und fächerförmig in den Raum projiziert, wobei innerhalb jedes Fächersektors eine autostereoskopische Darstellung bereitgestellt wird.

Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug zu den Zeichnungen erläutert.

1 zeigt schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel des Rückfahrkamerasystems in einem Fahrzeug,

2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel des Rückfahrkamerasystems in einem Fahrzeug,

3 zeigt das Verschwenken der Kameras bei einem nahen Objekt,

4 zeigt das Verschwenken der Kameras bei einem Objekt in mittlerer Entfernung,

5 zeigt die Ausrichtung der Kameras bei einem weit entfernten Objekt und

6 zeigt schematisch ein drittes Ausführungsbeispiel des Rückfahrkamerasystems.

Das erste Ausführungsbeispiel des Rückfahrkamerasystems wird mit Bezug zu 1 erläutert:

Das Rückfahrkamerasystem weist als Bilderfassungssystem eine Stereokamera auf, welche zwei Einzelkameras 5L und 5R umfasst, welche aus zwei zueinander versetzten Positionen in einer der Vorwärtsfahrtrichtung entgegengesetzten Richtung Bilder aufnimmt. Die Kamera 5L ist am linken Heck des Fahrzeugs 1 und die Kamera 5R am rechten Heck des Fahrzeugs 1 angeordnet. Es wäre selbstverständlich auch möglich, dass statt der Einzelkameras 5L und 5R bei diesen Positionen nur Objektive der Stereokamera vorgesehen sind. Wichtig ist nur, dass Bilder aus zueinander versetzten Positionen aufgenommen werden, da nur auf diese Weise eine stereoskopische bzw. autostereoskopische Darstellung der rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug 1 berechnet werden kann.

Die von der Stereokamera 5L, 5R erfassten Daten werden an eine Recheneinheit 2 übertragen. Die Recheneinheit 2 speichert zum einen die von den beiden Kameras 5L und 5R aufgenommenen Bilder. Zum anderen berechnet die Recheneinheit 2 Zwischenbilder, welche Ansichten aus Position entsprechen, die zwischen den beiden Kameras 5L und 5R liegen. Diese Zwischenbilder werden durch räumliche Interpolation der Bilder der Kameras 5L und 5R gewonnen. Die Zwischenbilder einschließlich der Bilder der Kameras 5L und 5R entsprechen n Ansichten einer rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug 1. n kann in diesem Fall beispielsweise 2, 4, 8, 9, 12, 16 oder 24 sein. Aus diesen n Ansichten werden von der Recheneinheit 2 Bilddaten zum stereoskopischen bzw. autostereoskopischen Anzeigen der rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug 1 berechnet und an die Anzeigevorrichtung 3 übertragen.

Bei der Anzeigevorrichtung 3 handelt es sich um ein herkömmliches Flüssigkristalldisplay oder ein Plasmadisplay, vor welchem eine Maske angeordnet ist. Bei der Maske handelt es sich insbesondere um eine wellenlängenselektive Filtermaske bzw. eine optische Strukturmaske. Die Maske ermöglicht es zwischen Teilbildern, die zu verschiedenen Ansichten gehören, zu unterscheiden und jede Ansicht in eine andere Richtung abzustrahlen. Es können somit Teilbilder für das rechte und für das linke Auge eines Betrachters getrennt werden. Beim Betrachten der Anzeigevorrichtung 3 können auf diese Weise die Teilbilder von dem Betrachter zu einer dreidimensionalen Ansicht zusammengesetzt werden. Dadurch kann die Information, welche von der Anzeigevorrichtung 3 dargestellt wird, autostereoskopisch wiedergegeben werden. Dies bedeutet, dass keine weiteren Hilfsmittel für den räumlichen Eindruck erforderlich sind. Hinsichtlich weiterer Details der Anzeigevorrichtung 3 wird auf die DE 103 09 194 A1 und die DE 103 20 530 A1 verwiesen.

Bei der Anzeigevorrichtung 3 handelt es sich insbesondere um das Kombiinstrument eines Kraftfahrzeugs, welches üblicherweise zentral im Cockpit angeordnet ist. Die Anzeigevorrichtung 3 kann sich jedoch auch in der Mittelkonsole des Fahrzeugs 1, im Rückspiegel oder in der Sonnenblende befinden.

Die Anzeigevorrichtung 3 projiziert die Bilddaten zu den n Ansichten fächerförmig in den Raum. Im Bereich des Fächers 4 werden die Bilddaten autostereoskopisch dargestellt, wobei sich die autostereoskopische Darstellung in jedem Fächersektor 41 bis 48 wiederholt. Auf diese Weise kann die dreidimensionale Anzeige in einem für den Fahrzeugführer des Fahrzeugs 1 breiten Raumwinkelbereich realisiert werden.

2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel des Rückfahrkamerasystems:

Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel dadurch, dass als Bilderfassungssystem keine Stereokamera verwendet wird, sondern ein Feld mit insgesamt n Kameras 51 bis 5n. Die von diesen Kameras 51 bis 5n aufgenommenen Bilder können direkt als Ansichten für die autostereoskopische Anzeigevorrichtung 3 verwendet werden. Es ist in diesem Fall also nicht erforderlich, dass die Recheneinheit 2 Zwischenbilder durch Interpolation berechnet. Die Recheneinheit 2 berechnet jedoch die Bilddaten für die autostereoskopische Darstellung der von den Kameras 51 bis 5n aufgenommenen Bilder und überträgt sie an die Anzeigevorrichtung 3. Die Anzeigevorrichtung 3 gibt die Bilddaten, wie vorstehend mit Bezug zu 1 erläutert, wieder.

Mit Bezug zu den 3 bis 5 wird eine Weiterbildung der ersten beiden Ausführungsbeispiele beschrieben.

Gemäß dieser Weiterbildung sind die Kameras 5L und 5R bzw. 51 bis 5n schwenkbar. Sie können in horizontaler und/oder vertikaler Richtung schwenkbar sein. Die Recheneinheit 2 analysiert die von den Kameras aufgenommenen Bilder und wählt ein Objekt aus, welches dem Betrachter autostereoskopisch angezeigt werden soll. Dieses Objekt ist in den 3 bis 5 mit 8 bezeichnet. Befindet sich das Objekt 8 sehr nah am Heck des Fahrzeugs, z.B. in einem Abstand von etwa einem Meter, werden die Kameras 5L, 5R bzw. 51 bis 5n auf dieses Objekt ausgerichtet, d.h. in Richtung des Objekts 8 mechanisch geschwenkt. Auf diese Weise kann das Objekt 8 sehr gut dreidimensional durch die Anzeigevorrichtung 3 dargestellt werden.

Befindet sich das Objekt 8, wie in 4 gezeigt, in einem mittleren Abstand von dem Fahrzeugheck, z.B. etwa 8 Meter von diesem entfernt, werden die Kameras 5L, 5R bzw. 51 bis 5n etwas weniger geschwenkt als in dem in 3 gezeigten Fall. Auch hier werden die Kameras 5L, 5R bzw. 51 bis 5n auf das Objekt 8 ausgerichtet, um eine möglichst gute dreidimensionale Darstellung dieses Objektes 8 zu erreichen.

Befindet sich das Objekt 8, wie in 5 gezeigt, sehr weit von dem Fahrzeugheck entfernt, z.B. weiter als etwa 25 Meter, werden die Kameras 5L, 5R bzw. 51 bis 5n nicht verschwenkt, d.h. sie sind parallel ausgerichtet. Diese parallele Ausrichtung entspricht der Einstellung für ein unendlich weites Objekt 8.

Mit Bezug zu 6 wird ein drittes Ausführungsbeispiel des Rückfahrkamerasystems beschrieben:

Das Rückfahrkamerasystem dieses Ausführungsbeispiels unterscheidet sich von den vorhergehenden Ausführungsbeispielen dadurch, dass das Bilderfassungssystem nur eine einzige Kamera 6 aufweist, dessen Bild an die Recheneinheit 2 übertragen wird. Das Bilderfassungssystem weist jedoch ferner einen Infrarotlaufzeitdetektor auf, der mittels Infrarotlaufzeitmessungen Tiefeninformationen zu dem von der Kamera 6 aufgenommenen Bild gewinnen kann. Über die Infrarotlaufzeitmessungen kann somit ein Tiefenprofil des aufgenommenen Bildes gewonnen werden. Aus dem von der Kamera 6 aufgenommenen Bild sowie der Tiefeninformation kann die Recheneinheit 2 die für die autostereoskopische Anzeige des Bildes erforderlichen n Ansichten berechnen. Wie bei den vorherigen Ausführungsbeispielen werden die Bilddaten zu diesen n Ansichten an die Anzeigevorrichtung 3 übertragen und von dieser autostereoskopisch angezeigt.

1
Fahrzeug
2
Recheneinheit
3
Anzeigevorrichtung
4
Fächer
41 bis 48
Sektoren des Fächers
5L, 5R
Kameras einer Stereokamera
51 bis 5n
in einem Feld angeordnete Kameras
6
Kamera
7
Infrarotlaufzeitdetektor
8
Objekt


Anspruch[de]
Rückfahrkamerasystem für ein Fahrzeug (1) umfassend

– ein Bilderfassungssystem zum Erfassen von Daten aus zumindest einer rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug (1), mit welchem eine stereoskopische Darstellung der rückwärtigen Sicht berechenbar ist,

– eine Anzeigevorrichtung (3) zum stereoskopischen Anzeigen von Information und

– eine Recheneinheit (2), die mit dem Bilderfassungssystem und der Anzeigevorrichtung (3) verbunden ist, wobei mit der Recheneinheit (2) aus dem von dem Bilderfassungssystem übertragenen Daten Bilddaten zum stereoskopischen Anzeigen der rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug (1) berechenbar und an die Anzeigevorrichtung (3) übertragbar sind.
Rückfahrkamerasystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bilderfassungssystem eine Stereokamera (5L, 5R) ist, die aus zumindest zwei zueinander versetzten Positionen Bilder aufnimmt. Rückfahrkamerasystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Recheneinheit (2) aus den Bildern der Stereokamera (5L, 5R) eine Vielzahl von Zwischenbildern zu den zwei zueinander versetzten Positionen berechenbar sind. Rückfahrkamerasystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bilderfassungssystem eine Vielzahl von zueinander versetzten angeordneten Kameras (51 bis 5n) zum Aufnehmen von Zwischenbildern aus versetzten Positionen aufweist. Rückfahrkamerasystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bilderfassungssystem eine Tiefenkamera umfasst, mit der ein Bild aus einer rückwärtigen Sicht aufnehmbar ist und ferner eine dem Bild zugeordnete Tiefeninformation erfassbar ist. Rückfahrkamerasystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Bilderfassungssystem zum Erfassen der Tiefeninformation einen Infrarotlaufzeitdetektor (7) umfasst. Rückfahrkamerasystem nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Recheneinheit (2) aus dem Bild der Tiefenkamera (6) und der dazugehörigen Tiefeninformation eine Vielzahl von Zwischenbildern zu verschiedenen Sichtrichtungen aus zueinander versetzten Positionen berechenbar sind. Rückfahrkamerasystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kameras (5L, 5R; 51 bis 5n) oder die Kamera (6) zum Ausrichten auf ein Objekt (8) der rückwärtigen Sicht schwenkbar sind/ist. Rückfahrkamerasystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtung (3) zum autostereoskopischen Anzeigen von Information ausgebildet ist. Rückfahrkamerasystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die autostereoskopische Anzeigevorrichtung (3) verschiedene Zwischenbilder jeweils einem Auge des Betrachters der Anzeigevorrichtung (3) zuordnet, wodurch beim Betrachter ein räumlicher Tiefeneindruck der rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug (1) entsteht. Rückfahrkamerasystem nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die autostereoskopische Anzeigevorrichtung (3) die Zwischenbilder fächerförmig in den Raum projiziert, wobei innerhalb jedes Fächersektors (41 bis 48) eine autostereoskopische Darstellung bereitgestellt ist. Verfahren zum Anzeigen von Informationen zu einer rückwärtigen Sicht aus einem Fahrzeug (1), bei dem

– Daten aus zumindest einer rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug (1) erfasst werden, wobei mit den Daten eine stereoskopische Darstellung der rückwärtigen Sicht berechenbar ist,

– aus den Daten Bilddaten zum stereoskopischen Anzeigen der rückwärtigen Sicht aus dem Fahrzeug berechnet werden und

– die Bilddaten stereoskopisch angezeigt werden.
Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass Bilder aus zumindest zwei zueinander versetzten Positionen aufgenommen werden. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass aus den Bildern der zumindest zwei zueinander versetzten Positionen eine Vielzahl von Zwischenbildern berechnet werden, die stereoskopisch angezeigt werden. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Zwischenbildern aus zueinander versetzten Positionen aufgenommen werden. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bild aus einer rückwärtigen Sicht aufgenommen wird und ferner eine dem Bild zugeordnete Tiefeninformation erfasst wird. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass zum Erfassen der Tiefeninformation eine Infrarotlaufzeitmessung durchgeführt wird. Verfahren nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem einen Bild und der dazugehörigen Tiefeninformation eine Vielzahl von Zwischenbildern zu verschiedenen Sichtrichtungen aus zueinander versetzten Positionen berechnet werden, die stereoskopisch angezeigt werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass ein Objekt (8) der rückwärtigen Sicht ausgewählt wird und zueinander versetzt angeordnete Kameras (5L, 5R; 51 bis 5n; 6) zum Aufnehmen der Bilder in Richtung des ausgewählten Objekts (8) geschwenkt werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenbilder autostereoskopisch angezeigt werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenbilder fächerförmig in den Raum projiziert werden, wobei innerhalb jedes Fächersektors (41 bis 48) eine autostereoskopische Darstellung bereitgestellt wird.






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